Schwere Abwehrkämpse an der südlichen Ostfront
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sagte sie ganz gelassen: „Ich glaube nicht, uns noch viel zu sagen haben. Einem
sprechen,
daß wir
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glaube ich nie wieder
(Nachdruck verboten.)
44. Fortsetzung.
redete er hastig auf sie ein. Die Erregung gab
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Michel und den Herren auf dem Präsidium zu J]3. . blamieren, ihn vorwärts hetzte. Er sprach davon, daß er den falschen Namen gesagt habe, um Um annehmlichkeiten zu vermeiden. Dann habe er er- i - Mei fahren, daß sie mit seiner Schwester im gleichen sRehriöV» trttin fri. und das wäre ihm furchtbar Mv
Betrieb tätig sei, und das wäre ihm furchtbar
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würdevolle ältere Dame nichts ihre Mieterin abends Herren-
Dann stand er vor auf die Wirtin.
Präsident U Saw Ende Oktober in London mit dem Staatssekretär für Indien, Amery, über ein klares Versprechen völliger Freiheit für sein Land bei Kriegsende zu verhandeln versuchte. Er fuhr verbittert ab und mußte sich von der englischen Presse den Vorwurf des „engen Nationalismus" gefallen lassen. Dabei vertritt U Saw sicher nicht die Partei des Landes, die am wenigsten zu einem Entgegenkommen gegen englische Wünsche bereit ist, sonst wäre er heute-nicht Ministerpräsident.
Der Boden, auf dem die indischen Truppen östlich des Golfes von Bengalen stehen, ist nicht so sicher, wie es manchmal scheint. Fünfzehn Millionen Burmanen stellen unerfüllte Forderungen an England. Sie sehen, wie im Süden und Osten ihres reichen Landes die Fahne einer asiatischen Großmacht aufgepflanzt wird, wie sich das benachbarte Thailand in eine größere Ordnung Ostasiens einfügt. Sie wissen, daß ihr Reis, ihr Teakholz und ihre Mineralien auch andere Kunden als die bisherigen finden können. Sie lieben die Straße von Amerika nach China, die durch ihr Land führt, nicht. Burma ist politisch kein ideales Gelände für die britische Kriegführung gegen Japan.
„Richtig. Und als wen wollen Sie sich ausgeben?" „Ich nenne meinen wahren Namen, behaupte, es wäre mir anfangs sehr peinlich gewesen als ich erfuhr, daß sie mit meiner Schwester in der gleichen Firma arbeitet, daß ich es aber jetzt nicht mehr aushalte, länger mit der Lüge belastet zu sein."
'„Ganz gescheit ausgedacht", erkannte Kammin an. „Dann auf, und probieren Sie Ihr Heil. Ich will Ihnen nur verraten, daß wir schwerwiegendes Material gegen die Barkow haben. Leider reicht es aber weder für eine Ueberführung noch für eine Verurteilung aus. Der Kerl, der vermutlich Herrn Kaspar gespielt hat, ist ein früherer. Schauspieler und Verlobter der Barkow. Seinen Namen können wir nur leider nicht feststellen."
Am Petsamojpki, dessen Strom die neuer* baute Prinz-Eugen-Brücke überspannt, stoppt uns ein vermummter Posten. Die Derkehrsüberwachung reiht unseren Wagen in eine Kolonie ein, denn seitdem Partisanen bei Kilometer 21 ein alleinsah- rendes Auto beschossen und die Insassen nach Murmansk schleppten, darf nur noch ig Kolonnen gesah- ren werden, lieber tadle Felshänge rollt die Wa- genschlange in vielen Windungen. Wir fahren auf der - nördlichsten Vormarschstraße Europas. , In Frankreich konnte man in Marschpausen einen Schluck trinken — und der Schluck war meist nicht übel. Im Staube Sowjetrußlands mußte man mit Stopplichtern fahren, aber in seinen Flüssen konnten wir baden. Hier rollen wir in einer engen eisigen Einbahnstraße, die die Arbeits- und O.T.-Män- ner Tag und Nacht freischaufeln. Eigentlich ist hier oben immer Nacht. Nur ein fahles Dämmer-
ten, eine parlamentarische Regierung. Es, handelt sich also um eine typische Verfassung britischer Kolonien, in der man die Eingeborenen an der Verwaltung beteiligen will, ohne ihnen doch zumel Macht in die Hand zu geben. .
Burma ist mit dieser Verfassung nicht zufrieden. Als der Krieg ausbrach, hat die burmanische Regierung nicht das Beispiel der indischen Provinzial- regierungen, in denen die Kongreßpartei maßgeblichen Einfluß hatte, nachgeahmt. Sie ist nicht zu- rückgetreten, sondern hat versucht, durch besonders eifrige Betätigung für den englischen Krieg das Wohlwollen der Engländer zu verdienen. Als Roosevelt und Churchill ihre „Atläntikerklarung der ■ Welt bekanntgaben, verkündete die burmamsche Regierung sofort, der Punkt drei der Erklärung, nach dem , alle Völker ihre Regierungsform selbst bestimmen können", sei ausgezeichnet als Grundlage für die Zukunft Burmas geeignet. Churchill selbst mußte eingreifen und ausdrücklich sagen, die Atlan- tikerklärung könne die Engländer» in ihrer burma- nischen ebensowenig wie in ihrer indischen Politik stören. . „
Auf diese erste Enttäuschung m diesem Herbst folgte eine zweite, als der burmanische Minister-
Das Interessanteste an dem ganzen Fall ist nun der Umstand, daß der Mann, der auf dem Postscheckamt und bei den Banken die Schecks einlöste, auf ein Haar dem Buchhalter der betrogenen Firma glich. Natürlich wurde der Buchhalter sofort verhaftet, als diese Tatsache herauskam. Sein eigener Chef mußte ihm aber mit anderen Angestellten das Alibi bezeugen, daß der Buchhalter sich um die Stunde, da die Schecks vorgelegt wurden, in seinem Büro befand, also unmöglich mit dem Mann identisch sein konnte, der auf die gefälschten Papiere hin Geld erschwindelte."
Michel war wie elektrisiert. Er vergaß alle schuldige Zurückhaltung und rief: „Jetzt haben wir sie. Genau die gleiche Geschichte haben sie hier gemacht."
„Ja, das sage ich mir auch", meinte Doktor Ball bedächtig. „Aber zu einer Verurteilung reicht das nicht. Wir können ihr bisher nicht im mindesten beweisen, daß sie die Mitschuldige des Scheckfälschers war und ebensowenig, daß dieser verkleidete Scheckfälscher der gleiche Mann ist, der hier Herrn Kalpar imitierte." m
„Das ist richtig", gab Michel betrübt zu. „Wenn wir nur^wüßten, wie. der Kerl heißt."
„Natürlich, dann brauchten wir nicht hier zu sitzen und zu überlegen." Kammin lachte. „Im übrigen wäre es grundverkehrt, die Barkow jetzt sestzu- nehmen. Ich bin fest überzeugt daß wir aus chr nicht das Geringste herauskriegen, und bewerfen können wir ihr nichts. Zudem würde der Komplice, dieser Schauspieler, nur stutzig werden, und mir würden ihn vielleicht überhaupt niemals zu fassen bekommen. Jetzt kommt alles darauf an, leben Schritt der Barkow zu überwachen, bis wir auf diesen Schauspieler stoßen. Dann wird allerdings rücksichtslos zugepackt."
Sie besprachen die notwendigen Maßnahmen der Ueberwachung, zu denen such eine Kontrolle der Post gehörte, die das Mädchen bekam. Die Ge-
„Wie kommen Sie dazu, hier bei mir einzudringen?" fragte sie ziemlich scharf.
„Aenne!", rief er aus und eilte auf sie zu, um seine Arme um sie zu schlingen. „Seit gestern abend bist du so merkwürdig zu mir geworden. Heute mittag wieder, und jetzt bist du nicht bei der Geburtstagsfeier einer Freundin, sondern zu Hause. Ich konnte es nicht mehr ertragen. Ich habe dich furchtbar belogen und mußte zu dir."
untz nördlichen Abschnilk der Ost front nehmen die Abwehrkämpse bei starkem Jroff ihre« Fortgang. Zahlreiche feindliche Angriffe wurden ab- gewiesen. Eigene Gegenangriffe waren.erfolgreich.
Vor Leningrad scheiterten wiederholte Aus» bruchsverspche der Sowjets.
In der Straße von Kertsch beschädigte Kampfflugzeuge ein großes sowjetisches handel schiff durch Vombenwurf.
Bei bewaffneter Aufklärung im S e e g e b l e 1 von Großbritannien versenkten deutsche Kampfflugzeuge vor der schottischen Nord- Westküste ein Handelsschiff von 6000 23RI. und einen Kohlenleichter von 600 VRT. Vor der englischen Südwestküste wurde ein größeres Handelsschiff durch Vombenwurf beschädigt. Ans einer den S h e t l a n h s vorgelagerten Insel erziel- ten Kampfflugzeuge mehrere Volltreffer in kriegswichtigen Anlagen.
In Tlordafrika haben deutsch-italienische Panzertruppen in überraschendem Vorstoß die vor
Zuerst wollte die davon, wissen, daß
peinlich gewesen. '
Bei dieser Eröffnung riß sie die Augen weit auf ,unb starrte ihn an, als sehe sie ihn zum ersten Male. Er fuhr fort, ohne darauf zu achten. Ja, und allmählich sei die kleine Liebelei ernst geworden. Man wisse das nie vorher. Vielleicht müsse alles so fein, wie es sich entwickelte. Nun trüge er sich die aanze Zeit mit dem schlechten Gewissen, schäme sich und habe schon ein paarmal den Anlauf genommen, alles zu gestehen. Die Angst, sie zu verlieren, sei Schuld, daß ein Geständnis immer wieder hinausgeschoben wurde. Ob sie das nicht ein bißchen begreife. Er habe sie doch lieb. Zwar könne er vorläufig noch nicht ans Heiraten denken, weil er erst, in einigen Monaten das erste StaatZ- exarnen mache, aber was tue das, er sei noch jung.
Er schöpfte Atem, um einen neuen Satz zu be- ginnen und wurde jetzt unterbrochen. „Wollen Sie mir nicht auch verraten, wie Sie eigentlich heißen? Ihre Augen hatten die Härte verloren und zeigten einen feuchten Schimmer. .
Ja" sagte er. „Das hätte ich nun wieder beinahe vergessen. Ich heiße Kurt Eberhard, bin Stan, didat ber Rechte unb der Bruder von Bärbel Eber- Hard, die bei Ihnen als Stenotypistin tätig ist.
(Fortsetzung folgt)
Situation notwendig war. Von Sekunde zu Se». künde lebte er sich mehr in feine Aufgabe hinein, wobei die Angst, alles zu verderben und sich vor
schäftsleitung mußte ebenfalls überhört werden, alls sie aus ihrem Büro telephonierte. Während die drei Herren noch verhandelten, wurde Kprt Eberhard gemeldet. Der Kommissar lernte ihn erst jetzt kennen und weidete sich an dem unglücklichen Gesicht des angehenden Juristen, als dieser erfuhr, daß fein Schwindel herausgekommen war. Um so größer war die Ueberrafdjung, daß Kurt sich so schnell faßte.
„Jetzt gerade. Das wäre doch gelacht, wenn ich mich von diesem Mädchen schlagen ließe. Ich gehe zu ihr hin, spiele den Zerknirschten, den Reumütigen, bitte um Verzeihung unb erkläre ihr, ich hätte anfangs zwar bie Absicht gehabt, sie, zu be- schwinbeln, liebe sie aber ernstlich und ertrage es nun nicht mehr, mit solch einem schlechten Gewissen herumzulaufen."
„Das ist eine Idee", stellte Kammin sachlich fest. „Aber ob Sie das überzeugend genug Vorbringen können?" .
„Ich halte jede Wette, Herr Kommissar!"
„Nicht so übermütig. Dle Barkow ist ein verteufelt schlaues Frauenzimmer."
„Auch bei Frauen versagt der Verstand, wenn das Herz spricht. Faßt man sie an ihrer mitleidigen Stelle, hat man es am leichtesten."
,Sieber Herr Eberhard, Ihren Eifer in allen Ehren." Doktor Ball wiegte den Kopf. „Aber Ihre Auffassung von den Frauen ist beinahe zynisch. Haben Sie solche Dinge schon öfter ausgeführt?"
„Nein", beteuerte Kurt unb bekam einen roten Kops habet „Mein Wort daraus."
„Meinen Segen haben Sie. Zu verderben ist ohnehin nichts mehr. Und meine moralischen Bedenken schwinden angesichts der Dinge, die wir nun herausgekriegt haben. Was meinen Sie, Herr Kammin?"
„Ich bin einverstanden. Erstens arbeiten bie zwei, die Barkow unb ihr Schauspieler ebenfalls mit Schwindeleien, zweitens handelt es sich um ein Kapitalverbrechen, unb brütens stehen höhere Interessen auf bem Spiel. In solchen Fällen entbürbe ich mich aller Skrupel."
„Wann wollen Sie Ihren Plan in die $at um- setzen?" fragte Doktor Ball.
„Sobald wie möglich, wenn es geht, noch heute abend. Es wäre falsch zu warten, bis sie mir ihre Vorwürfe ins Gesicht sagt."
scher Soldaten am „Ende der Welt".
Der Wehrmachiberichi
DRV. Ausdem Führerhauplguartler, 22. Ian. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:.
Auf der Krim scheiterten mehrere felnkiche Vorstöße gegen die Einschliehungsfront von Se-
i« Soffen, dar i verhafteten nppdivifi Wfchen» 0 lynijütion ai Nungen au beordert.
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DNB. ..., 21.Jan. (PK.) Liinahamari ist die Endstation der Eismeerstraße, die, fast so lang wie der italienische Stiefel, R o v a n i e m i mit dem letzten Eismeerhafen verbindet Hier greifen die Kräne mit langen Drahtseilarmen in die geöffneten Bäuche der Transportdampfer unb laben ihre Lasten auf die Rücken der Lastkraftwagen. Das sind die motorisierten Packesel der Wehrmacht. Sie tra* gen hier oben die Hauptlast des Nachschubs, und man unterschätzt leicht bi$ Weiten und die Unwegsamkeit allein des finnischen Raumes, der in seiner Längsrichtung von München bis Tobruk reichen würde. Die gerade Entfernung München—Pet- fanw entspricht derselben von Münch en bis Kamerun. Diese Lastkraftwagen und ihre.vierbeinigen „Kollegen", die Mulis der Gebirgsjäger, schleppen alles, was die Hauptkampflinie so dringend benötigt. ■___________________________________
Sie machte sich sanft aus seinen Armen los und deutete stumm auf einen Stuhl, auf den er sich gehorsam setzte. Ehe er aber dazu kam, weiterzu
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besuch empfing, lieh sich aber durch die Dringlichkeit der Vorstellungen erweichen und führte ihn zu der Tür von Aenne Barkows Zimmer. Kurt klopfte an unb trat ein, ohne ein Heroin abzuwarten. Er stand mit dem Rücken an die Tür gelehnt unb sah ihr ins Gesicht. Sie saß an einem Tisch uyb las Zeitungen. Ihre Augen waren zuerst weit aufgerissen, als habe sie SIngft Dann faßte sie sich, legte die Zeitungen beiseite unb stand auf.
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Kurt hätte gern Einzelheiten erfahren, aber Kammin lehnte es ab, ihm als Nickttbeamten weitere Erklärungen zu gebfm. Er verabschiedete ihn unb wünschte ihm Glück für sein Unternehmen. Ohne weiteres Ucberlegcn machte sich Kurt sofort auf den Weg zur Wohnung Aenne Barkows. Er fgnb das Haustor schon verschlossen unb klingelte ben Portier heraus, der ihn gegen ein Trinkgeld ins Haus ließ, der Wohnungstür und wartete
Explosion in Raum 5
Roman von H.G. Hansen
Copyright by Prometheus-Verleg Dr.Eidiadter, Gröbenzell b.MBndien
Menschen, der mich belügt, glaube ich nie wieder «Todes etwas." Bei den letzten Worten zitterte ihre. Bonners Stimme ein wenig. Er ließ sich nicht, entmutigen, d^ett sondern fuhr zu sprechen fort. Ohne zu bedenken, .//E'Dle Ne daß er hier eine schwierige Rolle spielen müsse, . Me vvi redete er hastig auf sie ein. Die Erregung gab »j^bruch seinen Worten den Klang, der für eine solche H oerfp
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schein entstehen. Eine Brücke haben wir passiert.....
lleberall stehen, bas Gewehr im Arm, die Doppel- Boxers poften. Die Flak ist in ständiger Feuerbereitschaft. Unb weiter gehts vorbei an verschneiten Depots und Verbandplätzen. Klar und unendlich wölbt sich der sternenglitzernde Polarhimmel über diesen weltfernen Küstenstrich. Vereist, verschneit, übernächtigt und teils leicht verwundet, kehrt soeben ein S t o fj« trupp der Gebirgsjäger zurück in feine einsamen Finnzelte. Die Sowjets wurden zurück- geschlagen. Ein paar Renntiere trotten als Beute hinter dem Schlitten her, auf dem drei Kameraden liegen, die bei diesem Einsatz den Soldatentod starben. Hier endet die Straße — wie sie beginnt, kündet ein Ehren'friedhof vom harten Kampf beut*
Auf der nördlichsten Vormarschstraße Europas
Von Kriegsberichter Günter Niemeyer.
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AnderDonez-Fronk sowie im mittlere«
Berlin, 22. Jan. (DNB.) Bei außerordentlich tiefen Temperaturen warfen deutsche Truppen am Oberlauf des Donez feindliche Kräfte zurück, die in einen schmalen Streifen der deutschen Stellung eingedrungen waren. Nachdem dieser Teil der deutschen Stellung bereits am 19. Januar wieder völlig von Bolschewisten gesäubert war, traten unsere Soldaten am folgenden Tage trotz einer Kälte von minus 20 Grad zum Gegenangriff an. Unter ungewohnten unb widrigen Verhältnissen drängten sie bie Bolschewisten zurück und entrissen ihnen eine Ortschaft. Bei nur geringen eigenen Verlusten verlor der Gegner 1100 Tote, mehrere hundert Gefangene, 19 Geschütze und 30 Maschinengewehre. Nach starker Artillerievor- b'ereitung waren die Bolschewisten mit etwa acht bis zehn Bataillonen, trotz der starken deutschen Abwehr und der hohen Verluste, bie sie während der einzelnen Angriffe erlitten, immer wieder gegen die deutschen Linien vorgegangen. Die Angriffe, bie bis in die Dunkelheit andauerten, blieben aber erfolglos. Auch ein mit Panzerunterstützung geführter Vorstoß wurde zurückgeschlagen. Zwei Panzer- kampfwagen blieben vor den deutschen Linien liegen.
An anderer Stelle des südlichen Abschnitts der Ostfront leitete der Gegner in der Nacht zum 20.1. seine Angriffe mit heftigem Arttlleriefeuer ein. Bis in die frühen Morgenstunden versuchten die Bolschewisten in drei aufeinanderfolgenden Angriffen in die deutschen Linien einzubringen. Die energische Abwehr deutscher Gebirgstruppen zerschlug jedoch alle Versuche des Feindes. Im Gegenstoß wurden die Bolschewisten über den vor den deutschen Linien liegenden zugefrorenen Fluß zurückgeworfen. In einem anderen Teil des südlichen Frontabschnittes scheiterten ebenfalls Stoßtruppunternehmungen des Gegners an der Abwehr dort eingesetzter Waffen- ff. Auch hier hatte der Feind hohe blutige Verluste. Eine Anzahl Gefangener wurde eingebracht.
Rumänische Truppen, bie an der Seite der deutschen Verbände ben Gegenangriff b e i
stündchen verkündet um Mittag ben Tag, bis Mitte Januar bie Sonne ein Auge über ben Horizont riskiert. , .
Die Wagen fahren abgeblenbet. Schwarze Stecken ober hohe Schneemauern, über deren Zinnen der Schneesturm singt, weisen ben Weg dieser „Fahrrinne", die von den Motorpflügen stündlich aufs neue ausgebaggert wird. Halt! Rote Stopplichter durchglühen das Grauschwarz der Sturmnacht. Vor uns am Hang macht sich ein Lastkraftwagen vergeblich Mühe, über den Berg zu kommen. Die Schneeketten sind gerissen. Also raus. An der dem Wind abgekehrten Seite stemmen mir uns gegen den Sturm, der die Wagenplanen peitscht. Säcke werden über die Hinterräder gelegt. 30 Männer stemmen sich gegen den schweren Barackentransporter, der langsam mit hämmerndem Motor die Höhe nimmt und ben Weg wieder freigibt.
Zurück zum Wagen. Der Anlasser jault auf, aber der Motor versagt. Zum Benzinpumpenwechsel ijt hier keine Zeit. Wem die Karre stehen bleibt, den nimmt der Vordermann auf ben Abschlepphaken. Hier zieht einer den anderen aus dem weihen Dreck.
Bis zur Blockstelle Kilometer X fahren wir :m Schlepp. Eine Tunbrazeltspitze unb ein verschneiter Posten hinter der schützenden Schneemauer, das ist alles. Im Zelt schläft bie Ablösung unb schrillt das Telephon. „Alle Fahrzeuge sind anzuhalten auf den Ausweichstellen." Der Schneepflug muß vor. Mich nimmt er mit. Es ist ein schwerer Dreiachser, bem man ein paar weitausladenbe Pflugscharen vor ben Kühler montiert hat. Auf der Labefläche schaufeln drei O.-T.-Männer hinter bem Windschutz an besonders steilen Stellen Streusand aüf bie glatte Fahrspur. Sie sinb angebunden, sonst würben sie bei der sausenden Fahrt mit über Bord gehen, denn nur durch seine hohe Geschwindigkeit kann der starke Wagen den hemmenden Schnee zur Seite schleudern. Plötzlich glühen^ vor uns wie die Lichter eines Raubtieres zwei Scheinwerferaugen in der Finsternis. Es ist ein Spezialpflug, dessen Schaufelräder seitlich die Schneewände ab tragen unb in phantastischen Fontänen fortschleudern.
2ln der nächsten Blockstelle bietet sich Gelegenheit,' mit einem Kübelwagen der Feldgeübarmerie weiterzufahren, bie sichernd mit schußbereiten Maschinenpistolen, ben Handgranatenbeutel um den Hals gehängt, bie Strecken abfährt. Besonbers an den vom Feind eingesehenen Berghängen darf weder eine Stockung noch ein verrättrischer Licht-
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der gefährliche Gegner Englands zum Tode Der. urteilt, aber er entwich. Auf abenteuerlichem Wege, sich barfuß durch den Dschungel schlagend, kam er nach Batavia und schließlich nach Deutschland. Auf ein Angebot des Vizekönigs von Indien, ihm fein nicht unbeträchtliches Vermögen zurückzugeben, erklärte August Diehn, er brauche kein Vermögen mehr, er sei in Deutschland; man möge sein Ver. mögen den Deutschen geben, die nicht das Glück gehabt hätten wie er, in die Heimat zurückzukehren.
Reichsminister Funk, würdigte bie großen Verdienste, die sich August Diehn.um bre beutsche Kali, wirtschaft, die damals unter den Folgen des Zusammenbruchs und den Fesseln des Versailler Dik. totes darniederlag, und um die deutsche Landwirtschaft erwarb. Er hat der deutschen Volkswirtschaft Milliarden eingebracht. .Das aber war nicht der Sinn seines Strebens. Vor allem anderen sah er immer den deutschen Bauern, es ist ihm gelungen, ihm 3'U immer niedrigeren Preisen den Kalidung zu verschaffen, den die deutsche Erde braucht, um pro- duktionsfähig zu fein.
Herzliche Worte des Gedenkens rief sodann Gene, raldirektor Rosterg vom Wintershallkonzern feinem langjährigen Freund unb Berufskameraden nach. Auch er unterstrich bie hohen Verbienste August Diehns um die deutsche Wirtschaft, bie Kluß, beit und Weisheit dieser bedeutenden Persönlichkeit, die viel dazu beigetragen Habe, Deutschlanb wieder einen Platz an der Sonne zu sichern.
Während das Lieb vom guten Kameraden erklang und die Fahnen sich senkten, würben die Kränze bes Führers, bes Reichsmarschalls und der Reichsrsgiemng an der Bahre niebergelegt. Nach, bem die Nationalhymnen verklungen waren, trugen Bergknappen den Sarg durch bas Spalier der.Werk- scharmänner hinaus. Anschließend fand im Krematorium Berlm-Wilmersdorf bie Einäscherung
Feobosija führten, stießen bem Feind am 20.1. in ben Raum nordostwärts der mieberge- wonnenen Stabt Feobosija nach und warfen ihn weiter zurück. Dabei kam es zum Kampf um eine von den Bolschewisten zäh verteidigte Ortschaft, die nach hartem Gefecht genommen wurde. Jrn Hintergelände versuchte der Gegner an der Küste bes Siwasch mit 80 Ruderbooten Truppen an Land zu setzen, er wurde aber in bas „Faule Meer" zurückgeworfen. Dieses Strandseengebiet ist durch die 111 Kilometer lange Landzunge von Arabat vom Asowschen Meer abgetrennt unb hat außerordentlich seichtes Wasfer, das nur ein Befahren mit kleinsten Schiffen zuläßt. Weite Gebiete sind infolge des wechselnden Wasserstandes übelriechenbe Schlammflächen. Die Zurückwerfung der bolschewistischen Landetruppen in dieses Sumpfgelänbe ist nach dem Verlust der Boote wegen der fchlen- den Ruckzugsmöglichkeiten mit einer völligen Vernichtung gleichbedeutend. Die Luftwaffe setzte ihre Angriffe gegen sowjetische Kolonnen und Ortschaften im Raum von Kertsch mit guten Erfolgen fort, lieber der Straße von Kertsch wurden einept bolschewistischen Transportschiff von 3000 BRT. schwere Beschädigungen zugefügt.
Die Luftwaffe, fetzte am 21. Januar vor allem wieder im mittleren Frontabschnitt starke Verbände von Kamps- und Sturzkampfflugzeugen sowie Jäger ein. In dem Brennpunkt des Kampfe^ blieben 65 motorisierte und bespannte Fahrzeuge vernichtet liegen. — Auch im nördlichen Abschnitt der Ostfront griffen Kampfflugzeuge unb Jäger Truppenbereitstellungen an. Ein Materiallager flog in die Luft. — An der karelischen Front-griffen deutsche Sturzkampfflugzeuge bie Murmanbahn an unb beschädigten einen Transportzug. Mehrere Bomben fielen zwischen die aus den Wagen flüchtenden Truppen und verursachten hohe Verluste. Tiefangriffe auf Nachschubkolonnen hatten die Zerstörung eines Eisenbahnzuges unb die Beschädigung weiterer B Güterzüge zur Folge.
Berlin, 22. Jan. (DNB.) Im Ehrenhof der Technischen Hochschule Charlottenburg fand der Staatsakt für den verstorbenen Generaldirektor des Deutschen Kalisyndikats, Dr. h. c. A u g. Diehn, tatt. Vor der mit Tannengrün und weißen Chry- anthemen verkleideten Stirnwand ist inmitten einer Fülle von Kränzen unb Blumen der mit dem Hakettkreuzbanner bedeckte Sarg aufgebahrt. Bergknappen halten die Ehrenwache. Hinter bem Katafalk haben Werkscharmänner mit den Betriebsfahnen der dem Deutschen Kalisyndikat angeschlossenen Werke Aufstellung genommen. Mit. den Angehörigen des Verstorbenen und den leitenden Männern der deutschen Kaliwirtschaft sind viele führende Männer des öffentlichen Lebens erschienen.
Reichsminister Funk entbot dem „großen deutschen Kaufmann, dem hervorragenden deutschen Wirtschastsführer, dem einzigartigen Menschen", den letzten Gruß des Führers. „Das deutsche Volk", fuhr der Minister fort, „hat einen großen, wahrhaft deutschen Menschen verloren, unb der Führer einen- lieben, alten Freund. Ein großes Leben, ein reiches Leben, ein erfolgreiches Leben, aber auch ein Leben, reich an tragischen Ereignissen, ist dahingegangen." — Reichsminister Funk schilderte ben Lebensgang bes Verstorbenen, den es schon früh aus der kleinen traditionsreichen Hafenstadt feiner mecklenburgischen Heimat zunächst nach Hamburg und bann in die Welt zog, wie er als Reeder unb Kaufmann nach Singapur kam. Es liege eine gewisse Tragik darin, daß der Mensch, der dort für Deutschland kämpfte, in dem Augenblick die Augen schließt, wo in dem Land, das das Symbol der englischen Weltmacht war, die englische Weltmacht zugrunde geht. August Diehn war der erste.und der letzte Deutsche, der Mitglied der englischen Handelskammer in Singapur war, bis die Engländer 1914 den gefürchteten Konkurrenten ins Konzentrationslager steckten. Zweimal wurde
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Der Gtaatsakifür Generaldirektor Diehn^F'
Neichswirtschastsminister Funk ehrt den großen deutschen Kaufmann. ' “


