l*e USA. Gebracht wurde, um sie aus der europäischen Gefahrenzone zu retten, durch deutsche Torpedos so schwer beschädigt worden, daß mit ihrem Untergang gerechnet werden kann. Daraus geht also hervor, daß der Schiffsmangel der Engländer und Amerikaner inzwischen so groß geworden ist, daß man selbst auf die kostbarsten Schiffe wie dieses 85 000 BRT. große englische Spitzenschiff zurückgreifen mußte. Es ist dies aber kein Cinzelfall. Das Afrikaunternehmen muß zu einer Quelle neuer und ständiger Schiffsverluste für unsere Gegner werden, ähnlich wie das Guadalcanar-Unternehmen im Pazifik, nachdem es nicht gelungen ist, die Enge zwischen Tunis und Sizilien den Achsenmächten zu entreißen. Gerade das war ja eines der Hauptziele des Unternehmens gewesen. Man hatte gehofft, durch die Besetzung von Tunis die Kontrolle über die sizilianische Meerenge in die Hand zu bekommen und damit den Seeweg durch das Mittelmeer nach dem Nahen Osten wieder zu öffnen. Die Ton- nageersparttis, die durch den Wegfall der Transporte um Südafrika herum eingetreten wäre, berechneten unsere Gegner selbst auf 30 v. H. ihres gesamten Schiffsraumes. Das wäre allerdings eine Erleichterung der Tonnagelage gewesen, wie sie durch Neubauten niemals erreicht werden könnte. Man darf daher wohl mit Recht annehmen, daß diese Hoffnung mitbestimmend war für das Wagnis des Unternehmens. Der Gegenschlag der Achse durch die Besetzung von Tunis und Bizerta hat diese Hoffnung zuschanden gemacht. Und das Ergebnis ist für die englisch-amerikanische Flotte nicht eine Erleichterung der Tonnagelage, sondern eine weitere Erschwerung, weil zur Beförderung des Nachschubs für die Truppen in Französisch-Nordafrika jetzt ständig mehr Schifte und vor allem auch wertvollste Schiffe eingesetzt werden müssen.
Wie unersetzbar diese Tonnage ist, geht daraus hervor, daß vor dem Kriege die gesamte Welthandelsflotte nur 85 Schiffe aufwies, die über 20 000 ART. groß waren und eine Geschwindigkeit von über 20 Seemeilen besaßen. Es gab freilich auch noch einige kleinere Schiffe^ die eine gleichwertige Geschwindigkeit erreichten. Aber das waren insgesamt kaum'mehr als hundert Schiffe. Schiffe in der Größenordnung von 10 000 bis 20 000 Tonnen, die aber durchschnittlich nur eine Geschwindigkeit von 17 bis 18 Seemeilen in der Stunde erreichen, hat es ebenfalls etwa 100 gegeben. Der Gesamtbestand an schnellen und großen Transportern, die bei solchen Unternehmungen, wie der Expedition nach Nordafrika, unerläßlich sind, ist also nicht übermäßig hoch. Es steht aber weiter fest, daß derartige Schiffe jetzt im Kriege nicht gebaut werden können, weil ihr Bau viel zu viel Zeit beanspruchen würde. Jedes versenkte Schiff dieser bisher in Reserve gehaltenen Schnelldampfer, ist also taftäch- lich für unsere Gegner ein unersetzlicher Verlust uni) muß ihre Akttonsfreiheit mehr und mehr einschränken. Auch von dieser Seite her wird ihre Lage mit der Länge des Krieges nicht besser, sondern ständig schlechter. Die Zeitnot macht sich immer stäi> ter bemerkbar bei den strategischen Planungen der Engländer und Amerikaner, während umgekehrt die Achsenmächte ebenso wie Japan den Vorteil der Zeit für sich haben. Die Engländer und Amerikaner müssen wegen ihrer mißlichen Schiffahrtslage immer wieder Angriffsoperationen unternehmen, solange sie überhaupt noch dazu imstande sind. Jeder Mißerfolg eines solchen Unternehmens bedeutet aber gleichzeitig auch eine weitere Verschlechterung der Schifffahrtslage und damit eine weitere Eischränkung ihrer strategischen Handlungsfreiheit. Das wird sich an dem Beispiel von Nordafrika in der Folgezeit immer deutlicher Herausstellen.
Die Liberty-Schiffe.
Schwere Korruption in der amerikanischen Werstindustrie.
Lissabon, 19. Dez. (Europapreß.) Der Unterausschuß der Handelsmarine des USA.-Repräfen- tantenhaufes hat skandalöse Mißstände beim Bau der „Liberty"-Schifte aufgedeckt, die — wie die Zeitung „Time" meldet —, damit zu entschuldigen versucht werden, daß es sowohl an Ingenieuren wie an Facharbeitern fehle und viele Werften deshalb in ihren Bauvorhaben erheblich hinter den sestgelegten Terminen zurück seien. Der Bericht des Handelsmarineausschusses teitt mit, die South Portland Shipbuilding Corporation z. B. habe in anderthalb Jahren nur 8 von den 84 Liberty-Schiffen gebaut, die sie vertraglich übernommen hatte, dabei jedoch einen Gewinn erzielt, der zwischen 200 und 2000 v. H. liege. Der Kongreßausschuß ermittelte, daß die Werft bis zum 31. Oktober 600 000
Eine Minute.
Anekdote von Robert Walter.
Mitten in einer dürren und lähmenden Vorlesung über Jnstituttonen des römischen Rechts an der Leipziger Universität ereignete es sich zu Beginn der siebziger Jahre des verwichenen Jahrhunderts, daß die Zuhörer urplötzlich durch wenige Augenblicke — durch den Zeitraum einer kurzen Minute! — vom seelischen Heloenturn eines Menschen innerft gepackt und erschreckt emporgerissen wurden — eines Menschen, der ihnen bislang nur als vertrockneter Pandektist erschienen war. „Im älteren römischen Recht gab es auch noch eine actio furti concepti gegen den, bei welchem die gestohlene Sache durch formelle Haussuchung gefunden worden war —", so ungefähr mochten die dünnen Worte vom Lehrstuhl tröpfeln, und die Studierenden ließen mit längstgewohnter Nachsicht die kümmerliche asthrna- tische Stimme gewähren. „Daneben gab es eine actio furti oblati gegen den, welcher die gestohlene Sache bei diesem anderen versteckt hatte." Wie oft inochte der berühmte Professor Karl Georg von W a e ch t e r solche gewichtige Albernheit seinen unwissenden Gläubigen erörtert haben, bis er sie nur noch wie heute unter herzverkrampften Atemzügen hervorzustammeln vermochte. „Außerdem gab es eine actio furti prohibiti gegen den, welcher sich der Haussuchung widersetzte". Die Stille zwischen den Bänken war jetzt so weltttes geworden, daß der einsame Mund an der Unendlichkeit zu ersticken drohte. „Schließlich aber gab es noch eine actio furti non exhibiti gegen den —"
Nach diesen Worten schien der Professor Waechter sekundenlang zu stocken und hob das Gesicht langsam. „Entschuldigen Sie, meine Herren, wenn ich unterbreche. Mein Herz steht plötzlich still. Die Aerzte haben mir erklärt, daß ich tot sei, wenn es länger als eine Minute aussetzen sollte."
Er hob mit der Linken die Taschenuhr vom Pulfdeckel, knöpste mit der Rechten die Weste auf und tastete nach dem sterbenden Herzen. Da mochte es den Zuhörern jählings zumute fein, als schlügen die Sekunden schauernd und ehern aus der Ewigkeit in ihre eigene Brust, den entsetzten Herzschlag übertönend und zertrümmernd. Und wie sie noch ohne Atem dascchen« schon nach Qujt ringen- —
Dollar von der USA.-Schiftahrtskommission erhallen habe, deren Leiter, Admiral Land, ein guter Freund des Werftdirektors sei. Für dieses Geld habe die Werft praktisch nichts geleistet. Falls die 84 Schiffe jemals auf der Werft gebaut würden, hätten die Inhaber, obwohl sie keinen Cent in das Unternehmen steckten, einen Gewinn von fünf Millionen Dollar gemacht. Der Leiter der Schiffahrtskommission, Admiral Land, haben von diesen Mißständen gewußt, die Werftleitung jedoch lediglich um „Abstellung" ersucht, sonst aber nichts unternommen.
Auch 1943 noch keine Schiffe
Ter Schrei nach U-Boot-Jägern.
Genf, 20. Dez. (DNB.) Der englische Produkttonsminister Lyttle ton sprach vor einem Kreis von Historikern und Schriftstellern in London über die Eindrücke seiner Amerikareise. Es komme darauf an, sagte er, daß die gesamte Kriegführung der Demokratien auf ein unmittelbares Zusammenstößen mit dem Gegner abgestellt werde. Dabei dürfe man d ie Transportschwierigkejten nicht übersehen. Wenn auch die Amerikaner gegenwärtig ein gewaltiges Programm im Bau von Handels
schiften durchführten, so bleibe die Tatsache bestehen, daß Großbritannien und die USA. allen Berechnungen nach auch 19 43 noch nicht in der Lage seien, das, was sie gemeinsam an Kriegsmaterial produzierten, nach Gutdünken an beliebige Kriegsschauplätze zu transportieren. Zwischen Amerikanern und Engländern gelte es zweifellos noch viele Mißverständnisse aufzuklären. Kritisch eingestellt seien die Amerikaner vor allem der britischen Kolonialpolitik gegenüber.
„New York Times" erklärt, man habe sich früher viel zu sehr um die Priorität dieser oder jener Waffen herumgestritten. Heute stelle man nun fest, daß es — wie zu allen Zeiten — in diesem Kriege auch jetzt noch an Schiffen fehle. Ihnen hätte man im amerikanischen Rüstungsprogramm von vornherein den Vorrang einräumen sollen. Frachter würden gebaut, ohne daß es gelinge, den Prozentsatz der Schiffsversenkungen herabzudrücken. Was man brauche, sei eine größere Anzahl U-Boot-Jäger. Wenn man jetzt nicht scharf zufasse, dann werde es noch lange an diesem Schiffstyp fehlen. Wahrscheinlich werde man, wenn Hitler feine Drohungen wahrmache, überhaupt nie soviel Zerstörer, U-Boot-Jäger und Korvetten besitzen, wie nötig seien.
Oie Heimat beschert die Verwundete«.
Oer Gauleiter bei einer Weihnachtsfeier der Waffen-^.
NSG. Gauleller und Roichsstatchatter Sprenger nahm am Sonntagabend in Bad Homburg an einer Weihnachtsfeier für Verwundete der Waffen-ff teil. Er wurde im Reservelazarett vom Chefarzt begrüßt. In einer herzlichen Ansprache überbrachte der Gauleiter den Verwundeten und damit gleichsam symbolhaft für alle Verwundeten hie in Lazaretten innerhalb des Gaues Hessen-Nassau Aufnahme und Pflege gefunden haben, den Dank der Volksgemeinschaft für ihr Opfer an Blut und Gesundheit. Mit dem Hinweis auf die germanische Sinngebung des Weihnachtsfestes kennzeichnete jtv den Kampf der jungen, im Dreimächtepakt verbündeten Völker, gegen jüdische Sklavenhalter als den Kampf des Lichtes gegen die Finsternis. Die Opfer, die in diesem Ringen gebracht werden, sichern unserem Volke das Licht — nämlich die Freihell und das Leben schlechthin. Die Heimat aber, für die dieser Kampf geführt werde, werde sich seinen Opfern ständig durch die helfende Tat verpflichtet wissen. In diesem Sinne seien auch Bescherungen zu verstehen, die als Ausdruck des Dankes der Heimat in diesen Tagen auf allen Weihnachtsfeiern der Lazaratte zur Durchführung gelangen.
Mehrere Volksdeutsche, die den Wunsch ausgesprochen hatten, eine Weihnachtsfeier mit verwundeten Kameraden zu verbringen, nahmen an der Veranstaltung teil und wurden vom Gauleiter besonders begrüßt. Der Gauleiter verbrachte den Abend, bei einem mit Beifall aufgenommenen Programm, in kameradschaftlicher Unterhaltung mit den Verwundeten.
ErzieherimDienst-ernattonal- sozialistischen Weltanschauung Der Gauleiter sprach zu den Kreisschulräten
NSG. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger sprach auf der Gauschule Vogelsberg in Selters anläßlich eines Schulungslehrganges zu den Kreisschulräten des Gaues Hessen- Nassau in eindrucksvollen Worten über den nationalsozialistischen Erziehungsauftrag des deutschen Erziehers. Die Erkenntnis der Rassenforschung und der Erbbiologie gelte heute als Grundlage jeder Erziehung. Der Nationalsozialismus habe sich zur Aufgabe gemacht, das deutsche Volk zu einer weltanschaulich gefestigten Gemeinschaft und somit zu Nationalsozialisten zusammenzuschweißen. Nur eine nach diesem Prinzip durchgebildete Gemeinschaft von Elternhaus, Schule und Hitler-Jugend, als die eigentlichen Träger der Jugenderziehung, werde eine dem nationalsozialistischen Gedanken entsprechende Erziehung gewährleisten. Daraus ergebe sich die große Verantwortung, die der Erzieher als Vermittler alles Wissensmäßigen zu erfüllen hat Seine vornehmste Aufgabe müsse er darin sehen, nach dem Vorbild des nationalsozialistischen Erziehungsideals die Heranzüchtung eines gefunden Körpers, die Schaffung eines starken Charakters und die Entwicklung des Geistes zu gewährleisten. Fertige Menschen vermöge
kein Erzieher zu liefern. Der größte Erzieher fei immer noch das Leben selbst. Eine gesunde Jugend, der von dem Erzieher Willenskraft, Verantwortungsbewußtsein und eine sorgsame Pflege des Wissensmäßigen vermittelt werde, werde im späteren Leben allen Forderungen gerecht werden. Kein fremder Geist dürfe in die jungen Herzen hineingepflanzt werden, da sonst die Gefahr der Zersetzung gegeben sei. Nur der habe das Recht, als Erzieher zu wirken, der mit den nationalsozialistischen Grundsätzen vollkommen vertraut ist. Der Auf- trag, der dem deutschen Erzieher gegeben wurde, sei eindeutig und klar festgelegt. Er habe die Jugend zu Willensvollstreckern der nationalsozialistischen Idee zu formen. Nur der Erzieher, der feine Tätigkeit so auffasse, danach handle und so die Zukunft unseres Volkes gestalten helfe, erfülle eine der schönsten Aufgaben. Er werde einst vor der deutschen Jugend bestehen können.
Künder der Zeitenwende.
Der Gauleiter
sprach zu den Rednern der Partei.
NSG. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger sprach im Adolf-Hitler-Haus zu Frankfurt auf einer von der Gaupropagandaleitung einberufenen Rednertagung über die Kriegsaufgabenstellung der Redner der Partei. Er sprach den Rednern seine Anerkennung für ihre Dersannnlungstätigkell aus, die trotz aller kriegsbedingten Schwierigkeiten unvermindert durchgeführt worden fei, und betonte, daß sich unter den unvermeidbaren schwierigen Verhält- nftsen der wahre Propagandist beweise, wie ihn die Kampfzeit der Bewegung ausgebildet habe.
Der Gauleiter bewies bann mit überzeugenden Ausführungen, daß die Rede nach wie vor das wirkungsvollste Propagandamittel der Partei fei. Der IRebner habe die verantwortungsvolle Aufgabe, durch das gesprochene Wort die Volksgenossen zu nationalsozialistischem Denken zu erziehen. Er werde es sich zur vornehmsten Aufgabe stellen, unermüdlich die nationalsozialistische Weltanschauung zu interpretieren und aus dieser Sicht Verständnis und waches Interesse für das aktuelle Zeitgeschehen erwecken. Er sei mit dieser Aufgabenstellung der Partei in ihrer Volksführung eine unentbehrliche Hilfe. Als Künder der Zeitenwende werde er den letzten Volksgenossen davon zu überzeugen wissen, daß dieser Krieg der Freiheits- fampf unseres Volkes im besten Sinne des Wortes ist, da er über das persönliche Schicksal jedes einzelnen entscheide. In diesem Zusammenhang verlangte der Gauleiter vom Redner, daß er seine Zuhörer über die Härte des Kampfes und die noch bevorstehenden Anforderungen an Opfer und Anstrengungen nickt im unklaren Taffe. Der Gauleiter ergänzte seine Ausführungen dann an dem reichen Schatz seiner Erfahrungen als Redner mit praktischen Hinweisen für den Einsatz. Er forderte von jedem Redner, daß er verarbeitetes Wissen sein eigen nenne und verpflichtete ihn, mit der Sprache
senkte sich das Haupt des Menschen oben in seiner Weltverlorenheit. „Es schlägt wieder —", atmete er mühsam auf und fuhr im gleichen Ton ohne Besinnen fort: „Schließlich, sagte ich eben, gab es noch eine actio furti non exhibiti gegen den, welcher die bei der Haussuchung gefundene Sache nicht herausgeben wollte/'
Der Maler Wilhelm Trübner.
Zum 25. Todestage am 21. Dezember.
Er gehört zu den großen deuftchen Meistern, die in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts in einer Zeit tiefsten Geschmacksverfalls eine Erneuerung unserer Kunst heraufgeführt haben; er durfte es erleben, daß die Wett, die an den erstaunlichen Leistungen seiner Jugend völlig achtlos vorübergegangen war, sich gerade um diese Äugendwerke riß und die höchsten Preise dafür zahlte. Freilich mußte er die Mittagshöhe seines Lebens überschreiten, bevor ihm diese Genugtuung zuteil wurde, und bitter schmerzte es ihn, daß seine (Eltern seinen Triumph nicht mehr erleben durften. Tatsächlich ist die frühe künstlerische Sicherheit und Reife Trüb- ners erstaunlich. Viele seiner schönsten Bilder stammen aus der Zeit zwischen seinem 20. und 25. Lebensjahr, so das Bildnis des Dragoner-Einjährigen Max Hopfner, das Selbstbildnis in Rom, das „Mädchen mit blauem Hut", die „Dame in braunem Kleid" und viele andere. Das unbestechliche Qualitätsgefühl brachte er aus dem Ettern hause mit. In der väterlichen (soldschmiedewerkstatt in Heidelberg sah er täglich edle Steine, echte Metalle und wertvolles Gerät, war von gebißenem, von den Vorfahren ererbten Hausrat umgeben und so gefeit gegen Kitsch und Geschmacksverwirrung der Gründerjahre. Seine schlichte, kraftvoll männliche Natur trat aber auch dem Leben von Anfang an merkwürdig fertig gegenüber, brauchte keine fange Schule zu durchlaufen, sich an fremde Meister an» zulehnen. Gewiß haben auch auf ihn ältere Meister anregend und fordernd gewirkt — er war hierin sogar von besonderem Glück begünstigt —, doch niemals so, daß er einem fremden Einfluß erlag.
Gleich der erste, der seine Bahn entscheidend kreuzte, war Anselm Feuerbach. Dessen Zureden bea>og dey sthwankenden Vater, seinem Sohn die
Laufbahn des Malers freizugeben, und so ging denn Trübner mit 16 Jahren an die Karlsruher Kunstakademie, ein Jahr später nach München. Hier war sein stärkstes Erlebnis die große internationale Ausstellung im Glaspalast von 1869, in der Trübner die bedeutendsten Meister Deutschlands wie Frankreichs tennenlemte. Unter dem Eindruck dieser Ausstellung wurde er Schüler Canons in Stuttgart, kehrte aber schon nach einem Jahr nach München zurück. Durch Vermittlung seines Freundes Carl Schuch wurde er mit ßeibl bekannt, der ihm nach dem ersten Anblick seiner Sachen dringend riet, sofort aus der Akademie auszutreten, da er viel mehr könne als seine Lehrer. Trübner folgte diesem Rat und nahm mit seinen Freunden Carl Schuch und Albert Lang zusammen ein eigenes Atelier. Bald fand er sich in anregendem täglichen Verkehr mit dem ganzen Kreis um Leibi, mit Thoma, Haider, Sperl, Sattler usw. Im Sommer 1872 folgte Trübner einem Anerbieten Hans Thomas, in feinem Atelier zu malen. „Die Eindrücke, die ich in Thomas Atelier empfing", berichtet er von dieser Zeit, „waren maß gW end für meine spätere Tätigkeit als Landschaftsmaler. Auf diesem Gebiet habe ich ihm ebenso viel zu danken wie Canon und Leibi im figürlichen Fach. So waren mir gleich zu Anfang meiner Künstl erlauf bahn die vier größten Könner des Jahrhunderts, Feuerback, Canon, Leibi und Thoma zu Führern geworden/
Sein Dienstjahr bei den Karlsruher Dragonern unterbrach für ein Jahr das Malen, gefiel ihm aber fast ebenso gut und begeisterte ihn noch in späteren Jahren zu feinen prächtigen Reiterbildnissen. Und als seien ihm in diesem Jahr des Reitens und Exerzierens neue Kräfte zugeströmt, schuf in dem darauffolgenden Jahr der Vierundzwanzigjährige eine Reihe seiner besten Bilder, so die „Alte Frau', die blonde Dame mit Hut und Pelz, die Bildnisse Martin Greifs, des Galeriedirektors Eisenmann, Carl Schuchs, sechs Zyklen landschaftlicher Bilder. Die Kunstwett aber ging an allen diesen Werken achtlos vorüber. So wurde das Bildnis Carl Schuchs, das 30 Jahre später von der Berliner Nationalgalerie erworben wurde, für die Kunstausstellung 1876 nicht angenommen. Selbst auf die kraftvolle Natur Trübners wirkte der Druck dieser Gleichgültigkeit zermürbend. Die Folge mar eine Periode der inneren Unsicherheit, des Herum- iaffem in Stoffgebieten» die ihm eigentlich nicht
fen. 3m Gegenstoß wurden bereilgesteltte Truppen zersprengt und dabei 420 Gefangene und zahlreiche Beute eingebracht. Deutsche und rumänische Truppen warfen den Feind zwischen Wolga und Don trotz seines zähen Widerstandes weiter nach Borden zurück. Bei Gegenangriffen verloren die Sowjets hier 22 Panzer. 3n Stalingrad und irr. großen Donbogen wurden feindliche Angriffe ab- gewehrt. An der Donfront setzten die Sowjets ihre Angriffe mit starken Kräften fort Deutsche und italienische Truppen fugten dem Feind im Ausaw- menwirken mit Fliegerkräften und Flakbatterien schwere Verluste zu. Auf engem Raum verloren die Sowjets allein über 50 Panzerkampfwagen.
3m Mittel- und Rordabschnitt scheiterten örtliche Angriffe der Sowjets. Stoßtrupps vernichteten an der Kandalakfcha-Front eine Anzahl feindlicher Kampfflände mit ihren Besatzungen.
Die Operationen der deutschen und italienischen Truppen in Libyen wurden planmäßig fortgesetzt. hierbei wurden in harten Kämpfen erneut 21 britische Vanzerkampfwagen vernichtet. Der Hasen
0 Säule Hitler -tadthav rrteimun Jugend । men des brück.
Wchsl Führers irigen u üehung i chaft! ragende edjulunc ollen.
feines Herzens die Herzen feiner Zuhörer zu geaAt-i nen.
Zum Schluß verwies der Gauleiter auf den Dorf sprung, den das deutsche Volks in der durch bet: Nationalsozialismus gewordenen Volksgemeinschaf besitze. Verbunden mit den besten Waffen, die bic Heimat der kämpfenden Front zur Verfügung stelle,^ werde sie die jüdisch-bolschewistische Welt übenmn- den. Die Ehre des Redners aber werde es sein, einen entscheidenden Beitrag zu diesem Siege erbracht zu haben. Auf der Tagung, die vom Stellv. Gaupro- pagandaleiter Pfeil geleitet wurde, gaben weh. rere Referate einzelner Redner einen Einblick in den gegenwärtigen Stand der Rednerausbildung.
Der Wehrmachtberichi vom Gamstag.
DRB.Aus dem Führerhauptquartier, 19. Dezember. Das Oberkommando der Dehrmachi gibt bekannt:
3m Terekgebiet scheiterten wiederholte An. griffe des Feindes zum Teil in erbitterten Rahkämp-
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Tobruk und der Flugplatz Lucca auf Malta wurden bei Rächt heftig bombardiert, nordwestlich Bengasi ein großes feindliches Frachtschiff schwer beschädigt. 3n Tunesien bekämpften deuffchito- lienische Luftstreitkräfte laufend Truppenbereitstellungen des Feindes bei Medjez el Bab mit guter Wirkung. Die britisch-amerikanische Luftwaffe verlor gestern 18 Flugzeuge, drei deutsche Flugzeuge kehrten vom Einsatz nicht zurück.
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gegen starke 3nfanterie- und Panzerkräfte der Sowjets. Verbände des Heeres und der Lustwaffe vernichteten wieder 20 Panzer. 26 Sowjetflugzeuge wurden im Südabschnitt bei 5 eigenen Verlusten abgeschossen.
Artillerie zerschlug im mittleren Frontabschniti feindliche Bereitstellungen. Westlich Torope;
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lands fort. Der Feind verlor im Westen vier Flugzeuge, ein eigenes wird vermißt.
Der Webrmachibenchi vom Sonntag.
D71B. Aus dem Führerhauptquartier, 20. Dez. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
3m Terek-Abschnitt wiederholte der Feind seine vergeblichen Angriffe. Zwischen Wolga und Don gewannen deutsche Panzerdivisionen im Zusammenwirken mit rumänischen Truppen im Angriff gegen sich hartnäckig wehrenden Feind einen wichtigen Flußabschnitt. Starke feindliche Angriffe wurden im Gebietvon Stalingrad und i m großen Don-Bogen nach erbitterten Kämpfen zum Teil im Gegenangriff abgewiesen. Bei diesen Kämpfen verloren die Sowjets 164 Panzer-
nun an ihm. 1903 wurde er an die KunstakademO nach Karlsruhe berufen, wo er noch 14 Jahre lang fein künstlerisches Können an ein junges Males gefchlecht weitergab. Als er im vorletzten Jahre der Weltkrieges, am 21. Dezember 1917, einer Her^ lähmung erlag, trauerte ganz Deutschland um iHv als um einen der Besten unserer Kunst, eine öcht deutsche, kernhaft männliche Gestalt.
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Zeitschriften.
-- Das Dezemberheft der Zeiffchrift „N e u eß Volk" (Blätter des Rassenpolitischen Amtes der NSDAP., Verlag Berlin SW 68) bringt u. a. zu einem Beitrage „Das größere Reich" eine Reihe von Bildern, die den Zuwachs des Reiches an tüchtigem Volksgut aus Elsaß und Lothringen, aus dem Baltikum und Bessarabien, aus dem Gottscheer und dem Cholmer Land veranschaulichen. Unter dem Titel „In der alten Heimat" berichten Text und Silber vom Jugendhof, der Reichsjugendheimstätte der NSV. für Ausländsdeutsche in Rheinsberg. Wert' volles Aufklärungsmaterial enthatten die „Rasten» politischen Tagesfragen" und die „Völkischen Le» bensfragen" mit Auskünften und Gutachten bes Rastapolitischen Amtes» **
lagen, im Mythologischen und Historischen. Erst um | ^rtse 1890 schien diese Zeit der künstlerischen Häutung .Helene vorüber; der alte Trübner steht wieder vor uns, Mt sich nur auf einer neuen Stufe. Seine Zeichnung war M Nacht monumentaler geworden, feine Farbgebung Heller, pbenid koloristischer. Es entstanden jene herrlichen Land' Sie sch schäften seiner Odenwälder Heimat oder des baye- Gesicht rischen Seengebietes, die neben Thoma zum Schön- p^auen X ften der ganzen deutschen Landschaftsmalerei ge- hören. j Kühler
Im Jahre 1896 folgte Trübner seinen Freunden vid lehnt Thoma, Albert Lang und Steinhaufen nach Franb furt a. M. „Das Wohlwollen meiner dortigen Kollegen", schreibt er, „machte mich wieder unternefr
mungsfroh, und die neue persönliche Umgebung wirkte, wie frische Streu auf ein ermüdetes Pferd, -u belebend auf mich." Um diese Zeit fing auch die Men Ql Oeftentlichkeit an, sich für feine Bilder zu intet» *• * effieren. Nun kam es ihm zugute, daß er, der kühlt, selbstbewußte, wohlhabende Mann es immer ab gelehnt hatte, seine Werke für einen niedrigen Preis loszuschlagen. „Erst die hohen Preise machen berühmt", hatte er erklärt, und das bewahrheitete sich
fampfrcagen. Rahkampffliegerverbände bekämpften feindliche Reserven, Artilleriestellungen und Pan- Der P zeransammlungen. Dangt
An der Donfront stehen deutsche und italie- Disters nifche Truppen weiterhin in schwerem Abwehrkamvs ^ne @Ii - - - - «t japai
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