Einzelbild herunterladen

:°h

Ser Mittelmeerraum in der Weltgeschichte

Professor Dr. Philipp witkop f.

Nach längerem schweren Leiden starb in Freiburg n über den Fachkreis durch die Herausgabe der

9m Alter von 79 Jahren starb der langjährige j)dft erausgeber des Jahrbuches der Goethe-Gesellschaft,

rofeffor Dr. Hans Gräf. Der Gelehrte stammte

von

ie für

denen, sofern in

'S stürmt werden.

l Nie«

Wzin

rte tn

tmgen.

. Roman von Meta Vrir.

und be°

Antragsfristen in der Kriegsversoraung.

inbige WerkNeuere deutsche Literatur von Luther s Nietzsche" und die Werke überKleist" (1921), lolftoi" (1926),Volk und Erde" (1929) und Goethe" (1931). 1902 gab er einen Band lyrischer edichte heraus und 1908 einen weiteren Band, der n TitelEros" trägt.

Der Goethe-Forscher Hans Gräf f.

b der »ersität or m Berlin g, l dort. esMg'

itr. -* in ds

m ge« Urlaub ft noch lls in- er Ur« erteik

au« über«

ldde.

Weit, lufbj

it ve r- ichfalls chtigltr vrarti" )I nicht fpnA Hiebe« !°r7» laus­

en. - mt an

erde «St te d« Hl«.

chch 8 ta

'4 mt edachj. .

11 not ?nttn

ih^ oo # 'et ltL ienf ieA !fl# ü al» 6 V

j

J lind !

M- opfert} schloß r eint 5M I Mini I mitt neu. ;

chtioti Diese, 'etonti tungg. ltafchj. eistun- i)ot ui - !- Uiti besten rtz bei i. neu« lieben, ktions-

jahv i hewis- sännen

r über Den ^achkreis durch Die Herausgabe Der Megsbriefe gefallener Studenten" bekannt aewor- ne Professor für neue deutsche Literaturgeschichte i der Universität Freiburg, Dr. rer. pol. et phil. hllipp Witkop im Alter von 62 Jahren. Witkop, n gebürtiger Westfale, erhielt 1910 Den Lehrstuhl r neuere deutsche Literaturgeschichte in Freiburg. 32 wurde er mit Der Goethe-Medaille ausgezeich- 1 Seine bekanntesten Veröffentlichungen sind tben den 1928 erschienenenKriegsbriefen", Die bis 40 eine Auflage von 190 000 erreichten, das neun-

Die einsame Frau bleibt jäh stehen und blickt zum Himmel auf, weil da plötzlich ein Schein auf« flammt ... sich wie ein weit ausgewogenes, silber­weißes Band über die Stadt breitet ... sich mit einem zweiten schimmernden Streifen verbindet ...

Scheinwerfer kreisen über Bersin, schützen die große Stadt.

Helene atmet tief auf. Was will sie denn? Man soll das Vergangene ruhen lassen. Sie denkt an ihren Mann ... Wenn sie nur schon mehr wüßte ... wo er sich befindet ... wie es ihm geht ... wie sich alles zugetragen hat ... *

Bergenroths Truppe stürmte ein Dorf. Hinwer­fen, aufspringen, sichern ... und wieder vorwärts.

Im Dorf saßen die Franzosen: sie kämpften eben­so verbissen wie die deutschen Angreifer.

Mitten im Kampf spürte Bergenroth einen hef­tigen Schlag, fühlte ein klebriges Naß am rechten Oberschenkel rieseln und gleich Darauf einen reißen- den Schmerz. Und dann so ein merkwürdiges Ge­fühl ... Die Häuser verschwommen vor seinem Blick ... rückten immer weiter fort ...

Während solcher Benommenheit horte er neben sich noch Die Stimme Des Kameraden:Mensch, sacke bloß jetzt nicht ab nimm dich" Dann ging die Stimme fort, der Nebel aber vor den Augen blieb und wurde immer stärker, und dann war Bergenroth ganz weg.

Er erwachte auf einem Lastauto, erwachte wahr­scheinlich von großen Schmerzen im Bein. Er fand sich hingesunken neben Kameraden, die auch zum größten Teil verwundet waren. Er sah um sich die finsteren Gesichter dieser Kameraden und sah auch Die Franzosen, Die hohnvoll grinsten ...

VerDammt noch mal, da war er also in franzö­sische Gefangenschaft geraten!

Die Wunde notdürftig nur verbunden, schmerzte wie Feuer: wahrscheinlich hatte er Fieber. Und dann war ein Gedanke da und schmerzte nicht minder: Wann würde man nun wieder in Die Heimat kom­men? Wann hörte mqn etwas von Dort? Helene würde sich sorgen ...

Sie tarnen zu einem Verbandplatz, Dann in em Lazarett. Es war eine Unterkunft in kleinen Ba­racken, Die unsagbar schmutzig waren. Und sehr bald ging bann Die Fahrt weiter ... immer weiter südlich.

Bergenroth ist ein gesunder Mensch, und so heilte seine Verwundung gut Aber die Stimmung, in der er und seine Kameraden sich befanden, war ver­teufelt schlecht. Es kam keine Nachricht aus der Hei­mat. Sie hofften alle, daß ihre Frauen und Mutter durch eine amtliche Stelle Nachrichten erhalten haben wurden. Zuerst wird das Regiment Bescheid

iS Weimar und hatte feine Lebensarbeit in den benft Der Goethe-Forschung gestellt. Sein Register i Den Goetheschen Tagebüchern umfaßt allein 1200 eiten, ein Beweis, mit welcher unermüDlichen Sorg- lt der Gelehrte gearbeitet hat. Als bedeutsamstes erk Gräfs gilt die neunbänbige Sammlung von tugniffen Goethes über feine Dichtungen. Gräf ar Ehrenmitglied der Goethe-Gesellschaft und Jn- ,6er Der goldenen Medaille der Goethe-Gesell- icfi

Kleine politische Nachrichten.

Frankreichs Regierungschef Pierre Labal ist n Montagvormittag aus dem Führerhauptquartier ieber in Paris eingetroffen.

längen worden.

1. Für Weltkriegsteilnehmer und ihre Hinterblie- ..i Frage kommen: a) Anträge von Leichtbeschädigten wegen hohen Alters auf Gewäh­rung von Zusatzrente, b) Zuschüsse für Erwerbs­unfähige, die durch Verlust Des Arbeitseinkommens eine hohe wirtschaftliche Einbuße erleiden, c) An­träge auf Witwenrente für Witwen, die wegen ihrer erst nach Dem 6. Juni 1931 geschlossenen Ehe bislang keine Witwenrente beziehen konnten. Für Hinterbliebene, die Witwen- und Waisenbeihilfe beziehen, ist auf Antrag eine Erhöhung ihrer bis­herigen Bezüge vorgesehen.

2. Für Teilnehmer dieses Krieges und ihre Hin- terbliebenen, sofern es sich handelt: a) Um Anträge Schwerstbefchädigter auf Einstufung in die neue

Blick durch Die Erörterung der Stellung Frankreichs sowohl als Mutterland wie als Besitzer von Fran- zösisch-Nordafrika, dessen Kraft und Reichwette in Marokko, Algerien und Tunesien einst sehr groß waren, jetzt aber durch Die anglo-amerikanische In­vasion im nordafrikanischen französischen Gebiet stark gelähmt sind. Aufbauend auf diesen Gedankengängen machte er sodann das starke Interesse Der Briten im Mittelmeerraum klar. Dem er in wirkungsvoller Weise das Lebensinteresfe Italiens gegenüberstellte, wobei er betonte, daß Das Mittelmeer für Italien Der Lebensraum, für England jedoch nur eine Durch- gangsftrohe zu feinen Interessengebieten im öst­lichen Mtticlmeer und vor allem nach Indien sei. , Weiterhin schilderte Der Vortragende Die Ausgabe, Die von Der britischen Jnselfestung Malta zu erfüllen ist, Die Bedeutung der italienischen Jnselsperren im Mittelmeer auf der Zufahrtstraße nach Malta, die Rolle Aegyptens und Des Vorderen Orients mit sei­nen reichen Erdölschätzen, bann aber vor allem bie große Bedeutung der Türkei als wichtigstem Faktor im östlichen Mittelmeerraum und als Hüter Der Dardanellen. Aus Dieser Perspektive der poli­tischen und militärischen Gesamtlage im Mittel­meergebiet ergeben sich nicht nur Ausstrahlungen für die unmittelbar angrenzenden Mittelmeerlän- der, sondern auch Rückwirkungen auf den Raum um Den Indischen Ozean und den dort vorhandenen wichtigen Jnselbesitz, wie auch auf Indien, die der Redner in großen Zügen kennzeichnete.

Am Schlüsse gab der Vortragende noch eine ins einzelne gehende und durch gutes Kartenmaterial bereicherte Uebersicht über die wichtigsten Positionen Italiens und der bedeutendsten gegnerischen Stellun- gen, insbesondere von Gibraltar, Malta, Suez usw., womit er Das Bild Der Gesamtschau noch in wirk­samer Weise in Den Einzelzügen vervollstänDigte.

Der interessante Dortrag murDe von Den Hörem mit wohlverdientem Beifall aufgenommen.

Kannst du verstehen, Helene, daß für einen fo lange einsam gebliebenen Menschen wie ich doch einmal Die Zeit kommt, in Der er ein fo merkwür­diges ein fast drängendes Sehnsuchtsgefühl nach feiner Familie hat. Es ist fo, daß ich jetzt oft unter Dem Alleinsein leide."

Hast Du wirklich so wenig Mut, Johannes? fragt Helene lächelnd.

'Mut" v ..... r

Der Mann hebt die schmalen Hände und laßt sie wieder fallen.Ich habe Bedenken, Helene. Du weißt, ich bin jetzt der alleinige Befriebsfuhrer Der Finna. Ich bin ein wohlhabender Mann. Und da Ludwig seinen Sohn adoptiert und .zum Miterben feines Vermögens bestimmt hat, so ist es auch mein Wunsch daß Martin einmal Die Fabrik übernimmt unD wetterführt. Diese Umstände aber könnten wohl bei einer Entscheidung Kätes mitsprechen

Jetzt muß Helene tadeln:Du verrennst dich in falsche Gedankengänge, Johannes. Was verlangst du? Von einer grau. Die eine so schwere Enttau- schung und schließlich den Tob des noch immer ge­liebten Mannes mit so viel Haltung ertrug, kannst Du nicht die schnelle Hingabe an ein neues Gefühl erwarten. Ich meine, alle wirtschaftlichen Umstande, die du anführst, müsien bedacht werden. Wirklich entscheidend aber wird für Käte immer nur ihre innere Einstellung zu dir fein."

lieber Des Mannes Gesicht geht Der Schatten einer stillen Resignation. Er entgegnet:So wird sie den lieben Freund erkennen, den verstehenden Ge­fährten ... aber ich liebe Käte und sehne mich nach 0CGohfieb zu, daß.du Diese Liebe gewinnst, Jo­hannes", sagt Helene lebhaft.Doch wirst du Ge­duld haben müssen." .

Rautenberg richtet sich aus.3d) will es tun ... ich danke dir, Helene."

Er erhebt sich, und indem er sich nun Derab= f(hiebet, bittet er:11 nb verzeih, daß ich dir auch noch mit meinen Zweifeln kam. Du hast selbst genug zu tragen. Ich bewundere dich, Helene!

Sie lacht ihn an und hat einen saft mütterlichen Ton:Johannes, du bist ein lieber Mensch. Du Derbenft es fo sehr,^glücklich zu werden. Ich wünsche es Dir von Herzen."

Sie begleitet Rautenberg bis zum (Bartentor, kehrt dann noch einmal in Den (Barten zurück und aeht in Der Dunkelheit langsam über die Wege. (Be­harrten. Die Johannes eben aussprach, kommen zu- rück und erhalten jetzt in der Stille der Nacht grö­ßeres Gewicht.

Hätte Johannes schon damals Kate für sich ge­wonnen ... wäre es niemals zu einer Verbindung zwischen Ludwig und Käte gekommen ...

Der spanische Staatschef und oberste Führer Der ilange, General Franco, hat Dem Kornrnan- t E ur Der Blauen Division, Generalleutnant Munoz - ,--6 ran De Den Orden des Palmzweiges in Sil- Jt, ge- lr verliehen. Die höchste von der Falange zu ver- ibenDe Auszeichnung, welche feit Dem Tod Des jenary ilangegrünDers Jose Antonio Primo De Rivera ritmalig einem Spanier zuerkannt wurde

iQrarj typ ach", eine

WiM - $iej" '

Dann E

Aus -er Stadt Gießen.

Oer Winter beginnt...

Wie sich Der Wettergott auch verhalten mag: bie Jahreszeiten finb unabänberlich feftgelegt. Genau wie im Leben der Menschen gewisse Grundsätze Der OrD- nung Geltung haben, genau so gibt es auch eine OrDnung im Bezirk Der Natur. Diese DrDnung läßt am 22. Dezember den Winter feine Herrschaft an­treten, sie spricht ihm eine Amtsbefugnis auf Die Dauer von Drei Monaten zu unD überträgt nach Ablauf Dieser Frist Dem Frühling bie Herrschafts­gewalt, ohne sich danach zu richten, ob dann viel­leicht nochSchauer körnigen Eises" über das Land jagen. Diese strenge Gesetzmäßigkeit ist keineswegs unbegründet. Sie hat ihre Ursache in Der Art, wie sich die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne bewegt. Die Astronomen haben diesen Vorgang genau unter­sucht, und ihren Feststellungen ist es zu verdanken, daß wir gewissermaßen einenhimmlischen Fahr­plan" für Die Jahreszeiten haben.

Würde es keine Astronomen geben und wären uns die Berechnunaen dieser Männer Der Wissenschaft über Den Lauf Der Gestirne unbekannt, so würde uns allerDings Die Erfahrung lehren, was es mit Den Jahreszeiten auf sich hat. Der Tag, an Dem der Winter feinen Einzug hält, ist Der kürzeste des gan­zen Jahres. Am 22. Dezember ist die Sonne so tief gesunken, daß Das Tageslicht nur etwa 7J4 StunDe währt, was gemessen an Den nahezu 17 Stunden Helligkeitsdauer am 21. Juni nur noch ein kümmer­licher Rest ist.

AllerDings längt mit Dem Dunkelsten Tag der Winter erst an. Seine Begleiterscheinungen machen sich ttotz Des wachsenden Lichtes bemerkbar. Der Januar trägt nicht umsonst Den Beinamen Eismond, und von Den zunehmenden Tagen weiß der Volks­mund treffend zu sagen:Wenn Der Tag beginnt zu langen, kommt der Winter erst gegangen." Aber ein tröstlicher Gedanke bleibt es Doch, Daß Die Sonne mit Dem 22. Dezember ihren tiefsten Punkt über­wunden hat und sich nun langsam, aber bald spürbar wieder aufwärts bewegen wird. H.W. Sch.

Kür Tapferkeit vor öem Kemöe.

Dem Unteroffizier Karl Jung aus Holzheim, der in einem Artillerie-Regiment im Osten steht, wurde für Tapferkeit vor Dem Feinde bei Den Kämpfen^ im Osten Das Eiserne Kreuz II. Klasse verliehen.

personennackwei« in den Lustschuh- gemeinschasten nach Lustangriffen.

Durch Regierungsverordnung wurden in Der Nacht m Freitag sieben Millionen private Kraftwagen ir 16 USA.-Bundesstaaten an der Allantikküste ögelegt Das Derkehrsproblem in Neuyork wurde durch so außerordentlich verschärft, daß Unter« und- und Straßenbahnen vom Publikum förmlich

Der Gießener Dortragsring (NSG.Kraft durch Freude", Dolksbildungsstätte, Goethe-Bund, Kultu­relle Vereinigung) vermittelte am gestrigen Mon­tagabend in Der vollbesetzten Aula Der Universität einen außerordentlich felfelnben Lichtbildervortrag über Das ThemaDer Mittelmeerraum in Der Weltgeschichte". öortragenDer war Der Münchner Geograph und Forscher Dr. Paul F i ck e- l e r, der in seinen etwa zweistündigen Darlegungen einen aufschlußreichen Ueberblick über Die BeDeutung des Mittelmeeres im Werden der Geschichte und vor allem in Der gegenwärtigen großen militärischen Auseinandersetzung gab.

Der Redner hatte seinen Vortrag Derart geglie­dert, daß etwa zwei Drittel der Darlegungen Die jetzt in erster Linie interessierende Gegenwart behan­delten. Dazu zeigte er in Lichtbildern eine große Anzahl Karten in Der Gesamtschau unD in Emzel- ausschnitten, an HanD Derer Die Hörer Die wichtig­sten 'strategischen Schlüsselstellungen im Mittelmeer­raum kennenlernen konnten. Zunächst gab Der Red­ner einen Ueberblick über Die Struktur des Mittel­meerraumes, insbesondere der anliegenden Länder, ihr Verbundensein mit dem Meer, Die klimatischen Bedingungen und die Lebensformen Der Völker Der Mittelmeerländer, in letzterer Hinsicht sprach er von einem ausgesprochenenmittelmeerischen Lebensstil". AnschließenD machte er in großen Zügen mit Der wechselvollen Geschichte Der Mittelmeerländer und -Völker bekannt, ausgehend von dem Ringen zwi­schen Den Römern und Den Karthagern bis zum NieDergang Des Osmanischen Reiches.

Sodann lenkte er Die Aufmerksamkeit seiner Hörer auf Die gegenwärtig im DordergpunD stehenDen politischen und militärischen Faktoren im Mittel­meerraum hin. Dabei betonte er u. a. die Bedeu­tung, die Spanien und Der Zone von Tanger zu­zumessen ist, in Diesem Zusammenhänge schilderte er vor allem auch die wichtige Rolle, Die Gibraltar in englischer Hand spielt. Dann erweiterte er den

Dersehrtengeldstufe IV, b) um eine lieber- gangsunterstützung für arbeitsverwendungsfähig Beschädigte, c) um ehren Zuschuß zur Rente für Arbeitsverwendungsunfähige, die durch ihren Kör­perschaden einen wirtschaftlichen Nachteil haben. Witwen und Waisen kann ferner auf Antrag ein Zuschuß zu ihrer Rente gewährt werden, wenn der Lebensunterhalt mit Rücksicht auf Die bisherige Lebenshaltung durch die gesamten Versorgungs- bezüge nicht ausreichend gesichert ist. Die Betreu­ungsabteilungen der NSKOV. stehen bei der An­tragstellung helfend zur Seite.

Auch morgen« muß noch verdunkettsein

LPD. Noch immer werden die Verdunkelungs- Vorschriften in den frühen Morgenstunden vielfach zu wenig beachtet. Zur Zeit muß bis kurz vor 8 Uhr verdunkelt bleiben, aber man sieht schon eine Stunde und noch früher da und Dort hell erleuchtete Fenster. Es gibt immer wieder Leute, die der Mei­nung sind, wenn Die Nacht herum fei, bedürfe es keiner Verdunkelung mehr. Das ist ein Irrtum, der schlimme Folgen haben kann. Anderseits soll man nicht zu spät entdunkeln, um nicht unnötiges Licht zu verbrennen.

Oer Weihnachtsteller.

gfs. Wie das Licht und der grüne Zweig, fo ge­hört zu unseren Weihnachten der Gebäckteller. Vie! Sorgfalt, Mühe und Arbeit verwendet die Haus­frau für diese ihr fo liebe Pflicht, denn in diesem Tun steckt ein gut Teil Brauchtum urtD Erinnern an das AlthergebracAe. Immer wieder müssen es die gleichen Sorten und die gleichen Formen fein, so wie es schon bei Der Mutter und Der Großmutter gewesen tft Unsere Verwundeten, deren Sorge uns besonders am Herzen liegt, sollen -auf diele liebe Gabe auch nicht verzichten. Können wir es auch nicht fogut" undrichtig" wie die eigene Mutter, fo geben wir uns doch alle Mühe, es recht ui machen. Seit Wochen regen sich viele fleißigen Hände der NS.'Frauenschäft Deutsches Frauenwerk, um Die löffelweise gespendeten Zutaten zusammenzufas­sen und zur Kreisstelle nach Gießen zu bringen.

Frei- ,

Der große Irrtum.

gegeben hadeä auch Das Rote Kreuz wahr­scheinlich. Man wird tn Deutschland wissen, daß die Männer in der Gefangenschaft find.

Bergenroth möchte wissen, mit welchen Empfin­dungen Helene jetzt an ihn denkt ... ob sie sich wirklich um ihn sorgt ...

Man sollte doch niemals etwas aufschieben, was man auch gleich tun kann und nur nicht tut, weil man so schwerfällig ist und immer wieder überlegt.

Warum hat er denn Helene in jeher kurzen Stunde ihres letzten Zusammenseins nicht in feine Arme genommen und ihr gejagt, daß sie ihm über alles in Der Welt lieb geworden ist?

Viele Gedanken überfielen Richard Bergenroth.

Dann hörten die (Befangenen vom Waffenstillstand. Deutsche Aerzte und Schwestern kamen. Es begann der Abtransport in Die Heimat.

Sie wußten nicht, wohin sie in Deutschland kom­men würden. Einer, der Die Strecke wohl kannte, meinte, daß man zuerst nach Freiburg kommen werde.

Aus Der ersten deutschen Station, auf Der sie Aufenthalt haben werden, wollte Bergenroch ver- sucyen, ein Telegramm an Helene aufzugeben.

Es ist ein warmer, sonniger Julitag.

Obwohl es ein Sonntag ist, sind die Leute vom Uhlenhof auf den Wiesen beim Heuen. Auch Helene war draußen und kommt gerade auf den Hof zurück, als Käte späheick aus Der Tür tritt.

Gut, daß Du kommst, Helene! Der Herr Ober­förster ruft eben an. Ob es paßt, wenn er uns am Nachmittag besucht?"

Ja, natürlich ...", erwiderte Helene. Und als Käte schon in das Haus zurücktritt, den Bescheid weiterzugeben, ruft sie:Ääte, einen Augenblick ... ich komme selbst ..."

Und sie geht schnell an den Apoarat und spricht mit dem Oberförster. Sie freut sich sehr. Daß er kommen will. ,Zch habe eine Bitte, Herr Ober­förster. Es ist Doch für Sie kein Umweg zur Station. Wir bekommen nämlich heute Gäste. Doktor Mcns- win, den Sie ja kennen ... Sie sehen, es paßt ausgezeichnet, daß Sie auch heute kommen ... der Doktor kommt also und noch ein Herr aus Berlin, Herr Rautenberg, Sie werden chn schon finden ... klein, blond, schmales Gesicht ... trägt ein Augen­glas. Wollen Sie uns Die Herren mitbringen? Ja ...? Das ist sehr freundlich. Herr Oberförster. Dann brauche ich nicht unseren Kutscher zu schicken. Wir arbeiten nämlich heute. Ja .. es ist wunder­bares Wetter zum Heuen. Am Nachmittag sind wir natürlich fertig; ich kann dann draußen bestimmt entbehrt werden. Also auf Wiedersehen!"

Kortjetzung folgt)

Und nun geht es hier an ein fröhliches Backen. Zweimal wöchentlich ^ist eine Backstube am Linden­platz voller Geschäftigkeit, Denn unter Den geschick­ten Händen unserer Mitglieder entstehen hier Die kleinen Kostbarkeiten. Fehlen heute auch manche Zutaten, so gibt es doch Rezepte genug, Die köstlich munden, und sicher ist Die Freude in Den Lazaretten groß, wenn die hübschen Teller jedem zeigen, daß wir an ihn gedacht haben.

Vorweihnachtsfeier

der NG.-Frauenschast Gießen.

gfs. Aus Der Besinnlichkeit Der langen dunklen Nackte dieser Zeit sind unsere schönen Märchen ent- ftanoen, Die neben unseren Volksliedern mit unser köstlichstes Volksgut sind. Von allen Volksliedern bewegen Frauen und Mütter die Wiegenlieder am meisten. Denn in ihnen spiegelt sich alle Liebe, alle Sorge, alle ftöhliche Hoffnung für die Zukunft des Kindes wieder. Deshalb mar auch die Feierstunde Der vier Gießener Ortsgruppen Der NS.-Frauen- schast Deutsches Frauenwerk so stimmungsvoll und harmonisch. Frau Lampmann, Die Gestalterin des Abends, sang selbst Die Wiegenlieder aus vier Jahrhunderten, Die von Herrn Schröter begleitet wurden. Die Worte, Die vom Wiegenlied über Das Märchen in die Zeit Der Entstehung Des Liedes hineinführten, las Frau Schratt. So führte Musik und Wort von Der schweren, sorgenvollen Zeit Des Dreißigjährigen Krieges über Die großen, vollen Töne Der Gotik, Dem leichten spielerischen des Rokoko zum Lied Des letzten Jahrhundert. So ge­schlossen und stimmungsvoll war die Feier, daß es allen leid tat, als sie zu Ende war. Wir hätten gern länger gelauscht.

Oie (verausgabe für Weihnachten.

NSG. Für den 44. Versorgungsabschnitt, der in der Zeit vom 13. Dezember 1942 bis zum 10. Januar 1943 läuft, wurden vier Eier aufgerufen. Der größte Teil Dieser Eier ist schon ausgegeben worden. In­folge Transportschwierigkeiten in Den osteuropäischen Ländern, welche größere Mengen nach Deutschland liefern, ist es leider nicht möglich, in jedem Falle Die

In Der Kriegsversorgun-g Der Beschädigten Hinterbliebenen sind vom 1. Oktober D. I. ab deutende Leistungssteigerungen eingeführt worden. Anträge sollten dis 31. Dezember 1942 gestellt wer­den. Diese Antragsfrist ist auf Veranlassung des Hauptamtes für Kriegsopfer Der NSDAP, durch das OKW. nunmehr bis zum 31. März 1943 Der«

Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

'Topo Langsam in die Vergangenheit zurückgehend -- SaiW kahlt Johannes:Ich kenne Kats Allert schon seit ir den K Zeit, als sie noch Erzieherin war. Gleich bei itr ersten Begegnung im Hause unserer Bekannten fiel sie mir. Du weißt, Helene, ich bin em etwas wersälliger Mensch; ich vermag eine Freude e ne

»enauiger tu, . ,

Kneigung nicht gleich zu öligen. Dann sah ch, Der Liebreiz dieses jungen Mädchens auch auf iudwig Eindruck machte. Es überraschte Mich nicht, °ch zugleich mit dieser Erkenntnis fpurte erge so, als ob man das lunge Fräulein Lu" hättest am Ablauf der Geschehnisse kaum ivas ändern können, Johannes , mendet el n b und denkt, weshalb läßt er alles wieder auf kstehen? Längst hat eine stärkere Macht eingegriffen. Johannes aber spricht weiter stimmt Helene hi hast recht. Ich sah auch das Aufleuchten im (sicht Kätes, wenn Ludwig das Wort an sie

Ä*S »-such- in »em Hause. Und später. *pä2grA^1agkgnkrefie timen, daß Ludwig nur etn füi4tige5 BiUerene r Käte empfunden hatte Später nach °l- °u Mr ich, was zwischen beiden jPielle_ . ev

Wir sollten di- Vergangenheit ruhen lassen , liiert Helene.Inzwischen bist bu Kak und engen ein guter und unentbehrlicher Freund ge

Lsä-ä-äHSBö

iner glücklichen Ehe - jähe Be-

Cr hält inne, weil Helene eben) »tgung macht und dann rhre ^^ 'ng auf Die taimenlegt. Er Deutet sich 6 ^ie Helene

Mtliegende Weise, denkt an ^° S°rg^ mirft

Hannes. Doch sprich nun wieder von Attest Du weiter sagent

NSG. ImAnzeiger Der Hessischen ßanDesregie- rung" Nr. 126 (Beilage zu Nr. 341 Der ,Hessischen Landeszeitung") ist eine Polizeiverordnung Der Hes­sischen Landesregierung zur Sicherstellung Der Ber­gung verschütteter Personen und zur Vermeidung unnötiger Bergungsarbeiten nach Luftangriffen er­schienen Sie gilt auch für Gießen und ist lebenswichtiger Bedeutung.

^ersttat Frankfurt wurt>e an der Reichsunioersi. 8 Straßburg nnt der Wahrnehmung des Faches Mineralogie beauftragt - Professor Sari M ägd-. ,-u >st,m dre ft-.e Planstelle eines wissen,chaft- ch-n R?ts am Botamschen Institut der R^chs- i«i«rf'f5*7 Straßburg emgewiesen. Magdefrau tiirbe 1907 tn Jena geboren und habilitierte fick 936 m Erlangen. - Dozent Dr. phil. nat. habil fnton Kresselbach wurde Der Reichsuniversität ütra&bmrg mit Der Verpflichtung überwiesen, die -Scher Entwicklungsmechanik, Entwicklungsgeschichte mb vergleichende Anatomie zu vertreten. Dr Kies, tibad) wurde 1907 m Kempemch (Kreis Mayen) «froren. Er habilitierte sich 1939 in Greifswald JiD MNg noch im selben Jahr nach Frankfurt. - v-ent Dr.phil Martin Göhring wurde mit Der Wahrnehmung des neu errichteten außerordentlichen «hrstuhls für politische AuslanDskunde. insbeson- ere Geschichte Westeuropas, an Der Reichsuniversi- ü Straßburg betraut. Göhring ist 1903 in Ostdorf Württemberg) geboren. Er studierte in Tübingen, ;atis, Halle und Kiel und promovierte 1932 in hei, wo er sich 1938 habilitierte. 1939 wurde ihm n Der Universität Halle Die Dozentur für mittlere mb neuert» Geschichte erteilt. In diesen Tagen dert Der Ordinarius Der Rechts- und Staatswissen­hasten an Der Universität Wien, Professor Dr -uftao Walker, fein goldenes Doktorjubiläum 366 geboren, studierte er in Wien, Leipzig und »öttingen, habilitierte sich 1898 in Wien, war nige Jahre an Der Universität Innsbruck unD tzrte Dann nach Wien zurück. Er ist Präsident Des österreichischen Wrechnungshofes.