Schwätzern wird das Handwerk gelegt
der
beste Buch, diese Preise erhöhen Lazarett wur falls es sich um ein ausgespro- lose Stunden'
heirateten Frau. Obgleich — in diesem Fall stand I Es liegt ein solcher Wohlklang in seiner Stimme, I Glanz flimmert in seinen Augen. „Ich bin nicht so
(Nachdruck verboten.)
14. Fortsetzung.
■ün kann, ohne sich etwas zu vergehn, vy yu. M k cm % ■ r • 9
Enttcheiüung h-rb-iführen, indem jdan! zu erklären Es »t d.- große Wendung m feinem c^miujciuu a ; । / hio iirfi rmhinhmt »r hnt hns unfruofithe
ist X,:ac. ffnh'rhpihima herbe füxhren, tnoem man ZU emaren. vss uit h«-uök i“ M=ul\ul , uuu uiiuuiujuLinyHU). ,,-auei iuujl eine -ZrUii^eiui.
hannn inX L rcrfiflai - und gerade . Leben, die sich ankündigt, er hat das untrügliche „Tänzerinnen sind meistens Priesterinnen ge-
b 'firh nicht blicken Den ganzen Tag, den Vorgefühl, daß ihch von diesem Augenblick an alles wesen. Auch sie dürfen eine unpersönliche Sju&b
SJ Xnh X «5 "hn vergebens । gelingen wird. Er ist wie durchglüht von einem 1 gung hinnehmen. Wollen Sie mir nicht erlauben,
dieer Lrichte leichten Rausch, schwerelos und beschwingt, er hat daß ich dieses Ding hier in die Hände zurücklege,
G K? Äffin Zeitpunkt auswählen, all die Sicherheit und dadurch auch den Reiz seiner für die es bestimmt mar?"
um baren Geschenk zu verletzen, besten Tage wieder. „Wenn Sie wirklich als Fürsprecher für den Jun-
hnff? sie nicht verletzen wollen, es war Als Katta nach ihrem Mantel greift, steht er gen auftreten — ich würde die Kränkung nur noch Sicherlich hatte er sie cyr j nlöblich hinter ihr: „Sie gestatten, gnädige itrau?! schlimmer machen, wenn ich ..." Sie zögert einen
— ich würde die Kränkung nur noch
schlimmer machen, wenn ich ..." Sie zögert einen
der zur Bü.
Kunst und Wissenschaft.
Eia weinheber-Liederkreis von Pepping.
Während des Dresdner Musiksommers bot
Briefe in Bareiros Hand
Roman von Anna Elisabet Weirauch
Rechte durch Carl Duncker Verlag, Berlin W 35.
plötzlich hinter ihr: „Sie gestatten, gnädige Frau?!
Kaum spürbar stteifen seine Hände ihre Schul-
zu werden.
Es ist daher den Erzeugern verboten, Obst Imb
Wir haben bereits wiederholt darapf hingewiesen, daß jeder anständige Volksgenosse die Pflicht hat, solchen Gerüchten die Spitze abzubrechen, indem er Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle oder , Polizeibehörde erstattet, insbesondere dann, wenn die Ehre verdienter Leiter unserer Volksgemeinschaft angegriffen wird. Dieser Hinweis ist nicht ohne Beachtung geblieben. So gelang es im Verlauf der letzten Tage, Weiteroerbretter eines Gerüchts, in das auch die Person des Hoheitsträgers des Kreises Wetterau einbezogen war, zur Aburteilung zu bringen. Das Amtsgericht Gießen verurteilte im Schnell- verfahren den Adolf S ch a r d t und den Ludwig Happel, beide aus Hausen, Kreis Gießen, zu je zwei Monaten Gefängnis. Andere sehen ihrer Verurteilung in Kürze entgegen. Im ersteren Falle ist auf das Recht der Berufung verzichtet worden, um durch ein Gnadengesuch Strafmilderung herbeizu- führen. Aber auch Gnadengesuche sind stärkste Bekenntnisse der Schuld.
Es wird auch in Zukunft rücksichtslos durchge- - griffen werden, bis man auf die Wurzel des Nebels stößt. Die Urheber der Gerüchte wird die ganze Strenge der kriegsbedingten Gesetze treffen.
sich um je 500 RM.. . chenes Mädchenbuch handelt.
Brauen zusammen, und chr Gesicht ist abweisend und undurchdringlich. „Aber nicht eine Tänzerin."
Lern, als er ihr in den Mantel hilft. „Ist es sehr unbescheiden von mir, wenn ich Sie noch eine Minute aufhalte? Ich habe eine jo große Bitte an Sie —"
Freude an der Bewegung zu verbinden mit Einsicht in die Kräfte des Organismus, um so Einheit von Leib, Seele, Geist zu gelangen.
$ür unsere Verwundeten.
W|. _______l" ein gutes Konzert von Margot
E b e r s p a ch (Sopran), Erika Netto (Violine)
der Antwort ganz sicher ist. w
Was man tun kann, ohne sich etwas zu vergeben,
17.
„Ich geb's auf!" stöhnt Borkmann. „Es ist heute nicht gegen Sie anzukommen, Bareiro. Schließlich muß der Laden hier auch einmal zugemacht werden! Ich hätt' auch noch gern eine Stunde geschlafen, ehe ich auf die Probe geh'."
„Wie Sie wollen!" sagt Bareiro höflich. Er ist beherrscht genug, um mit keiner Geste nach dem Geld zu zucken, das vor ihm liegt. „Ich bin gern bereit, weiterzuspielen. Für mich ist es natürlich peinlich, in diesem Augenblick aufzuhören."
„Wollen Sie noch mehr einheimsen? Nee, nee, Schluß für heute, ich bin pleite genug. Die Liebe einer Frau kann man nicht erzwingen, und die Fortunas am allerwenigsten — ein andermal."
Bareiro verneigt sich lächelnd, ohne seine heiße
„Mich? Sicher nicht."
tfD doch. Ich habe ganz gegen meine Absicht — ein Schmuckstück im Spiel gewonnen, das für Sie bestimmt war ..." 1 -
„Wenn Sie das doch schon wissen ..Eine leichte Röte steigt in Kattas Gesicht. „Dann werden Sie auch wohl wissen, daß ich es sehr energisch abgelehnt habe."
„Vielleicht, weil Sie die Absicht des Gebers mißverstanden haben. Kann fein, daß es töricht von mir ist, ein Wort für Ihren Anbeter einzulegen. Verzeihen Sie das altmodische und unschöne Wort ,Anbeteri — aber wenn irgendwo, dann ist es hier am Platze. Der Junge würde nicht wagen. Ihnen mit einem Gedanken zu nahe zu treten. Kein Mann würde das wagen. Es sollte nichts anderes sein als eine Opfergabe — auf den Tempelstufen vor dem Bild einer Göttin niedergelegt. Die Göttin flhrf sich das lächelnd und ohne Dank gefallen lassen —"
„Eine Göttin vielleicht ..." Katta sieht die
Augenblick, und sagt dann nicht ,von Ihnen* sondern: „... von einem andern annehmen würde, was ich von ihm ausgeschlagen habe."
„Dann kränken Sie ihn meinetwegen!" Er lacht ganz leise und tief in der Kehle, und em heißer
kein Grund, ihm böse zu fern — es war eher em Grund mehr, auf Detlev böse zu seim Er überließ es ihr, sich gegen Beleidigungen zu schützen — wie er ihr alles überließ. _.. . s.
Solche Geschenke bot man einer Tänzerin, die tnan damit kaufen wollte — aber nicht einer ver
mich."
Plötzlich neigt er sich tief über ihre Hände, ergreift sie, beide zugleich, preßt die Lippen, die Augen dagegen, wühlt das Gesicht hinein und murmelt kaum hörbare Worte in einer unverständlichen Sprache.
Katta fühlt bestürzt, daß die glühenden Funken auf sie überspringen, daß eine heiße Welle ihr Herz überflutet. Sie ist erschrocken und zugleich unendlich froh. „Es gibt noch andere Männer als Detlev", schießt es ihr durch den Kopf. „Ich kann mich noch verlieben, in diesen oder in einen anderen, das Leben ist noch nicht zu Ende, wenn ich mit Detlev Schluß mache, es geht weiter, es beginnt immer wieder von vom, immer neu, immer herrlich —"
18.
Als Bareiro in der Morgendämmerung in fein Hotel zurückkommt, ist die Kette nicht mehr. in seinem Besitz. Und von dem gewonnenen Geld ist nicht mehr viel übrig, als er mit großer Geste und reichlichen Trinkgeldern die fällige' Rechnung im Hotel Baltic bezahlt hat. Nur fein Mut und sein Selbstvertrauen ist ins Ungemessene gestiegen, und auf diese Weise hat Concha wenigstens auch einen kleinen Vorteil — den Vorteil feiner glänzenden Laune, seiner Unternehmungslust, seiner beschwina- ten Pläne — und seiner überströmenden Zärtlichkeit. Daß diese Zärttichkeit eigentlich einer anderen Frau gilt, einer berauschend schönen und unerreichbaren, vorläufig noch unerreichbaren, Frau, das vermutet sie nicht. Sie genießt dankbar das immer seltener werdende Glück seiner guten Stimmung. Enttäuschungen und Fehlschläge machen ihn unausstehlich, vor allem gegen die Frau, die ihn liebt, mit einer so unzerstörbaren Liebe, daß er sich ihr gegenüber nicht zu beherrschen brauchte
(Fortsetzung folgt.)
Die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" führte im Laufe der vergangenen Woche im Auftrage des Oberkommandos der Wehrmacht und in Zusammenarbeit mit dem Sonderreferat „Truppenbetreuung" im Reichsministerium für Dolksaufklä- rung und Propaganda in hiesigen Lazaretten folgende Veranstaltungen durch:
Am' Montag war eine große Anzahl Verwundeter der Einladung der Kreisamtsleitung der NSV. Wetterau in die Gaststätte „Pulvermühle" gefolgt. Die Betreuerinnen der NS.-Frauenschast hatten die Tische mit Blumen geschmückt und versorgten die Kameraden mit Kuchen und Getränken. Für die musikalische Unterhaltung hatte sich eine Abteilung einer Wehrmachteinheit zur Verfügung gestellt. Freudig begrüßt und mit viel Beifall belohnt wurde der Heimatdichter Georg Heß, der sich zur Bereicherung der Vortragsfolge bereiterklärt hatte. Der verwundete Kamerad Külzer unterhielt am Kla-
Freude zu zeigen. Nichts kann ihm gelegener kommen, als der Schluß in diesem Augenblick. Er hat die Taschen voll Geld, er hat überdies die Kette ... In den letzten zwei Stunden hat er ein unverschämtes, ein-unbegreifliches Glück gehabt. Ein fyl- ches Glück ist kaum mehr mit natürlichen Dingen
und Fritz Ma lata (Klavier) gestaltet, das reichen Beifall fand. — Die Mitglieder des Deutschen Theaters Wiesbaden Ilse Habicht (Sopran), Maria Barth (Mezzo-Sopran), Thomas Solcher (Tenor) und Viktor H o s p a ch (Baß-Bariton) fangen in einem Lazarett Arien, Duette und Quartette aus schönen Opern und Operetten. Kapellmeister W e m h e u e r hatte die Begleitung am Klavier übernommen. Reicher Beifall dankte für den gebotenen künstlerischen Genuß. — Unter dem Motto „Ein Strauß Lieder aus unserem Rosengarten" brachten Gertrud H e ck m a n n ^Sopran), Hans Wilhelm Dürr (Baß) und Karl R ieh m (Klavier) in einem Lazarett ein Konzert. Lieder von Löns, Peter Cornelius und PH. zu Eulenburg und anderen mehr kamen zum Vortrag. — In einem Lazarett veranstaltete der 'Frauenchor Lich mit seinen Solistinnen und einigen musikalischen Kräften aus Gießen und Lich eine musikalische Feier. Unter Leitung von Fräulein Jäger kamen Chöre, Soli
In einer kampferfüllteu Zeit wie der unserigen hat es aus Sicherheitsgründen nicht an Warnungen gefehlt, die Schwätzern, Verleumdern und Gerüchtemachern den schärfsten Kampf ansagen. Wir leben im Kriege, und überall hat der Feind wachsame Augen und Ohren, die auch ein nichtssagendes Gerücht aufgreifen, um es in gemeinster Agitation auszuschlachten.
Erfreulicherweise kann festgestellt werden, daß es innerhalb unserer engeren Volksgemeinschaft nur wenig Außenseiter gibt, denen das Verständnis dafür abgeht, daß Gerüchte und Mießmachereien im Kriege doppelt gefährlich sind. Sie, die jeden Taktes und Instinktes baren ewig Gestrigen möchten Dinge aufbringen, die keinen anständigen Deutschen interessieren, Dinge, an deren aufreizendem Inhalt sofort die niederträchtige Verleumdung zu erkennen ist. Von den unbefriedigten Ansprüchen des Magens oder einer nicht genug gewürdigten Selbstgeltung bis zum Hang nach verbrecherischer Ehrabschneidung geht die Skala der Motive, und nur selten ist es ausgesprochene Dummheit, die mit dazu beiträgt, wenn ein Dorf oder eine Stadt durch ein albernes Gerede verseucht wird.
duf ihr Wochenende verzichten wollen. Da die Landftau in diesem Sommer mehr noch als in den vorhergegangenen zur Beaufsichtigung der Feldarbeit außer Haus sein muß, nehmen wir uns in diesem Jahr besonders der Kinder, des Haushalts, des Gartens und der Einmacharbeit an. Daß sich die Stadtfrau dabei jeglicher Kritik der Haushaltsführung der schwer schaffenden Bäuerin zu enthalten hat, ist dabei ebenso selbstverständlich wie der Verzicht auf jeden Versuch, die Erntehilfe zu persönlichen Vorteilen zu mißbrauchen.
Oie Sicherung des Gefolgschastsstandes.
Zu den durch die Verordnung über die Sicherung des Gefolgschaftsstandes in der Kriegswirtschaft geschützten Betrieben der Kriegswirtschaft gehören der Kohlen- und Erzbergbau, die Erdölgewinnung, die Herstellung von Kraft- und Schmierstoffen, die Wasser-, Gas- und Elektrizitätsversorgung, die Eisen- unb Stahlgewinnung, die Metallhütten- unb Metall- halbzeugwerte, die Dienststellen der Wehrmacht, die Ferttgungs- und Ausbesserungsstätten sind, Reichsbahn, Reichspost, Binnenschiffahrt und Hafenwesen; ferner die Betriebe, die von den Arbeitsämtern be- ftimmt werden. Die Verordnung gilt nicht für weibliche Arbeitskräfte, für Arbeitskräfte bis zum ad)t> zeynten Lebensjahre und für Arbeitskräfte, die zur Probe oder Aushilfe eingestellt sind. In den genannten Betrieben können Arbeitsoerhältnisse nur noch durch Anordnung des Arbeitsamtes gelöst werden, auch wenn sie bereits für einen künftigen Zeitpunkt gelost waren oder infolge Ablaufs der vereinbarten Frist von selbst enden würden.
Oer Bezug von Obst und Gemüse. \
Was der Verbraucher wissen muß. — Verbot des unmittelbaren Bezugs von Obst und Gemüse vom Erzeuger.
und Klavierstücke zum Vortrag, die reichen Beifall fanden. — Der Gesangverein ,Liederkranz" Lechgestern führte unter Leitung von Chormeister Blaß in einem Lazarett ein Chorkonzert durch. Volkslieder von Kuhlau, F. Silcher, Wohlgemut usw. kamen gut zu Gehör und wurden mit reichem Bei- fall aufgenommen. — Verschiedene Lazarette hatten Konzerte von Musikabteilungen der Wehrmacht, die mit ihren guten Vortragsfolgen viel Beifall fanden. — Als Auftakt zum Bannsportfest des Bannes 116 fand in einem Lazarett ein Gemeinschaftsabend der Spielschar der Hitler-Jugend mit den Verwundeten stakt. Unter Leitung des HJ.-Führers Wolfgang Sauer kam eine'reichhalttge Vortragsfolge zu Gehör. Orchester und Singkreis gestalteten den ersten Teil des Programms mit ihren Darbietungen, während im zweiten Teil das Theaterstück „Jeppe von Bergen" gut zur Aufführung gelangte. Die Verwundeten und Gäste dankten für die gebotenen frohen Stunden mit reichem Beifall.
So wie es jetzt ist, geht es auf keinen Fall weiter. Eine halbe Karriere und eine halbe Liebe, ach nein, die Liede ist nicht halb, es ist schon eine große und vollständige Liebe, und sie könnte ein ganzes Leben ausfüllen, aber dann müßte aus dieser Liebe eme Ehe werden, eine Ehe mit Heim und Kindern.
Sie kann nicht zu Detlev sagen: Bitte heirate mich doch! Ich möchte so gern grau fern, ich mochte Mutter werden, ich möchte einen Mann für mich sorgen lassen und möchte ihn umsorgen; laß uns einmal ausrechnen, was du verdienst, und ob mir nicht zu zweien davon leben können oder auch zu dreien und vieren; ich bin nicht anspruchsvoll, ich kann sparsam und wirtschaftlich sein, ich habe solche Sehnsucht nach einem Heim und nach einem festen Platz in der Welt; nach einem Platz bei dir, ich bin das Herumziehen so satt, ich bin so müde von der Arbeit, und ich habe Angst vor der Zukunft.
Das alleskann man nur aussprechen, wenn man
sentimental, daß mir der Gedanke schlaflose Nächte machen würde. Aber tragen Sie diese Kette, die so wunderbar zu Ihnen paßt, daß ich eifersüchtig bin, sie nicht selber ausgesucht zu haben, tragen Sie sie als ein Andenken cm diesen Augenblick — und an
das noch nicht so ganz fest. Dieser blonde Junge daß es sehr schwer ist, sich diesem Eindruck zu ent- hätte es auch fertiggebracht, der Frau seines Freun-1 ziehen, und Katta hat keine Veranlassung, sich da- bes ein wertvolles Geschenk zu machen — ohne jede ' gegen zur Wehr zu setzen, gerade heute nicht.
Nebenabsicht. Sie lächelt nachsichtig und fast etwas „Ja?" fragt sie mit einem zurückhallenden La- gerührt, wenn sie an das enttäuschte Knabengesicht \ cheln. „Wenn es in meiner Macht steht, sie zu denkt. I erfüllen, um was handelt es sich denn?"
„Ich habe das unerträgliche Gefühl, Sie beraubt zu haben."
Aus der Giadi Gießen.
Vom Spiel zum Sport.
Im Kleinkind schon ist von Geburt an ein unermüdliches Bedürfnis nach Bewegung lebendig. Alles, was mit der Bewegung zusammenhängt, nimmt das Kind unbewußt auf und verwertet es für fein Werden. Alles andere dagegen, alles, was ohne Bewegung ist, lehnt das Kind ab. Für die Pflege des Bewegungsbedürfnisses aber eignet sich vor allem die Gymnastik, die sich die Hebung und Entwicklung von Bewegungssinn und Bewegungsfähigkeit zur Aufgabe gemacht hat.
Die bewußt eingesetzte körperliche Erziehung sollte chon beim Kleinkind beginnen. Voraussetzung für ihren Erfolg ist natürlich die Schulung der Mütter. Dieser Erfahrungsgrundsatz, den schon Froebel vertreten hat, ift heute vom Reichsmütterdienst und von der NSV. wieder neu erkannt und zur Geltung gebracht, wenn sie in ihre Mütterschulungskurse auch die Gymnastik einbeziehen und die jungen Mütter auf ihre Aufgabe vorbereiten. Der beim ge- unden Kind immer vorhandene Bewegungsdrang nuß richtig geleitet und darf anderseits nicht ver- rüht oder übertrieben gefördert werden. Den jun- ;en Müttern erwächst hier also die Verpflichtung, ich eigenes Wissen und Können soweit anzueignen, daß sie die ersten Lehrmeisterinnen ihrer Kinder werden können.
Eine besonders planvolle Bewegungserziehung muß bei Kindern einsetzen, die durch Naturanlage oder durch Umwelteinflüsse in ihrer Bewegungs- fähigkeit gehemmt sind, um diese Schäden zu bekämpfen und Kräfte zu wecken. Hier erweist die Kirckergymnasttk ihren besonderen Wert. Sie ist imstande, in Fällen von Wirbelsäuleschwäche ober Muskelträgheit wirksame Hilfe zu leisten, vorausgesetzt, daß sie früh genug angewandt wird. Erst allmählich erwirbt ober auch das normale Kind die volle Bewegungsfähigkeit und die volle Beherrschung seiner Glieder. In diesen Entwicklungsjahren ist bis in das hohe Schulalter hinein das Spiel die natürlichste Bewegungsform. Jede Kindergymnastik wuß auf dieser Tatsache aufbauen und Spiele, die das freie Walten der Kräfte der Phantasie anregen und fördern, in ihr Programm aufnehmen.
Allen Kindern gemeinsam ist die Freude am rhythmischen Geschehen, am lebendigen Auf und Ab, wie es im Atmen und Fühlen des eigenen Leibes, im Wachsen und Geschehen der Natur und in den Tönen der Musik zum Ausdruck kommt. Darum lieben sie auch Musik und Gesang zu ihren Uebun- gen und Spielen, die Sing- und Reigentänze. In den Reifejahren wächst bei der Jugend die Freude an sportlichen und Geräteübungen, am Kampfspiel und am Kampfsport.
Das Anspannen aller Kräfte zur Erreichung ernes Zieles, die Verausgabung bis zur Erschöpfung ist Lebenselement wohl besonders für die halbwüchsige männliche Jugend, während die weibliche — von Ausnahmen natürlich abgesehen — sich wohl im rhythmischen Geschehen der Gymnasttk mit ihrer Erziehung zur Körperharmonie am wohPen fühlt. So münden die Spielformen der Kindergymnastik langsam ein in die Arbeitsformen der deutschen Gymnastik, die es sich zur Aufgabe macht, die
NSG. Eine große Anzahl von Verbrauchern' in den Städten beklagt sich über unzureichende Versorgung in Obst und Gemüse- Manche geben unberechtigterweise den Maßnahmen, die auf diesem Gebiete getroffen werden mußten, die Schuld an der wenig befriedigenden Versorgungslage. In Wirklichkeit sind die Ursachen der augenblicklichen Verknappung auf zwei Umstände zurückzuführen.
Zunächst sei darauf hingewiesen, daß bei außerordentlich gestiegenem Bedarf infolge des ungewöhnlich harten Winters und der dadurch heroorgerufenen erheblichen Schäden die Ernte gerade derjenigen Obst- und Gemüsearten, die um diese Zeit anzufallen pflegen, eine bedeutend geringere ist als in sonstigen Jahren. Mit fortschreitender Jahreszeit ist jedoch bei normalem Verlauf ein größerer Anfall zu erwarten.
Sodann aber sind die geringen Anlieferungen von Obst und Gemüse in die Städte zum großen Teil darauf zurückzuführen, daß eine nicht unbeträchtliche Zahl von Volksgenossen gerade diejenigen Vorschriften nicht beachtet, die das Landesernährungsamt zur Sicherstellung und gerechten Handhabung der Obst- und Gemüse Versorgung erlassen hat.
Obst wird im gesamten Gebiet des Landesernährungsamtes, das das Land Heffen und den. Regierungsbezirk Wiesbaden umfaßt, Gemüse in den meisten Gemeinden durch Bezirksabgabestellen, die ihrerseits in den einzelnen Orten wieder Sammel- stellen errichtet haben, erfaßt und von da aus über die Versandhändler und Großhändler den Ladengeschäften in den Städten zugeleitet. Es ist klar, daß die Anlieferung an die Ladengeschäfte ungenügend fein muß, wenn die Obst- und Gemüseerzeuger nicht genügend Mengen an die Bezirksabgabestellen zur Ablieferung bringen. Das Landesernährungsamt hat daher bereits vor einigen Wochen ängeorönet, daß die Obst- und Gemüfeerzeuger alles Obst und Gemüse, das sie ernten, restlos an die Bezirksabgabestellen abliefern müssen. Nur das Obst und Gemüse, das der Obst- und Gemüseerzeuger im eige-
vier. Kreisstabsamtsleiter Weber begrüßte die Gäste und oerteilte sechs Uhren, welche von Mitgliedern der Uhrmacher-Innung Butzbach, Bad-Nau- heim, Friedberg gestiftet worden waren, an Kameraden, die chre Uhr im Einsatz verloren hatten. Ein ‘ . — In einem
Italien" durch.
Ein Preisausschreiben für das beste deutsche Jugendbuch.
Der Verlag Enßlin & Laiblin in Reutlingen erläßt ein Preisausschreiben für das beste deutsche Jugendbuch. Der Verlag geht dabei von der richtigen Erwägung äus, daß Jugend sich zum Lesen nicht zwingen läßt und Erziehungsabsichten der Erwachsenen im Jugendbuch ihr gleichgültig sind. Die Jugend will auch im Buch einfach erleben, sie will ihre Erlebniswelt, bereichert um die Erfüllung ihrer Phantasie, im Buch wiederfinden und bamit sich selbst. Notwendig ist allerdings, daß das Jugendbuch in allen Schichten unseres Volkes gelesen wird. Deshalb fordert der Verlag künftterifch hochstehende Form, Lebensechtbeit, vorbildliche Sprache, unterhaltendes und mitreißendes Geschehen, Zeit- und Wlrklichkeitsnähe, echte Kindertümlich- keit. Als Preise stehen aus 2000 RM. für das beste, mnn snem für hn« -meitbeite und ie 500 RM. für Arzt dankte tm Namen der Gaste. . ... - , . „
baß°britt=' und vierbeste Buch, diese Preise erhöhen Lazarett wurde unter der Dortragsfolge „Sorg- neu Haushalt verbraucht, braucht nicht abgeliefert
Gemüse anstatt an die Bezirksabgabestellen unmittelbar an Verbraucher oder Händler abzugeben, da hierdurch diejenigen Mengen, die der Bezirksabgabestelle zufließen sollen und der Versorgung der Städte dienen, geschmälert werden. Ebenso ist es dem Verbraucher und dem Händler verboten, unmittelbar beim Erzeuger Obst und Gemüse einzu- kaufen.
Hiervon gibt es nur folgende Ausnahme:
Verbraucher, die in demselben Ort ansässig sind wie der Erzeuger, können bei diesem Obst und Gemüse unmittelbar beziehen, jedoch nur für den eigenen Haushaltsbedarf und nicht darüber hinaus. Es ist also nicht zulässig, daß ein Verbraucher bei einem im gleichen Ort ansässigen Erzeuger sich mehr Obst und Gemüse besorgt, als er für den eigenen Haushalt benötigt, um die nicht benötigten Mengen an andere, etwa an Ortsfremde, abzugeben. Außerdem ist es selbstverständlich, daß bezüglich seines eigenen Haushaltsbedarfes sich der Verbraucher mit Rücksicht auf andere Volksgenossen kriegsbedingte Einschränkungen auch bei Obst und Gemüse auferlegt.
In eingemeinbeten Vororten dürfen in der Regel Obst und' Gemüse von Erzeugern unmittelbar nur an solche Verbraucher abgegeben werden, die in dem betreffenden Vorort wohnen. Ein in dem alten Stadtteil wohnender Verbraucher darf also nicht Obst und Gemüse unmittelbar bei einem in einem Vorort wohnenden Erzeuger beziehen. Welche eingemeindeten Vororte unter dieses Verbot fallen, ist durch eine Bekanntmachung des betreffenden Ernährungsamtes im einzelnen feftgelegt.
Selbstverständlich gelten als ortsansässig nur solche Verbraucher, die in dem betreffenden Ort ihren dauernden Wohnsitz haben. Nur vorübergehend anwesende Personen, z. B. Kurfremde, sind nicht berechtigt, in dem Ort ihres vorübergehenden Aufenthaltes Obst und Gemüse beim Erzeuger zu beziehen.
Die Besitzer von Hausgärten, Schrebergärten usw. sind im allgemeinen nicht verpflichtet, die geernteten Obst- und Gemüseerzeugnisse an die Bezirksabgabestellen abzuliefern. Ernten sie allerdings mehr, als sie im eigenen Haushalt verbrauchen, so werden sie
Kreuzchor unter Rudolf Mauersberger die erste zyklifche Vorführung von Ernst Peppings vollständigem Weinheber-Liederzyklus „Der Wagen", Die Gesamtplanung dieses sechsteiligen A-cappella- Werkes ist ein erstaunliches Unternehmen von sinfonischen Ausmaßen. Das Problem für den Musiker war hier nicht nur, in innerer Kongruenz mit Sinn und Ausdrucksform der herrlichen Dichtung Wein- Hebers zu bleiben, sondern den Klangstil des A-eappe!la-Madrigals so stark in Fluß zu halten, daß auch ohne das Interesse an den humorvoll-tiefsinnigen Texten der musikalische Kunstbau als solcher die Wahrnehmung dauernd wachhält. Dieses Ziel hat Pepving erreicht vermittels seiner bildkräftigen, blutoollen Polyphonie, mit kühnen, aber ungekünstelten harmonischen Bildungen und einer ungewöhnlich plastischen Rhythmik. Das Meisterwerk wurde von den jungen Sängern, für die es technische und musikalische Schwierigkeiten nicht zu geben scheint, vollendet bargeboten: Hans Schnoor.
Die Gutenberg-Festwoche in Mainz.
Die Gutenberg-Festwoche der Stadt Mainz begann mit einer Serenade im Hof des Kurfürstlichen Schlosses. Das Städtische Orchester spielte unter Generalmusikdirektor Karl Maria Z w i ß l e r Werke Mainzer Komponisten des 18. Jahrhundert. In Anwesenheit des Staatssekretärs Reiner fand im Akademiesaal des Schlosses die Eröffnungsfeier statt. Der stellv. Oberbürgermeister Provinzialdirektor Dr. Wehner gedachte zunächst des im Osten gefallenen Oberbürgermeisters Dr. Barth und würdigte dann die revolutionäre Erfindung Gutenbergs. Der Dichter Hermann Bürte behandelte sodann in dem Festvortrag „Deutsche Sendung des Wortes und der Setter Größe und Auswirkung der Erfindung Gutenbergs. Als erste Festaufführung im Stadt- Iheater wurde „Ariadne auf Naxos" von Richard Strauß gegeben. — Das Gutenberg-Museum führt eine Sonderschau „Alte und neue Druckkunst in


