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Die Wehrmachtberichte

Flakartillerie und Schiffseinheiten der Kriegsmarine

Bei

O?r Wehrmachtbericht vom Gamstag

In den besetzten Westgebieten wurden sechs bri­tische Flugzeuge abgeschossen. 3n der Nacht zum 20. November flogen zwei britische Kampfflugzeuge mit je einem Segelflugzeug im Schlepp in Süd­norwegen ein. Ein Kampfflugzeug und beide Segel­flugzeuge wurden zur Landung gezwungen, die mif- geführlen Sabotagetrupps zum Kampf gestellt und bis zum letzten Mann niedergemacht.

In der Zeit vom 1. bis 20.November verlor die britische Luftwaffe 249 Flugzeuge, da­von 120 über dem Mittelmeer und in Nordafrika.

herbstlich kahlen Feldern und rveltabgklegenen Weiden auf das erste Flaknest zu. Kaum ist er um die Ecke eines Knicks gebogen, als plötzlich von überall hinter Erdwällen und dicht getarnten Stän­den hervor ein heiteres Hallo anhebt, Stahlhelme und Feldmützen auftauchen. Im Nu gibt es ein fröhliches Hin und Her, ein Fragen und Berichten über das Ereignis der letzten Nacht. Die Frauen lächeln mit stillem Stolz und müssen dabei viel­leicht an ihren eigenen Jungen denken, der selber Uniform trägt.

Doch dann werden mit einem Male die weißen Tücher auf dem Wagen beiseitegezogen und mit einem allseitigen Ah! die duftenden Kuchen enthüllt. In Baracken und Ständen, in der Schreibstube und am Gefechtsstand, zwischen den Geschützen und beim Kommandogerät, überall tauchen lachend die Ju­gendgruppenmädel auf, und sie kennen sich hier aus. Jeder Soldat bekommt seine zwei Stücke hausge- backenen Kuchen wie immer am Flaksoldatensonn- tag, aber diesmal legen die Mädel noch ein drittes Riesenstück obenauf und erklären dazu mit strahlen­dem Stolz und beinahe feierlich:Als Sonderzutei­lung für den abgeschossenen britischen Bomber!"

Doch dieses dritte Stück Kuchen ist mehr als nur der Anlaß zu einem Scherz und mehr auch als nur ein kleiner Dank für eine tüchtige Leistung. Es ist weit darüber hinaus das unscheinbar sichtbare Zei­chen der ganz eigenen Kameradschaft und Verbunden, heit zwischen den Soldaten unserer Luftwaffe und den Menschen gerade der luftbedrohten Gebiete. Denn es ist doch so,, wie es noch nie in einem Kriege war, daß der Soldat, und in diesem be­sonderen Falle der Flaksoldat, unmittelbar zwischen den Aeckern und Häusern der Heimat kämpft, und daß die Heimat unmittelbar die Wirkungen dieses Kampfes spürt und miterlebt.

Die Fahrt, die der Wagen an jenem Flaksoldaten­sonntag aus dem kleinen friesländischen Ort zu der einsamen Stellung hinaus tut, ist im Grunde nichts anderes als eine Fahrt von der Heimat an die -vront in der Heimat. Und daß es gerade Frauen sind, die diese Fahrt unternehmen, die den Soldaten so manchen häuslichen Gegenstand für die Unter­kunft besorgen, ihnen die Strümpfe stopfen oder die Wäsche betreuen, gerade diese unscheinbaren fraulichen Hilfen, geben diesem Verhältnis von Heimat und Front eine eigene Wärme und einen tieferen Sinn.

Ein mit zahlreichen Booten unternommener feind­licher Uebersehversnch über die Newa scheiterte im zusarnrnengefahten deutschen Abwehrfeuer. Bei örtlichen Kämpfen an dieser Front wurden 60 zäh

NSKK.-Sturmbannführer Bergens von der Reichssegelfliegerschule Spitzer Berg bei Wien hat einen neuen Weltrekord im Segelflug aufgestellt, indem er 45 Stunden, 28 Minuten und 5 Sekunden in der Luft blieb und damit den alten Rekord um mehr als 7 Stunden überbot.

Der frühere Außenminister von Oesterreich-Un­garn Graf Leopold Berchtold ist nach lan­ger Krankheit am Samstagmorgen in seinem Schloß in der Nähe von Sopron gestorben. Er ist 79 Jahre alt geworden. Er war Außenminister zur Zeit des Weltkriegsausbruches, nachher Oberstkämmerer des Kaisers Karl.

Eine neue japanische Offensive gegen die erst vor. kurzem aufgestellte kommunistische 4. Tschungking- Armee, die im Westen der Provinz Kiangsi steht, hat begonnen. Japanische Truppen nahmen den kommunistischen Stützpunkt Kinchen und erzwangen einen Einbruch in Panching, wo das Hauptquartier der 4. Armee lag. Die Verfolgung der geschlagenen 4. Armee dauert an.

11 M. bekannt:

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Mehr als ein kleiner Dank.

Von Friedrich Lindemann.

Für die Frauenschaft des kleinen friesländischen Ortes ist wieder einmal Flaksoldatensonntag. Das heißt: seit Kriegsbeginn hat sie es sich zur Ehren­pflicht gemacht, in jedem Monat einmal an einem Sonntag die Männer der Flakbatterien zu besuchen und zu bewirten, die rings um den Ort in den Feldern verstreut, gut getarnt, aber einsam und abgelegen bei Tag und vor allem bei Nacht ihren entsagungsvollen Dienst versehen. Am Samstag- nachmittag hat es aus allen Häusern des Ortes nach Kuchenbacken geduftet. Nun am Sonntagnachmittag knarrt vorsichtig ein Bauernwagen, von dem es unter schneeweißen 'Tüchern hervor gleichermaßen nach Kuchen duftet, zum Orte hinaus über grund­lose Landwege, zwischen Knicks und Eichenbüschen hin.

Aber von gestern auf heute ist etwas geschehen, das gerade diese Sonntagsfahrt für die sie beglei­tenden Frauen und Mädel zu einer besonders fest­lichen und freudig gespannten macht. Denn in dieser Nacht sind wieder einmal die Briten dagewesen, und die Rohre der Flak haben ihnen wieder einmal ihr dellendes, belferndes Sperrfeuer vorgelegt. Doch dieses Mal sind die Briten nicht wie sonst in gro­ßen Höhen vorübergezogen, sondern haben einen Angriff auf den friedlich-ländlichen Ort selbst ver­sucht. Aber eben nur versucht. Denn da haben die Männer" der Flak einmal wirklich zeigen können, was in ihnen und ihren Rohren steckt. Ein Höllen­orkan ist den Angreifers entgegengeschlagen, und schon nach wenigen Minuten zeigte einer die Feuer- fahne, segelte wie ein brennender Meteor durch die Nacht und schlug weit drüben in Trümmern zerfetzt zu Boden. Und während noch draußen aus den ein­samen Batterien das Hurrarufen über den Sieg in die Nacht scholl, ging es drinnen in den Häusern des Ortes mit freudigem Stolz von Mund zu Mund: Sie haben einen! Unsere Jungens haben einen heruntergeholt!"

Unb die Folge? Am Flaksoldatensonntagmorgen häuften sich die freiwillig gespendeten Butterkuchen und Obftkuchen und Topfkuchen auf den Tischen der Ortsfrauenschaftsleiterin, von den begeisterten Frauen gespendet.

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Ecuador hat den Vereinigten Staaten Stützpunkte auch auf dem Festlande eingeräumt, erklärte V der in Mexiko-Stadt eingetroffene Staatspräsident j von Ecuador, Dr. Carlos Arroyo del Rio. Bisher i war nur bekannt, daß Ecuador den USA. Stütz-1 punkte auf feinem Jnfelbesitz zugestanden hat.

Die spanische Polizei hob in Tanger eine jüdische Paßfälscherzentrale aus, die Zweigstellen in La- . rache, Arzila und Alkazar Quivir hatte und an eng­lische Staatsangehörige gefälschte portugiesische Pässe lieferte.

und Generationsgeschichte sich spiegelt, in der sich solide Kenntnisse und erzählerische Phantasie verbin­den. Vor allem eine aufgeschlossene Jugend, deren unbegrenzter Leseappetit auch vor drei zusammen­gehörigen dicken Bänden nicht zurückschreckt, darf ' sich von der Lektüre vielfältigen und bleibenden Ge­winn versprechen. Hans Thyriot.

Liselotte Deppe-Kuntze: Kinder- flbel für deutsche Eltern. 99 Seiten. Rütten & Loening Verlag, Potsdam, 1942. Die mit dem Buchschmuck von Wolfgang Felten hübsch aus- gestattete Fibel hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine Reihe der für Eltern kleiner Kinder wichtigen Fragen zu beantworten: wie entwickelt sich die Seele eines Kindes in den ersten Lebensjahren, wie erziehen wir es zu deutschem Wesen, wie gedeiht es am besten in unserem Heim? Der erste Teil be­handelt die erwachende und sich entwickelnde Welt des Kindes im ersten bis dritten Lebensjahre, im Trotz- und Fragealter; der zweite die Erziehung zu Gehorsam und Einordnunqswillen, zu Mut, Harte und Ehrfurcht. Die Gsdankenqänge des Bänd- chens, die in ähnlicher Form bereits als Rundfunk­vorträge verbreitet wurden, werden für Eltern und^ Erzieher namentlich noch kleiner Kinder eine will­kommene, zum Nachdenken auffordernde, manche Anregungen und praktischen Hinweise vermittelnde Lektüre sein. Hans Thyriot.

Der Krieg 1939/41 in Karten." Her- ausgegeben von Dr. Giselher Wirsing in Verbin­dung mit Wolfgang Höpker, Fritz Meurer und Horst Michael (Verlag Knorr & Hirth, München, mit 48 meist mehrfarbigen, ganzseitigen Karten, 96 Seiten, 3,70 RM ). Eindringlich stellt das Werk die welt­weiten politischen und strategischen Zusammenhänge dar durch eine mehrfarbige militärisch-politische Karte, deren geographische Genauigkeit das Auf­schlagen der jeweiligen Brennpunkte der Kämpfe erlaubt. Nachdem die Vorbedingungen des Krieges durch solche Karten und die jeweils beigegebenen Texte behandelt sind, wird der Verlauf der Feld- zuge in West und Ost gezeigt. Ostasicn als Kriegs­schauplatz sowie Mittelost und Vorderer Orient wer­den ebenso erläutert, wie die Schlacht um den Atlantik. Ein Anhang mit den Schlußberichten des

, rkommandos der Wehrmacht über die bisherigen ^eldzuge verstärkt den dokumentarischen Wert des Werkes,

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Südlich Stalingrad und in der Kal- Flugzeuge wurden in Brand geworfen, mückensteppe trat der Feind mit starken, von - - ------*

Panzern unterstützten Kräften zum Angriff an. Line motorisierte feindliche Kräftegruppe wurde dabei aufgerieben. Auch am unteren Don dauern die erbitterten Abwehrkämpfe deutscher und rumänischer Truppen an. Lin durch unsere Stellungen durch- gebrochenes verstärktes Sowjet-Kavallerie-Regiment wurde eivgefchlossen und vernichtet.

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Daß dem umfänglichen erzählerischen Werke Gustav Freytags ein breiter Raum in der von Alfred G e r z unter dem TitelDer Zauberspiegel" bei Rütten & Loening in Potsdam herausgegebenen Sammlung deutscher Romane eingeräumt wurde, erscheint naheliegend und begrüßenswert in einto Seit, in der sich ein neu erwachendes Gefühl für Bedeutung und Würde der großen Vergangenheit und die geschichtliche Entwicklung des deutschen Vol­kes auf mannigfache Weise bekundet. Der 1816 in Kreuzburg in Oberschlesien geborene Gustav Frey- tag hat in der Mehrzahl seiner umfangreichen er­zählenden Schriften (auf denen seine literarische Bedeutung heute für uns nahezu ausschließlich be­ruht), ähnlich wie Scheffel und Dahn, einem durch öie Wissenschaft gesicherten Bilde der deutschen Ge­schichte und Vorgeschichte die belletristisch gelockerte, ziemlich voraussetzungslos lesbare Form gegeben und damit einem großen, vielfach auch jugendlichen Leserkreise den Blick für geschichtliche Zusammen­hänge geschärft und die Freude an der großen 23er- gangenheit unseres Volkes geweckt oder vertieft. Das gilt vor allem für'feineBilder aus der beut- fchen Vergangenheit"; in minder ausgeprägtem Maße fürDie verloreneHandschrift", die in zwei sehr schönen, mustergültig ausgestatteten Lemenbänden hier neu erscheint. In diesem Werke, in dem es sich um die Suche nach einer verlorenen Handschrift des Taritus handelt, überwiegen wohl für den heutigen Leser die romanhaften Verknüp­fungen und Verwirrungen des ursprünglich histo­rischen Mottos.D i e A h n e n" (1873 bis 1880 zu­erst erschienen und jetzt in drei stattlichen Bänden der Sammlung desZauberspiegels" einverleibt) dürfen gerade heute wieder auf einen interessier­ten Leserkreis rechnen, weil hier, von der Völker­wanderungszeit bis an die Schwelle. der Gegen­wart, die große geschichtliche und kulturg^chichtl-che Vergangenheit unseres Volkes in einer Familien-

er nicht Gefahr laufen wollte, daß chm die schmale und mühselig gewonnene Plattform abermals, und bann für immmer, unter den Füßen weggezogen wurde. Mit der Zähigkeit eines Menschen, der aus dem Land der harten und gescheiten Bauern der Auvergne stammt, hielt er fest, spann neue Fäden, knüpfte solche, die ihm zerrissen wurden, und war­tete ab. Er wartete, bis die Gegenseite zum Angriff überging, Darlan die Schwenkung vollzog und Vichy das zaudernde, nicht ja und nicht nein sagen wollende Vichy plötzlich vor die Entscheid düng gestellt war. Jetzt gab es nur noch Laval ober dieDissidence".

Indes die Franzosen des bisher unbesetzten Ge­biets sich vielfach mit der Frage beschäftigten, wie die Ernährungslage sich nunmehr gestalten werde, unh einige Polizisten in braunen Ledermänteln fröstelnd vor dem Hotel du Parc auf- und ab­stampften, kämpft hinter den so bewachten Mauern Pierre Laval um die politische Entscheidung, . die Frankreich in letzter Stunde noch retten ober jeben­falls vor bem sicheren Zusammenbruch bewahren könnte. Nach Giraub unb Darlan, nach bem Ver­sagen, muß endlich das kommen, worum Laval von Anfang an gerungen hatte: eine feste und ein­deutige französische Haltung.

Die Hoffnung mancher, man könnte weiter mit mehreren Bällen spielen, hat sich als Illusion er­wiesen. Die offengehaltenen Türen nach der falschen Richtung verursachten einen Gegenzug, dem die Gefahr folgte, daß alle Türen gleichzeitig zuschlagen könnten. Petain hat die Politik Lavals öffentlich anerkannt und erklärt, daß Laval allein stets die

verteidigte . Sowjetbunker genommen. Bei einem sind hieran mit 40 Abschüssen beteiligt. IBäfjrenb ber Stoßtruppunternehmen vernichtete ein Verband der gleichen Zeit gingen im Kampf gegen Grohbntan- waffen-44 eine größere Anzahl Kampfstände und nien 97 eigene Flugzeuge verloren. Bei den Kamp- fügte dem Feind hohe Verluste zu. Deutsche Kampf-1 fen gegen die feindliche Landungsflolte im Vlittel-

llnfere Frauenschaft", fo sagte der Leutnant, als der Wagen sich an jenem Sonntag wieder ver­abschiedete und es läßt sich nicht besser sagen: ,mnsere Fräuenschaft gehört ganz einfach zu uns Soldaten, denn durch sie, so empfinden wenigstens wir es, gedenken unser alle deutschen Mütter und Mädel."

Vichy, 21. Nov. (Europapreß.) Die von der fran­zösischen Regierung angeordnete Feststellung jener landwirtschaftlichen Flächen, die hochwertiges Kulturland darstellen, aber seit Jahren brachliegen, wurde nun abgeschlossen. Das Er­lebnis ist überraschend. Rund 800 000 ha wertvolles Agraland liegen seit Jahrzehnten brach, weil die Be- itzer anderweitige und offenbar ertragreichere Er- verbsquellen gefunden hatten. Zu diesem Brachland int) fast 600 000 ha Land hinzuzufügen, bas" mit verhältnismäßig geringen Verbesserungsarbeiten an­baufähig gemacht werden kann. Im ganzen kann Frankreich also bei einiger Anspannung 1,4 Mil­lionen ha Land mehr bestellen als bisher. Die Be- tellung wird bereits im kommenden Jahr unter taatlicher Kontrolle und Mithilfe durchgeführt werden.

Neuer britischer Terrorangriff auf Turin.

Rom, 21.Nov. (DNB.) Der italienische Wehr­machtbericht vom Samstag gab bekannt, daß auf Turin ein Angriff britischer Flugzeuge stattfand, die in mehreren Wellen Spreng- und Brandbomben in beträchtlichen Mengen abwarfen, vor allem aus Viertel im Zentrumder Stadt. Die Schäden sind sehr groß. Unter der Zivilbevölkerung wurden 29 Tote und 120 Verwundete feftgeftellt. Drei Flug­zeuge wurden abgeschossen.

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Angesichts der Terror-Lustangriffe betont die ita­lienische Presse, daß diese Angriffe die Bevölkerung nur noch enger zusammenschließe. Gayda erklärt in derVoce d'Jtalia", England habe zuerst immer versichert, nicht gegen das italienische Volk, sondern nur - gegen das faschistische Regime zu kämpfen. Nachdem es sich aber gezeigt habe, daß England mit ehrlichen Mitteln auf dem Schlachtfelde keine Er­folge erringen könne, richtete es feine Waffen gegen Frauen, Kinder und Waffenlose. Wenn die Zeit gekommen sei, würden die Achsenmächte mit den gleichen unerbittlichen Methoden gegen England vorgehen, die die Londoner Regierung eingeführt habe und für die sie die volle Verantwortung trage.

Ium Tode General Herhogs.

Wie schon kurz gemeldet, ist General H e r tz o g, der frühere Führer der Buren und durch 15 Jahre Premierminister von Südafrika, nach längerer Krankheit gestorben. Der Burenkrieg hatte seine antibritische Einstellung bestimmt, deren Grundton sein ganzes Leben beherrscht hat. Hatte er schon in Dereeniging gegen den Frieden mit England gestimmt, so tat er später alles, um das burische Element von England unabhängig zu machen. So versuchte er die Zweisprachigkeit in den Schulen des Oranje-Freistaates durchzusetzen. Im Kabinett Botha (1910 bis 1912) Justizminister, tat er sich durch seine antibritische Einstellung so hervor, daß er ausgebootet wurde. Er gründete eine oppositio­nelle Partei, welche die vollständige Unabhängigkeit von England anstrebte. Im Jahre 1924 hatte er 63 Abgeordnete und die Grundlage für seine Be­rufung zum Premierminister der Südastikanischen

Union. 15 Jahre lang hat er diesen Posten bekleidet. Sein Streben, fein burisches Volk wieder unab­hängig zu machen, ließ ihn 19^6 den unabhängigen Dominion-Status erkämpfen. 1927/28 wurde die nationale Flagge geschaffen. Wenn im Statut von Westminster das Empire zum British Common- wealty of Nations geworden ist, so ist dies auch der unermüdlichen Tätigkeit Hertzogs ' zuzuschreiben. Sein Alter und seine Krankheit haben es ihm un­möglich gemacht, der Englandpolitik des Generals Smuts wirkscktn entgegenzutreten.

Größte Erfolge . mit geringstem Aufwand."

Adolf Hitler im Urteil eines USA.-Kriegsproduktionsleiters.

Lissabon, 22. Nov. (Europapreß.) Der stell­vertretende Vorsitzende des Kriegsproduktionsamtes der Vereinigten Staaten, William L. Batt, er­klärte in Boston,obgleich wir Hitler hassen, müssen wir zugeben, daß wir in ihm einen d er besten Lenker von Menschen unb M a t er i a l sehen, der zugleich mit dem größten ReHe - t alen t aller Zeiten ausgestattet ist. Er hat größte Erfolge mit einem Mindestaufwand erzielt und steht in dieser Hinsicht einzig in der Geschichte da. Arme und praktisch bankerotte Länder wie Deutschland und Japan haben uns einfach bewiesen, was man auchohne Geld sertigbringen kann." Batt fügte hinzu gewissermaßen als Nutzanwendung aus diesen Erkenntnissen, die Vereinigten Staaten müßten sich an die neuen Grundsätze der Kriegs­wirtschaft nun langsam gewöhnen und sich auf eine weitere erhebliche Senkung ihres Lebensstandards gefaßt machen.

Kleine politische Nachrichten.

Reichsorganisationsleiter Dr. L e y besuchte Haupt­betriebsobmänner und Betriebsobmänner der eisen­schaffenden Industrie, die das Fachamt Eisen und Metall der Deutschen Arbeitsfront auf der Schu­lungsburg Berlin-Wannsee zu einem Lehrgang zu­sammengezogen hatte. An der Aussprache nahmen auch bekannte Betriebsführer teil.

Der Korpsführer des NSKK., Krauß, traf in den Niederlanden ein Nach einem Empfang beim Reichskommissar, Reichsminister Seyß-Jnquart, war er Gast des Wehrmachtbefehlshabers General der Flieger Christtansen sowie des Leiters der nieder- ländischen NS.-Bewegung, Adrian Mussert. In

Den Haag, Utrecht und Amsterdam besichtigte er Ausbildungsstätten derNiederländischen Motor- W. 21.", aus deren Reihen viele Freiwillige in den Transportregimentern des NSKK. an der Ostfront stehen. Den Abschluß bildete ein Besuch bei der, Rheinflottille, die aus dem NSKK. hervorgegangen ist und ihren Nachersatz aus ihm erhält.

Am Todestage des Obersten Werner Mol­de r s, der am 22. November 1941 bei einem Dienstflug tödlich verunglückte, stellte die Luftwaffe am Totensonntag an feinem Grabe auf dem In- validenfriedhof einen Doppelposten. Offiziersabord- nungen der Luftwaffe legten Kränze des Reichs­marschalls, des Jagdgeschwaders Mölders und des Inspekteurs der Jagdflieger an der Ruhestätte nieder.

Dinge richtig sah unb deshalb die Verantwortung für alles weitere auf feine Schultern gelegt werde.

Formell find dem Regierungschef jetzt alle Macht­mittel gegeben, um feinen Kampf erfolgreicher zu führen, als er dies bisher angesichts der Bedrohun­gen von rechts und links vermochte. Der Regie­rungschef kann Gesetze und Verordnungen allein erlassen. Er tritt an die Stelle des Staatschefs, wenn dieser fein Amt vorübergehend nicht wahrnimmt. Er hat es in der Hand, feine Regierung so zusammen­zustellen, daß deren Majorität ihn zum Staatschef wählt, wenn Pstain einmal ganz aus bem Amte scheiden sollte.

Mit solcher Macht, in solcher Position hat Laval die Pflicht, seine Macht auch anzuwenden. Ihm, dem routinierten Politiker und klugen Verhandler, liegen gewiß Unterhandlungen mehv als Diktate. Die Vergangenheit hat aber gezeigt, daß Gegner, denen man Aktionsfreiheit läßt, dies verhängnisvoll aus­zunutzen wissen. Laval wird mit Tatkraft zu be­weisen haben, daß die ungewöhnlichen Zeiten un­gewöhnliche Maßnahmen und gegebenenfalls auch ungewohnte Härten bedingen. Das Volk aber muß in feiner Mehrheit nun endlich verstehen, worauf es an kommt, fo wie es der kleine Kreis der Verantwortlichen in letzter Stunde erkannt hat. Daß Laval nicht aus Freude am Herrschen zur Härte greifen wird, sondern sich des Außerordentlichen feiner Macht bewußt ist, dafür bürgt seine Person.

Eine Rundfunkansprache Lavals.

Vichy, 21. Nov. (DNB.) Der französische Re­gierungschef Laval hielt eine Rundfunkansprache, in der er betonte, baß er mit den neuen, ihm von Marschall Pätain übertragenen Vollmachten eine schwere Verantwortung übernehmen werde. Eng­land und die Vereinigten Staaten hätten Frankreich Stück für Stück seines Imperiums entrissen. Ohne dieses Imperium aber könne Frankreich nicht leben. Er betonte dann, daß Frankreich niemals gegen die Vereinigten Staaten eine feindselige Handlung un­ternommen habe.Es sind", so fuhr Laval fort, b i e Juben und Emigranten", die in den Vereinigten Staaten versuchen, die öffentliche Mei­nung gegen Frankreich aufzuhetzen. Deutschland hat niemals etwas von Frankreich gefordert, was die französische Regierung daran hätte hindern können, die normalen Beziehungen zu Washington aufrecht­zuerhalten."

Laval gab seiner festen Ueberzeugung Ausdruck, daß Deutschland diesen Krieg siegreich beenden werde, denn eine Niederlage Deutschlands würde den Kommunismus in ganz Europa zur Folge haben.Wir wollen nicht, daß der Weltbolschewis­mus, der die schlimmste Gefahr für die Völker ist, den englischen Quartiermachern auf dem Fuße folgt." Laval behandelte bann die Ereignisse in Französisch-Nordafrika und hob hervor, daß Frank­reich eine Freiwilligen-Legion aufstellen werde, um die ihm von Roosevelt entrissenen Ge­

biete wieder zu erobern. Seit dem Eintreffen der nordackerikanischen Truppen in Marokko unb Al­gerien habe Roosevelt klar zu erkennen gegeben, welches Schicksal Frankreich bevorstehen würde, wenn Roosevelt den Sieg davontragen sollte. Frank­reich würbe sich unter der Herrschaft von Kommu­nisten unb Juben zu beugen haben. Laval schloß eine Rebe mit den Worten, es gehe jetzt darum, ne alte Kultur zu bewahren. Durch das Vorgehen Roosevelts seien alle Länder Europas einem gerne insarnenSchicksal verschworen.

Banksnrun in Marokko.

T a n g e r, 22. Nov. (DNB.) Die unsicheren poli­tischen Verhältnisse in Marokko und die Sorge um eine vollkommene Entwertung des französischen Franken durch die zusätzlichen in der Bank von England für die Invasion hergestellten Notenpakete "haben zu einem Run auf die marokkanischen Ban­ken geführt, so daß die zuständigen Stellen sich ge­nötigt sahen, Barauszahlungen auf höchstens 5000 Franken pro Person und Tag festzulegen. Da das Falschgeld auch in Algerien in Umlauf gebracht wurde, rechne man auch dort mit ähnlkchen Ein­schränkungsmaßnahmen.

1,4 Millionen Hektar Brachland in Frankreich.

flugzenge griffen im hohen Norden eine Teilstrecke der Würmanbahn mit guter Wirkung an.

3n der Lyrenaika und an der tunesisch- algerifchen Grenze entwickelten sich erfolg- DNB. Aus dem Führerhauptquartier, Spähtruppkämpfe. Nachschubkolonnen des

21 Nov. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt - jeinöes wurden bombardiert. 3m Kampf gegen die

bekannt: britisch-amerikanische Nachschubflotte versenkte ein

3m Gebiet des Terek führte der Feind hart- deutsches Unterseeboot w e st l i ch Gibraltar aus riädige Angriffe, die wie bisher unter hohen bluti- einem stark gesicherten Geleitzug drei mit Kriegs- gen Verlusten für die Sowjets zurückgeschlagen material voll beladene Transporter von zusammen wurden. Bei den erfolgreichen Angriffs- und 2lb-; 15 000 BRT. und torpedierte ein viertes Schiff, wehrkämpfen in diesem Raume wurden in der Zeit Die Luftwaffe erzielte Bombentreffer auf zwei grö- vom 25.Oktober bis 19.November 18300 Oe-' Heren Handelsschiffen vor Algier und Phi- n n g e n e eingebracht und 189 Panzer, 283 Ge- lippeville und in den Hafenanlagen beider chühe und 630 schwere Infanteriewaffen erbeutet ( Städte. Luftangriffe richteten sich ferner gegen Flug­plätze und Bahnanlagen, hallen und abgestellte