Sie Preisüberwachung im Grundstöcksverkehr
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Makram Pascha, her wegen Opposition ausgelassene ehemalige Generalsekretär des Wafd, hat
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Briefe in Bareiros Hand
Roman von Anna Elisabet Weirauch
Rechte durch Carl Duncker Verlag, Berlin W 35.
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Kunst und Wissenschaft
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Eigenmächtiges Beladen van Wagen stört die planvolle Wagenverteilung und muß unterbleiben, denn: Räder müssen rollen für den Sieg!-
Falles gegen Treu und Glauben verstoßen würde. Dem Grundbuchamt muß int allgemeinen eine Unbedenklichkeitsbescheinigung der Preisbehörde bei- gebracht werden. Dieser bedarf es jedoch nicht, wenn dem Grundbuchamt nachgewiesen wird, daß der Veräußerer sich mit dem von der Preisbehörde zugelassenen Entgelt einverstanden erklärt hat.
Ueber Verträge, die vor dem Inkrafttreten dieser Verordnung geschlossen worden sind, sind die vorher genannten Vorschriften mit folgenden Maßnahmen anzuwenden: 1.1 Der Veräußerer ist zur Erteilung des Einverständnisses auch dann verpflichtet, wenn die Verweigerung auch unter Berücksichtigung der Verhältnisse des Veräußerers für den Erwerber eine grob unbillige Härte bedeuten würde. 2.'Die vorher bezeichnete Rechtsfolge tritt — wenn der Erwerber oder ein Dritter als Rechtsnachfolger des Erwerbers im Grundbuch als Eigentümer eingetragen worden ist — nicht ein, wenn nach Eintragung des Erwerbers oder seines Rechtsnachfolgers, aber vor Inkrafttreten der Verordnung der Veräußerer oder ein Dritter als sein Rechtsnachfolger im Wege der Berichtigung oder Rechtsänderung als Eigentümer eingetragen worden ist.
Durch die neue Verordnung sollen in Zukunft auch die sogenannten Schwarzkaufverträge ausgeschlossen werden. Bisher war es häufig so, daß die Käufer voll Grundstücken ersucht wurden, Schwarzkaufgeld zu zahlen, wenn sie ein bestimmtes Grundstück haben wollten. Wenn sie später diese Schwarzgeldforderung beanstandeten, dann hatte das die Nichtigkeit des ganzen Kaufvertrages zur Folge. Durch die neuen Vorschriften kann der Käufer die Rückgabe des ihm abverlangten Schwarzkaufgeldes fordern, ohne daß dadurch der ganze Kaufvertrag hinfällig wird. Für die Gültigkeit des Kaufvertrages wird also nur das offen vereinbarte Entgelt gewertet. Somit wird durch diese Verordnung auch die Preisehrlichkeit bei Kaufverträgen über Grund und Boden gesichert.
Mlinge zum Tode. Die beiden hatten auf Bahneigen des Mannheimer Hauptbahnhofs in später bendstunde zahlreiche Koffer und Pakete im Ge- emtmert von 7000 RM. entwendet. Die Täter, die us dem Protektorat zur Arbeit ins Reich gekom- len waren, hatten angesichts der guten Beute die rbeit aufgegeben und nur nach ihrem verbrecheri- hen Treiben gelebt.
ie Ehefrau erwürgt und Selbstmord vorgeläuscht.
In der Nacht zum 9. September v. I. war die i hefrau Meta Hellmann in Schwarzhausen (Landleis Gotha) als Leiche im Dorfteich aufgefunden morden. Der unter dem Verdacht, seine Frau be- ritigt zu habn, daraufhin festgenommene Ehemann ußte mangels Beweises wieder freigelassen wer- len, da mit der Möglichkeit eines Selbstmordes ge- chnet werden mußte. In der Zwischenzeit ergaben 2 kriminalpolizeilichen Ermittlungen jedoch neue erdachtsmomente, die zur erneuten Festnahme des (hemannes führten. Nach längerem hartnäckigen Leugnen hat der 66 Jahre alte Hellmann die Tat eingestcmden. Er gab an, seine Frau nach einem Streit mit einer Schnur erdrosselt, die Leiche auf
Aus alter Wett.
Todesstrafe für Kofferdiebe.
Das Sondergericht Mannheim verurteilte
Die am 20. Juli in Kraft getretene neue Verordnung über die Preisüberwachung und die Rechtsfolgen von Preisverstößen im Grundstücksverkehr ist von besonderer Bedeutung für das Wirtschaftsleben. Die Neuordnung ist in der Hauptsache deshalb notwendig geworden, weil sich zwischen den Ansichten des Reichskommissars für die Preisbildung und den Urteilen des Reichsgerichts eine gegensätzliche Auffassung herausgebildet hatte. Insbesondere hatte sich eine Meinungsverschiedenheit darüber ergeben, wie Grundstücksverträge, bei denen durch Preisüberwachungsbehörden Preisverstöße festgestellt wurden, zu behandeln sind. Sind solche Verträge nichtig oder sind sie zu den neuen vom Prejskömmissar bestimmten Preisen aufrechtzuerhalten? Das ist die Hauptfrage, die sich in solchen Fällen ergibt. In einem Urteil vom 29.11. 41 hatte das Reichsgericht festgestellt, daß abgeschlossene Kaufverträge nachträglich noch für nichtig erklärt werden könnten, wenn die Preisbehörden Einspruch gegen das vereinbarte Entgelt erheben. Hierdurch war eine gewisse Unsicherheit im Grundstücksverkehr entstanden, die durch die neue Verordnung ausgeräumt werden soll.
In der Verordnung wird bestimmt, daß ein Vertrag, durch den sich jemand verpflichtet, das Eigentum an einem Grundstück gegen Entgelt zu übertragen, der Preisbehörde zur Prüfung vorzulegen ist. Auf Antrag eines Vertragsteiles hat die Preisbehörde die Angemessenheit des Entgelts bereits, vor Abschluß des Vertrags zu prüfen. Beanstandet die Preisbehörde das vereinbarte Entgelt, so ist der Vertrag nichtig. Das von der Preisbehörde als zulässig bezeichnete Entgelt gilt jedoch als vereinbart, wenn der Veräußerer sich dem Erwerber gegenüber mit diesem Entgelt einverstanden erklärt oder wenn der Erwerber oder ein Dritter als Rechtsnachfolger des Erwerbers im Grundbuch als Eigentümer eingetragen worden ist. Der Veräußerer ist zur Erteilung des Einverständnisses verpflichtet, wenn die Verweigerung nach den besonderen Umständen des
Sprechabend des Sommer^Se- der Direktor des Agrikulturche- der Ludwigs-Universität, Pg.
„Du hast sie — aufgesucht?- Irmelas gequältes Herz zittert so, daß sie kaum den Atem für die paar tonlosen Worte findet.
„Ja. Der Kette wegen."
„Der — Kette —"
„Deiner Kette wegen. Ich hatte sie an dem Ballabend bei ihr gesehen."
„Ich — auch —"
„Und du hattest mir gesagt, daß du sie verloren hast."
„Ja, entschuldige, bitte." Sie neigt die Stirn. „Ich habe es nicht gesagt. Gerd hat es gesagt, und ich habe nicht widersprochen —"
„Gerd — eben! Ich habe dir einiges verschwiegen, was ich vielleicht nicht hätte verschweigen sollen. Ick) habe mir schwere Sorgen gemacht um ©erb. Ich habe ihn einmal an deinem Schrank ertappt, mit der Kette in der Hand."
„Er hat sie sich von mir ausgeliehen, aber nur auf ein paar Minuten."
„Sonderbar — wozu denn?" Albrecht zieht die Brauen zusammen. „Bitte, sage mir einmal ganz ehrlich: wo war Gerd am Donnerstagnachmittag?"
„Das weiß ich nicht. Die Polizei hat ihn danach gefragt, das hat er mir erzählt. Aber er hat nicht gesagt, wo er war, auch mir nicht."
„Du hast ihn doch nicht etwa in diese — diese unglückselige Angelegenheit eingeweiht?"
„Aber, Albrecht! Den Jungen —? Ich hätte mir eher die Zunge abgebissen!"
„Gott sei Dank! Man kommt auf die verrücktesten Gedanken." Sein Gesicht ist zergrübelt und zer- quält. „Man müßte Nerven wie Stricke haben. Alles reißt daran herum. Ich begreife diese Geheimniskrämerei von dem Jungen nicht! Er kann doch schließlich offen und ehrlich sein!"
„Ach, Albrecht —" Irmela holt tief und zitternd Atem und lächelt ein wenig mühsam. „Es ist kaum ein Mensch ganz offen und ehrlich, fieber hat seine kleinen Geheimnisse."
„Aber mir sollten sie nicht haben!" Albrecht greift plötzlich nach Irmelas Hand, er beugt den Kopf und preßt das Gesicht hinein — fein glühendes Gesicht in ihre eiskalten Finger. „Nie wieder! Nie wieder! Wenn dies glücklich überstanden ist — nie wieder!"
(Fortsetzung folgt.)
forgung der Mikroorganismen des Bodens von Bedeutung) und „Dauerhumus" eingegangen, der als Sorptionskomplex für den Basenaustausch wichtig ist und den man daher im Boden möglichst anzu- reichem strebt.' Neuere Untersuchungen lassen erkennen, daß zur Stabilisierung dieses Dauerhumus eine entsprechende Bindung an die anorganischen Sorptionskomplexe des Bodens mit Hilfe der Kalzium-Ionen erforderlich ist. Eingehend wurde auf die Methoden hingewiesen, die ausgearbeitet wurden, um die beiden genannten Hurnusformen analytisch zu trennen und vor allem den Dauerhumus in seiner Qualität näher zu kennzeichnen. Die Schwarzerde enthält etwa 70 bis 80 v. H. Dauerhumus und 20 bis 30 v. H. Nährhumus in ihrer organischen Substanz, während unsere besten Stallmistarten nur 30 bis 40 v. H. Dauerhumus enthalten. Da der beste Dauerhumus (Grauhuminsäure) in unserem humiden und auch im semihumiden Klima immer dann • entsteht, wenn Lignin- und Proteinsubstanzen bei Gegenwart von Kalzium-Ionen und anorganischen Sorptionskomplexen sich zersetzen, erhellt daraus, daß wir in Zukunft unser Hauptgewicht bei der Erzeugung von Wirtschaftsdüngern auf eine vermehrte Kompostbereitung legen müffen. Neuere Untersuchungen der anorganischen Sorptionskomplexe der Böden und des Basenaustausches ergaben, daß auf Glimmer 30 v. H., auf Montmorillonit 70 v. H. der Gesamtsorption der anorganischen Kolloide entfallen. Die Sorptionskapazität der organischen Bodensubstanz beträgt 140 bis 250 mval je 100 g organische Substanz. Kalzium - Ionen werden hauptsächlich von Humus, Kalium- und Ammonium-Ionen von Glimmer, beide Kationen etwa gleich stark von Montmorillonit gebunden. Die Verfügbarkeit der Pflanzennährstoffe hängt also wesentlich vom Aufbau der Bodenkolloide ab.
Erheblich höhere Ernten durch stärkere Düngung sind durchaus möglich im Getreide- und Hackfruchtbau; bei unseren Wiesen und Weiden läßt sich noch ein Mehrfaches der Erträge gewinnen. Höheren Reinproteingehalt von Getreide erzielt man nach Seite durch zusätzliche späte Stickstoffdüngung. Je nach den Klimabedingungen und der Höhe der zusätzlichen Stickstoff gab en kann auf diese Weise der Eiweißgehalt unserer Hauptgetteidearten um 2 bis 5 v. H. erhöht werden. Vielfach wird auch durch die
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ition zur Politik der ägyptischen Regierung zu reten gedenkt.
nicht!" Lürsen blättert. „Wenn die Serena der Kette wegen mit Bareiro telephoniert hat, dann muß er ja eigentlich zu der Zeit noch gelebt haben! — Zu Grotjahn muß ich gleich mörgen früh, ich bin heute nicht mehr dazu gekommen —"
„Ja, die SereÄa — warum leugnet sie, Bareiro gekannt zu haben? Nebenbei — sie schießt auch sehr gut. Und sie macht den Eindruck, als ob sie lügen würde, selbst wenn man sie folterte."
„Und Detlev Nehl? Den haben Sie ja vernommen, Herr Rat. Was für einen Eindruck hatten, ©ie persönlich von ihm?"
„Einen recht offenherzigen; aber das kann täuschen."
„Er soll in diese Tänzerin verliebt sein, und Künstter sind manchmal sehr reizbare und exaltierte Menschen. Vielleicht hat er ihr nachspioniert, sie bei ihm ertappt, und es ist eine Tat der Eifersucht. Möglich, brkß sie sogar dabei gewesen ist und ihn nicht belasten will."
„Oder sie hat ös getan, und er will sie nicht belasten. Das Frauenzimmer schießt so verdammt gut! Kinder, Kinder!" Mit einer verzweifelten Geste kraut sich Bauer den Scheitel: „Sie können es alle gewesen sein, und leider bin ich der Ueberzeugung, daß es keiner von ihnen gewesen ist."
54.
In derselben Minute sitzt Irmela ihrem Mann gegenüber, der in die Zeitung sieht, ohne zu lesen. Gerd ist nach dem Essen fortgegangen, und Irmela hat auf diesen Augenblick des Alleinseins gewartet, mit hämmerndem Herzen und klopfenden Pulsen. Sie muß mit Albrecht reden, aber sie überlegt sehr lange und schluckt ein paarmal schwer, ehe sie ansetzt: „Sag mal, Albrecht, kennst du eigentlich die Tänzerin Katta Serena?"
„Die Serena —? Wie kommst du darauf?" Er legt die Zeitung zusammen, sehr sorgfältig in scharfe Kniffe. Es ist eine Verlegenheitsgeste, um Zeit zu gewinnen. „Wir haben sie ja zusammen gesehen."
„Ja, das weiß ich, das eine Mal. Ist das das einzige Mal, daß du sie gesehen hast?"
„Nein", sagt Albrecht fest und richtet sich straffer auf. „Ich habe sie nachher aufgesucht, wenn du es genau wissen willst!"
t, ist den, )er itafe- [t worden. Juli 1941 lerbefehl- lfrika.
mischen Instttuts _
Prof. Dr. K. Scharrer, das Thema: „Moderne Probleme der Agrikultur-
Güterwagen nicht eigenmächtig beladen! Die zu beladenen Güterwagen werden dem Verlader vom Ladeschaffner zugewiesen.
Mod JunbeJ WDi|terJ n Br, Bitten, j horachn, eNelti • Zur» e Imp, r/ 6ii troft hachsoni. !,i,9 hes. r W.
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inb ihre Kinder verzichtet. Aus der ersten Ehe des Königs mit der 1935 in der Schweiz bei einem lulomobilunglück ums Leben gekommenen Prinzes- n Astrid von Schweden leben zwei Söhne und ne Tochter.
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In Nordirland find weitere amerikanische Negerruppen gelandet. Es handelt sich angeblich um das roßte amerikanische Neger-Truppenkontingent, das isher in Nordirland an Land gegangen ist.
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werde, meinem Dollpensionär das Leben machen.
Landschaften des Krieges in der Wochenschau.
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-Division giskapelle zum Einstieg in die große Watzrnann- H starke, " v
Aus -er Stadt Gießen.
Mein Vollpensionär.
Wenn ich von meinem Vollpensionär, dem Hansemann, spreche, so meine ich damit den kleinen, gelben Kanarienvogel, den mir meine Nachbarin für eine Woche anvertraut hat. Ich kann nicht sagen, daß ich vom ersten Tage an etwas für Hansemann empfand, und das lag wohl datan, daß er allzu still auf der obersten Sprosse seines Bauers saß und mit seiner Sangeskunft geizte. Das heißt, er geizte vielleicht gar nicht: er war anscheinend traurig in dieser neuen Umgebung. Und dabei hatte ich ihm doch den schönen, hellen Platz neben meinem Schreibtisch eingeräumt, und seine Mahlzeiten reichte ich ihm mit einer Sorgfalt, die ihn eigentlich hätte überzeugen müssen, daß ich es gut mit ihm meinte. Aber, wie gesagt, er ließ sich meine Betreuungen still gefallen und sagte nicht piep.
Heute morgen nun hatte ich dem zitronengelben Hansemann ' wieder das Futternäpfchen und das Wassernäpfchen gefüllt und auch dafür gesorgt, daß frisches Wasser in sein Badehaus kam, und wieder lohnte kein Lied, kein vertraulicher Biß in meinen Finger meine Mühe. Da nahm ich denn zum allererstenmal, empört über soviel Teilnahmslosigkeit, den Undankbaren ins Gebet. „Hansemann", sagte ich ernst, indem ich meinen Zeigefinger gegen die Nase drückte, „wenn ich in einer solchen Pension unterkäme, in der die Mahlzeiten am Bett serviert würden und die Badeftelle direkt zum Haus gehört, da müßte ich mindestens meine zwölf Mark am Tage bezahlen.7
Hansemann muß diese Rede verstanden haben, ja, er muß sich seiner Undankbarkeit bewußt geworden sein. Denn zum erstenmal traf mich ein Blick aus seinen blitzenden Augen, und zum erstenmal war er bereit, ein richtiges kleines Lied zu trällern. Kein Wunder, daß ich seit diesem Augenblick eine richtige Zuneigung für Hansemann empfinde und noch größeren Eifer an den Tag legen
Der emeritierte Ordinarius der Mathematik und Astronomie an der Universität Würzburg, Geh. Re- gierungsrat Prof. Dr. Georg Rost, begeht am 25. Juli sein Goldenes Doktorjubiläum. Rost wurde 1870 in Würzburg geboren. Er studierte in seiner Aaterstadt und habilitierte sich ebenda 1901. Im Jahre 1906 wurde er Ordinarius. Die Medizinische Zakultät der Universität Würzburg ernannte ihn 1921 zum Ehrendoktor. Er ist Mitglied der Bayerischen Akademie her Wissenschaften.
Schließlich bleibt Bauer mit Lürsen und Buten- schön allein, und der Augenblick ist gekommen, wo er sich eine Zigarre ansteckt. „Soweit wären wir nun!" seufzt er. „Wie weit? Nicht sehr weit, leider."
Lürsen ist noch beschäftigt, Papiere zu ordnen. „Na, wir haben immerhin schon eine ganze Handvoll Täter!" sagt er tröstend, ohne aufzusehen.
„Eine Handvoll, da haben Sie's! Einer wäre mir lieber, und dann einer, wo man mehr und mehr die Ueberzeugung gewinnt, daß er's wirklich gewesen ist. Neues haben Sie auch nicht gehört?"
„Nicht Diel. Ich habe mit Herrn Harlinger gesprochen, der ein paarmal mit ihm am Spieltisch zusammengesessen hat. Mit einigen Leuten, die früher bei Thoms mit ihm zusammen jnaren und sich feiner noch erinnern. Mit dem Schauspieler Borkmann, der auch nicht viel von ihm weiß, obgleich er ihn in den Klub eingeführt.hat. Im großen und ganzen scheint er in besseren Kreisen verkehrt zu haben. Diese Leute jedenfalls haben ihr Alibi nachgewiesen und sind außerdem vollkommen unverdächtig."
„Kein Mensch ist unverdächtig', sagt Bauer mit düsterer Miene. „Immerhin, ist der Nachweis eines Alibis schon etwas — wenn er stimmt. Nun haben wir noch ein halbes Dutzend ohne Alibi, respektive solche, die sich am Tatort ober in der Nähe aufgehalten haben. Aber es reicht bei keinem zu einem Haftbefehl."
„Jedenfalls sind da gewisse Motive vorhanden. Eine bedrängte Frau in den Händen eines Erpressers. Ihr Ehemann, der sich vielleicht verpflichtet fühlt, die Angelegenheit auf eine sehr selbstherrliche Manier zu ordnen ..."
„Er schießt vorzüglich!" nickt Bauer, nicht ohne Anerkennung. „Und ich traue ihm zu, daß- er der Meinung ist, das Recht auf Selbsthilfe zu haben. Nur halte ich es für eine Lüge, daß er vor diesem Tage etwas von der Sache gewußt haben will. Es kommt mir fast wahrscheinlicher vor, daß sich die Frau ihrem Bruder anvertraut hat. Merkwürdigerweise war der ja auch im Besitz der verschwundenen Kette, und er scheint nun wiederum mit der Tänzerin auf sehr vertrautem Fuß zu stehen, da er bies corpus delicti bei ihr hinterlegt hat."
„Hören Sie mal, Herr Rat, da sttmmt etwas
chemi e".
Das Aufgabengebiet der Agvikulturchemie umfaßt sowohl Zweckforschung wie auch freie Forschung. Soll die Pflanze richttg ernährt werden, so ist bie Art der Ausnahme ber einzelnen Nährstoffe festzustellen, weiterhin deren Aufgaben, z. B. Einfluß auf die Kohlensäureafsimilatton, auf die Atmung und den Wasserhaushalt. Schwefelverbindungen (Glutathion) sind für den biologischen Oxydations- prozeß sehr wichtig, Phosphorsäureester für bie energetischen Kohlehydratumsetzungen; das Phosphat- Ion steht in enger Beziehung zur Zellteilung, zur Eiweißbildung unb Eiweiß Wanderung. Inwiefern Phytin, Lecithin, Nucleoproteide und ähnliche Substanzen durch Phosphorsäuredüngung verändert werben, ist noch wenig erforscht. Mit dem Ziel möglichst hoher Ausbeute an pflanzlichen Proteinen wird ber Stickstoff-Stoffwechsel untersucht. Seit einiger Zett erst erkannte man auch die Bedeutung der Spurenelemente.
Es ist eine wichtige Aufgabe der agrikulturchemischen Forschung, den praktischen Begriff der Boden- gare wissenschaftlich genau festzulegen. Diese Boben- gare kann nur erreicht werden, falls dem Boden genügend organische Massen in Form der Wirt- schaflsbünger zugesührt werden und auch die Kalk- oerhältnisse des Bodens entsprechend geregelt sind. Die vorteilhafte Krümelstruktur des Bodens, die eine Voraussetzung der Bobengare darstellt, kann nur erzielt werben, wenn die meist negattv geladenen Bobenkolloide durch die stark ausflockenden zweiwertigen Kalzium-Ionen aus dem Sol- in den Gel- zustand übergeführt werden. Die Beständigkeit der Bodenkrümel hängt auch wesentlich von der Gegenwart gewisser Anionen ab, von denen sich besonders das Phosphat- unb Bikarbonat-Ion günstig, dagegen das Chlor-Jon ungünstig auswirken.
Ferner ist für entsprechende Humusversorgung des Bodens mittels Wirtschaftsdüngers zu sorgen. Ausführlich wurde auf die modernen Ergebnisse ber Erforschung ber Hurninsubstanzen und die Begriffe „Nährhumus" (leicht zersetzlich und für die Ler-
Das Gesicht ber Landschaften, die die neue Wo- chenschau zeigt, belegt in sehr eindringlicher Form bas riesige Ausmaß des Raumes, in dem unb für den Deutschlanb unb seine Verbündeten kämpfen. Es ist prehr als nur eine willkommene Information, wenn ber' Filmbesucher vom niedrig dahm- gleitenden Flugzeug aus über die in den letzten Wochen besonders berühmt gewordenen Landstriche zwischen Tobruk unb El Al amein dahingeführt wird. Die charqkteristische, steil abfallende Hochflää)e von Bardia spricht das Auge, das mit Schiffen der Achsenmächte gefüllte Hafenbecken von Tobruk den Verstand an, unb die in langer Gerade über die flache Ebene Nordafrikas sich hin- ziehende Straße nach dem Osten, bie sich zuweilen in riesigen Serpentinen über Gebirgszüge windet, ist Symbol ber Fürsorge der Heimat für bie kämpfende Truppe, denn sie befördert Nachschub.
Der Küste des nördlichen Afrikas stellt die Wochenschau da» kühle Steilufer Englands am Ka° n a l gegenüber. Die schweren Hügelwellen ber östlichen Ukraine, die mit kniehohem Gras unb Getreide dem Soldaten natürliche Deckung bieten, erscheinen in ihrer Weite dem Meere ähnliche sie erwecken wie biefes die Vorstellung einer Unbegrenzbarkeit, die aber mobeme Strategie und neue Waffen sowohl auf dem Meere wie auf dem Lande inzwischen gemeistert haben.
Die Wochenschau gibt in ihrer Vielseitigkeit überhaupt ein nahezu umfassendes Bild des modernen Krieges. Mit den Bildern von dem mit dem Banjo reitenden Landser bis zum angespannt am feuernden Flakgeschütz zielenden Kanonier ist ein wesentlicher Teil ber Seinsmöglichkeilen des im Kriege lebenden Menschen erfaßt. Unb bie Aufnahmen von einem Tankgraben einerseits unb einem in höchsten Luftschichten geführten Gefecht zwischen englischen Bombern unb deutschen Jagdflugzeugen anderseits bieten, jede von ihrem Gesichtspunkt aus, bie Darstellung weit dürchgebildeter moderner Kam^fc^ten.
Vexdunkelungszett:
24. Juli von 22.28 bis 5 00 Uhr.
Moderne Probleme der Agrikulturchemie
Vortrag in der JIG.-Oozentenakademie Gießen.
■ «em Rücken nach dem Teich getragen unb ins m ’-p I Dosier geworfen zu haben.
h 3n der Wahmann-Oslwand vermißt.
frier Z». | Seit Sonntag werben ber Tourist Josef Gros i an. H unb seine Begleiterin mit dem Vornamen Lisl — se uni« juname noch unbekannt — vermißt. Die beiden
Professor TNeinhof 85 Jahre alt.
rar? v Der em. Professor Dr. Carl Meinhof in Ham- 23. Juli seinen 85. Geburtstag. Dr. ' g, j Heinhof, geboren zu Bargwitz, Kreis Schlawe, be- . j suchte bie Fränkischen Stiftungen zu Halle, studierte mgen m | jn Erlangen und Greifswald Theologie und (Bermaniftit, widmete sich von 1879 bis 1886 dem Lehrerberuf, von 1886 bis 1903 dem Predigeramte unb begann bann bas Studium der afrikanischen Sprachen. 1899 verfaßte er eine Lautlehre der Ban- yisprachen. Im Jahre 1902 erhielt er vom Kaiser bie Mittel zu einem Studienaufenthalt in Sansibar unb Deutsch-Ostafrika. Er hat über 40 Sprachen unb Dialekte in dem Werk „Linguistische Studien in Ost-Afrika" verarbeitet. Nach seiner Rückkehr wurde 9 Lehrer am Orientalischen Seminar ber Universal Berlin für Suaheli, Duala, Ewe, Herero und £ama. 1906 veröffentlichte er „Grundzüge einer tzrgleichenden Grammatik der Bantusprachen", ferner u. a. „Melodie und Rhythmus in Sprache und Musik", „Probleme der aftikanischen Linguistik", .Holtentotttsche Laute und Lehnworte im Kafir", „Die afrikanischen Religionen". 1909 wurde er Professor für Kolonialsprachen in Hamburg, 1919 Di- tt'tor des Seminars für Afrikanische Sprachen der hansischen Universität, 1936 trat er in den Ruhe- fkmb.
Goldenes Doktorjubilaum.
„Sie haben die Abwesenheit von Herrn Sierinck t benutzt, um sich heimlich von Ihrem Arbeitsplatz M -entfernen?" x , , „
„Heimlich? Na ja — wie man s nehmen will. „Wo haben Sic sich von dort aü3 hinbegeben?
„Das sind doch wohl meine Privatangelegen- I heilen!"
Bauer ist nicht gesonnen, sich von einem grünen ‘gingen einen aufbrausenden Ton gefallen zu lassen: ,Es gibt keine Privatangelegenheiten, junger Mann, merken Sie sich bas! Nicht im Augenbttck, Av bie öffentliche Sicherheit im Spiel ist. Sie belasten sich selbst, wenn Sie die Aussage verweigern. #
„Schön, bann belaste ich mich! Möchte wißen, 14 Wpmit?" #
„Also Sie verweigern die Aussage?
'„Ich verweigere!" , ,
„Sie haben immer in einem sehr vertrauten Verhältnis mit Ihrer Schwester geftanben?"
„©ott sei Dank, ja! Aber wo ich Donnerstag war, Weiß sie auch nicht."
„Sie haben also hinter ihrem Rucken gehandelt.
„Hab' ich! Ist das sehr wichtig?"
„Das kann unter Umständen ungemein wichtig lein. Sind Sie im Besitz einer Waffe?"
„Leider nein, sonst hält' ich schon langst ge- shass^n!"
,W.nn das ein Witz sein soll — solche Witze sind $r gefährlich." .,
„Ich habe keinen Revolver in der Hosentasche, Sie brauchen keine Angst zu haben." „
„Gefährlich für Sie, meine ich, nicht für mich.
53.
Die Mordkommission Bareiro arbeitet bis tief in Üt sinkende Nacht hinein. Ein Stapel von Meloun« rtrt ist zu sichten und zu prüfen, eine ganze Anzahl Beamter erstattet persönlich Bericht.


