Einzelbild herunterladen

Metzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

m die

Zum Geburtstag -es Gauleiters

Hessen-Nassau grüßt mit treuer Gefolgschaft.

rtgesetz.

! der

2

ktiker

8'j arbeit des Zersetzens, Aufwiegelns und Dortrayens btr Weltrevolution in Szene setzte? Wie lange ist

ag

:he

die

en fort- en M Ehren. I für 8

n di o ent*

r.

feti

inoMw »gnvuvg Kultur

lenüber 1 ch und ewohn- rrenden nd des Büches Ehefrau in zwei >nd des

Zchristlrttung und Geschäftsstelle: Sietzen, Schulstrahe 7-9

nach Trelleborg lieblicher Kaffeeduft dem Reisenden als erstes schwedisches Willkommen in die Rase stach und üppige Schwedenplatten, zu denen unver­zollter Whisky kreden.zt wurde, schon beim Hissen btr Anker auf hungrige Mägen warteten. Sie R a- tionieruny und das Kartensystem ist auch bei diesen nordischen Nachbarn längst zu finden. Aus dem einstffo reichen Schweden wurde ein Land,

OKW. wurden allein 360 Tankschiffe mit 1 325 500 BRT. auf den Grund des Meeres geschickt. Die Welttankerflotte umfaßte zu Beginn des Jahres 1939 11,4 Millionen BRT. Seither sind davon fast vier Millionen BRT. versenkt worden oder ein gutes Drittel der Welttankerflotte. Aber die Welttankerflotte entspricht nicht der Tanker­flotte, die den Engländern und Amerikanern zur Verfügung steht. An ihr waren auch Deutsche, Ja­paner und Italiener mit beträchtlichen Ziffern be­teiligt. Die sowjetische Tankerflotte muß wohl für unsere Betrachtungsweise auch auf Sonderkonto ge­setzt werden, weil sie nicht im interozeanischen Ver­kehr steht, sondern aus Binnenmeere beschränkt ist. So kommen wir auf einen noch viel höheren tat­sächlichen Anteil der Versenkungen an d e r Tanker- toimage, die den Engländern und Amerikanern wirklich zur Verfügung steht.

Mit diesen dürren Zahlen ist das Thema nicht erschöpft. Die Besatzungen unserer U-Boote, auch ihre Konstrukteure verdienen eine Würdigung, die jenseits der Statistik liegt und für die die Statistik nur ein erster, vorläufiger Anschauungsunterricht ist.

Unsere U-Boote sind in kühnen Unternehmungen bis in die Flußmündungen des Lorenzstromes und des Mississippi vorgestoßen. Sie versenkten feind­liche Schiffe vor dem Panama-Kanal und den Hä­fen der Karibischen See. Sie beschossen Landanla­gen und torpedierten Schiffe, die im Hafen an der Mole lagen. Sie steigerten ihre Erfolge trotz zu­nehmender Abwehr durch USA.-See- und Luftstreit­kräfte. Sie versenkten in den amerikanischen Gewäs­sern Dersorgungstransporte des inneramerikanischen Verkehrs wie für die britische Insel. Sie schickten Kriegsgerät aller Art auf den Grund des Meeres, das für die Ostfront, für die Front in Nordafrika und für die pazifische Front gegen Japan bestimmt war. Sie haben durch ihre Tätigkeit den feindlichen Schifisraum bereits so weitgehend verknappt, daß die Seemächte nicht mehr Herr ihrer strategischen Entschlüsse sind, sich vielmehr bei jeder Entscheidung vor die Frage des verfügbaren Schifisraumes ge­stellt sehen. Zugleich bindet die deutsche U-Boot- Waffe einen wesentlichen und steigenden Teil des feindlichen Kriegsrüstungspotentials im Bau von Handelsschiffen.

Während die amerikanischen Gewässer tonnage- mäßig den deutschen U-Booten die höchsten Beute­zahlen lieferten, standen andere Boote auf wert ver­zweigten Seegebieten int erfolgreichen Kampfi Im Angriff auf stark gesicherte Geleitzüge im nörd­lichen^ Eismeer, im Mittel-Atlantik odear vor der Küste Westafrikas bewahrte sich immer wieder die hohe Schule des U-Doot-Krieges. Im Mittelmeer tragen deutsche U-Boote we­sentlich bei zu der grundsätzlichen Aenderung der seestrategischen Lage und schufen damit eine neue entscheidende Voraussetzung für den Erfolg der ver­bündeten Waffen in Nordafrika, während anderer­seits italienische U-Boote erfolgreich in amerikam- schen Gewässern kämpften und die japamschen See- und Luftstreitkräfte int Pazifischen und Indischen Ozean der feindlichen Schiffahrt schwere Verluste zufügen.

. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Kopenhagen, im Juli 1942.

Die sowjetischen Angriffe auf schw e - dische Schi f f e haben wieder einmal die Auf- merksamkeit auf das Land int Norden gelenkt, das in Geschehen der letzten Jahre eine recht eigen-

vruck und verlas vrühlscheUniversttätrdruckerel 8. Lange

finnischen Geschichte eine solch' entscheidende Rolle spielt, müßte auf diesem geschichtlichen Gebiete aus­gezeichnet Bescheid wissen! Finnland hat in seinem Krieg der 100 Tage vor zwei Jahren zum ersten Male erkennen müssen, daß ein gewaltiger asiati- cher Koloß sich gen Westen, gegen die Kultur des Abendlands in Bewegung setzte, Finnland erlebte am eigenen Leib die Barbarei von Horden, deren Wiege finsteres Asien ist. Aber auch dies gleiche Finnland erkannte als einer der ersten klar, daß es nur eine Macht der Welt gibt, die dem roten Koloß ein Halt entgegenzusetzen versteht: die deutsche Wehr­macht Adolf Hitlers!

Diese Tatsachen müßten auch alle Schweden ein­sehen, anstatt Diskussionen über das Schicksal Nor­wegens anzustellen und vonUnterdrückung" zu

nimm w.wvi. -- » .

ton Körper schmerzlich empfinden müssen und rem ui eres Land als Schweden, das in der gesamten

venigr 01 von Aninen A um Wckte ng bes

Als Frontsoldat des Weltkrieges das Versagen der Heimat am eigenen Leibe erfahrend, ist er in diesem Ringen um das Sein unseres Volkes fana­tisch darauf bedacht, jeden Ansatzpunkt des damals erlebten Versagens von vornherein auszuschalten. Gewiß ist er dabei in nicht wenigen Fällen auch gezwungen, Maßnahmen zur Anwendung zu brin­gen, die unpopulär erscheinen mögen, die in ihrer Wirkung jedoch allein die Aufrechterhaltung unserer Gemeinschaft und damit den ge­rechten Nutzen jedes einzelnen sicherstellen. Un­verrückbar den nationalsozialistischen Grundsätzen verpflichtet, stellt er mit dem Gau Hessen-Nassau dem Führer im Freiheits kämpf unseres Volkes ein Kraftzentrum des Widerstandswil­lens' und des durch keine Belastung zu erschüt­ternden Glaubens an den Sieg zur Derfü- gung.

Am Tage feines heutigen Geburtstages, der in eine Zeit fällt, da sich die Haltung eines jeden Ein­zelnen besonders zu bewähren hat, grüßen ihn die Nationalsozialisten daher wie immer mit dem Ge­löbnis treuer Gefolgschaft.

Berlin, 24. Juli. (DRV.) Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Großadmiral Boeder, Hai am 24. Iuli in Würdigung der feil einem halben Jahr in den amerikanischen Gewässern er­zielten Unlerseeboolersolge folgendes Telegramm an den Befehlshaber der U-Boote, Admiral Dönih, gerichtet:

Seit einem halben Jahre flehen unsere Untersee­boote vor der amerikanischen Küste in zähem, er- olgreichen Kampf mit der feindlichen Versorgungs­chiffahrt. In dieser Zeit wurden auf allen Kriegs- schauplähen insgesamt 616 Scfjiffe mit 3 843 200 BRT. versenkt, davon allein 467 Schiffemit 2 917 6 00 BRT. in amerikanischen Ge­wässern. In stolzer Freude über die erzielten Erfolge spreche ich Ihnen, den Kommandanten und tapferen Besatzungen für ihren unermüdlichen Ein­satz und die gezeigten Leistungen meinen Dank und meine besondere Anerkennung aus.

Raeder

Großadmiral, Oberbefehlshaber der Kriegsmarine."

ofie

tag und1 haus

toiirbe $ ge.

M durch.

VS Pllen. intier. Vun.

anderen den roten Wellen, die von Moskau aus den |Q|M« 1 Peg nach Schweden fanden. Dabei sind auch für beding. Stockholm die Zeiten einstweilen vorbei, in denen in dlings, Zaßnitz beim Betreten der Schwedenfähre, jm Zuge Jerfton. ® Xx «t*.»**»* t At. 1:x» ß'AffnaSit

I tos die Auswirkungen des neuert Weltkrieges ganz besonders durch seine Einstellung den Tagesproble- u.,.y Mn gegenüber empfindlich zu verspüren bekommt )ie An- und immer deutlicher zu der Einsicht gelangt, daß ehe Rechnung niemals ohne den Wirt gemacht wer- btn sollte, auch in Stockholm nicht!

Es war ein jähes Erschrecken, als am 22. Juni der Adam Gorthon" unter schwedischer Flagge von einem roten U-Boot versenkt wurde und 14 Todes-

onti

N.

A

i.oo

8.00V*

artige und zweideutige Rolle spielte. Von Jahr zu Jahr, von Monat zu Monat wurde es stiller um 'A- Schweden, über dem die blaue Flagge mit dem gel-

Ixn Kreuz flattert und dessen Steuer einem un­ruhigen Perdel gleich nach allen Seiten der Wind- u - , yse ausschlägt. Man liebäugelt mit Demokratie und herbei« Autokratie und machte eine Konzession nach der

Sechs Monate Llbootkn'eg in amerikanischen Gewässern.

467 Schiffe mit 2917600 BRT. vor der amerikanischen Küste versenkt.

faseln, selbst, wenn die deutsche Faust einmal ener­gisch zupacken mußte, um im Kampfe gegen Sowjet- rußland im Rücken der deutschen und verbündeten Heere reinen Disch zu schaffen. Denn was hilft die­ses angebliche Sympathisieren mit dem norwegischen Nachbarn, der sein eigenes Schicksal in verbreche­rischem Leichtsinn heraufbeschwor, dieses Hinweisen auf dennordischen Staatenbund", wo doch von die­semBunde" überhaupt keine Rede mehr sein kann! Es wird höchste Zeit, daß Stockholm wieder Real­politik' treibt, auch wenn die Börjes und Karins das neue Deutschland ablehnen möchten, das sie überhaupt nicht kennen, höchstens in der Verdrehung durch eine Pressekanaille, die von London und Mos­kau aus gefüttert und dirigiert wird. Immerhin macht sich auf Grund der sowjetischen Angriffe auf schwedische Schiffe heute schon ein Erwachen im schwedischen Volke bemerkbar und es ist zu hoffen, daß dieses Erwachen nicht zu spät kommt. Denn drüben liegt Schweden, germanisches Blut und ger­manisches Land...!

Blick auf Schweden.

Von unserem Hm.-Berichterstatter.

$refta3,2U«W2

Annahme von Anzeigen für die Mittaasnummer bis 8V- Uhr desBormillags

Anzeig en-Preife

für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite:

7Rvf. für Familienan­zeigen und private Gelegenheitsanzeigen

14Stof. f. Werbeanzeigen und geschäftliche

Gelegenheitsanzeigen

Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25% mehr

Bölferfamüie herrscht. ...

Nun gibt es auch in Schweden noch vernünftige imb einflußreiche Kreise, die entrüstet zu diesen An- - griffen Stellung nehmen und den Beweis antreten, doß derartige Behauptungen die ganze ftnmMe frage auf den Kopf stellen. Denn in der Tat brachte ja der finnisch-russische Winterkrieg 1^39/40 zum allerersten Male sämtlichen nordischen «Staaten klar Mm BewuUsein, was Stalin nicht nur gegen die Staaten des Baltikums, sondern auch gegen die nor- bichen Staaten im Schilde führte: gewaltsame An- nektion zur Förderung der weltrevoluftonaren Auf- ssvben der Komintern, deren außerhalb Moskau emtierende Hauptfiliale in Stockholm ihren Sitz ym.

Man muß sich auch daran erinnern, daß oieje wnsionsgelüste Moskaus mit dem Schrei .nach Harvik!" ja nicht erst von gestern stammen, sondern Äon zweihundert Jahre alt und in der ganzeri pan- jlcwistischen Gesamtpolitik mit den Zielen ^onftantv irrpel und Skandinavien seit Peter dem Großen jertgelegt sind. Gerade Finnland hat diese politische J'.nsenwahrheit immer wieder und wieder am eige-

Staaten abstellen. 467 Schiffe mit fast drei Millio­nen BRT. wurden in amerikanischen Ge­wässern versenkt ... bei einer Gesamtversenkung von 616 Feindschiffen mit 3,8 Millionen BRT. Die Gesamtoersenkungen von feindlicher Handelstonnage betrugen bis zum Jahresende 1941 nicht weniger wie 14,7 Millionen BRT. Rechnen wir die neuen 3,84 Millionen BRT. hinzu, so ergibt sich em Ge­samtverlust von nunmehr 18,54 Millionen BRT.?

Die Gesamttonnage Großbritanniens zahlte Ende 1938 17,8 Millionen BRT. Die Versenkungen sind also großer als die ganze englische Handelsflotte vor vier Jahren war. Die Engländer haben in­zwischen ihre Handelsflotte mit norwegischen, däni­schen, griechischen, südslawischen und anderen Schu­fen aufgefüllt, die ihnen in die Hande gefallen sind. Auch kann angenommen werden, daß ihre Wersten jedes Jahr fast eine Million BRT. neuen Schiffs­raums erzeugten. Aber daß sie in Schiffsraum sehr, sehr knapp geworden sind, liegt angesichts dieser Versenkungszahlen auf der flachen Hand. Wir haben bei der Besprechung der Sondermeldungen auch im­mer darauf verweisen können, wie gering die Durch­schnittstonnage eines versenkten englischen Geleit- ^^^Sond^rkap'itel^stellt die Versenkung der Tankschiffe dar. In der Berichtsperwde des

NSG. Gauleiter und Reichsstatthalter Spren­ger begeht heute, seinen 5 8. Geburtstag. In einer Zeit der Anspannung aller Kräfte unseres Volkes auf den Endsieg blicken die Nationalsozia­listen Hessen-Nassaus an der Front wie in der Hei­mat mit Stolz auf den bisherigen Lebensweg dieses treuen aktivistischen Gefolgsmannes des Führers, der mit der Schaffung der Grundlagen unserer ge­genwärtigen Erfolge untrennbar verbunden ist. Sie wissen, daß die politischen, wirtschaftlichen und kul­turellen Erfolge seines Wirkens im Rhein-Main-Ge- biet einen bedeutenden Beitrag für das Fundament unseres nicht mehr zu entreißenden Sieges leisteten.

Mit Genugtuung und Dankbarkeit gedenkt der Gau Hessen-Nassau seines durch das Werk und die Persönlichkeit des Gauleiters gewonnenen Ranges innerhalb der Gaue des Reiches. Wenn dieser Gau heute sein nationalso.zialistisches Antlitz dadurch be­weist, daß er auch die letzte Möalichkeit seines Kräfte­einsatzes in den Dienst der Notwendigkeiten für die kämpfende Front stellt, so verdankt er dieses in erster Linie der umsichtigen Planung und dem unbeirrbaren Willen dieses Kämpfers.

Roosevelt und sein Marineminffter Knox hatten es mit demSchießkrieg" im formellen Friedens­zustand sehr eilig. Sie konntendas Meer" gar nicht schnell genug von deutschen U-Bootenrein­fegen". Jetzt haben sie denU-Bootkrieg vorder eigenen Tür. Jetzt klagt Roosevelt, daß die Weltmeeregrenzenlose Schlachtfelder geworden sind, auf denen wir beständig von unseren Feinden bedrängt werden". , .

Das OKW. kann in stolzem Bewußtsein der Reich­weite unserer U-Boote seinen Bericht geradezu auf

U-Bootkriegführung gegen die Vereinigten ten abstellen. 467 Schiffe mit fast drei Millio­

der Korse war kein schlechter Prophet.

Bis zum 17. Jahrhundert waren alle Küsten und Inseln des amerikanischen Mittelmeeres spanisch. Dann wurden zuerst zwei der Kleinen Antillen, Martinique und Guadeloupe, auf die bis dahin nie­mand die Hand gelegt hatte, von französischen Seeräubern, Flibustiern, besetzt und daraufhin von Frankreich annektiert und in koloniale Bewirt­schaftung genommen. Von Mar tin i qüe stammte Napoleons erste Gattin Josephine. Sie war schön, aber fing schon an zu verblühen, als der sechs Jahre jüngere General Bonaparte sie heiratete. Auch als sie schon die erste Frau Frankreichs war, trieb ihr kreolisches Temperament sie zu mancherlei von Na­poleon mit Eifersucht verfolgten Seitensprüngen. 1655 ließ Cromwell Jamaica über fallen und ent­riß es den Spaniern wegen der großen Zuckerpflan­zungen, die dort nut Sklavenwirtschaft betrieben wurden. Um dieselbe Zeit ließen sich französische Flibustier auf Haiti nieder und bereiteten die Annexion dieses reichsten Zuckergebiets der damali­gen Welt durch Frankreich Dor Während der Re­volutionswirren kostetet ein durch die größten An­strengungen nicht zu dämpfender Negeraufftand den Franzosen diesen kostbaren Besitz. Haiti ist noch heute eine Negerrepublik, unter scharfem Druck von USA., ebenso wie der Mulattenstaat der Domini­kanischen Republik, der die größere Oschälste der Insel einnimmt.

Westindien übte im 17. Jahrhundert, während des Niederganges der spanischen Macht, auch auf andere europäische Staaten eine starke Anziehungskraft aus. Dänemark besetzte einige der kleinen Jungfern- infeln, gleich östlich von Puerto Rico; die Hol­länder nahmen den Spaniern Curaxao, dicht an der Küste von Venezuela ab, und sogar Herzog Ja­kob von Kurland, der Schwager des Großen Kur­fürsten, besaß eine Zeitlang die Insel Tobago. Cu- ra$ao war lange Jahre hauptsächlich bekannt durch den dort fabrizierten edlen Likör; nachdem aber, her große Petroleumreichtum von Venezuela entdeckt und in Ausbeutung genommen war, wurden auf der Insel gewaltige Raffinerien angelegt, in denen das Benzin und ändere für den modernen motari­fierten Verkehr lebensnotwendige Erdölprodukte aus dem Rohstoff abgeschieden roeroen. Der Hafen von Willemstad auf Cura^ao sieht gan^e Tankerflcrtten aus- und einfahren. Daher haben während dieses Krieges Engländer und Amerikaner gemeinsam Hand auf den Platz gelegt.

Die Fortschritte, die die USA. im westindischen Mit­telmeer machten, begannen mit dem Lousiana-Kauf 1803. Ihm folgte 1819 der Ankauf von Florida, das bis dahin spanisch war. Die Unabhängigkeits­erklärungen Mexikos, der mittel- und südame­rikanischen Republiken lösten den Besitz Spaniens in dieser ganzen Region auf. Nur Kuba und Pu­erto Rico verblieben den Spaniern, aber auch diese gingen nach dem spanisch-amerikanischen Krieg durch den Frieden von Paris, 1898, an USA. ver­loren, Cuba als Protektorat, Puerto Rico als un­mittelbarer Besitz. 1917 verkaufte Dänemark seinen Anteil an den Jungferninseln an USA. Die vorläu­fig letzte Etappe der zunehmendenKontrolle" der- Vereinigten Staaten über das amerikanische Mittel

Szenenwechsel inWestindieii

Von Dr. Paul Rohrbach.

Das amerikanische oder westindische Mit­te l m e e r ist zweigeteilt, gleich dem Mittelmeer der Alten Welt. Wie dieses sich zwischen Europa, Afrika und Asien lang hinstreckt, so jenes zwischen den bei­den Kontinenten von Nord- und Südamerika und der Kette der Großen und Kleinen Antillen. Colum­bus glaubte, als er diese Inselwelt erblickte, Indien auf dem von ihm eingeschlagenen Weg- nach Westen gefunden zu haben; der-^NameWestindien" be­wahrt ein Gedächtnis daran. Wie unser Mittelmeer zwischen Sizilien und Nordafrika stark eingeschnürt ist, so hat auch das amerikanische ein westliches Becken, den Golf von Mexiko, und ein öst­liches, das Karibische Meer, die durch den Bukatan-Kanal zwischen Kuba und der Halbinsel ukatan Zusammenhängen.

Eine Hauptschiffahrtslinie durchzieht die beiden Becken diagonal von New Orleans zum Panama­kanal. Kurz vor dem Weltkrieg, als der Kanal noch im Bau war und die Landenge neben dem fast fertigen Kanalbett noch mit der Bahn über­quert wurde, fuhr ich mit einem Dampfer der American Fruit Company, des größten Bananen­unternehmens der Welt, auf der vorhin genannten Route. Damals fing das Ueberge wich t von USA. über England in jenen Gewässern, das heute eine erdrückende Tatsache ist, eben erst an sich abzuzeichnen. Im sogenannten Clayton-Bulwer- Vertrag von 1850 hatte England sich ein Mitbestim­mungsrecht für den Fall einer Durchstechung der Landenge von Panama gesichert; fünfzig Jahre später konnte der amerikanische Außenminister John Hay mit dem englischen Botschafter in Washington, Lord Pauncefote, die Aufhebung des früheren Vertrages vereinbaren und den Vereinigten Staa­ten den Bau und die alleinige Beherrschung des Kanals ausbedingen. Das war Englands erster Rückzug in der amerikanischen Mittel­meerregion, wo es die Positionen auf den Bahama- Jnseln, in Britisch-Honduras, auf Jamaica, Trinidad und noch einigen anderen Antillen-Inseln besaß.

Als ich zwischen den Jetties, den meilenlangen Dämmen, die das Fahrwasser der Missiffippi-Mün- dung einschließen, aus dem Vater der Ströme in den Mexikanischen Golf hinausfuhr, dachte ich an die merkwürdigen Worte, mit denen Napoleon 1803 den Verkauf des Misfissiippi-Landes Louisiana an die Vereinigten Staaten seinen Ministern mit» teilte:Die Engländer wollen die Reichtümer und den Handel der ganzen Welt an sich reißen. Um die Völker von ihrer unerträglichen kommerziellen Ty­rannei zu befreien, ist es nötig, ihren Einfluß durch eine Seemacht zu balancieren, die ihnen eines Tages die Handelssuprematie streitig machen kann. Diese Macht sind die Vereinigten Staaten. Stärke ich deren Stellung durch Abtretung des Miffisfiippigebietes, so erhält England im Welt­handel einen Mitbewerb er, der seinen UeJber- mut früher ober später dämpfen wird." Man sieht.

192. Jahrgang Nr. 1?2 Erictzeim täglich, außer x Sonntags und Feiertags

Beilagen:

Gießener Familienblätter Heimat imBild-DieScholle

Bezugspreis r Monatlich.....RM.1.80 Zustellgebühr,.. -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt ^ernsvrechanschluß 2251 Drahtanschrift: ,Änzeig^ Postscheck 11686 Frankf./M.

'ungen

Wh äi

Mit, I bösche« I

opfer forderte. Ein noch bittereres Erwachen aber felgte durch die Gangster-Serie, die von Moskau ans inszeniert wurde und der der Reche nach der ,Mallon" am 1. Juli, dieMargareta" am 9. Juli . Md dieLulea," am 11. Juli zum Opfer fielen; von 0 .yn - ton Piratenüberfällen auf einen schwedischen Ge- »emugt {«it^ug am 6. Juli und anderen rotenHusaren- e istau 1 iRitfcTi zu Wasser" überhaupt nicht zu reden. Daß j aber kein Geringerer als ausgerechnet der^Ruß- ertwtetbu I land-Expert" Cripps in einer ganz unmißver- $chii! uni I stündlichen Erklärung diese Sowjetpiraterie billigt 6 Wi; |i unb ihr auch im Zuge des anglo-russischen Paktes | nom 28. Mai 1942 durch die Auslieferung der Ost- fcans'fM jef an Stalin eine Operationsbasis gibt, die sämt- _____ siche freien nordischen Völker in die Sowjetzange bringen müßte, ist zweifellos die bitterste Pille, die Schweden in den letzten Jahren schlucken mußte.

I, Doch ein Jeder ist seines Glückes Schmied, und auch in Stockholm bettet man sich so, wie man zu ijhlafen wünscht! Wie lange ist es her, daß die Ko- Hintern ganz offen, nachdem ihr das deutsche Schwert auf dem übrigen Kontinent den Garaus bereitet hatte, Stockholm als Angrifisbafis gegen die alte Welt ausbaute und von Schweden aus ihre

ligen

mit« M ichäuT

00 Uhr 00 UM

« her, daß große Reisebüros gegenüber dem Stock­holmer Centralbahnhof, also im Herzen der Haupt­stadt, willig ihre Schaufenster der' gemeinsten, zer- fchenbsten unb verlogensten Hetze Großbritanniens Mir Verfügung stellten unb so die sonst gesunde ftwebische Volksseele systematifch vergifteten? Und wie lange ist es her, baß die Stockholmer Sowftt- botschaft, von einer notorischen Kokotte geleitet, Mil­lionen und aber Millionen unter eine bestimmte Spezies der fchwebischen Presse verschleuderte, um Mw Krieg gegen Deutschland, .zumindest aber zur , Aufgabe der schwedischen Neutralität den Achsen­mächten gegenüber zu hetzen?

i' Die Welt ist heute kurzlebig und vergißt manch­mal allzu schnell. Die letzten SowjetprovokaUonen, die zugleich Provokationen Schwedens durch Eng­land darstellen, zeigen jedem guten Schweden die [ungeheure Gefahr, in der sich heute das schwedische Staatsschiff befind et. Kein Wunder, daß das Thema ff,Sowjetrußland und Schwehen", das im Grunde >genommen feit dem finnisch-russischen ^^terfneg 1939/40 in Stockholm schon immer zur Debatte stand, heute in breitester schwedischer Oeffentlichkeit Tage^ gespräch ist! Denn selbst wenn Schweden sich auch nicht offen für Moskau ausspricht, ja sogar in drei- ten Kreisen den Moskowitern offene Ablehnung ent­gegenbringt, so bedeutet im heutigen Zeitpunkt ein frrbebefennen für England gleichzeitig Farbede- teimcn für die Sowjets. Schon bas Abrucken Schwe­bens von Finnland, bas in letzter Zeit immer offen- tunbiger würbe, zeigt in erschreckendem Maße den Wenner, auf dem die Politik bestimmter schwedischer Politiker in englischer Hörigkeit landen tonnte. Die versteckten Vorwürfe gewisser schwedischer Zeitungen, ßnnland sei selbst an feinem ersten Kriege mit L,tzland schuld Mw-sen, da der Sommer »"zur Genüge bewiesen habe, daß man im Wrnter 19o9,40 recht hatte, geben einen noch deutlicheren Beweis Ä, welche Dissonanz innerhalb der skandmamschen