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$amstaq,24 /Somt^o 25 Januar 1142

Gieheiier Anzeiger

General-AnzeigersürOberhessen

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3m deutschen Abwehrfeuer zusammengebrochen

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Zchriftteitung und Geschäftsstelle: riehen. Zchnlftratze 7-9

Berlin, 23.Januar. (DNB.) Im Nordab- schnitt der Ostfront lebten die Kämpfe an einem von den deutschen !------------

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Abschied von Generalfeldmarschall von Reichenau.

Reichsmarschall Göring gedenkt der Verdienste des toten Heerführers und überbringt den letzten Gruß des Führers.

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hohen Schneeverwehungen unwegsam gewordenen Geländes schlugen die deutschen Truppen.den F^md zurück und erbeuteten sechs Geschütze, Heben Pak, 52 Maschinengewehre und 300 Ski-Ausrüstungen. Die Bolschewisten griffen am 20.1. s ü d o st w ä r t s Kursk in zahlreichen Wellen immer wieder an vielen Stellen die deutschen Linien an. Obgleich der starke Frost die Abwehr außerordentlich erschwerte, zerschlugen die deutschen Truppen die Angriffe. Welle um Welle der anstürmenden Bolschewisten brach im deutschen Abwehrfeuer zusammen, so daß die Bolschewisten ihre Versuche, in die deutschen Linien einzubrechen, aufgeben mußten.

Am 21. Januar brachen bei einer Kälte von 25 Grad an der Donez-Front heftige An­griffe der Bolfchewisten in Stärke von zwei Regi­mentern gegen eine von deutschen Verbänden ae- haltene Ortschaft im zusammengefaßten deutsch''n Abwehrfeuer zusammen, so daß die Bolschewisten 300 Tote zurücklassen mußten. Rach der Abwehr unternahmen deutsche Truppen weiter südostwärts einen Gegenstoß> Deutsche Pak vernichtete drei Panzerkampfwagen und vier Geschütze. Rach der Zerschlagung eines feindlichen Bataillons stießen die deutschen Truppen in eine Ortschaft vor, nahmen sie nach zähem Häuserkampf und machten 200 Ge­fangene Italienische T r u p p en wehrten drei Angriffe der Bolschewisten m Bataillonsstarke negen einen Bahnhof, den die italienischen Ver­bände besetzt hielten, unter blutigen Verlusten für den Gegner ab. Zu einem heftigen Ringen kam es, als ein bolschewistisches Bataillon mit Unter­stützung einiger Panzerkampfwagen eine Ortschaft zu stürmen versuchte, die von deutschen Truppen zum Stützpunkt ausgebaut war. Der Angriff wurde im deutschen Abwehrfeuer erstickt. Drei Panzer- kampfwagen blieben brennend im Vorfeld: eine An­zahl Gefangener wurde eingebracht.

Nachdem mehrere bolschewistische Vorstöße aus der

IcHung genommen. - .....

yurz vor 11 Uhr trifft der Reichsmarschall ein, freitet zürn Sarg und grüßt den toten Heerführer mb die Angehörigen. Beehoveris Andante aus der finften Sinfonie leitet den Staatsakt ein. Dann ritt Reichsmarschall Göring neben den Sarg.

Der Führer, die Wehrmacht und das deutsche iolk, so sagt er, nehmen heute Abschied von einem Ijrer hervorragendsten Soldaten. Wenn den fcldmarschall von Reichenau auch nicht die tod-

Kugel des Feindes traf, so ist er doch a u f 7m Felde der Ehre geblieben. Er wußte, wie schwer krank er war, er hätte sich retten fön« jn'n, mern er rechtzeitig zurückgegangen wäre. Aber bne paßte nicht zu feinem Charakter. Er stand dort, jnnhin der Führer ihn gestellt hatte, bis zum letzten iktenrjuge, voll Sorge für seine Soldaten, voll gro- licr Pläne für den Kampf seiner Truppen.

Der Verlust trifft uns ungeheuer schwer, denn mit dem Feldmarschall von Reichenau geht em Mi'ldat von uns, der so ganz ausgefuttt roar von len großen Aufgaben dieser Zeit, der durch und Ijnrrf) Soldat und Heerführer und auch von ganzer Eeele der neuen Weltanschauung aufgeschlossen war. Ikchon lange vor der Machtergreifung drängte es Ibrn damaligen jungen Oberstleutnant zu unserer Bcroegung. Er bekannte sich zu ihr, er scheute da- bei keine dienstlichen Nachteile. Und er war vor ollem schon damals von einer tiefen Verehrung iziim Führer erfüllt. Er war mitbeteiligt m jenen liegen, als es galt, die Macht der neuen Bewegung lunb dem Führer zu übergeben. Durchdrungen von |ber großen neuen Weltanfchauung war er über­zeugt, daß sie allein auch der ruhmreichen alten llrtnee wieder eine Auferstehung in der neuen Wehrmacht geben würde. Sein heißes ()er3fetoe fih voll und ganz für den Kampf ein, die Wehr- wicht neu erstehen und erstarken zu lassen. Als sehr junger General wurde er auf einen der wich- fgftcn Posten gestellt, um damals an der Seite

Kriegsministers diejenigen Vorkehrungen zu treffen, die zum Aufbau der neuen Wehrmacht

wieder auf. Vom 16. bis 20. Januar brachen immer wieder anstürmende Wellen der Bolschewisten im starken.deutschen Abwehrfeuer zusammen. 1900 tote Bolschewisten und 14 vernichtete Panzerkampfwa- gen wurden gezählt. Im gleichen Raum drang em deutscher Stoßtrupp mit mehreren Jnfanteriegrup- pen bei 30 Grad Kälte u n b u n f i d) 11 g e m Wetter in vier Bunker des Feindes ein. Nach Erbeutung einer Anzahl Infanteriewaffen wurden die Unterstände und Verteidigungsanlagen gesprengt. An der energischen Abwehrkraft einer b ay ri­schen Gebi rgsdivision brachen in einer öer letzten Nächte mehrere mit starken Kräften gerührte Angriffe der Bolschewisten zusammen. Nachdem der erste Ansturm im wohlgezielten Abwehrfeuer zum Erliegen gekommen war, unternahmen die Ge­birgsjäger schneidig geführte Gegenstöße, sodaß der ganze Singriff der Sowjets trotz ihrer zahlenmäßi­gen Ueberlegenheit vor der Hauptkampflinie zusam­menbrach. Diele tote Bolschewisten deckten das Kampffeld, zahlreiche Gefangene wurden emge- bracht und eine große Zahl von Waffen erbeutet. Die bayrischen Gebirgsjäger hatten nur sehr ge­ringe Verluste. Südostwärts des Ilm en- fees griffen stärkere feindliche Kräfte eine Ort- Uaft an, die von einer pommerfchen Aittklarungs- abteilung verteidigt wurde. Welle auf Welle zer­brach an der deutschen Abwehr. Nach vierstündigem erbittertem Ringen gab der Feind alle weiteren Angriffsversuche auf, nachdem er über 300 Tote hatte zurücklassen rnüsien. . .

Auch im mittleren Teil der Ostfront wurden m heftigen Kämpfen Angriffe der Bolschewisten gegen die deutschen Linien unter starken Verlusten stir den Gegner abgewehrt. Trotz der starken Kalte, die> £it weise auf Minus 30 Grad anjheg, und trotz des von

Berlin, 23.Jan. (DNB.) Im Berliner Zeug­es hat in einem feierlichen Staatsakt das deutsche ilk Abschied von einem kühnen und siegreichen Verführer genommen, dessen Persönlichkeit für im« L mit dem großdeutschen Freiheitskampf oerbun. u bleiben wird. Generalfeldmarschall von Rel- jenau verkörperte bewundernswert jene Harmonie >lten deutschen Soldatentums mit den national- ialistischen Idealen, die die Voraussetzung für die nltgeschichtlichen Siege der Wehrmacht Adolf Hit- ' Den^ Sarg mit den sterblichen Ueberreften des teneralfeldrnarschalls deckt die Reichskriegsflagge, würfen Stahlhelm und Degen des Feldmarschalls, nu ein schlichter Strauß Mimosen, den die Toch- ,r pes Feldmarschalls niedergelegt hoben. Hinter tm Sarg leuchtet ein großes Eisernes Kreuz, zu nden Seiten stehen Fahnen und Standarten der putschen Wehrmacht und im weiten Raum des hrenhofes umgeben die Trophäen deutscher Siege m Sarg. Zu seinen Seiten halten vier Generale -s Heeres die Ehrenwache, neben ihnen stehen Rit- 'rkreuzträger mit den Ordenskissen und dem Mar- hallstabe. Dor dem Sarge haben die Gattin mit en beiden Töchtern und dem Sohne, einem Leut- unt der Panzertruppen, ihren Platz. Zur Rechten

Mittelweges haben Reichsminister und Reichs- :ter, Generale, Staatssekretäre und Gauleiter, Könner aller Parteigliederungen, des Reichskrie- erbunbes und der NSKOV., des Deutschen Olym- jschen Komitees, dem der Verstorbene angehörte, nb seines Vereins, des Berliner SC., zur Linken j? Waffenattachäs der verbündeten und befteunde- m Nationen und die weiteren Trauergäste Auf-

Charles Brooke, der sich selbst nach Australien ge­flüchtet hat und von dort die schärfsten Anklagen gegen die völlig unzureichenden britischen Vertei- bigungs-Dorbereitungen nach London richtet, ist mit seinen reichen Oelquellen fest in japanischer Hand. Mit der benachbarten, zum holländischen Kolonial­besitz zählenden Sunda-Jnsel Celebes, aus der japanische Truppen ebenfalls schon, ohne Wesent­lichen Widerstand zu finden, in schnellem Vormarsch sind, wurde bereits die Brücke zur eigentlichen Süd­see geschlagen. Die vielgliedrige und buchtenreiche Insel ist ein wichtiger Ausgangspunkt zum Angriff auf die zweite Linie des feindlichen Verteidigunas« jystems. Nur die Molukkenstraße mit ihren vielen kleinen Inseln trennt sie von Neu-Guinea, nur Banda- und Timorsee von Nordaustralien. Schon haben japanische Luftstreitkräfte, vorerst vermutlich noch von Flugzeugträgern aus, Koepang auf dem holländischen Teil der Insel Timor angegriffen. Sie sind aber auch schon in großen Geschwadern über zahlreichen Orten der Nordküste N e u - G u i - n e 05 und des sich nach Ost^en anschließenden Bis- marck-Archipels erschienen, dessen Hauptstadt Rabaul offenbar feit Donnerstag bereits in japa-

umschlossenen Festung Sewastopol während der letzten Tage vor den deutschen Stellungen zusam­menbrachen, setzte der Feind am 21. 1. stärkere Kräfte gegen den nördlichen Flügel des Einschlie­ßungsringes an. Auch dieser Angriff wurde vor den eigenen Stellungen abgeschlagen.

Der Webrmar cht.

D77B. Aus dem Führerhauptquarlier, 23. Januar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Im O st e n weiterhin heftige Kampfe.

Bei einem Gegenangriff im mittleren Frontabschnitt wurden dem Feinde wiederum hohe blutige Verluste zugefügt. 35 Geschütze sowie zahlreiche schwere Waffen fielen in unsere Hand.

Im Seegebiet um England beschädigten Kampfflugzeuge durch Bombenwurf einen größeren Frachter. Nachtangriffe der Luftwaffe richteten sich gegen Hafen und militärische Anlagen in S ü fr­on ö Süfrostenglanfr.

In Nordafrika stießen deistsche und italie­nische Truppen dem geschlagenen Feinde nach. Bis­her wurden 10 Panzer, 46 Geschütze und über 100 Kraftfahrzeuge erbeutet oder vernichtet. Verbände der deutschen und italie­nischen Luftwaffe fugten den im Raum südlich Agedabia geworfenen britischen Truppen neue schwere Verluste zu.

Auf der Insel Matta wurden Flug- und See- stühpunkte des Feindes bei Tag und Nacht von deutschen Kampfflugzeugen bombardiert.

Britische Bomber warfen in der letzten Rächt an einigen Orten Westdeutschlands u.a. auf Wohn­viertel und öffentliche Gebäude in Münster Spreng- und Brandbomben. Einheiten der Kriegs­marine schossen drei britische Bomber ab.

Reichsmarschall Göring entbietet dem toten Feldherrn seinen letzten Gruß. (PK.-Aufnahme: Kriegsberichter Eitel Lange sSch.s.)

Die zweite Linie.

Die japanischen Operationen in der Südsee beginnen bereits die zweite Linie der britflch- nordamerikanischen Verteidigung in ihren Ak­tionsbereich zu ziehen. Don der ersten Linie stehen nur noch Reste, deren gänzliche Zertrümmerung lediglich eine Frage der Zeit ist. So leistet auf der Philippinenrnsel Luzon General Mac Arthur mit den wenigen ihm gebliebenen Truppen zwar noch äußerst zähen Widerstand auf der Da« lang-Halbinsel, aber ohne Hoffnung auf irgend­welchen Entsatz ist sein Kampf aussichtslos. <do konnten die Japaner auch schon damit beginnen, Verwaltung, Verkehr und Wirtschaftsleben auf dem größten Teil der Philippinen wieder in Gan^ zu bringen, wobei sie durch weite Streife solcher Fili­pinos unterstützt werden, die den Versprechungen Washingtons auf Freigabe der Philippinen stets mißtraut haben und nun hoffen dürfen, ihr Ver­langen nach Unabhängigkeit ihres Landes durch enge Zusammenarbeit mit Japan endlich erfüllt zu sehen. Auch Dritisch-Nord-Borneo, vor allem das Protektorat Sarawak, das Land des von Romantik umwobenen weißen Rajahs Sir

führen sollten. ... ...

Und hier habe ich dem Verstorbenen persönlich tud) heißen Dank auszufprechen für alle seine Hilfe lind vor allem für seine Aufgeschlossenheit, die er hm neuen und jüngsten Wehrmachtsteil, unserer Luftwaffe, entgegenbrachte. Sein sportlicher Reift ließ ihn diese Waffe ebenfalls besonders lie­ßen. Als ich sie damals aus dem Nichts bauen Mußte, da ging er mir zur Hand mit Rat und .Snt und half mir, viele und große Schwierigkeiten ?u überwinden. Dafür möchte id) ^jbm heute auch ten Dank meiner Waffe ausfprechen.

Und bann kamen die Zeiten, da Deutschland und feine Wehrmacht wuchsen und erstarkten, bis sie »Eich kämpf- und schlagbereit den Feinden gegen- übertreten konnten. Da war es ganz selbstveritanb- ,1'ich, daß ein General, wie der Feldmarschall von sisieichenau. mit solch kühnem und starkem Soldaten- ter,3 an Sie Spitze großer Kampfeinheiten aellellt würbe und daß ihm schwere Aufaaben zuteil wur­den. Ich brauche nicht die Schlachten aunuzäblen Mie der Feldmarschall mit feinen Trunpen gewin- hen half, aber eines möchte ich noch besonders ber- torfnben ein besonderes Kennzeichen feiner Rer- !önlichk"it: Es litt ibn nicht nur im Hauvtauartier: mmer wieder- eilte er in d i e vorderste F^r o n t ;u feinen Truppen, flog im kleinen Fiefeler-^torch entlang der Front, stand selbst bei den feuernden Batterien und riß die sprungbereiten Infanteristen reiner Armee mit vorwärts. Und diese enge Ver- hunbenbeit; dieser Einsatz auch für den einzelnen Mann hat ihm die Herzen feiner Soldaten gewon­nen.

Allen schien es unfaßbar, daß der Feldmarschall m so jungen Jahren nun den Feldmarschallstab für , immer aus der Hand legen sollte. Aber die höhere Vorsehung hat ihn abberufen. Und wenn er sich jetzt bei der großen Armee meldet, bann wird auch ?r berichten können, baß die neue beutsche Wehr- '. macht unter ber starken unb alorreichen Führung Abolf Hitlers bie alten Trabitionen, bie uns ge­rade in diesem Raum umwittern, die Siege des un­

unter meinem Befehl gehabt zu haben. Das deutsche Heer senkt in Ehrfurcht und Verehrung seine Fahnen an der Bahre dieses großen Soldaten.

Während das Lied vorn guten Kameraden leise durch den Raum zieht, die Fahnen sich über den Sarg senken und die Batterien einen Trauersalut von 19 Schuß lösen, legt der Reichsmarschall den Kranz d e s F ü h r e r s, der auf der Schleife die WorteAdolf Hitler" trägt, nieder und verweilt kurze Zeit in stillem Gedenken vor dem Sarge. Un­ter dumpfem Trommelwirbel legt dann General­feldmarschall von Rundstedt für den Führer als Oberbefehlshaber des Heeres einen KkanZ nie­der, dessen Schleife die WorteDer Führer" trägt. Dann erklingen die Lieder der Nation, der Reichs­marschall tritt zu der Gattin, dem Sohn und den beiden Töchtern des Verstorbenen, um ihnen des Führers Anteilnahme auszufprechen. Unteroffiziere tragen den Sarg aus dem Ehrenhof, ihnen voran gehen die Träger mit den Kränzen des Führers und Öberöefehlshabers des Heeres, die Ritterkreuzträger mit dem Marfchallstab und den Ordenskissen des Feldmarschalls. Generalfeldmarschall von Rundstedt fuhrt die Gatttn, hinter ihnen folgen die Kinder und die Trauergäste. Vor dem Portal des Zeughauses präsentiert die Irauerparaöe. Der Sarg wird auf bie Lafette gehoben, dann maschiert unter dump­fem Trommelwirbel die Trauerparade am Sarge vorbei und setzt sich an die Spitze des Zuges.

Auf dem Jnvalidenfriedhof wird der Sarg von Offneren zur Grabstätte getragen und unter dumpfem Trommelwirbel, mit der Reichs­kriegsflagge, dem Stahlhelm und Degen des Toten bedeckt, in das Grab gesenkt, an dem vier Generale des Heeres die Ehrenwache halten. Kriegspfarrer Braun spricht kurze Abschiedsworte. Drei Ehren- ! fairen hallen über die Grabstätte. Das Halali, ge-

nischer Hand ist.

Neu-Guinea, die zweitgrößte Insel der Erde, mit feinen 800 000 Quadratkilometer noch um ein Viertel größer als das Deutsche Reich, aber mit taum einer Million Einwohner einer der dünnst bevölkerten Teile der Welt, verdankt diese schwache Besiedlung den bis zu 5000 Meter ansteigenden Ge­birgen, die die Insel durchziehen, und dem den Euro­päern wenig zuträglichen feucht-tropischen Klima in den Ebenen Und Küstenstrichen. Das ist wohl auch der Grund, warum Neu-Guinea erst verhält­nismäßig spät in die Kolonialpolitik der euro­päischen Nationen einbezogen wurde. Denn wenn es auch schon Anfang des 16. Jahrhunderts von Spa­niern entdeckt wurde, so nahmen erst 1828 die Hol­länder die westliche Hälfte der Jnjel in Besitz, in die östliche teilten sich 1884 Deutsche und Briten. Zum damaligen deutschen Kolonialbesitz gehörte auch der Bismarck-Archipel mit den Inseln Neu- Pommern, NeU'Mecklenburg, Neu-Hannover und den im Bogen nach Norden vorgelagerten Admi- ralitätS-Jnseln. Das Versailler Diktat beraubte uns mit den andern Kolonien auch dieser fernen Be­sitzungen, nachdem sie schon zu Beginn des Welt­krieges den Australiern in die Hände gefallen waren. Als Dölkerbundsmandate verschacherte man sie an Australien, das sich aber gänzlich unfähig zeigte, etwas der früheren deutschen Musterverwal­tung auch nur annähernd Gleichwertiges auf die Beine zu stellen. Mit den in dieser Woche gemelde­ten Luftangriffen auf Madang, dem früheren Fried- rich-Wilh'elmshafen an der Nordostküste Neu-Gui­neas, und der Besitznahme von Rabaul, dem frühe­ren Simpsonhafen auf Neu-Pommern, heute Sitz der

vergeßlichen großen Königs, die Siege der Frei- heitskämpfe, die Siege der deutschen Einigung, fortsetzt zum Endsieg Deutschlands und zur Er­ringung der ihm zukommenden Machtstelluna.

Es wird der Tag kommen, da werden wieder die Glocken Sieg und Frieden läuten, da werden deut- che Batterien den siegreichen Frieden salutieren, da weiden aus allen Himmelsrichtungen die deut­schen Truppen in die Heimat zurückkehren, und dann wollen wir auch wieder Deiner gedenken, der Du mit dabei warst <? I s Heerführer, als Soldat und Kamerad im großen Kampf um Deutschlands Aufstieg. Und so will ich denn Abschied nehmen im Namen unseres Führers, will Dir den ganzen aufrichtigen, heißen Dank übermitteln, den Dir der Führer sagen laßt für Deine Treue und Einsatzbereitschaft und für die ruhmreiche Führung der Dir anvertrauten Trup­pen. Niemals wird dieser gewaltige Kampf ver­gessen und niemals mit diesem Kampf der Name des Generalfeldmarfchalls von Reichenau!

Für den Oberbefehlshaber des Heeres spricht bann Generalfeldmarschall von Rundstedt: Das deutsche Heer und an seiner Spitze fein Führer verlieren in dem verewigten Feldmarschall von Reichenau einen Soldaten von vorbildlicher Tapfer­keit und Einsatzbereitschaft sowie einen Armeeführer von kühnem Wagemut, großer Entschlußkraft sowie soldatischem Können und einem die Truppe mit­reißendem Schwung. Seine Untergebenen verehrten in ihm den warmherzigen, wohlwollenden, fürsorg­lichen Vorgesetzten, und wir alle, wir Offiziere, den vornehmen Mann und vortrefflichen Kameraden. Die Taten des Generalfeldmarschalls von Reichenau wird dereinst die Kriegsgeschichte würdigen. Sem Andenken aber lebt im Heer, besonders in den von ihm geführten Armeen, weiter und wird uns ollen.i«^.. v---- - -, ,

ein An vorn fein wie bisher treu unsere Pflicht zu blasen von Trompetern des Wachbatmllons Berlm, tun und nicht nachzulasien, bis der Endsieg errungen war ver letzte Gruß an den verewigten General- ift Ich persönlich bin stolz darauf, den Generalfeld- fewmarlchall.

marschall in zwei Feldzügen mit seinen Armeen

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