Einzelbild herunterladen

§reltag,2Z.GktoberM2

Alliierte IntereffenkMon in 3nnernfien

erreichen können. Auch England hat an Singkiang

RooseveNsorderleauchinArgenünienStützpunkte

auch in Argentinien militärische Stützpunkte zu 'sichern, beachtet die ZeitungEl Pueblo". Danach

hat die nordomerikanische Regierung bei den jung-

M

Banditen, aber keine Soldaten

in in

litler-Jugend ließen (116)

M!

lerauffflhnmg lökk

Buenos, Aires, 22. Oktober. (Europapreß.) Ueber einen Versuch der Vereinigten Staaten, sich

enseiter auz tömen" aber

^ehnunbei 1 ster Schalle. Reihen des i

über einen Wechsel des Sowjetbotschasters Tschungking und des Tschungkingbotschasters Moskau in Verbindung mit diesen Fragen.

R. Lange R. g, ter: Hans Sei

wen fteinjl Ul}ö Gelsen- lleI» das an;

1 wird. Uz: uib Schalle, 1 svollen Lei«

nd Kuzorra erg bei 1860 ki bei Lipins er.

Stellvertreter bei ffc Pvliti! mb Hans Hvriot;

Einfuhr verschießen soll. Auch sollen wir sie nicht -nur Freunden öffnen und Gegnern verschließen. An roa^ ich denke, das ist, daß wir mehr und besser produzieren, ohne die Produktion anderer Länder durch unsere Konkurrenz zu vernichten. Wenn man sagt, mir wären neutral, weil wir den Krieg fürch­ten, so ist 'das falsch, denn wir haben schon wieder­holt gezeigt, daß wir die Waffen zu führen ver­stehen."

Schiffe gegen Getreide.

Madrid, 22. Oft. (Europapreß.) In dem vor einigen Wochen abgeschlossenen Lieferungsabkom­men zwischen Spanien und Argentinien hat Spa­nien sich verpflichtet, T a n k d a m p f e r für die argentinischen Petroleumtransporte zur Verfügung zu stellen und außerdem innerhalb von 30 Monaten zwei neue 9000-Tonnen-Dampfer zu liefern. Argentinien liefert dagegen Getreide, und zwar entspricht der Wert der beiden Schiffe auf der Basis von 4000 Peseten pro Tonne rund 72 Millionen Peseten oder- einer Gegenlieferung von 8,5 Millionen Doppelzentnern Weizen. Die spani­schen Blätter machen darauf aufmerksam, daß schon früher Argentinien, Mexiko und Uruguay spanische Kriegsschiffe gekauft haben. So wurden die argen­tinischen ZerstörerCervantes" und3uan de Garcly" (1522 Tonnen mit fünf 12-cm-Geschützen, vier Flakmaschinengewehren, zwei. Wasserbomben­legern und sechs Torpedorohren) auf der spanischen Staatswerft Cartagena gebaut und 1927 von Argentinien angekauft. Als Beweis der Leistungs­fähigkeit der spanischen Werften wird in der Presse die Tatsache angeführt, haß Argentinien vier von England gelieferte Zerstörer zurückweisen mußte, weil sie nicht den Bedingungen des Kon­traktes entsprachen.

i^ielkunst dem Fremden nicht leicht zugänglich ist, fallt doch auf, mit welch großem Feingefühl, künst­lerischem Geschmack und beachtlichem Können Schau­spieler, Regisseure und Dramaturgen daran gehen, Zeitfragen dem Publikum nahezubringen. 5)at man erst einmal in den Geist dieser seltsamen Theater­welt und der noch fremderen japanischen Musik Eingang gefunden, begreift man, welch entscheidende Kräfte hier am Werk sind und vor allem auch die Tiefe.der Wirkung, die von einzelnen Stücken aus-

M, N A°lz°r £ d,

..........

m d«'Tob" bühr lerbaui" öhlich sen

hensc^ ,erstafl:

: 5$

Zeit beobachtet, schweigend habe er sich erhoben, der Boden sei fest gewesen,das erleichterte die Sache". Dann sagte er:Ich hatte dieses Töten an einem starken Mann und mit einer imitierten Fanny" (das Messer) oft geübt. Ich war neu­gierig, ob es in Wirklichkeit auch so gut ginge. Und es ging so gut."

Die Brutalität der Tat mischt sich hier mit der grenzenlosen Schamlosigkeit der Darstellung, die aber offenbar keine Rücksicht auf Moral im Leser­kreis zu nehmen brauchte. Es handelte sich nicht um das Verbrechen eines einzelnen, es handelte sich vielmehr um die Anwendung dessen, was höhere Stellen der englischen Kriegführung ersonnen und wohldurchdacht hatten. Genau war alles ein­geübt, wie auch die ganze Ausrüstung auf solche Banditenstreiche zugeschnitten war, die Gummi­sohlen, die geschwärzten Gesichter, die Kleidung, die Messer und anderes:

Bei einem Mord blieb es nicht.Ich machte meinen Poften vor dem Rathaus ohne Schwierig­keiten ausfindig, und meine ,Fanny' fand wieder­um gute Verwendung. Ich hatte diese Nacht inner-, halb 15 Minuten zweimal getötet. Ich halte mich für keinen unliebenswürdigen Menschen, aber ich muß gestehen, daß ich keinerlei Gewissens­bisse empfand, als ich mich hinter diese beiden Hunnen schlich, wie ein Dieb in der Nacht, und ihnen fast die Köpfe Abschnitt." Dann mußte noch ein Offizier in der Telephonzentrale überwältigt werden. Er sei völlig überrascht gewesen und

.lneauf. E-S« . ,615 28 '9'faei,'

em pol, bQ5 bisher Weniger 5 Auseunl ^Sonn. f Nrunq

1 Sachen h Jefammelt Neum Doq erfäfjrt, verdient.

kpokal.

E tat Alpine

>(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Tokio, im Oktober 1942.

Japan hält heute nicht nur militärisch die Wacht in den Muten bis zu den Salomoninseln, von u-Gumea bis zu den Grenzen Indiens, sondern I auch unablässig am Werk, sich selbst und diesen dum mit neuen Impulsen wirtschaftlicher und 6U füllen, Anregungen zu geben, ttbild zu fein. Das gesamte Schaffen, so verschie- nartig es auch sonst sein mag, steht unter dem ttzeichen der ihrer Verwirklichung entgegengehen- P ost asiatischen Wohlstandssphäre lic immer, wenn eine große Idee und ein schöpfe- toer Gedanke hinter dem Tun, auch dem kriege­schen, steht, werden alle Vorhaben, ob sie nun sstschaftlicher, politischer ober künstlerischer Art ib, gefordert und gegenseitig befruchtet. Vieles ist lar noch im Fluß, aber auf manchen Gebieten ben bereits Reformen eingesetzt, die allesamt das H verwirklichen helfen, einen wahrhaften Volks- hat zu schaffen.

Alles in allem steht man also vor einer erstaun­lichen Fülle schöpferischer Impulse, vor der tat­kräftigen Verwirklichung großer Äeen auf allen Oebleten des öffentlichen und kulturelle^ Lebens, wobei künstlerische Fragen und große wirtschaftliche und industrielle Planungen sich, wie immer im Kriege, auf das engste durchdringen, sich gegen­seitig fördern, und anregen. Ein Zeichen für die Einheit des japanischen Lebens und die Echtheit seiner Kultur.

Annahme von Anzeigen für die Mittaasnummer dtS 8'/, Uhr desVormittagS

Anzeigen-Preise

für die DNUtmeter-Zeiie von 22 Millimeter Breite:

7Rvf. für Familtenan- zeigen und vrivate G«egenbeitSanzeigen

14 Rvf. t Werbeanzeige» und geickiäftlicke Gelegenbeitsameigen

Platzvorichrift (vorberiae Vereinbarung) 25°/» mehr

Jahrgang Nr. 25« iLncbeint täglich, außer Sonntags und Feiertags

Beilagen: i Gießener Familienblätter Heimat imBild-DieScholle

Bezugspreis r

auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt

Japan regt seine Kräfte

Von unserem W. «.-Berichterstatter.

Tokio, 22. Okt. (Europapreß.) In einem Be­richt aus Schanghai weistNitschi Nitschi" darauf hin, daß in Sintiang sehr delikate 8*agen des Ver­hältnisses zwischen Tschungking und Sowjetrußland, ebenso wie auch England und der USA. berührt werden. Tschungking hat es in den letzten Monaten verstanden unter Ausnutzung der Konzentration aller Sowjetkräfte auf dem Kriegsschauplatz im europäischen Rußland wieder starken Einfluß auf die Verwaltung von Sintiang auszuüben, die in den letzten Jahren vollständig unter sowjetische Vor­mundschaft geraten war. Anderseits hat der Ausbau einet Nordwestroute, wie sie bei den Nordameri­kanern zur Versorgung Tschungkings mit Kriegs­material augenblicklich wieder lebhaft diskutiert wird, nur einen Sinn, wenn die Sowjetunion ihre Mitwirkung leiht, da der Wert dieses Zufuhrweges von nordamerikanifchen Kriegslieferungen abhängt, welche Singkiang nur über sowjetrussiscl)es Gebiet

Transport durch Afrika.

Bon Dr. Paul Rohrbach.

Der Mangel an Schiffsraum auf der englisch- amerikanischen Seite und die Gefährdung der See­transporte durch die deutschen U-Boote haben zu dem merkwürdigen Auskunftsmittel geführt, große Landtransporte quer durch das tro­pische Afrika zu organisieren, mit, dem Ziel, die Front der Engländer in Aegypten und darüber hinaus noch die Sowjetunion mit Kriegsmaterial zu versorgen. Vor dem Weltkrieg hätte man es für unmöglich gehalten, ohne Eifenbahnbauten große Lastenmengen in Afrika zu bewegen. In dem vier­jährigen Kampf der Engländer und Belgier gegen die deutsche Schutztruppe unter General v. Lettow- Vorbeck in Ostafrika machte man zuerst' die Erfah­rung, daß sich behelfsmäßige, in den Trockenzeiten für Lastautos fahrbare Wege ohne großen Aufwand an Mitteln Herstellen ließen. Ohne den Einsatz massenhafter Transportmittel auf diesen Wegen wäre es wohl kaum gelungen, nach langwierigen und wechselvollen Kämpfen die Schutztruppe schließ­lich auf portugiesisches Gebiet zu drängen.

Nach dem Kriege ging es überall in den englischen, französischen und portugiesischen Kolonien in Afrika ans Straßenbauern Allwetterstraßen, die auch in den Regenzeiten befahrbar sind, gibt es nur wenige, da sie unverhältnismäßig viel Kosten unjb Arbeit verursachen. Während fecys dis neun Monaten im Jahr, je nach der Dauer der Regenzeit, kann aber gefahren werden. Kleinere Flüsse werden auf Driften, steinernen Bettungen, ohne Brücke, gekreuzt, oder es werden Behelfs­brücken gebaut. Ueber größere Gewässer werden die Wagen auf Fähren übergesetzt. Ich selbst habe in den Jahren 1933/34 und 1938 auf diese Weise viele tausend Kilometer in Dftafrifa, in Angola, Kame­run, Britisch-Nigeria, Französisch-Aequatorialafrika und im Belgischen Kongo auf Personen- und Last­wagen zurückgelegt.

Da die Fahrt durchs Mittelmeer heute zu gefähr­lich ist, und der Weg ums Kap der Guten Hoff­nung wegen feiner Länge sehr viel Tonnage erfor­dert, so befolgen die Amerikaner, auf denen jetzt die Hauptlast der Kriegsmaterialversorgung ruht, fol­gendes System. Sie haben einen Depotplatz in Na­tal, an der Nordost st recke von Brasilien, eingerichtet. Von dort wird das Material auf der verhältnismäßig kurzen Strecke quer über den At­lantischen Ozean nach Freetown in der eng­lischen Kolonie Sierra Leone, nach Lagos, dem Haupthafen von Nigeria, n a ch D u a l a in Karne- run und nach Libreville im französischen Ga­bun gebracht, dessen sich die Gaullisten bemächtigt haben. Diese vier Häfen liegen Südamerika gegen­über an der afrikanischen Küste. Freetown, der nördlichste, ist nur Stapelplatz. Von Lagos führt

ö Kämpers jskar Sima

jchenschau .........*

5 7.30 Ubr ;0 7.30 Uhr Jahren habe"

itt! jfflfi

ng 1942/43 istaltung ir, 18.30 Öhr aitätsstadt ]

lung

ffnung des ngsringes ?n Kreisleiter ter der Haupt- etes Hessen- r Michel.

3164 DI

ften Verhandlungen über die Belieferung Argen­tiniens mit Kriegsmaterial den Vorschlag gemacht, das Land mit allem erforderlichen Kriegsmaterial auszurüften, sofern die argenttnische Regierung ein­willige, daß bei Errichtung militärischer Stützpunkte nordamerikanische Offiziere als Berater mitujirfen. Die Stützpunkte sollten nach ihrer Fertigstellung den Vereinigten Staa­ten zur Verfügung gestellt werden. Ins­besondere sollten die USA. das Recht haben, im Falle eines Angriffs einer nichtamerikanischen Macht gegen Argentinien Truppen zu lan­den. Diese Vorschläge wurden von der argen­tinischen Regierung insgesamt zurückgewie­sen. Die argentinische Delegation wurde, beauf­tragt, die Verhandlungen sofort abzubrechen. Die anderen ibero-amerikanischen Regierungen wurden über den Vorschlag der USA. unterrichtet.

Dem argentinischen Präsidenten wurde ein Album mit Unterschriften überreicht, die unter dem Titel Neutralitätsplebiszit gesammelt worden waren. Der Präsident erklärte:Man spricht da­von, daß unser Land durch diese Politik isoliert werde. Das ist ein Irrtum. Die Neutralität in Ame­rika aufrecht erhalten, bedeutet.die Annähe­rung an sämtliche Völker, denn ich glaube nicht, daß es ein Volk gibt, das den Krieg will. Es kann au einem Krieg gezwungen werden durch besondere Umstände, aber es wird ihn nicht aus freier Be­stimmung führen. Das Werk der Zukunft ist: die wirtschaftliche Unabhängigkeit zu er­obern, das bedeutet nicht, daß das Land alles pro­duzieren und seine Häfen gegen die ausländische

von allen Künsten des ostasiatischen Inselreiches am leichtesten Eingang in die westliche Kulturwelt gefunden.

Vom Theater kann man das nicht fagen, ob­gleich gerade das Theater in Japan eine große Rolle spielt und in keinem Land der Welt das Gedächtnis großer Schauspieler, die häufig auch ihre eigenen Dichter und Regisseure waren, so geehrt wird, wie in Japan. Ganze Schauspielergenerationen, die längst vergangen sind, leben heute noch im Gedächt­nis vieler Japaner fort. Der Theaterhunger des Publikums ist in diesem Kriege sehr groß. In Tokio wird stets vor ausverkauften Hausern gespielt, wo­bei zeitgebundene Stücke im Vordergrund stehen, wie ja das bildende und der japanischen Staatsauf­fassung dienende Theater in Japan stets stark im Vordergrund stand. Obgleich die japanische Schau-

blieb mit einem leeren Ausdruck im Gesicht sitzen, nicht einmal eine Bewegung machte er, um feine Pistole zu ergreifen ober an die Schalttafel zu ge* langest". Dennoch wurde auch er getötet:Ich padre ihn ganz einfach und gab ihm etwas von der Medizin. Unser deutschsprechender Mann übernahm die Telephonleitung. Ich rollte den Offizier in eine Ecke, setzte mich und rauchte eine Zigarette."

Kann der Zynismus überhaupt noch überboten werden? Sind Menschen dieses Typs noch als Sol­daten zu bezeichnen? Es wäre eine Schändung dieses Begriffes, wollte man dieseDiebe in der Nacht", wie sie sich selber nennen, ehrenhaft kämp­fenden Truppen zuzählen. Es sind Banditen, und sie verdienen nichts anderes als was ihnen ange­droht wurde: Wo sie auch auftreten, werden sie rücksichtslos im Kampf niedergemacht.

Das britische Gchreckens- rcgiment im Nahen Osten.

Ankara, 22. Oktober. (Europapreß.) Aus einer arabischen Denkschrift über die Tätigkeit briti­scher Militär- und Sondergerichte in Syrien und dem Libanon geht hervor, daß seit Besetzung des ehemals französischen Mandats­gebietes durch britische Truppen gegen Einheimische 112 Todesurteile vollstreckt wurden. Ferner wurden 715 Freiheitsstrafen verhängt. Wegen ihrer poli­tischen Ueberzeuguna befinden sich rund 6000 Per­sonen in Gefängnissen, Zwangsarbeits- oder Kon- zentratonslagern. Ueber 1100 Personen sind außer Landes gebracht. Von etwa 100 Verbannten haben die Angehörigen nichts mehr gehört.

In der vergangenen Woche wurde durch das bri­tische Oberkommando für die Stadtgebiete Palä­stinas, Syriens und des Libanons der Belagerungs zuftand verhängt. Es wird verboten, zu mehr als zweien auf den Straßen zu gehen oder stehenzu- bleiben. Versammlungen jeder Art werden unter­bunden. Das Tragen von Abzeichen wird ebenfalls verboten. Zuwiderhandlungen sollen vor Soyder- gerichten abgeurteilt werden. Die'Polizeigewalt geht auf die Militärbehörden über.

Gmuts hat enttäuscht.

Stockholm, 23. Okt. (Europapreß.) Die Rede des südafrikanischen Ministerpräsidenten S m u t s vor dem vereinigten englischen Parlament, über die wir geftern berichteten, hat nach Meldungen schwedischer Korrespondenten nicht den Erwartun- gegen allen Voraussagen nur wenig neue Gesichts- gegen lalen Voraussagen nur wenig neue Gesichts­punkte gebracht. In dem Bericht vonSvenska Dagbladet" wird die Rede als ein Mißerfolg be­zeichnet. Man fei von dem als klügsten und er­fahrensten Staatsmann des Empires georiefenen südafrikanischen Ministerpräsidenten enttäuscht, denn man habe neue zündende und -usammenreißende Parolen erhofft. Es bleibe die Tatsache bestehen, daß man in England nach wie vor vergeblich dar­auf warte, daß Englands Staatsmänner neue Ge­danken produzieren. Die Rede, die durch mehrere falsche Töne gekennzeichnet war, habe den Eindruck eines Familienfestes gemacht, wobei Smuts das Empire personifiziert habe.

iw

'm3*

toben >

Berlin, 22. Oktober. (DNB.) In der Bekannt­machung über die schändliche Behandlung deutscher Kriegsgefangener durch die Engländer erklärte das OKW., daß es sich gezwungen sähe, anzuordnen, daß in Zukunft sämtliche Terror- und Sabo- tagetrupps der Briten und ihrer Helfershelfer, die sich nicht wie Soldaten, sondern wie Ban­diten benehmen, von den deutschen Truppen auch als solche behandelt und, wo sie auch auf­treten, rücksichtslos im Kampf niedergemacht wer­den". Einen »Beleg für die Notwendigkeit einer solchen Anordnung bot die amerikanische Zeitschrift Liberty". Ein fchreckenerregendes Bild versucht die Aufmerksamkeit des Lesers auf sich zu ziehen. Eine Faust umklammert den Kopf eines deutschen Soldaten, und ein Messer ist bereit, die Kehle zu durchschneiden. Es wird von einem englischen Uni­formierten geführt, dessen Kopf hinter dem deutschen Soldaten auftaucht. Und genau dies wurde in dem Bericht beschrieben, den ein Teilnehmer an einer Kommando-Unternehmung" erstattete, die in einer Ianuamacht 1941 auf eine weit vorgeschobene Insel in den Lofoten nahe der Grenze des Polarkreises ausgeführt wurde. Der Mann berichtete:

Meine Aufgabe war, drei Mann zu töten und bann die Telephonzentrale zu übernehmen und später zu zerstören. An den Wachtposten, den ich erledigen sollte, sollte ich von hinten herantreten, mit der linken Hand seinen Mund zuhalten und mit der rechten Hand seinen Hals mit einem Messer durch­schneiden." Schweigend habe er fein Opfer einige

Sintiang ist mit 1 642 000 qkm und 4,4 Millionen Einwohnern die räumlich bei weitem größte chine­sische Provinz, aber als Randgebiet (Ost-Turkestan) zwischen Tibet und der Aeußeren (Sowjet-) Mon­golei gelegen der chinesischen Zentralregierung seit langem am stärksten entzogen. Die Bewohner sind Kirgisen, Kalmücken, Tunganen, neuerdings auch viele zugewanderte Chinesen. Ackerbau wird nur in den Oasen betrieben, sonst erlauben die Steppe des Hochlandes und das Gebirge nur Viehzucht. An Bodenschätzen befindet sich Nephrit (alter Jade), Gold, Kupfer und Erdöl. Den Verkehr vermitteln im wesentlichen Kamelkarawanen. Die Hauptstadt Urumtschi (50 000 Einwohner) am Nordhange des Himmelsgebirges, das die riesigen Hochländer der

erreichen können. Auch England hat an Singkiang , Dsungarei und des Tamirbeckens trennt, liegt an seit jeher wegen des indischen Handels dorthin In- einer altberühmten Handelsstraße, die jetzt Anschluß teresse bezeugt.Nitschi Nitschi" bringt die Berichte I an die Westsibirische Bahn hat.

werten Südgebieten. Der Süden ist das lockende ebiet. )ie dortigen Verwaltungsposten schlucken l bis 90 v. H. der abgehenden Studenten der japa- ischen Hochschulen, wobei vor allem auf Sprachen- inbige der größte Wert gelegt wird.

Der seine Abschlußprüfung noch nicht gemacht et, mochte als Austauschstudent ins Ausland ge» sickt werden, um dort neue Erfahrungen zu farm In. Man spürt förmlich, wie hier Tausende von igabten jungen Männern darauf warten, sich für t neuen großen Aufgaben einzusetzen, die ihrer n ben besetzten Südgebieten in allen Sparten har- n. Auch in MandschKkuo sind neben vielen neuen Quem Spezialkräfte, vor allem Ingenieure und Inifer notwendig, um das geplante Straßennetz nb die Eisenbahnen zu bauen, die das Land, das e weitestem Ausmaß zum Agrarstaat ausgebaut krben soll, weiter erschließen sollen. Denn noch »Iden ja erst 10 v. H. des ausgezeichneten Bodens mdfchukuos genutzt, während es sich in den Süd- jebieten vor allem um die Erhaltung und Umschich- img des bereits vorhandenen riesigen Produktions- parates handelt.

hier hat sich jedoch noch eme andere Frage er­sten, die beantwortet werden muß. Es ist das prachenproblem. In dem gesamten riesigen on den Japanern beherrschten Raum ist Eng- isch die vorherrschende Verkehrssprache und wird s auch wohl noch eine Weile bleiben. Die Japaner, dijqI, wie sie von Hause aus sind, denken gar nicht van, hier etwas zu überstürzen, aber sie arbeiten ich zielbewußt daran, um die japanische Sprache zur Geltung zu bringen, wobei ihnen s Lerneifer der eingeborenen Bevölkerung in allen ändern in überraschender Weise entgegenkommt. r,ahi", das führende Blatt Japans, machte vor knigen Tagen darauf aufmerksam, daß derartige lagen Zeit zu ihrer Lösung brauchten. Es wäre ürum auch verkehrt, die englische Sprache als Der- honbigungsmittel auszuschalten, solange sie als Infje gebraucht würde. Aber die Zeit, m der s - Ikl Englisch als auch Niederländisch in den Sud- ebieten als Verkehrssprache verschwinden und dem lopanischen Platz machen würbe, könne man fa|t $Ls Problem nimmt auch schon seit lanaem die limsterien in Anspruch. Ein Sprachenamt soll Ja- aniid) in den Südgebieten heimisch machen Die usbildung geeigneter Lehrer für die besetzt onber hat bereits begonnen; sie ist auf dre^i Mo ttle berechnet. Gleichzeitig werden neue Lehrbücher lausgegöben, wobei als sehr erleichternd hmz mmt, daß das Kulturministerium emen mehr als V Jahre währenden Streit, welche Schrift' eichen verschwinden sollen und welche nicht )tz Knbet hat. Von den 50 000 aus dem Thmesrschen immenben Schriftzeichen, die neben der eigene lifachen Silbensprache in Japan gebraucht wer- tu sind noch ganze 1200 als unbedingt wichtig Sieben. Damit9sind die endlosen Konferenzen des paochenausschusses durch den Zwang des Krieges Jerbatb kurzer Zeit zu einem Schluß geführt erben, was sich für die Arbeit m den sudgebie- m als sehr forderlich erweisen wird

Zum Schluß sei noch vermerkt, daß auch das ünstlerische Leben Japans neue und ent- kibende Impulse erhalten hat. Dlesapamfche Qler bereiten für den Herbst m Tokw eme Jius dlung vor, in der die neuesten Arbeiten lügen Künstler gezeigt werden fo^n, 9ie nut 6en pichen Soldaten in den erober en Geb^en eilten und Dort ihre Entrücke festh/eltem Hnr ir; man gespannt sein, denn m Dichtu 0 ökrei Hadder Japaner von i^Lsem e.gentlube drsen ausgedrückt, und die lapanffche Malerei yar

Um nur ein Beispiel zu nennen, waren Die Leh- S»r früher vom öffentlichen Leben weitgehend aus- schlossen. Jetzt Dürfen sie zu AbgeorDneten in Den EaDt- unD Dorfräten sowie Den Kreistagen ge- Shlt roerDen. Ein anderes Beispiel sind die Wand- jungen, Die das studentische Leben in Japan er- Uhren hat. Ein japanischer Student, der seine Ab- Wußprüfungen erfolgreich hinter sich gebracht hat, Gehört heute zu den meistbegehrten Männern in Man. Vor wenigen Jahren noch war es umge- hhrt. Da hatte ein Student kaum Aussichten, yenbeine Stellung, die ihn im Verhältnis zum Mwand für feine Studien bezahlt machte, zu er» pgen, sondern mußte sich meist kümmerlich durch- plagen, Die StuDenten bilDeten vielfach ein in- MeftueHes Proletariat, wie es auch in Deutsch- v «wut Wb in Den Jahren nach Dem ersten Weltkrieg be- yinmföm.' Klint war. Das ist heute grünDlich anDcrs ge» - kyrDen. Um Die 320 StuDenten Der HanDelshoch- pule, Die jetzt nach Semesterschluß Diese verlassen, öeverben sich nicht weniger als 1200 Firmen! Auf fere Ferien haben Die japanischen Studenten ge» jnau wie in Den Ländern Der Achse verzichtet; sie phen ip Den Arbeitsdienstlagern ihren Mann und offen im übrigen auf ihre Chance in Den er-

Gießener Anzeiger

Idbeif mwSrattHjffl' BrjtylflelhfottWtotrarfwrin General-Anzeiger für Oberhessen »«TT