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Donnerstag, 21. Mai 1942

192. Jahrgang Nr. 117 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags

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Gießener Familienblätter Heimat imBild DieScholle

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Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessenssr

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Aanlsurt empfing die Heimkehrer aus den (ISA

Ritter der Arbeit

Der Sieg von Kertsch.

Felde.

iche, meldete Kantine ge-

Das eine

Erst in seiner letzten Reichstagsrede hat der Füh­rer wieder mit besonderer Betonung auf die an der Ostfront eingesetzten italienischen Divisio­nen hingewiesen und ihre Leistungen rühmend hervorgehoben, eine Tatsache, die in Rom mit be­sonderer Freude vermerkt worden ist, denn das Italien von heute weih, daß es Seite an Seite mit Deutschland den Kampf so lange fortsetzen wird, bis der Sieg errungen ist.

Wie wenig man bei den Westmächten seinerzeit die Bedeutung des vor drei Jahren, am 22. Mai 1939 zwischen Deutschland und Italien abgeschlosse­nen Freundschafts-,und Bündnispak­tes in feinem vollen Umfange und in seiner gan­zen Tragweite erkannt hatte, das zeigte die Tat­sache, daß bei Ausbruch dieses Krites politisch maßgebende Persönlichkeiten Englands und Frank- reichs die Ansicht vertraten, es würde möglich sein, Italien aus dem Bündnis mit Deutschland heraus­zureißen. Diejenigen, die die Dinge so sahen, hat­ten den tiefen Sinn des Paktes nicht begrif­fen, der nicht von ungefähr abgeschlossen worden war, sondern dessen geistige Wurzeln viel tiefer lagen. Die Fäden gingen nicht nur bis zum Ium 1934 zurück, da der Führer zum erstenmal mit dem Duce in Venedig zusammentraf, sondern noch weiter in jene Jahre, da der Duce als erster Staatsmann Europas für den Kampf der nationalsozialistischen Bewegung das größte Verständnis aufbrachte. Schon vor dem 30. Januar 1933 bestanden enge und herz­liche Verbindungen zwischen dem faschistischen Ita­lien und der NSDAP., Verbindungen, die nun-

Diese Ehrung all derjenigen, die sich um die Rüstung verdient gemacht haben, ist der Ausdruck dafür, daß die kämpfende Truppe und das schaffende Volk in der Heimat eins find in ihrem Ringen um Deutschlands Zukunft. Das Kriegsverdienstkreuz ist eigens für die Heimatfront geschaffen worden. Es soll allen denen verliehen werden, die durch beson­dere Leistungen die Voraussetzungen für den End­sieg schaffen halfen. Es sind das vor allem die R u st u n g s a r b e i t e r, die Tag und Nacht daran schaffen, den deutschen Frontsoldaten die besten Waf­fen und das beste Kriegsgerät zu liefern, und die nicht müde werden, an den Maschinen und in den Werkstätten unablässig zu schaffen, damit die Waffen immer besser werden und damit vor allem genug Waffen und Kriegsgerät vorhanden sind. Es sind das die R ü st u n g s a r b e i t e r i n n e n , die stch selbstlos und eifrig einer bisher ungewohnten Ar­beit unterziehen und alles tun, um unseren Sol­daten zu helfen. Es sind das die deutschen B a u e r n und Bäuerinnen und alle Angehörigen des deutschen Landvolks, welche unter schwersten Opfern und bei drückendstem Leutemangel im Stall, auf dem Acker und im Garten mehr als ihre Pflicht getan haben, um die Ernährung sicherzustellen. In einem wundervollen Zusammengehorigkeitsge>fuhl haben bisher Arbeiter und Bauer mit der tfront gewetteifert und werden es auch in Zukunft tun.

Die Heimat weiß, daß sie sich auf die Front ver­lassen kann, und die Front hat ein unerschütterliches Vertrauen zur Heimat, sie weiß, daß sie von der Heimat nicht verlassen wird. Alle Kräfte stehen im Dienste des Sieges. Alle wissen, daß es um die Zukunft des deutschen Volkes geht und daß das deutsche Volk erst dann einmal in Freiheit einer glücklichen Zukunft entgegen schreiten kann, wenn jüdische Plutokratie und Bolschewismus nieder- gekämpft find.

In diesem Bewußtsein ist das deutsche Volk zu dem ihm von seinem Gegner aufgezwungenen Kriege angetreten. Es ist eine Selbstverständlichkeit, daß jeder, dort wo er steht, seine Pflicht tut und das Letzte gibt, auf daß aus dieser Gemeinsamkeit der Sieg erwachse. Wenn den Besten besondere Aus­zeichnungen verliehen werden, so soll das nicht nur eine Belohnung für ihre Leistungen sein, sondern auch ein Ansporn für die anderen, es den Ausge­zeichneten gleichzutun. Wie das schlichte Eiserne Kreuz für die Frontsoldaten, ist das Kriegsverdienst­kreuz für die in der Heimat Schaffenden das Zei­chen, daß die Träger Vorbilder der Pflicht­erfüllung gegenüber der Gesamtheit sind. So kämpfen Heimat und Front die Riesenschlacht um eine glückliche Zukunft zäh, unverdrossen und un­besiegbar.

hat bisher ihre Leistungen in der praktischen Arbeit stets gesteigert.

Der Betriebsobmann in einem westdeutschen Bahnhof, Paul Meyer, steht seit 1931 in der SA. Nach einem Luftangriff der Engländer ver­ließ er als letzter den Betrieb. Dabei überraschte ihn ein neuer Fliegerangriff auf den Bahnhof und eine in der Nähe befindliche Brücke. Eine Brand­bombe verursachte in einem Güterschuppen Feuer­schaden. In der Nähe lagerten größere Mengen Benzin. Meyer dämmte mit zwei anderen Ar­beitskameraden den Brand ab und rollte im Ma­schinengewehrfeuer der Engländer die vollen Ben­zinfässer aü5 der gefährlichen Nähe des Brand­herdes. Meyer erhielt mit feinen beiden Kameraden vor wenigen Woche das Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern.

Der 77jährige Schmiedemeister Hermann D ö h - l e r hatte bis zu seinem 68. Lebensjahre eine eigene Schmiede in einem Dorfe Thüringens.Das ist nichts mehr für mich, da muß Jugend rein", sagte er und übergab dem Aeltesten feine Arbeits­stätte. Er selbst aber meldete sich 1936 zur OT. und arbeitete seitdem dort in einer Kolonne im Osten. Seine 50jährige Erfahrung läßt ihn auch das sprödeste Material in seiner kleinen transpor­tablen Feldschmiede sach- und fachgemäß behan­deln. Drei Generationen der Döhlers stehen im

Der deutsche Arbeiter hat sich in seinen Lei­stungen selbst übertroffen. Es geht um das Leben

Bewährte Waffenkameradschast.

DreiJahre Freundschafts- undBündnisPakt mit Italien.

Oer Wehrmachtbericht.

DNV. Aus dem Führerhauplquartier, 20. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, haben deutsche und rumänische Truppen unter dem Oberbefehl des Generalobersten von IN a n st e i n, unterstützt von starken Luftwaffen­verbänden unter Führung des Generalobersten Loehr und Freiherrn von Richthofen, in der Verfolgung des geschlagenen Feindes die Meerenge von Kertsch in ganzer Breite erreicht und die letzten stark befestigten Brückenköpfe beiderseits der Stadt nach erbittertem Widerstand genommen.

Nachdem die seit Ende Februar immer wieder­holten Versuche des Feindes, die deutschen Stel­lungen in der Landenge nordostwärts F e o d o s i a zu durchbrechen und die Krim wiederzugewinnen, gescheitert waren, trat die hier versammelte deutsch- rumänische Armee am 8. IHai zum Angriff an. 3m ersten Ansturm wurde die zäh verteidigte, stark aus­gebaute und tief gegliederte Parpatsch-Stellung durchbrochen und im Verlauf dieses Kampfes sowie bei der sofort aufgenommenen Verfolgung die Waffe der feindlichen Kräfte eingeschlossen und vernichtet. Die damit abgeschlossene Schlacht hat zur Vernich­tung von drei sowjetischen Armeen mit 17 Schützendivisionen, drei Schützen- brigaden, zwei Kavalleriedivisio­nen und vier Panzerbrigaden geführt. Bei hohen blutigen Verlusten verlor der Gegner 149 256 Gefangene, 258 P a n z e r k a m p f- wagen, 1133 Geschütze und unübersehbares anderes Kriegsmaterial. Rur Trümmer des Fein­des konnten die Küste jenseits der Weerenge er­reichen. 3n Luftkämpfen verlor der Gegner 323 Flugzeuge. 3n den Gewässern der Halbinsel wurden 16 Schiffe mit zusammen 13 600 BRT., ein Minensuchboot und 21 kleine Kü­stenfahrzeuge durch Luftangriffe versenkt. Zehn weitere Schiffe mittlerer Größe wurden durch Bombentreffer schwer beschädigt.

Berlin, 20. Mai. (DNB.) Im Rahmen eines Staatsaktes, dem zahlreiche Vertreter von Partei, Staat und Wehrmacht beiwohnten, wurde im Mo­saik-Saal der Neuen Reichskanzlei e i n Rüstungs­arbeiter auf Vorschlag des Reichsministers für Bewaffnung und Munition mit dem erstmals vom Führer verliehenen Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz ausgezeichnet eine Ehrung, die gleichzeitig in eindrucksvoller Weife die hohe Anerkennung des Führers und der kämpfenden Front für die schaffende Heimat sinnfällig zum Ausdruck bringt. Außerdem erhielten 137 Rüstungs­arbeiter und -arbeiterinnen,. Bergmänner und Hüt­tenarbeiter sowie Bauern, Bäuerinnen und Land­arbeiter das Kriegsverdien st kreuz erster Klasse.

Der Saal hatte zu dieser Feierstunde ein festliches Gewand angelegt. Von der Stirnseite des weiten Raumes grüßte ein goldgefaßtes Hakenkreuz. Da­vor und zu beiden Seiten leuchteten die Fahnen von Heer, Kriegsmarine, Luftwaffe und Waffen-^ sowie die goldenen Betriebsfahnen im Scheinwerfer- licht. Hohe Lorbeerbäume sowie reicher Blumen­schmuck rundeten das festliche Bild stimmungsvoll ab. In langer Reihe saßen die Männer und Frauen mit den Ehrengästen, der Rüstungsarbeiter neben dem Staatssekretär, der Bergmann in seiner schmucken schwarzen Tracht neben dem Feldmar­schall, die Bäuerin neben dem SA.-Führer. Punkt 17 Uhr erscheint Reichsmarschall Göring mit sei­ner Begleitung. Der Staatsakt beginnt.

Wuchtig erfüllenLes preludes von Liszt, gespielt von der Staatskapelle unter Leitung von Professor Heger, den festlichen Raum. Dann spricht derReichs- minifter für Bewaffnung und Munition Speer. Er gibt feiner Freude und Genugtuung darüber Ausdruck, daß die Waffenproduktion in den deut­schen Rüstungsfabriken von Monat zu Monat eine Steigerung erfährt, und knüpft daran den Dank an alle 'Arbeiter und Betriebsführer, die in unermüd­lichem Einsatz zum Gelingen des großen Werkes Tag und Nacht ihr Bestes geben.

Als Sonderbeauftragter des Führers betritt nun ein mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes aus» gezeichneter, erst 24 Jahre alter Gefreiter des Heeres das Rednerpodium, zu dessen beiden Seiten inzwischen vier Ritterkreuzträger des Heeres, der

3m Raum von Charkow wurden erneute An­griffe des Feindes in harten Kämpfen abgeschlagen, hierbei Wurden weitere 34 feindliche Pan­zer abgeschossen.

Die Luftwaffe griff an den Schwerpunkten der Schlacht mit Kampf- und Sturztampfverbänden wirksam in die Crdkämpfe ein, zerschlug Bereitstel­lungen des Feindes und vernichtete oder beschädigte 2 9 Panzer. Der Feind verlor am gestrigen Tage 36 Flugzeuge. Ein eigenes Flugzeug wird vermißt.

An der übrigen Front im Osten waren eigene Angriffsunternehmungen erfolgreich. Vereinzelte Vorstöße des Feindes wurden abgeroiefen.

Auf Walta wurden Bombenvolltreffer in Ab­stellplätzen des Flugplatzes La Venezia erzielt, in Luftkämpfen über Nordafrika zwei britische 3agd- flugzeuge abgeschosfen.

3m Kampf gegen Großbritannien belegten stärkere Verbände der Luftwaffe in der vergangenen Nacht das Hafengebiet von hüll an der humber- mündung mit Spreng- und Brandbomben. Mehrere Brände wurden beobachtet. Leichte Kampfflugzeuge bombardierten bei einem Tagesvorstoß zur bri­tischen Südküste mit Erfolg Fabrikanlagen. An der Kanalküste schossen deutsche 3äger ohne eigene Ver­luste aus feindlichen 3agdverbänden 7 Spitfire ab.

Britische Bomber unternahmen in der letzten Nacht mehrere militärisch wirkungslose Störangriffe auf füdwestdeutsches Gebiet. Sie warfen vorwiegend Brandbomben auf Wohnviertel. Die Schäden sind unerheblich. Nachtjäger und Flakartillerie brachten elf feindliche Flugzeuge zum Absturz.

Bei den Kämpfen auf der Halbinsel Kertsch hat sich der Leutnant Friedrich, Kompanieführer in einem 3nfanfetieregimenf, durch besondere Tapferkeit ausgezeichnet.

Hauptmann Baer, Gruppenkommandeur in einem Jagdgeschwader. errang am gestrigen Tage seinen 99. bis 103. Luftfieg. Das 3agdgefchwader 77 hat die Zahl feiner Abschüße auf 2011 erhöht.

Das KnegsverdieiMeuz auf dem Arbeitsroü

Vorbilder der treuen Pflichterfüllung der Heimat.

Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes, ..... vergrößerte Ausführung des Kriegsverdienst­kreuzes in Silber ist und am Halse getragen wird. (Scherl-Bilderdienst-M.)

sondern gegen das deutsche Volk schlechthin richtet. Unter dem freudigen Beifall der heimgekehrten Reichsdeutschen kennzeichnete er dann die Garanten des Sieges in unserem Freiheltskampf, die unzer­trennbare Einheit von Führer und Volk, die deut­sche Volksgemeinschaft, und die in ihr wurzelnde siegreiche deutsche Wehrmacht.Mit harter Arbeit und schwerem Kampf", so schloß er seine Ausführun­gen,werden die jungen Völker den Sieg erringen, der ihnen für die Zukunft einen wahrhaftigen tfrie»

Führer und Front danken der schaffenden Heimat

Höchste Ehrung von Arbeitern und Bauern in feierlichem Staatsakt.

des Volkes und den Sieg des Sozialismus; wenn jemand den größten Anteil an dem künftigen Siege hat, so sindes neben den Soldaten an der Front die deutschen Rüstungsarbeiter und -arbeiterinnen, die entschlossen und treu zu ihrem Führerschwur v. Br.

Kriegsmarine, der Luftwaffe sowie der Waffen-^ : Aufstellung genommen haben, und überbringt den Männern und Frauen die Grüße des Füh­rers und der Front. Während dann die Klänge des Präsentiermarsches ertönen und alle sich von ihren Plätzen erheben, tritt der Sonderbeauftragte des Führers auf den Obermeister in einem Rü­stungsbetrieb, Franz Hahne, zu und legt ihm das Band mit dem Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz um. Feierliche Augenblicke sind es, in denen sich diese höchste Ehrung, die je einem Arbeiter zuteil geworden ist, vollzieht.

Nachdem der Reichsmarschall und Reichsminister Speer dem ersten Ritterkreuzträber des Rriegsoer. dienstkreuzes ihren Glückwunsch ausgesprochen haben, erfolgt die Ueberreichung der Kriegsverdienst­kreuze 1. Klasse an die übrigen Arbeiter und Ar­beiterinnen, die von Minister Speer, Reichsminister Funk, den Generalfeldmarschällen Keitel, von Leeb und Milch, Generaladmiral Witzell, Reichsleiter -Dr. Ley, Generaloberst Fromm und Staatssekretär Backe vorgenommen wird.

Reichsmarschall Hermann (Bärin g ergreift dann das Wort zu einer einftünöigen Rede, in der er dem unvergleichlichen Kämpfertum unserer Soldaten die hohen Leistungen der Schaffenden in der Heimat gegenüberstellt und auf den Führer als das leuch­tende Vorbild aller Deutschen hinweist. In packen­den und mitreißenden Ausführungen würdigt er die unerschütterliche Entschlossenheit des ganzen deut­schen Volkes, alle Kräfte anzuspannen, bis der end­gültige Steg errungen ist.

Als der Reichsmarschall geendet hat, stimmen die Männer und Frauen begeistert in das Sieg-Heil ein, das der erste Ritterkreuzträger des Kriegsver­dienstkreuzes auf den Führer ausbringt. Durch den Mittelgang des Saales begeben sich dann der Reichsmarschall, Reichsminister Speer, ^er Sonder­beauftragte des Führers sowie der mit dem Rit­terkreuz des Kriegsverdienstkreuzes Ausgezeich­nete und die vier Ritterkreuzträger des Heeres, der Kriegsmarine, der Luftwaffe und der Waffen-^ zum Ehrenhof. Unter den Klängen des Präsentiermarsches schreitet nun Reichsmarschall, Göring, begleitet van dem vor der gesamten Nation als Vertreter der deutschen Arbeiterschaft geehrten Obermeister Hahne die Front der Ehrenkompanie ab.

NSG. In Frankfurt am Main trafen am Mitt­wochvormittag von der Bevölkerung der Gauhaupt­stadt herzlich begrüßt die ersten Reichsdeutschen aus den USA. ein. Es handelte sich bei .ihnen haupt­sächlich um die Familien der Angehörigen der d i - plomat i schen Vertretungen des Reiches. Weitere Transporte von heimgekehrten Reichsdeut­schen aus Amerika werden in den nächsten Tagen das Reichsgebiet erreichen.

Jy der Mittagsstunde fand für die Heimkehrer im Bürgersaal des Rathauses eine schlichte aber herz­liche Begrüßungsfeier statt. Im Auftrage des Reichs­ministers des Aeußeren begrüßte hier Staatssekre­tär von Weizsäcker die zurückgekehrten Reichs, deutschen, an ihrer Spitze den Geschäftsträger der Deutschen Botschaft in den USA., Gesandten Thomsen, die Wehrmachtsattaches, General der Artillerie von Bötticher, und Admiral Wit- Höft sowie die weiteren Angehörigen der diplo­matischen Vertretungen.

Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger gab seiner Freude darüber Ausdruck, die Heimkehrer im Namen der kämpfenden deutschen Volksgemeinschaft und im Auftrag der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei in der alten deutschen Kaiserstadt Frankfurt, die ihr deutsches Gepräge durch den Kampf und Sieg des Nationalsozialismus wieder gewonnen habe, empfangen zu können. Die schika­nöse Behandlung, die den Reichsdeutschen in den USA. zuteil wurde, tief er alsdann zu Zeugen dafür an, daß der Haß der jüdisch-plutokratischen Welt sich nicht allein gegen den Nationalsozialismus,

In einer Schweißerei arbeitet Frau Mühl­bauer, die auch kürzlich das Kriegsverdienstkreuz erhalten hat. Ein schmales Persönchen mit energi­schem Gesichtsausdruck. Als der Werkdirektor einmal äußerte, daß ihm die Schweißerei ihrer geringen Besetzung wegen besondere Sorge mar1- sich Frau Mühlbauer, die bisher in der arbeitet hatte, zum Schweißkursus im Werk an und

den sichern wird!" ,

Der frühere deutsche Botschafter ih Washington, Dieckhoff, wies nochmals auf die Friedensbestre­bungen des Führers hin, die stets dahin gingen, mit den USA. in keinen Konflikt zu geraten. Das un- verantwortliche Treiben jener gleichen niedrigen Kräfte, die es bereits 1'917 entgegen dem Wunsche des amerikanischen Volkes verstanden hatten, den Krieg zu entfesseln, habe aber auch jedes ehrliche Streben nach der Erhaltung des Friedens erfolglos sein lassen. Die Verantwortung für das Blut, das nun vergossen würde, komme auf das Haupt Roose­velts. Voller Zuversicht habe das deutsche Volk den ihm an getagten Kampf aufgenommen und wird ihn bis zu seinem siegreichen Ende führen. Gauamls- leiter $ eil ermann überbrachte abschließend die Grüße des Leiters der Auslandsorganisation der NSDAP., Gauleiter Bohle. Die Auslandsorgani- sation der NSDAP, werde den zurückgekehrten Reichsdeutschen bei ihrem Einbau in die deutsche Volksgemeinschaft Helfer, Betreuer und Berater fein.

NSK, Der vergangene Winter war eine Bewäh­rungsprobe, die nicht nur die Front, sondern auch die Heimat entschlossener und unbeugsamer über­standen hat, als cs die ganze Welt je erwartete. Aus dem namenlosen Heer der Schaffenden mögen nun einige heraustreten, deren vorbildliche Haltung und Hingabe mit dem Kriegsverdienstkreuz ausge­zeichnet wurde. Sie legen Zeugnis ab für Leistung und Fleiß der deutschen Kriegswirtschaft, deren Kraft kerne Macht der Welt brechen kann.

Zwischen öligen Lokomotivrädern leuchtet eine bunte Schürze. Eine kräftige Frau richtet sich aus gebückter Stellung auf und deutet lachend auf fertig- gestellte Räder, die sie reinigt, bevor sie zur Mon­tage kommen. Es ist Frau Höfling, die vor wenigen Wochen erst das Kriegsverdienstkreuz er­hielt und seit 4Va Jahren in einem süddeutschen Reichsbahnausbesserungswerk getreu ihren Dienst tut. Der Betriebsführer lobt besonders ihre frische Art, mit der sie es verstanden hat, eine wirklich gute Arbeitskameradschaft zwischen Männern und Frauen in ihrer Werkabteilung herzustellen. Vor Ausbruch des Krieges erhielt Frau Höfling auch das Mutter­kreuz, denn sie hat sechs Kinder in Alter zwischen 2V2 und 15 Jahren.

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