z ft«
U f.
Nachdruck, auch mit
Zm Büro der „Internationalen Schlafwagen-Ge
Der Nord-Donez überschritten
Luft-
Kämpfen, zum Teil im Gegenstoß, von der
(Baden)
n bekannt
film
ellvertretuk ür PM a
in Urlaub ;mmingen
»er er ,ger-Regt*
ieider .Ketty ser ;eN
9>nn nitz >kte. eichrveri-. n Spiele-
Ballen derjenigen, die berufen oder gezwungen oder willens sind, den Sommer in Istanbul zu verbringen. Sie nehmen nicht nur ihre Kleider mit, sonder auch Kochtöpfe, Teppiche, Bettzeug, den Radioapparat, die Nähmaschine und das Sportgerät, um die vorübergehende Häuslichkeit am Bosporus auszugestalten.
Der „Anadolu-Expreß" ist übrigens nicht das einzige Beförderungsmittel zwischen Ankara und Jstan-
den. Die Verbindungen Englands und der USA. nach China, den Philippinen und Indien sind unterbrochen, Australien ist praktisch fast isoliert. Auch Kapitän Hiraide sieht die englisch-amerikanische Entlastung für die Bolschewisten als eine Folge der Schiffsraumnot an, und sagte: „Die Rooseveltsche Politik, dauernd ermutigende Reden zu halten, wird keinen neuen Schiffsraum schaffen. Die Tatsache, daß die amerikanische Schiffsbaukapazität nicht einmal genügte, um selbst die Hälfte der versenkten Tonnage zu ergänzen, ist ein unwiderleglicher Beweis dafür, daß der Schiffsbau in den USA. überhaupt keine Fortschritte macht." ,
Neben diesem Beitrag Japans durch die Derfen- kung feindlichen Schiffsraumes hat die japanische Marine den Waffen der Achsenmächte noch einen besonders wertvollen Dienst erwiesen durch ihre Siege über die Kriegsflotten der Gegner. Seit Pearl Harbour, den Seeschlachten in der Javasee, im Korallenmeer und bei den Midwayinseln haben die
^vind Ankaras kommt... ,
| Im Gegensatz zu Istanbul ist in Ankara die Hitze dank der Höhenlage von 900—1000 Meter trocken M daher erträglich, auch wenn das Thermometer über 36 Grad und höher steigt. Stechmücken sind natürlich vorhanden, sie gehören zum Orient. Die systematische Bepflanzung Ankaras und seiner Umgebung mit Bäumen und die Anlage von weiten Eninflächen sind nicht ohne Einfluß auf das Klima geblieben. Häufiger als vor zehn Jahren noch erquickt ein kurzer, aber heftiger Sommerregen die Stadt. Die Errichtung eines Stauwerkes im Tal von Tchubuk — eine große deutsche Leistung — hat die Wasserversorgung der Stadt völlig gesichert, und erlaubt die Grünhaltung von Gärten und öffentlichen Parks den ganzen Sommer hindurch. Wer die dürre, kahle anatolische Hochebene kennt, der weiß diese große Errungenschaft zu würdigen. Auch im Sommer ruht der Sport im heißen Ankara nicht. Tennis, Reiten und Schwimmen werden eifrig betrieben, die beiden ersten Sportarten allerdings nur in den frühen Morgenstunden oder am späten Nachmittag, siür die Schwimmer gibt es im Park des staat- lihm Mustergutes, dem „Gasi Orman Tschiflik" vor der Stadt ein offenes Schwimmbecken, das, in Be- Mn ausgeführt, die Umrisse des Schwarzen Meeres '^Allabendlich gegen 18 Uhr rollen lange Autokolonnen zum Bahnhof, nicht nur um die Abrerfen- den zu befördern, sondern um die Schar der ab- sitk-dnehmenden Zurückbleibenden an die Bahn zu bringen. Das gehört zur Tradition Ankaras, daß die nach Istanbul fahrenden Sommer-Urlauber mit großem Zeremoniell zum „A n a d o l u - E x - preß" geleitet, dessen drei oder vier Schlafwagen ir tiefen Wochen lange im voraus ausverkauft sind Wenn gar ein Botschafter oder Gesandter die Reife Hontritt, meist von einem Teil seines Mitarbetter- sbbs begleitet — denn in Istanbul geht sa die diplo-
Vruck und Verlag: vrühlscheUntverfttStrdruckerelL Lange
amerikanische und englische Admiralität nicht einmal mehr gewagt, die Japaner in ihrem Bemühen zu stören, die eroberten amerikanischen und englischen Gebiete aufzubauen. Nichts kann wohl die
Berlin, 20. Juli. (DNB.) Im südlichen Abschnitt der Ostfront erreichten deutsche Panzerverbände am 19.7. im Nachstoß gegen den weichenden Feind ein wichtiges Höhengelände. Die deutschen Panzerkräfte brachen die Gegenwehr der feindlichen Infanterie und Panzer und stießen weiter vor. An verschiedenen Stellen wurde der Nord-Donez von Schnellen Truppen überschritten. Dabei wurde eine feindliche Kampfgruppe überflügelt und eingeschlossen. Bei der Säuberung des neugewonnenen Gebietes wurden zahlreiche versprengte Kampfgruppen des Feindes aufgerieben. Die Luftwaffe griff erneut den Straßen- und Eisenbahnverkehr der Bolschewisten südlich Rostow an und belegte mehrere Donübergänge mit Bomben. Am Don wurde eine Brückenkopfstellung gegen wiederholte starke Angriffe der Bolschewisten erfolgreich verteidigt. Durch erneuten Abschuß von 15 feindlichen Panzern erhöhte sich die Zahl der vor diesem Brückenkopf vernichteten Panzerkampfwagen auf 57.
Der Wehrmachiberichi.
DRV. Aus dem Führerhauptquarller, 20. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
3m Süden der Ostfront sind, nachdem die Regenfälle beendet sind, die Verfolgungskämpfe in südlicher und östlicher Richtung wieder in vollem Gange. Kampf- und Schlachkfliegerverbände zerstörten feindliche Kolonnen ostwärts Rostow, vernichteten wichtige Rachschubverbindungen des Feindes im Mündungsgebiet des Don und unterstützten wirksam die Versolgungskämpfe im Donezbogen.
Der Feind griff auch gestern mit starken Kräften den Brückenkopf Woronesch an. Alle Versuche zur Rückeroberung der Stadt wurden in harten
h n ninger iteriechd t bekannt
bul. In der guten Jahreszeit besteht eine tägliche Flugverbindung in beiden Richtungen. Es wird sehr vorsichtig geflogen. Wenn Schlechtwetter- Meldungen vorliegen, fällt das Flugzeug aus. Die Maschinen sind kostbar, Ersatz in der jetzigen Kriegszeit schwer zu beschaffen. Man will also das geringstmögliche Risiko haben. Krastwagenbesitzer, die sich noch einer gewissen Benzinzuteilung erfreuen — 6 Liter pro Tag —, übrigens vorwiegend Diplomaten, machen hin und wieder die Fahrt zwischen den beiden Städten im Kraftwagen. Wenn sich in diesen Formen der Abzug vollzogen hat, dann ist Saisonschluß in Ankara und es tritt die Sommer- ruhe ein, die gewöhnlich bis kurz vor Beginn des. Festes der Republik Ende Oktober dauert, worauf dann der Reisestrom in umgekehrter Richtung und unter den gleichen Bedingungen einsetzt.
waffe erfolgreich unterstützt, abgeschlagen, und hierbei wurden von 60 angreifenden Panzern 36 vernichtet.
3m Raum um Moskau wurden Eisenbahnziele bei Tag und Rächt mit vernichtender Wirkung angegriffen. Südlich des 3 l m e n s e e s scheiterten örtliche Angriffe des Feindes. Bei diesen Kämpfen wurden eine bolschewistische Gruppe vernichtet und 19 feindliche Panzer abgeschoffen.
Das Hafengebiet von M u r m a n f k wurde am gestrigen Tage mit besonderem Erfolge bombardiert. 3n Dockanlagen, Kraftwagen und Betriebs- stofflagern entstanden große Brände. 3agdflieger schossen hierbei über der Kolabucht 17 feindliche Flugzeuge ab.
3n Rordafrika beiderseitige Kampftätigkeit von örtlicher Bedeutung.
Rordostwärts London erzielte ein Kampfflugzeug bei Tage Bombenvolltreffer in einem bedeutenden Rüstungswerk. 3m deutsch-holländischen Grenzgebiet warf ein britisches Flugzeug am gestrigen Tage einige Bomben auf Wohnviertel. Das Flugzeug wurde abgeschoffen.
Die britische Luftwaffe griff bei Rächt mit schwächeren Kräften einige Orte an der Deutschen Bucht, vor allem die Städte Bremen und O l - den bürg, an. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste. Drei feindliche Flugzeuge wurden zum Absturz gebracht.
Bei den erfolgreichen Abwehrkämpfen im Brückenkopf Woronesch zeichnete sich eine schlesische 3nfanteriedivifion besonders aus.
Das 3agdgeschwader Udet errang seinen 2500. Luftsieg.
vissenlch Mmch« er Mc. gesetzt un: Mtwa iann.ii ülograim irfsbedun erte Han «ehung br ldepflichtu ner Herd: mengen i? )ürr, da eines m Kalbest igwertige' oie hort' tadt wegn mordiM :n die Str ie Rech hnattr
Üen Uf> 'riet j,
Ötl«.
Beilagen:
Gießener ftamilienblätter isimat imBild-DieScholle
Bezugspreis r Monatlich.... .RM.1.80 Kustellgebüör,.. >, -.25 uch bei Nichterscheinen on einzelnen Nummern nfolge höherer Gewalt ernsvreckanschluß 2251 )rahtanschrift:,Anzeiger" roltscheck 11686 F-ranktt/M.
Flucht an -en Bosporus
Von unserem WEB.-Berichterstatter.
Japans Beitrag zum Siege
Von unserer Berliner Schriftleitung.
Hanr Stots;
Üölumföfil V.» V.|U/.«U|~.Z.3..,--1- .....—■ Z
i. Lange5i starker Ministerrat vorhanden fein. Die Staats« üifrüiH beamten können Urlaub nehmen, aber ihr Arbeite
Viemtag,2i.ZuNMr
Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8VrUhr desVormittagS
Auzeigen-Preise
für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite r
7Nvf. für Familienanzeigen und private Gelegenheitßanzeigen
14Rvf.f. Werbeanzeigen und geschäftliche
Gelegenheitsanzeigen
Platzvorichrift (vorherige
Vereinbarung) 25% ment
pan übergegangen ist, klarer beleuchten als diese völlige Passivität der Yankees und Briten. Nach dem mißglückten Versuch, bei den Midways die verlorene Seeherrschaft wiederzugewinnen, hat Roosevelt hllflos zusehen müssen, wie die Japaner die Meuten, die Derbindungsbrücke zwischen Alaska und Sibirien, besetzten und damit die eine Straße, auf der die USA. Stalin Hilfe reichen konnten, unterbrachen. Der andere Weg über Murmansk und Archangelsk wird von deutschen U-Booten und Fliegern für alliierte Lieferungen unpassierbar gemacht. So hat die Zusammenarbeit der Achsenmächte mit Japan eine erhebliche Schwächung des Gegners auf ollen Wegen erreicht. Japans Erfolge reichen weit über den Pazifik hinaus. Auch Deutsche und Italiener spüren dankbar die Wirkung des japanischen Beittags zum Siege. z
USA.-panzer.
Wie sehr die Angriffe des Frühjahrs, die Schlachten auf der Halbinsel Kertsch und südostwärts Charkow, ebenso wie die Erstürmung Sewastopols nur Ouvertüren zum allgemeinen Sommerangriff waren, zeigt sich jetzt immer deutlicher. In den angstgeschüttelten mitilärischen Kombinationen unserer Gegner hatte vor diesem deutschen Stoß ein Angriff von Taganrog aus in Richtung Rostow eine große Rolle gespielt, aber die deutsche Strategie hat wieder einmal ganz anders gehandelt und den Gegner durch einen unerwartet großen Frontalstoß aus einer Front von über 500 Kilometer Breite mit der Durchschlagskraft der deutschen und verbündeten Waffen so vollständig überrascht, daß er unfähig wurde, die gesamte Linie zu halten und im Wirbel der Versolgungsschlachten die Uebersicht über seine Truppen vollständig verlor. Wir hatten, wie jetzt immer deutlicher wird, weit nördlich den Stoß angesetzt, waren frontal vorgegangen und hatten die Stellungen des Gegners durchbrochen, um einmal für unsere Panzer das günstigste Gelände, die weiten Flächen der Schwarzerde und dann der Donsteppe zu gewinnen und zweitens die Häusermassen des eigentlichen Industriegebietes zu umflügeln. Dieser strategischen Idee wurden unsere Truppen in unvergleichlicher Weise gerecht. Wie man dem OKW.-Bericht vom vergangenen Freitag entnehmen konnte, war der
Der bvitt'sche Produktionsminister ßg ttelto tl brach am Samstag in düstere Kassandratone aus: „Zu keiner Zeit seit der Schlacht um Großbritannien haben mir uns m schwerer Gefahr befunden. Es wäre Wahnsinn, ableugnen zu wollen, daß die uns bevorstehenden 80 Tage zu den ernstesten gehören, denen wir uns je gegenüber gesehen." Und Der „Observer" bemerkte, daß das englische Volk noch nicht voll die Gefahr einer verlorenen Attan- ttkschlacht erkannt habe. Jedenfalls hat allein in der letzten Woche die alliierte Handelsflotte durch Deutschland einen Verlust von 360000 BRT. erlitten. Jedoch auch Japans Marine hat sich in diesem Kriege von einer die Amerikaner geradezu entsetzenden Tüchtigkeit erwiesen; ihre Erfolge haben nicht nur in der Versenkung amerikanischer Schlachtt schiffe und Flugzeugträger bestanden, sondern auch in der Unterstützung, die Japan mit seinen Akttonen gegen die feindliche Handelsschiffen im Indischen Ozean bis vor Madagaskar den deutschen und italienischen Ubooten in ihrem Kampfe auf den anderen Meeren gewährte. Wie ein Sprecher des Kaiserlichen Hauptquartiers in Tokio, Kapitän Hiraide, a» S WS8 «w -----
HandlangerdesKeindes
Von Karl Nckermann.
NSG. Es war unschwer vorauszusagen, daß jene bereits vor Kriegsbeginn von den Briten begonnenen Agitationsoersuche, eine Trennung von Führung und Volk im nationalsozialistischen Deutschland herbeizuführen, im Kriege selbst im verstärkten Maße ihre Fortsetzung finden würden. So hat denn auch der plumpe Anbiederungsversuch in dieser Richtung, der mit dem feliaen Andenken King Halls verbunden ist, weitere Nachahmungen erfahren. Freilich vermochten auch sie nicht irgendeine Wirkung zu erzielen. Man mußte wohl oder übel erkennen, daß dem deutschen Volk mit dem Nationalsozialismus neben der phnsischen vor allem eine seelische Rüstung gegeben worden war, die eine Wiederholung der erfolgreichen Beeinslus- sungstaktik, wie man sie noch im Weltkrieg in entscheidender Weise zum Tragen brachte, aussichtslos erscheinen ließ. Wenn also von der Feindseite dennoch mit einer bemerkenswerten Zähigkeit an diesem Versuch festgehalten wurde, so mußten hier schon gewichtige Gründe vorliegen. Sie sind uns nicht unbekannt, und wir wollen es daher auch nicht unterlassen, die Voraussetzungen jener augenschein« lich gegen alle Vernunft sprechenden, von den Briten jedoch stur beibehaltenen Taktik eines Trennungsversuchs von Volk und Führung klar und offen aufzuzeigen. Wir wollen damit nicht nur zum Ausdruck bringen, daß wir durchaus wissen, wie der Hase läuft, sondern sind auch der Meinung, daß die eigene Erkenntnis von vorhandenen schwachen Stellen ihre Ausnutzung durch den Feind von vornherein verettelt.
Es sind vor allem zwei Gründe, die die angloamerikanischen Agitationspläne hoffen heißt. Erstens ist es die Spekulation auf die im deutschen Charakter geschichtlich belegte Kritiksucht und Nörgelei, die sich sehr oft von den Jnteressen- gvenzen der Nation ungehemmt bis zum vollendeten Dolksoerrat zu entwickeln vermag. Nun weiß man sicher auch beim Feinde sehr genau, daß diese Schwäche, soweit es sich um das politische staatliche Leben des Reiches handelt, eben durch den Nationalsozialismus überwunden wurde, ja, daß die Idee des Führerstaates nicht zuletzt in der Abwehr dieses so oft am Zerfall des Reiches schuldigen Fehlers ihre eigentliche Begründung fand. Das Warten auf einen Erzberger ober Liebknecht, auf Politiker oder Journalisten, die jede Maßnahme der Kriegführung mit zweifelnder Kritik und schließlich 'Verrat begleiteten, würde heute freilich mir kalte Füße einbringen, mehr aber nicht. Das weiß man, man weiß aber dazu, dqß der Nationalsozialismus diese Erfolge neben einer unendlichen, keine Mühe sck-euenden Erziehungsarbett nur durch die rücksichtslose Ausmerzung allen egozentti- schen, dem Gemeinschaftsinteresse entgegen- testenden Denkens und Handelns erreichen konnte. Das dadurch entstehende unvermeidbare Kontingent der Mißvergnügten, das feinem Groll über das Eingreifen in feine über- kommenen Lebsnsgewohnh eiten trotz aller Aufbauerfolge des Nationalsozialismus in den Krieg hin- üb er gerettet hat, darf für sich heute die Ehre in Anspruch nehmen, für die britische Agitation als zweites Aktivum angesehen zu werden.
So tragbar nun diese Volksgenossen für uns in den Friedensjahren auch empfunden wurden, und das möge bereits vorausgeschickt fein, so erfolglos
eee* platz bleibt Ankara. /
Dennoch ändert der politisch-diplomatische Som- Mtrumzug das äußere Gesicht und die Alltagsgewohnheiten Ankaras recht erheblich. Für die in Ankara Zurückbleibenden entsteht die Frage, wie sie sich dem stillen und glühend heißen Sommer in der Derlhffenen Hauptstadt hin geben und anpassen sollen. Die letzten Frack- und Smokinq-Gelegenhei- ten sind vorbei, wenn der Außenminister in seiner hochgelegenen Parkvilla von Tschangkaya die beiden Abendempfänge für Regierung, Diplomatie und Presse gegeben hat. Dor dem Krieg war nur ein Aschlußfest fällig. Heute sind es zwei, gemäß den ,ni beiden feindlichen Lagern, in die der Krieg die Welt 'M geteilt hat. Die „Neutralen" sind — Kriegsgewinnler, denn sie werden zu beiden Empfängen ein- Ifyfaben. Wenn das vorbei ist, kommt die dicke, schwarze Abendkleidung in den Schrank und der veiße Anzug regiert. Man trachtet danach, noch einen Ventilator zu erstehen oder gar einen der we- ; fligen noch käuflichen elektrischen Kühlschränke. In b:n frühen Vormittagsstunden werden die Fenster geschlossen und verdunkelt und bleiben es bis zum Einbruch der Dämmerung, wenn der kühle Abend«
Verfolgungskämpfe in vollem Gange
Bon unserer Berliner Schriftleitung.
man q£ nrchMir ’Pften % eise burt, Asbach nter M
M S dir Könige des ehemaligen Jugoslawiens residierten i Austra- iffl Sommer nicht in Belgrad, sondern in Veldes-
anfänglich frontal nach Osten angesetzte breite Durchbruch gelungen, aber bann setzte, nachdem vorher schon die südlichsten Teile der deutschen Front, als die Zeit dafür gekommen war, in den Kampf ein gegriffen hatten — wie der OKW.-Bericht vom 14. Juli meldete — eine Richtungsänderung ein. Der Wehrmachtbericht vom Freitag meldete ein Abbiegen der Angriffsrichtung nach Südosten und dann nach dem Süden. Der Gegner wurde nach dem Willen der deutschen Führung immer mehr auf den Unterlauf des Don zurückgewovfen. Am Samstag wurde aus dem Führerhauptquartter die kurze, aber vielsagende Tatsache berichtet, wonach östlich von Rostow der Unterlauf des Don von uns in breiter Front erreicht worden fei. Die eingeschlossenen bolschewistischen Kräftegruppen wurden abgeschnitten und vernichtet, dann der Kampf in frontalem Angriff, diesmal wieder nach Osten, roeitergetragen. Am Tage vorher war die größte Jndusttiestadt des Donezbeckens, Worüfchilowgrad, von unserer Infanterie gestürmt worden. Nach hartnäckigem Ableugnen wurde in der Nacht zum Montag der Fall dieser Stadt vom Gegner auch zugegeben. In den letzten acht Tagen haben die Bolschewisten erlebt, daß der Führer und seine Soldaten Erfolge errangen, die die schwärzesten Erwartungen Stalins noch übertrafert.
P2. Jahrgang Nr. M
CTidbemt täglich, außer Sonntags und Feiertags
Bei' den Kämpfen zwischen Donez und Don traten erstmalig amerikanische Panzer auf, von denen gleich zu Beginn des deutschen Vormarsches mehrere abgeschossen b,zw. erbeutet wurden. — Unser Bild zeigt einen USA.-Panzer vom Typ „Tank Light M 3", der eine Besatzung von vier Mann hat und mit einer Funkeinrichtung ausgestattet ifU Die Bewaffnung besteht aus einem Geschütz, met Maschinengewehren und einem Fla-MG» (PK.-Kriegsberichter Schröter. sSchK
Maschen, um sich ihre Schlafwagenplätze nochJstanbul zu sichern, Die Staatsbahn mußte ttotz der äußerst angespannten Transportlage ein Sinderzugpaar zwischen den beiden Hauptplätzen des Landes einlegen. Der alljährliche große Auszug aus Ankara, der Strom zum grünblauen Gestade des Bosporus und des Marmara-Meers ist im Gange. Es ist Saison-Schluß in Ankara, diplomatisch, politisch und gesellschaftlich. Aehn- liche Erscheinungen kennt man überall im Vorderen Orient. Der bulgarische Hof siedelt nach Euxinograd bei Varna um, in Rumänien gehen Hof und Diplo- motie aus der Hitze Bukarests in das kühle Sinaia,
len-yndeo artens^’
12
„ M
Blcd im slowenischen Gebirge, in Aegypten vollzog sich vor der Rommel-Offensive um die gleiche Jahreszeit der Umzug von Kairo nach Alexandrieti.
Als Kemal Atatürk durch ein Machtwort aus Ankara die Hauptstadt der türkischen Republik werden ließ, lag das entthronte Istanbul ein paar Jahre sozusagen in Acht und Bann. Dann aber setzte sich die alte Hauptstadt wieder durch, als Sommerfrischenfitz, als Ort der Entspannung. Fast alle führenden Türken haben in Istanbul oder Um- giung einen Sommersitz; die diplomatischen Vertretungen verfügen noch aus der Zeit, als Istanbul Hauptstadt war, über ihre Sommersitze in den Bos- porusDororten Yeniköi, Therapia und Büyükdere. 3n Juni bis Ende Oktober verlagert sich also der itisch-diplomatische und der gesellschaftliche Bettieb ochi Ankara nach Istanbul.
Oie Frage, ob das praktisch oder gesundheitsfördernd ist, wagt niemand zu entscheiden. In den primitiven Anfangsjahren der Residenz Ankara war der Wunsch verständlich, ein paar Monate eine andere Umgebung zu genießen. Heute trifft das nicht mehr zu, denn die vornehmen Türken, Minister und Abgeordnete, haben in Ankare bessere und komfortablere Häuser, als in Istanbul, und das gleiche gilt für die Botschaften und Gesandtschaften. Für , „ .den Geschäftsbetrieb ist es zweifellos störend, wenn ■ ? t alhährlich ein gewaltiger Umzug diplomatischer Ak- knkisten und dem dazugehörigen Personal nach u ra Wianbul stattfindet und doch in der Hauptstadt aus- at>r 1961 « reichende „Stallwachen" den Dienst versehen müssen. Die Regierung als solche zieht ja nicht um. Der Staatspräsident geht zwar auf Provinzreisen, die hm Erholung und Fühlungnahme mit dem Land bitten, auch die Minister und Abgeordneten reisen, - immer kommt es aber auf ein Pendeln zwischen Gkara und Istanbul heraus. Allemal muß in Antara ein beschlußfähiger, also mindestens acht Mann
y fli schort
vruninK. ’ ,re ßi .
hielt <■> - ... , .
urchsetz i fe schäft" am Atatürk-Boulevard drängen sich die [ fjjgj• mVwizRnrt tim «Kra lKr(ifnfmnni>nnlnfaa
istr in fr.
Quellenangabe, verboten.) | malische Arbeit weiter —, so findet sich an der Bahn Ankara Juli 1942. alles ein, was zu der gleichen Flagge gehört. In den Gepäckwagen stapeln sich die Koffer, Kisten und
Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen


