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Gieszener Anzeiger
(92. Jahrgang Ur. m
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Rastlose Verfolgung im Don-Bogen
Unaufhaltsamer Vormarsch auf Rostow
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sbcllung stehen, die die Sowjets halbkreisförmig um W? Stadt gelegt und in den letzen sieben Monaten Mit höchstem Eifer ausgebaut haben. Für uns ist es schließlich sogar eine sehr wesentliche Verände- umg, daß ostwärts des Donez der Unterlauf des Oon in breiter Front überschritten worden ist.
Wir sind geschworene Gegner jeder Strategie, die cuf den Landkarten mit bewunderungswerter Fixig- ket Räume durcheilt, die unsere Soldaten sehr mühevoll — in brennender Hitze oder rauschendem Ge-
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3n der Zett vom 8. bis 20.3uli verlor die Soro- jetluftwaffe 829 Flugzeuge. Davon wurden 640 in Luslkämpfen, 62 durch Flakartillerie und 9 durch Verbände des Heeres vernichtet, die übrigen am Boden zerstört. Wahrend der gleichen Zeit gingen an der Ostfront 70 eigene Flugzeuge verloren.
Vach militärisch wirkungslosen Tages-Störangriffen einzelner britischer Bomber auf westdeutsches Gebiet warf der Feind in der vergangenen Nacht vor allem auf Stadt und Umgebung von Duisburg und die Stadt Vlörs eine größere Zahl von Spreng- und Brandbomben. Die Zivilbevölkerung hakle Verluste. Sechs der angreifenden Bomber wurden abgefchoffen.
3m Verlaufe des Seegefechts im Kanal wurden von unseren leichten Seestreitkräften außer dem feindlichen Führevboot weitere fechs britische Torpedo-Schnellboote im Nahkampf in Brand geschossen, von denen vier unfergingen. Ein britisches Kanonen-Schnellboot wurde durch einen llnterfee- bootjäger im Rammstoh versenkt. Die Flagge des Bootes wurde erbeutet, mehrere Gefangene eingebracht. Der unter Führung von Korvettenkapitän Wunderlich zur Sicherung eines Geleits eingesetzte Verband ist nach Durchführung feiner Aufgabe ohne Verluste in seinem Bestimmungshafen eingelaufen. An der niederländischen Küste schoß Marineartillerie fünf britische Flugzeuge ab.
Das 3agdgeschwader 54 schoß feit Kriegsbeginn 2500 Flugzeuge ab.
Der Wehrmachtbericht.
DNB. Aus dem Führerhauptquarlier, 22.3uli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Der planmäßige Widerstand des Feindes im Kaum von Ro st o w ist zusammengebrochen. Deutsche und verbündete Truppen stehen vor der befestigten Vrückenkopfstellung, die im Halbkreis um die Stabt angelegt ist. Ostwärts des Donez wurde der Unterlauf des Don in breiter Front überschritten. 3talienifchen Verbänden * gelang es im Lahmen der Verfolgungskämpfe im Donez - bogen am 19. 7. das wichtige Kohlenrevier Lrahnij Lutsch in die Hand zu nehmen; dabei vurden zahlreiche Gefangene gemacht und erhebliche Leute eingebracht.
3m großen Donbogen leistet schwächerer Feind nur geringen Widerstand. Nördlich und nordwestlich Voronesch wurden Angriffe des Feindes in schweren Kämpfen abgewehrt und hierbei 25 Panzer abgeschossen. 3m rückwärtigen Frontgebiet des mittleren Abschnitts wurde die Vernichtung weiterer feindlicher Gruppen abgeschlossen.' . Südlich des 3 l m e n s e e s und vor einem Brückenkopf am Wolchow brachen mehrere feindliche Angriffe unter hohen blutigen Verlusten zusammen. hierbei vernichtete die Brückenkopfbesatzung 31 Panzer, zum großen Teil im Nahkampf.
3m hohen Norden wurden feindliche Batterien auf der Fischerhalbinsel durch Sturzkampfflieger mit vernichtender Wirkung bekämpft.
50 km
nytsch-Scnke ist deshalb auch bemerkenswert, weil sie von vielen Erdkundlern, die den Kaukasus schon zu Asien rechnen, als die eigentliche Grenze zwischen Europa und Asien angesprochen wird.
Brückenkopf Woronesch.
Jenseits des Don
Von unserer Berliner Schriftleitung.
Der sowjetische Heeresbericht, der um Mitternacht L Dom 21. auf den 22. Juli ausgegeben wurde, sagt: „3m Laufe des 21. Juli führten unsere Truppen Kämpfe mit dem Feind südöstlich von Woroschilow- I grab. An den übrigen Frontabschnitten sind keine 8 wesentlichen Veränderungen eingetreten." Wir sind viel bescheidener als die Sowjets. Für uns sind es M)on wesentliche Deränderungen, wenn nun auch L die im Raum um Taganrog stehenden deutschen Ver- I bände zum Angriff angetreten sind und sich damit die ganze Südfront in Bewegung befindet. Für ‘ uns ist es auch eine wesentliche Veränderung, daß der planmäßige Widerstand des Feindes im Raum von Rostow zusammengebrochen ist. Für uns ist es | eilte wesentliche Veränderung, daß deutsche und verbündete Gruppen vor der befestigten Brückenkopf-
Roch immer nicht angekommen?
Von unserer Berliner Schristleitung.
lieber den Frontverlauf im Brückenkopf ostwärts des Don um Woronesch veröffentlicht das Oberkommando der Wehrmacht diese Skizze. Der Wehrmachtbericht vom 21. Juli sagt hierüber folgendes: „Die in der englischen und sowjetrussischen Presse verbreiteten Nachrichten über die Lqge bei Woronesch sind frei erfunden. Die dort kämpfenden Infanteriedivisionen sind weder ab geschnitten, noch fliehen sie über den Don. Sie halten nach wie vor jben erstrebten Brückenkopf von Woronesch und die Stadt selbst und haben alle sowjetischen Angriffe blutig ab gewiesen."
(Scherl-Bilderdienst. sOKW.j f See land, s)
Einergebnisloserbritischer Iagdvorstoß
Berlin, 22.Juli. (DNB.> Wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, unternahmt die britische Luftwaffe am Dienstag Jagdvorstöße gegen den Küstenraum der besetzten West- g e biete. Bei dem Versuch, Truppentransportzüge und marschierende Kolonnen anzugreifen, wurden die britischen Verbände durch deutsche Jäger und Flakartillerie zersprengt, so daß sie nicht zur Ausführung ihrer Angriffsabsichten kamen. Hierbei wurde ein britisches Jagdflugzeug zum Absturz "gebracht. Zwei weitere britische Flugzeuge erhielten so schwere Beschädigungen, daß mit Sicherheit mit ihrem Verlust zu rechnen ist.
witterregen — zurücklegen müssen. Aber hier haben wir eine ungemein präzise Angabe des Wehrmachtberichts. Die örtliche Begrenzung liegt in den Angaben, daß „ostwärts des Donez" der „Unterlauf" des Don in breiter Front überschritten wurde. Der Donez mündet in den Don etwa 130 Kilometer oberhalb des Dondeltas und 90 Kilometer oberhalb Rostows in den Don. In feinem Unterlauf hat der Don eine ausgesprochene Richtung von Osten nach Westen. Jenseits dieses Unterlaufs liegt die wichtige Bahn, die von Stalingrad nach Rostow und dem Nordkaukasus führt. Die Entfernung der Bahn vom Unterlauf des Don beträgt stellenweise nur 50 bis 100 Kilometer. Sie ist die letzte moderne Bahn, die das diesseitige Wolgagebiet einschließlich Moskau mit Rostow und dem Kaukasus verbindet.
Nachdem die deutschen Truppen den Unterlauf des Don östlich der Donez-Einmündung in breiter Front überschritten haben, sind sie in das nordkaukasische Gebiet eingedrungen. Dieses Gebiet ist im Nordwesten durch den Don, im Nordosten durch die Wolga begrenzt. Es ist reines Steppengebiet, soweit es Niederung ist. Erst im Bereich der Vot- berge des Kaukasus, die 150 bis 200 Kilometer südlich vom Don beginnen, fängt wieder Kulturland im eigentlichen Sinn an. Der Trockennatur der Steppe entspricht es, daß die Zahl der Flußläufe gering ist. Heroorzuheben ist der Sal-Fluß, der auf den Jergenihügeln im Kalmückengebiet entspringt und 'in seinem krüknmungsreichen 731 Kilometer langen Lauf lange Zeit parallel zum unteren Don fließt, in den er oberhalb von Rostow mündet. Der Fluß ist als echter Steppenfluß sehr starken Wasserstandsschwankungen unterworfen. Weiter südlich von Rostow erstreckt sich eine 530 Kilometer lange Niederung — die Manytsch-Senke — vom Don bis zum Kaspischen Meer. Das Kaspische Meer liegt 26 Meter unter dem Spiegel des Schwarzen Meeres. In der Manytsch-Senke liegt die Wasserscheide zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer. Der westliche Manytsch fließt mit sehr geringem Gefalle und unter Bildung von Bitterseen zum Don ab, ber östliche Manytsch zum Kaspischen Meer. Die Ma-
Zwischen dem 3. und 9. Juli d. I. zerschlugen deutsche See- und Luftstreitkräfte einen aus 38 britischen und amerikanischen Schiffen bestehenden, besonders stark gesicherten Geleitzug mit insgesamt rund 300 000 BRT. im nördlichen Polarmeer, der von den Sowjets sehnsüchtig erwartetes Kriegsmaterial — Panzer — Flugzeuge, Geschütze, Munition und Lebensmittel — nach Murmansk bringen sollte. Die vom deutschen Oberkommando darüber ausgegebenen Meldungen waren die große Weltsensation. Nur in London und Washington wußte man darüber nichts. Churchill und seine Informationsstellen wurden immer und immer wieder gefragt, ob er die deutschen Meldungen bestätigen müsse oder dementieren könne. Er wich jeder Frage entschieden aus und verweigerte auch dem Parlament selbst in geheimer Sitzung Reds und Antwort. Dafür wurde schließlich eine inoffizielle Londoner Mitteilung ausgegeben/ wonach „nochkeineJnfo'rmationenverfugbar" seien und daß dies der übliche Zustand sei, „so lange der Geleitzug noch nicht am Bestimmungsort eingetroffen sei."
Seit dieser Mitteilung sind rund vierzehn Tage darüber hingegangen, aber weder Reuter, noch ein englischer Sender, noch irgendeine britische Jnformations- ober Agitationsstelle hat verlauten lassen, ob inzwischen der Geleitzug feinen Bestimmungsort erreicht hat. Voreilig hatte »irgenbein Korrespondent vor dieser inoffiziellen Londoner Mitteilung privat gemeldet, daß der Geleitzug seinen Bestimmungsort erreicht habe, um 24 Stunden später zu berichtigen, daß „noch nicht alle" Schiffe ein getroffen feien. Seitdem versagt auch diese „private" Quelle. Mister Churchill aber erinnert sich dieses „kleinen Zwischenfalls" offenbar überhaupt nicht mehr, und die englische Presse hat anscheinend eine geharnischte Anweisung erhalten, die Geleitzugkatastrophe im Polarmeer überhaupt nicht mehr anzuschneiden.
Nun wird aber bekannt, daß Stalins Botschafter in London, Maisky, Herrn Churchill aufgesucht habe, um im Hinblick auf die äußerst kritische Lage der Sowjets an der Donfront zu fragen, was denn eigentlich die Verbündeten zu ihrer Entlastung zu tun gedächten. Hat er vielleicht Herrn Churchill auch die Frage vorgelegt, ob inzwischen etwas über den Verbleib des großen Geleitzuges mit Kriegslieferungen von den USA. über England bekannt geworden ist? Die Antwort würde nicht nur Herrn Stalin, sondern auch das englische und amerikanische Volk brennend interessieren. Denn schließlich ist die HUfe, die von Roosevelt abgeschickt wird, für die Bolschewisten keine Hilfe, wenn sie von deutschen Ubooten und Flugzeugen zu den Fischen geschickt wird.
Für uns ist diese Geleitzug-Affäre im Pojarmeer allerdings kein Geheimnis. Wenn man m London Mitteilungen darüber davon abhängig tnacht, daß ber. Geleitzug seinen Bestimmungshafen erreicht, bann werden die interessierte englische Oeffentlich- keit und damit vor allem die Angehörigen der Schiffsbesatzungen niemals etwas über den Verbleib der 38 Handelsschiffe erfahren. Sie können
Berlin, 22.Juli. (DNB.) Wie das OKW. zu L-n Kämpfen im südlichen Abschnitt der Ostfront Witteilt, sind auch die im Raum um Taganrog stehenden deutschen Verbände zum Angriff angetreten. Damit befindet sich die ganze düdfront in Bewegung und ist trotz starker Der- tninung des Kampfgeländes imkon zentrisch en Sorgehen auf Rostow. Ostwärts Rostow wurde der Feind auf eine stark befestigte Panzergrabenstellung zurückgeworfen. Durch den unaufhaltsamen Vormarsch, in dessen Verlauf mehrfach ziher Widerstand der Bolschewisten zu brechen war, >nd durch die hochsommerliche Hitze wurden den
Angriffen auf feindliche Stellungen, marschierende jolonnen und Fahrzeugansammlungen unterstützt, lieber 400 Fahrzeuge und Zugmaschinen blieben gernichtet auf den stark verstopften Straften liegen. Kampf- und Zerstörerflugzeuge vergrößerten die Eerroirrung in den zusamengeschlagenen und sich immer wieder von neuem aufstauenden feindlichen Kolonnen, so daß die Bolschewisten schwere Verluste on Menschen und Material erlitten. Bei Angriffen gegen, den Südteil der Stadt Rostow wurden Mu- litionsarsenale und Lagerhallen wiederholt getrosten. Dichte Rauchwolken lagern über der Stadt und ihrer Umgebung.
Auch die Bildung der Brückenköpfe über len unteren Don ostwärts des Zusammen-
ben Hafen nicht erreichen, weil sie längst auf dem Boden des Polarmeeres liegen. Das ist nur ein Beispiel, wie das englische Volk von seiner Regierung belogen wird.
Das Gerede von der „Zweiten Front". Stockholm 22. Juli. (Europapreß.) Der frühere Botschafter der Vereinigten Staaten in Vichy, Admiral Leahy, wurde zum Generalstabschef der nordamerikanischen Gesamtstreitkräste ernannf. In der Presse wird die Andeutung gemacht, daß Leahy dazu ausersehen sein könne, das Oberkommando aller alliierten Streitkräfte zu übernehmen. Seine Ratschläge könnten in der Frage ber Errichtung einer zwecken Front großen Einfluß ausüben. „United Preß" meldet aus Neuyork, daß das Problem der Errichtung einer zweiten Front in den Vereinigten Staaten zusehends lebhafter erörtert werde. Sowohl die Zeitungen, als auch zahlreiche Radiostationen nähmen dazu Stellung. In Neuyork sei eine Massenversammlung unter dem Motto „Zweite Front in Europa" vom Kongreß ber Industriegewerkschaften organisiert worden, ber Bürgermeister von Neuyork, ßaguanbia, soll sprechen. Auch in London findet lebhafter Meinungsaus- tausch über den gleichen Gegenstand statt. — An den unter dem Vorsitz Churchills stattfindenden Beratungen nehmen neben Vertretern Sowjetrußlands und Chinas aus den USA. der Bevollmächtigte Roosevelts, Bullitt, ber Vertreter des USA.» Produktionschefs, Stettiniu s ,BotschafterB ibb- l e, sowie Offiziere aller Waffengattungen teil. Die Beratungen sollen ergeben haben, baß England zur Errichtung einer zweiten Front bereit sei, vorausgesetzt, daß die Tonnage und die Kriegsmaterial- zufuhr nach der Sowjetunion gesichert werden könnten. „Dagens Nyheter" erklärt, baß es eine gewisse Zeit dauern dürfte, ehe die englischen und die in England stationierten USA.-Truppen für eine gemeinsame Operation zusammengeschweißt worden seien. Die Londoner Zeitung „News Chrvnicle" schreibt: Man dürfe sich nicht von dem Gedanken leiten lassen, daß Großbritannien und die Vereinigten Staaten im kommenden Jahr besser gerüstet wären, da die Möglichkeit bestehe, daß die Sowjetunion dann nicht mehr in der Lage sein könne, die Jnittative an sich zu reißen. In diesem Falle aber würde man in Westeuropa wieder die ganze deustche Wehrmacht oorfinden, da nur verhältnismäßig kleine Einheiten im Osten belassen werden müßten.
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Wie Reuter aus Washington meldet, hatte der Sowjetbotschafter in Washington, der Jude Litwi- now-Finkelstein, am Mittwoch eine Besprechung mit Roosevelt. Reuter glaubt, daß es sich dabei um die Frage der zweiten Front handele. Angesichts ber schwierigen Lage der Armee Timoschenkos im Südabschnitt der Ostfront ist es durchaus glaubhaft, daß Stalin feinen Botschafter" erneut vorgeschickt f>at, um die Verbündeten an die bisher immer wieder auf die lange Bank geschobenen Entlastungskampagne -zu evmneru«
an griffe gegen die tiefgestaffelten feindlichen Verteidigungsanlagen. Feindliche Batterien, die das Uebersetzen ber deutschen Truppen verhindern sollten, wurden außer Gefecht gesetzt. Im großen Donbogen setzten Infanterie und motorisierte Verbände trotz des sehr heißen, sonnigen' Wetters rastlos ihre Verfolgung fort. Vereinzelter feindlicher Widerstand wurde schnell gebrochen.
Versuche des Feindes, südlich Woronesch mit Spähtrupps über den Don vorzustoßen, scheiterten im Abwehrfeuer ungarischer Verbände. Gegen den N o r d t e i l des Brückenkopfes Woronesch geführte Infanterie- und Panzervorstöße der Bolschewisten zerbrachen nach Abschuß von 14 Panzern unter hohen Verlusten für den Feind. Weitere elf Panzer verloren die Bolschewisten nordwestlich Woronesch, wo sie die Stellungen einer deutschen Infanteriedivision nach Artillerievorbereitung mit Jnsanterie, Panzern und Flugzeugen vergeblich an» griffen. Eine mecklenburgisch-pommersche Jnfanterie- divstion Hai bei den Abwehrkämpfen in einem Brückenkopf am Don in der Zeit vom 13. bis 19.7. 61 feindliche Panzer vernichtet. Nördlich Woronesch belegten Kampf- und Sturzkampfflugzeuge Panzerbereisttellungen des Feindes mit Bomben aller Kaliber. Durch die Luftangriffe wurden die erneuten Angriffsversuche der Bolschewisten unterbunden und zahlreiche feindliche Panzer schon in ihren Ausgangsstellungen vernichtet. Die Bolschewisten versuchten vergeblich, durch Einsatz stärkerer Flieaerkräfte die Luftangriffe zu verhindern. Jäger süsses von Don und Donez wurden von" ber Luft- schossen über dem südlichen Frontabschnitt 42 Flug- vaffe unterstützt. Pausenlos rollten die Bomben-1 zeuge ab.
putschen Infanteristen Höchstleistungen abverlangt. Jas Vordringen des Heeres in Richtung Rostow würbe von Stürzkampfflugzeugen mit Bomben-
PokrowskA MilosiJabinskV^ / ^rNowo
I Zerfließende LlGA.-Träume.
Von Major a. D. von Keiser.
Je mehr Zeit feit dem Kriegseintritt der Vereinigten Staaten vergangen ist, desto klarer stellt sich heraus, wie unzureichend Roosevelt und feine Leute auf den neuzecklichen totalen Krieg vorbereitet waren. Alle Ableugnungsversuche der maßgebenden amerikanischen Männer, ihre verlogenen Siegesnachrichten, die Verherrlichung fahnenflüchtiger Generäle, kurz der ganze Bluff, der anscheinend zum Wesen amerikanischer Kriegführung gehört, können nichts an der Tatsache ändern, baß die Vereinigten Staaten bisher keinen einzigen größeren Erfolg, sondern nur Niederlagen mit zum Teil schwersten Verlusten zu verzeichnen Habern Katastrophale Schwächung der Paziftkflotte, vollständiger Verlust der Philippinen und damit der ostasiatischen Stellung überhaupt, stärkste Schiffsverluste durch deutsche und italienische U-Boote dicht vor der amerikanischen Atlanttkküste, ständig wachsende Tankernot, äußerste Knappheit an Gummi und sonstigen kriegswichtigen Rohstoffen — das ist die Bilanz -einer halbjährigen Kriegführung des kranken Mannes im Weißen Haufe.
Dieser Mangel an genügender Kriegsvorberei-- hing und energischer Kriegführung darf aber nicht etwa so gebeutet werden, als ob es dem amerikanischen Präsidenten und seinem • großsprecherlschen Marineminister Knox, der ganzen Clique feiner Generäle und Admirale sowie den bestochenen Parlamentariern und Finanzjuden nicht ernst mit ihrem Angriffskriege gegen Japan und die Achsemnächts gewesen wäre. Vielmehr lassen Roosevelts ganzes neuttalitätswidriges Verhalten^ vor dem Kriegseintritt Amerikas, seine Beschimpfungen Japans und der Achsenmächte, seine offene Unterstützung ber britischen Kriegführung, sein Schießbefehl auf deutsche U-Boote und schließlich seine unverschämten ultimativen Forderungen an Japan, auch nicht den geringsten Zweifel daran, Laß er trotz seiner feierlichen Friedensversprechungen, denen er ferne Wiederwahl zu verdanken hatte, den Krieg mit voller Absicht entfesselt hat. Die erstaunliche Tatsache, daß feine bewußten propagandistischen, so unendlich albernen Lügen von Angriffsabsichten der Achsenmächte auf amerikanische Gebiete schließlich auch das amerikanische Volk kriegsreif machen konnten, obwohl dieses sich bri einer öffentlichen Anfrage des „Gallup-Institutes" noch Ende November^ 1941 zu 80 v.H. gegen den Kriegseintritt aus»' gesprochen hatte, können wir Deutschen nur begreifen, wenn wir uns die Wesensart des Durchschnittsamerikaners klarmachen. Ihm fehlt der deutsche Idealismus, er umfaßt weltanschauliche Fragen nicht mit ber Tiefe seiner Seele und ist auch nicht
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