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den Reichsschätzen zu, Jndustrieobttgatronen still bei kleinen Schwankungen.

Am Aktienfreiverkehrsmarkt gingen Drnaler etwa auf letzter Basis (153) um, Fraenk Schuh bis 128 befestigt, im Verlaufe 127,25, Ehern. Brockhues excl. Dividende 131 G-, Der. Groß- a-lmervder (6 nach 5,50 v. S). Dividende) 135 G. nach 131. Der Tagesgeldsatz blieb mit 1,75 v. H. weiter­hin ohne Aenderung.

Aus der engeren Heimat.

Dorschuhverein Gründers.

+ Grünberg, 24.April. Der Dorschuß­verein Grünberg veröffentlicht soeben seinen Geschäftsbericht für das Jahr 1941, fein 79. Ge­schäftsjahr. Die Entwicklung war auch in diesem Jahre wiederum günstig. So stieg die Bilanzsumme auf 1582 301,78 RM. und erfuhr damit eine Er­höhung um fast 300 000 RM. Besonders hervorzu­beben ist das weitere Anwachsen der Spareinlagen mit über V» Million RM. auf 1 142 376,24 RM. Unter Hinzurechmurg der Guthaben in laufender Rechnung betragen damit die anvertrauten Gelder 1342 412,73 RM. Infolge der weiteren Einlage- entwicklung und der geringen Nachfrage nach Kre­diten hat' sich der Stand der Wertpapiere von 626 277,24 RM. auf 797 065,74 RM erhöht. Im Äuge dieser Erscheinungen sind auch die Gesamtaus- lechungen einschließlich Wechsel von 535 990,17 RM. auf 492 053,24 RM. zurückgegangen. Die Geichafts- quthaben sind von 86 523,55 RM. auf 89 447,31 RM. gestiegen. In die Betriebsrücklage wurden aus dem Wertberichtigungskonto 12 500 RM. überführt, da sich bei letzterem Konto die Risiken im Zuge der allgemeinen Entwicklung vermindert haben. Mit Anrechnung der Zuweisung aus dem diesjährigen Gewinn beziffern sich dann die Rücklagen auf 90 000 NM. Das Eigenkapital beläuft sich auf 231998 RM., Unkosten und Steuern betragen 24 385.50 RM. Der erzielte Reingewinn von 6436,74 RM. soll neben Zuweisungen an die Rücklage eine Dividende von 5 o. k auf die berechtigten Geschäftsguchaben brin­gen. Der Mtgliederstaud betrug bei Jahresbeginn 444 und wies bei einem Zugang von 6 und einem Abgang von 16 am Jahresende einen Stand von 434 auf.

Tag der Ruderer und Kanufahrer.

Die deutschen Ruderer und Kanufahrer eröffnen am kommenden Sonntag, 26. April, gemeinsam ihren dritten Sportsommer der Kriegszeit. Das Startkommando fällt diesmal in Wien. Der Reichs­sportführer wird in einer Reichssendung von 11.40 bis 12 Uhr zu den in allen Gauen angetretenen Ruderern und Kanusportlern sprechen. Der Rund­funk überträgt auch die zentrale Anruderfeier vom traditionsreichen Regatta-Platz an der Alten Donau in Wien.

Ooppelveranstaltung auf dem VfÄ.-R.-platz.

1900 Ehringshausen

DfB.-R. Spv. Butzbach (Freundschaftsspiel).

Nachdem nun auch Sinn und Burgsolms von den Meisterschaftsspielen zurückgetreten sind, nmßten die ursprünglich angesetzten Spiele wieder abgesetzt werden, so daß also am kommenden Sonntag nur ein Meisterschaftsspiel zum Austrag gelangt.

Auf dem Waldsportplatz findet am kommenden Sonntag eine Doppelveranstaltung statt. Im ersten Spiel wird 1900 versuchen, sich für die im Dorspiel erlittene 3:1-Niederlage in Ehringshausen zu re­vanchieren. Zwar stehen wiederum die Jugendlichen nicht zur Verfügung, dafür können aber die Blau- Weißen auf einige gute Gastspieler zurückgreifen. Die Aufstellung, die durch den Zugang von Rennert (Hanau 93) und einem weiteren Gastspieler gün­stig erscheint, läßt hoffen, daß die Revanche gelingen wird. 1900 bestreitet das Spiel in folgender Auf­stellung: Ammonn, Schuck, Kistler, Weniger, Kraft, Earstens, Ludolph, Klein, Rennert, Spahn, Bremer. Schiedsrichter: Gerhard (Annerod).

Im zweiten Spiel wird DfB.°R. die Kräfte mit dem Sportv. Butzbach messen. Gegen die Mannschaft der Gäste, die sich fast ausnahmslos aus Gastspielern zusammensetzt, wird DfB.-R. einen schweren Stand haben. Sollten jedoch die Reichsbahner die am Vor­sonntage gezeigten Leistungen wiederholen können, so ist mit einem ausgeglichenen spannenden Kampf zu rechnen.

Radfahrerin unter der Zugmaschine.

LPD. Biedenkopf, 22.April. Am Ortsaus­gang von W a 11 a u geriet eine 18jährige Radfahrerin aus Breidenbach beim Einbiegen in die Reichsstraße unter eine entgegenkommende Zugmaschine und erlitt so schwere Verletzun­gen, daß sie sofort st a r b. Der etwa 30 Meter hinter dem Mädchen fahrende Vater war Zeuge des gräß­lichen Unfalls.

Feldpostmarder zum Tode verurteilt.

Ein Urkeil des Sondergerichts Frankfurt a. 21L

Lpd. Vor dem Sondorgericht in Frankfurt am Main stand gestern der 35jährige Postfacharbeiter Ludwig Kolb aus Frankfurt a. M. unter der An­klage der fortgesetzten Unterschlagung von Feldpost- scn-dungen. Es handelte sich, wie der Vertreter der Staatsanwaltschaft feststellte, um den schwersten derartigen Fall, der bisher die Frankfurter Gerichte beschäftigt hat. Die Verhandlung ergab, daß der Angeklagte schon von Kindheit an seine sittliche Min­derwertigkeit bewtes. Aus der Volksschule wurde er wegen gänzlicher Jnteressenlosigkert vorzeitig ent­lassen. Auch seine kaufmännische Lehrstelle verlor er bald, weil er seinen Lehrherrn bestahl. Seine spä­tere Ehe wurde geschieden. Seit Oktober 1940 war her Angeklagte als Postfacharbeiter eingestellt und wurde beim Ausladen und Verteilen von Feldpost­sendungen aller Art beschäftigt. Von seinen Arbeits­kameraden wird er als faul, frech und unverträg­lich geschildert. Bei seiner Arbeit unterdrückte er in zahlreichen Fällen Feldpostbriefe und -Päckchen und entnahm ihnen den Inhalt, der regelmäßig aus Zigaretten bestand. Welchen Umfang seine verbre­cherische Betätigung erreichte, geht daraus hervor, daß er sich nachgewiesen ermaß en mindestens 400 Zigaretten Päckchen angeeignet hat. Die Beute, die den Soldaten an der Front als Gruß aus der Hei­mat zugedacht war, rauchte er zum Teil selbst, zum größeren Teil aber verlauste er sie aus schnöder Habgier, um sich Geld zu verschaffen. Das Sonder­gericht verurteilte den gewissenlosen Verbrecher als Dolksschädling zum T o d e und zu dauerndem Ver­lust der bürgerlichen Ehrenrechte.

Tschammerpokalfpiele.

Büdingen Luftwaffe Wetzlar 05 Watzenborn-Steinberg.

Gespannt ist man, wie sich der neue Meister gegen die spielstarken Büdinger schlagen wird. Gelingt ein Sieg, so winkt als Lohn beim nächsten Spiel ein Bereichsklassenoerein. Der Sieger im zweiten Spiel sollte Wetzlar 05 heißen, zumal Watzenborn-Stein­berg ersatzgeschwächt antreten muß.

Handball der HZ.

Holzheim (Btiinmgen 5:6 (3:5).

Beide Mannschaften lieferten sich ein flottes Tref­fen. Grüningen mußte sich sehr anstrengen, um in Holzheim zu den Punkten zu kommen. Vor der Pause, sah man sie noch als überlegenen Sieger. Die Platzmannschaft kam jedoch nach dem Wechsel auf und bedrängte die Gästemannschast stark. Nach ihrem letzten Erfolg hatte sie alle Mühe, das Er­gebnis zu halten. Ein Unentschieden lag im Bereich der Möglichkeit und wäre gerecht gewesen.

Watzenborn Mtv. Gießen.

Die Gießener kamen kampflos zu den Punkten, da Watzenborn infolge Mannschaftsschwierigkeiten verzichtete.

Bann 116 Gießen Bann 772 Weilburg.

Im letzten Spiel um die Gruppenmeisterschaft emvfängt der Bann 116 den Bann 772 Weilburg. Für den heimischen Bann ist das Treffen von großer Bedeutung. Ein Sieg genügt, um Sieger in der vierten Gruppe zu werden. Die Aussichten sind aller­dings gegenüber den ersten Spielen nicht so günstig. Einige gute Kräfte sieben leider nicht mehr zur Ver­fügung, wodurch die bewährte Aufstellung geändert werden muß. Es bleibt daher abzuwarten, wie sich die neue Mannschaft halten wird. Der sonntägliche Gegner greift mit diesem Spiel erft in die Runde ein, so daß jeglicher Vergleich fehlt. Svielen jedoch, wie ursprünglich vorgesehen, die Uffz.'Dorschüler Weilburg als Dannmannschast, so ist mit einem starken Gegner zu rechnen.________________________

Neues für den Büchertisch.

Zu den SammlungenTrösteinsamkeit" (deut­sche Meistererzählungen) undAus dem ewigen Schatz deutscher Lyrik" fügt der Verlag Rütten und Loening in Potsdam unter dem TitelD e r Zau- b e r s p i e g e l" eine Sammlung deutscher Romane, deren Auswahl, berühmte, bekannte und halbver- gessene Werke umfassend, vomAbenteuerlichen Simplizisfimus" des Grimmelshausen bis zu Fon­tanesEffi Briest", vom Barock bis zum Realismus den Bogen spannend, der Entwicklung der großen Erzählung in Vorklassik, Klassik und Romantik bis zum Ausgange des vorigen Jahrhunderts folgt und eine vorzüglich ausgestattete Bibliothek des besten deutschen Kultur- und Lesegutes darstellt; so kann derZauberspiegel" mit den eingangs genannten Novellen- und Lyrik-Reihen zusammen den gediege­nen Grundstock einer deutschen Hausbücherei bil= den. Wir haben aus der Reihe desZauber­spiegels" zunächst Wilhelm H e i n s e s RomanA r - d i n g h e 1I o" (425 Seiten, Leinen 5, RM.) an­zuzeigen, ein Werk, das in der Literaturgeschichte eine gewisse Rolle spielt, dem breiten Lesepublikum dagegen kaum oder gar nicht bekannt sein dürfte. Der moderne Leser, der bisher von Heinse nichts wußte, wird mit dieseritaliänischen Geschichte aus dem sechszehnten Jahrhundert", wie es in der Erst­ausgabe von 1787 heißt, eine merkwürdige und wahrscheinlich nicht nur des Sturm-und-Drang- Stiles wegen überraschende Entdeckung machen: er wird in diesem Roman eine Mischung von Aben­teuer-, Mord- und hitzigen Liebesgeschichten mit Kunstbetrachtungen, politischen und philosophischen Reflexionen finden, die jedenfalls originell und nicht häufig ist. Heinse (1749 bis 1803) war ein gelehriger Schüler Wielands, einStiefbruder Goethes", von diesem alsherrliches Genie" gefeiert, von Schiller kühl abgelehnt, von Hölderlin, später von Hebbel und Laube mit hoher Anerkennung gerühmt. Von Heinses. Schriften ist derArdinghello" die bekann­teste; neben ihm seien der RomanHildegard von Hohenthal",Laidion" und dasLeben des Tor­quato Tasso" genannt. Von Ludwig Tieck bringt die Sammlung den RomanVi 11 ori a 21 cco­ro m b o n a" (509 Seiten, Leinen 5, RM.). Auch diese Geschichte der Dichterin 2Iccorombona, deren sonderbares Schicksal Tieck zuerst in Gestalt einer englischen Tragödieals merkwürdig auffiel", ist eine Erzählung aus der italienischen Renaissance: im ganzen sehr viel maßvoller und übersichtlicher in der Komposition als derArdinghello", freilich ohne dessen unbedenklich-heftige Spannungsreize, auch ohne das Temperament feiner Erfindung und seinen impulsiven Stil. In ein eigentümliches Zwie­licht geriet Tiecks Buch durch die vor einer Reihe von Jahren aufgetauchte und ganz kürzlich (von Schering in der Kölnischen Zeitung) abermals vor­getragene Vermutung, es handle sich bei derVit- toria Accorombona" um den fälschlich unter Tiecks Namen herausgebrachten, spurlos verloren gegange­nen einzigen Roman Kleists. Der Umstand, daß von diesem Werke keine Zeile, nicht einmal der Titel, bekannt ist, war naturgemäß derartigen Theorien günstig; dem unbefangenen Betrachter wird solche Mutmaßung unhaltbar erscheinen: abgesehen vom Mangel an positivem Beweismaterial sprechen da­gegen, wie uns scheint, das Verhältnis Tiecks zu Kleist und vor allem der Stil der ,.Viktoria Acco­rombona". Hans Thyriot.

Slauticus", Jahrbuch für Deutschlands Seeinteressen, herausgegeben von Admiral z. V. Gottfried Hansen, Verlag von E. S. Mittler, Berlin, Preis geb. 4,50 RM. Zum 25. Male tritt das einst von Tirpitz ins Leben gerufen« Jahr­buch vor seine Leser, um Sinn und Verständnis für Fragen der See auch in Laienkreisen wachzu­halten, eine Aufgabe, deren Notwendigkeit gerade der Krieg Tag für Tag aufs neue erweist. Auf die Seekriegführung ist denn auch der Inhalt des neuen Nautieus" wesentlich ausgerichtet. Vorangestellt ist ihm ein dem Gedächtnis der Männer des Schlacht­schiffesBismarck" und des Flottenchefs, Admiral Lütjens, gewidmeter Bericht über den ruhmvollen Untergang des Schiffes nach heißem Kampf mit feindlicher Uebermacht. In anderem Zusammenhang erwähnten mir schon eine interessante Einzelheiten bringende Schilderung des Einsatzes unserer Kriegs­marine bei der Norwegenaktion. Von aktuellem Interesse sind cnkch der Bericht des Kapitäns z. S. Mirus über den Ausbau der artilleristischen Küstenfronten und der Auffaß von Marinestabsarzt Dr. Stute übet Kriegssanitätsdienst auf See, fer­ner was Oberregierungsrat Frank über Marine- wetterdienst schreibt und Staatssekretär Koenigs

über die deutsche Handelsschiffahrt im Kriege zu berichten weiß. Damit in engem Zusammenhang tehen die Gedanken, die Vizeadmiral z. V. W Ü1» ing von Bitten über den Aufbau einer neu-

, ertlichen Handelsflotte entwickelt. Im wirffchaftlichen Teil des wiederum ungemein vielseitig gestalteten und von besten Sachkennern ihres Faches bearbei­teten Jahrbuches verdient besondere Beachtung, was Wehrwirtschaftsführer Dr. Franz Reuter über Bedeutung und Möglichkeiten von Großraumwirt- chaften zu sagen hat. Samhabers Ausführun­gen über die südamerikanische Wirtschaft und der Krieg und Generalkonsul N a g a i s Aufsatz über Japans wirtschaftliche Entwicklung schneiden zwei durch die Ereignisse der letzten Monate in den Mit­telpunkt des Interesses gerückte Probleme der Wirt- chaftspolidik an. Auch dieser Jubiläumsjahrgang verzichtet trotz der vurch den Krieg bedingten Schwierigkeiten nicht auf die Beigabe zahlreicher wichtiger Statistiken und interessanter Bilder. Die bis zum September 1941 geführte marinepolitische Umschau stammt wieder aus der Feder des Konter­admirals G a d o w. So wird auch dieser neue Nautieus" allen Beobachtern des Zeitgeschehens namentlich auch unserer seebegeisterten Jugend eine Quelle der Belehrung fein. Dr. Fr. W. Lange.

Kunst und Wissenschaft.

Der Darmstädter Schriftsteller Wilhelm Wichet f.

In Darmstadt starb im Alter von 65 Jahren der Schriftsteller Wilhelm Michel. Er schrieb Feuilletons und Essays, die sich durch die vorbild­liche Form wie durch die geistige Gestattung des Inhalts auszeichnen. Vor kurzem ist, als Frucht sehr eingehender Studien und Forschungen, von Michel eine Hölderlin-Biographie erschienen, die hohe Anerkennung gefunden hat.

Die Hundertjahrfeier des Kölner Männergesang- Vereins.

Der Kölner Männergefangverein begeht fein hun­dertjähriges Bestehen mit einer Reihe festlicher Ver­anstaltungen, über die Reichsminister Dr. Goeb­bels die Schirmherrschaft übernommen hat. Die Feiern beginnen am 25. April mit einem Empfang der Ehrengäste durch die Stadt Köln. Auf einem Festakt am 26.4. hält Generalintendant Dr. Drewes als Vertreter des Reichsministers Dr. Goebbels eine Ansprache. Im Festkonzert werden außerEhorper- len aus den Gründungsjahren" die dem Kölner Männergefangverein zu seinem Jubiläum gewidme­ten neuen Lchöre von Richard Strauß, Hans P fitz n er, Paul Graener, Richard Trunk u. a. gesungen. Aufführung eines Festspiels, Veran- stattungen der Kölner Oper und eine Ausstellung aus der Geschichte des Vereins ergänzen das Pro­gramm.

Wary Wigmans neuer Wirkungskreis.

Die Tänzerin Mary Wigman übernimmt an der von Hans Niedecken-,Gebhard geleiteten neuen Hochschule für dramatische Kunst in Leipzig die Ausbildung im klassischen Tanz und verlegt ihren Wohnsitz von Dresden nach Leipzig.

Ein neuer Waldmüller in Wien.

Den Wiener Städtischen Sammlungen gelang es, ein Familiengruppe nblldnis Ferdinand Georg Wald müllers zu erwerben. Das Gemälde, das unter den Arbeiten Wäldmüllers durch sein unge- wöhnttch großes Format auffällt es ist 205X173 Zentimeter groß, zeigt in geschickter Gruppierung die siebenköpfige Familie des Bürgermeisters von Gaudenzdorf, Josef Leopold Oierfters. Das Bild ist in der Zeit entstanden (1838), in der Waldmüller auch als Bildnismaler seine besten Leistungen auf« zuweisen hat. Das aus Privatbesitz stammende Werk ist gut erhalten.

HtMptschriftleiter: Dr. Friedrich Wihelm Stmgr Stellvertreter bei Hauvlichristieikers: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: «Dr. yr. W. Lange; für daS Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadl Gienen, Provinz. Wirtichaft und Sport: Ernst Blumschcm.

Druck und Verlag: Brühlsche UniverfitätSdruckeret R. Lange K. G. VerlogSleÜer: Dr..Ing. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck.

Anzeig en Preisliste Nr. 6.

Man verlange

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die Bruoneoverwaltung Biskircheo -Rui 14-erbäiüict

Bekanntmachung.

Der Reichsminister der Finanzen hat durch die Verordnung vom 21.Februar 1942 weitere Vor­schriften über die Besteuerung der Arbeitskräfte aus den neu besetzten Ostgebieten erlassen:

Personen nichtdeutscher Volkszugehörigkeit aus dem Gebiete des jetzigen Generalgouvernements ein­schließlich des Distrikts Galizien und aus dem Bezirk Bialystok unterliegen der Sozialausgleichsabgabe nach Maßgabe der Verordnung vom 10. August 1940.

Landwirtschaftliche Arbeiter, die unter die Reichs- tarifordnung für landwirtschaftliche Arbeitskräfte vom 8. Januar 1940 und die dazu ergangenen Aen- berungen und Ergänzungen fallen, sind von der Sozialausgleichsabgabe befreit.

Personen aus den genannten Gebieten, die bis- « her der Sozialausgleichsabgabe nicht unterlegen haben und vor dem 1. Dezember 1941 im Gebiet des Deutschen Reichs als Arbeitnehmer beschäftigt waren, sind dis 31. Dezember 1942 von der Sozialaus­gleichsabgabe befreit

Personen nichtdeutscher Volkszugehörigkeit, die aus dem Gebiet des Reichskommissariats Oslland mit Ausnahme von Weißruthenien stammen, unterliegen der Lohnausgleichsabgabe. Das Gebiet des Reichs- kommissariats Oslland ohne Weißruthenien umfaßt die Gebiete der früheren Freistaaten Estland, Lett­land, Litauen einschließlich der früher polnischen Gebietsteile des Generalkommissariats Litauen. Eine Befreiung der landwirtschaftlichen Arbeiter von der Lohnausgleichsabgabe ist hier nicht vorgesehen.

Die Sozialausgleichsabgabe und die Lohnaus­gleichsabgabe bestehen in einem Zuschlag zur Lohn­steuer in Höhe von 15 v. H. des Arbeitslohns. Der Arbeitslohn ist vor Ermittlung der Sozialausgleichs­abgabe zu kürzen um monatlich 39 RM., wöchentlich 9 RM., täglich 1,50 RM.

Die Sozialausgleichsabgabe und die Lohnaus­gleichsabgabe sind erstmalig von dem Arbeitslohn zu erheben, der nach dem 31. Januar 1942 gezahlt wird.

Die zuständigen Gemeindebehörden müssen für die in Betracht kommenden Arbeitnehmer Lohn­steuerkarten ausschreiben. 1372D

Die Vorschriften über die Erhebung der Lohn­steuer gelten auch für die um die Sozialausgleichs­abgabe und die Lohnausgleichsabgabe erhöhte Lohn­steuer. Die Arbeitgeber haften dem Reich für die Einbehaltung und Abführung der erhöhten Lohn­steuer.

Der Erlaß des Reichsministers der Finanzen über die Erhebung der Sozialausgleichsabgabe und die Lohnausgleichsabgabe vom 28. März 1942, S. 2921 - 285 Hl, verkäufliche Nr. 1215, und die Tabellen über die Lohnsteuer einschließlich her Sozialausgleichs­abgabe, verkäufliche Nr. 1151, können von der Reichsdruckerei (Verlagsabtellung) in Berlin SW 68, Alte Jakobftraße 106, käuflich erworben werden. Bei der Bestellung find die vorstehenden Bezeichnungen anzugeben.

Nähere Auskunft erteilen die Finanzämter.

Die Finanzämter

Alsfeld, Bübingen, Friedberg, Gießen, Grünberg, _______Hungen, Lauterbach, Nidda, Schotten._______

^orstamt Krofdorf.

Brennreisigverkauf zu festgesetzten Preisen Diens­tag, den 28. April, von 9 Uhr ab bei Gastwirt Ben­der zu Krofdorf:

Revierförsterei Krofdorf: Distr. 4, 6, 8, 9, 14, 22,

Revierförsterei Waldhaus: Distr. 30, 32, 37, 41, 51, rund 600 rm Eichen-- und 2000 rm Buchenreisig.

Die Forstkasse nimmt im Termin Zahlungen ent­gegen. 1382V

Bekanntmachung.

Ausgabe der Lebensmittelkarten für den 36. DersorgungSabschnitt.

I. Die Ausgabetage werden wie folgt festgesetzt:

1. Ausgabetag: Montag, 27. April 1942, 2. Ausgabetag: Dienstag, 28. April 1942, 3. Ausgabetag: Mittwoch, 29. April 1942, 4. Ausgabetag: Donnerstag, 30. April 1942, 5. Ausgabetag: Freitag. 1. Mai 1942.

Ausgabezeit: von 8 bis 13 und von 14.% bis 17 Uhr.

Welcher Ausgabetag für die Bezugsberech­tigten m Frage kommt, ist aus dem grauen Personalausweis ersichtlich.

Die Karten werden nur an Erwachsene aus- gehändigt. Die Reste der Karten des 34. Ver­sorgungsabschnittes find zurückzugeben.

Die Nährmittelkarten 34 sind bis zur Aus­gabe der kondensmilä) und der Fischkonserven sorgfältig aufzubewahren.

II. Sofort bei Entgegennahme sind alle Karten auf Zahl und Richtigkeit der Altersstufen nachzu­prüfen; spatere Beanstandungen sind zwecklos. III. Die Bestellscheine der Eier-, Fett- und Marme- ladekarten müffen bis spätestens Samstag, den 2. Mai 1942, bei den Warenverteilern einge­reicht werden, da sonst nicht mit einer Beliefe­rung der entsprechenden Abschnitte gerechnet werden kann. Bei verspäteter Ablieferung tritt eine Kürzung der auf den Bestellschein zu liefernden Warenmenge ein.

IV. lieber die Umwandlung von Bestellscheinen der Eierkarte in Berechtigungsscheine ergeht be­sondere Bekanntmachung.

V. Es wird darauf hingewiesen, daß Zucker, der an Stelle von Marmelade bezogen werden soll, in der Zeit vom 6. April bis 26. Juli 1942 zu

jedem beliebigen Zeitpunkt unabhängig von der Gültigkeitsdauer der Einzelabschnitte gekauft werden kann. Die Abgabe von Marmelade darf jedoch nur innerhalb der auf den Einzelab­schnitten vorgesehenen Fristen erfolgen.

VI. Lebensmittelkarten ohne deutlichen Eintrag von Name und Wohnung des Inhabers sind un- »and dürfen nicht beliefert werden.

arenverteiler werden wiederhott darauf hingewiesen^ daß alle Lebensmittelkartenab- schnttte nur während der aufgedruckten Gülttg- keitsdauer beliefert werden dürfen. Die Daren- abgabe vor Fälligkeit und nach Verfall der Abschnitte ist unzulässig.

VIII. Während der Ausgabetage werden Anträge auf Bezugscheine für Spinnstoffwaren und Schuhe nicht angenommen. 1387V

Gießen, den 25. April 1942.

Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Ernährungsamt Abt. B.

Bekanntmachung.

Ausgabe der Zusahkarten.

Die Zusahkarten für Schwer- und Schwerst­arbeiter sowie die Zulagekarten für Lang- und Rachtarbeiter werden wie folgt ausgegeben:

Für Betriebe mit den Anfangsbuchstaben

AG am Montag, dem 27. April 1942,

HK am Dienstag, dem 28. April 1942,

LQ am Mittwoch, dem 29. April 1942,

R, S, Sch, St am Donnerstag, dem 39. April 1942,

TZ am Freitag, dem 1. Mai 1942,

in der Zeit von 8 bis 12 V? und von 14% bis 17 Ahr.

Die vorgeschriebenen Liften und Bescheinigungen sind vorzulegen. 1388V

Gießen, den 25. April 1942.

Der Oberbürgermeister. Ernöhrungsomt Adt.b.