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Aus -er Stadt Gießen

Wildfrüchte und Wildgemüse

aus-

elche Schule für mein Kind?

Neben der Oberschule besteht das Gymnasium

vetteren zwei Volksschi schule, für Mädch

en sieht eine Haus

Ober

und

und tees

w i r ts ch a f t l i ch e und eine sprachliche Form von der 6. Klasse an vor.

verwenden.

Reicks-Maül- und Brotkarte für Selbstversorger.

! Sonüersorm besteht die Aufbauform der Oberschule. In diese werden Volksschüler nach > sechsjährigem Bolksschulbefuch ausgenommen. Kin- i der, deren Umschulung nach vier Jahren nicht mög-

chaushalt darf eine Sammelgebühr von höchstens 1 RM. pro Familie erhoben werden. Für das Sammeln gegen Entgelt dürfen je Personen 3 RM., bei Familien jedoch nur für die erste Person 3 RM. und für jedes weitere Mitglied 50 Rpf. erhoben werden, für das Sammeln durch Schulen und Hitler- Jugend je Einheit 5 RM. Soweit bisher Beschrän­kungen für das Sammeln nicht bestanden und Ge­bühren nicht erhoben werden, bleibt es dabei.

Von den verschiedensten Wildpflanzen sind die Wildfrüchte am bekanntesten und beliebtesten.'Sie wurden auch schon in Friedenszeiten in mehr oder weniger starkem Umfange in den Wäldern unb auf Mooren, Heideflächen .und Wegrändern geerntet. An erster Stelle dürfte wohl die Preiselbeere stehen, die auf Heideflächen und in lichten Wäldern anzu­treffen ist. Sie wird als Frischkost verzehrt, ergibt eine vorzügliche Kaltschale und liefert ein hervor­ragendes Kompott. Das gleiche gilt für die Heidel- oder Blaubeere. An Wegrändern, in den Hecken und auf Hügeln gedeiht die Brombeere, die eben­falls als "Frischkost roh zu verzehren ist und daneben eine ausgezeichnete Suppe oder Kaltschale mit Bir­nen und Aepfeln gemischt sowie ein schmackhaftes Kompott ergibt. Immer beliebter wird auch die Schlehe, die wir an den Dornsträuchern, an Wegen und Waldrändern finden und durch den vorzüg­lichen Schlehensaft (zu Glühwein) und Schlehen­gelee in manchen Landesteilen berühmt geworden ist. Auch die Hagebutte darf in diesem Zusammen­hang nicht vergessen werden, die wir ebenfalls in Hecken und auf Oedland antreffen und wegen ihres besonders hoben Gehaltes an Vitamin C sehr schätzen. Ts gibt Hagebutten-Mvst, Marmelade. Tee und die nahrhafte Haaebuttensuppe. Zu erwähnen ist noch die Holunderbeere, die zu Suvpen und Speisen verwandt wird, fernerhin die Vogelbeere, die 'Frucht der Eberesche, die Kornelkirsche und die Berberitze. Eingemachter Berberitzensaft und Berbe­ritzenmarmelade erwerben sich immer mehr Freude.

Außer den Wildfrüchten sind in den letzten Jahren auch die Wildaemüse mebr und mehr gesammelt und verwertet worden. Sauerampfer, Ravunzel, w'lder Hopfen und Schafgarbe sind heute schon weit und breit bekannt. Daaeqen wissen viele noch nicht, daß auch Huflattich, Löwenzahn, Brunnenkresse. Brenn­nessel. Breitwegerich. Gartenmelde, Hederich und Vogelmiere, um nur einige zu nennen, eine gute Grundlage für gute Salate und Gemüfe ergeben. An Wildkräi'tern finden wir in Deutschland, auf Wissen an Wegr^dern und Wäld-rn iHm Garten­kresse, Boretsch, Kümmel, Bibernelle, Feldthymian (Quendel). Diese wildwachsenden Gewürzkräuter werden den verschiedensten Sveisen zuaetan. Schließ­lich lassen sich Erdbeeer-, Himbeer-, Brombeer-, Jo-

dieser Grundschule wie auch diejenigen der übrigen , , , ..

Schulen sind reichseinheitlich ausgerichtet. Daher ist lich war, können bei Begabung also noch später es jetzt ohne jegliche Schwierigkeiten für ein Kind entweder die Mittelschule oder die Höhere Schule möglich, von der Grundschule eines Ortes in eine nach weiteren zwei Volksschuljahren besuchen. Die andere, an einem anderen Orte gelegene Schule ~'

und hinterlege sie bei deinem Hotelportier, dann werde ich sie abholen."

So deutlich darf sie sich nicht ausdrücken. Sie

* Reichssportabzeichen für Schwim­men. Die Hebungen zur Erlangung dieses Sport­abzeichens können am kommenden Samstagnachmit­tag in der Müllerschen Badeanstalt abgelegt werden. Näheres in der heutigen Bekanntmachung

** VHC. Gießen. Bei der Junir-Wanderung des VHC. brachte die Bahn die Wanderschar früh­morgens über Wetzlar ins Dilltal bis nach Edingen,

Kür Tapferkeit vor öem Keinüe.

Der Unteroffizier Ernst K r e i ck e r aus L a u - bad), der für Tapferkeit vor dem' Feinde früher chon das Eiserne Kreuz II. Klasse erhalten hatte, wurde jetzt mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse

hannisbeer- und Lindenblätter sowie die Stengel Blätter zahlreicher anderer Pflanzen zu Haus-

Es gibt auch Kinder, die auf Grund ihrer geisti­gen Entwicklung oder infolge von Körperfehlern nicht in die allgemeinbildenden Schulen aufgenom­men werden können. Diese besuchen hie Hilfs­schule. An diesen Schulen wird sehr intensiv ge­arbeitet. Es zeigen sich Erfolge, die im allgemeinen unbekannt sind. So gelingt es den an diesen Schulen tätigen Erziehern in fast allen Fällen, die Kinder so weit zu schulen, daß sie an ihren Geisteskräften entsprechenden Arbeitsplätzen im späteren Leben ihren Mann stehen können. Für körperbehinderte Kinder gibt es Sonderschulen.

Nachdem die Kinder die allgemeinbildenden Schu­len besucht haben, steht ihnen je nach der Art der erworbenen Schulbildung der Besuch der Fach­schulen und Hochschulen offen. Die Volks- schüler besuchen allgemein die Berufs-^ und Fach- scyulen nach Vollendung des 14. Lebensjahres. Wer die Mittelschule besucht hat, dem stehen die Fach­schulen offen. Das Studium an Hochschulen und Uni­versitäten ist allen möglich, die das Zeugnis der Reife erworben haben. Walter Sagitz.

einen geeigneten Feuerwehrführer zu bestimmen, der die Dienststellung und Bezeichnung einesUnter« kreisführers" zu erhalten hat. Die Unterkreisführer üben ihre Tätigkeit ehrenamtlich aus; sie sind für die einheitliche und ausreichende Ausbildung der Feuerwehren ihres Bezirks verantwortlich.

Kunst und Wissenschaft.

Würzburger Tagung für Sing- und Sprechkultur.

Zu feiner dritten Arbeitstagung während de5 Krieges trat der deutsche Fachbeirat des 1938 ge­gründeten internationalen Rates für Sing- und Sprechkultur in Würzburg zusammen. Ewald Geiß­ler (Erlangen) sprach vom Dienst am Wort, Bor­ries Freiherr von Münchhausen bewies das in meisterlichem Vortrag eigener Balladen ünd Lyrik und Professor Dr. Felix Oberborbeck (Graz) zeigte, wie notwendig die Sprecherziehung zu aller musi­kalischen Volkstumsarbeit gehört. Heber die musika­lische Ausbildung des Sängers sprach Professor Gerhard Hüsch (München). Dr. Celestino-Sarobe (Berlin) ließ eine bel-canto-Stunde bei seinem gro­ßen Lehrer Battistini lebendig werden. Heber die GescmgSerziehung und ©tynmpftege der Chorarbeit sprach Professor Franz Xaver D r e ß l e r aus Her- mannstadt. Auch hier die Forderung, vorsichtige Stimmpflege schon bet 'der Jugend beginnen zu lassen, die so vor allem vor Heberschreiungen und vor den vielen Stimmschäden bewahrt sind. Was ein gut geschulter und gut geführter Chor leisten kann, be­wies Professor Eduard Eichler mit einer kleinen Frauengruppe des Staatskonservatoriums in Würz­burg an Gesängen von Armin Knab und Distler.

Friedrich von (Bagern.

Friedrich von Sagern begeht am 26. Juni sei­nen 6 0. Geburtstag. Das unglückliche Ende des ersten Weltkrieges hatte ihn aus seiner krainischen Grenzlandheimat vertrieben, wo er, ein Enkel des Grafen Auersperg, auf Schloß Mokritz zur Welt gekommen war. In dem alten Schloß seiner Vor­fahren war er einsam ausgewachsen. Aus diesem Er­lebnis der Heimat wuchsen feine schriftstellerischen Werke, jagdliche Erzählungen, wie fein 1907 er­schienenes BuchIm Büchsenlicht" und drei Jahre späterDie Wundfährten". 1911 veröffentlichte er mit Freiherrn von Kapherr zusammen das Buch schöner TiergeschichtenKolk der Rabe", 1913 kam sein erster größerer RomanDer böse Geist" heraus und nach langen Jahren großer Auslandsreisen 1919. das BuchDas Geheimnis", SeinGrenzer buch" schildert den Untergang der indianischen Rasse. Sein RomanEin Volk" feiert die Geschichte des tapferen Kroatenvolkes. In einem feiner neueren WerkeGeister, Gänger, Geschichte und Gewalten" wagte er sich in den Bereich des Hebersinnlichen.

Das königliche Opfer" von Vollerlhun.

In Hannover würde Georg Vollerthuns neue OperDas königliche Opfer" uraufgeführt. Das Textbuch von Oswald Schrenk behandelt die Be­gegnung zwischen der Königin Luise und Napoleon in TM und stellt das politische Geschehen stark in den Vordergrund, ohne die sich daraus ergebenden dramatischen Möglichkeiten voll auszuspielen. Die heißen Bemühungen des Komponisten gelten der musikalischen Interpretation der seelischen Spannun­gen. Ihr verdankt die Partitur die glücklichsten Ein­fälle. Das reine Aufklingen einer ganz dem See­lischen hingegebenen Musikalität verweist den Kom­ponisten an einen Stoff, der ihm in dieser Hinsicht größere Möglichkeiten bietet, als ein Musikdrama mit historischem Vorwurf. - Die Uraufführung im Städtischen Opernhaus zu Hannover, das früher schon VollerthunsFreikorporal" .zuerst heraus­brachte wurde mit stürmischem Beifall aufgenom- men. ' Lrnst A. Runge.

ersparnis lauten die Karten über eine, fünf und zehn Personen. Der unterschiedlichen Selbstversorger-, ration in verschiedenen Gebieten, deren Höhe der Schwere der Landarbeit entspricht, ist bei der Gestal­tung der Karten auch weiterhin Rechnung getragen. Die Reichs-Mahl- und Brotkarte für eine Person kann bei dem für die Ausgabe zuständigen Ernäh­rungsamt in Reise- und Gaststättenmarken für Brot umgetauscht werden, wenn hierfür ein Bedürfnis besteht.

halb der öffentlichen Wege zu gestatten, soweit sie diese Erzeugnisse nicht selbst ernten oder ernten lassen. Allerdings kann das Betreten des Waldes örtlich und zeitlich beschränkt werden, wenn dies zur Erhaltung seltener Tiere und Pflanzen dringend erforderlich "ift Für das Sammeln im eigenen

auf den vorgeschriebenen Stand zurückführt. Abge­sehen von den sich zwingend aus Gesetz. Tariford- nung, genehmigter Betriebsordnung oder Anord- nuna der Reichstreuhänder der Arbeit ergebenden Lerdesserunaen bedarf jede Erhöhung der Löhne, Gehälter und sonstigen Zuwendungen der vorherigen Zusttmmung durch den Reichstreuhänder der Arbeit.

Verbesserung

der Freiwilligen Feuerwehren.

Verwertung bes Gehörten zu geben. Arbeitspsychi» logie treiben, heißt in den inneren Menschen hin­einsehen. '

Der von innerer Wärme erfüllte Vortrag bot den zahlreich Erschienenen wertvolle Anregungen zum Nachdenken und zu sinnerfüllter Verwertung im eigenen Lebenskreis. Zukunftsträchtig in ihrer gläubigen Hingabe an die neuen großep und dank­baren Aufgaben, die das Arbeitsproblem im natio­nalsozialistischen Staat aufwirft, waren die ein­einhalbstündigen Ausführungen des Redners den Hörern Auftrieb und innere Bereicherung. Der starke Beifall der Zuhörer wurde in dem Dankes- wort des Kreisberufswalters Hofmann an den Portragenden besonders unterstrichen.

Fronlkamerodschast über das Grab hinaus.

. Vom Jugendamt der Stadt Gießen wird uns mitgeteilt: Das Jugendamt führt u. a. die Vor­mundschaft über ein Mündel, dessen Vater an der Ostfront gefallen ist. Die Kameraden seiner Einheit haben durch freiwillige Spenden den Bettag von 2500 RM. aufgebracht, den sie dem Kind, einem Mädck>en zur Verfügung stellten mit der Auflage, daß über das Geld erst bei Erreichung der Voll­jährigkeit bzw. erst bei der Heirat, wenn diese früher erfolgt, verfügt werden darf. Der Betrag wurde dieser Weisung gemäß mündelsicher als Spar­einlage angelegt. Der Oberbürgermeister hat der Einheit für diese hochherzige, echte und vorblldliche Soldatenkatneradschast namens des Jugendamtes der Stadt Gießen für das Mündel herzlichen Dank .ausgesprochen.

Gießener Schlachtviehmartt.

Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtoiehoertellungsmarkt) in der Diehversteiae- rungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 39 vis 45 Rpf., Kühe 20 bis 47, Färsen 38 bis 49, Kälber 35 bis 57, Schafe 45 je XA kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,25 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,25, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,25, c (100 bis 119,5 kg) 1,23, d (80 bis 99,5 kg) 1,15, ef (unter 80 kg) 1,11, gl (fette Specksguen) 1,25, i (Altschneider) 1,25, g2 (andere Sauen) 1,15, h (Eber) 1,15 RM. Marktverlauf: alles zugeteitt.

nen, um für die Dauer des Krieges seine Arbeits­kraft ausschließlich für das Feuerlöschwesen zur Ver­fügung zu haben. Auch haben die unteren Verwal­tungsbehörden für jeweils 8 bis 10 Gemeinden je

machen, stimmt sie schließlich allem zu, was er vor­schlägt. Ja, ja, ja sie wird in der Halle seines Hotels mit ihm Tee trinfen wenigstens kann er dann nicht sagen, daß er die Briefe vergessen hat, oder sie kann chn hinaufschicken, um sie zu holen, alle, auch die letzte Zeile wenn sie nur eine Ahnung hätte, wie -oft sie Überhaupt geschrie­ben hat.

Eine Stunde später sitzt sie ihm gegenüber. Hub die> ersten Minuten sind nicht so unangenehm, wie in ihrer Vorstellung. Er empfängt sie schon an der Drehtür, gut aussehend, höflich, ritterlich, sie hat nicht nötig ihn zu suchen oder nach ihm zu fragen. Allerdings ahnt sie nicht, daß nicht er allein sie er­wartet. Vom Portier bis zum Liftboy weiß jeder, daß Herr Bareiro Frau Albrecht Sierinck erwartet falls er nicht da fein sollte. Er war der Mei­nung, daß dieses Wissen seinem Kredit nicht schaden könne.

Ohne daß sie danach fragen muß, händigt er ihr ein schmales Päckchen ein, mit einem Seidenband zusammengebunden.

Ist das nun alles?" Sie hebt es fragend empor, ehe sie es in die Tasche versenkt.

,Lch denke doch, falls, ich noch etwas finden sollte, rufe ich dich an."

Ach finde bitte, nichts mehr!" sagt sie mit einer komisch-verzweifelten Grimasse.Ich bin froh, wenn ich das Zeugs vernichtet habe."

Die Zeugen einer Vergangenheit", nickt er mit einem melancholischen Lächelneiner Vergan­genheit, die doch wunderbar schön war, wenigstens für mich. Es tut mir ein bißchen weh, daß du so, so pietätlos darüber denkst. Ich gebe da etwas in

gleisen. Unb der Zug muß sicher im Hafen ankom­men, wo der große Dampfer wartet, der Dampfer liegt auf dem Babezimmerspiegel, was dem Spie­gelglas sicher nicht sehr bekömmlich ist, aber bem Teppich immerhin noch zuträglicher, als dasechte Wasser", nach dem Hansjürgen ungestüm verlangt hat. Die Sirene des Dampfers tutet schon zur Ab­fahrt, Hansjürgen bläst zu diesem Zweck mit aller Lungenkraft in seine Blechtrompete, und in den schrillen Klang hinein rasselt die Klingel des Fern­sprechers. Irmela ist ziemlich unwillig über die Störung, unb die Kinder sind es noch weit mehr. Sie rufen ungeduldig, als sie ein paar Sekunden den Hörer in der Hand hat, Mutti soll Schluß machen, der Dampfer fährt ohne sie ab!

Seid doch ruhig!" herrscht Irmela sie an.Bitte, Fräulein Engel, machen Sie die Tür zu, wenn Sie die Kinder nicht einen Augenblick stillhalten können! Man versteht ja sein eigenes Wort nicht!"

Sie versteht sehr gut, die eigenen Worte unb noch besser die fremden aber sie braucht keine Zuhörer bei dieser Hnterhaltung. Fernando Bareiro! Sie hat ihn vergessen, sie hat jeden Gedanken an ihn verdrängt, wenn sie einmal flüchtig an ihn gedacht hat, bann in der Hoffnung, daß er längst abgereifi ist, irgenbmo unb irgendwann einmal wird er diese Briefe schon vernichten, deren Vorhandensein ihr einen so bitteren, häßlichen Geschmack auf der Zunge 'gibt. .

Aber er ist nicht abgereift, er meldet sich wieder, unb fängt wieder an, von den Briefen zu reden, unb Irmela muß so vorsichtig ihre Worte wählen; denn genau so gut wie sie jetzt hört, daß Urfula hinter der geschlossenen Tür meint, genau so gut kann Fräulein Engel verstehen, was sie in die Muschel spricht, sie kann nur zustimmen ober ablehnen, wenn er etwas vorschlägt, sie kann nicht sagen, wie wenn sie ungestört wäre:Ich will dich nicht Wiedersehen, weder treffen noch weniger in dein Hotel kommen. Ich will auch nicht, daß du mein Haus betrittst, wenn du so anständig sein willst, mir die Briefe zurückzugeben, tu sie in einen versiegelten Umschlag

Mit Beginn der 39. Zuteilungsperiode, also vom 27. Juli ab. wird für Selbstversorger eine Reichs- mahl- und Brotkarte eingeführt, die gegenüber bis­her eine wesentliche Vereinfachung des Verfahrens bringt. Die Karte gibt dem Selbstversorger grund­sätzlich die Möglichkeit, sich für das Lohn- oder Umtauschverfahren bei der Mühle ober den Kauf von Mehl oder Brot beim Bäcker ober Verteiler zu entscheiden. Die Karte wird für jede Zuteilungs­periode neu an die Selbstversorger in Getreide aus- gegeben, ist jedoch jeweils für drei Zuteilungs­perioden gültig. Zur Vereinfachung des Bezuges und der Abrechnung sowie aus Gründen der Papier-

beine Hände, was ich heiliggehatten habe, und du freust dich darauf, es zu vernichten!"

Run Irmela ihre Briefe hat, möchte sie gehen. Auf jeden Fall muß sie zu Haufe fein, ehe Albrecht kommt. Aber Bareiro kommt vom Hundertsten ins Tausendste. Seme gedämpfte Stimme redet ohne Atempause auf sie ein, so jung war er damals, so unerfahren, so gutgläubig, sein ganzes heißes Herz hat er in ihre Hände gelegt, unb sie hat damit ge­spielt unb es zerbrochen was aus einem Mann wird, ist immer die Schuld der Frau. Er will ihr keine Vorwürfe machen, nicht in dieser letzten Stunde, die sie ihm gnädig als Almosen zuwirft, aber einmal muß es doch aefagt werden, daß sie leichtfertig sein Leben zerstört hat.

Er hat an sie geglaubt, ihr vertraut, auf sie ge­hofft, für sie gestrebt und gearbeitet, für eine ge­rne infame Zukunft; sie hat ihn vergessen, verraten, den Glauben an die Frau hat sie ihm genommen, den Glauben an die Menschheit; er hat kein Ziel mehr vor Augen gehabt, für das zu leben es sich lohnte. Ja! Er hat gespielt, er hat getarnten, er hat Abenteuer gesucht, er hat die Nächte verbum­melt unb bie Tage verschlafen, tausend Frauen hat ex besessen unb weggeworfen, in Hafenkneipen hat er sich herumgetrieben, man nimmt sich nicht das Leben aus enttäuschter Liebe, aber wenn man keinen besonderen Wert auf die Fortsetzung dieses erbärmlichen Daseins legt, bann wird man ohne Dazutun an den Rand des Abgrunds gedrängt.

Irmela wird schwindelig unter dem Wasserfall von Wortey, die über sie hinbrausen, manchmal wirft sie mit Anstrengung einen halben Satz da­zwischen:Es war ein unglücklicher Zufall"ich kann doch nichts dafür." Hnd doch fühlt sie sich nicht ganz zu unrecht angeklagt, ob nun ein Brief verlorengegangen ist ober nicht, sie hat ihn sehr bald vergessen, ihr ganzes Herz hat sich offen unb unbeschwert^ Albrecht Sierinck zugewandt; ist sie wirklich treulos gewesen? Sie möchte glauben kön­nen, baß Bareiro lügt, aber cs klingt leider so echh. so überzeugend. (Fortsetzung folgt.)

Mitten im Kriege wurde die große deuffche! geschult. Fltt Jungen ist die grundständige achtstufige Schulreform, deren Endziel eine einheitliche Aus- deutsche Oberschule fünf Jahre lehrplanmäßig richtung des gesamten Schulwesens Großdeutschlands einheitlich, bann gliedert sie sich in den natur» war, abgeschlossen. Für die Eltern bedeutete diese wissenschaftlich-mathematischen und Vereinfachung im Aufbau eine Erleichterung der den sprachlichen Zweig.

Schulwahl für ihr Kind. Die neue Gliederung zeigt! Neben der Oberschule besteht das Gymnasium sich übersichtlich unb zweckmäßig. z dessen Besuch nur für Jungen eingerichtet ist. Als

Geblieben ist die einheitliche G r u n d -! Sonderform besteht die 21 u f bji u f p r m der schule, die, vierstufig, zunächst einmal alle Kin­der im schulpflichtigen 2ilter erfaßt. Die Lehrpläne

Zur Verbesserung der Aufficht unb Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehren in den Land­kreisen ist der stellvertretende Kreisführer zur Unterstützung des' Kreisführers der Freiwilligen Feuerwehr ständig heranzuziehen. 2115 dessen Stell­vertreter kann wieder der nächst rangälteste Feuer­wehrführer des Kreises zur Aufsichtstätigkeit heran- gezogen werden. In den Einfluggebieten haben die Leiter der unteren Verwaltungsbehörden zu prü­fen, ob sie den Kreisführer oder dessen Stellver-

Briefe in Bareiros Hand

Roman von Anna Elisabet Weirauch

Rechte durch Carl Duncker Verlag, Berlin W 35.

15. Fortsetzung. .(Nachdruck verboten.)

Eine Woche lang ist er erfüllt von Hoffnungen

und angenehmen Aussichten. ,,

Er macht einige Versuche,alle Wrengunger , wie er es nennt, um Arbeit zu finben, ober mel= mehr einePosition". Er macht elnen Besuch be seinem früheren Chef, der alle Thoms ift Serben, und mit seinem Sohn unb Nachfolger hat sich o - reiro schon damals nicht sehr gut gestanden. Hier unb da ruft er an, bei allen Leuten von einiger 'Bedeutung, mit denen ihn auch ?ur die fluchtigste Bekanntschaft verbindet. Der Erfolg ist daß er em paarmal zu Tisch gebeten wird, teure Blumen mit- bringt unb der Hausfrau einen bezaubernden Em druck hinterläßt. Aber das ist auch ^les.Hin und wieder die tröstliche Versicherung, daß man sich ZU gegebener Zett feiner erinnern wird.

2115 bie auffladernbc Flamme 'N sich

3u|ammen9e|unten ift, stößt °r « » W auf btn Namen Sierinck, baß er daran nidjt e«« gebücht bat! Wenn irgendwo, bann kann er bei Sierinck den ersehnten Poftm AanTrtt

irgenb jemanb chn ihm verschaffen kann.. < '

es Irmela, bi- liebe kleine Irmela, ,bte aUe Urmche h-t, ihm bankbar zu fein, dankbar basur, daß er ihre Liebesbriefe niemals beantwortet ya.

19.

Irmela liegt der Lange, nach auf dem.»«>8-"- weichen leppid). eie ist dringen» damit befchaft g , die Weichen zu stellen, fonft gibt es Eisenbah Unglück. Der Milchwagen ift 3wrn nicht. £

föhrdet, denn er ist dreimal so w 3

Zug, aber der Zug könnte bet einem Anprall em

gezeichnet.

verdunkelungszeil:

24. Juni von 22.49 bis 4.29 Uhr.

Der Mensch unö seine Arbeit.

Im Rahmen der vom Berufserziehungswerk der Deuffchen Arbeitsfront veranstalteten diesjährigen Vortragsreihe für Betriebsführer, betriebliche Un­terführer und leitende Angestellte sprach am gestri­gen Dienstagabend Pros. Dr. Hans Rupp vom Psychologischen Institut Berlin im großen Hörsaal der Universität^über das ThemaPädagogische und methodische Grundlagen der Arbeitserziehung".

Der Vortragende wies einleitend auf die große. Bedeutung des Arbeitsproblems für die menschliche Einstellung zum Leben unb für die Volksgemein­schaft hin. Der Nationalsozialismus will dieses Kernproblem im Gegensatz zu ftüheren Zeiten, die im Aeußeren stecken blieben, vom inneren Menschen aus anpacken. Noch stecken wir in den Anfängen, unb die neue arbeitspsychologische Wissenschaft ist erst im Werden. Von den drei Hauptgebieten, der Beurteilung des Menschen unb der Eignungsunter­suchung, der Berufsausbildung und Berufserziehung, der Bestgestaltung der Arbeit unb bes Betriebes, aalt der diesmalige Vortrag der zweitgenannten Fragengruppe.

Der Redner erörterte insbesondere die arbeits- psychologischen Fragen der Selbstkonttolle, des Rin­gens unb Kämpfens, der Jchbereicherung, der Ernftarbeit, bes Verdienens unb der Gemeinschaft. Wie diese Begriffe zu verstehen sind, wurde durch die Worte des Redners, die auf reichem psycholo­gischen und pädagogischen Wissen und großer prak­tischer Erfahrung fußten, anschaulich klar. Dabei kam es Prof. Rupp darauf an, neben klarer Be­griffsbestimmung auch praktische Winke für die

sagtja" undnein" unbwie bu willst Lieber nicht" manchmal sagt sieSie" und manchmaldu", fühlt sich entsetzlich gehemmt unb unsicher, und ärgert sich über die eigene Unsicherheit. Um dem unerquicklichen Gesptäch ein Ende zu

überzusiedeln.

Nachdem die Kinder die Grundschule besucht haben, trennen sich die Bildungswege in drei Zweige: die Kinder verbleiben entweder in der Volksschule ober aber sie gehen in bie Mit­tel- ober Höhere Schule über. Entscheidend für den Ueberttitt in eine andere Schulform ist allein der Leistungsstand des Kindes. Wesenllich und neu ist, daß ein Kind auch gegen den Willen des Erziehungsberechtigten in eine Höhere Schule ein» gewiesen werden kann.

In fast allen Teilen des Reiches gibt es .heute .noch Mittelschulen. Diese werden demnächst durch die Hauptschule abgelöst, eine Schulform, die ursprünglich in der Ostmars zu Hause mar. Die Mit­telschule, in ihrer grundständigen Fckrm sechsstufig,- erfaßt die Kinder vom 5. bis 10. Schuljahr. Neben dieser eigentlichen Form des mittleren Schulwesens gibt es noch die A u f b a u z ü g e , in die Kinder der Volksschule nach sechs Dolksschuljahren aufgenom­men werden, me-nn es sich gezeigt hat, daß sie in! der Lage sind, den erhöhten Anforderungen dieser Schule 'gerecht zu werden.

Besonders begabte Kinder werden nach Besuch der Grundschule in eine Höhere Schule um-

Jetzt ist wieder die Zeit gekommen, die Schätze zu bergen, die uns die Heimat in Wald und Flur alljährlich in reichem Maße beschert. Mancher Haus­halt kann durch sie seine Vorräte für den Winter mehren, unb viele taufenb Zentner von Wildsrüch- ten, Wilbgemüsen, Wilbkräutern, Pilzen unb Blät­tertees wirb bie Jugend bei den Sammelstellen abliefern, die diese Erträge der heimatlichen Fluren den Verwertungsbetrieben zuführen werden.

Durch diese Sammeltättgkeit wird eine wertvolle Bereicherung des Speisezettels in den Haushaltun­gen erzielt. Die Behörden fördern diese Sammel­tätigkeit in jeder Hinsicht. So hat der Reichsforst­meister angeorbnet, daß alle Walbeigentümer und ,____ __ ... ____ ______ ...____ _________ sonstigen Nutzungsberechtigten verpflichtet sind, das

treter zum langfristigen Notdienst heranziehen kön- .Sammeln von Beeren und Wilbgemüsen auch außer-