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grettag. 23. Januar 19^2

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

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.^n-raangM für sich, die sich in .zahlreichen Dingen von dem übrigen Jbero-Amerika unterscheidet. Das Land ist - hr5unfnportugiesischer Tradition und Sprache. Nicht v n haltende die unbändigen Konquistadoren haben Brasilien mit «et Pel' Feuer und Schwert unterworfen, wie in den ande-

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Zchristleitung und GeschaftrsteNe: Gießen, Zchulstraße 7-9

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Vereinheitlichung der Kriegführung der Alliierten ist der Beitritt Nieberländisch-Jndiens zum Eastern Group Supply Council in Delhi. Diese Behörde wurde im vorigen Winter gebildet und regelt die Beschaffung und Zuteilung der Kriegsmaterialien für Australien, Neuseeland, Indien, Burma, Süd­afrika, Ostafrika und den Mittleren Osten.

Eine sofortige erhebliche Verstärkung der Luftwaffe ist notwendig, wenn das japanische Vordringen aufqehalten werden soll, erklären auch holländisch-indische Militärkreise. Ohne genügende Unterstützung zur Luft bleibe nichts anderes übrig, als alles zu zerstören, nachdem Widerstand bis zum Aeußersten geleistet worden sei. Als Beispiel werden die Kämpfe auf Minahassa (Nord-Celebes) angeführt, wo die Japaner unter dem Schutz der Flotte am 10. Januar um drei Uhr morgens gleich- zeitig an zwei Stellen landeten, während Fallschirm­truppen zwei weitere wichtige Orte angriffen. ^Die ganze Operation wurde durch starke Luftverbände gesichert. Australiens Flugzeuge griffen zwar wie­derholt japanische Truppentransporter und Kriegs­schiffe an, aber ihre Zahl war nicht ausrei­ch e n d, um die japanischen Operationen zu gefähr­den.

Erbitterte Kampfe auf Luzon.

Tokio, 22. Ian. (DNB.) Auf der Bal'ang- Halbinsel werden die Kämpfe auf beiden Seiten äußerst erbittert geführt. Die Nordamerika- nischen Verteidiger ziehen sich übereilt und in Un­ordnung in südöstlicher Richtung nach der Manila- Bucht zurück. In der Gegend des K-iegshafens Olongapö, im südöstlichen Teil der Subig-Bucht, führten die Japaner eine neue Landung durch und befinden sich jetzt trotz feindlichen Widerstandes im Vormarsch nach Süden. Die Tatsache, daß schon vor wenigen Tagen ebenfalls in diesem Gebiet ßnn» düngen durchgeführt wurden, beweist die Heftigkeit der Kämpfe, die sich gegenwärtig im Gebiete süd­östlich der Subig-Bucht abspielen. Die Eisenbahn­verbindung auf " der Hauptlinie im Zenttum der Insel Luzon, zwischen Damontie in der Pro- vinz La Union am Golf Lingayen, und Tarlac, der Hauptstadt der Provinz Tarlac, wurde wieder ausgenommen. Auch zwischen San Fernando in der Provinz Pampanga und Manila wind die Ei­senbahnverbindung in Kürze wieder ausgenommen werden.

eit aber umfaßt es zwanzig Nationen, die n ihrer rassischen Zusammensetzung und politischen

Einpwhner.

Brasilien räumlich größer als die Ver­einigten Staaten von Nordamerika ist eine Welt

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Rio de Janeiro /Mitte Januar 1942.

vnick und Verlag:

VrühlscheUniverfitättdruckerel 8. Lange

Japanische Lustangriffe im gesamten Gunda-Archipel.

Schwere Besorgnisse in Australien und Holländisch-Lndien

Bezugspreis: Monatlich ... RM.1.80 ustellgebühr .. ,-.25 . aucö bei -Nichterschemen pvn einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt

Kriegsschauplatz Burma

Von Prof. Karl Heinz Pfeffer.

Japanische Soldaten haben den Boden Burmas betreten. Sie stehen in Victoria Point an der Südspitze der alten Provinz Tenasserim^und dringen im Norden von Thailand aus in der Rich- tung auf die Burma st raße vor. Damit fit das Land des britischen Weltreiches, das nach Indien und Großbritannien die drittgrößte Volkszahl hat, unmittelbar bedroht. Indische Truppen stehen tn Burma, Duff Cooper hat noch im Oktober von Singapur aus der burmanischen Hauptstadt Ran» goon einen Besuch abgestattet und die Frage der Landesverteidigung besprochen.

So wenig wie Indien ist Burma ein freiwilliges Glied des britischen Weltteichs. Seine Provinz T e nasferim, die sich Thailand an der Küste des Indischen Ozeans bis hinab zur Landenge von Kra vorlagert, und die ostwärts an das indische Ben­galen grenzende Provinz Arakan wurden 1826 er» obert, die zentrale Küstenprooinz Pegu mit der Irrowaddymündung und der Hauptstadt Rangoon 1852, das innereOberburma" schließlich 1886. In Burma stehen also die Engländer längst nicht seit so langer Zeit wie in Indien, der burmanische Nationalismus kann sich noch jüngerer Selbständig»

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,-ernsvrechansckluß 2251 Drahtanschrift: ^lnzeiger^ Bostscheck 11686 Frankf./M.

Schnell fortschreitende Offensive in Vurma

Burmesische Truppen wenden sich gegen die Briten.

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in 1. unb br gpradje so gut wie nichts miteinander gemein, rgl - Klei? £je Bildung der ibero-amerikanischen Staaten voll- Är (0rü zog sjch in der Hauptsache während der Napoleoni- Karl ffiagiu ,jchen Kriege. Drei Jahrhunderte spanischer Kolonial- ein 1,3»ei [Orünberg).

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dessen verheerenden Krisenfolgen entwickelte sich chließlich der neue Weltkrieg: Die englische Blok- kade sperrte wiederum den europäischen Absatzmarkt und die Verbindungswege nach der Alten Welt. Der Dollar gewann dadurch eine diktatorische lieber« macht. Neben wirtschaftlichen und diplomatischen Druckmitteln konnte diesmal Roosevelt infolge der Schwäche Englands in Südamerika ungestört mit amerikanischen Gangstermethoden arbeiten, um diese Länder seinen Plänen gefügig zu machen. Es er­schienen dieSchwarzen Listen" der Rockefeller- Agenten; mit Bestechungen wurde nicht gespart. Un­bequeme Regierungen, die Washington nicht blind

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es an der Spitze in Brasilien erschienen und be- Bhen sich, diesem Begriff eine Deutung zu geben, oie sie den skrupellosen Absichten Roosevelts ent- pricht. Stönnen geographische Grenzen eines riesen- lasten Kontinents allein genügen, um eine Solidari- iat der Völker, die ihn bewohnen, zu begründen? Nan spricht doch anderseits niemals von einer asiatischen oder gar von einer afrikanischen' Soli- Parität innerhalb des eurasisch-afrikanischen Schick­aisraumes. Wie sieht es nun um eine natürliche .Solidarität" in der Neuen Welt aus? Man wdl anscheinend in den Vereinigten Staaten von Nord­amerika nicht recht einsehen, daß die südamerika- nischen Länder sich in erster Linie als souve- ran e Nationen betrachten und nicht als jub- dläre Teile eine hemisphärisch begrenzten Koalition.

Man stellt sich oft nicht nur in den U®21.

Tokio, 22. Ian. (DNB.) Wie das Kaiserliche Hauptquartier bekanntgibt, führte die Luftwaffe der japanischen Marine seit dem 15. Januar systema­tisch im Raume von der Nordwestspitze Suma­tras bis hinüber nach Neu-Guinea erfolg­reiche Operationen gegen feindliche Luftbasen in Niederländisch-Indien durch. So wurden Balik- Vapan an der Osttüste Borneos angegriffen, auf Celebes Paloppo im Nordwesten des Golfs von Boni, Kendori am Südostzipfel non Celebes fowie Kolonedale, ebenfalls an der Ostküste in der Bucht von Tomori, au- der M o l u k k e n g r u p p e die Stadt Ternate. im Nordwesten Batjan, etwa 150 Kilometer südlich davon sowie 2ttnbon. Hierbei wur­den zehn feindliche Maschinen,, darunter mehrere Flugboote, abgeschossen bzw. am Boden zerstört und Einrichtungen durch Bomben beschädigt. Weiterhin führte die japanische Luftwaffe Bombenangriffe auf die wichtige Insel S a b a n g gegenüber der Nordwestspitze Sumatras und den Hafen Belawan d'urch, wobei ein Handelsschiff von 2000 BRT. versenkt wurde.

Aus australischen Berichten über den letzten japa­nischen Luftangriff auf Neuguinea geht hervor, daß man am Mittwoch frühmorgens plötzlich große Geschwader japanischer Flug­zeuge über zahlreichen Orten des Bismarck- Archipels und an der Nordküste von Neu- Guinea auftauchen' sah. Kurz darauf sei Karne von 40 japanischen Bombern angegriffen worden, die von 20 Jägern begleitet wurden. M a b e n g sei um die Mittagszeit angegriffen worden. Später wurden etwa 50 Bomber und Jagdflugzeuge in Richtung auf Salamaua Oulolo gesichtet, und Salamaua wurde kurz vor 12 Uhr mittags mit Bomben belegt.

Im australischen Luftfahrtministerium erklärte man, daß man nach diesen Angriffen auf Aktionen größten Umfanges in dem betreffenden Gebiet vor­bereitet sei. . Die Kriegsgefahr für Australien ist deutlicher, näher und tödlicher als je zuvor, wer diese Gefahr nicht erkennt, hat jeden Wirklichkeits­sinn verloren", sagte der Ministerpräsident Cur« t i v.Australien muß aufs Schlimmste vor- bereitet" fein", äußerte Luftfahrtminister Dra­te f o r d. Auf Wunsch General Wavells werden fünf australische Offiziere dem Stabe Wavells zu­geteilt. An der Spitze der aufttalischen Mission steht Oberst Lloyd, der zugleich zum Brigadegeneral > befördert worden ist. Eine weitere Maßnahme zur

tugiefische Kolonisten haben sich zuerst dort nieder­gelassen und sich mit den Eingeborenen vermischt. Sie haben dort ihre Sitten und ihre Religion ver­breitet. Brasilien blieb bis zum Ende des vorigen Jahrhunderts ein Kaiserreich, dessen letzter Herrscher Don Pedro II. zum portugiesischen Königshaus der Braganza gehörte. Mit Stolz und mit Betonung bezeichnet sich Brasilien als dieTochter Portu­gals", und die Beziehungen zwischen Lissabon und Rio de Janeiro sind eng verknüpft und herzlich. Als Bindeglied zwischen allen Ländern Ibero- Amerikas fungiert die katholische Kirche, deren Ein­fluß und Macht dort nicht unterschätzt werden darf.

Südamerika hat sich in seiner Gesamtheit immer mehr mit Europa verbunden gefühlt. Es 'st z. B. den vielen südamerikanischen Millionären früher niemals in den Sinn gekommen,' ihre Frei­zeit in Nordamerika zu verbringen ober den Pan- kee nachzuahmen, der ihnen im Grunde genommen in allen seinen Wesensäußerungen fremd und un­sympathisch ist. Sie fuhren nach Paris- ober nach Lissabon, die Literatur und die Wissenschaften rich­teten sich nach europäischen Vorbildern. Auf den erstenPanamerikanischen Kongressen" herrschte eine ausgesprochen feindliche Stimmung der Jbero-Ame- rikaner gegenüber Nordamerika. Argentinien er­klärte offen, die Geltung der Monroe-Doktrin nicht anzuerkennen, weil sie sich nicht mit der^ Souverä­nität des Staates vereinen lasse. Der südamerika­nische Markt war auf Europa angewiesen. Die Pro­dukte z. B. Argentiniens und Nordamerikas ergän­zen sich nicht, sondern konkurrieren miteinander.

Aus dem unglücklichen Weltkrieg 1914/18 unb

Tokio, 22. Ian. (Europapreß.) Die neue japa­nische Offensive gegen Burma nimmt immer grö­ßere Ausmaße an. Neben den beiden bisher ge­meldeten Stoßrichtungen des Angriffs auf Ta­ooy und M o u l m e i n wirb jetzt auch ein japani­scher Vorstoß nördlich von Moulmein be­kannt. Dort haben die japanischen Truppen den S a l w i n f l u h überschritten und befinden sich offenbar im Vormarsch-auf den an der Eisenbahn­linie RangunLashio gelegenen Ort S h w e g y i n, um diese für die Zufuhr tzur Burmasttaße wichtige Bahnlinie zu unterbrechen. Erleichtert wird das japanische Voi^ehen durch die Besetzung zahlreicher wichtiger Flugplätze.

Was England mit Malaya verlor.

Genf, 23.Ian. (DNB. Funkspruch.) DerMan­chester Guardign" erklärt:Wir haben nicht nur das Derteidigungsglacis von Singapur verloren; mit ihm ist wahrscheinlich für alle Zeiten eine der größten Reicht im squellen des Em« p i r e versiegt." Nicht nur mehrere Hundert Millio­nen Pfund 'britischen Kapitals waren in der ma­laiischen Zinn-undKautschukproduktion angelegt, sondern da die Ausfuhr aus Malaya zum größten Teil nach den Vereinigten Staaten gegan­gen ist, erhiett das Empire dadurch fortlaufend wertvolle Dollars, die wiederum die Kaufkraft Groß« . britanniens steigerten. Dazu kamen die großen Pro« fite, die von den Aktionären der Gummi- und Jtinn, gesell schäften im englischen Mutterland alljährlich eingesteckt wurden. Das Blatt glaubt zwar, daß es möglich fein wird, einen Teil der Bedürfnisse der Kriegführung aus anderen Gegenden zu begehen, so z. D. könne man die Erzeugung Südamerikas steigern. Es fei,, soweit Gummi in Frage komme, auch möglich, im Laufe der Jahre durch das Buna- Verfahren künstlichen Gummi herzustellen, in Amerika wie in England selbst würden Vorberei­tungen dafür getroffen. Aber wenn der künstliche Gummi komme, werde er auch nach dem Kriege bleiben und es sei schwer zu sehen, wo die britischen Plantagen in Malaya, selbst wenn sie in britische Hand zurückgelangen sollten, einen Markt für ihre Erzeugnisse finden würben.

Der Vormarsch auf Singapur.

Tokio, 22. Ian. (DNB.) Nachdem die .japani­schen Streitkräfte die feindlichen Truppen bei der Ortschaft Sabie an der Haupteisenbahnllme nach Singapur, 50 Kilometer südöstlich von Gemas, ge- schlagen haben, dehnten sie ihren Vormarsih am Mittwoch bis zu einem Punkt 8 Kilometer südlich von Labis aus und verfolgten die Reste der feind­lichen Streitkräfte im Zusammenwirken mtt ande­ren Abteilungen, die einen Umweg südlich von Labis bis Bekol, 15 Kilometer südöstlich von Labis, gemacht hatten. Auf mehreren Bahnhofen vor allem auf der nach Singapur führenden Haupt­eisenbahnstrecke, wurden 35 Lokomotiven und 1180 Waggons erbeutet, ferner mehrere Güterzuge, tue Lebensmittel, Kleidungsstücke und Kriegsmateria­lien bejövderten,

wirdGuarani" oderKetschua" gesprochen, und nur eine dünne Oberschicht in den Städten, haupt- lächlich spanisch-indianische Mischlinge, sprechen spanisch und leben im spanischen Kulturkreise. 2. Die Säften ebenen längs des Karibischen Meeres sowie Teile Venezuelas und Nordbrasiliens sind als vfriko-amerikanijch anzusprechen; dort herrscht eine Mischung mit Negerblut vor. 3. Argentinien, Uruguay und Südbra- jilien sind rein weiße Länder. In Argentinien ist der italienische Einschlag sehr stark ver­treten, etwa ein Drittel der« Bevölkerung Argen­tiniens dürfte italienischen Ursprungs sein; jedoch hat es hier auch eine bedeutende deutsche und französische Einwanderung gegeben. Allein Buenos Aires hat über 100 000 zweisprachige

blockieren würde.

Zur Eroberung von Tavoy werden hier bemer­kenswerte Einzelheiten bekannt, die zeigen, welche Auswirkungen bereits die vor allem durch die Ver­haftung des Mlnifterpräsidenten U Saw hervor­gerufene antienglische Stimmung unter den Bur­mesen erzeugte. Die Kämpfe um Tavoy nahmen nämlich insofern plötzlich eine unerwartete Wen­dung, als antibritisch eingestellte burmesische Streitkräfte die englischen Verteidiger im Rücken oft griff en und so zur schnellen Ver­nichtung des Geaners beitrugen. Hierdurch war es möglich, Tavoy schneller zu besetzen, als es vorge­sehen war. Gleichzeitig fielen damit militärische Einrichtungen, und vor allem der Flugplatz von Tavoy, völlig unbeschädigt in.japanische Hände. Der Oberbefehlshaber der japanischen Stteitkräfte erließ einen Aufruf an das burmesische Volk in burmesi­scher und indischer Sprache. Darin wird die bur- mesische Bevölkerung zur- Erhebung- gegen die brb tischen Unterdrücker und zur Zusammenarbeit mit den japanischen Truppen aufgefordert. Da die Bur­mesen zur asiatischen Raste gehörten und ebenso wie die Japaner Buddhisten seien, fei diese Zusam­menarbeit nur natürlich; die japanische Armee werde alle Burmesen schützen, die bereit zur Zu- fammenarbeit seien. Die japanischen Truppen feien in Burma eingedrungen, um die Burmesen von den jahrhundertealten Fesseln des britischen Empire zu befreien.

feit erinnern als der indische.

Obwohl auch Burma wie Indien vor Der eng­lischen Eroberung verschiedene kleinere Staatswesen bildete, ist es doch längst nicht so zersplittert wie Indien. Ungefähr vier Fünftel der Bevölkerung sind Buddhisten, so daß sie auf dieser Grundlage eine leichte Gemeinsamkeit mit den anderen Volkern Hinterindiens und Ostasiens finden können. Moham­medaner, Hindus und Christen spielen nur eine ge­ringe Rolle. Burma ist, geschlossener, reifer und wacher als Indien, wenn man Indien als Einheit betrachtet. Seine Menschen denken, sehr klar über die Gegenwartsgeschichte nach, die japanische Trup­pen ins Land bringen konnte.

Die Burmanen erinnern sich aus der Zeit vor der englischen Besetzung, daß ihnen Gefahr immer nur aus den Bergen des Nordens drohte. Hinter den Bergstämmen des Nordens, der teilweise noch gar nicht vermessen und aufgenommen ist, erscheint die moderne Gefahr der chinesischen und indischen Masseneinwanderung, die das eigenburmanische Wesen entscheidend aefährden könnte. Die Burmanen sind keineswegs glücklich über den Ausbau der be­rühmtenB u r m a ft r a ß e",. durch die nicht nur ein Tor nach China, sondern auch ein Tor aus China geöffnet wird. Ebenso wehren sich die Burmanen gegen eine indische Heber« schwemmung. Erst England hat sie mit Vorder­indien staatlich zusammengezwungen, wahrend sie rassisch, kulturell und religiös viel mehr zu Dem Osten gehören, aus dem jetzt die Japaner kommen. Von indischen Generalgouoerneuren und Vize­königen sind die Burmanen unterworfen worden. Noch 1923 wurde ihr Land zu einer Provinz Bri- tisch-Jndiens im Sinne Der Reformen von 1919 erklärt. Erst die neue, von England oktroyierte Ver­fassung aus dem Jahre 1935 trennte Burma von Indien. Seit dem 1. April 1937 ist es ein selbstän- diges politisches Gebilde unter dem Staatssekretär für Indien, der sich in Rangoon durch einen Gou­verneur vertreten läßt.

Die Derfassung aus Dem Jahre 1937 behält Wäh­rung, Landesverteidigung, Außenpolitik und Sorge für religiöse Minderheiten dem Gouverneur vor, errichtet im übrigen, abgesehen von Den Shan-Staa-

punkt Der aus Norden, insbesondere aus Rangun kommenden Eisenbahnlinie, gerichtet sein. Marta- ban liegt nur wenige Kilometer von Mulmein ent­fernt, allerdings auf der nordwesllichen Seite im Mündungsgebiet des Salwin-Flustes. Aus britischen Meldungen geht hervor, daß man in London die größten Befürchtungen wegen des Schicksals von Rangun hegt. Man verweist Darauf, daß die (Er­oberung der burmesischen Hauptstadt durch die Ja­paner m«f)t allein Zufuhren nach Tschungking über )ie Burma-Straße unterbinden, sondern auch die Heranführung britischer Verstärkungen für Burma

lacht ME et wuiÄe M um kommissah ers bestellt, dil o anerkennen*, itschen M-mn^ brigen jn JJ lieben inR ächtete SaiW leflanadE n-NaW. M M weiten M ßerwunbeten n erteine Freck

Annahme von 2lnzergen für Die Mittagsnummer bis8'/,UbrdesVormittags

Anzeiaen-Preife:

Anzeigenteil 7Rvf. je mm, bei 22 mm Zeilenbrette, Tertteil 50 Nvf. je mm bei 70 mm Zeilenbrette

Nachlässe:

Wiederholung Malstaffel I AbschlüsieNcengemtarfel» Plabvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25"/»mehr

Auf Dem derzeitigen Kongreß der arneri- .onischen Staaten in Rio de Janeiro wird ein 9 viel von deramerikanischen Solidarität" geredet, bin^dlki Nit diesem wohlklingenden politischen Schlagwort br» 8 lind die Vertreter Washingtons mit Sumner Wel -

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MOT. Jahrgang Nr. 19 erHe 3 erscheint täglich, außer nc|Wülkr Sonntags und Feiertags

Beilagen:

Gießener Familienblätter "«Na« ! Heimat imBild DieScholle

such, Die ähnlich den Prätorianergarden Der rümi- ichen Kaiserzeit Die Diktatoren ein« und absetzten. Die Mehrheit Der zwanzig ibero-amerikanischen Staaten wirD entweder von Militaristen reinsten Wasiers oder von gewandten Politikern regiert, die eine Parteimaschine hinter sich haben.

Rassenmäßig läßt sich Jbero-Amenka m drei Hauptgruppen einteilen: 1. Der große G e - b i r g s k e r n , der sich von Mexiko durch Mtttel- amerifa, Kolumbien^ Ecuador, Peru und Bolivien erstreckt, sowie das Innere Südamerikas ein­schließlich -Paraguays können als indiano- omerikanisch bezeichnet werden. Dort herrscht

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Die japanische Offensive kam Den Engländern aus dieser Richtung öffenbar völlig unerwartet, da sie nicht Damit gerechnet hatten, daß die Japaner dieses schwierige, mit Dschungeln bestandene Ge­lände, zum Anmarsch auswählen würben. Der An­griff von dieser Basis her war um so unwahr­scheinlicher, als den Japanern hier nur eine ein- zige für motoqfierte Verbände passierbare Straße nach Moulmein zur Verfügung steht. Die Japaner haben aber, dank einer gründlichen Friedensaus­bildung im Dschungelkrieg, Die erheblichen Schwie- rigteiten des Geländes gemeistert. Zugute kam den Japanern,'Daß die Kämme Der östlich Tavoy und Moulmein gelegenen bis 2000 Meter hohen Gebirge durchweg noch auf thailändischem Gebiet liegen, so daß Der Aufmarsch der japanischen Stteitkräfte unbemerkt vollendet werben konnte und Die .Japaner den Gegner auf abfallendem Gelände vor sich hertreiben können. Die Kämpfe werben von ber Luftwaffe wirksam unterstützt. Auch in Burma ist die Ueberlegenheit ber japanischen Luftwaffe ebenso wie in Malaya unbestritten.

Witterungsmäßig ist bie gegenwärtige Zeit für Die Operationen äußerst günstig. Das Gebiet um Tavoy verfügt im übrigen über bestes Trinkwasser, was gerade in diesen tropischen Gebieten für Die Operationen von größter Bedeutung ist. Das Ziel der Operationen in Richtung auf Mulmein Dürfte gleichzeitig auch gegen Martaban, Dem End­

gehorchten, tpurDen innerpolitische Schwierigkeiten bereitet, und zwar immer unter Dem heuchlerischen Vorwand, Die Demokratie gegen Denbösen Nazis­mus und Faschismus" zu verteidigen. Roosevelt und Hüll sprachen von Der Solidarität aller amerikani­schen Völker. Roosevelt faßt diese Solidarität ebenso wie feilt Vorgänger Präsident Wilson auf, der in Paris erklärte:We can force them to our way of thinking!, D. h. wir können sie zu unserer Den­kungsart zwingen. Dafür aber paßt weniger der BegriffSolidarität", als vielmehrErpressung". Und auf einen unverhüllten Akt Der Erpressung läuft schließlich auch Die jetzige Konferenz in Rio de Janeiro hinaus, die nichts weiter als eine in­folge des von Den Washingtoner Imperialisten aber­mals entfesselten Weltkrieges notwendig gewordene brutale Machtprobe an den politisch und wirtschaft­lich bedrängten Staaten Jbero-Amerikas ist!

chen Kriege' Drei Jahrhunderte spanischer Kolonial­herrschaft hatten Jbero-Amerika keine andere Er- ahrung als die einer autokratischen Regierung ge­bracht. Die Jahre des Kampfes um die Unabhängig­keit führten notwendigerweise zum Emporkommen des starken Mannes, dessen Urbild Bolivar war, -ber Weit mehr dem Beispiele Napoleons als dem Washingtons folgte. DerMann im Sattel" de- -Ihcrrschte durch lange Jahrzehnte und beherrscht zum Jlleil auch heute noch die ibero-amerikanischen Lan- mlunfl im Mber $ie $cerc hatten die Neigung, Die Rolle Des ,d)ienentn Werften Gerichtshofes zu spielen; sie waren ts »w roeilenöflllj,..* Ähnlich den Drätorianeraarden Der romt»

M N Ausrichtung nicht weniger verschiedenartig als Die em 3. Prei Europas sind. Dies gilt nicht nur von den Ländern Mitze Wieneßga den beiden äußersten Enden des ibero-amerika- mschen Gebietes: Argentinien unb Mexiko, onbern auch von Den kleineren mittelamerikanischen