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-Elber bei meiner Liebe und Hoffnung be- schwüre ich dich: wirf den Helden in deiner Seele nicht weg. hatte heilig deine höchste Hoffnung!- Nietzsche.
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Alles wäre zu Ende, alles, auch das, was körper* l!er, unsterblicher Besitz der Menschheit ist, wenn lir den Auftrag unerfüllt ließen, den uns die Gesichte, Gott selbst dünkt uns, gegeben hat. Ist
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Sie haben hart gelebt, noch härter gekämpft, und ihr Sterben war gewiß das härteste, wenn es' auch verklärt gewesen ist von dem Bewußtsein erfüllter Pflicht und von dem felsenfesten Glauben an '
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Kriegsweihnacht nach deutscher Art.
Von Rudolf C. Binding.
Deutsche Art ist esz Weihnacht zu feiern; keiner unserer Feinde kennt den Zauber, die Macht des Lichterbaumes auf unser Gemüt, auf unsere Kraft. Bleiben wir deutscher Art treu! Denn deutsche Art ist noch ein Größeres, deutsche Tugend eine vor allem: das ist die Treue! Treue zu einer großen Sache zumal! Und ist dieser Krieg keine große deutsche Sache? Bleiben wir also dem Kriege treu, Kameraden! Wenn wir ihm treu bleiben bis ans Ende, so bleiben wir auch dem Vaterland treu. Mit dieser Gewißheit wird uns unser heutiges Kriegsweihnachtsfest nicht zu einer Sentimentalität werden, nicht eine Hingabe an wehmütige Gedanken .. ., sondern zu einem Symbol und sichtbaren Zeichen ungeheurer Gemeinsamkeit in unserer deutschen Art.
Aus einer Weihnachtsansprache an seine Reiter am 24. Dezember 1915 an der Front in Westflandern, veröffentlicht in „Dies war das Maß, die gesammelten Kriegsdichtungen und Tagebücher." (Verlag Rotten & Loening in Potsdam.)
Wem es scheinen will, daß dieses rechte Wort zur tomb,; kü^en Zeit zitiert sei, weil der Philosoph des > Cilir |»®er$c hart! schlecht zum Weihnachtsevangelium aiffr Wsen mag, dem sei entgegengehalten, daß es den- M geschieht, nicht um Gedanken- und Glaubens-
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iir als letzte rassische und völkische Einheit des bendlandes um die Erhaltung eines geistigen Be- ftums führen, auf dessen Grund allein auch eine tte Religiosität lebendig erhalten werden kann? -ie immer auch der einzelne das Geburtsfest der irbe und des Opfers für sich deuten mag, für uns ü k ist es ein Fest der Lichtwende, der Erwartung r- Hellen, des Glaubens an ein Aufwärts. So orf ist diese erhebende Wirkung, daß uns nie sonst cs Bewußtsein der Gemeinschaft in Tat und Schick- H fo ergreift, wie gerade zur Weihnachtszeit. Krn- K sind wir da, Kinder unseres Volkes, Kinder lottes allesamt und tragen unsere heilige, höchste loffnung im Herzen und den Helden, den reinen eiben in unserer Seele. Wäre nicht alles verloren, mn dieses höchste Menschengut mit uns verloren
andere Neal unserer dualistischen Seele, das Gut- emwollen um jeden Preis, das „Frieden allen Menschen auf Erden" darstellt.
Wirf den Helden in deiner Seele nicht fort! Wir Wen kein Wort, das uns in diesen Tagen höher ftiinmen könnte, nicht weil es der große Einsame sagt hat, der Feind des selbstzufriedenen Opti- »slen, sondern weil es ein Ruf in unserer Zeit ist, «r von keinem überhört werden kann, der guten
Gedanken zur vierten Kriegsweihnacht
Von Armin Peez.
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Nag sein, daß dieser und jener sagt, es sei zuviel klangt, von der Vernunft zu denken, daß wir nem totalen Ende so nahe stehen konnten; auf en tiefsten Fall müsse ein Wiederempor folgen, äs Leben wäre ewig, nur seine Formen wechselten, rioiß, die Zeit siegt über den Raum und über den Zufall des Lebens" darin. Das Leben aber als otsache des Blutes und als Bewährung des Gei- e$, den wir Menschen vor allen Geschöpfen besitzen, : etwas anderes als das bewegte und nur bergende Nur-Dasein. Es ist eine heilige Hoffnung, sein Dahinströmen in einem Meer endet, das tief und unüberschaubar ist, so wie wir uns Gott Wies und unüberschaubar in feiner Wurde und Mänheit vorstellen. . _ . o ,
|| Sich genügen mit dem Gedanken, daß das Leben kerftörbar ist, heißt jener- Unteraangsphilosophie Mmrnen, die nach dem großen Kriege so viele Wlm müde machte, daß sie den Helden tn sich WNwarfen. Wie nahe waren wir und war mit uns toselt schon am Ende! Gewiß das Dasein war
VW und schön wie alles, was am Vergehen ist, aber
Oie Front zündet das Licht an
Don der inneren Gewalt der Kriegsweihnacht im Osten.
Von Kriegsberichter Adolf Gerlach.
Krafi des Gemütes.
Inmitten höchster kriegerischer Anspannung feiern wir Weihnachten, wieder einmal Weihnachten als unser deutsches Fest, dem unser Gemüt am innigsten von allen Festen des Jahreslaufs verbunden ist. Wir feiern dieses Weihnachtsfest in der vierten Kriegswintermitte als Einkehr und Hoffnung; Einkehr in unser innerstes Selbst, Hoffnung auf eine lichte Zukunft. Denn Weihnachten ist uns Deutschen mehr als eine Gelegenheit des Genusses, mehr als eine Reihe von lauten Festtagen. Weihnachten ist die Geburt des Lichtes das aus der tiefsten Dunkelheit wieder aufsteigt mit dem Jahreslauf. Das deutsche Gemüt hat im Laufe der Jahrhunderte das Fest verinnerlicht zu der eingedeutschten Sinnbildhaftigkeit, die jedem tief in die Seele leuchtet gleichviel wie er die letzten Tiefen des Stzins und Werdens verstehen und deuten mag. heute an diesem Weihnachtsfest gilt unser aller Gedenken bei der Einkehr in uns selber zuerst den Brüdern draußen vorm Feind. Und unsere Hoffnung ist bei ihnen, die die neue lichte Wirklichkeit unserer Zukunft schaffen und mit ihrem Blute weihen. An dem vierten Kriegsweihnachten dieses großen Entscheidungskampfes um unser Schicksal sind wir dieser Zukunft gewisser denn je. Das ist das wahrhafte Weihnachtsleuchten in uns und um uns, daß wir der Gewißheit des Aufstieges innegeworden sind durch die Gnade des Allmächtigen, der mit uns war und weiter fein wird.
Gewiß hat uns diese Zeit des Kampfes um unser Leben hart gemacht und hartes von uns gefordert, aber in der Tiefe unserer Seele lebt die Wärme des Gemütes, so wie sie zu allen schweren Zeiten unseres Schicksals als Volk gelebt und geleuchtet hak. Es ist gewiß in diesen Weihnachtstagen Gelegen- hett, einmal auf jene Zeiten des fernen „Dreißigjährigen Krieges" zurückzulenken, als aus der deutschen Seele die tiefe echte Frömmigkeit der strengen und in einem besonderen Verstände heroischen Lieder der Gläubigen erklangen, die das härteste des Leidens auflösten in die jasagende Kraft des gläubigen Gemütes. Viel härter war damals das Schicksal unseres viel erduldenden Volkes! Viel härter waren die Leiden auch jenes „Siebenjährigen Krieges", den der große König führen mußte, damit einst ein neues Reich der Deutschen werde, härter waren die napoleonischen Kriege für das ganze Vaterland. Aus beiden Zeitaltern blühte die Geistigkeit, der wir noch immer unsere idealistische Kraft des geistigen Verwandelns verdanken. Auch dieser deutsche Idealismus war eine Kraft des Gemütes bei aller spekulativen Klarheit seiner Geistigkeit. Gemüt ist die uns eingeborene Kraft, mit der wir all die schweren Proben bestanden haben, die unsere verworrene Geschichte uns auferlegte. Gemüt aber ist das Wesen unserer Weihnacht. Und wenn wir ein Geschlecht sind, das aus dem Dunklen in das Helle strebt, fo ist Weihnachten das schönste Sinnbild dafür.
Weihnacht und Krieg sind also durchaus sich entsprechende Sinnbilder. Beide leben für uns aus der
als unmündige Kinder zum erstenmal vor die grünen Tannen mit ihren strahlenden Lichtern geführt. Und wir wußten nicht, was das ist und was man uns damit gab. Und doch war diese Gewalt in uns für alle Zetten, denn die Seelen aller Gleichen führten uns. Wie sind wir ausgezeichnet vor der Welt in diesen heiligen Tagens Mag sie diesen Tag begehen wie immer auch: mit Mummenschanz unb Gummitieren oder Litaneien. Sie steht völlig außerhalb des deutschen Festes. Die Deutschen Hollen den Baum ins Haus und zündeten die Lichter an auf den Zweigen! Und in ihrem Blut fang die Erinnerung an die Nächte, da ihre Altvordern das strahlende Leben begrüßten uni) sich mit Gaben rüsteten, den Dank zu geben.
Der Soldat weiß vorher nicht, ob er die hohe Stunde im Gefecht erlebt oder im Bunker, allein in höchster Bewährung oder in der Gemeinschaft der Kameraden. Der Feind fragt nicht nach unseren Sitten. Die innere Gewalt des Festes aber vermag er nicht zu stören Sie ist nicht von der Stunde abhängig, da man die Lichter zu zünden pflegt. Sie ist im Herzen, sie ist einfach da mit all ihrem Zauber und der glücklichen Macht der gemeinsamen Gedanken. Es ist die vierteKriegsweihnacht.. Aber noch nie hat eine kämpfende Front im Hellen Schein der geweihten Stunden eine größere Zukunft geschaut als die Kämpfer, die nun im Osten mit ihren dicken Fäustlingen die kalten Waffen umklammern: ein mächtiges Reich, ein schaffendes Volk, ein glückliches Kinderland. Weit ist der Raum, und weit ist das Herz geworden. Wir sind in die Freiheit des unbeenaten Lebens getreten!
Schau diese Front,' wie die vermummten Posten wachen, die Schlitten über die Wege schleifen, die Schiläufer ihre Bahn ziehen, die Verkehrswege erfüllt sind von machtvoller Bewegung. Schau die Einsamen in den Stützpunkten, die Gruppen rn ihren Bunkern, die Einheiten in ihren Unterkünften. Schau diese Front! Sie lebt in den Herzschlägen der teuren Heimat und gibt sie zurück, sie empfängt wärmende Bejahung aus der Gemeinschaft und erwidert sie, sie gibt Schutz dem deutschen Leben und behütet es in eine große Zukunft.
Der deutsche Waffenträger steht mit wacher Seele über die tiefen Bronnen seines Volkstums gebeugt unb lauscht dem Geheimnis eines Jahrtausends die
Wichtigsten, des unermeßlichen Glücks der Zugehörigkeit zu einem Geschlecht im Geschlechterbann der Deutschen, das Geborgensein im Schutze der Kraft des deutschen Worts, des deutschen Landes, des deutschen Schwertarmes. Einmal wurden wir
Fest wäre nichts, wenn nicht der Gehalt des Volks- feiertages an sich die höchsten Kräfte gäbe. Dieses Fest der Deutschen ist aber von einer uchaften, bei- sviellosen inneren Gewalt, das beweist unsere vierte Kriegsweihnacht noch stärker als die vorherige.
Es treffen die kleinen, ach, so rührenden Gaben einer spartanischen Kriegsheimat hier ein. Und mit behutsamer Feierlichkeit ruhen sie, bis die Stunde kommt, sie zu öffnen. Nein, nein, es ist nicht die Gabe als solche, die wir sehen wollen! Es ist die Liebe, die wir sehen, die Liebe unserer Kinder, Frauen, Bräute und die Liebe derer, die in unserem Lebensbereich die deutsche Gemeinschaft repräsentieren. Und da spüren wir Milliarden Herztöne auf- und aneinander Gingen, spüren die chrfürch- tige, geheimnisvolle und endlose Gewalt unseres gemeinsamen Mythus, unseres Blutes. Und es ist etwas so Schönes, Frohes, Ergreifendes, Reines und heiliges, daß wir fühlen, wie wir mit der deutschen Weihnacht das herrlichste empfangen, was Menschen gegeben werden kann: das Bewußtsein der gewaltigen Blutsgememschast, das Erleben
en alten Mange, nrweth.
oort wird etwas Rechtes enthalten, weil jedes Mengen Vorstellungswelt irgendwo und jede irgend- se anders, die Vollendung, des Edelste zu erkennen aubt
Aber alle Fragen und alle Antwort, das Spiel btr hohen Linien oder die schlichte Unterscheidung wischen Gut und Böse, alles, alles, was wir denken, ihlen, glauben, was wir sind oder sein werden, hängt davon ab, daß wir leben als Ganzes. „Drücken Dir ias Abbild der Ewigkeit auf unser Leben!" sagt er Künder des heroischen Ideals, des „Willens zur Rad)t", und er spricht damit ein irdisches Gesetz jus, das nicht eine Weisung auf den Weg in ein nbeftimmtes anderes Leben darstellt, sondern einest sefehl an uns heutige, die wir Ende oder Anfang lin werden, je nachdem wir uns als Helden er- iijen, die ihre höchste Hoffnung heilig halten, ober I wir auf diese Entscheidung warten, die das Un- iftimmte über uns fällt. Wir stehen nicht vor der irage, rote ro i r I e b e n werden, sondern obwir eben, als einzelner wie als ein Ganzes. Wir rihfen der Ewigkeit das Abbild unseres Lebens uf oder wir werden weder hier noch in der Ewig- tii sein
das Leben litt Not, das lichte Leben des immer strebend sich bemühenden Menschen, haben wir in diesen Jahren als Volk nicht bewiesen, daß der Held doch noch in unserer Seele war und wir unsere Hoffnung heilighielten? Und ist der Krieg, den uns bie Feinde einer idealistisch geschauten und darum gerechten Welt wie eine Brandfackel ins Haus warfen, nicht furchtbarer Beweis dafür, wie nahe wir dem Ende des wirklichen Lebens unb dem Untergang in ein vegetabiles Dasein waren, bas jener Rasse gemäß ist, die keine Helden und keine Hoffnung hat?
Es ist nicht unsere Schuld, daß wir das „Friede auf Erden" nur als stille Sehnsucht in uns tragen, aber es wäre Schuld, gäben wir uns dem Klang des Wortes hin, um darüber das andere zu
genügt nicht, daß wir glauben, wir müssen auch handeln. Ganz hart ist allein das Edelste, unb ber Härteste in diesem Kampf wird Sieger fein, und bas Edelste fein Triumph!
Wenn wir dennoch wie Kinber sind unb vor bem Wunber ber Weihnacht stehen, als wäre es immer ein Neues, bas uns aufgeht wie ein Tor zur Ewig- kett, dann ahnen wir die Schönheit unserer deutschen Seele, die Tiefe unseres Glaubens an einen „Frieden allen Menschen" und die Größe unserer Aufgabe, die wir für die ganze Welt zu erfüllen haben. Dann wissen wir aber auch, wie ungeheuer schwer der Kampf noch fein wird, den wir zu be- stehen haben. Die Tapfersten unter uns, die bas letzte uni höchste Opfer schon gebracht haben, sollten wie ein Licht fein können, bas uns in bie Herzen scheint, damit es in allen Winkeln Gär ist: Werdet hart!
So hart unb klar muß biese Erkenntnis vor uns lei)en, daß wir sie keinen Augenblick im Nebel der Stimmungen verlieren, die ein gutes, ein gütiges Kit unseres Menschenbaseins sind; auch Weihten, das unserem Wesen so nahe ist, weil es das
iUens ist zur Verteidigung aller Werte, die wir Ii5 Ganzes, als Gemeinschaft, nicht etwa aber als trgesellschaftetes Individuum, besitzen.
P. K. Schön sind die kalten, klaren Winternächte der osttschen Weite, denn sie sind die eingelullten Geheimnisse eines echten und rechten Winters. Die Kindevwünsche nach weißer Weihnacht, die m verkümmerten Vorwintern 'bas kleine Herz der Jüngsten in unserer gemäßigteren Heimat füllten, sie finb hier frostklirrende, schneedurchstürmte Wirklichkeit. Und der Mann im grauen Tuch ist nahe der Geburtswelt der heiligen Nächte, denn rauh war auch der germanische Boden, aus dessen mythischen Ur- gründen unsere Ahnen Lied unb Brauchtum zur Feier des rückkehrenden königlichen Gestirns und dessen göttlicher lebensnötiger Kraft schöpften.
Jy vielen vorweihnachtlichen Nächten sieht der Soldat schon lange vor ber Zeit durch den gestirnten Himmel ober im diesigen Schleier wallender ®is tri ft alle das Idyll der heimatlichen Feier ber hohen Stunde inmitten unseres Volkes. Und ein sehnsüchtig-glückliches Lächeln verklingt beinahe spöttisch, denkt er an den Inhalt überkommener Friedensmeihnacht. Freilich, Lebkuchen und Eisenbahn, Puppe und Kinderstube gerftern im Traurn- land ferner Kindeserinnerung, lieber Familienbilder, froher Gemeinschaftsfeiern. Freilich war da eine Zeit, in der bie Gabe unter dem Weihnachtsbaum vom Pelzmantel bis zur Krawatte die Abstufung des sozialen Unterschieds in seelische Freude um- münzte, die äußeren Attribute oft die Form des Festes auszumachen schien. Die neue Gemeinschaft fühlte es, die Kriegszeiten enthüllten es unb die
ewige Wahrheit seines völkischen Auftrags ab. hier wurzelt seine Kraft, hier empfängt er Befehl unb frohe Botschaft. Niemand kann mehr als er fühlen, wie heilig, schön und stark die deutsche Weihnacht gerade im Kriege ist, daß sie uns tausendmal mehr und mindestens bewußter beschenkt als eine satte Friedensweihnacht, weil sie uns nun ganz und restlos Herzenssache geworden ist. Der deutsche Soldat kann stehen wo er will — und wohin doch hat es fast jeden von uns schon verschlagen! — diese inneren Werte kristallisieren sich immer reiner, und das Bewußtsein, worauf es ankommt, wird mit jedem Jahr tiefer und klarer. Unser „Chef" sagte zu dieser Weihnacht nicht viel, weil es ganz und gar unnötig ist. Er brauchte nicht mal zu sagen, warum so wenige in Urlaub konnten. Mit diesem Gedanken haben wir sowieso nur gefpielt wie früher mit Weihnachtswünschen, die m Wirklichkeit unerreichbar warey. Nein, das ist alles stillschweigend klar. Und daß wir alle nach Hause träumen, aber auch einige Jahre voraus, das werden wir alle gemeinsam haben.
Die behelfsmäßige Form des Festes ist schon richtig, das gehört nun mal dazu, und die Phantasie unb das Können entdeckter Talente ist erstaunlich. Da vermissen wir in der Tat nichts. Ein ftamerab hat die einfachste Lösung gefunden. Ein Bäumchen steht im Zimmer, und da hängt nichts dran als ein Feldpostbrief von seiner jungen Frau, Er ist ein Sinnbild, das zu lebendiger Sprache wird. Darin steht, er solle nicht denken, sie wolle sich keine Mühe geben, ihm etwas Liebes zukommen zu lassen. Es sei ja ohnehin schwer, etwas zu besorgen. Aber sie könne nicht mehr, wie sie wolle, und um Weihnachten sei ihre Zeit ... Und er könne ganz ruhig sein, sie werde sehr tapfer fein, unb sie spüre es, es sei wohl ein Mädel, weil es nicht so wlld sei wie das vorige. Es steht noch manches in diesem Brief, was Frauen in ihrer Zeit empfinden und träumen, und bas durften wir natürlich nicht lesen. So viel tiefempfundene Freude aber hat in keinem Raum unserer Unterkünfte geherrscht wie in diesem. Alle Kameraden freuten sich mit, ihre Gesichter lachten, unb alle gaben dem werdenden, vielleicht auch schon gewordenen Vater in ihrer Weife zu verstehen, was für ein Glückspilz er sei.
Daß Soldaten am Feind aber werdendes Leben, neue Kinder als größtes Glück empfinden, daß sie den Zufall einer vermutlichen Weihnachtsgeburt als eine herzerwärmende Kunde begreifen, als etwas, was sie alle mit Freude erfüllen muß, zeugt von dem Verstehen der tiefen Bedeutung des weihnachtlichen Sinnbildes! Das- stets sich erneuernde Leben des Volkes muß und wird über alle Gewalten bie Zutun"t erfüllen.
In diesem Sinne ist jedes liebe unb tapfere Wort aus der Heimat bie wertvollste Weihnachtsgabe gewesen. Das Licht des Festes ist an ber Front angezündet wie bei allen Deutschen auf ber Welt. Die innere Gewalt der geweihten Nacht hat sie erfaßt. Sie sind in dieser Stunde des ganzen Glücks unserer herrlichen Gemeinschaft teilhaftig. Ihr Herz Wägt ihren Lieben zu unb alles deutschen Herzen. Inniger denn je»
Sieg, den zu gewinnen sie starken Herzens attsae- zoaen sind, wie es nur Männer tun können, die im Leven und im Tode ihres Volkes Helden finb.
Die Tapferen, die draußen stehen in Wintersnot unb Todesnähe, sollen Mann für Mann an uns vorübergehen zur Weihnachtszeit, damit wir die Große ihrer männlichen Hingabe an das männliche Ziel erkennen. Wir alle aber sollen bei unserer Liebe zum Vaterlande schworen: Wirf den Helden in deiner Seele nicht weg, halte heilig deine höchste Hoffnung!
vergessen: ,Hch liebe die Tapferen! Dieses und nur dieses allein ist bie rechte Sinnbeukung unserer harten Tage, in benen entschieden wird, ob wir in Zukunft Kerzen und bunte Glaskugeln auf deutsche Tannen stecken unb mit ben Lichtern bas gute Leben erleuchten, ober ob wir zu Bollstreckern bes Unterganges werben einer Welt, in ber bie Liebe wohnt unb bas Recht. Es genügt nicht, baß wir Haubegen finb, wir müssen auch wissen: Hau — schau — men! Es genügt nicht, baß wir kämpfen, mir müssen auch wissen für was. Es
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kfM jeit unb ihrer Ar ’ Ä Erhöhung erfährt.
Ehe wir bie Herzen zum Fest des Grieben auf an Mx». Erden laden, das unserer Seele Sehnsucht ist, stehe Hu Och dieser Satz vor uns: „Ich liebe bie tapferen! Aber es ist nicht genug, Haudegen uiuj jm, man muß auch wissen: Hau — schau — wen!" Künstler lr?'cr ?t, wer ben Helben in feiner Seele zum unb ben Führer hat, und tapfer ift der wirklich Gläubige, humoi Fr die Bestimmung feines Handelns aus einer ' - ‘ ^ttttchen Eingebung empfängt. Der Preis ist für ben der gleiche, rote ber Einsatz. Das „Friebe auf eben" mag ruhig unb schon wie bas Gestirn einer iinternacht als heilige, höchste Hoffnung über uns Art bes e^en' ^er bas Ziel ift endlich und nahe, denn Seligkeit muß es uns dünken, die Hand auf Jahr- bufenbe zu drücken, wie den Stempel unseres Willens auf Wachs. Darum müssen wir nicht nur Hoff- Mg sein, sondern Schicksal, Unerbittliches, Hartes, denn ganz hart ist allein das Edelste. Was aber ist Ms, das Edelste? Der Held, ber Sieger, ber lieber- lensch, ber Begnadete oder Gott selbst? Die Wahl btr Gedanken und Begriffe ist groß, mit denen wir auf diese Frage antworten können, und jede Ant-
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