Einzelbild herunterladen

Die Cismeer-Zone

Ön

sprach nichts als von Goethe." Unter großen

und

(Scherl-Bilderdienst-M.)

Weg

Berlin, 19. Sept. (DNB.) Wie das OKW. mit­teilt, landeten die Bolschewisten im Frontabschnitt von Murmansk während der Nacht vom 17. zum 18. September in der Motowska-Bucht süd­lich der Fischer-Halbinsel eine stärkere Abteilung, die ,die deutschen Stützpunkte angreifen sollte. Durch die Wachsamkeit deutscher Posten wurde der Feind im Gegenstoß unter blutigen Verlusten zurückge­worfen. Der Rest der feindlichen Landungstrup­pen, vollkommen kopflos und ohne Führung, flüchtete und schiffte sich unter Feuerschutz wieder ein. In der Liza- Bucht ansahrende bolschewistische Motor­boote, die wohl ebenfalls Truppen an Land setzen sollten, wurden durch Artilleriefeuer zum Ab-rehen gezwungen.

Das Eichenlaub für Leutnant Schmidt.

Berlin, 19. Schl. (DBB.) Der Führer verlieh dem Ceufnant Hein; Schmidt, Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader, das Eichenlaub zum Bitter-" kreuz des Eisernen Kreuzes und übermittelte ihm folgendes Schreiben:In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen als 124. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichen­laub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hitler."

Dasfliegende Mädchen" von Narvik.

In ihrer Geburtsstadt Narvik wurde kürzlich ein Fest für Fxäulein Jakobsen veranstaltet, die als das fliegende Mädchen", das unzählige Flüge über Länder und Meere des Nordens ausgeführt hat, allgemein bekannt ist. Sie bedient sich einer alten Junkers-Maschine, mit der die Norwegerin eine Art Lufttaxidienst jenseits des Polarkreises eingerichtet hat. Sie hat Tausende von Fahrgästen darin be­fördert, Bergleute und reiche Nomaden, die Renntier- herden in den Einöden Lapplands besitzen, oder auch Geologen nach Petsamo an Ort und Stelle gebracht. Dabei hat sie zahlreiche Abenteuer erlebt, über die die Zeitungen berichteten. Einmal brach sie mitten in der Polarnacht, drei Tage vor Weih­nachten, von Narvik nach Oslo in einem offenen Flugzeug auf, und ihr Flug dauerte 21 Stunden. Ein anderes Mal hatte sie sich in einem großen Flugzeug mit Kabine erhoben, um den wiederher-

Tor seiner Zukunft. Und er ist nie wieder aus Weimar herausgekommen. \

Lieft man EckermannsGespräche", die ihm Weltruf verschafft haben es ist wenig bekannt, daß er auch Goethes Gesamtwert herausgegeben hat, so ist man beglückt, überall über das nur Künstlerisch-Literarische hinaus bis zu jenemReich­tum mystischer Völkskraft" durchzustoßen, die auch im Leben und Werk dieses großen klassischen Dich­ters steckte und die ihn dem Lebensgefühl der Gegen­wart erst verttaut und lieb macht. Eckermann zeigt

Zeichnen und zur bildenden Kunst. Er wurde Schreiber und macht? die Freiheitskriege in einem Jägerkorps als Freiwilliger mit. In Hannover wollte er sich zum Küüstler ausbilden lassen, doch wurde er krank und kam nun endlich als Rekon­valeszent zum ausgiebigen Lesen. Er las Klopstock und Schiller, danach Goethes Gedichte. Jetzt hatte er das ihm Gemäße gefunden! Ein Heller Funke sprang in sein Herz über und entfachte ein Feuer, das nie mehr erlöschen sollte.Ich dachte

Gescheiterte EntlMngsangriffe gegen die Riegelstellung nördlich Stalingrad

Kämpfen zum Teil im Gegenangriff abgeschlagen. Verbände der deutschen und italienischen Luftwaffe brachten den Truppen des Heeres hierbei wirksame Entlastung. ,, v

3n Bordafrika führte die deutsche und ila- lienische Luftwaffe rollende Angriffe mit Bomben und Bordwaffen gegen britische Panzerbereitstel- lungen und motorisierte Kolonnen.

Bei nächtlichen Störflügen britischer Bomber im Küstengebiet der Ostsee wurden zwei feindliche Flug­zeuge abgeschossen. Bor der englischen Südkü^c versenkten gestern leichte deutsche Kampfflugzeuge ein Handelsschiff von 1500 BRT. und beschädigten vier weitere Schiffe durch Bombentreffer.

Flakartillerie verhinderte sowjetischen Ourchbruchsversuch.

Berlin, 20. Sept. (DNB.) Nordwestlich von Stalingrad wurde ein von zahlreichen Panzer­kampfwagen unterstützter feindlicher Durchbruchs­versuch durch eine Flakabteilung der Lustwaffe unter hohen blutigen Verlusten für die Bolsche­wisten zurückgeschlagen. Drei Flakbatterien nahmen die anrollenden bolschewistischen Stahlkolosse unter Feuer und schossen einen Panzer nach dem anderen in Brand. Als die Durchbruchsabsichten im Vor­gelände der deutschen Stellungen ins Stocken ge­rieten, setzten die Bolschewisten gepanzerte Schlachtflugzeuge ein, die in wiederholten Tiefflügen gegen die deutschen Flakbatterien vor- stießen. Die Flakartilleristen schossen in wenigen Minuten vier Flugzeuge ab und nahmen die im Schutz der Panzerkampfwagen vorgehende bolsche­wistische Infanterie unter schweres Feuer. Nur kleine Reste konnten sich retten. Damit wär der bol- schewistische Durchbruchsversuch gescheitert und das Schlachtfeld mit 24 zerstörten Panzerwagen bedeckt.

> Gescheiterte Landungsversuche an der Cismeerküste.

finanziellen Mühen bahnte er sich jetzt den zum Studium, ging nach Göttingen und schrieb schließlich selbstBeiträge zur Poesie", die er Goethe zwecks Empfehlung an den Verlag Cotta einsandte. Als er erfuhr, daß der Dichter eine gute Meinung von ihm hatte, wanderte er nach Weimar. Die Stunde der Lebenswende war da, er stand am

milteHmr m, [onbi Dicken fi fdaioM lcgen. So spungs f yöhen.

Hm

3m Ka r:pa brad Monte Po km bald ta in Kombinat litte, mu in 33. Zu eieg über kioltz ( M erste U'chke b ßeres - J" Partie B zu | Ne. 3r wunge IW 9 1 Echai litte, imi id)ter Dchen P Miie gec

Jhinben tftie gei N Ich [pb Keles "pgepart *2 Punk!

<?>

K K

& bt u\ ni.i

* - -tw

Der 1920 inBodhomburg geborene Leutnant Schmidt erhielt nach 51 Luftsiegen am 21.August 1942 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, ^ei zahlreichen kühn und schneidig durchgeführten Tief­angriffen hochbewährt, gelang es ihm, in wenigen Wochen die Zahl feiner Abschüsse zu verdoppeln und damit insgesamt 102 Luftsiege zu erringen.

Generalarzt Or. Scholl vor dem Feinde gefallen.

Der Korpsarzt eines Panzerkorps, Generalarzt Dr. Otto Scholl, wurde an der Ostfont schwer verwundet und ist seinen Verletzungen erlegen. Dr. Scholl, der in Trier 1888 geboren war, machte schon fast den ganzen ersten Weltkrieg als Truppenarzt bei der Infanterie mit Als Oberarzt gehörte er der Eisernen Division an. Darauf wurde er in die Reichswehr übernommen, hier war er'ein Arzt, dessen sich viele Soldaten und ihre Familien Scholl war als Frauenarzt aus­gebildet dankbar erinnern werden. In diesem Kriege fand er zunächst als Divisionsarzt, später

als Korpsarzt eines Panzerkorps Verwendung. Sei't mutiger Einsatz für die Verwundeten sarck) ferne An. erfennung durch die Spangen zum E. K. 1. und. II Klasse Inmitten des Kampfes der Panzertruppe, denen feine ärztliche Fürsorge galt, traf ihn Das kindliche Geschoß.

Ein bescheidener Trost.

Genf, 19. Sept. (DNB.) Der Londoner Korre- spondent 'derNew York Times" schreibt, daß das englische Volk äußerst niedergeschlagen ser, well das Molotow gegebene Versprechen, noch 1942 eine zweite Front in Westeuropa zu schaffen, nicht e i n q e l ö st worden fei. Die britische Öffentlichkeit habe in diesem Versprechen eine Verpflichtung Eng­lands und Amerikas zum Handeln erblickt und nicht ein Ausflucht, um völlig untätig zu bleiben. Deshalb fühle man sich in England beschämt und gedemuttgt. wenn ein Redner in aller Öffentlichkeit dietapfe­ren sowjetischen Verbündeten" beweine und gleiche Zeitig auseinandersetze, daß britischer- und amenka- nischerseits nichts zu ihrer Entlastung geschehen

men muß, deren Ausweichkurs zwischen den Treib­eisblöcken an der Grenze des Packeises verlauft, ohne dem tödlichen Zugriff der deutschen Flieger und Unterwasserstreitkräfte entgehen zu können.

Das Ausmaß der Entfernung von 700 km allein im Raum zwischen Nordkap und der Insel Spitz­bergen mag bedeuten, welche Reichweite die deutsche Blockadetätigkeit in diesen Gewässern kämpfend be­herrscht. Die Eismeerblockade vermag zudem ihre Ergänzung, Fortsetzung und Verstärkung in den Luftwaffenbereichen der Murmanbahn zu finden, die den einzigen Bahnweg von Murmansk nach dem Sowjetinnern mit Verbindung nach Archangelsk dar- stellt.

Im Eismeerrevier unserer U-Boote sind ähnliche militärische Auswirkungen geltend wie im Mittel­meer. Die Tonnage ist nicht Rohstoffware schlechthin, sondern dringlichste Materialliefer u n g man­nigfacher Zusammensetzung Panzer, Flugzeuge, Munition, Ersatzteile usw., die f u rde n so f o r ° tiqen Einsatz andersowjetischenLand- front bestimmt ist. Geht sie verloren, so hat der Feind bereits eine Schlacht verloren, ehe ste zu Lande geschlagen worden ist, darüber hinaus sind Arbeits- und Rohstoffaufwand der anglo-amerika- nischen Produktion zu nutzlosem Kräfte-, Zeit- und Materialoerlust entwertet, ganz zu schweigen von dem kostbaren Bestand an Schiffsraum, der der ge­samten Feindversorgung entzogen worden ist.

So kann eine einzige erfolgreiche U-Boot-Tat eine Summe von schwerwiegenden, den ganzen Apparat der feindlichen Kriegführung beeinträchtigenden Folgeerscheinungen nach sich ziehen eine Tatsache, die grundsätzliche Geltung hat für alle über Zehn­tausende von Kilometern reichenden maritimen Ein­satzgebiete der siegreichen deutschen Unterseeboot­waffe.

. Nma eilten

W- * Ian 's K i ? ^ai'

-K Ä kAchen

Feind auch am Samstag mit starken, zahlenmäßig weit überlegenen Kräften unter Einsatz zahlreicher Panzerkampfwagen, die deutsche Abwehrftelluna zu sprengen. Durch den heldenmütigen Einsatz deutscher Infanteristen und Pioniere wurden alle Mas­se n a n g r i f f c zerschlagen und starke Kräfte gruppen der Bolschewisten in umfassendem Gegen­angriff vernichtet. Der Schwerpunkt der Luftan­griffe lag auf den feindlichen Batteriestellungen, in denen 13 Geschütze zum Schweigen gebracht wur­den. Schlacht- und Zerstörerflugzeuge griffen ange­tretene feindliche Gruppen, noch ehe sie sich ent­wickeln konnten, im Ties'flug an und zersprengten sie.

Oer Wehrmachtbericht vom Gamstag.

DBB. Aus dem Führerhauptquartier. 19. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

AM Terek durchbrachen deutsche Truppen in harten Kämpfen stark ausgebaute und verminte Feldbefestigungen und warfen den Feind aus meh­reren höhenstellutigen.

Der Kampf um Stalingrad wurde gegen zähen Widerstand erfolgreich fortgesetzt. Ein von Borden gegen die deutsche Riegelstellung geführter örtlicher Entlastungsangriff starker feind­licher Infanterie-.und Panzerverbände brach un­ter schwer en Verlusten zusammen. 3n die eigenen Stellungen eingedrungene feindliche Kräfte wurden m hervorragender Zusammenarbeit von Verbänden des Heeres und der Luftwaffe auf­gerieben. Es wurden zahlreiche Gefangene ein- gebrachl un.d 12 0 Panzer vernichtet. In Luftkämpfen über Stalingrad verlor der Feind am gestrigen Tage 77 Flugzeuge. An der unteren Wolga warfen Kampfflugzeuge drei Oelschiffe in Brand und setzten die Zerstörung von wichtigen Eisenbahnknotenpunkten mit Erfolg fort.

Bei Woronesch wurden fortgesetzte Angriffe des Feindes gegen den Brückenkopf in erbitterten

Berlin, 20. Sept. (DNB.) Vor Stalingrad leisteten die Bolschewisten in den zahlreichen bunker- artig ausgebauten Häusern, die größtenteils bereits von den Granaten der Artillerie und den Bomben der Kampfflugzeuge bis auf die Äru nörnau er n zerstört waren, zähen Widerstand. Abschnitts­weise muß jedes Haus, jeder Trümmerhaufen er­stürmt werden. Vorgehende deutsche Infanteristen stießen auf bolschewistische Bunker, die gut getarnt . bis zu 15 Meter Tiefe in die Erde hineingetrieben waren. Drei befeftigte Anlagen waren sogar zu .z w e i ft ö rf i g e n Bunkern ausgebaut und dienten einer bolschewistischen Armee als G e - fechtsstanD; Pioniere überraschten ihn. Der bolschewistische Oberbefehlshaber konnte in letzter Minute entwischen, sein Generalstabschef mit allen Offizieren und Hilfskräften geriet in Gefangenschaft. Alle Versuche der Bolschewisten, in verzweifelten Gegenangriffen die Vernichtung aufzuhalten, schei­terten an der entschlossenen Angriffskraft deutscher Infanteristen und Panzersoldaten unter schweren Verlusten für den Gegner. Südlich von Sta­lingrad führten verbündete Truppen einen Er­kundungsvorstoß durch, wobei 17 feindliche Bunker genommen und eine Anzahl Gefangener eingebracht wurden.

Von Norden/ her unternahmen die Bolsche­wisten gegen die deutsche Riegelstellung einen ört­lichen Entlastungsangriff. Nach trommel­feuerartiger Artillerievorbereitung ging der Feind mit starken Jnfanterieverbänden und über 150 Panzerkampfwagen gegen die deutsche Stellung vor. Er wurde unter schwersten blutigen Verlusten zu­rückgeschlagen. An einer Stelle gelang es ihm, mit massierten Kräften einige Kilometer tief in die deutsche Abwehrstellung einzudringen. Die Ein­bruchsstelle wurde sofort abgeriegelt, die vordringen- den Bolschewisten wurden in konzentrischem Gegen­stoß zum Stehen gebracht. In harten Nahkampfen z wurde der Feind dann wieder zurückgewor­fen, so daß bei Einbruch der Dunkelheit die deut­sche Abwehrstellung überall wieder in deutscher Hand war. Der Feind verlor 120 Panzerkampfwagen. Der mit stärksten Kräften durchgeführte Versuch, die deutsche Riegestellung im Norden Stalingrads zu durchbrechen, scheiterte. Trotzdem- versuchte der

tL Neben allem habe man aber auch noch in Groß­britannien eine falsche Grundeinstelluna diesem Kriege gegenüber, denn beispielsweile stehe Der Mann auf der Straße auf dem Standpunkt, daß keine Nachricht eine gute Nachricht sei, er habe in­folgedessen die vorübergehende Ruhe im Mitt­ler e n O st e n als ein gutes Zeichen hingenommen. Dem fei in der Tat nicht so. Denn Die Zeit kämpfe nicht mehr auf Englands Seite und insbesondere dort nicht, wo Rommel mit seinen Truppen stehe, die auf einem wesentlich kürzeren Seeweg nachschub- mäßig besser versorgt werden konnten, als Die Alli­ierten. Jetzt fordere Das britische Volk von feinen militärischen Führern, Daß sie handelnd ernannten, auch wenn Das Unternehmen fehlschlage und schwere Verluste koste. Entsprechend dieser Einstellung sei es verständlich, Daß Der Angriff auf Dieppe Die Duftere Stimmung Des englischen Volkes etwas gehoben habe. Wenngleich, auch Die eigenen Verluste groß seien, so habe man Doch endlich einmal gehandelt.

Oas Geheimnis Rommels.

Lissabon, 19. Sept. (DNB.) General gul< ler, der sich im Weltkrieg große Verdienste um Die Entwicklung Der britischen Tankwaffe erwarb, stellv Die in England viel erörterte Frage: Worin besteht das Geheimnis Rommels? Er antwortet:Aus den verschiedenen nordafrikanischen Feldzügen können wir lernen, daß Schnelligkeit der Bewegung auch Schnelligkeit des Denkens und Handelns erfor­dert. Es ist 'offenbar, daß Rommel niemals nach einem starren Plan arbeitete, sondern auf Grund von raschen Entscheidungen, Die durch Die Wechsel­fälle Des Kampfes diktiert wurden. Das Geheimnis der Taktik Rommels liegt Darin, daß er sich stärker auf die Intelligenz seiner Soldaten verließ als auf ihren sturen Gehorsam,' daß er sie mit seinen ftra» tegischen Gedankengängen im großen vertraut machte, und es Dann den Unterführern an Ort und Stelle überließ, zu handeln, wie es gerade die ört­lichen Umstände erforderten. Je stärker Die Mecha­nisierung Der Waffen steigt, mit denen wir kämp­fen, desto weniger mechanisch muß der Geist sein, der diese Waffen führt, und je weniger der Soldat eine bloße Maschine ist, desto einfacher müssen auch seine Notwendigkeiten und Bedürfnisse jein."

Transportflugzeuge zu 50 Prozent aus Holz.

Stockholm, $0. September. (DNB.) Roosevelts Wunderdoktor" in rüstungstechnischen Angelegen­heiten, Der Werftbesitzer, Flugzeugkonstrukteur und Spekulant Kaiser, macht immer noch mit seinem ' Plan von sich reden, eine ganze Flotte von Trans­portflugzeugen zu bauen. Die Den Wassertransport ersetzen und Das T o n n a g e p r o b l e m lösen fal­len. Nach erneuten Verhandlungen in Washington erklärte er jetzt, diese Flugboote müßten zu 50 v. H. aus Holz gebaut werden, da Aluminium vom Kriegsproduktionsamt für andere, noch wichti­gere Aufgaben dringend gebraucht werde.

Kleine politische Nachrichten.

Der Führer hat dem König von Thailand zu seinem Geburtstag am 20. September mit einem in herzlichen Worten gehaltenen Telegramm seine Glückwünsche übermittelt.

*

Reichsleiter von Schi rach verlieh dem ersten Ju­gendführer der faschistischen Revolution, Renato

gestellten Motor zu erproben, als in etwa 1000 m Höhe der Motor sich von dem Flugzeug löste. Dieses verlor das Gleichgewicht, gehorchte nicht mehr Dem Steuer und stürzte ab. Wunterbarerwefle ge­lang es der Fliegerin, als sie nur noch 200 m über dem Meere war, die Stabilität wieder herzustellen und so das eigene Leben und das zweier Mecha­niker, die an dem Abnahmeflug teilnahmen, zu retten.

Einmal war Dasfliegende Mädchen" auch die Gefangene eines Berichterstatters. Es war im Jahre 1930, als Die Reste des Ballons wieder aufgefun­den wurden, mit dem Andrse 1897 feinen Unglück» liehen Flug zum Nordpol unternommen hatte. Rob­benjäger hatten die sensationelle Entdeckung ge­macht und waren mit ihrem Schiff unterwegs nach Tromsö, wo ihre Ankunft von einer Schar von Berichterstattern aus allen Ländern mit größter Spannung erwartet wurde. Da hatte ein «Schwede einen glänzenden Einfall. Er ging zur Jakobfen, legte ihr alle seine Ersparnisse auf Den Tisch und beschwor sie, ihm zu einem großen Erfolg zu ver­helfen. Das gute Herz der Fliegerin war gerührt, und Die beiden flogen wirklich in der Richtung zum Eismeer ab. Sie erreichten auch das Schfff, gerate als Der Motor eine Havarie hatte, und das Flug­zeug wasserte dicht bei Dem großen Fahrzeug. Da man sie für Schiffbrüchige hielt, eilte man ihnen zn Hilfe und brachte sie an Bord., Hiev wurde Das fliegende Mädchen" sofort erkannt und von allen gefeiert. Vor ihr hatte man natürlich auch feine Geheimnisse, da man nichts Arges vermutete. Der Berichterstatter aber stand scheinbar unbeteiligt da­bei und spitzte die Ohren: auch einige interessante. Aufnahmen konnte er machen. Dann erklärte Die Fliegerin, sie wollte versuchen. Den Motor mietet in Gang zu bringen, und bei ihrer Geschicklichkeit gelang, ihr das auch. Die beiden flogen wieder ab. Als ste in Tromsö angekommen waren, nahm der Berichterstatter Die Fliegerin am Arm und führte sie in ein Hotelzimmer, nachdem er sie fürstlich hatte bewirten lassen. Während er seinen Bericht niederschrieb, stand sie selbst auf Posten an Der Tür, und als er fertig war, bot er ihr von neuem den Arm, ging mit ihr zum Telegraphenamt unD sandte ein langes Telegramm nach Stockholm. Wenige Stunden Darauf erschien seine Zeitung mit dem sen­sationellen Bericht und schlug damit alle schwedi­schen und ausländischen Konkurrenten. C, K.

Zu Den Drei bei Beginn Des Ostfeldzuges amtlich erklärten Operationsgebieten zur See gehört neben Ostsee und Schwarzem Meer auch das Nördliche Eis­meer mit Dem weit nach Norden ausgedehnten Raum um die Halbinsel Kola einschließlich des Weißen Meeres. Damals ahnten die Sowjets noch nicht, welche vitale Unterbrechung Des Hilfsstromes für ihre Kampfleiter zu Lande hier im gegebenen Augenblick erfolgen würde.

Inzwischen ist Die Nordpassage vom Atlantik zur sowjetischen Eismeerküste eine im gesamten Femd- (ager gefürchtete Gefahrenzone erster Ordnung ge­worden, jene Schiffsstraße, die Den Weg nach Mun mansk oder Archangelsk über Den Gefahrenbereich zwischen NordkapBäreninsel und Spitzbergen neh-

Heute war ich bey Goethe..."

Zu Johann Peter Cckermanns ISO. Geburtstage.

Es ist sehr oft Darüber geschrieben worden, daß Bücher Wegbereiter, liebe und vertraute Freunde von Menschen geworden sind, von denen sie sich nicht zu trennen vermögen, deren Last ihnen nie zu schwer wird. Die in Den freudigsten und ernstesten Stunden ihres Lebens bei ihnen sind.

Zu der bevorzugten Literatur Dieser Art gehören unzweifelhaft auch EckermannsGespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens 1823 bis 1832"; ich kenne nicht wenige. Die sich von diesen schmalen drei Bänden, die vielleicht die wert­vollste Quelle für Das Bild Des größten Deutschen Dichters sinD, Die wir besitzen, nicht losreißen können. Sttömen sie Doch noch heute nach mehr als hunDert Jahren ein unmittelbares Fluidum jener geistigen Sphäre aus, in Deren Vordergrund Goethe stand, vermitteln sie Doch unentwegt einen so farbigen Abglanz Der Ereignisse Dieses leiden­schaftlichen Lebens in Den letzten zehn Jahren, da er auf Diesem Stern weilte, daß man nicht müde roirD, immer wieder aus Der Blickrichtung seines begeisterten Schülers und Vertrauten, Der mehr als ein«Sekretär" war, zu dem Wesenskern des Olympiers vorzustoßen, Den gerade er oft genug von jeher olympischen Ruhe weit entfernt als leidender und handelnder Mensch und Kämpfer zu beobachten Gelegenheit hatte.

Es gibt wirklich keinen Zweiten, der sich mit solcher Hingabe und solcher bedingungslosen Treue in das Genie Goethe versenkt, hat roie Eckermann. Lange bevor er ihn sah, lebte bereits in ihm, wie er schreibt,kein anderer Trieb, -als ihm nur ein­mal einige Augenblicke persönlich nahe zu sein". Und schon als Kind hat er, wenn auch unbewußt, seiner besonderen Sendung geharrt, hat er auf Die Stunde gewartet, in Der sich ihm Das Tor seiner Zukunft öffnen. Die Stunde seiner Lebenswende schlagen sollte. In der Einsamkeit Der Lüneburger Heide hütete er einst die Kühe, sammelte er Holz und Eicheln für den Winter und half gelegentlich dem Vater, Der in Den Dörfern mit Band und Zwirn hausieren ging. Das springende Wappen- pfetD auf einem Päckchen Tabak führte ihn zum

uns, daß Goethe ein Mensch war stue wir. Wie unmittelbar tritt uns doch in diesen Tagebuchblät­tern Die Lebenswirklichkeit des Dichters entgegen! Ich kann wohl sagen, daß ich in meinen 75 Jahren keine vier Wochen eigentlich Behagen gehabt. Etz war Das ewige Wälzen eines Steins, ter immer von neuem gehoben sein wollte." Was für ein Be­kenntnis! So aber sieht ihn nur Der Vertraute, nicht nur im schwarzen Frack und Stern im geselligen Kreise! Er weilt bei ihm im Sommer und Winter, in heiteren und trüben Stunden, er lernt Die Ver­wandten und Freunde kennen, Goethe experimen­tierte mit ihm in der Farbenlehre, er zeigte ihm Kupferstiche und seine Gemmensammlung, er dis­putierte mit ihm über Gott und Die Welt. Er lieft ihm nicht nur Den sich in diesen Jahren zur reifen­den Frucht rundendenFaust" vor, sondern er be­kennt ihm auch irt stillen Stunden, wenn Der Abend sich neigt und der Greis des sich allmählich nahen­den Endes besonders gedenkt,das Größte und Beste, was in feiner reichen Natur lag".

Heute war ich bet) Goethe", schreibt Eckermann oft genug in fein Tagebuch, bis schließlich doch die Stunde des Abschieds schlägt.Goethe schwieg. Ich aber bewahrte seine großen und guten Worte in meinem Herzen." Mit diesen fast biblisch klingenden Woitten endet der Dritte Band.

Ernst Wilhelm Balk.

&

aflfl

SliO Ȋ

mTl

i.r-L

fit lN El if i-k1 5«

Dk fi" ilößnen. §ratoi Land-

Wern auf de hi Innsb Vachs n st der M Lazent 1 Pachtung j^en D« WE Ifjflien. W\ fr Rod tcrfchiedst hifier G Mung LttnsfÄ b<r Wind venjchen, normalen Tropen, i Hutskeime träger b Leuchen.

nopp pol

FirÖer.

Oslo

London#3? Berlin °,

ZESPUZ-=

'Archan­gelsk

' FRANZ JO$EF-==^ ^tLAND=3

''Leningrad

500___1000 km