Eichener Anzeiger
Montag, 2l. September J9$2
General-Anzeiger für Oberhessen
Trotz erbitterter Abwehr und dicker Wolken
Von Kriegsberichter Willy Altvater.
ie der Geleitzug zerschlagen wurde
mit SefchSftrsteile: Siehe«, rch»lftratze 7-9
Die Geleitzugkatastrophe im Nordmeer
38 Handelsschiffe mit 270000 BNT. Kriegsmaterial für die Sowjetfront durch Kampfflieger und U-Boote versenkt.
Versuch unternommen, ein von starken Flottenein- heiten gesichertes Großgeleit durch das Rordmeer in einen sowjetischen Hafen zu führen. Die sehr schlechten Wetterbedingungen und die einen weit nördlichen Kurs erlaubende Eisgrenze begünstigten dieses Vorhaben. Deutsche Kampffliegerverbände und Unterseeboote griffen an und zerschlugen auch diesen aus rund 45 Handelsschiffen bestehenden Geleitzug in lagelangen aufopferungsvollen Kämpfen. Unter schweren Kampfbedingungen auf weite Entfernungen bei schlechtem Wetter und starker feindlicher Flak- und Jagdabwehr versenkten unsere Kampfflieger aus dem Geleilzug ins ge- samt 25 Handelsschiffe mit zusammen 177 000 BRT. Acht weitere Dampfer wurden so schwer beschädigt, daß sie als verloren anzusehen sind. Außerdem vernichtete die Luftwaffe von den Sicherungsfahrzeugen einen Zerstörer sowie zwei Bewacher und warf einen zweiten Zerstörer in Vrand. Unsere Unterseeboote schoben in Harker Verfolgungsjagd fünf Handelsschiffe mit zusammen 29 000 BRT. aus dem Geleikzüg heraus und erzielten auf zwei britischen Zerstörern Torpedotreffer, deren Untergang bei der herrschenden Wetterlage nicht beobachtet werden konnte. Damit erlitt der Feind eine seiner schwersten Niederlagen in Geleitzugskämpfen. Er oiedor innerhalb von sechs Tagen 38 mit Kriegsmaterial aller Art beladene Handelsschiffe, darunter auch Tanker, mit zusammen 270 000 BRT. Dazu kommt der Verlust von sechs Kriegsfahrzeugen. Nur Reste des Geleit- zuges, zum Teil erheblich beschädigte Schiffe, konnten entkommen.
Ferner gibt das Oberkommando der Wehrmacht bekannt: Die von amtlicher sowjetischer Seite bekanntgegebene und von der Reuteragentur übernommene Behauptung, daß Generaloberst v. K l e i st gefallen sei, ist unwahr.
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Weiterer Erfolg unserer Ll-Boote.
DNB.Aus dem Führerhauptquartier, 19. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Deutsche Unterseeboote versenkten in harten Kämpfen in der Karibischen See, vor Afrika, im St. Lorenzstram und im Eismeer neunzehn Schiffe mit 100000 BRT. sowie einen Schlepper. Drei weitere Schiffe wurden torpediert.
192. Jahrgang Nr. 222
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Oer Wehrmachibericht vom Sonntag.
DNV. Aus dem Führerhauplquartier, 20. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Am Terek warfen deutsche Truppen den Feind aus befestigten Stellungen. 3m Raum oon Stalingrad bauern die Kampfe in unverminderter harte an. Entlastungsangriffe des Feindes von Norden scheiterten. Bei Woronesch wurden feindliche Angriffe zum Teil im Nahkampf unter hohen blutigen Verlusten abgewiesen.
3m Mittelmeer versenkte ein deutsches Unterseeboot einen Dampfer von 1200 BRT. und vier Lransportsegter.
Einzelne britische Flugzeuge führten am Tage wirkungslose Störflüge über dem Reichsgebiet durch. Lin Flugzeug wurde abgeschossen. 3n der Nacht flogen britische Bombenflugzeuge nach Südwest- und Süddeutschland ein. An einigen Orten, u. a. in der Stadt München, entstanden Spreng- und Brandschäden vorwiegend in Wohnvierteln und an öffentlichen Gebäuden. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste. Zwölf der angreifenden Bomber wurden teils durch Ftak, teils durch Nachtjäger zum Ab- stürz gebracht. Nach Tagesangriffen auf Industrie- anlagen an der britischen Südostküste belegten deutsche Kampfflugzeuge in der Nacht zum 20. September das 3ndustriegebiet von Sunderland mit Bomben schweren Kalibers.
Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, ist im Nordmeer eine große Geleitzug- schlacht gewonnen worden. Nach der völligen Vernichtung eines Großgeleitzuges im Nordmeer in der Zeit vom 2. bis 7. 3uti 1942 wurde am 13. September von britischer Seite ein erneuter
Die deutschen Kinder sollen internationalisiert werden.
Ein teuflischer plan Churchills und Stalins wird an der Entschlossenheit des deutschen Volkes zunichte werden.
Annahme von Anzeige« für bte Mittagsnummer biS8'/,UhrdesVormittagS
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Berlin, 20. Sept. (DRB.) 3n England wurde der ungeheuerliche Plan bekanntgegeben, die den t- schen Kinder nach dem Sieg der Alliierten zu internationalisieren. Die in London erscheinende, von Churchill bezahlte Zeitung „vrij Nederland" fordert, wie das amtliche englische Reu- terbüro mitteilt, daß alle deutschen Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren ihren Müttern weggenommen und für die Dauer von 25 Iah- ren i n s Ausland geschickt werden müßten. Bei dieser Methode würden die Deutschen nicht mehr von ihrer Nationalität besessen fein. Ls würde ein Völkergemisch entstehen, das nicht mehr als deutsch zu bezeichnen sei.
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Mit der Veröffentlichung dieser teuflischen Absicht wird das gemeinste Verbrechen verkündet, das jemals Menschenhirne ersonnen haben. Wir haben uns niemals einer Täuschung darüber hingegeben, welches Schicksal dem deutschen Volke von der bolschewistischen Bestie und den plutokratischen Weltverbrechern zugedacht ist. Stalin und Churchill wollen die Vernichtung aller der Nationen, die noch die Kraft in sich fühlen, der bolschewistischen Völkerversklavung Widerstand zu leisten und den Willen besitzen, sich gegen ihre plutokratischen Ausbeuter zu erheben. Wir kennen ihren teuflischen Plan seit langem. Ihr Ziel ist die Ausrottung des deutschen Volkes. Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, um auch dem blindesten Volksgenossen die Augen zu öffnen, dann ist diese Veröffentlichung das unwiderlegbare Zeugnis dafür, was das deutsche Volk, was seine Mütter und Kinder von diesen unmenschlichen Verbrechern zu erwarten hätten.
Än Ostkarelien, in Estland, ix Litauen, in Lettland uriö Galizien hat die Welt die bolschewistischen Handlanger Churchills und seiner Kumpane am Werke gesehen: So meldete „New Port Journal American" am 16. Oktober 1941: „150 000 Litauer, darunter Kinder von zwei Jahren an auswärts, sind von den Sowjets nach Sibirien verschleppt, unmündige Kinder ihrem Schicksal überlassen worden. ! Unter den verschleppten Kindern befinden sich auch! drei Kinder des litauische« Generals Rastikis." „Stockholms Tidm'ngen" meldete aus Lettland: I
Summe 94 Schiffe 613 500 BRT.
Wo immer unsere U-Boote und Kampfflieger feindliche Schiffe aufs Ziel nehmen, entlasten sie dl e Ostfront, helfen sie unseren Soldaten m den so schweren Kämpfen vom Kaukasus und Stalingrad angefangen die ganze lange Schräa- slanke über Woronesch, Orel, Medyn, Rschew bis hinaus an den so hart umkämpften Wolchowfluß. Diese Hilfe ist besonders augenscheinlich bei dem neuen Erfolg im Nordmeer. Anfang Juli wurden von einem Geleitzug, der 38 Schiffe zählte, nicht weniger als 35 versenkt. Diesmal wurden durch unsere Kampfflieger und U-Boote von 45 Handels- einem Dauerkampf von sechs Tagen 38 Schiffe am Rande des Polareises zu den Fischen geschickt. Denn dje feindliche Seekriegführung wählt den nördlichsten Weg, der überhaupt denkbar ist, um zwischen die deutschen Ausgangsstationen in Nordnorwegey und den eigenen Geleitzuq den weitesten Raum zu legen. Mit Absicht hat die feind- Uche Seekriegsuhrung für den neuen Versuch einer Materjalbelieferung der Sowjetunion auch diese früh- herbstlichen Tage ausgesucht, wo in den Rordmeer- gewassern bereits dichte Nebel auftreten, wilde Sturme herrschen umb die Tage kurz zu werden besinnen. Es war ein Meisterstück, unter diesen widri- aen Witterungsvechältnissen dem stark gesicherten Feind eine ganze Woche lang aus den Fersen zu bleiben.
Der Zufall süat es, daß der USA.-Marineminister Knox an demselben Tage, an dem dieser Kampf un Nordmeer abgeschlossen war, in einer Rede die Notwendigkeit der „R u ß l a n d h i l f e" in den Vordergrund rückte und die Hoffnung aussprach, es werde den Amerikanern und Engländern gelingen, '^u.s?ie Dauer die Monatsziffer der gesamten vchlfssvenuste auf einen Punkt herunterzuschrauben, auf dem sie nicht mehr (!) eine Gefahr für unsere eigenen Versorgungswege und die unserer Verbün- deten bedeutet." Derselbe Knox hat im Juni 1941, lange vor dem Kriegseintritt der USA., durch amerikanische Flugzeuge und Korvetten bereits den Kampf gegen unsere U-Boote geführt und die sehr viel radikalere Hoffnung ausgesprochen, daß Luftwaffe und Kriegsmarine der Vereinigten Staaten die Ozeane von der U-Boot-Pest „reinfegen" und die angloamerikanische Seeherrschaft auf neue hundert Jahre begründen werden. Die glorreiche Versenkungswoche vom 13. bis 20. September 1942 ist die Antwort.
„200 000 Einwohner, vom kleinsten Kinde bis zum 80jährigen Greis, sind in die russischen Meppen und in die arktischen Gebiete Sibirens gebracht worden. Die Kinder sind verschwunden und niemals zu ihren Eltern zurückgekehrt. Von deutschen Trup- pen wurden auf dem Güterbahnhof in Riga vier verschlossene Güterwagen voller Kinderleichen gefüllten." Der estnische Landesdirektor Dr. Maee erklärte: „Die Bolschewisten hatten den Plan, 700 000 Personen nach Rußland und Sibirien abzutranspor- tteren. Rur 385 000 Esten sollten im ßanbe bleiben." Die finnische Zeitung „Aamulehti" betont, daß die Verschleppung und Hinrichtung der Esten nicht nur eine Maßnahme zur Beseitiaung der politischen Klassengegner gewesen sei, sondern es sich um einen Ausrottungsprozeß gehandelt habe' Bei der Ver- fchleppung habe man festgestellt, daß die Familien auseinandergerissen wurden, indem die Männer in die eine Himmelsrichtung, in die Kohlengruben, die grauen in die andere, in die Kolchosen, gebracht und * bie Kinder den Eltern weggenommen wurden.
Und so, wie hier geschildert, so haben die Bolsche- wisten, die die Geschäfte Churchills und seiner jüdischen Verbrecher besorgen, überall gewütet, wo ihre Soldateska Fuß fassen konnte. Die ungeheuerlichen Enthüllungen des Londoner Blattes stimmen durchaus mit dem überein, was gerade am Samstag der amerikanische Marineminister Knox in einer Rede m Kansas City erklärte: Nach dem Siege, so rief dieser Kriegshetzer aüs, wird ein Friede vqrgeschrie- ben, in dem Deutschland und die Achsenmächte völlig beseitigt werden. Es könne kein Kompromiß geben. Mit diesem Letzteren wird Knox recht haben. Es wird mit diesen Kreaturen keinen Kompromiß geben.
In der Entschlossenheit des deutschen Volkes aber werden sich diese Verbrecher täuschen! Im Bewußtsein seiner Kraft hat es den Kampf seines Lebens gegen feine Verderber ausgenommen. Seine Söhne vollbringen Wunder an Tapferkeit, und sie stehen siegreich an allen Fronten und schlagen nun die Verbrecher nieder, die dem deutschen Volke dieses furchtbare Schicksal zugedacht haben. Sie wissen, vereint mit der gesamten Heimat, daß die Gerechtigkeit unserer Sache zum Siege führen wird. Die Anstifter und Urheber dieser Verbrechen aber — dessen sind wir ebenso gewiß — wird ihr verdientes Schicksal ereilen.
DNB. Bei einem Kampfgeschwader im September. (PK.) Vor einiger Zeit stellten deutsche Aufklärer einen großen englisch-amerikanischen Geleitzug i m Westteil des Nördlichen Eismeeres fest, der anscheinend für die Sowjetunion bestimmt war. Der Geleitzug war bisher nicht in den Wirkungsbereich unserer Kampfflugzeuge im hohen Norden gekommen. So glauben wir, unsere Ausgabe sei bereits erfüllt, der Gegner werde es nach dem katastrophalen Ausgang seines letzten Unternehmens, bei dem der gesamte Geleitzug von 38 Schiffen vernichtet wurde, nicht noch einmal wagen, seine wertvollen Schiffe mit ihren kostbaren Labungen unseren tödlichen Angriffen auszusetzen. Er hat es doch noch einmal gewagt, und diese Tatsache ist bezeichnend für die Lage, in der sich die Sowjets befinden müssen. Don diesem Geleitzug hängt sehr okel ab; unsere Gegner mögen glauben, durch ihn das Schicksal im Osten wenden zu können. Daß diese ülbsicht nicht gelingt, dafür sorgen wir in diesen i lagen.
Zwei Tage tobt nun schon die Geleitzugschlacht. Ununterbrochen, ohne Rücksicht auf das Wetter, das mit dem Gegner im Bunde zu sein scheint, wird angegriffen. Die Abwehr i st erbittert und außerordentlich stark. Kreuzer, Zerstörer' und Bewacher kreisen um den Geleitzug, und die Handels- M)iffe selbst sind ausnahmslos bewaffnet und weh- ien sich verzweifelt. Den ganzen Tag über starten Hif unseren Feldflughäfen die Kampfmaschinen, Verben auch wir noch an die Reihe kommen? ! Da wird überraschend schnell für uns der Start freigegeben. Auf Lastwagen, in PKWs, und zu Fuß eilen die Besatzungen zu ihren Flugzeugen. Wir starten und nehmen Kurs nach
Hervorragend war auch der Anteil der U - Boote. Die letzten Berichte über die Erfolge unserer Unterseeboote im Kampsi gegen die britisch- amerikanische Versorgungsschiffahrt erwähnten schon immer die außerordentliche Härte des Kampfes, der sich über alle Meere hinzieht. Ungeachtet der verstärkten Abwehr fahren unsere Unterseebootsbesatzungen trotz des in der jetzigen Jahreszeit im Nord- und Mittelatlantik wieder einsetzen- ben ausgesprochenen Schlechtwetters Angriff auf Angriff, um die feindliche Versorgungsschiffahrt, das Rückgrat der gegnerischen Kriegführung, empfindlich zu schöben. Die Versenkung von fünf Dampfern aus einem Geleitzug im Nördlichen Eismeer jedoch stellt, abgesehen von dem kampf- mäßigen Erfolg, eine besonders hervorragende seemännische Leistung dar. In diesem Seegebiet, in dem die von den letzten Ausläufern des Golfstromes erwärmten Luftmassen auf die Kälte der Arktis treffen, liegen jetzt schwere Nebel, die nur für Stunden von schweren Stürmen zerrissen werden. Es droht die Gefahr des Zusammenstoßes mit Eisbergen und den Sicherungsfahrzeugen des feindlichen Geleits. Ist dieses Geleit festgestellt worden, wird nach dem tage- und nächtelangen Auf- und Absteyen endlich der Angriff gefahren, der wiederum alles Können von Kommandant und Besatzung beansprucht angesichts der besonders starken Sicherung, die den wertvollen Geleitzügen für die Sowjets beigegeben wird. Wenn die jungen Besatzungen unserer Unterseeboote trotzdem wiederum 29 000 BRT. mit rund 45 000 Tonnen Kriegsmaterial vernichteten, so gaben sie erneut den Beweis für den hohen Stand ihrer seemännischen und soldatischen Ausbildung und Haltung, der ihnen die Möglichkeit gibt, die Kameraden an der Ostfront wirksam zu entlasten.
tember, kurz vor Erreichen des Bestimmungshafens, noch einmal von den Kampfflugzeugen angegriffen, wobei weitere acht Handelsschiffe mit zusammen 61 000 BRT. versenkt wurden. Auch die Sicherungsstreitkräfte erlitten durch die Versenkung eines feindlichen Zerstörers und zwei Bewachern empfindliche Verluste. Ein weiterer Zerstörer wurde in Brand geworfen.
Damit haben die Luftwaffenverbände unter Führung von Generaloberst Stumpf in einem sechstägigen harten Kampf den Nachschub für die Bolschewisten von der Vernichtung von 241 000 BRT. feindlichen Handelsschiffsraumes auf das schwerste getroffen. Zusammen mit den von deutschen Unterseebooten versenkten fünf weiteren Transportern mit insgesamt 29 000 BRT. betragen die Gesamtverluste des Feindes, wie durch Sondermeldung bereits bekannt- gegeben, 38 Schiffe mit insgesamt 270 000 BRT.
sliegeroerbände den ganzen Tag über am Feind und versenkten vom Morgengrauen bis in die späten Abendstunden neun Handelsschiffe mit zusammen 61 000 BRT. Vergeblich bildeten die begleitenden feindlichen Kriegsschiffe, in Zickzackkurven fahrend, einen mehrfach en Ring um die schwer bedrohten Frachter. Auch der Einsatz feindlicher Jagdflugzeuge konnte die deutschen Kampfflugzeuge nicht von ihren Zielen abbringen. Zwei britische Flugzeuge stürzten, von dem Abwehrfeuer der deutschen Kampfflugzeuge getroffen, brennend ins Meer.
Auch in den folgenden Tagen wurden die Angriffe trotz sich stetig verschlechternder Wetterlage erfolgreich fortgesetzt. Schon zu diesem Zeitpunkt lagen mehrere Frachter brennend im sinkenden Zustand weit hinter dem. Geleit. Erneute Bombenvolltreffer führten zu ihrer völligen Vernichtung. Durch die ununterbrochenen Angriffe wurde der Zusammenhang des Geleitzuges immer mehr zersplit - tert. Die einzelnen Schiffe versuchten auf eigene Faust weiter nach Norden auszuweichen, um ihrer Vernichtung zu entgehen. Am Nachmittag des 14.9. flog ein mit Munition beladener großer Transporter, von schweren Bomben eines Kampfflugzeuges getroffen, unter riesigen Explosionserscheinungen in die Luft. Zwei weitere Handelsschiffe erhielten zur gleichen Zeit so schwere Treffer, daß sie auseinanderbrachen und versanken. Damit waren bis zum 15. September weitere 16 Schiffe mit zusammen 119 000 BRT. vernichtet.
Die Reste des Geleitzuges wurden em 18. Sep
Eine glorreiche Versenkungswoche.
Der großartige Erfolg, den unsere Flieger und U-Boote im Eismeer errungen haben, war eine große Sonntagsfreude. 38 Schiffe mit 270 000 BRT. sind am Rande des Polareifes versenkt worden. Damit wird die glorreiche Woche des Kampfes gegen die feindliche Schiffahrt — und Schiffahrt ist die Voraussetzung der feindlichen Kriegführung —, abgeschlossen. Lassen wir die Zahlen vom Sonntag, 13. oeptember, bis zum Sonntag, 20. September, für sich sprechen! Es wurden verzeichnet im Wehrmachtbericht vom
13. September 18 Schiffs 121 500 BRT.
15. „ 19 „ 122 000 ,,
19. „ 19 „ 100 000 „
20. 38 „ 270 000 „
Norden. Hinter, über und unter uns fliegen die Maschinen unseres Verbandes. Deutlich sehen wir die schweren Bomben in den Trägern hängen. Am Nordkap tasten wir uns durch den dicken, hlometerbreiten Wolkenstreifen an der Küste. Links bleibt das Nordkap hinter uns zurück. Unter uns liegt dick und undurchdringlich der Nebel. Wir fliegen nur mit navigatorischen Mitteln den Geleitzug an. Doch bald wird uns unerwartete Hilfe.
Weit voraus hebt sich, pechschwarz und sich immer mehr ausweitend, eine riesige Wolke, da in der Nähe muß der Geleitzug stehen! Wir fliegen darüber hinweg. Wenige Meter Unter uns liegt die schwarze Masse. Wir sind 3600 Meter hoch, also über 3000 Meter hat sich der Rauchpilz erhoben. Hier wurde ein Tanker getroffen, der sofort in die Luft flog.
Eine unserer Maschinen stößt durch die Wolken nach unten und meldet den Geleitzug. Unser Ver- bandsührer befiehlt: „Wir fliegen eine Kurve nach' .. und greifen aus... Richtung je nach Lage im Sturz- und Gleitflug an!" So kurven wir ab und spähen durch die Wolken. Fast nichts zu sehen. Da, ein Handelsschiff, das in eiliger Flucht sein Heil sucht! Da, noch eins und noch eins und — da schieben sich wieder dichte Wolken zwischen uns und das Ziel. Noch einmal finden wir ein Wolkenloch. U n - fere Bomben fallen, aber ob wir etwas getroffen haben, können wir nicht sehen. Die Aufklärung muß nun im einzelnen die Erfolge unserer Angriffe feststellen. Noch nie haben wir einen so schwierigen An griff auf einen Geleitzug geflogen, Noch nie war die Abwehr so hart und erbittert, und Äoch haben wir dem Gegner schwerste Wunden geschlagen.
Berlin, 20.Sept. (DNB.) Der im Nördlichen Cismeer in einem sechs Tage währenden ununterbrochenen Angriff durch deutsche Kampfflugzeuge wd Unterseeboote aufgeriebene feindliche Geleitzug bar der größte, der bisher einen Durchbruch zu ten bolschewistischen Häfen versuchte. Der nach lan- pn Vorbereitungen und unter dem Schutz befön- vrrs starker Kriegsschiffseinheiten unternommene »ersuch scheiterte auch diesmal an der Wachsamkeit tnd Schlagkraft der im hohen Norden eingesetzten d utschen Fliegeroerbände und der Agriffsfreudig- k-it der Unterseeboote. Trotz der vorge- ifi)rittenen Jahreszeit und der damit verbundenen ungünstigen Witterungsverhältnifse wurde d-r nach Osten laufende Geleitzug durch die gemeinsamen hartnäckig durchgeführten Angriffsoperatio- "in der Kampfflugzeuge und Unterseeboote zersprengt und eine große Zahl vollbeladener -Frachtschiff? vernichtet.
Der Geleitzug fuhr auch diesmal wieder hart ti der Packeisgrenze südlich Spitz ber- S-n entlang. Weit ausoinandergezogen waren *>- feindlichen Sicherungsstreitkräfte um den ganzen Heitgug herum verteilt, damit die zu erwartenden putschen Angriffe rechtzeitig erkannt und vom ^rn des Geleitzuges ferngehalten werden konnten. Tvtz der starken Sicherung durchbrachen die deut- ^en Kampfflieger in den Tagen vom 13. bis " September immer wieder den Abwehrring.
Einer der erfolgreichsten Tage dieser Geleitzug- älacht war der 13. September. Trotz st arkauf- i mm enber Nebelbänke blieben die Kamps


