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NSG.

Auf einer Arbeitstagung des Gauamts

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fei, solle ohne Widerspruch zahlen dürfen.

Oer Arzt als Volkserzieher

Oer Gauleiter auf einer Aerztetagung in Frankfurt.

Prahlend und siegesgewiß ging der erste Gast auf den Vorschlag ein. Sie begaben sich mit dem vergnügten Wirt vor die Tür, machten als Ziel das letzte Haus vor der Straßenkrümmung aus, 1 teilten sich mit gespannten Muskeln nebeneinander auf, mährend der Wirt die Zipfelmütze zog, um mit ihr dos Startzeichen zu geben. Und' dann schnellte die Mütze herab die beiden rannten ... Za, wie rannten sie! Begeistert verfolgte der Wirt mit dem Blick den Lauf, einmal führte dieser, ein­mal jener. Es waren Prachtburschen, das Letzte gaben sie aus sich heraus, nur um zahlen zu dürfen. Das hieß noch Kameradschaft!

Und endlich war die Strecke bis zum Haus durch- laufen. Der großen Entfernung wegen konnte der Wirt nicht erkennen, wer Sieger geworden war. Beide schwenkten die Hüte, konnte es darum mög­lich sein, daß sie Brust an Brust gleichzeitig das Ziel erreicht hatten? Da mußten sie also notge- drungen und das war ja schließlich auch das Vernünftigste den Rechnungsbetrag unter sich verteilen ...

Aber was war dos denn? Warum kehrten sie llicht um? Sie schwenkten immer noch die Hüte und zogen weiter, lachend: wie es dem Wirt schien, unmäßig lachend ... Und plötzlich machten sie beide lange Nasen zurück und hüpften von einem Bein auf das andere. Und dann hatte sie die Wegkrüm­mung verschluckt. Entgeistert starrte der Wirt auf die nun leere Straße, dann schrie er nach Frau und Magd. Aber die beiden Herzbrüder holte kei­ner mehr zurück ...

Es war, wie gesagt, die Zeit, in der man noch *

Zipfelmützen trug, wirkliche über Glatzen und un­sichtbare, innerlich anwendbare über dem Geist, und es gab noch keine Telephone und Motoren, aber noch Landstreicher, die säten ohne zu ernten ...

Zentralisation in der Führung trotz der Viel­seitigkeit des ärztlichen Berufes.

Der Gauleiter ging dann auf die Schwierigkeiten ein, die der Arzt /ouf Grund kriegsbedingter Ge­gebenheiten zu überwinden habe. Zeder habe heute Verständnis dafür. Aber diese Schwierigkeiten müssen überwunden werden, zumal der Krieg eine unerhörte Zeitenwende üarstelle, der eine Struktur-

Der Nationalsozialismus sichert die Zukunst unserer Lugend.

Oer Gauleiter sprach über Fragen der Berufswahl zu der Hitler-Jugend.

optischen Ar lgesichts der «rsönlichkeite, '"erpolitische

Der portuni Uj°rtu9. §e befindet Wen Uni, Nnnesburg

NSG. Zn einer Kundgebung vor der Hitler- Zugend Wiesbadens und der Elternschaft im Rah­men der Berufs-Aufklärungsarbeit hießen die Wies­badener Zungen und Mädel den Gauleiter im Poulinenschlößchen herzlich willkommen. Der Chef des Sozialen Amtes der Reichsjugendführung, Hauptbannführer Schröder, befaßte sich mit der Berufswahl und der Berufslenkung. Heute seien in den Berufen der Landwirtschaft und des Bergbaues, der Eisen- und Metallwirtschaft der Chemischen In­dustrie, den Bauberufen, in der See- und Binnen­schiffahrt, Reichsbahn, Reichspost und in den Textil- werken so vorzügliche Aussichten geboten wie als Kaufmann, als Lehrer oder Handwerker. Die Mä­del forderte er auf, nur solche Berufe zu wählen, die ihren seelischen Kräften entgegenkommen, also sich der Kinder- und Säuglingspflege, dem Lehre­rinnenberuf zu widmen, oder was für ihren Mut­terberuf von größter Bedeutung fei, in die Hous- und Landwirtschaft zu gehen. Buben und Mädel aber rufe in besonderm Maße der Osten.

Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger, abermals begeistert begrüßt, verpflichtete in mit­reißender Rede die Zungen und Mädel zum Einsatz aller Kräfte für Führer und Reich.Wenn die Zugend an Zahl vorhanden und kerngesund ist, dann ist der Erfolg aller Arbeit der Partei und des Staa­tes garantiert." Diese Worte des Führers stellte er an die Spitze seiner Ausführungen imd sprach aus, daß Nationalsozialismus nicht etwa einen Blutsbestandteil bedeutet, sondern lediglich eine Frage der Erziehung des Menschen sei. Diese Auf- assung müsse wohl allmählich Gemeingut geworden sein, obgleich noch manches Geröll aus der Ver­gangenheit wegzuschaffen sei. Es gelte, die Zugend in das Reich unserer Idee einzuführen, und wenn früher über den ausgetretenen Weg der neun Schul­jahre das Leben der Jugend in den Beruf geleitet

tung der zweiten Front trotz der empfangenen schmerzhaften Lektion fordern, unter dem Stichwort zusammengefaßt werden:Man darf nicht länger mit dem Zuschlägen im Westen zögern." Ebenso gehört es in das Kapitel der zweckbestimmten sow­jetischen Nachrichtenpolitik, daß einzelnen englischen Zeitungsoertretern erlaubt wird, die Aussichten des kommenden Winters grau in grau zu malen, wäh­rend sie sonst von der strengen Moskauer Zensur scharf an der Kandare gehalten werden. So meldet Harold King, daß amtliche Aufforderungen der Sowjetregierung an die Bevölkerung ergangen seien, sich auf die Härten und Schwierigkeiten des kom­menden Kriegswinters einzustellen. Es sei unver­meidlich, daß die in diesem Sommer erlittenen Ver­luste an Rohstoffquellen und Getreidegebieten die Leiden in der kalten Zahreszeit noch vergrößern werden. Zn diesem Zusammenhang wird der sum­marische Ukas der Sowjetregierung erwähnt, daß sich alle Stahlwerkebis spätestens zum 5. Oktober die notwendigen Materialien- und Treibstoffmengen zu 'beschaffen haben". Nicht gesagt wird, wie das angesichts des Verschwindens der bisherigen Liefer­gebiete geschehen soll. Strengste Sparsamkeit sei auch im Gebrauch von Treibstoff angeordnet und der gesamten Bevölkerung schärfste militärische Disziplin auferlegt worden. Dr. Ho.

Opfer eines Flugzeugunglücks.

Am 21. August sind bei einem Flugzeugunfall Generalmajor FreiherrvonGablenz, Amts­chef im Reichsluftsahrtministerium und Vorstands­mitglied der Deutschen Lufthansa, und Ministerial­direktor Professor Dr. Krümmel, Amtschef im Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, sowie der Bordfunker Oberfeldwebel Klär tödlich verunglückt. Das Reiseflugzeug, das von Gablenz gesteuert wurde, befand sich auf einem Dienstflug von Berlin nach Süddeutschland und stürzte infolge einer technischen Störung ,i n der Nähe von Mühlberg ab.

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Das Wiedersehen.

Bon Alexander Wirtz.

Vor Zeiten, als der glatzköpfige Wirt vomSankt Nepomuk" die strahlende Hochfläche seines Seins noch unter einer Zipfelmütze verbarg, betrat an einem Frühmorgen ein Mann seine Wirtsstube, von dem man dem Aussehen nach annehmen konnte, daß es ihm nicht gerade rosig erging. Wie einer öer kleinen redlichen Bauern aus den Bergen sah er aus, der statt einer Kuh eine Ziege zum Melken batte. Er trat mürrischen Gesichtes ein; feine ge­runzelte Stirn ließ deutlich fein Mißfallen erken­nen, daß der Wirt eben erst mit dem Säubern und Lüften des Wirtsraumes begonnen hatte und be- - deutete mit knappen Worten, ihm einen Stuhl und einen Tisch abzuputzen und dann ein gutes Früh- fturf mit einigen Schnäpsen zu bringen, die er nenn auch mit Behagen und ohne weiter Not>iz vom Wirt zu nehmen, zu sich nahm.

Der Wirt betrachtete ihn anfangs argwöhnisch, doch flößte ihm das selbstverständliche Gebaren des Fremden bald Vertrauen ein, so daß er seine Schlaftrunkenheit abwarf und ein Gespräch über IBettcr und Leute und Woher und Wohin be­ginnen wollte. Aber schon nach den ersten Der- luchen mußte er sein Vorhaben aufstecken, da ihm oer Fremde entweder gar nicht oder nur wider- w'u'9 antwortete und ihn sogar plötzlich anfuhr, weil ihm der Schinken zu frisch, die Eier zu alt und oer Schnaps zu gewässert dünkte. Da zog der Wirt ftme Zipfelmütze über den Kopf und tat aus alter Gewohnheit in ähnlichen Fällen sehr ergeben und so, als höre er schlecht.

dauerte nicht lange, als ein zweiter Gast er- icyisn Der tat zwar freundlicher als der erste aber sonst war sein Benehmen und Begehren dem

?'n Auch er ließ sich an einem schnell gesäuberten Tisch moder und verlangte ein kräftiges gehörigen appetitonreg'en- öen Getränken. Wahrend nun noch die Eier in ä-erL-Jalne bruzzelten, beendete der erste Gast sein Frühstuck mit einem tiefen Rülpser, und darüber blickte der andere erschrocken auf zuerst wirklich erschrocken von dem ungeniert schallenden Geräusch, dann in lächelnder Verwunderung, dann aber be­trachtete er mit dem Ausdruck des höchsten Erstaw

nens den mürrischen Gast, der nun eilfertig auf- stand, in der Tasche herumkramte und vom Wirt die Rechnung verlangte. Der aber war noch nicht an der Endsumme angelangt, als das Erstaunen des zweiten Gastes in einen ungläubigen und fta- genden Ausruf überging:

Adolf?! Du bist es wirklich?!" Ja, er schrie es fast und erhob sich starren Blickes, kam zweifelnd näher, musterte den ersten Gast lange und stam­melte darüber:Wirklich? Der Adolf Heuser?"

Der erste Gast erwiderte seinen forschenden Blick sehr zurückhaltend, was seiner mürrischen Art sehr wohl anstond, legte den Kops hochmütig in den Nacken und fragte spitz:Ei ja, der Adolf Heuser bin ich schon, aber wer sind Sie?"

Da sprudelten dem zweiten Gast die Worte nur so über die Lippen:Adolf, Mensch! Du kennst mich nicht mehr? Mich, deinen Herzbruder Fritz von den Düppeler Schanzen? Ach du lieber Gott, wie kommst du nur hierher? Wie ist es möglich, daß du mich nicht mehr kennst?!"

Da löste sich langsam der mürrische Zug im Ge- Ücht des ersten Gastes, nun musterte er den andern Gast eindringlich, stammelte dieses und jenes, und nach einigen Augenblicken lagen sie sich in den Armen, klopften sich gegenseitig auf die Schultern und weinten fast, während der eine den anderen feinen Lebensretter in gemeinschaftlich bestandenen Kämpfen nannte. Und als sie sich gefaßt hatten, riesen sie sich Kriegserinnerungen zurück, die des Wirtes Augen wegen der darin vorkommenden Hel­dentaten immer größer und runder werden ließen; aber die Erzählungen rissen auch ihn mit, er faltete andächtig die Hände über dem Bauch und löste sie nur, um der Aufforderung des einen oder anderen nachzukommen, die Gläser aufs neue zu füllen.

Das unverhoffte Wiedersehen wurde natürlich ge­bührend begossen, auch der Wirt bekam ein gutes Teil von dem Festgetränk ab, so daß schließlich aus dem gerührten Stammeln ein lärmendes, frohes Wortedreschen wurde als plötzlich der erste Gast inmitten seiner Rede innehielt, auf die Uhr blickte unb epfrfjrorfen bemerkte, daß es nun für ihn die o ^cit zum Gehen sei, der Notar warte eines Landkaufes wegen auf ihn. Und darauf auch der zweite Gast jaf) ernüchtert feststellte, daß auch ihm k u einer wichtigen Verabredung geschlagen habe forderten sie vom Wirt die Rechnung. Der hatte fürsorglich jedem sein Teil aufgeschrieben und

Ameisen als Entlauser.

Sowohl im ersten Weltkrieg wie im jetzigen Krieg wurde verschiedentlich die Beobachtung gemacht, daß stark verlauste Unterkünfte nach Auftreten von Ameisen in kurzer Zeit läusefrei wurden. Diese Be- obachtung findet ihre Erklärung in den folgenden Tatsachen: Von den in Mitteleuropa vorkommenden Ameisenarten tragen einige Arten Insekten als Nah­rung in ihre Nester, wobei auch Insekten angegriffen und bewältigt werden, die größer als die Ameisen selbst sind. Ferner ist bekannt, daß auch eine ganze Neihe von Arten in unsere Wohnstätten einbringen unb dort auch Jnsektenraub betreiben ober unsere Vorräte angreifen. Durch diese Gewohnheit, neben süßen Säften (wie z. B. dem sog. Honigtau der Blattläuse) auch Fleischnahrung (also eiweißhaltige Stoffe) zu fressen, werden besonders die Formika- arten nützlich. Die große rote Waldameise ist des­halb als äußerst nützliches Tier bei uns mit Recht unter Naturschutz gestellt. Finden die insektenfressen­den Arten Kleiderläuse, so werden diese ohne wei- teres auch gefressen. Die gemachte Beobachtung fin­det dann ihre Erklärung.

Des weiteren ist bekannt, daß auch heute noch Landstreicher, Zigeuner bisweilen ihre verlausten tl(erber auf die Haufen besonders der genannten großen Waldameisen legen, weil sie wissen, daß die Ameisen die Läuse bald Hessen. Diese Art der Läuse- ^uichtung ist ein altes Volksmittel, unb es finden f,c9 darüber auch in älteren Schriften Angaben. Im Weltkrieg 1914/18 wurde daher auch dieses 23er» fahren als Notbehelf zur Entlausung empfohlen, unb es ist, wie ich aus Erfahrung weiß, auch bisweilen im Osten angewendet worden, besonders um Decken und Hemden möglichst läusefrei zu bekommen. Na­türlich kann es sich niemals darum handeln, diese Art der Läusevernichtung im großen anzuwenden. oa)on deshalb nicht, well man nie die Gewähr hat, daß alle Läuse vertilgt worden find, geschweige alle Nissen. Nur unter besonders günstigen Ihnftänben ift die Möglichkeit gegeben, sich des 23erfahren5 als Notbehelf jti bedienen.

Prof. Dr. A. H a s e, HerML>sh1em,

für Volksgesundheit sprach Gauamtsleiter Dr. M ö r ch e n von der Notwendigkeit, daß der Arzt niemals einseitiger Fachwissenschaftler sein dürfe wie dies in der Vergangenheit der Fall war sondern politisch sein und Jomit ein unentbehr­licher Faktor in der Gestaltung der völkischen Substanz werden müsse. Dr. Märchen streifte fer­ner das Betriebsarztwesen, die Sterblichkeits- und Seuchenkurven die Ernährung, die Kinderlosig­keit in der Ehe, den Betriebssport, die Lebens­mittelzulagen, das Rauchen und die Rheumabe­kämpfung.

Gauleiter Sprenger

wandte sich dann in lebendigen Ausführungen an die Aerzte und betonte, daß ihre Arbeit aus dem großen Gebiete der Menschenführung nicht mehr hinwegzudenken sei. Das Ansehen des Arztes owie das ihm vom Volke von jeher entgegenge­brachte Vertrauen fußen auf einer alten Tradition. Wo eine liberaliftifche Zeit dieses Vertrauen er­schüttert habe, wird es jetzt wieder aufgebaut und zurückerobert. Denn nur der Arzt kann seinen Beruf voll und ganz ausschöpfen, der tatsächlich das Vertrauen des Volkes besitzt. Ein solcher Arzt kann nahezu Wunder wirken. Deshalb setzt hier die Forderung des nationalsozialistischen Staates ein, daß der Arzt nicht mehr behandelnd und hei­lend in Erscheinung trete, sondern daß er als Träger des politischen Gedankengutes national» ozialistsicher Weltanschauung auch zum berufe­nen Volkserzieher werde. Erst als politischer Fak­tor stelle sich der Arzt auf die große und breite Basis, die heute die gesamte deutsche Volksge­meinschaft umschließt. Namentlich als Verfechter völkischer Belange wird er Erziehertum und seine umfassenden Aufgaben heilender und betreuender Art zum Wohle der Volksgemeinschaft einsetzen, Voraussetzung dazu sei eine gesunde und saubere weltanschauliche Ausrichtung sowie eine straffe

wandluna der Völker von Grund auf im Gefolge habe. Uno nur die jungen Völker werden auf Grund ihrer Vitalität als Sieger hervorgehen. Der gigan­tische Kampf im Osten ist in das Stadium der Ent­scheidung eingetreten. Hier wird über Rasse, Kultur und völkische Existenz im Ringen mit dem Bolsche­wismus entschieden. Unsere Lebenskraft und unser Sieg werden das Antlitz des zukünftigen Europa gestalten. Und gerade in diesen entscheidenden Tagen hat auch der Arzt wieder seine ureigenften Aufgaben zu erfüllen: Erhaltung der Zuversicht und Stärkung des Selbstvertrauens der bei ihm Rat und Hilfe Suchenden sind wesentliches Gebot. Nicht nur kör­perlich zu heilen, sondern auch seelisch zu be­treuen, all das gehört dazu. Ein warmes Herz ist grundlegende Voraussetzung zum Arztberuf, was aber ein Hartseinkönnen im richtigen Augen­blick keineswegs ausschließt. Niemals darf sich der Arzt zum Büttel privater Wünsche und Annehm­lichkeiten erniedrigen lassen. Er soll im Bismarck- schen Sinne wahrer Betreuer derer sein, die selbst nicht kräftig genug sind.

Dann sprachen der Gauvbmann der Deutschen Arbeitsfront, (Ed, über Fragen der Gesundheits­führung' in den Betrieben, Dr. Rosemarie M e tz und Dr. Schmidt-Voigt über die gesundheit­liche Betreuung der Jugend, insbesondere im BDM. und Hitler-Jugend, sowie der Gausachbearbeiter für Heilpflanzenkunde und Heilpflanzenbeschaffung, Apotheker Ripperger über die Tee- und Heil­kräutererfassung, die erfreulicherweise in diesem Jahre eine gute Ernte und damit einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zu Heil- und Genußmit- teln verspricht.

wurde, dann sei heute der Jugend die Straße nach oben in einer besseren Form geebnet. Das Können stehe allein im Vordergrund, und die Eltern wissen, daß ihr Kind, wenn es die geeigneten Anlagen hat, alle Unterstützung der Partei und des Staates er­fährt. Gerade die Partei fei ja selbst Schulbeispiel dafür, daß aus den Berufen des Bauern und Ar­beiters Männer den Weg an höchste Stellen ge­funden haben.

Der Gauleiter lehnte es unter restloser Zustim­mung ab, daß ein Mädel in unseren Tagen ein an­deres" Lebensziel haben könne, denn Frau und Mutter zu werden. Der deutsche Junge, der sich für den so wichtigen Beruf des Bauern entscheide, finde nun auch wieder Grund und Boden, und so sei denn der Ensichluß, sich der Scholle zu widmen, nicht nur von stolzer Art, sondern bedeute auch eine kluge Entscheidung. Das gleiche gelte im entspre­chenden Sinne für die Arbeit im Bergbau.

Der Führer habe ausgesprochen, daß er als fana­tischerer Nationalsozialist aus dem Kriege zurück- kommen werde, als er in ihn gezogen sei. Dieses Wort sei Garantie dafür, daß der Lebensweg der Jugend gesichert rft. Immer mit der Blickrichtung auf den Führer habe die Jugend zu marschieren. Sie stehe in einer Zeitenwende von einer Größe, die heute noch nicht voll erfaßt wer­den könnte, aber daß das Gesicht des denen Reiches das Gesicht des deutschen Menschen sei, mit dem der Führer das werdende Europa aufbaut, sei offen­sichtlich. Das, was die Jugend einst gefangen habe, fei in Erfüllung Gegangen. Aber Deutschland wird ihr nur gehören können, wenn sie selbst es immer wieder durch Fleiß und Mut, Treue und Hingabe erobert. Wiesbadens Eltern und feine Jugend dankten am Schluß dem Gauleiter für feine Aus­führungen.

nannte nun jedem die Summe, die er zu zahlen hatte, aber beide schrien zugleich, er solle die Summe zusammenziehen, da der eine des andern Gast ge­wesen fei. Der Wirt zog also die Summen zu einer nicht geringen zusammen, schrieb sie, zittrig gewor­den, groß auf ein Stück Papier und wollte sie einem der Herzbrüder reichen. Der griff danach, aber auch der andere, und beide kramten in den Hosentaschen herum, und beide beteuerten, den andern nicht zah­len lassen zu wollen. Es entstand darüber ein fried­licher Streit, keiner wollte dem andern die Ehre und Freude gönnen, Gastgeber zu sein, bis schließ­lich der zweite Gast den Vorschlag machte, die Arn aelegenheit wie damals im Urlaub auf ritterliche Art auszutragen; wer von ihnen der beste Läufer

Mit Generalmajor Freiherr von Gablenz verliert die deutsche Luftfahrt einen Mann, der sich in zwei Kriegen an der Front hervorragend be­währte und sich sowohl in der Luftwaffe wie in der Handelsluftfahrt unvergängliche Verdienste erwarb. Als Flugzeuaführer der Deutschen Luftreederei, bann im Junkers-Luftverkehr und später in der Deutschen Lufthansa, zu deren Vorstandsmitglied er 1933 be­rufen wurde, leitete er die technisch-fliegerische Ent­wicklung. Seinem Schaffen ist es zu danken, wenn sich die deutsche Handelsluftfahrt Weltruf erringen konnte. Seine Arbeit erschöpfte sich nicht in der Lenkung und Planung auf technisch-organifatori- !ch*m Gebiet und in der Leitung des Flugbetriebes der Deutschen Lufthansa, sein Name ift auch in die Geschichte der deutschen Luftfahrt eingegangen als Flugkapitän, der mit seinen Besatzungen auf Erkundungsflügen über Kontinente und Ozeane Pioniertaten vollbrachte. Bei beiz' Erschließung des Luftraumes über dem Atlantik führte er immer wie­der selbst das Steuer der Flugboote und war auch Kapitän der Besatzung, die 1936 den ersten Flug auf verkehrsmäßiger Grundlage von Europa nach Neuyork durchführte. Ein Jahr später; als es aalt, einen neuen Luftweg nach Ostcsiien zu erkunden, war es wieder von Gablenz, der mit feinen beiden Begleitern den (Erftflug über den Pamir, das höchste Gebirge der Welt, unternahm. Nach Kriegsausbruch hat er sich in der Blindflugschulung und dem Auf­bau des Transportwesens der Luftwaffe außer­ordentliche Verdienste erworben.

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Ministerialdirektor Professor Dr. Carl Krüm­mel wurde 1895 in Hamburg geboren. Im Welt­krieg zweimal verwundet und mit dem E. K. I aus­gezeichnet, promovierte er nach dem Kriege an der Universität München und wurde als aktiver Sports­mann und mehrfacher deutscher Meister 1924 wissen­schaftlicher Unterrichtsleiter der Heeressportschule Wünstorf. 1933 wurde er in den Stab des Chefs des Ausbildungswesens der SA. und in das Reichs­erziehungsministerium berufen, in dem er 1934 als Ministerialdirektor die Leitung des Slmtes für kör­perliche Erziehung übernahm. Sein Lebenswerk die Reform der Leibeserziehung an Schulen und Hochschulen im Geiste des Nationalsozialismus sand seinen Niederschlag in der Reichsakademie für Leibesübungen, der Führerschule Neustrelitz, der Hochschulfportordnung und den Richtlinien für die Leibeserziehung an den Schulen. Krümmel war be­geisterter Flieger. Der Förderung der Luftfahrt als Mittel der Wehrerziehung an Schule und Hoch­schule galt seine besondere Liebe.

Eine ORebe Francos.

Madrid, 23. Aug. (Europapreß.) Der fpc» insche Staatschef, General Franco, wohnte in La Coruna einer gemeinsamen Kundgebung des Hee­res, der Marine und der Falange sowie der Ein- weihung des Hauses der Falange bei. Der Caudillo erklärte, die Kundgebung sei eine Antwort an die Feinde Spaniens, die es in Uneinigkeit zerrissen sehen möchten. Sie nutzten die sozialen Schwierig­keiten, die durch die internationale Lage entstanden ' seien, um sich mit jüdischem Gold die Gesinnung des ! spanischen Volkes zu kaufen. Aber wie in den Zei- ten der Erhebung, kenne Spanien auch heute seine ; Ideale. Ein Volk, das weder die Gefahren des Krieges noch die Opfer der Arbeit scheue, sei dop­pelt wert. Spanien könne von seinen Grenzen aus den kommenden Ereignissen mit größter Sicherheit entgegensetzen. Spaniens Säulen seien die Wehrmacht und die Falange.

Glückwünsche pelains und Lavals zum deutschen Sieg bei Oieppe.

Paris, 23. Aug. (DNB.) Der Oberbefehlshaber West erhielt vom Militärbefehlshaber in Frankreich folgendes Telegramm: Marschall P e t a i n uni) Re­gierungschef Laval haben durch Botschafter de Brinon gebeten, dem deutschen Oberkommando in Frankreich Glückwünsche zu dem Abwehrerfolg der deutschen Truppen und zu der schnellen Säube- rung des französischen Bodens zu übermitteln. Der Oberbefehlshaber West hat mit folgendem Tele- gramtn geantwortet: Der Oberbefehlshaber West dankt dem Marschall Petain und Regierungschef Laval für die Glückwünsche zu dem schnellen und vollständigen Abwehrerfolg gegenüber dem angeb sächsischen Landungsoersuch bei Dieppe am 19. August. Das Verhalten der Bevölkerung verdient besondere Anerkennung. In Dieppe herrscht völlige Ruhe. Schon am Nachmittag des Angriffstages gingen alle Geschäfte wieder ihren gewohnten Gang.

Der Militärbefehlshaber in Frankreich, General von Stülpnagel, hat an die Generaldelego- tion der französischen Regierung in den besetzten Gebieten folgende Botschaft gerichtet:Angesichts der Disziplin und der Ruhe der Bevölkerung des Departements Seine-Jnfärieure, insbesondere im Ge­biet von Dieppe, während des englischen Landungs-- verfuches an der französischen Kanalküste am 19. August 1942 stelle ich zur Verfügung des Pro- fefts dieses Departement eine Summe von 10 Millionen Franken, die in erster Linie zur Ersetzung von Kriegsfchäden und in zweiter Linie als erste Hilfeleistung für die zivilen Opfer des engIi{(i)en Bombar­dements zu verwenden sind."

Botschafter de Brinon, der Generaldelegierte der französischen Regierung in den besetzten Ge- bieten, ließ General von Stülpnagel eine Antwort übergeben, in der es heißt:Ich habe die Ent- scheidung zur Kenntnis des französischen Staats­chefs und Marschalls und des Regierungs­chefs gebracht, und ich bin beauftragt, Ihnen ihre n lebhafteste n D ank für diese verständ« nisvolle Geste und großzügige Hilfe zu übermitteln. Die Regierung würdigt ganz besonders die Ehrung, die Sie der Bevölkerung der normonnischen Küste erwiesen haben, die durch ihre Difziplin und Ruhe sich strikt an die vom Staatschef und der Regierung gegebenen Vorschriften gehalten hat. Die durch Sie zur Verfügung des Präfekten des Departements Seine-Jnferieure gestellte Summe wird Ihren Mün­chen entsprechend verteilt werden. Ich bitte Euer Exzellenz die Versicherung meiner größten Hoch­achtung entgegenzunehmen.

Kriegserklärung Brasiliens.

Berlin, 23. Aug. (DNB.) Brasilien hatte unter nordamerikanischem Druck bereits im Januar dieses wahres die Beziehungen zu den Achsenmächten ab­gebrochen. Einer neuen nordamerikanischen Er- Pressung folgend, hat die brasilianische Regierung nun Deutschland und Italien auch formell den Krieg erklärt. Brasilien hatte sich schon bisher der nordamerikanischen Kriegführung so uneinge- chränkt zur Verfügung gestellt, daß der formelle Kriegseintritt ohne Bedeutung ist.

Oie Säuberung Bosniens.

Berlin, 23. Aug. (DNB.) Kleinere Säuberungs­aktionen gegen das Bandenunwesen in Bosnien wurden fortgesetzt. Alle Versuche einer Erntesabotage ind unwirksam geblieben. Inzwischen wurde in dem gesamten bosnischen Raum die Ernte eingebracht.

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