Aus -er Stadt Gießen
0er richtige Weg.
sind im
(Nachdruck verboten.)
24. Fortsetzung.
Aus aller Wett.
August von parfeval gestorben.
auf einen späteren Termin verschoben werden, da der Künstler besonderer Umstände halber verhin-
dorfer Welt zerstörte, wie mit Messern auf ihr Herz Riemchen machte rasch Tee und setzte sich zu ihr und leistete ihr plaudernd Gesellschaft, und da brachen dann stürmisch alle Klagen los, deren Flut sich solange in ihr hochgestaut hatte! Ulla sagte dies und das Tröstliche, Ermutigende; aber im Grunde wußte sie keinen Trost, sie war selber trostlos; und nun doppelt, da sie nicht nur zu spät kam, um noch etwas zu retten, sondern auch sehen mutzte, daß, der Vater bereits ihre ganze Jugendwelt zerschlagen hatte. Aber als sie schließlich sagte, daß sie morgen wegreise und nicht mehr wiederkehre, schüttelte Riemchen heftig den Kopf mit dem spärlichen grauen Haar:
„Meinst du denn, ich bleibe, Ullachen? I wo! Ich geh' auch fort. Ich geh 'nach Bunzlau zu meiner verheirateten Schwester. Das hab' ich mir fest vorgenommen; zum ersten März geh' ich. Und Fabian, da kannst du Gift drauf nehmen, der bleibt auch nicht —" .,,
Ulla konnte und mochte ihr nicht widerraten. Sie verstand so gut das schlichte, einfache Gefühl, das aus dieser Empörung der getreuen Seele sprach. Was sollten auch diese beiden Jnventarstucke der alten Lappersdorfer Welt in der neuen, die so gründlich anders sein würde.
Den Abend über packte sie ihre Sachen, machte alles fertig zum Versand nach Dresden. Fabian konnte sie am andern Tage zur Bahn schaffen.
Als sie am nächsten Morgen erwachte, war das Zimmer so kahl, daß sie, traumverwirrt, gar nicht wußte, wo sie sich befand. Aber das Pochen der zerstörenden Hämmer nebenan, in den verwaisten Räumen der Mutter, rief sie rasch in die Wirklichkeit zurück. <
Rach dem Frühstück bat sie Riemchen um den Schlüssel zur Gruftkapelle draußen im Park; sie mochte von der Jugendheimat nicht scheiden, ohne noch einmal an Mutters Grab gestanden zu haben. Aber Riemchen schüttelte den Kopf: den Schlussel hatte der Vater im Schreibtisch, und das Herren-
Der weit übet Deutschlands Grenzen hinaus bekannte Konstrukteur des halbstarren Luftschiffes und Wissenschaftler Major z. D. Professor Dr.-Jng. e. h. August von P a r s e v a l, der vor knapp drei Wochen sein 81. Lebensjahr vollendete, ist am Sonntag in Berlin einem Herzschlag erlegen.
(Scherl-Bilderdienst-M.)
bewahren, ist..... -----------_v
sparen uns manche Aufregung, manche überflüssige
Arbeit und vor allem Zeit und Nerven. Deshalb
beim TÜintetspeti
Sprödes Gesicht und aufgesprungene Hände verhütet man mit NIVEA-CREME. Nivea ist knapp; was es gibt, soll vielen zugute kommen. Sei sparsam damit!
Der feurige Ofen
Roman von Hans von Hülsen
mit diesem Menst unseren Soldaten im Kampf um Deutschlands Freiheit mit besten Kräften würdig zur Seite steht. Allen Volksgenossen sei deshalb ans Herz gelegt, am Samstag und Sonntag viele Porzellanvögel zu Gunsten des Kriegs-Winterhilfs- wertes zu erwerben.
Neuregelung des Branniweinverkaufs in Hessen.
Der Reichsstatthalter in Hessen und das Landesernährungsamt geben bekannt, daß zum Bezug von Trinkbranntwein im Gebiet des Landesernährungs. amtes Hessen nur die von den Ernährungsämtern an die oersorgungsberechtigte Bevölkerung ausae. getanen Bezugsausweise für Trinkbranntwein berechtigen. Der Bezugsausweis gilt nur innerhalb des Gebietes des Landesernährungsamtes Hessen. Versorgungsberechtigt sind männliche Personen, die 1. vor dem 1. März 1924 geboren sind, 2. im Gebiet des Lantasernährungsamtes Hessen ihre Lebensmittelkarten empfangen oder daselbst in Gemeinschaftsverpflegung außerhalb der Wehrmacht stehen, und 3. am 1. März 1942 im Besitz einer auf ihren Namen lautenden zur Zeit gültigen Reichs- fei (entarte sind. Die Ernährungsämter geben die auf den Bezugsausweis abzugebende Menge an Trinkbranntwein bekannt. Der Einzelhandel darf Trinkbranntwein nur im Rahmen dieser von den Ernährungsämtern befanntgegebenen Mengen abgetan. Die Vorschriften gelten nicht für Obsttrink- branntwein sowie für den Ausschank von Trinkbranntwein jeder Art in Gaststätten. Diese Anordnung tritt am 1. März 1942 in Kraft.
Gloria-pa'ast:
»Jenny und der Herr im Fracks
Was sprach ihr Herz? Ganz laut das eine: daß der Onkel sichtlich Wohlgefallen an Wulslam gefunden hatte! Und das beglückte doppelt — denn es war sehr, sehr viel bei einem jo skeptischen Manne, der mit unbestechlichem Auge durch Menschen und Ereignisse hindurchsah! „Tüchtiger Junge", hatte Strakonitz gesagt, am Samstag spät, nachdem Wulflam in sein Hotel gefahren war, kurz bevor man in der Loschwitzer Villa zu Bette ging: „Verschlossen, wie eben diese pommerschen Dickschädel sind. Klein-Ulla täuscht sich über ihn. Wollen wir ihn zu dieser kleinen, ungefährlichen Operation, die jeder Star spielend besteht,, in die Klinik nehmen?"
Am Sonntagmittag hatte >er Onkel einen deutlichen Beweis seines Wohlwollens gegeben: er hatte sie und Wulflam zum Essen auf den Weißen Hirsch gefahren. Und diese Mahlzeit, im Sonnenlicht hoch über Stadt und Strom, war für Ulla geradezu belustigend gewesen, denn die Tischunterhaltung zwischen Strakonitz und dem „jungen Kollegen" hatte die Form eines medizinischen Examens angenommen, nicht über Einzelheiten natürlich, sondern über die große Grundfrage nach der Stellung des Arztes zum Kranken, nach seiner Aufgabe, nach seiner Wirkung über die Krankheit hinaus; als sichtbares Zeichen, daß der Prüfling bestanden, hatte der Onkel ihm beim Kaffee eine von seinen ganz großen, ganz schwarzen Zigarren offeriert — vergeblich, denn Wulflam rauchte nicht. Und abends dann das klingende Wunder des Rosenkavaliers ...
Ullg sah beglückten Herzens, wie diese anderthalb gemeinsamen Tage genügt hatten, um den harten Kern van Wulflams Wesen aufzubrechen. Da er hun neben ihr im Abteil saß, war er ganz anders
Zwei frohe Stunden bei Wilhelm Dusch
Im großen Hörsaal der Ludwigs-Universität fand als letzter der Vorträge, die die Stadtverwaltung in Verbindung mit der DAF. in diesem Winter für ihre Gesolgschaftsmitalieder veranstaltete, ein Vortrag über Wilhelm Busch statt. Der bekannte Vor- ttagskünstler Emil Kühne (Berlin) gab nach einleitenden Worten über den niedersächsischen Dichter Wilhelm Busch Proben aus den verschiedenen Werken des Humoristen.' Die schöne Auswahl leitete Emil Kühne mit der Selbstbiographie von Wilhelm Busch öin. Dann brachte er Vorreden zu Buschs Bildergeschichten und einiges aus der Welt der kleinen
zimmer war zugefperrt. So ging sie in ihren Russenstiefeln durch den knietiefen Schnee und stand eine Weile vor der Tür, durch die blauen und gelben Scheiben des Fensters niederblickend auf die Steinplatten, unter denen die Großeltern schliefen und die Mutter. Auf dem Grabe der Mutter lag ein verwelkter Kranz, sie hatte ihn selber hingelegt, am Todestag, ersten Oktober, während der Vater in München gewesen —
Als sie, nicht viel später, gerade das Haus verlassen wollte, um ins Dorf zu gehen, fuhr vor dem Portal ein Auto an. Sie erkannte Abtag sofort an den Fischaugen — diesen unvergeßlichen Augen! Gern wäre sie ihm ausgewichen, aber es war nicht möglich, er hatte sie schon entdeckt und kam auf sie zu.
„Papa ist verreist —", sagte sie gleich, um das unvermeidlich gewordene Gespräch kurz zu halten.
Verreist? — Bedauerlich! — Ich wollte mit ihm in den Wald, um über die Holzlieferungen äu verhandeln. Wir hatten es halb und halb verabredet."
„Forstmeister Koch vielleicht? Er ist zuständig —" „Wann kommt der Herr Baron wieder?"
Ulla zuckte die Achseln. Sie machte keine Miene, ihn ins Haus zu bitten. .
„Ich höre, Herr Direktor, sagte sie. die Klmke m der Hand: „Sie haben die ganze Belegschaft der Sophienau entlassen?"
Jetzt hob Abbeg die Schultern und ließ sie fallen:
„Tut mir gewiß leid, Baronesse. Man ist ja auch kein Unmensch. Aber die Hütte ist einstweilen stillgelegt; wir müssen sie gründlich umbauen, um überhaupt rationell produzieren zu können. Man kann nicht die Belegschaft einer stillgelegten Hütte bezahlen. Nee, solch' ein Luxus is nid)!"
„Und wenn die Oefen wieder brennen? Dann werden Sie die Leute wieder einstellen, nicht wahr? Es sind welche darunter, die unserem Hause vierzig Jahre und länger gedient haben. Ich bitte Sie darum."
(Fortsetzung folgt.)
Kranze nieder. Der Gauleiter von Berlin, Reichs« Minister Dr. G o e b b e l s, ließ durch Kreisleiter Reinicke ebenfalls einen Kranz niederlegen. Am Grabe standen die Fahne und das Feldzeichen Horst Wessels. SA.-Führer hielten Ehrenwache. Nack) einem Besuch des Sterbezimmers im Horst-Wessel- Krankenhaus legte der Stabschef im Ehrenmal Unter den Linden einen Kranz nieder im Gedenken an alle Helden, die im Kampf für Deutschlands Freiheit und Größe ihr Leben gaben.
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Die gestrige Verhandlung im Prozeß von Riom mutzte vertagt werden. Wix verlautet, ist Daladier plötzlich erkrankt und nicht vernehmungsfähig.
Gautagung des preffepolitifchen Apparates der Partei.
NSG. Das Gaupresseamt Hessen-Nassau führte im Adolf-Hitler-Haus zu Frankfurt a. M. eine Gau- pressetagung durch, an der die Kreispresseamtsleiter sowie die Pressereferenten der Gliederungen und angeschloss-nen Verbände der NSDAP, teilnahmen. Der Vertreter des Gaupresseamtsleiters, Gauhaupt- fteüenleiter Engemann, eröffnete die Tagung und vermittelte den Anwesenden entsprechend den EErfordernissen aktueller Tagesfragen auf dem Gebiete der Pressepolitik die notwendige Ausrichtung. Derlagsdirektor Konrad Goebbels nahm in einem ausführlichen und aufschlußreichen Referat zu der Gestaltung der Tagespresse während des Krieges
Stellung und beleuchtete diese Ausgabe im wesentlichen aus dem verlagstechnischen und verlags- wirtschafllichen Blickwinkel. Kreispresseamtsleiter S ch w e i ck a r t gab in einem lebendigen Vortrag wichtige Hinweise bezüglich der laufenden Betreuung der Lazarette mit Zeitungen. Eine lebhafte Aussprache, in der noch offene Fragen aus der Presse- polittk geklärt wurden, beschloß die Tagung.
Die Sprechstunde des Kreisleiters findet am Donnerstag, 26. Februar 1942, nachmittags von 15 bis 17 Uhr in Gießen statt.
Gute Zusammenarbeit zwischen NS.-zrauenschast und SA. NSG. Schon in der Kampfzeit waren die Mitglieder der NS.-Frauenschast die stets bereiten Helfer jedes SA.-Mannes. Wo es galt, die Familie eines SA.-Manües zu unterstützen, da fanden sich nationalsozialistische Frauen helfend ein. Diese gute Kameradschaft mit den Gliederungen der Partei ist bis zum heutigen Tage unverändert geblieben. Sie findet jetzt einen neuen Ausdruck in dem Abkommen der Gaufrauenschaftsleitung mit den für unser Gaugebiet zuständigen SA.-Gruppen. Danach nimmt sich die NS.-Frauenschast besonders der Hinterbliebenen Familien gefallener SA.-Männer an und sorgt dafür, daß in wirtschaftlichen Nöten geholfen wird. Wo es notwendig ist, wird auch die Nachbarschaftshilfe eingeschaltet. Vor allen Dingen soll den Hinterbliebenen das Gefühl vermittelt werden, daß die Gliederungen der Partei auch weiterhin kameradschaftlich neben ihnen stehen.
Oie 6. Heichsstraßensammlung.
SA., ff, NSSS., NSM., 71SKOV. sammeln.
Männer der SA., der ff, des NSKK., NSFK. und der Ehrenabteilung der NSKOD. werden am kommenden Samstag und Sonntag zur 6. Reichsstraßensammlung des Kriegs-Winterhilfswerks eingesetzt. In diesem Jahre sind es Abzeichen aus Porzellan, einheimische Vögel darstellend, Die zum Verkauf kommen. Vom heuttgen Mittwoch ab werden die Abzeichen in den Schaufenstern verschiedener Gießener Geschäfte ausgestellt sein.
Die an der Sammlung beteiligten Gliederungen werden auch besondere Veranstaltungen durchführen. So wird für Jung und Alt Reitgelegenheit gegeben sein, bei ungünstiger Witterung im Reitstall der SA. (Brandplatz), bei gutem Wetter an der Plock- straße. Stadtrundfahrten sind ebenso vorgesehen wie Preisschießen an zwei Stellen der Stadt. Wertvolle Preise winken den besten Schützern Die Preise sind im Schaufenster der Kd>F>Geschäftsstelle im Selters- meg ausgestellt. Der SA.-Musikzug wird am Samstag um 15 Uhr am Kreuzplatz und um 16 Uhr am Setterstor Standkonzerte geben.
Auch diesmal muß es wieder gelingen, die Sammlung zu einem vollen Erfolg zu gestalten. Dabei kann und wird die Opferfreudigkeit aller Volksge- nassen sich erneut bewähren, damit die Heimat auch
sollen wir die Geschehnisse an uns herankommen lassen. Wir sollen auch nicht unerfüllbare Wünsche äußern und unsere Ansprüche zu hoch stellen, sonst erleben wir Enttäuschungen.
Auch jetzt im Kriege können wir manche Bekannten beruhigen, wenn sie sich über irgendeine Erscheinung beklagen, wenn ihnen mal das und dann wieder dies fehlt. Es gibt viele Sachen, die zum Leben nicht unbedingt nötig sind. Schön wäre es freilich, wenn wir sie hätten, aber im Hinblick auf die Opfer, die unsere Soldaten bringen, sind es doch nur Kleinigkeiten. Wir wollen sie gern entbehren und immer wieder sagen: Das ist nicht nötig!
Ein gewisser Gleichmut kann also viel helfen, und er ist überall da angebracht, wo es gilt, sich mit etwas Unabwendbarem abzufinden. Wir verzichten gern auf Annehmlichkeiten, wenn wir wissen, daß unser Verzicht der Volksgemeinschaft zugute kommt.
Anders wird die Sache aber, wenn es sich um uns selbst handelt. Da darf es das Wort: „Das ist nicht nötig!" nicht geben. Unsere Lebenshaltung, unsere Einstellung zu unfern Mitmenschen, zu unserer Pflicht, zu unserer Arbeit darf sich nicht mit Halbheiten ab geb en, da ist eben alles nötig. In der jetzigen Zeit heißt es, auf das Ganze zielen, nichts versäumen in seiner Arbeit. Genau so muß unser Verhalten zu den Volksgenossen sein. Auch hier darf es weder Gleichgültigkeit, noch Nachlässigkeit geben. Sorgsam wollen wir darüber wachen, daß wir korrekt und höflich im Verkehr mit unfern Volksgenossen sind. Wir dürfen uns da niemals auch das geringste vorwerfen.
Wie oft haben wir schon — wenn es zu spät war — oitter bereut, daß wir aus Gleichgültigkeit irgend etwas unterlassen haben. Gegen uns selbst müssen wir streng fein. Wir dürfen nicht alles auf die leichte Schulter nehmen und dabei denken: Ach, es geht auch so! Manche Arbeit wird dann schnell und oberflächlich ausgeführt. Wir wollen das Fehlende in den nächsten Tagen nachholen. Aber in den seltensten Fällen kommen wir bazu. Unterlassungssünden sind die ärgerlichsten Dinge im Leben.
Deshalb müssen wir bei unserer Arbeit und im Umgang mit unfern Volksgenossen jede Gleichgültigkeit weglassen, und niemals dürfen wir uns entschuldigen mit der Ausrede: So streng braucht man das ja nicht zu nehmen! — h
Vornotizen.
Gießener Konzertring.
Der für den kommenden Freitag, 27. Februar, vorgesehene Violinabend von Vasa Prihoda muß
Tokio, 24. Febr. (Europapreß.) Das kaiserliche Hauptquartier gibt am Dienstag bekannt, daß japanische Heeresabteilungen am 20. Februar die Stadt Tandjoengkarang (im südöstlichen Teil von Sumatra) besetzten. Die Stadt ist etwa 100 Kilometer von der Nordwestspitze Javas entfernt. In der Nähe der Stadt befindet sich ein Flughafen der holländischen Luftwaffe. -
Japanische Truppen, die eine~ Landung in der Gegend von Köpang auf Holländisch-Timor durchführten, haben am 21. Februar den Flugplatz Poeton, 15 Kilometer südostwärts von Kopang, besetzt.
Der Versuch eines aus Kreuzern und Flugzeug- trägern bestehenden amerikanischen G e - schwaders, am 20. Februar japanisches Inselgebiet anzugreifen, wurde nach einer Meldung der Agentur Domei durch die japanische Luftwaffe vereitelt. Die anscheinend aus Hawai kommenden amerikanischen Kriegsschiffe sind durch japanische Luftaufklärung rechtzeitig erkannt worden. Starke Verbände der japanischen Luftwaffe griffen das amerikanische Geschwader an und fügten ihm so schwere Beschädigungen zu, daß die Schisse nach Osten abdrehten, ohne ihren Auftrag erfüllt zu haben.
Militärische Ziele in und um Bandoeng auf Java wurden am Dienstagmorgen von mehreren Wellen japanischer Bomber angegriffen. Auf einem Flugplatz sind schwere Zerstörungen angerichtet und Flakstellungen nach Abwurf von Bomben mit Maschinengewehren und Bordkanonen beschossen worden.
Von der Burma-Front melden englische Berichte verstärkte japanische Angriffe auf die englischen Widerstandslinien hinter dem Sittang-Fluß. - Einer Meldung des australischen Luftfahrtministers zufolge wurde auch Port Moresby auf Neu-Guinea erneut von japanischen Fliegern mit Bomben belegt
30 englische und holländische Schiffe wurden von japanischen Marinestreitkräften in der Banka-Straße versenkt oder schwer beschädigt. Diese Erfolge seien im Verlaus von drei Tagen nach der japanischen Landung auf der Banka-Insel erzielt worden. Sämtliche Schiffe befanden sich auf dem Wege von Schonanto nad) Australien oder Java. Sie hatten englische Soldaten an Bord, von denen 500 gefangengenommen wurden.
Kleine politische Nachrichten.
In dankbarer Würdigung der Verdienste des verstorbenen Reichsministers Dr. Todt um den Ausbau der Küstenverteidigung hat der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine angeordnet, daß ~ eine schwere Fernkampfbatterie an der Kanalküste künftig die Bezeichnung „Todt" führen soll.
*
Am Todestage Horst Wessels, der vor nunmehr zwölf Jahren den durch einen feigen Mordüberfall der Söldlinge Judas erlittenen Verletzungen erlag, fand an feinem Grabe eine kurze Gedenkfeier statt. Der Stabschef der SA., Viktor Lutze, sowie der Führer der Gruppe Berlin-Brandenburg legten
als früher. Menschlicher —, dachte sie. Es war, als hätte sich etwas Starres in ihm gelöst und war ins Fluten gekommen und strömte nun ... Manchmal überraschte sie ihn, wie er fein blaues Auge mit einem ganz sonderbar gesammelten Ausdruck aus ihr ruhen ließ, dann zog er rasch den Blick zurück und sah irgendwohin, zum Fenster hinaus etwa, und sagte mit geschürzten Lippen etwas durchaus und betont Gleichgültiges, daß Ulla bei sich lächeln mußte ...
Sie kamen an, als der Abend schon blauschattig sank. Ulla nahm den Doktor im Auto mit, das sie am Bahnhof gemietet hatte, setzte ihn vor seiner Wohnung ab und fuhr weiter zum Schloß. Ihr Herz war leicht und schwer zugleich.
Sie erschrak, als sie durch die offenstehende Haustür die Diele betrat, in der die Möbel übereinandergeschichtet standen; noch mehr aber erschrak das alte Fräulein Riem, da sie so überraschend in der Küche erschien.
„Was ist denn hier los, gutes Riemchen? Und wo ist der Vater?" Sie schüttelte der Alten beide Hände und begrüßte auch Fabian, der sich erst die Hand an der blauen Schürze wischte.
„Der Teufel ist hier los, Ullachen, ja, wahrhaftig, der Teufel! ... Und der Vater? Weggereist ist er, heute früh erst, 's ist ihm wohl selber zu bunt gewesen allmählich! — Unsereins muß ja aushalten und kann nicht weqreisen! Ach, Ullachen, gut, daß du wieder da bist! Dein Zimmer wenigstens ist noch zu brauchen ... Aber warum hast du nicht geschrieben, wann du fommft?"
Ulla sagte nicht, daß sie nicht bleibe; sie wollte bas alte, treue Herz nicht gleich im ersten Augenblick betrüben.
Sie biß' auch tapfer die Zähne zusammen, als sie mit Riemchen durch das ganze Tohuwabohu des Hauses ging, und versagte sich vor ihr jede Kritik an dem Tun des Vaters, obwohl die Rücksichtslosigkeit, mit der er, einer fremden Frau zuliebe, so überstürzt die ganze» lebenslang vertraute Lappers-
Nach einer Kriminalkomödie von Georg Z o ch für den Film bearbeitet von Jacob ®ze i s, Drehbuch von Peter Groll und Paul Martin, der auch die Spielleitung hatte-... es ist für den ahnungslosen Zuschauer nicht leicht, die komplizierten Urheberschaftsverhältnisse auseinanderzuklauben und auf die Beteiligten gerecht zu verteilen: wie dem auch fei, es handelt sich um den kostbaren Perlenfchmuck einer Budapester Tänzerin, der eines Tages abhanden kommt, und auf den die verschiedensten Interessenten Jagd machen. Die Jagdgründe sind im wesentlichen die komfortablen Räumlichkeiten eines Kopenhagener Hotels und der internationale Kongreß der Briefmarkensammler im Tivoli. Natürlich spielt auch eine Liebesgeschichte mit, und ebenso selbstverständlich sind die Entlarvung des Perlen- diebes und der Verlobungskuß die unentbehrlichen Endeffekte der von Paul Martin verwirrend gemischten Begebenheiten. Johannes Heesters ist der Herr im Frack, ein junger Mann von bestürzender Plötzlichkeit der Entschlüsse und Redewendungen, Gusti Huber ist Fräulein Jenny, mit einem heftigen und starrsinnigen Temperament begabt. Oskar Sima, sehr komisch, erscheint als geistlicher Herr, ist aber keiner. Hilde Hildebrand ist die Tänzerin mit der Perle unb verbreitet auch sonst ziemliches Aussehen. Gustav Waldau als aufgeregter Generaldirektor und Paul Kemp als erschrockener Briefmarkensammler aus der Provinz tun sich im Ensemble des weiteren hervor. — (Bavaria.) — Im Beiprogramm sieht man außer der Wochenschau je einen Vorspann zu „Geheimakte W. B. 1" und „Brüderlein fein". . Hans Thyriot.
geraten, deren Ursachen unseren Interessen wesentlich fremd sind. Es kann für uns nicht klug fein, uns durch künstliche Bande in die üblichen Wechselfälle seiner Politik oder in die Verbindungen und Zusammenstöße seiner Freundschaften und Feindschaften zu verwickeln."
Diese Stelle hat der Kriegshetzer Roosevelt natürlich nicht zitiert, und er hat darüber hinaus dafür gesorgt, daß die Botschaft Washingtons an diesem Geburtstag nicht, wie bisher üblich, im Kongreß verlesen wurde.
Kaliforniens Küste beschossen.
Lissabon, 24. Febr. (Europapreß.) Kurz nachdem Roosevelt seine Rundfunkrede gehalten hatte, wurde zum erstenmal seit Kriegsbeginn die nord- amerikanische Küste von einem Unterseeboot beschossen. Wie die National Broadcasting Corporation am Dienstag bekanntgab, erschien ein U-Boot acht Meilen nördlich von Santa Sahara und beschoß die dortige kalifornische K ü st e. Gouverneur Brown erklärte, er habe schon viele U-Boote gesehen, .aber dieses sei das bisher größte gewesen. Die Beschießung habe 20 Minuten gedauert, bis das U-Boot infolge der zunehmenden Dunkelheit nicht mehr zu erkennen war.
Nach Meldungen aus San Franzisko herrscht an der ganzen nordamerikackischen Pazifikküste- größte Aufregung. Das U-Boot habe 24 Schüsse abgegeben. Um die Bevölkerung zu beruhigen, erklärte der Gouverneur von Kalifornien in einem Appell an die Oeffentlichkeit, daß ein derartiger Angriff bedeutungslos sei.
Die japanische Offensive.
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den, den Fall inem Wort zu er in dem Ge> eine iiberkvälti« e. Freilich hielt „Die Aufgabe, chen, wird eine i. Niemals zu« r haben durch tik, mie auch k Verluste er« leiben müssen. Hinterm Kamin -r sprach feiner« dent, der nom dsbotfchaf ißt es: „galtet is g*®^ । gegenüber litt iqen ausdehnen, bung wie * n^erw*9 ter indianisch^ nit F-dern unÜ fen betrachte« n Büsselhauten Feil indianischer ^Darstellung rS'Se »slt
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Ruhe und Gleichmut in schwierigen Lebenslagen &crf jft
wahren, ist eine schätzenswerte Eigenschaft, Wir,er- ■ Sprechstunde des Kreisleiters.


