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Kleine Weihnachtsgeschichte.

Von Hilde Fürstenberg.

Fünfzehn Kilometer von einer kleinen norddeut­schen Bahnstation entfernt am Rande eines Dorfes in einem Haufe hinter zwei alten Lindenbäumen wurde am Tage vor Weihnachten ein Kind ge­boren. Es kam in einer Stube neben den Ställen zur Welt, beinahe wie weiland das Christkind, die Kühe und Kälber brüllten dazu, und vor der Scheunentür standen zusammengedrängt im naß­kalten Wind die Hühner und warteten auf das Abendfutter.

Die kleine Frau, die den Knaben geboren hatte, lag still in ihrem Bett und freute sich, daß alles vorüber war und das Kind gesund in ihrem Arm lag, und da es ja kein ganz kleines Werk ist, ein Kind zur Welt zu bringen, war sie müde und schlief bald ein. Indessen tat draußen in der Küche und im Stall die Mutter die notwendigen Dinge.

Im Haufe und auf der Straße war es still, es weihnachtete bereits. Das Wetter war, wie es in diesen norddeutschen Breiten zu Weihnachten eben üblich ist, es rieselte und graupelte, und an den Bäumen und Sträuchern froren die Tropfen fest. Es war so still und einsam draußen, daß die um­herstreifenden Katzen es kein bißchen eilig hatten und in aller Geruhsamkeit quer über die Land­straße tappten oder an den Zäunen entlang und darüber hinweg spazieren gingen.

Am Abend hielt der Postwagen vor dem Hause und brachte die Post für das Dorf, und der Fahrer erfuhr, daß die kleine Frau, die die Postsachen aus­tragen sollte, im Bett lag und einen neugeborenen Knaben im Arm hielt.Da ist guter Rat teuer", sagte er, ,Oe Leute warten doch zu Weihnachten auf ihre Post."

,T>as kommt zurecht", entgegnete die Mutter.

Dann, als der Wagen wieder fort war, hing sie sich selbst die Posttasche um und trug die Briese aus. Zugleich trug sie ihre Botschaft von dem Enkelsohn, den sie bekommen hatte, von Haus zu Haus.

Die Pakete holen wir morgen selber", sagten die Leute bann.

Als die Frau durch den leise fallenden Nebel heimwärts ging auf ihren Holzschuhen, waren die Wege glatt gefroren, und sie mußte sich langsam vorantasten, um nicht auszugleiten. Dabei wurde sie nicht ungeduldig, wie das sonst leicht ihre Art war, sie stand zuweilen still und lauschte in die dunkle Weihnachtsnacht, dachte an die Söhne und den Schwiegersohn im Felde und an das mensch­liche Glück und die irdischen Freuden, die über alle Bosheit und alle Härten hinweg ewig wiederkehren.

Daheim sand sie die Tochter wach und froh.Ich will dir helfen", sagte sie,gib mir die Postmappe. Du kannst derweilen in der Küche fertig machen, damit auch für uns Ruhe und Weihnachten wird." Und bann lagen auf ihrer Bettdecke Zettel, Blei­stifte und Stempel, sie quittierte die Wert- und Nachnahmesendungen, ordnete alles und gab es der Mutter zurück.

Danach zündeten sie an einem kleinen Weih- siachtsbaum die Lichter an und gaben dem Knaben Kum erstenmal trinken.

Weihnachten im Dorf.

Von Karl Heinrich Waggerl.

Eines Abends, kurz vor dem Fest, schiebt der kleine Klaus eine Axt unter den Rock und watet durch tiefen Schnee in das Jungholz hinauf, um einen Christbaum zu holen.

Lange sucht er und klettert umher, es muß ein schöner Baum sein, versteht sich, pfeilgerade und regelmäßig im Geäst, solche gibt es nicht viele. Und dabei mutz er doch dicht genug sein, damit er etwas tragen kann, die Kerzen und Nüsse und Backwerk.

Es ist richtiges Christwetter, klar und beißend kalt. Der Schnee blüht in langen Nadeln aus und klirrt unter dem Schuh, und der Tropfen friert einem an der Nase fest. Eine Weile verschnauft Klaus unter den Fichten und betrachtet das abend­liche Dorf, wie es da unten liegt, so behaglich und wohlgeborgen in den weißen Betten. Er sucht das Müllerhaus und das Fenster der Mutter. Sie hat schon die Lampe angezündet, sicher sitzt ste noch mit ihrem Strickzeug auf dem Sofa, in Decken einge­dreht, ach, und immerfort rollt ihr her Garnknäuel Unter die Stühle. Klaus hat lange qachgedacht, was er der Mutter unter den Baurn legen könnte. Erst

Der Zwergkönig.

Ein Weihnachtsmärchen von Fosef Friedrich Perkonig.

Das ist ein rauher Heiliger Abend, im Himmel schütten sie den Schnee aus großen Reutern, und sie werden nicht leer. Schwer nur werden in dieser Christnacht die Geister ihren Weg finden, und die Menschen werden daheim bleiben. Ist wohl schon gerichtet die Laterne für den Gang zur Mette, aber der Pfarrer wird mit dem Mesner allein die Li­tanei singen, in solcher Schneenacht darf keiner unterwegs sein.

Klopft aber da nicht jemand an das Tor? Oder list es nur der Sturm?

Der Bauer geht doch hinaus und schiebt den Rie­gel zurück, da steht ein Männlein draußen in der bösen Nacht und ist über und über beschneit. Wie muß es auf dem verwehten Weg gegangen fein? Der Schnee geht ihm bis zum Hals und höher. Wer man darf in der Christnacht nicht viel fragen, wer auch zum Haus kommt, das ist dem Einöd­dauer nicht fremd, es ist gut, wenn man in den Rauhnackten den Mund verschlossen hat, denn da ist mancher unterwegs, der nicht erkannt und be­fragt sein will. So gibt der Bauer dem Männlein nur einen herzlichen Ab end grüß und heißt es ein­treten. Es kommt mit zierlichen Tritten in die Haus- laube herein, und auf einmal ist fein Schnee mehr auf ihm. Es tritt nicht auf die Türschwelle, es scheint, daß es behutsam den Fuß darüber hebt; in­mitten der Stube bittet es:

Gib mir ein Nachtlager, Bauer."

Du sollst bei uns gut schlafen. Aber willst du Mcht mit uns zuvor essen?"

Einen Hunger hab ich auch, ja."

Und das Männlein setzt sich hinter den Tisch, es ist kleiner als das jüngste Kind, es reicht kaum mit dem Kopf zum Tifchrand. Die Kinder haben ihre Freude an dem feinen Gast. Er horcht mit ernstem Gesicht zu. und ißt mit ihnen das karge Mahl; am Helligen Abend ist Fasttag in einem frommen Bauernhaus. Die Kinder möchten ihn noch zu der Krippe führen, aber da streift er die Hand des Jüngsten von der feinen und sagt:

,.Cs ist schon zu spät, ich bin müd."

Da weiß der Bauer sicher, daß er keinen irdischen Qaft beherbergt. 1

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der Garnknäuel brachte ihn aus den Gedanken, daß eine Spanschachtel das beste wäre. Der Schreiner lehrte ihn die Kunst, einen dünnen Span von astfreiem Dachholz zu kleben, lieber kochendem Wasser bog er ihn rund, dann leimte er Deckel und Boden hinein, und schließlich bemalte er die Schach­tel mit prächtigen Farben.

Oh, Klaus hatte seine ganze Kunst daran ge­wendet, an blutrote Rosen und Gemsen zwischen Vergißmeinnicht, und oben auf dem Deckel hat er die Mutter selbst gemalt, weiß urjb rosig und wun­derbar lebensgetreu. Der Schreiner meinte zwar, das sei nicht üblich, der Vollmond passe nicht auf eine Spanschachtel aber er ist ja kurzsichtig, die feineren Züge erkennt er nicht mehr.

Und es kommt der Heilige Abend, der einzige Tag im Jahr, den man rein vergeudet, und der erst mit dem Dunkelwerden beginnt. Auf der ganzen Welt gibt es sicher keinen Christenmenschen, der diese

das Backwerk und das glitzernde Engelhaar über und über, und ganz oben der gläserne Stern, der sich in der warmen Lust langsam dreht. Nur diese Zuckerkiste sollte nicht dastehn, die verdirbt den ganzen Eindruck.

Aber ist es wirklich eine Zuckerkiste? Klaus sieh hin!

In blinder Hast stemmt Klaus den Deckel auf. Es ist natürlich die verkehrte Seite, zuerst findet er nur Holzwolle, aber bann kommt es ans Licht. Ein Bohrer, seht her, ein Hammer! Während Klaus noch den Hammer in der Hand hält, greift er schon nach etwas anderem. Einen Hobel, eine Zange holt er heraus, eine zerlegte Schweifsäge, ein Stemm­eisen und Feilen, und alles, alles ist blitzblank und nagelneu. Klaus sitzt da, er hält ein Büschel Holz­wolle in jeder Hand und ist völlig verstört und wirr. Werkzeug, versteht ihr, was bas heißt? Das Werkzeug ist die friedliche Waffe des Mannes. Mit

Lhor der Engel.

Von Ernst Sander.

Und als der Herr geboren war, Da wichen Gewölk und wind, Und die Nacht war weit und sternenklar, Und Maria neigte das blonde Haar Über das schlummernde Rind.

Schmerz war aller Mütter Schmerz, Ihr Glück war aller Glück;

Doch was an Ahnungen schwoll durch ihr Herz, Was an Trauer und Jubel schwoll himmelwärts Das kehrte verwandelt zurück:

Denn jeder Gedanke ein Engel ward Sie standen, ein leuchtender Thor;

Vereinend des Höchsten, des Tiefsten Macht r So scholl ihr Gesang durch die heilige Nacht Zu den ewigen Sternen empor.

Stunbe nicht feiert. Mag er auch selbst ganz arm unb einsam sein, er wirb boch an irgenbeine selige Zeit seines Lebens zurückbenken, ober er kann an einem Fenster stehn unb Kinder lachen hören, unb wenn er sich nur in einen fremben Hausflur brückt, so kommt gewiß jemanb vorbei, ber ihm freunblich zunickt unb gute Feiertage wünscht.

Aus allen Fenstern fällt warmer Kerzenschein auf den Dorfplatz. Die Leute stehen in ben Stuben vor dem Christbaum beisammen. Das Jüngste hat ber Vater auf bem Arm, es hopst unb kräht unb greift nach ben Lichtern. Unb die Mutter hat keinen Augenblick Ruhe, eines zerrt an ihrer Schürze, da­mit sie ihm endlich in die neuen Schuhe hilft, unb inbeffen wird sie vom andern beinahe erwürgt, weil sie die Puppe noch nicht genug bewundert f)at. An­derswo kommt die Sache erst in Gang. Eine Tür öffnet sich eben, ein Rudel Kinder stolpert herein, unb dahinter steht roieberum ber Vater, es ist überall berselbe hembärmelige Mann, ber wohl- wollenb lacht unb die Zigarre zwischen den krummen Fingern dreht, unb es ist auch bie gleiche Mutter, bie irgendein Paketchen in den Händen hält und den Kopf dazu schüttelt. Denn es ist ja alles reine Verschwendung, was man ihr schenkt!

Ach Gott, und wie freut sich die Mutter über die Schachtel, die Klaus ihr schenkt. Klaus aber geht stolz und schwitzend in der Stube auf und ab, er trägt Fäustlinge an den Händen unb einen Woll­schal um ben Hals, unb alles ist so überaus pracht­voll unb festlich. Der Lichterbaum, bie Kerzen, unb

bem Hammer, bem Winkelmaß eroberte er ben Erd­kreis. Inzwischen haben wir es ja weit gebracht, zugegeben, wir bohren nicht mehr mühsam Löcher in Steine, um einen Ast durchzustecken. Aber im Grunde ist doch der gewiegteste Maschinenbauer nur ein Lehrling dessen, der ben Hammer erfand, jenes Halbgottes am Beginn der Zeit, jenes Riesen an Verstand. Und darum ist das Werkzeug heilig und ehrwürdig unb unvergänglich. Der erste gab ihm die Form. Er formte bie Axt, Schnecke unb Hefthaus unb Stiel, unb so blieb sie burch alle Geschlechter, es war nichts mehr daran zu ändern. Das Werkzeug diente bem Menschen treu, es fügte sich in seine schaffenbe Rechte unb versagte nie.

Klaus ist außer sich vor Freude, unb dazu duftet cs in der Küche so herrlich von den Bratäpfeln im Rohr. Weihnachten ist ja überhaupt vor allen ande­ren Festen durch Gerüche ausgezeichnet. Es riecht nach Tannenreisig, nach Wachs unb Weihrauch und Vanille, und nicht nur alle Stuben, auch die Leute selbst riechen so, weil sie bis zum Hals mit guten Sachen vollgestopft sind.

Von Zeit zu Zeit wird es nötig, vor das Haus zu gehen unb eine Weile Luft zu schöpfen. Da steht man unter bem sternklaren Himmel, bie Welt liegt still unb hält ben Atem an.

Unb auch ein Heiliger, Ulrich mit Namen, geht um in dieser Nacht. Er kommt bei denen zu Ehren, die sich zuviel des Guten beigemessen haben, allzu­viel an Mandeln unb Rosinen unb Zuckerzeug.

eine Weile in seinem Räüzel unb legt bann bem jüngsten Kinde zwei Aepfel neben den Kopf, einen links unb einen rechts. Oh, wie find sie wunderbar rot und gelb, wie Früchte im Sommer unb Herbst nicht.

Bis zum Zaun hin habe ich ben Weg ausge­schaufelt", sagte der Bauer.

Das ist genug", dankt das Männlein.Dann ist es leicht für mich."

Der Bauer schaut ihm heimlich nach, es geht zum Zaungatter, nicht anders als Hausleute, dann aber steigt es auf den tiefen, weichem Schnee hinauf und bricht nicht ein. Deutlich sieht er unb läßt es sich auch später nicht ausreden, daß sich der spitzige Filzhut in eine goldige Krone verwandelt, das überhelle Schneelicht gleißt darin.

Bald ist das Männlein im Nebel verschwunden. Der Bauer geht zurück in das Haus, da ist dem erwachten Kinde gerade ein Apfel aus der Hand gefallen, unb er schlägt schwer auf den Holzboden, wie im Wirtshaus eine Kugel auf ber Kegelbahn. Der Bauer hebt den Apfel auf, da ist er aus lauter Gold, und der zweite im Bettlein auch.

So etwas redet sich schnell in ber' Gegend herum, und es sind da einige Leute, bie mochten auch ben Zwergkönig beherbergen unb für ein Nachtlager unb ein Abendmahl mit goldenen Aepfeln belohnt sein. Und ein Schäfer denkt sich: Ob ich jetzt Korbe flechte ober nach dem Zwergkönig ausluge, es ist das eine unb das andere ein Geschäft und wird zuletzt bezahlt sein. Er steigt auf den Schneeberg und ruft droben im verschneiten Wald das Männ­lein.

Kehr zu bei mir", schreit er ein über bas andere Mal. Und es bedrückt ihn nicht, wie ber stille Wald wider hallt von seinem Ruf. Der Schnee stäubt von dem Gezweig in seine Augen. Er sinkt tief ein unb wird einmal gar von einer Mächte verschüttet. Er ist damit immer noch zu wenig verwarnt, er läßt nicht ab, ben König zu rufen, da wälzen die Zwerge unter Blitz unb Donner einen Felsblock zu ihm herab. Es ist ein kleiner Berg, unb knapp vor bem Fuß bes Schäfers hält er an.

Da nimmt es ihm mitten in einem Ruf wohl den Atem.

Warum soviel?" schreit er in die Höhe hinauf, ein Apfel wär' mir genug."

Der Sturm lacht ihn aus. Der Schäfer brauchte jetzt bloß den Felsblock zu umschreiten. Da tüt er Äintsc ihm M Männleil! Mt Mein lxitzMy Wz»

Hut antreffen. Unb mit bem käm er gewiß ins Ge­rede. Aber der Schäfer ist nicht an einem Sonntag geboren, unb ein gutes Herz hat er auch nicht.

So ruft er bem Zwergkönig ein arges Wort zu unb stampft durch den Schnee wieder zu Tal.

Oie Weihnachtsgeschenke der Frau Rat

In ben ersten Tagen des Dezember hatte Goethes Mutter, bie Frau Rat in Frankfurt a. M., stets viel zu tun. Da ging es ans Einkäufen ber Weihnachtsge­schenke, ans Packen der Pakete unb Päckchen, bie sie an ben Sohn unb bie Enkel, an Verwanbte unb Freunde unb beren Kinber schickte. Sie hatte zwar einen aroßen Kreis zu bebenken, aber immer stehen in dem Weihnachtstreiben ber Frau Rat ihrHätschel- hans" unb die Seinen in Weimar allen voran. Schon sehr früh erkundigt sie sich entweder bei Goethe ober bei Christiane, was sie freuen würde. So schreibt sie am 21. November 1807 an ihre Schwiegertochter:Da die Christfeyertage heran nahen; so möchte gerne wißen mit was ich Euch meine Lieben eine kleine Freube machen könnte Augst soll dießmal beßer bebint werden als norm Jahr mit Schrecken und Verdruß habe vernom­men, baß bas Tuch so Miserabel aus gefallen war, bem soll vorgebeugt werben. Vor Ihnen Liebe Tochter habe ich im Sinn ein Kleck, das Sie zum Staate tragen könnten nur ersuche Ihnen, mir Ihre Lieblings Farbe anzugeben, wenn mann feine große Garderobe hat; so bin ich Ihnen sehr vor ein Kleid portirt, das mann Winter und Sommer tragen kann."

3ft Frau Rat nun über die Wünsche unterrichtet, dann wird mit vielem Bedacht eine ganze Weih­nachtskiste gepackt, bie mit der Post ihre vieltägige Reise nach Weimar antreten soll. Da ist drinein gantz musterhaftes Stück Warnbörfer Tuch vor den lieben Augst zu Hembten",eine rahre Decke", "Zeug zum Kleid meiner lieben Tochter",beste Spitzen, so ich selbst geklöppelt" unb so weiter. Bei ber Auswahl istkeine Mühe gespart". So macht sie sich mel Gebanken, ob bie Farben ber Stoffe auch richtig sind:denn jeder hat so seine Farben die er mag z. B. ich kan die blaue Farbe seye sie dunckel oder hell nicht aus stehn da ich nun über diesen Punct im dunklen war; so nahm ich im aus­wählen das alte Sprichwort in Obacht was schmutzt, das putzt daher wählte sowohl zum U.tteroä üls ML totem teilt Sorten** Ms es

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ewig stopfende Mutter ein großer Unsinn.

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links legte ich die weißen Hüte, schön in die

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an dem Nachmittag eine Ausstellung von H arbeiten besuchte, kaufte ich gleich ein paar hül Sachen für meinen Hamsterkasten, umhä Taschentücher, bie sind immer willkommen hölzernes Dorf mit Bäumen, Tier unb Mensch, Erzgebirglern gemacht, für Peterchen, schweinslederne Schreibmappe, das war der

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17.:

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Maskerade, unb die Jndianertafche kriegt der Eakt zum nächsten Weihnachtsfest mit einem unschuldigen Flitzbogen dazu!

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hätte ich um ein Dutzend Paar Kin'derstrürnpfe ge, geben, die kaum so viel gekostet hätten! AI; sie mir bann aber einmal zu Weihnachten, ich vor schon über'sechzig Jahre alt unb längst Großmuite^ aus Sübamerika von einer Reise zwei riesengroß weiße Panamahüte schickte unb einen kostbaren rop lebernen Köcher für Giftpfeile, da bachte ich, nach bem ich mich erst ausgeschüttet hatte vor Loches ich werbe aus dieser Torheit einen Nutzen machen

Du scheinst ja ein großes Portemonnaie zu ha Mutter!" Ich erwiderte lachend:Weißt du, Lie das ist schon alles für nächste Weihnachten!" erzählte ihm von meiner neuen Einrichtung. , gefällt mir aber sehr!" sagte mein Mann, werde dich unterstützen, und zwar gleich!" Und« holte aus seiner Bibliothek zwei wunderschöne chen von Goethes Gedichten, von denen er oerftfi bene Ausgaben besaß, unb einen Band Zcii nun gen von Ludwig Richter, die eines der Eni fintier zärtlich liebte unb bei jedem Besuch anseh wollte.

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Oie Weihnachisschublade.

Von Hedwig Böhm.

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eine höchst wichtige Sache ist, nicht alt wird, im Je hn gj" mit bem Zuckerwerk marschiert gewöhnlich trt WUir

Eines Tages räumte ich Schubladen auf, uni t bie ha dabei wurde eine frei. Ei, dachte ich, da hinein h -15.: ich ben Giftköcher unb die Panamahüte.-Rechts

Fortan war uns beiden eine immerwährende FreM^rtei unterer Weihnachtsschublade etwas Neues hinzu^gMehn zufügen. Mal wars ein Notizbuch mit Bleistifft, ein Euch ober Noten, ober auch Gegenstände .. . . Strümpfe, Wäsche, Staubtücher, praktische KüchtW,. beruh geräte, alles kam in unsere Lade. Wei

Es gibt manches berühmte Weihnachtskind. Sei ten fjat ihm ein günstiges Schicksal geblüht. Zu te 12 bekanntesten Weihnachtskindern gehören Friediil r$rupp£ ber Zweite, ber Hohenstaufe; er würbe am Wei! toirb nachtstag bes Jahres 1194 geboren; der Kai'k < l°ts u- Alexanber II. von Rußland war ein Weihnachtsknü ebenfalls die Kaiserin Elisabeth von Oesterreich, s 1898 ermordet wurde. In der Christnacht 1824 « blickte ber Dichter unb Musiker Peter Cornelius do Licht ber Welt. Auch Goethes Freundin, die tfca von Stein, Goethes Sohn August unb auck Örßfiö

Heime Wunsch meiner etwas zu noblen EnkM. Renate. ---Abend, zu Hause, sagte mein Malli,

norf)Jnsanteri unb Cavalri vor den kleinen Aukfl L- IJH auf; so kann erbey ben langen Winterabende JtySDerbiX sich damit amufiren". Aber auch für bie Elter Wfdjes nj werben Leckereien gekauft; Goethe bekommt Kost' - ~- nien ober Maronen, bie er so gern ißt, unb Cbr ' ftiane ihrePomeranzschalen". Zu oberft aber l«! 1 lang ein langer, langer Bries mit ben reichsten SegeU - W wünschen:Gott! Erhalte und Seeqne dich, laße t fC bir wohl gehen und lange mögest du leben <n $rnfiihr. Erden unb bas wirb geschehen, benn ber MM Seegen baut den Kindern Häußer Amen/

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Auf mich gekommen ist diese löbliche Einrichi^ J von einer lieben alten Tante.Kind", sagte sie eifa$ i Mei Tages zu mir,daß bie Leute immer so baribt ''«Ak jammern, was ihnen bas Weihnachtsfest kostet, ;L[ j)( ich ganz töricht. Sie nehmen sich alle Freude liv! 1 allen Weihnachtsfrieden durch die elenden sorgen, die für sie notwendig mit dem Fest veii ; -L« öi buntien sind. Wenn die Menschen nicht so berufe qj^fd wären, bann hätten sie gar nicht nötig, sich dj, .Ljftf schönste Zeit bes Jahres so zu verderben."

,T) Tante, das mußt du mir erzählen!"

Hör zu! Ich beginne bald nach Weihnacht mit einer Weihnachtsschublabe. Den Anlaß dazu goi .,»eid)s meine ältere Schwester, die ein großes Talent bi- ti saß, an sich schöne, aber völlig unpassende Geschaut; . jjenü« zu machen. Zum Beispiel bekam ich einmal vo: EMis ihr, als ich noch fünf kleine Kinder hatte, ein wundervolle lange lila Glacehandschuhe bejaw bemb für eine Märchenprinzessin aber für ein;

Die Töchter bekommen die Hüte, wenn sie eimm J jd)®eri wieder in Mode kommen sollten, oder sonst zu eine

Spaß aber hatten wir selbst daran! Manch setzten wir zwei alten weißhaarigen Leute uns die Schublade und kramten voll heimlicher freube alles aus! Der schönen Weihnachtszeit a wurde nicht mehr der Glanz und Frieden Ueberarbeitung und Rechnerei genommen. Wenn ich nun im Dezember meine Neben schwestern manchmal stöhnen höre, so sag' ich ihiey^lag: mein Rezept; und wenn sie schlau sind, machen 7" v"" mirs nach!" die Elch

Ich war so schlau! Und das einzige, was m^tvird ... seither im Weihnachtsmonat oft bedrückt, ist, txch^ Schicksal meine Schublade nicht ein Zimmer, nein, ein gi zes Magazin voller Herrlichkeiten ist!

Also! Welche Schublade machen wir frei?ü wollen wir nicht zur Einweihung eine kleine selb verfertigte Handarbeit hineinlegen für jemand den wir besonders lieb haben?

die rote Mordtasche. Ich stand einen AugenAii : Ba sinnend davor und tia fiel mir ein: man sollte dich Mc 21 Anlage weiter ausbauen; immer mal eine hübsch Kleinigkeit tzinzufügen, vor der man weiß, baß Lpjntn, eines Kindes Herzenswunsch sei, ober einem Er Wien, wachsenen notwendig; um dann zum nächsten Weih.s ^sehl'ii nachtsfest wunderschön vorbereitet zu fein und webej : '

durch Hast noch Geldknappheit gestört. Als it

wohl alte Frauen gern tun, hält sie auch nicht « mit zurück, ihre Geschenke ins rechte Licht zu setzt! Meine liebe Tochter schriebe mir neulich", so hei es bann etwa,Sie würde etwas korpulent; a Kleider würden zu enge, da hat nun bas Chrij finblein davor gesorgt unb bringt zwey schöne neiU. K

Kleiber, bas eine von Taffenb bie Farbe ägyptiiMr/^Wn Evde unb einen Catun, ber sich vortrefflich waschE^" Krik läßt unb ben Jeberrnann vor Seibenzeug aniu&LT'k: I mit einem Wort schön schön." jfö,pöung

Slud) die Dienstmädchen sind in diesemEhiiU?ellt, dj, schiffchen" nicht vergessen, unb an ben Sohn ercc4°Wten jetzt eine befonbere Ankünbigung, damit er bei dek iMfestu Ankunft des Postwagens dasÄmbalirte Kiftgti eigenhändig in Empfang nimmt.Die Ursache, wo um ich dir dieses zum voraus melde, wirst du leiC . -

emsehen, damit es vorher niemand zu sehen b kommt unb bie Freude desto großer ist ... packe ei Öen Kasten alleine aus damit weder Freundin noi ^ennrk.:, Kind vor der Zeit nichts zu sehen bekommen." , .

J£rft in ber Christwoche folgen bann noch d Rtiff Qt? Süßen Sachen" nach, bamit dasprächtige From [Nabe s. furter Konfekt", bas auszusuchen für bie Frau Ni lrfoiD qr!