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Montag. 21. Dezember 1942

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Austellgebüör. .. -Ly auch bei Nichterfchetnen von einzelnen Nummern infolge böberer Gewalt

(92. Jahrgang Nr. 300 Ä

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*= Mtzener Anzeiger

^H$sÄff5m General-Anzeiger für Gberhessen

und Luftkrieb im Mittelmeer haben ihre Inten-

Umbildung des saschiUchen parteidirektormms

des Konfliktes zu batten.* Die iberische

Block

DRV. Aus dem Führerhauplquarlier, 20. Dez. Der Führer empfing am 18. Dezember im Führerhauptquartier den königlich ilalienifchen Außenminister Graf Liano, der sich mit dem Chef des italienischen Generalstabes, Marschall L a - vollere», zu einem kurzen Aufenthalt in Deutsch­land befindet. Der Führer hatte mit Graf Liana und Marschall Lavallera am 18. und 19. Dezember Unterredungen über alle Fragen der gemein­samen kriegfühung Deutschlands und Italiens.

An den politischen und militärischen Besprechun­gen beim Führer nahmen der Reichsmarschall Her­mann Göring, der Reichsauhenmlnister van Ribbentrop und der Chef des Oberkammandos der Wehrmacht, Generalfeldmarchall Keitel, teil. Die Zusammenkunft im Führerhauptquartier stand im Zeichen des entchlassenen Willens der Achsen­mächte, alle Kräfte zur Erringung des Endsiegs einzusehen, lleber alle besprochenen Fragen wurde die volle llebereinstimmung der Auffassungen festgestellt. Die unerschütter­liche Freundschaft und Waffenbrüder­schaft des Führers und des Duce und ihrer beiden

Ein Block der iberischen Nationen

Der Lissaboner Staatsbesuch des spanischen Außenministers.

Gras Liano im Hauptquartier des Führers

3m Zeichen des entschlossenen Willens zur Erringung des Sieges.

Die materiell« und moralische Einsatzsteigerung greisen vielfach ineinander und lassen sich zusam- menfaffen in den drei großen Gesichtspunkten der Mobilisierung der Arbeit, des inneren Verbrauchs und des Luftschutzes. Ebenso wie die Mobilisierung der landwirtschaftlichen Betriebe in diesem Sommer durch ihre Rückwirkung auf die Versorgungslage zu einem wichtigen moralischen Faktor neben dem rein materiellen geworden ist, ist es der auf die letz­ten großen Bombenangriffe hin eingeleitete Ausbau

Lissabon, 20.Dez. (Europapreß.) Die erste Besprechung des zu einem Staatsbesuch in Lissabon eingetroffenen spanischen Außenministers Graf I o r d a n a mit dem portugiesischen Ministerpräsi- den S a l a z a r hat am Samstagoormrttag stattge- gefunden. Kurz nach 10 Uhr verließ Graf Iordana seinen Wohnpalast in Iunqueira. In schnellem Tempo fuhr eine kleine Autokolonne durch den trüben Morgen mm Palast» Sao Bento, in dessen Garten sich "die Residenz des portugiesischen Mini- fterpräfidenten befindet. Der spanische Botschafter in London, Herzog von Alba, der sich ur­laubshalber über Lissabon nach Madrid begab, hatte ebenfalls eine kurze Besprechung mit Iordana.

Dann begab sich Außenminister Iordana zur Festung Cascais, wo ihn der portugiesische Staats­chef, General Carmona, erwartete. Am Sams- taaabend fand ein aroßes Staatsbankett statt.

Bei einem festlichen Empfang in dem Königs- schloß von Sintra kam in Reden von Außenminister Iordana und Ministerpräsident Salazar zum ersten­mal zum Ausdruck, daß Spanien und Portugal sich entschlosien haben, einen iberischen Block zu bilden, der, wie aus der Rede von Außen­minister Iordana hervorgeht, die gemeinsamen In­teressen der beiden iberischen Nationen in einheit­licher Weise vertreten und verteidigen soll. Damit fei, wie Iordana betonte, ein neues Gebilde innerhalb der internationalen Polittk geschaffen worden, dessen oberstes Ziel es sei, den Frieden zu erhal- t c n und die kulturellen Werte einer langen Geschichte zu bewahren. Iordana erklärte weiter: , Der »iberische Block< verfolgt ein entschiedenes und durch unsere beiden Völker deutlich festgelegtes Ziel: Es ist ihr ausdrücklicher Wille, sich außerhalb

Völker gaben den Besprechungen mif Graf Llano und Warschau Lavallero wie immer den Lharakler besonderer Herzlichkeit.

Zu dem Besuch im Führerhauplquartier waren Graf Liano und Marschall Lavallero von dem kö­niglich italienischen Botschafter in Berlin, Dino Alfierie, dem deutschen Botschaster in Rom, von Mackensen, sowie politischen Mitarbeitern Graf Lianos und Offizieren des italienischen Heeres, der Luftwaffe und der Marine begleitet.

Der Führer empfing Laval.

Unterredung in Gegenwart Lianos, Görings und Ribbentrops.

DRB. Aus dem Führerhauptquartler. 20. Dez. Der Führer empfing am 19. Dez nnber in feinem Hauptquartier in Gegenwart des italienischen Außenministers Graf Liano. des Reichsmar­schalls Göring und des Reichsaußenminisiers von Ribbentrop den französischen Regierungsches Pierre Laval zu einer längeren Unterredung über die aktuellen Probleme Frankreichs.

Italiens Lahr -es großen Einsatzes

Von unserem B. S.-Berichterstatter.

werde keinen fremden Interessen dienen, Spanien und Portugal wurden gemeinsam für diejenigen Ideale kämpfen, für die sick die Kämpfer im spa­nischen Freiheitskampfe einsetzten. Die antikommu- nislische Haltung der beiden Länder sei damals wie heute die gleiche, und innerhalb des iberischen Blockes werde die Jugend der beiden Länder Gelegenheit finden, für ihre Ideale zu kämpfen.Mit der glei­chen Energie wie damals", so schloß Iordana,sind wir jetzt bereit, unsere augenblickliche internatio­nale Lage zu erhalten. Wir sind der Meinung, auf diese Weise heute der gleichen Sache friedlich zu bienen, die wir damals mit der Waffe in der Hand verteidigten."

Ministerpräsident Salazar erwiderte: Die Ibe­rische Halbinsel habe es ttotz der Ausbreitung des Krieges fertiggebracht, ihre völlige Uebereinstim- mung und eine relative Ruhe zu erhalten, ohne da­bei irgendeine Verpflichtung schuldhaft zu verletzen. Trotzdem müsse man damit rechnen, daß eines Tages der Sturm, die Entbehrungen und die Leiden auch die Halbinsel erreichen könnten. Die beiden iberischen Nationen seien eine wertvolle politische Kraft im Dienste der anderen Nationen.

Roosevelts Griff nachFndien.

Bangkok, 19. Dez. (Europapreß.) Die Nach­richt, daß in Neu Delhi direkte Verhandlungen zwi­schen den USA. und den britisch-indischen Behörden über eine Ausdehnung des Leih- und Pachtgesetzes auf Indien ftattfinben, wurde von dem Sprecher der indischen Unabhän-gig- teusliga in Bangkok als einen Teil des »schmutzigen

Rom, 19. Dez. (DNB.) Der Duce hat auf Vor­schlag des Parteisekretärs Minister Didussoni eine Neubildung des Direktoriums der Faschistischen Partei vorgenommen. Unter den vier Dizesekretären des neuen Direktorums befindet sich der frühere Journalist Ravasio, der bereits dem vorjähri-' gen Parteidirektorium angehörte. In Vertretung ihres Ressorts gehören dem Parteidirektorium der Erziehungsminister B o 11 a i, der Dolksbildungs- Minister P a v o l i n i, der Korporattonsminister R i c c i, der Staatssekretär des Innenministeriums, Buffarini-Guidi, und der Generalstabschef der faschistischen Miliz, G a l b i a t i, an. Unter den übrigen Mitgliedern befinden sich die Hoheitsträger der 'luftgefährdeten Provinzen Genua, Mailand, Turin, Palermo, Ferrara, Vexona und Livorno; weiter der Vizekommandant der faschistischen Iu- qendverbände (Gil), General B o n a m i c i und der Vizesekretär der faschistischen Studentenverbände (Guf), d ' E st e.

Das faschistische Parteidirektorium fetzt sich aus- schließlich aus Männern zusammen, die an dem Kampf um den Durchbruch der faschistischen Revolu­tion teilnahrnen und sich in den zwei Jahrzehnten der faschistischen Herrschaft in Führungsaufgaben be­währt haben. Die Umbildung gibt dem Parteidirek­torium die Möglichkeit, in der gegenwärtigen Kriegs­lage den vollen Einsatz der Partei auf allen Füh- rungsgebieten des nationalen Lebens zur Durch­

führung zu bringen. Die Einbeziehung der faschisti­schen Hohheitsträger der luftgefährdeten Gebiete zeigt, welche Bedeutung die Partei der organisato­rischen Regelung aller Fragen beimißt, die durch die Bombardierungen, besonders in den hoch industriali­sierten norditalienischen Städten, aufgeworfen wer­den. Das neue Parteidirektorium, so betont die Preise, soll nach den Richtlinien des Duce den revo­lutionären und totalitären Einsatz der Faschisttschen Partei zur Erringung des Sieges mit allen Kräften weiterführen.

Verurteilung von Landesverrätern in Italien.

Rom, 19. Dez. (Europapreß.) Das Sondergericht für die Verteidigung des Staates hat Spione ver­urteilt, die dem Feinde Mitteilungen zukommen ließen. Es wurden z u m T o d e verurteilt: Giuseppe Giacemassi, italienischer Staatsbürger, geboren in Worms, und Ettore Vacce, geboren in Sassari; z u 3 0 Jahren Zuchthaus: Giuseppe Vacce, Bru­der des Vorgenannten, und Domenico Lorbotto, geboren in Marseille, italienischer Staatsangehöri­ger; zu fünf Jahren Zuchthaus: Demitrio Weliachew, geboren in Petersburg, naturalisierter Franzose. Die Todesurteile wurden am Samstag­morgen in der Nähe von Rom vollstrexkt.

des Luftschutzes. Die Räumung der gefährdeten Städte durch die entbehrlichen Teile der Bevölke­rung und die Ernährung der den Heimatschutz stel- lenden Verbände des Heeres und der Miliz, der kämpfenden - Truppe, die Ausdehnung der Mobili- sierung auf sämtliche Induftriebetriebe, die die ersten Dezembertage brachten, waren nur die Fol­gerung aus den bisherigen Maßnahmen. Wenn das Jahr 1942 die endgültige Zusammenfassung der Bestimmungen über die Arbeitspflicht in einem einheitlichen Gesetz noch nicht gebracht hat, so find die praktischen Voraussetzungen dafür doch rest­los geschaffen, und es handelt sich nur noch um eine formelle Kodifizierung. Das Jahr 1943 sieht das faschistische Italien voll gerüstet für die große Probe. Es ist trotz der wachsenden Härte des Krieges absolut sicher, daß alle feine Opfer und Entbehrungen an der Seite des nationalsozialisti­schen Waffengesährten durch den Endsieg gekrönt werben.

Wir beginnen heule mil dem Abdruck einer 5olge von Aufsätzen, die im Rundblick un­serer Ausländskorrespondenten ein Bild des weltpolitischen Status an der Jahreswende geben. Die Auf- sahreihe eröffnet ein Bericht unseres römi- schen 8. ^-Korrespondenten über den Einsatz unseres faschistischen Bundesgenossen im vier­ten Kriegsjahr.

Rom, Ende Dezember 1942.

Das gewaltige weltanschauliche Ringen zur Der- 'irklichung des neuen Europas stand auch für Jta- en im Jahre 1942 noch mehr als je zuvor im eichen des antibolschewistischen und antiplutokra- schen Kreuzzuges. Schon wenige Monate nach dem intritt der USA. in den Krieg hatte man es in taüen offen ausgesprochen, das Ziel der anglo- nerikanischen Mäckte sei, mit Hilfe der Bolsche- isten, die die Achsenmächte binden sollten und men ganz Europa als Köder vorqeworfen wurde, re Positionen in der übrigen Welt auf Kosten iderer europäischer Staaten und ihrer Kolonien iszubauen. Schon damals sah man in Rom in den ndamerikanischen und in den englischen Gelüsten if französische Stützpunkte wie Madagaskar und Martinique sehr viel weiters eh ende Pläne auf das anzösische Kolonialreicb und auf den afrikanischen rdteil überhaupt. Diese Pläne mußten nach den lvaltigen japanischen Siegen von Washington und zndon zwangsläufig um so intensiver betrieben erben, je notwendiger ein Ausgleich für die im ajifiträum verlorengegangenen anglo-amerikani- ien Rohstoffaebiete gesucht werden mußte. Der ^erikanische Ueberfall auf Französisch-Nordafrika achte die eindeutige Bestätigung dafür. Die in :anzösisch-Afrika sofort in die Erscheinung ge- »tenen sehr realistischen Interessengegensätze xroi-- ten Washington und London entsprechen ebenfalls r von Rom erwarteten Entwicklung, da der krasse nperialismus der USA. vor keinem Kontinent ilt zu machen gedenkt, ja nicht einmal zwischen :eund und Feind, zwischen England und den :eierpaktmächten.

Italien als Mittelmeer-Grohmacbt chte naturgemäß gerade für diese neuen Aspekte s interkontinentalen Krieges der anglo-amerika- chen Plutokraten und des hinter ihnen stehenden eltjudentums besonders empfindlich fein. Vor t Jahren war es mit der Losung des Duce in i Krieg gezogen, die Fesseln zu sprengen, unter ien es von der anglo-französischen Vorherrschaft Mittelmeer geknebelt worden mar und die ihm i Gibraltar und Suez den freien Aus gang zu den etimeeren unmöglich machten. Man hat damals .im bedacht, daß mit dieser Zielsetzung zugleich chdas Interesse Italiens ander ara« schen Welt in Nordafrika und in Nahost um- rieben worden war. Bei dieser Einstellung Jta- is war es selbstverständlich, daß Rom auch die Esten Machenschaften der USA. mit ihrer roirt« östlichen, finanziellen und schließlich militärischen rchdringung der arabischen Welt und der gleich- tigen Zurückdrängung des britischen und des lnzösischen Einflusses im Irak, in Syrien, im Li­non und selbst in Palästina genau beobachtet und t allen Mitteln dagegen arbeitet.

Neben dem arabischen Aspekt waren es freilich erster Linie die Beziehungen zu Frank- ich, die Italien in dieser neuen Phase des inter- itinentalen Krieges der Anglo-Amerikaner oder htiger der Washingtoner Imperialisten inter- ieren mußte. Bei allem grundsätzlichen Mißtrauen gen Vichy war auch der italienische Achsenpartner i dieser Gelegenheit noch einmal gewillt, mit der öglichkeit einer politischen Verständigung und der richtigen Zusammenarbeit mit Frankreich beim ufbau des neuen Europas zu rechnen. Der Verrat res Darlan, eines Nogues und anderer bisheriger rpräfentanten des Vichy-Regimes, die sich lange hug hinter der Persönlichkeit des greifen Ma^ |iüs Petain zu verstecken verstanden, hat nach ^ienifcher Ansicht diese Chancen Frankreichs liqui-

Itrt

i$ür die Mitarbeit im neuen Europa, das die tfenmätfrte Schritt für Schritt aufjulMuen begon. h haben und das wirtschafllich wie politisch völlig »rbhängig von anglo-amerikanischen Einslusien n wirb, sind, wie man in Rom gerade letzt er- rt, zwei Voraussetzungen unerläßlich: ja^arsster impf gegen den Bolschewismus in jeber^orm, b bewußte Absage an den demoliberalen Staats- 8riff und seine vom Judentum und Freimaurerei immten Erscheinungsformen. In diesem Gestte u das italienische Volk alle seine nationalen tifte im Jahre 1942 in immer steigendem Aus- >-ße eingesetzt. Vielleicht kennzeichnender als jeöe n^ere Einzelheit ist die Tatsache daß «us dem aüenischen Expeditionskorps tn Rußland (CIbK) fischen die italienische Armee in Rußand gewor- tti ist (ARMIR). Verfolgt man bic innere-ßtme * Achsenfront von Frankreich aus, .oftfi$ von oüon über Tunis und Libyen, wobei Lustraum N See immer mitzurechnen sind, nach Dalmat en « Griechenland und über das griechische Insel Khr durch das Schwarze Meer hindurch, wo tta- »W Schnell- und U-Boote hervorragend an Den Men beteiligt sind, über den Abschnitt der RMIR der Ostfront bis zum Ladogasee, wo eben ll- die Schnellboote als Vertretung deritaliem tn Kriegsmarine tätig find, so slehtwan.wle

Hnen zur Gestellung m-7f°rd-rn, den, Eindruck, in diesem Jahre mit der Erfussung °°n Italiens 'nlchenrsferven voll begonnen worden ift

ität beträchtlich gesteigert, und das Mittelmeer hat ich erst in diesem Jahr eigentlich völlig zu einem )er zentralen Kriegsschauplätze entwickelt.

Llnersehbare Tonnage.

Wenn man zugeben muß, daß die Neubauten noch nicht einmal die Hälfte der versenkten Tonnage ausmachen, wie das bei unseren Gegnern jetzt der Fall ist, so ist eigentlich jede Tonne Schiffs­raum, die verlorengeht, unersetzbar. Bei dieser Sach­lage ist es nicht zu verhindern, daß der gesamte zur Verfügung stehende Schiffsraum von Woche zu Woche und von Monat zu Monat geringer wird. Das heißt, der Verfall ist nicht aufzuhalten, wenn es auch immer wieder gelingt, einen Teil der versenkten Schiffe durch Neubauten zu decken. Es ist aber bekannt, daß es sich bei diesen Neubauten um Serienschiffe handelt, die naturgemäß nicht so für ihren jeweiligen Verwendungszweck ausgestattet werden können, wie das in Friedens­zeiten der Fall ist. Ja, nach den Zeugnissen von Ka­pitänen, die durch italienische Unterseeboote bei der Versenkung ihrer Schiffe gerettet wurden, find diese Serienschiffe, wie etwa die vielgerühmten L i - berty-Schiffe, so mangelhaft gebaut und auch so mangelhaft im Material, daß sie von der Mann­schaft, die gezwungen ist, auf diesen Schiffen zu fahren, als wahreHimmelfahrtsschiffe^ bezeichnet werden. Ganz unmöglich ist es natürlich, jene, kost­baren Spezialschiffe zu ersetzen, die als besonders schnelle Transporter mit Kühlvorrichtungen für Ge­frierfleisch und leichtoerderbliche Waren eingerichtet waren. Ebenso bekannt sind die Schwierigkeiten unserer Gegner beim Bau von Tankern zum Trans­port des so bitter benötigten Betriebsstoffes für Panzer, Flugzeuge und alle Arten militärischer Fahrzeuge.

Aber wenn wir von unersetzbarer Tonnage sprechen, so sind auch diese Schiffe nicht gemeint, sondern jene Schiffe, die auf Grund ihrer Größe und Schnelligkeit in erster Linie als Truppen- transporter in Frage kommen. Es ist ja be­kannt, daß die Engländer und ebenso die Ameri­kaner das Beftteben hatten, diese wertvollsten Schifte ihrer Friedensflotten folange wie mögtiid) der Versenkung zu entziehen. Man behielt sie als Reserve für die geplanten Angriffs Operation en gegen die Achsenmächte und hatte darüber hinaus den Wunsch, sie mögllchst unversehrt in die Frie­denszeit hinüberzuretten, um bei dem dann erwar­teten Wettbewerb der einzelnen Schiffahrtsländer nicht allzu weit zurückzubleiben. Um so bemerkens­werter ist es, daß in der letzten Zeit eine ganze Reihe dieser Spitzenschiffe versenkt werden konnte. So ist z. B. dieQueen Elizabeth", die von den Engländern 1940, obwohl noch nicht ganz fertig, in

Geschäftes", das der Präsident in diesem Krieg auf Kosten seines Bundesgenossen England machen will, bezeichnet.Es ist Roosevelts Traum", so meinte der Sprecher,das britische Empire in Indien zu erben, und langsam aber sicher merzt er die britische Autorität und den britischen Einfluß in Indien aus und ersetzt sie mit nordamerikanischer Autorität und nordamerikanischem Einfluß. Wenn Roosevelt Im dien direkte Pacht- und Leihhilfe leistet, werden die Bereinigten Staaten in der Lage fein, indische An­gelegenheiten diktatorisch zu leiten.

Murphy als Roosevelts Vertreter in Nordafrika.

An der Spitze einer nordamerikanischen Ausbeutunqskommission.

Madrid, 21. Dez. (DNB. Funkspruch.) Wie aus Algier gemeldet wird, gab der USA -General Eisenhower am Sonntag bekannt, daß Präsi­dent Roosevelt Robert D. Murphy zu seinem persönlichen Vertreter in Nordafrika, tm Range eines Gesandten, ernannt hat. Murphy solle weiter­hin Mitglied des Generalstabes von Eisenhower als Offizier für zivile Angelegenheiten" bleiben. Di* Entsendung einer amerikanischen Wirtschaftsaborid- nung nach Nordafrika hat großes Aufsehen erregt zumal man weiß, daß die Engländer bis zu ihrer Veröffentlichung in Washington von dieser neuen Maßnahme keine Kenntnis hatten. Die Wiedereröffnung der englischen Konsulate im frühe­ren FranzosischMordaftika, die vor zwei Tagen be* fannt wurde, ließ das englische Interesse an der Teilnahme an der wirtschaftlichen Ausbeutung Noidk aftikas deutlich erkennen. Das Eintreffen der ame= rikantschen Kommission, die durch ihre Zuteilung zum Stabe Eisenhowers, unter dem Vorsitz Mur­phys, als souveräne Instanz für alle Wirtschafts­fragen für die Ueberwachung der Produktion und des Exports in dem von den Alliierten besetzten nordafrikanischen Raum erblickt wurde, stellt die künftige englische Beteiligung an der wirtschaftlichen Ausbeute dieser reichen Landstriche ernstlich in Frage. Darlan, der kurz vor dem Eintreffen Murphys von der Enffendung feiner Kommission unterrichtet wurde, soll gegen diese amerikaniscke Kvntrvllinstcmz lelchaft protestiert haben. Murphu habe ihm darauf in nicht mißzuverstehender Weise bedeutet, daß, wenn er mit der amerikanischen Aus­beutungskommission nicht zusammenarbeiten wolle, Eisenhower ihn fallen lassen werde. Die Kommission setzt sich aus Vertretern des Staatsdepartements, des Amts für die wirtschaftliche Kriegführung, des Pacht- und Leihamtes, des Schatzamtes und des Landwirffchaftsamtes zusammen. Drei von ihnen sind Juden.

Das Eichenlaub mit Schwertern für Generalmajor Eibl.

Berlin, 29. Dez. (DRV.) Der Führer Hal de« Generalmajor Karl Eibl, Kommandeur einer 3n- fanleriedivision, das Eichenlaub mil Schwerleru zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen und ihm folgendes Telegramm gesandt:3m Ansehen Ihres immer bewährten Heldentums verleihe ich Ihnen als 21. Soldaten der deutschen Wehr­macht das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritter­kreuz des Eiherneu Kreuzes, Adolj Hitler«-