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Mittwoch, 25. März W42

weitere Handelsschiffe, einen Kreuzer

Kampfflugzeugen

versenkt worden. Jeder dieser Tanker konnte zwi- daß sie mitten m der, wie El scheu den mittel- und südamerikanischen Erzeugungs-1 gibt, stärksten Offensive sichen.

Oie Belagerung von Malta

dels! digkyl

Sie schweren Schläge gegen die feindliche Handelsschiffahrl an der L1SA.-We.

lung aus die Kriegsoerhältnisie nur eine quantitative Steigerung und Intensivierung der Produktion. Auf dem Sektor der industriellen Fertigung bedeutet aber Kriegswirtschaft in der Regel Umstellung des gesamten Erzeugungsprogramms von der friedens- mäßigen Produktion, auf die oft in jahrzehntelanger Spezialisierung Betriebseinrichtungen und Arbeits­kräfte ausgerichtet sind, zu einer vielfach artfremden Kriegsfertigung. Während sich außerdem die Ge­winnung von Rohstoffen auf eine verhältnismäßig geringe Zahl von Betrieben verteilt, die sich auch organisatorisch leicht erfassen und übersehen lassen, müssen für die kriegsmäßige Fertigung Zehntausende von Betrieben herangezogen werden, die durch Dor- und Unterlieferungen der mannigfachsten Art mit­einander verflochten sind. Die Durchführung eines bestimmten Fertigungsprogramms fetzt also organi­satorisch eine Zusammenfassung einer Vielzahl von Betrieben oft der verschiedensten Größengattung und der verschiedensten technischen Ausstattung sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Richtung vor. aus. Aber auch das kriegswirtschaftliche Fertigungs­programm selbst enthält in sich die verschiedensten Elemente. Reben dem unmittelbaren Wehr- machtsbedarf an Waffen und Ausrüstung muß auch der mittelbare Rüstungsbedarf an Produktions­mitteln wie Maschinen, Werkzeuge usw. laufend be- friedigt werden, um eine kontinuierliche Produktion zu gewährleisten. Außerdem muß der kriegs- und lebenswichtige Fertigungsbedarf auf dem nichtmili» tärischen Sektor, wie etwa der zwar eingeschränkte, aber dach noch weiterlaufende Bedarf der Zivil­bevölkerung seine Berücksichtigung finden.

Die organisatorischen Maßnahmen, die wir zu­nächst im Reich ergriffen haben, um auch auf dem Gebiet der Fertigung die Bevarfsseite in Ueberein- stimmung mit den Deckungsmöglichkeiten zu bringen, sind sehr mannigfacher Art. Sie reichen, wie die Maßnahmen der Rohstoffbewirtschaftung, zum Teil ebenfalls in die Vorkriegsjahre zurück. Wir haben, soweit es das Kriegsprogramm verlangte, die Be­triebe zu Leistungs- und'Arbeitsgemeinschaften zu­sammengeschlossen und hierdurch die Auftrags­lenkung und Auftragsverteilung we­sentlich vereinfacht. Wir haben durch Konzentration der Auftragsoerteilung erreicht, daß den Betrieben große Stückzahlen gleichartiger Erzeugnisse zu festen Äbnahmebedingungen aufgegeben werden kannten. Hierin liegt naturgemäß ein starker Anreiz für die Betriebe, die Produktion mit allen Mitteln zu ratio­nalisieren. Mechanisierung, Typisierung und Normung haben in dieser Richtung gewal­tige Fortschritte gebracht. Die Organisation der ge­werblichen Wirtschaft hat in ihrer fachlichen Zu­sammenfassung der Betriebe in Wirtschafts- und Fachgruppen bei diesen Aufgaben hervorragend mit­gewirkt.

Der ebenfalls von diesen Gruppen gepflegte Er­fahrungsaustausch zwischen Betrieben mit gleichem oder ähnlichem Erzeugungsprogrcrmm sorgt dafür, daß besondere Erfolge eines Betriebes, bei­spielsweise in der Frage des günstigsten Material­einsatzes, der Gesamtfertigung zugute kommen. Wir sind allerdings auch nicht davor zurückgeschreckt, die unter Kriegsverhältnissen entbehrlich erscheinende zivile" Erzeugung immer mehr zugunsten der kriegswichtigen Fertigung zu drosseln. So- : weit hier nicht bereits von der Rohstoffseite aus . Herstellungs - o d e r V e r w e n d u n g s v e r- > bote die Produktion unterbinden, ist die notwen- ' dige Einschränkung durch Entziehung von , Arbeitskräften oder durch Belegung der Be- triebe mit kriegswichtiger Erzeugung durchgefübrt worden. Da, wo Stillegungen von ganzen Betne- . bei oder von Betriebsteilen unumgänglich waren^

schwere Verluste zugefügl. Im Zusammenwirken mit italienischen Cuff- und Seestreilkräflen gelang es der deutschen Cuftwaffe, einen aus Malta zusteucrn- den G e l e i t z u g zu zerschlagen. Dabei versenk- ten deutsche Flugzeuge allein drei han- e mit etwa 18 000 VRT. und beschä-

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Oer Wehrmachtbericht.

DRV. Ausdem Führerhauptquartier, 24. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Auf der Halbinsel Kertsch wurden schwächere, im Donezgebiet stärkere Angriffe des Feindes abgewiefen, auch an der übrigen Ostfront brach­ten Angriffs- und Abwehrkämpfe weitere Erfolge.

3m Seegebiet südlich Sewastopol ver­senkten Kampfflugzeuge durch Lufttorpedotreffer ein h a n d e l s f ch i f f von 5000 VRT. und vernich­teten in einem Hafen an der Kaukafusküste ein Un- terfeeboot. Zwei weitere Unterseeboote erhielten Bombentreffer.

3n Nordafrika verlor der Feind bei einem Angriffsversuch auf einem Flugplatz in der Lyre - naika durch Jagd- und Flakabwehr fünf Flug­zeuge.

Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, verfenkten deutsche Unterseeboote vor der amerikanischen Küste 13 feindliche Handelsschiffe mit 80 300 darunter sieben große Tanker: ein weiterer Tanker von 11000 VRT. wurde durch Torpedotreffer so schwer beschädigt, daß mit seinem Untergang zu rechnen ist.

Auch im Mittelmeer wurden dem Gegner

<92. Jahrgang ttr.Zl Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags

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schwierige Lage der Briten in Burma berichtet. Im ganzen Lande würden die Japaner von den Bur­mesen unterstützt. Burmesische Freikorps operierten hinter der gesamten britischen Front und machten die Bewegung der Briten, vor allem ihren Nachschub, schwierig. Arbeiter, die für die Briten arbeiten sollten, träten in Streik. Sabotageakte wä­ren an der Tagesordnung.

Zur militärischen Lage in Burma erklärte Major Poichi Sawahata, daß Ranguns Fall dem Gegner die Aufrechterhaltung einer Verbindung zwischen Indien und Burma außerordentlich erschwert habe. Die feindlichen Truppen versuchten im nordwest­lichen Abschnitt Burmas' zu entkommen. Abge- fprengte Abteilungen hätten in burmesischen Dörfern Unterschlupf zu finden versucht, feien aber von den Eingeborenen so unsanft behandelt worden, daß sie es vorgezogen hätten, sich den Japanern zu erge­ben. Um nach Indien zu entkommen, müsse der Gegner nur mit Maultieren passierbare Höhenzüge bis 3000 Meter Überwinden.

Mit dem Eichenlaub ausgezeichnet.

DRV. Aus dem Führerhauptquartier, 25. Mürz. Der Führer verlieh dem Ceutnanf Hans S fr etoro, Flugzeugführer in einem Jagdgeschwa­der, das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und sandte ihm nachstehendes Telegramm: In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Ein­satzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen anläßlich Ihres 6 6. Cuff- sieges als 84. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hitler.-

Acht Spitfire abgeschoffeu.

Berlin, 24.März. (DRV.) Wie das Oberkom­mando der Wehrmacht mitteilt, stellten Dienstag nachmittag deutsche Jätzer einen britischen Bomber­verband, der unter starkem Jagdschutz im bel­gisch-französischen Raum einflog. In er­bitterten Custkämpfen wurden acht Spilfire abge­schossen.

und einen Zerstörer schwer.

Im Kampf gegen die britische Insel vernichtete

Vetriebsstofslager erfolgreich mit

Indische Enppsiade.

Cripps ist in Delhi eingetroffen. Er wurde dorj sofort von neugierigen Fragern bestürmt. Er hat sie von sich abzuweisen versucht mit der Erklärung, daß er es eilig habe. Das darf man ihm ohne wei­teres glauben; denn bag Indien-Problem brennt den Briten auf den Fingernägeln. Von Indien hängt der Bestand des britischen Weltreiches mit ab. Nach Neuyorker Behauptungen basiert der bri­tische Vorschlag an die Inder auf derUnab« hängigkeit" nach ägyptischem Muster Voraussetzung für eine solcheUnabhängigkeit" ist aber die Bereitschaft Indiens, mit den Alliierten ein Bündnis abzuschließen und sie mit Soldaten und Kriegsmaterial in dem notwendigen Umfang zu unterstützen. Nach dem Krieg wird sich dann über dievöllige Unabhängigkeit" reden lassen, etwa wie nach dem Weltkrieg, wo zwar Indien viel von der ihm versprochenen Unabhängigkeit sprach, Eng­land aber plötzlich schwerhörig geworden war. Auf einer Pressekonferenz ist Cripps gefragt worden, ob er mit Churchill jetzt in der Behandlung des in­dischen Problems übereinstimme. Cripps bejahte das, wurde dann aber weiter gefragt, wer von beiden feine Ansicht geändert habe. Das war eine für Herrn Cripps sehr peinliche Frage. Schließlich meinte Cripps etwas betreten:Vielleicht sind wir alle beide an denselben Punkt gelangt, ohne unsere Ansichten zu ändern." Wie sich Cripps in Wirklich­keit das Indien-Problem denkt, darüber hat er sich nicht geäußert. Von Churchill aber weiß man, daß er z. B. im Jahre 1930 in Manchester erklärte:Es ist niemals möglich, den Orientalen gegenüber dann Konzessionen zu machen, wenn sie glauben, man sei schwach oder man fürchte sie. Wir wollen jeden­falls keinen Zweifel daran lassen, daß wir die wirklichen Herrscher Indiens in jeder Beziehung für eind sehr lange und unbestimmte Zeit sind und bleiben wolle n." Im Jahre 1931 unterstrich er seine früheren Auffassungen über In­dien mit den Worten:Indien ist ein geographischer Begriff. Es ist ebensowenig eine vereinigte Nation wie der Aequator." Danach kann man sich vor­stellen, welches der Zweck der Reise von Cripps nach Indien ist.

Haven ein Handelsschiff und belegte Munillons- sowie dieses Schnellboolstühpunkles Bomben.

RohfloffbewirischastungundindustnelleFertigung

Von Hermann von Hanneken, General-Unierstaatssekretär im Reichswirtschaftsministerium.

Bauritvorkommen, vorzunehmen.

Auf der dritten Stufe, der eigentlichen Alumi­niumerzeugung, werden außer Tonerde be­sonders hohe Energiemengen gebraucht, da es sich um einen elektrolytischen Prozeß handelt. Hier war vor dem Krieg das Reich insofern in einer un­günstigen Lage, als es feine Aluminiumind ustrie überwiegend auf der Kohle aufbauen mußte. Da­gegen hatten die übrigen europäischen Länder, näm­lich Frankreich, Norw"gen, die Schweiz und Italien auf Grund ihrer günstigen Wasserverhältnisse weit bessere Voraussetzungen. Die Zusammenarbeit all dieser Länder in dem großeuropäischen Wirtschafts­raum ermöglicht auch hier eine optimale Ausnut­zung der vorhandenen Anlagen und einen plan­mäßigen weiteren Ausbau unter dem Gesichtspunkt der günstigsten Standortsbedingungen, d. h. also der besten Energieverhältnisse. So ist denn auf dem Aluminiumgebiet die Relation zwischen unserer heu­tigen Kapazität und der des Reiches vor dem Krieg noch wesentlich günstiger als bei Kohle und Eisen.

Aus dem Bereich der industriellen Fertigung mag die Eisen undMetall verarbeitende Jn- d u st r i e im Anschluß an die Ausführungen über Eisen und Aluminiüm als Beispiel dafür herangezogen werden, wie'auch auf dem Gebiet der Fertigung die Ausweitung unseres Wirtschafts, raums unser Kriegspotential ständig erhöht. Gerade die Eisen und Metall verarbeitende Industrie ist einmal Hauptträger der Kriegsgeräteferti- g u n g , ferner werden in ihrem Rahmen die unent- behrlichen Produktionsmittel für die ge­samte Industrie erstellt und schließlich gehen aus ihrem Bereich neben unerläßlichen Exportlieferun-- gen auch wichtige Verbrauchsgüter hervor.

Bei der Rohstoffgewinnung bedeutet die Umstel-

Dover und p orflanb.

An den Erfolgen vor der amerikanischen Küste ist bas Unterseeboot unter Führung von Kapitänleut­nant Mohr hervorragend beteiligt.

Rach zwei Monaten.

II.

Im Bereich der Nichteisenmetalle steht heute bei der überragenden Bedeutung der Luftwaffe das Aluminium an erster Stelle. Seine Erzeugung vollzieht sich bekanntlich in drei Stufen: Bauxit- geroInnung, Tonerhegewinnung und die eigentliche Erzeugung von Aluminium. Die Aluminiumverso r- gung des Reiches war vor dem Kriege dadurch be­lastet, daß eine geeignete Bauxit grundlage inner­halb der Reichsgrenzen nicht vorhanden war. Das ür die Tonerdegewinnung erforderliche Bauxit wurde vielmehr aus Ungarn, Frankreich, Jugosla­wien, Italien und Griechenland eingefübrt. Es ist klar, daß in dem neuen europäischen Wirtschafts­raum, dem all diese Länder angehören, die Erfas- ung und der Ausbau der vorhandenen Bauxitvor­kommen mit wesentlich günstigerem Wirkungsgrad durchgeführt werden kann als zu früheren Zeiten. Europa als der.bauxitreichste Erdteil ist jedenfalls in der Lage, den heute schon gewaltig angewachse­nen europäischen Bauxitbedarf restlos zu befriedigen und auch dem zu erwartenden weiteren Anschwellen des Bedarfs ohne Schwierigkeiten zu genügen.

Die zweite Stufe der Aluminiumgewmnung, die Herstellung von Tonerde, ist in erster Linie eine Kapazitätsfrage. Die Tonerdefabriken befinden sich zumeist nicht in den Bauxitgewinnungsländern des Südostens, sondern, entsprechend dem hohen Stund der technischen Entwicklung, den dieser chemische Herstellungsprozeß voraussetzt, in erster Linie im Reiche selbst, in dem verbündeten Italien sowie in Frankreich. Wir sind heute also bei der engen Zu­sammenarbeit mit Italien auch hier in der Lage, all diese Kapazitäten planmäßig zusammenzufassen. Was insbesondere den Ausbau der Tonerdegewinnung anbelaügt, so setzen uns die neuen Verhältnisse in den Stand, nunmehr die notwendigen Grroeiterun- gen bezüglich ihres Standortes in möglichst günsti­ger Ausnutzung der Rohstoffbasis, d. h. also der

Wirksame Rachtangriffe von .

richteten sich gegen militärische Ziele der Hafenstädte

die Luftwaffe am Tage im Hafen von Rew- von 3000 VRT.

Nischen U-Boot und sodann von italienischen Er- kundungsflugzeugen ausgemacht. Am Sonntagmor­gen wurde er fast in der Mitte zwischen den Küsten Siziliens und Libyens festgestellt. Von diesem Au­genblick an fetzten die Angriffe der italienischen Tor- pedoflugzeüge in Zusammenarbeit mit der Marine und der deutschen Luftwaffe ein. In aufeinander« folgenden Wellen ft arteten gleichzeitig italienische Staffeln von Sizilien und Libyen und führten ihre Angriffe den ganzen Tag über bis zum späten Abend durch, wodurch der feindliche Geleitzug schwere Verluste erlitt und auseinanderge­sprengt wurde. Die Aktion beweise, daß das ita­lienische' Dreieck SizilienRhodosLibyen durch Luftwaffe und Marine das gesamte mittlere Mit­telmeer völlig unter Kontrolle habe, alle Durchfahr­ten beherrsche, und jeden in ernste Gefahr brächte, der sich in diese Gewässer wage.Popolo d'Jtalia" schreibt, die Belagerung von Malta werde immer mehr verschärft, die verheerenden Flieger­bombardierungen sowie das Ausbleiben des Nach­schubs gestalteten das Schicksal der Insel tragisch, die nicht nur ihre Aufgabe als Wächter im Zen- trum der Straße von Sizilien nicht mehr erfüllen könne, sondern deren Widerstand täglich mehr ge- schwächt werde. Diese Lage fei eine Folge des Ver­falls der englischen Flottenmacht, die im Mittelmeer unerbittlich geschwächt worden sei.

Schwierige Lage der Briten in Burma.

Stockholm, 24. März. (Europapreß.)Daily Mail" bringt einen Bericht ihres Korrespondenten aus Kalkutta, in dem dieser ausführlich über ote

Am 24. Januar überraschte der Wehrmachtbericht ganz Deutschland mit der Nachricht, daß deutsche U-Boote bei ihrem ersten Auftreten in nordameri­kanischen und kanadischen Gewässern 18 Handels­schiffe mit 125 000 BRT. versenkten. Am 24. März, also nach genau zwei Monaten, wird wiederum die Versenkung von 13 feindlichen Handelsschiffen, dies­mal mit 80 300 BRT. gemeldet. Inzwischen konnte aber der Wehrmachtbericht vom 15. März bereits eine Zusammenfassung bringen, wonach die deutschen U-Boote seit ihrem ersten Auftreten an der Ostküste des amerikanischen Kontinents insge­samt 151 Handelsschiffe mit 1029 000 BRT., darunter 58 Tanker mit 442 000 BRT. versenkt haben. Außerdem wurden am 21. März vor der amerikanischen Küste (und vor Westafrika) sechs Feindfchiffe mit 35 000 BRT., am 18. März an der amerikanischen Küste fünf Feindschisse mit 41000 BRT. zu den Fischen geschickt. Nach zwei Monaten sind also vor der amerikanischen Ostküste rund 1,2 Millionen BRT., darunter mindestens 65 Tanker mit etwa einer halben Million BRT.

oeranftaltet, um dem englischen Volk den Emst der Lage' nahezubringen. Der Erste Lord der Admira­lität Alexander hielt dabei eine Rundfunkan­sprache, in der er sagte:Es ist unnütz, die vor uns liegende errtfte Gefahr zu unterschätzen. Um ihr entgegentreten zu können, müssen wir Schiffe undimmer mehr Schiffe haben. Wir hatten schwere Verluste, die im Verhältnis zu unseren schweren Lasten standen. Seitdem die französische Flotte verlorenging, lag die ganze Last auf den Schultern unserer Seeleute. Die Deutschen leiteten eine U-Boot-Offensive gegen unsere S ch i f f a h r t s st r e n ein, die größer angelegt ist, als irgendein ähnliches in der Geschichte bekann­tes Unternehmen. Diese U-Boot-Offensive führen sie unter Einsatz ihres ganzen Einfallreichtums und un­ter Anwendung verschiedenster Taktiken durch. Die Atlantikschlacht'ist in der Tat eine Schlacht, in der es niemals eine Pause gibt. Jetzt hat sich infolge der berechneten Derräterei des japanischen Angriffs die Gefahr für unsere Schiffe und demnach die unserer Flotte auferlegte Last ungeheuer erhöht. Es war unvermeidlich, daß dieser Angriff uns und den Vereinigten Staaten einen schweren Schlag zufügen mußte." Gegenüber dem Geschrei, ,chie USA. und England müßten offensiv" vor­gehen, das von amerikanischen Seestrategen jetzt bereits dahin korrigiert wird, zur See fei eine solche Offensive jetzt und auf absehbare Zeit unmöglich, zeigen unsere Kriegsmarine und unsere Luftwaffe, daß sie mitten in der, wie Englands Seelord zu-

gebieten und den nordamerikanischen Derbrauchs­gebieten jährlich 16 bis 18 Fahrten machen. Wenn man bedenkt, daß im ganzen Jahr 1941 die ameri­kanischen Werften mit Aufbietung aller Kräfte nur etwa 900 000 BRT. neuen Schiffsraum produzieren konnten, dann wird es klar, daß dieser Verlust, der in zwei Monaten mehr Schiffe unter Wasser brachte als alle amerikanischen Werften in einem ganzen Jahr bauen konnten, drüben sehr schmerzlich emp­funden wird. Der USA.-Marineminister Knox aber hatte die deutschen U-Boote alseine lächerliche Be­drohung für wenige Tage" bezeichnet. Das gesamte Versorgungswesen der USA. ist bereits in Mit­leidenschaft gezogen, es fehlen Ausweichemöglich­keiten für den Gütertransport auf transkontinen­talen Straßen oder Eisenbahnen. Typisch für die panikartige Wirkung unserer U-Bootsangriffe ist vor allem die Tatsache, daß das Land mit der größten Erdülerzeugung sich genötigt sieht, in den At- lantikstaaten Bezugskarten für Benzin auszu- gebem Nicht minder charakteristisch ist auch die Ab­reise einer argentinischen Militärmission aus Wa­shington, die hier über Waffenankäufe verhandeln sollte. Roosevelt kann eben nicht liefern, wie er gern möchte, denn ihm fehlen nicht zuletzt die Transport­mittel. Er hatte mit einem ganz anderen Kriegs­verlauf gerechnet und lehnte es entschieden ab, mit der Tätigkeit feindlicher U-Boote an Amerikas Ost- und Westküste über so riesige Entfernung hin­weg zu rechnen.

Fast gleichzeitig mit den neuen U-Booterfolgen an der nordamerikanischen Atlantikküste wurden bei einem Luftangriff auf einen Geleitzug im Mit­te l rn e e r drei große britische Dampfer mit 18 000 BRT. versenkt, drei weitere in Brand geschossen, ein Kreuzer schwer getroffen. Dazu sind noch die eben­falls erheblichen Verluste zu rechnen, die Italien zu melden hat. Nicht nur die deutschen U-Boote, sondern auch unsere Flugzeuge verkürzen also der anglo-atnerikanischen Schiffahrt den Lebensfaden derart, daß heute praktisch keine Seeoerbindung Englands mehr intäft ist und die USA., die nach dem Verlust der ostasiatischen Rohstoffgebiete ihre kriegswichtigen Rüstungsrohstoffe aus Südamerika holen müssen, eine Stockung der Zufuhr dieser Seele der nordamerikanischen Wirtschaft" mit allen ihren schwerwiegenden Folgen verzeichnen müssen.

^Jn London wurde eine,Krie gs schif fwo ch e"

Rom, 24. März. (DNB.) Wie der italienische Wehrmachtbericht meldet, fügte die italienische Ma­rine und Luftwaffe den Briten wiederum schwere Verluste zu. In den Luft- und Seekämpfen im Mittelmeerraum, die der gestrige italienische Wehr­machtbericht meldete, wurden mit Sicherheit von der italienischen Luftwaffe ein britischer Kreuzer, eine Einheit, deren Typ nicht festgestellt werden konnte und ein Frachter von 10 000 BRT. ver­senkt. Drei weitere britische Kreuzer, darunter zwei schwere, ein Zerstörer und drei weitere bri­tische Frachter wurden schwer beschädigt. In dem darauf folgenden Seegefecht im Golf der S y r t e wurden von italienischen Seestreit­kräften ein britischer Kreuzer und zwei Zerstörer getroffen. Eine weitere feindliche Einheit wurde von einem italienischen U-Boot torpediert. Im ö ft - lichen M i 11 e l m e e r g e b i e t griffen italienische Flugzeuge am 23. 3. in der Abenddämmerung einen britischen Flottenverband an und trafen einen Kreuzer von mittlerer Größe mit zwei Torpe­dos sowie einen großen Zerstörer mit einem Torpedo.

Eine große siegreiche Aktion nennt das Giornale d'Jtalia das Vorgehen italienischer See- und Luft- ftreitfräfte gegen den englischen von Alexandria nach Malta ausgelaufenen Geleitzug. Er bestand aus über 20 Schiffen, darunter 5 Kreuzern, sieben Torpedobootszerstörern und acht bis zehn Frach­tern. Das Tag und Nacht unter deutschen und ita­lienischen Bomben liegende Malta bedürfe dringend der Versorgung mit Munition und Lebensrnitteln, da die wenn auch gigantischen Reserven der Insel onfangen knapp zu werden. Der britische Geleit­zug, . der zur größeren Sicherheit in aufgelösten Formationen fuhr, wurde zuerst von einem italie-

Eichener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen