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Ueber das Anbieten.
gestattet, sich für heute mit einem Wört- befassen, das man in unserer Zeit der
1. Reichsstraßensammlung im Zeichen der Leibesübungen
In der Gegend von Palmyre und in anderen Ort- chaften Syriens ist es zu schweren Unruhen gekom
men ersten Sieg. In der fünften Runde bean- hruchte besonderes Interesse das Zusammentreffen Jeres — Rellstab. Keres bekam in der Wie- rer Partie Angriff auf dem Königsflügel, deck Rell- ab zu stark werden ließ, so daß er aufgeben siußte. In der Bremer Partie Napolitano — unae hatte der nachziehende Hamburger den ngrisf gerade abgeschlagen, als er einen Abzug it Schach übersah und vor Schreck aufgab; er itte immerhin noch Remis erreichen können, ichter — Barcza trennten sich in einer spa- schen Partie unentschieden. R o h a c e k hielt die rtte gegen Aljechin unentschieden, ebenso teü- m sich Stoltz und B o g o l j u b o w. nach sieben rtunden in den Punkt. Fo 11ys gewann seine Partie gegen Radar, der gegen R i ch ter gar rcht mehr >antrat. Der Stand ist nun: Aljechm ’nb Keres je 3%, Bogoljubow 3 und eine unklare 5iingepartie, Foltys und R^llstab je 3, Richter \V> Punkte und die Hängepartie.
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Der erfU nimmt dies voll Freude zur Kenntnis und unter leichtem, aber keineswegs ernst gemeintem Zögern — die Zigarette, und beide qualmen in einer früher nie gekannten Langsamkeit und Liebe einträchtig das Kontingent zu Ende. Und wieder hat sich ein bislang feststehender Punkt in blauen Rauch aufgelöst .
Mir den also Beglückten ist es — unter aufrechten Männern — eine Selbstverständlichkeit, am andern Morgen desgleichen zu tun und so gewissermaßen ein Geschenk in aller Form und Freundschaft zurück-
arunb Seiß in Vorteil kam. Da Keres dann t feinem' iombmation einen Zug von Aljechin Trans- alte, mußte Keres in entscheidendem Nachteil schon -ansvork n 33. Zuge aufgeben. R e l l st a b hielt durch einen ifen fol- kieg über Napolitano mit dem Weltmeister Schritt. Hnnaton Stoltz errang als Schwarzer gegen Radar sei- 2.'8 , eit» hör tünffon Wiinhe hpnn=
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Lebensführung müsse darauf eingestellt werden, daß er Wind in den feuchtwarmen Tropen Helfer des enschen, in den trockenheitzen Gebieten ihm da- egen feindlich sei. Er beschäftigte sich weiter mit der ormalen Appetitlosigkeit des Europäers in den rvpen, mit dem Wasser als Träger von Krank- eitskeimen und mit der Plage der Fliegen als räger bazillärer wie durch Protozoen bewirkter suchen. Schließlich sprach Professor Dr. S t r u g - old, Berlin, über Luftfahrtmedizin. Aktuell ist »ute nicht nur die Frage, wie durch technische Hilfs- ittek immer größere Höhen gewonnen werden tönen, soüdern auch wie Schwierigkeiten zu über- ücken sind, wenn in der Stratosphäre bzw. Sub- ratosphäre die technischen Hilfsmittel plötzlich ver- gen. So behandelte er auch die Frage des Ab- rungs.mit dem Fallschirm aus extrem großen
Kunst und Wissenschaft.
Um die Europameisterschaft im Schach.
Im Kampf um die Schachmeisterschaft von pa brachte die vierte Runde besonders inter- sante Paarungen. Aljechin eröffnete mit sf3. Es im bald zu scharfen Spannungen im Zentrum, wo
Kästchen mit den Zigaretten und das Feuerzeug hinüber. — „Du rauchst doch, Malte?"
Brackmann nickte. „Das war das einzige, was einem dort noch ..." Er beendete den Satz nicht, sondern schloß mit einer gereizten Handbewegung, als bereue er es, eine Erinnerung beschworen zu haben, die ihm lästig war. — Ein Zündholz flammte zwischen seinen Fingern auf und beleuchtete sekundenlang sein Gesicht. Im Spiel von Licht und Schatten sqh Orgassa eine tiefgekerbte, dämonische Maske von erschreckender Wildheit. Brackmann blies die Flamme zugleich mit dem Rauch aus, den er in scharfem Stoß ausatmete.
„Setz dich doch ein Weilchen zu uns, meine Kleine", bat Orgassa. „Ich fragte Malte vorhin, ob er etwas trinken wolle; aber er scheint keinen Durst zu haben. — Nun, ich bin selbstsüchtig genug, ihn nicht lange zu nötigen. Wenn ich jemand ttinken sehe", fuhr er zu Brackmann gewandt fort, „brennt mir die Kehle. Aber jeder überflüssige Tropfen ist für mein Herz Gift. Ein elender Zustand in diesem Klima, wo man ein Faß Pilsener leeren könnte, ohne den ewigen Durst zu löschen ..." Er leckte sich die Lippen: bei der bloßen Vorstellung dieses Genusses leuchtete sein Gesicht vor Gier förmlich auf.
„Ich mache Papa seit Jahren den Vorschlag, nach Europa zurückzugehen", wandte Karen in dem Bestreben ein, so etwas wie eine Unterhaltung in Fluß zu bringen, „aber er findet immer neue Einwände und Ausflüchte. Und leider habe ich hier niemand, der mich in meinem Bestreben unterstützt. Dabei bin ich fest davon überzeugt, daß er in Schweden ober in Deutschland gesunden würde. Meinen Sie nicht auch?"
Weiß Gott, wo Brackmann mit seinen Gedanken war. Auf keinen Fall hier. Bei der an ihn gerichteten Frage schrak er leicht zusammen und starrte Karen leex an: „Was sagten Sie? — Ach so, Deutschland ... ja, gewiß ..." Er trommelte mit den Fingerspitzen auf seinem Knie. Die Zi- —tfe hing, während er sprach, nachlässig in fei-
drehte sich nicht um. Er saß steif und mit leerem Gesichtsausdruck in seinem Sessel und schien darauf zu warten, daß Karen Orgassa sich wieder entferne.
„Störe ich?" fragte sie schüchtern. Es war ihr selbst, als käme ihre Stimme aus weiter Ferne. Orgasse versuchte zu lachen: es wurde ein heiseres Gekrächze, das in einem kurzen Husten endete.
„Nein, Kind, durchaus nicht! Weshalb solltest du uns stören? Komm nur ..." Er war offensichtlich froh, daß sein Gespräch mit Brackmann eine Unterbrechung erfuhr, und er schielte ein wenig besorgt zu Brackmann hinüber, als beabsichtige er. Malte gegebenenfalls durch einen heimlichen Wink daraus aufmerksam zu machen, daß er eine Fortsetzung des Themas in Karens Gegenwart für unangebracht hielt. Er konnte sich das Augenzwinkern, das er Brackmann zugedacht hatte, ersparen. Brackmann saß so eisig verschlossen da und preßte die Lippen so fest zusammen, als beabsichtige er, sie nie mehr im Leben zu öffnen. . „
„Ihr Zimmer ist gerichtet und, wie ich hoffe, moskitofrei", sagte Karen und trat einen kleinen Schritt näher zum Licht und an den Tisch heran: „haben Sie irgendwelche Wünsche? Oder wollen Sie. vielleicht etwas essen ? Wir haben alles mögliche im Hause, und es ist leicht angerichtet."
„He — he — he", unterbrach Orgassa sie polternd und mit erzwungener Munterkeit, „was soll denn das heißen, daß du unseren alten Freund Malte mit Sie anredest?"
„Ich danke Ihnen. Karen", sagte Brackmann kühl, aber wenn ich ein Bett und am Bett einen Schluck Wasser habe, genügt es mir vollkommen." Ohne das „Ihnen" zu betonen, sprach er es so deutlich aus, daß kein Zweifel daran bestand, er wünsche an die Onkelrolle, die er einem kleinen Mädchen gegenüber vor langen Zeiten einmal gespielt hatte, nicht erinnert zu werden, viel weniger noch, vergangene Beziehungen etwa wieder aufzuwärmen. »
„Wie ihr wollt — wie ihr wollt —", murmelte Orgassa hilflos, und um die entstehende Verlegenheitspause vi überbrücke:: schob er Brackmann da?
und sonsttgen an festgefügte Begriffe gebundenen Waren selten hören kann. Es ist lange her, daß ein Kaufmann sprach: Was darf ich sonst
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noch anbieten? Und es ist auch sehr lange her, daß ein guter Freund ein Etui zückte, es mit einem leisen und metallischen Klicks aufspringen ließ und die Worte sprach: Darf ich mir erlauben — man beachte die gewählte Form! —, Ihnen eine Zigarette anzubieten ...
Hier hat sich, in Form und Inhalt, mancherlei gewandelt. Das mehr oder minder silberne Zigaret- ten-Etui hat sich in Schreibtische älteren Datums verkrochen und wird meist nur noch auf der Buhne ober im Film mit monchalanter Geste präsentiert. Statt dessen trägt die Männerwelt in ihren Hosentaschen — neuerdings sollen auch die Westentaschen genügen! — kleine und überaus flache Schachteln, in denen sich das Kontingent des Tages in einer Anzahl vorfindet, die mit Hilfe ^iner Hand mühelos nachzurechnen ist.
Wenn einmal unter Männern, die in einem Zimmer sitzen, der eine keine mehr hat, dann kann
zugeben. Das Spiel wiederholt sich, der Spender des Vortages ziert sich gleichfalls nicht, und auf diese behält — Tag für Tag und Woche um
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Der am gestrigen Sonntag von der SA.-Standarte 116/Gießen in Verbindung mit den SA - Standarten 145/B üd in gen und 222/ Friedberg durchgeführte Wehrkampftag der SA. legte Zeugnis ab von dem Wehrwillen unserer engeren Heimat. SA.-Männer, Angehörige der Betriebs-Sportgemeinschaften, der DÄF. und des NS.-Reichsbundes für Leibesübungen waren in Ausübung der ausgeschriebenen Wehr- und Wettkämpfe auf dem Universitätssportplatz vom frühen Morgen Lis in die Nachmittagsstunden in wechselnder Reihenfolge wehrsportlich tätig. Obwohl nur wenige SA.-Männer noch in der Heimat verblieben sind, war die aktive Beteiligung sehr groß, so daß es einer guten Organisation bedurfte, um die Wehrkämpfe und sonstigen Darbietungen planmäßig abzuwickeln. jL
Sie Nachmittagswettkampffolge mürbe1 mit einer einbrucksvollen Kunbgebung eröffnet Nach bem Einmarsch der Stanbarten unb Fahnen nahm der Inspekteur der SA.-Standarten 116, 145 und 222 bas Wort zu einer kurzen Begrüßungsansprache, in ber er u. a. betonte, daß die Wettkämpfer nach den harten Kämpfen des Vormittags nunmehr angetreten seien, um den Ehrengästen aus Partei, unter ihnen Kreisleiter Backhaus, Staat unb Wehrmacht, sowie ben Frauen unb Männern aus Gießen und Umgegend in ber Wettkampffolge des Nachmittags einen Querschnitt durch die Wehrerziehungsarbeit der SA. und ber Arbeit des Betriebssportes zu zeigen. Als aktive Träger bes Wehrgebankens ber Heimat legten bie Wettkämpfer vor ber Oeffentlich- keit ben Beweis ab, baß sie trotz aller kriegsbebing- ten Schwierigkeiten bemüht seien, sich körperlich unb geistig zu höchstem Einsatz bereitzuhalten. .Das sei das Ziel bes Wehrkampftages 1942, Wehrwillen unb Einsatzbereitschaft ber gesamten Heimatfront zu zeigen unb fo der Welt zu beweisen, baß bie Haltung bes deutschen Volkes im vierten Jahr dieses Krieges im großen Gegensatz zu ber bes vergangenen Weltkrieges stehe. Damals seien Friedensresolutionen verfaßt, Munitionsarbeiterstreiks entfesselt und in jeder Hinsicht der Wille zum Sieg gedrosselt worden. Heute dagegen stehe die Nation geschlossen hinter dem Führer, der Wehr- und Widerstandswillen sei stärker denn je, und zuversichtlich sehe jeder Deutsche den kommenden Ereignissen entgegen. Opfer unb Leistung ber Kameraben an ber Front sollten Vorbild sein für den kämpferischen Einsatz ber heute noch in ber Heimat Verbliebenen. Mit ber Mahnung an die aktiven Teilnehmer, bie Wettkämpfe in I kamerabschaftlicher unb solbatischer Haltung burch- I zuführen, eingehend des Geistes ber sturmerprobten
er daraus bauen, daß ber andere erstens noch mindestens zweie unb außerdem ein gutes Herz hat. Erfüllt nun dieser andere die erste Voraussetzung, dann kann er seine Schachtel getrosten Mutes aus ber Tasche ziehen und sich eine Zigarette heraus- holen. Erfüllt er nun auch — ein gütiges Geschick möge es geben! — die zweite Voraussetzung, dann übersieht er keineswegs ben sehnsüchtigen Blick, ben der erste auf ihn und seine Zigarette wirst. Die Hand, schon im Begriff, die kleine Schachtel wieder in bie Tasche zu schi/ben, zuckt unb hält ein. Dann macht die andere Hand bie Schachtel wieder auf,
— jeder ben anbern in bester Erinnerung.
—as—.
Für unsere Verwundeten.
NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude"
nem Mundwinkel. Es war nicht nur unhöflich, sondern zumal in diesem spanischen Land eine Beleidigung für Karen, daß er mit ihr sprach, ohne die Zigarette aus dem Mund zu nehmen.. Aber sie schien es nicht zu bemerken, ober sie wollte es nicht sehen. Ein Rauchfaben stieg auf und beizte sein Auge. Er kniff es leicht zusammen, unb es sah aus, als grinse er.
„Bevor ich meine Reise antrat", sagte er zu Orgassa unb grinste, als er ben Ausbruck „Reise" gebrauchte, wirklich, „habe ich einiges bei dir zurück- gelassen: ein paar Kleidungsstücke und ein wenig Geld. Die Anzüge werden inzwischen ja wohl verfault fein ..."
Orgassa erhob sich lebhaft: „Achthundertundsünfzig Pesos, mein Junge. Das Geld steht zu deiner Verfügung. Und die Sachen werden vermutlich, soweit sie nicht tatsächlich verschimmelt und zerbröckelt sind, von Eosebia in dein Zimmer geschasst worden fein. Stimmt es, Karen?"
Karen nickte: „Ja, Eosebia hat einen Koffer in bas Gastzimmer gestellt."
„Schön, bann will ich bas Geld holen. Ich werde dir bie Summe in amerikanischen Dollars auszahlen. Das Papiergeld ist hier zur Zeit knapp, unb achthunbert Pesos in Silber würbän bir bie Hose auf die Erde ziehen. Du kannst es ja immer nach Bebarf wechseln."
Der lange Aschenstreifen löste sich von Brackmanns Zigarette und fiel ihm in ben Schoß. Er schnippte ihn mit bem Zeigefinger auf ben Fuß- boben. „Gib mir auch ein paar Pesos, ich bin nämlich völlig blank. Die Fahrt von Campeche hat meine ganzen Ersparnisse verschlungen." Er grirtfte wieber. Orgassa blinzelte nervös.
„Gut, gut, selbstverstänblich. — Karen, du wirst Malte solange Gesellschaft leisten ..." Er trat aus dem Lichtkreis ber Lampe unb verschwand in ber Dunkelheit. Eine Tür klappte. Brackmann zündete sich eine neue Zigarette am Rest ber alten an. Er saß in seinem Sessel, als wäre er allein im Zimmer. (Forschung folgt)
SA. unb ber vor dem Feinbe gebliebenen Kameraden, schloß der Inspektor seine Ausführungen. Hierauf begannen die Wettkämpfe des Nachmittags. Umrahmt wurden die einzelnen Wettkämpfe durch die Vorführung eines Keulenschwingens von einer Frauengruppe des NS.-Reichsbundes für Leibesübungen unb einem Tanz der Frauen aus ben Betriebs-Sportgemeinschaften. Beide Vorführungen sanden bei ben Zuschauern allgemeine Anerkennung.
In ben Wehrkämpfen zeigten alle Teilnehmer volle Einsatzbereitschaft unb trugen so zu der Ge- samtleistung der einzelnen Mannschaften wesentlich bei. Ein erfreulicher Beweis für das Interesse an ber Arbeit der SA. war es, daß sich eine große Zahl von Zuschauern eingefunben hatte, die sichtlich gefesselt bie Wehrkämpfe verfolgten. Pünktlich zur vor- gefehenen Zeit konnte die Schluhkundgebung mit ber Verkündung der Sieger erfolgen Auch hierzu nahm der Inspekteur ber SA.-Standarten 116, 145 und 222 das Wort zu einer kurzen Ansprache, nachdem die Standarten unb Fahnen mit den aktiven Teilnehmern auf der Wettkampfbahn aufmarschiert waren, und führte u. a. aus, ber Wehrkampftag 1942 unseres Gebietes sei beendet und ber damit verbundene Zweck, Bekenntnis zur geschlossenen Wehrgemeinschaft unseres Volkes abzulegen, sei erreicht. Er dankte ben Wettkämpfern für ihren Einsatzwillen und gab der Hoffnung Ausdruck, daß dieser Tag im Gebiet ber Standarten reiche Früchte tragen möge. Den Ehrengästen aus Partei, Staat und Wehrmacht sowie allen (onftiaen Zuschauern danke er für das Interesse an der Arbeit der SA. All unser Denken unb Schaffen fei ausgerichtet auf das eine Ziel, dem mir uns alle unterzuorbnen hätten, die Erringung bes Enb- fieges. Mit dem Geist der Nationalsozialisten aus ber Kampfzeit werbe uns das gelingen, um so mehr als wir jetzt die Freiheit und den Lebensraum für unser Volk sichern müßten. Wesentliche Voraussetzung Hierfür sei die Erhaltung unb Festigung ber deutschen Wehrgemeinschaft an der Front und in der Heimat. In diesem Sinne ergehe nunmehr der Ruf an alle wehrfähigen Männer ber Heimat, bie aus beruflichen Gründen am Dienst mit der Waffe in der Hand verhindert seien, sich einzureihen in die Krieaswehrmannschasten der SA., damit auch sie sich rüsten für ben Tag, an dem der Führer sie benötigen werde. Heute sei die Zeit viel zu ernst, um noch nach Privatneigungen zu leben. Jeder wehrfähige Mann in der Heimat solle feinen Dienst in der Wehrgemeinschaft erfüllen. Alsdann erfolgte die Verkündung ber Sieger.
Mit dem Gruß an den Führer und dem Aus-
Ein Mann rechnet ab
Roman von Horst Biemath
r. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
(Fortsetzung folgt.)
Brackmanns Finger streckten sich und umspann- ftn einen imaginären Widerstand, um ihn Ianalem unb erbarmungslos zu zerdrücken. »Sechs Mre lang habe ich auf diese Stunde gewartet , legte er leise. Orgassa starrte erschüttert und von «hem innerlichen (Brauen gepackt wie auf eine Scheußlichkeit, von ber er ben Blick trotz feines Dscheus unb seiner Furcht nicht menben konnte, M Brackmanns Hänbe. „Sechs Jahre lang habe it nur für diese Stunde gelebt ..."
„Hast du auch an dich gedacht? Hast du auch buran gedacht, was mit i)ir geschehen wird? fragte & gaffa eindringlich. Wenn es schon nutzlos war, an 8-atfmanns Gefühl zu appellieren, so wollte er blch bas Letzte wachrufen, was in ber oeele jedes Menschen am tiefsten verankert ist und worauf er ibd) bei Brackmann stoßen mußte, auf fe,J}en 2 lbsterhaltungstrieb. Aber Brackmann schnitt ihm bis Wort ab. _ , , ..
,Jch habe nur noch ein Ziel, Jens, also spar dir
Atem! Alles anbere ist mir gänzlich gleichgültig, -Ersteht du! Ich bin seit sechs Jahren so gründlich ^gelöscht, als ob ich damals krepiert wäre. Man !ann nicht zweimal sterben. Was hinterher kommt lch geschieht, wenn ich die beiden gefaßt habe, ist •i" mich völlig bedeutungslos. Unb im übrigen er- ’-^e ich dich ..." Die Perlenschnüre flirrten, unb K-brad) mitten im Satz ab.
Karen Orgassa war hinter ihnen m den Raum treten unb verhielt den Schritt in der plötzlich Nstandenen Stille, die so lähmend war, als breite eine zähe Masse in dem Zimmer aus, .in ber Ib ir-s Q •"-fr'n e.pickten. Brackmann
Oer Wehrkampftag der E>A.
Eindrucksvolle Kundgebung für den Wehrwillen der Heimatfront.
Jticci, in dankbarer Würdigung seiner durch siele Jahre der nationalsozialistischen Iugendbewe- png beliefere Freundschaft das Goldene Ehren- jeigen ber HI.
Britische Bombenflugzeuge haben erneut die chwedische Neutralität verletzt unb in schwedischen Hoheitsgewässern Minen geworfen. Ein schwedisches : Mnensuchboot ist auf eine englische Mine gelaufen mb gesunken. Größere englische Flugzeugforrnatio- ien unb überflog bei Schonen schwedisches Gebiet mb wurden von der schwedischen Luftabwehr intern jh> beschoßen.
*
Auf Neu-Guinea dauern die schweren Kämpfe im Dorgelände von Port Moresby an. Die Japaner iberminben ben Widerstand der australischen Truppen m erbitterten Einzelkämpfen in unwegsamem Irwald- und Dschungelgelände, teilweise auch schon cuf der offenen Savanne.
*
Am Sonntag früh mit den ersten warmen Sonnenstrahlen war schon reges Leben in ben Anlagen. Jugend unb Turnerinnen rüsteten zu einer b u n « ten Schau der Leibesübungen, die mit dem Turnen der Kleinsten begann, durch Tänze unb Spiele der größeren und Junamädel unb Bodenturnen und Pferdspringen der yupgen zu den sehr schönen Leistungen ber Turnerinnen vor bem Theater überleitete. In den Anlagen entwickelte sich weiter unter Leituna von Reichsbunblehrerin Margret Seim, Kreisfrauenwartin Jbel Hauck und Helma Schmieder eine sehr reichhaltige Folge von Vorführungen, die die Zuschauer stundenlang allshalten und immer wieder fpenben ließen.
Inzwischen wurde auf bem Schießstand ber Schützen auf bem Parkplatz gegenüber ununterbrochen geschossen, und auch die Kegelbahn hatte guten Zuspruch.
Die Rollschuhläufer, bfe schon am Samstag durch ihre schöne und beschwingte Kunst sehr viel begeisterte und fpenbefreubige Zuschauer angelockt hatten, setzten sich am Sonntag weiter ein vom frühen Morgen bis zum späten Nachmittag.
Das Schwergewicht ber Sammeltätigkeit verlegte sich am Nachmittag auf ben Universitcitsfportplatz, auf dem anläßlich Des Wehrkampf ta ges ber S A. unb Der Beteiligung bes NSRL. an ber Kundgebung gute Aussichten für ben Erfolg Vorlagen. Mit einer weiteren Bühnenschau ber Schwerathleten am Sonntagabend im Gloriapalast war
führte im Laufe ber vergangenen Woche im Auftrage bes Oberkommanbos ber Wehrmacht unb in Zusammenarbeit mit dem Sonderreserat „Truppen- betreuung" im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda in hiesigen Lazaretten folgende Veranstaltungen durch.
In drei Lazaretten boten „Unvergängliche Melodien" die Programmfolge für die Verwundeten. Die Sprecherin Katrin Burghardt sagte die Ballade vom Brennesselbusch von Münchhausen und „Mein Fluß" von Morike auf. Elfte Bruck (Violine) spielte eine Sonate von Händel. Gertrud H e rf m a n n (Sopran) und Hildegard Trunk von Streit (Alt) sangen Arien und Lieder von Händel, Mozart unb Brahms. Gisela Sott war am Klavier eine sein- sühlenbe Begleiterin unb brachte noch das Impromptu As-dur von Schubert zum Vortrag.
Im Auftrage der Kreisbildstelle führte Lehrer Appel mann in zwei Lazaretten einige Filme von deutscher Kolonialarbeit vor und gab Erklärungen dazu.
Musikabteilungen der Wehrmacht erfreuten die Verwundeten und fanden viel Beifall.
Die Kreisamtsleitung Wetterau . der NSV. hatte für alle Insassen ber Lazarette Liebesgaben zur Verfügung gestellt. Die Betreuerinnen ber NS.- Frauenschaft konnten Zigaretten, Briefpapier unh schone Künstlerkarten zur allgemeinen Freube verteilen. Eine Anzahl Einlaßkarten zu ben hiesigen Lichtspielhäusern konnte der Lazarettbeauftragte ber NßKOV. als Spenbe ber NSV. ben Verwundeten verteilen.
Am Sonntag war eine große Zahl Verwundeter aus hiesigen Lazaretten von den Ortsgruppen mit ihren Gliederungen in Daubringen unb Ettingshausen zu Gast geladen. Die schonen Stunden in den Familien unb frohen Gemeinschastsseiern werden allen Teilnehmern in guter Erinnerung bleiben.
Derbuntelungs»eit
21. Septeinder von 20.25 bis 6.37 Uhr.
-and bie Schachtel wieder auf, greift hinein, holt die vorletzte Zigarette heraus, legt sie auf ben Tisch, unb der gute Freund sagt: Hier, weil du's bist ...
Die Vorbereitungen zur reibungslosen Durchführung der Re i ch sstr^a ß e n s a m m l u n g in G i e- ß e n waren durch Sportkreisführer Heller umfassend getroffen worden. Die Sammler der NSRL. - Gemeinschaften, Darunter viele begeisterte jugendliche Sammler und Sammlerinnen, boten unermüdlich die schönen Abzeichen an, so daß ber Verkauf sehr flott vonstatten ging. Die eifrigsten Sammler und Sammlerinnen mußten sich immer wieder neue „Munition"'auf den Ortsgruppen ber NSV. holen. Das darüber hinaus burchgefützrte sehr reichhaltige unb vielgestaltige Sportprogramm zeigte, daß im NSRL. mit viel Hingabe an der sportlichen Betreuung ber Jugend gearbeitet wttb.
Schon am frühen SamstagnadjmittagÄibien bie Schießstätrde im Posthof und im seltcrsmeg eine starke Anziehungskraft aus und brachten sehr gute Ergebnisse. Die Schwerathleten zogen durch Schauboxen, Ringen unb Gewichtheben an verschiedenen Punkten ber Stadt die Zuschauermassen an. Volle Sammelbüchsen waren der klingende Lohn neben dem immer wieder reich gezollten Beifall. Den Freunden der Rasenspieler_rourben auf dem Dsmalbsgarten einige genußreiche Stunden durch ein sehr spannendes Fußballspiel, ein einsatzfrohes Handballspiel unb mit großem Interesse verfolgte Faustballspiele, über Deren Verlauf unb Ergebnsise noch berichtet wird, geboten. Die öffentlichen Darbietungen am Samstag wurden durch eine Bühnenschau im Gloria p a 1 a st abgeschlossen, bei ber in pausenlosem Einsatz Turnerinnen und BDM.-Mädel Der beiden Gießener Turnvereine Keulenübungen unb Tänze unb Rollschuhläufer Kunstläufe zeigten.
Die finnische Regierung hat beschlossen, sämtliche fochschulen^ Finnlanbs am 12. Oktober wieder zu röffnen. Studierende, die jetzt ihr Studium an- angen, sollen später ihre Arbeitsplätze in ben Laboratorien an Studenten, die jetzt im Dienste er Landesverteidigung stehen, abgeben.
Aegenwartsfragen her Wehrmedizin.
Auf dem deutsch-ausländischen Medizinertreffen i Innsbruck sprach Oberfeldarzt Professor Dr. Lachsrnuth, Berlin, über „Die Kriegschirurgie i ber neuzeitlichen Kriegführung". Flottenarzt unb ozent Dr. Hein, Berlin, berichtete über „Be-
bachtungen und Erfahrungen in der kriegschirurgi- n Versorgung von Schußverletzungen bes Magens und bes Dcrrrnkanals in einem Marine- izarett". lieber .Hygienische Betreuung europäischer , Gruppen in warmen Ländern" sprach Oberfeldarzt Ör. Rodenwaldt, Berlin. Er erörterte die un- Drschiedliche Wirkung f euchtwarmer unb trocken- , eitzer Gebiete auf das Befinden bes Europäers.
Bohnung, Kleidung, Ernährung unb gesamte
bas Sportprogramm beendet.
Schönstes Wetter, voller Einsatz ber freubige Durchführung ber gestellten Ausgaben durch die Sportler unb Turnerinnen — konnte da


