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Donnerstag, 22. Januar M2

Beilagen:

das kraflfahrnrefen. Der Generalmspeklor unter-

An der Donez-Front

An der Donez - Fronl kam es auch gestern zu

erbitterten Kämpfen. Feindliche Kräfte, die am

freien, mutigen Willens setzen. Wer ihn . Handelsschiff durch Bombenwurf und griff <m

fceftfet, »Jrt) gtücffi^ habet fern, benn er fühlt sich y ,am(En vstsron, erfolgreich in den Abwehr-

hoch über den kleinen Unbilden des hebens im *y' * Kriege stehend, während sie jene bedrücken, die sich kampf em.

25 Januar

130 Uhr tellung

Der Wehrmachtbericht.

DBB. AusdemFührerhauptquartier, 21. Januar. Das Oberkommando der Wehrmacht

Das Verzichten.

Von Helmut Sündernmnn, Stabsleiter des Reichspressechefs.

Vom ersten Tage des Krieges an haben wir imb, es war gut fo unser Leben nach den Maximen eines von der Hungerblockade bedrohten Reiches eingerichtet. Nicht nur die Erinnerung an die in den Anfangsjahren des ersten Weltkrieges von der damaligen Reichsführung begangenen fol­genschweren. Fehler hat uns dabei geleitet, auch die unmißverständlichen Kundgebungen unserer Feinde, sie würden uns durch ihre Blockade dieses Mal ganz bestimmt und endgültig den Hals umdrehen, haben uns angefpornt, ohne falsche Zurückhaltung energisch und umfassend vorzugehen, wo immer es die notwendigen Lebensgrundlagen der Völker &u

alles freut ihn, meü er sich darauf eingestellt' hat, es nicht zu besitzen. Und wenn er Traum aller Träume sich plötzlich im Besitze einer außervlan-.^ . v. ,------ . -

mäßigen Flasche mit alkoholischem Inhalt befinbetl heftigen Abwehrkampfen gegen wiederholte bolsche- fo schmecken ihm die paar Schluck besser als jemals wistische Angriffe. Der Gegner setzte nach seinem die ausgesuchtesten Getränke, die er sich zu Hause ersten abgewiesenen Vorstoß seine wiedergesammel.

mir alle stolz sein frühen!

Deli Sinn des Verzichtens erkennen, mit tapferer Entschlossenheit sich daraus einstellen das bedeu­tet in Wirklichkeit den Begriff desVerzichtes" aus­löschen und an seine Stelle den Sieg eines

ten Kräfte sofort zum zweiten Angriff an. Auch dieser brach zusammen. Nach Heranführung von Reserven stürmten die Bolschewisten ein drittes Mal an. Aber auch diesen Einbruchsversuch schlugen die deutschen Verteidiger ab. Vor den deutschen Linien lagen nach den drei Angriffen auf schmalem Raum über'200 Tote des Gegners. Außerdem wurden 30 Rotarmisten gefangen genommen.

Bei harten Kämpfen im mittleren Ab­schnitt der Ostfront wehrte am 20. Januar ein deutsches Infanterie-Bataillon, unterstützt von einer Flakabteilung, fünf heftige Panzerangriffe der Bolschewisten auf einen wichtigen Verkehrsknoten­punkt ab. Die Bolschewisten verloren etwa tausend Tote. Südostwärts von Kursk griffen im Morgengrauen des'19. Januar starke bolschewistische Kräfte, die von vier Panzerkampfwagen modern­ster Bauart unterstützt waren, eine von der deut­schen Infanterie genommene Ortschaft an. Bei einer Kälte von mehr als 30 Grad wurde in erbittertem Kampf die Ortschaft gegen alle Angriffe behauptet. Von vier Panzerkampfwagen wurden zwei völlig vernichtet, eim. weiterer schwer beschädigt. Deutsche Panzerkampfwagen stießen auf eine bolschewistische Schlittenkolonne und vernichteten sie.

lich machen.

Der Spätwinter und der Uebergang zum Früh­jahr mit heftigem Wechsel zwischen Tauwetter und Frost und besonders die Frühjahrstau­periode vermehren alle Schwierigkeiten der Be­wegung abseits fester Straßen noch erheblich. Die Zeit bis zum Abtrocknen der Wege und des Ge­ländes behindert die Operationen unter Umständen in hohem Maße.

Diese Eigenheiten des Ostwinters erfordern von Führung und Truppe äußerste Härte und den Willen, trotz dieser Schwierigkeiten sich die Initia­tive nicht rauben zu lassen und durch dem Winter angepaßte Kampfführung upd entsprechende Kampf­verfahren dem Gegner zu trotzen. Alle Unterneh- mungen im russischen Wknter bedürfen langer und gründlicher Vorbereitungen, um erfolgreich durchgeführt werden zu können. Alle Fragen der Ausrüstung, Verpflegung, Munitionierung und sa­nitäre sowie veterinärärztliche Versorgung müssen vorausgeplant werden. Auch die Aufklärung und Erkundung, besonders der Straßen- und Ge­ländeverhältnisse, ist im Winter von großer Be- deutung, um Ueberrafchungen auszuschliehen.

gehend auf unmittelbarem Wege unlerrichkek werde, um sofort die durch die Kriegslage gebotenen An­ordnungen geben oder veranlassen zu können. Ich bestelle daher den ^-Standärtenführer, Direktor Jakob Werlin, zu meinem Generalinspektor für

steht mir unmittelbar. Er erhält Weisungen nur von mir. Der Generalinspektor ist befugt, alle ihm

Oberlauf des Flusses in die deutschen Linien ein­gebrochen waren, wurden im Gegenangriff zurück­geworfen. Dabei' verloren die Sowjets 1100 Tote und einige hundert Gefangene sowie 19 Geschütze

Berlin, 21. Jan. (DRB.) Im Nordab­schnitt der Ostfront führten acht bolschewistische

Ein Unterseeboot versenkte im Eismeer aus einem stark gesicherten feindlichen Geleitzug heraus einen Zerstörer und einen Dampfer. Ein weiterer Zerstörer und zwei Dampfer wurden durch Torpedotreffer beschädigt.

Bei bewaffneter Aufklärung über dem S e e - gebiet um England erzielten Kampfflugzeuge Bombentreffer in Hafenanlagen und einem großen Jndustriewerk an der englischen OstkÜste so­wie in einer Funkstation in Südostengland.

In Nordasrika schwache beiderseitige Artille­rietätigkeit. Bewegungen britischer Truppen auf der Küsienftraße und Schiffsziele vor der n o r d a f r i - konischen Küste wurden mit guter Wirkung bombardiert.

Erfolgreiche Luftangriffe richteten sich bei Tag und Bachl gegen La Valetta und britische Flug- plähe auf der Insel Malta.

In der letzten Bachl warf der Feind mit schwachen Kräften Bomben im nordwestdeutschen Küstengebiet. Ls entstand einiger hauserfchaden. Vier der an­greifenden britischen Bomber wurden abgeschossen, hierbei errang Oberleutnant Becker seinen 9 10. und 11. Bachljogdsieg.

nicht über sie zu erheben vermögen. Deutscher sein aber heißt nicht: sich selbst nachgeben, sondern d a s Leben zwingen, und deshalbverzichten" mir auch nicht, sondern zeigen uns auch dort entschlos­sen, wo es um die kleineren Dinge des Lebens geht. Gerade hier können wir beweisen, daß wir mit der Anstrengung, die der Krieg von uns fordert, in un­seren Kräften wachsen, weil uns unser Wille stärkt

Ein Generalinspektor des Führers für das Krastfahrweien,

Berlin, 21. Jan. (DBB.) Um über alle Fra­gen des Kraftfahrwesens in umfassendem Ueber- blick und schnell unterrichtet zu sein, hat der Füh­rer als Generalinspektor für das Kraftfahrwesen ^-Standartenführer Direktor Werlin berufen, dessen Rat sich der Führer bereits seit langen Jah­ren zu Buhen gemacht hat. In dem Erlaß heißt es: Ls hat sich als notwendig erwiesen, daß ich über alle für diese Kriegführung wichtigen Fragen des Kraftfahrwesens mehr als bisher schnell unb ein­

erforderlich erscheinenden Besichtigungen vorzuneh­men und Feststellungen zu treffen. Er hat mir lau- fend Bericht zu erstatten. Dienststellen und Betriebe sind verpflichtet, dem Generalinspektor alle Besich­tigungen in jeder Hinsicht zu erleichtern und alle Unterlagen zur Verfügung zu stellen.

Das Eichenlaub mit Schwertern für General Bommel,

DBB. Aus dem Führer Haupt quartier, 21. Ian. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat dem General der Panzertruppe Rommel, Befehlshaber der Panzergruppe Afrika, am 20. Januar 1942 das Eichenlaub mit Schwer­tern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ver­liehen und an ihn nachstehendes Telegramm ge­sandt:Dank Ihrem hervorragenden Einsatz haben Sie erneut in Zusammenarbeit mit unseren Ver­bündeten die angloamerikanischen Absichten durch einen Abwehrsieg gegen weit, über­legene Gegner zunichte gemacht. In dank­barer Würdigung Ihres Erfolges und des helden­haften Kampfes der Ihnen unterstellten deutschen und italienischen Truppen verleihe ich Ihnen als sechstem Offizer der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hiller.-

Monatlich-- RM.1.80 Zustellgebühr... ~*25 ouck bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Kernsvreckmischluß 2251 Drahtanschrift:Anzeigers Postscheck 11686 Franks. M.

im Lokal bestellt hat. , ,. .

Lernen wir ruhig noch mehr als bisher von un­seren Soldaten bei ihrer Einstellung zurN Ver­zicht sollten wir jedenfalls beginnen! Klagen wir nicht darüber, daß wir weniger Zigaretten, Joier, Wein oder sonstige Genüsse, die uns das^ Leben angenehmer machen, bekommen können, sondern seien wir zufrieden über die im gesamten doch sehr beträchtlichen Mengen, die uns trotz des Krieges von all dem noch zur Verfügung stehen. Denken wir gib« bekannt: daran, daß das deutsche Volk von allen Genuß­mitteln hes Europäers heute noch ein Vielfaches von den Mengen verbraucht, die es etwa vor zehn Jahren, in der Zeit unseres inneren Niederbruches, konsumierte. Damals gab es -freilich keine Beschrän­kung der Einfuhr und keinen Mangel an Arbeits­kräften, wohl aber einen jahrelangen Zusammen­bruch der Kaufkraft. Daß aus der trostlosen'te von damals wieder Leben erstand und damit Über-

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Ein für den Winterkrieg ausgerüstetes Heer wird den Kampf möglichst aktiv führen. Auch eine in der Verteidigung befindliche Truppe be­schränkt sich aber nicht auf eine reine Abwehr, son­dern tut dem Gegner mit Spähtrupps und kampf­kräftigen Abteilungen, wo es nur geht, Abbruch und fügt ihm möglichst viel Schaden zu. Die Rück- icht auf die Unbilden der Witterung verlangt für Mensch, Tier und Kraftfahrzeug eine erheblich umfangreichere Fürsorge als im Som­mer. Sie erstreckt sich nicht nur auf die Verpflegung und gegebenenfalls die Unterbringung; auch die Art der Kampfführung muß Rücksicht auf die Scho­nung der Kräfte und Gesunderhaltung der Truppe nehmen. In der Verteidigung und bei Sicherungs- aufgaben, die die Weite der Front an vielen Stellen notwendig werden läßt, darf neben der Sorge um das Schußfeld nicht das Schaffen von Deckungsmög- lichkeiten gegen Wind und Kälte vergessen werden. Die Verwendungsmöglichkeiten der motorisier­ten und Panzertruppen werden im Winter bei starker Kälte und großen Schneeverwehungen naturgemäß beeinträchtigt. Durch besondere Winterausrüstung sind aber auch Räderfahrzeuge in der Lage, bei mittleren Schneehöhen beweglich zu bleiben. Raupenfahrzeuge und besonders Panzer- fampfroagen können bereits beachtliche Schneehöhen überwinden. Gerade die Panzerwagen haben daher ihre Bedeutung als gefürchtetes Kampfmittel auch im Winterkrieg nicht verloren.

Dis Hauptlast des Kampfes im Winter wind je- doch von der Infanterie und ihren schweren Waffen getragen. Durch Ausstattung der Infan­terie mit Schneeschuhen und Schneereifen ist sie m der Lage, sich auch abseits gebahnter Wege und Straßen im Gelände zu bewegen und zu kämpfen. Schwere Waffen und Geräte werden auf Pferde­schlitten verlastet oder auf leichten, von den Solda­ten gezogenen Schlitten mitgeführt. Aus besonders guten Skiläufern können Skitruppen oder Jagd- tommandos zusammengestellt werden, die, ähnlich wie motorisierte oder Kavallerieverbände im Som­mer, die Aufklärungs- und Kampfaufgaben über- nehmen. . ..

Auch die pferdebespannte Artillerie wird chre Geschütze oft auf Schneekufen oder auf Schlitten setzen um der Infanterie und den Skitruppen über- allhin folgen zu können. Das gleiche gilt für Spe-

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Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer. bis 81/, Uhr desVormittagtz

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Unter härtesten Bedingungen.

Von Hauptmann i. G. von Widekind,

- Oberkommando des Heeres.

Zu allen Zeiten haben große Feldherren ihren Soldaten auch die weitaus größeren Anstrengungen des Sintertrieges auferlegt, um notwendige Kampfentscheidungen zu erzwingen. Die An ege früherer Jahrhunderte haben nicht nur das Win­terlager für bas kämpfende Heer gekannt, son­dern auch Winterfeld züge, die an Bedeu­tung den kriegerischen Unternehmungen der guten Jahreszeit nichts nachstanden. Wir kennen den Zug Hannibals über die Alpen, der sich mit seinem Heer in Eis und Schnee den Weg nach Italien srei- kämpfte; wir kennen die Winterfeldzüge des Dre^ ßigjähriqen Krieges, wir wissen von dem Marsch des Großen Kurfürsten über aas Haff, wir erinnern uns an Leuthen und Austerlitz und schließlich an die Winterschlachten des Weltkrieges, wie in der jüngsten Vergangenheit an den Winterkrieg der Sowjets gegen Finnland, in dem sich das nordische Heldenvolk der Finnen die Eigenheiten des Ost- rointers zunutze machte, um einen zähen und erfolg­reichen Widerstand zu leisten.

Die auch uns aus mitteleuropäischen Verhältnissen bekannten Besonderheiten des Winters sind Schnee­fälle, hohe Kältegrade und die Kürze der Tage. Im Ostwinter sind diese Eigenheiten noch stärker ausgeprägt. Schneehöhen von ein bis eineinhalb Meter, ungeachtet der Schneeverwehungen, Tempe­raturen bis vierzig und fünfzig Grad Kälte und Tageslängen von wenigen Stunden sind zu berück­sichtigen. Hoher Schnee und besonders aber Schnee­verwehungen können alle Bewegungen im Gelände unmöglich machen und auch die Bewegungen aus Straßen stark beeinträchtigen. Gewässer und Moore, die im Sommer die Truppe behindern, frieren oft bereits im Frühwinter so zu, daß sie von Fuß­truppen und später auch von Fahrzeugen aller Art, auch von Panzerkampfwaaen und schweren Ge­schützen, Überschritten werden können. Flüsse und Seen werden sogar teilweise zu brauchbaren Ver-- kehrsstraßen. Aehnlich wie in . unseren Gebieten bringen auch im Osten Frosttaae klares, Helles Wet­ter, das Erd- und Luftsicht auf weite Entfernungen gestattet. Jedoch sind Nebel, Schneesturme und be­deckter Himmel auch bei Frosttemperaturen von über zwanzig Grad häufige Erscheinungen. Für den Einsatz der Luftwaffe zu Aufklärungs- und Kamps- auf gab en, sowie die Sicherung gegen Ueberraschun- gen aller Art kann dies eine Fülle neuer Schwierig» feiten bringen, ja sogar diesen Einsatz oft unmög-

unb 30 Maschinengewehre.

____________________, ..... Auch im mittleren und nördlichen baupt rot ober eine Lebensfreude für die Mil- Frontabschnitt setzte der Feind seine Angriffe linnen aller schaffenden Deutschen erwuchs, das ist L r( £ei den Abwehrkämpfen und bei erfolgreichen 8S SftÄ St ÄTSÄ

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Die Beute in der Schlacht um Feobofia Hal sich nunmehr auf 10 605 Gefangene, 85 Panzer unb 177 Geschütze erhöht. Die Luftwaffe beschädigte in der Straße von Kertsch ein großes feind-

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Der Führer empfing m feinem Hauptquartier den von fernem Erholungsurlaub zuruckgekehrten Generalfeldmarschall v o n B o ck vor der Uebernahme eines neuen Abschnittes an der Ostfront. Rechts. Generalmajor Sch mundt, der Adjutant der Wehrmacht beim Führer. (Preffe-Hoffmann jSch.s.)

Erbitterte Kämpfe an der Ostfront.

Gießener Anzeiger

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e jstin Handlung ttd -sucht. Schritt- c 230D an der erbeten.

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s'Ä (92. Jahrgang Nr.f8

in Erscheint täglich, außer Ner A Sonntags und feiertags

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sichern galt.

Die in vielen Volksgenossen noch lebendige Er­innerung an den Winter 1916/17 läßt uns den Unterschied zwischen damals und heute recht deutlich und drastisch erscheinen. Damals ein Winter, in dem das Hungergespenst erstmals drohend am Horizont auftauchte, wie ein Naturereignis, gegen das es keine Rettung gibt. Heute, bei aller Ein­schränkung, die sichere Gewißheit, daß die entschei­dende Grenzlinie zwischen ausreichender Lebenshal­tung und allgemein die Volkskraft gefährdender Unterernährung in weiter Ferne liegt und ange­sichts der bereits eingetretenen Erweiterung unseres Lebensraumes auch in Zukunft wohl kaum erreicht, geschweige denn unterschritten werden wird.

Dennoch und das verdient offen ausgesprochen zu werden, weil es jeden Volksgenossen angeht bringt die Dauer des Krieges für jeden auch außer­halb des Bereiches der absoluten Lebenserhaltung Einschränkungen mit sich, die einen Abschied von mancher Gewohnheit, von mancher Annehmlichkeit, von manchem Genuß bedeuten. Es ist nicht nur bte Zigarette, von der in den letzten Wochen in unseren Zeitungen oft die Rede war, auch andere Genüsse sind beschränkt, die manchem besonders ans Herz gewachsen sind. Sage keiner, daß sowohl Nikotin wie Alkohol oder eine Schleckerei, die wir uns schon mit Erfolg abgewöhnt haben- Koffein dem menschlichen Körper sowieso schädlich und ein Man­gel daran der Gesundheit des Volkes überhaupt nur nützlich sei. Der Krieg stellt hohe Anforderungen an die menschliche Spannkraft, und sie werden nicht leichter, sondern schwerer ertragen, wenn gleich-, zeitig eine Abkehr von bisheriger Gewöhnung «- fordert wird es sei denn, und das scheint uns das Entscheidende, der menschliche Wille geht dem Verzicht voraus und bahnt ihm den Weg.

Man muß es als Soldat selbst erlebt Haden, wie itwa die Fahri aus dem Felde in die Heimat be­gleitet ist von einer Fülle von Wundern. Was ist 'allein schon ein rollender Eisenbahnwagen dem, der qewohnt ist, Mometer um Kilometer hart und schwer zu marschieren; was ist eine Wasserleitung für einen, der feit langem .:ur Bäche und Zieh- brunnen kannte; was eine Holzpritfche ober gar rin Bett für den, der auf harter Erde kampierte; was allein eine durchschlafene Nacht für einen, der gewohnt war, alle paar Stunden als Posten oder Melder oder durch anderen dienstlichen Befehl em­porgerissen zu werden! Es ist fteilich merkwürdig erst' bei der Rückkehr in die Heimat wird dem Sol­daten die Fülle des Verzichtens eigentlich deutlich, die von ihm gefordert wird; erst hier fühlt er so richtig, wie viel er allein dadurch entbehrt, daß er . ... .

nicht Anteil hat an der Art des Lebens, wie es die Bataillone einen heftigen ^ngnss gegen eine von Heimat täglich genießt, ohne seiner besonders zu deutschen Truppen besetzte Ortschaft, deren Besitz ach^n. für die Beherrschung des gesamten Kampfraumes

Wenn der Soldat aber wieder hinausgeht zu fei- ausschlaggebend war. Durch schonungslosen Massen- nen Kameraden, dann und dies ist das Beispiel, einsatz gelang es dem Feind, mit einzelnen Grup- an dem die Heimat lernen möge vollzieht er pen vorübergehend in die Ortschaft einzudringen, den Schritt aus der Behaglichkeit des Zuhause zu In erbitterten Hauser- und Strotzen­dem Verzicht draußen mit einer Selbstverständlich- kämpfen bei einer Temperatur von minus feit die ihm selbst kaum zum Bewußtsein kommt: 20 Grad und in stellenweise sehr tiefem Schnee Das Wissen um den Ernst des Krieges^ und sein wurde der eingedrungene Feind nach Osten zu- Wille diesem Ernst gerecht zu werden, sind es, die r ü ck g e w o r f e n. lieber 5(W bolschewistische Gesal- ihm das Verzichten'so natürlich erscheinen lassen lene blieben liegen 100 Gefangene wurden ge- unb bie ihm alles, mas an Kennst über bas Lehens- macht. Der Ort blieb fest in. d-uIscher chanb Zn notwenbichte hinaus sich «hm bietet, zu Anlah ver- gleicher Zeit griffen balschewlstifche Panzercampf- aniiater Freube werben lästt. Ein unerwartetes ge- wagen ben Pachbarabschnitt an. Obwohl bte starke mütikbes Quartier, eine überraschende Sonberpor- Kalte die Benutzung der Panzerabwehrwafien sehr Hon an Zigaretten, ein organisiertes Spiegelei erschwerte, wurden zwe, fembltche Panzerkampf­alles freut ihn, weil er sich darauf eingestellt« hat, wagen vermchtet.

Ein deutscher Stutzpunkt im Waldai-Ge­biet stand während des ganzen 19. Januar in