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Weitere Gowjetangriffe gescheitert

Groh

1909

der gleichen Zeit gingen im Kampf gegen britannien 16 eigene Flugzeuge verloren.

denen 42 in Luftkämpfen abgeschossen wurden. Fünf eigene Flugzeuge kehrten nicht zurück.

Die fränkische 4 6. Infanterie-Divi­sion hat seit Anfang Februar zahlreiche Angriffe weit überlegener Kräfte unter hohen blutigen Ver­lusten für den Gegner abgewehrt und in elf Tagen 162 Panzer vernichtet. 3n den letzten Tagen hat sich das rumänische I n f a n t e r i e - R e g i- m e n t 3 3 durch besondere Tapferkeit ausgezeichnet.

Auf der 3 n s e l Malta wurden Flugplätze und Flakstellungen bombardiert. Ein deutsches 3agd- geschwader im Mittelmeerraum erzielte mit dem Abschuß von drei britischen Flugzeugen feit Kriegs­beginn seinen 1000. Luftsleg.

3m Seegebiet um England versenk- t e n Kampfflugzeuge in der vergangenen Nacht süd­lich Portland ein Handelsschiff von 6000 BRT. Zwei weisere Schiffe mittlerer Größe wurden so schwer getroffen, daß auch mit ihrer Vernichtung zu rechnen ist. Weitere Luftangriffe richteten sich gegen eine Hafenstadt an der englischen Südküste.

3n der Zeit vom 10. bis 19.März verlor die britische Luftwaffe 62 Flugzeuge, davon 28 über dem Mittelmeer und in Nordafrika. Während

Der Wehrmachtbericht.

DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 20. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Auf der Halbinsel Kertsch griff der Feind wieder mit stärkeren Kräften an. Alle Angriffe sind nach hartem Kampf abgewiesen. 28 feindliche Panzer wurden vernichtet. Südlich S e w a - stopol wurde am 18.3. ein großer Tanker durch Lufttorpedotreffer vernichtet.

3m Donezgebiet wiederholten die Sowjets ihre erfolglosen Angriffe gegen die deutsch-rumäni­schen Stellungen. Ein örtlicher Angriff deutscher und ungarischer Verbände war erfolgreich. 3m Ab­schnitt ostwärts Charkow wurde der Feind nach Abwehr weiterer Angriffe zurückgeworfen und erlitt schwere Verluste.

Auch an der übrigen O st f r o n t scheiterten feind­liche Angriffe. Eigene Angriffsunternehmungen brachten weitere Erfolge.

Die Luftwaffe führte vernichtende Schläge gegen Panzer und Truppenbereitstellungen der Sowjets auf der Halbinsel Kertsch und be­kämpfte mit besonderem Erfolg Flugplätze und Eisenbahntransporte im mittleren Frontabschnitt. Der Feind verlor gestern 62 Flugzeuge, von

daß es Kriegsschauplatz wurde. Russen und Türken schlugen sich in Nordpersien, russische Truppen be- setzten sogar die alte Hauptstadt Isfahan im Herzen des Landes. Von ihren Stützpunkten am Persischen Golf aus führten die Briten ihre Operationen bis nach Schiras. Aber zu irgendwelchen Entscheidun­gen ist es in Persien nicht gekommen. Es schien, als sollte es nach dem Weltkrieg wieder in seine historische Rolle als Pufferstaat zurückfallen. Noch 1919 bedachte es England mit einem Protektorats­vertrag, dann versuchte es das bolschewistische Ruß­land erst militärisch zu überrennen, dann durch Pro­paganda für dm Anschluß an Moskau reif zu ma­chen. In dieser Not erlebte Persien unter Führung eines Offiziers der persischen Kosakenbrigade eine nationale Wiedergeburt. Neben Ibn Saud, dem Wahabitenkönig Arabiens, und Kemal, dem Begrün­der der modernen Türkei, wurde Riza Schah Pah- lawi der Träger eines neuen nationalen Unabhän- gigkeitsge^ühls der Völker Vorderasiens. Freilich die weltpolitische Situation war ihm günstig. Der Bol- chewismus in Rußland war nach Abwehr der Jn- teroenlionsversuchr mit der Festigung seines Regi­mes im Innern vollauf beschäftigt und England, durch den Weltkrieg erschöpft, war von der Siche­rung des Versailler Diktatfriedens durch die Genfer Dölkerbundsorganisalion hinlänglich in Anspruch genommen und zudem unter dem Labour-'Kobinett imperialistischen Extravaganzen im Vorderen Orient abgeneigt. So konnte Ri^a Schah Russen und Eng­länder aus seinem Lande entfernen, 1928 die lästi­gen Kapitulationen abschaffen, die die Fremdeü der nationalen Gerichtsbarkeit entzogen hatten, und 1932 ogar unter Kündigung des Vertrages mit der Anglo Perfian Oil Ep. die Verdoppelung der Einnah­men aus der Petroleumkonzession durchsetzen. Der äußerm Befreiung entsprachen großzügige innere Reformen wie Ordnung der Finanzen, Modernisie­rung des Schulwesens, industrielle Anlagen und vor allem Bau von Autostraßen und Eisenbahnen in dem weiträumigen, seiner Gcbirgs- und Stepp en- natur nach verkehrsfeindlichm Land. Auf der neuen Bahnstrecke vom Kaspischen Meer bis zum Persischen Golf quer durch Iran mußten Pässe überquert wer­den, die weit über der Höhe der höchsten Alpen­überführung biegen.

Aber das große Reformwerk Riza Schahs ist durch den zweiten Weltkrieg jäh unterbrochen wor­den. Zwar vermochte Iran, durch den Vertrag von

Infanterieregiment 18 in Paderborn, 1926 wurde er Chef des Generalstabes des Heeresgruppenkomman­dos 2 in Kassel. 1928 Kommandeur der 2. Ka­vallerie-Division in Breslau, 1931 Kommandeur der 3. Division in Berlin. In dieser Zeit ist er durch seine Mitwirkung beim Sturz der damaligen roten Preußenregierung weiten Kreisen bekanntgeworden. Ein Jahr später wurde' er Oberbefehlshaber des Heeresgruppenkommandos 1. Am 28.11.1938 schied er, nachdem er zum Chef seines alten Infanterie­regiments 18 ernannt worden war, dessen Uniform er seit dieser Zeit trägt, aus dem aktiven Dienst, nachdem er noch im März an der Befreiung Oester­reichs und im September an der Besetzung des Sudetengaues mitgewirkt hatte.

Im Sommer 1939 wurde er als Oberbefehlshaber

50 Jahre Soldat.

Militärjubiläum des Generalfeldmarschalls von Rundstedt.

Saadabad mit der Türkei, dem Irak und Afgha­nistan verbunden, zunächst seine Neutralität zu be­haupten, zumal auch mit Moskau die Beziehungen seit dem Vertrag von 1921 normal geblieben waren und England 1934 die veränderte politische Lage durch Räumung der Flotten- und Luftstützpunkte an der iranischen Küste und Verlegung des Sitzes des britischen Residenten vom iranischen Bushir auf das andere Ufer des Persischen Golfes nach dem arabischen Kuweit anerkannt hatte. Aber sobald sich England und die Sowjetunion wie einst Eng­land und Rußland wieder in der Front gegen Deutschland zusammenfanden, war Iran dem ver­einigten britisch-russischen Druck nicht gewachsen. Er begann im September 1941 mit der Forderung beider Mächte an Riza Schah, die kleine Kolonie deutscher und italienischer Ingenieure und Kauf­leute, die beim Aufbau der iranischen Wirtschaft wertvolle und lonale Dienste geleistet hatte, des Landes zu verweisen. Als der Schah sich weigerte, rückten britische und sowjetische Truppen von Süden und Norden zum Schutz der angeblich bedrohten iranischen Unabhängigkeit ein. Gleichzeitig nahmen die Agenten beider Mächte Verbindung auf mit den Elementen im Lande, die dem Reformwerk des Schahs feindlich gesonnen waren. Ihren Wühlereien gelang es, den Schah Riza zur Abdankung zu zwingen und dem iranischen Parlament einen Bündnisvertrag" aufzunötigen, der die beiden Be­satzungsmächte zu Herren des Landes machte. Seit­dem ist die innerpolitische Lage Irans völlig ver­worren. Die Regierung, die die Neutralität des Landes aufgegeben hatte, weil sie um diesen Preis die nackte Existenz Irans als selbständiger Staat erkauft zu haben glaubte, mußte sehen, daß dies nur solange zu hoffen war, als sich die beiden alten Rivalen im Wettkampf um die Macht das Gleichgewicht hielten. Der Verlauf des Krieges in Ostasien hat jedoch weit schneller, als man in Teheran zu ahnen vermocht hätte, dies Gleichge­wicht, wie schon eingangs dargelegt, spürbar er­schüttert. Die Sowjets haben nicht nur in der von ihnen bei der Besetzung Irans nach dem Beispiel des englisch-russischen Vertrages von 1907 bean­spruchten Interessensphäre in Nordiran die Bevöl­kerung durch politische Kommissare und GPU.- Agenten dem schlimmsten Terror unterworfen, son­dern nun auch die ursprünglich festgesetzte Demar- kattonslinie überschritten.

Neuerung des englisch-japanischen Bündnisses, in dem jetzt Japan eine Garantie für die Sicherheit der indischen Grenzen übernahm, war durch die Vermittlung des beiderseitigen französischen BckNdes- aenossen Rußland zu Besprechungen über den Mitt- leren Osten bereit. Im Jahre 1907 kam der Ver­trag zustande, der Tibet wieder der Oberhoheit Chi­nas unterstellte, Afghanistan aus der russischen In­teressensphäre ausfchloß, vor allem aber Persien über den Kopf des Schahs und des persischen Vol­kes hinweg in eine nördliche russische, eine südöst­liche britische Einflußzone teilte und zwischen beide eine neutrale Zone schob, über die eine spätere Ver­ständigung vorbehalten blieb. Es war der Preis, den England zahlte, um Rußland der Einkreisungs­front gegen Deutschland einzugliedern. Und 1914 entschloß sich England zum Kriege nicht zum min­desten aus Furcht davor, daß ein von England im Stich gelassenes Rußland den Druck auf Indien ver­stärken würde. Der Zusammenbruch des Zaren- reiches im Jahre 1917 befreite England vorderhand von der Gefahr einer neuen russischen Expansions­politik in Dorderasien. Die neuen Männer in Pe­tersburg verzichteten sogar auf alle russischen Rechte in Iran aus dem Vertrage von 1907, so daß Eng­land nun freie Hand hatte, aus den Trümmern des türkischen Reiches von Aegypten bis Iran sich eine britische Landbrücke zwischen dem Mttelmeer und dem Persischen Golf zu bauen, die Sicherung des dritten Weges nach Indien, neben der Route um das Kap der Guten Hoffnung und der Schiffahrts­straße durch den Suez-Kanal.

Persien war im Weltkrieg neutral geblieben, aber es hatte in seiner Schwäche nicht verhindern können.

Iran läßt mit einer doppelten Flächenausdehnung wie das Deutsche Reich zwar den Raum mancher Großmacht wett hinter sich, zeigt aber mit einer Be­völkerung von nur 10 bis 15 Millionen (die An« gaben schwanken, weil die Seelenzahl der zahlrei­chen nomadtsiereistren Stämme schwer zu erfassen ist) das charakteristische Merkmal der raumweiten aber menschenarmen Länder der eurasiattschen Zer« rungszone, wie sie der Schwede Kjellön, der Vater, der «Geopolitik, genannt hat, um das Gemeinsame des über die ganze Rumpfweite Asiens von Meso­potamien bis zur Mandschurei sich erstreckenden Gürtels zwischen Nordasien und Hochasien, dem Nahen Osten und dem indischen und chinesischen Kulturkreis zu bezeichnen. Iran war damals wie auch heute wieder nur ein Schatten seiner einstigen Gröhe und Macht. Das alte Perserreich, das um 550 v. Ehr. Kyros durch den Sieg über die Meder begründete, hat unter Darius Hystaspes und Xerxes, beide aus den Perserkriegen der Griechen bekannt, im Osten bis zum Indus, im Norden bis zum Aral- See gereicht und nach Westen über Kleinasien und Mesopotamien nach Mazedonien und Aegypten übergogriffen. Alexander der Große machte ihm ein Ende. Das zweite persische Großreich war das der Sassaniden. Es wurde zu Anfang des 7. Jahrhun­derts eine Beute der Araber. Fünfhundert Jahre später brachen Mongolen-- und Datarenstürme über Persien herein. Aber noch einmal erlebte es eine große Zeit unter einem einheimischen Herrscherhaus. Zu Anfang des 17. Jahrhunderts erhob Schah Ab­bas I. der Große im Kampf mit den Portugiesen, de­ren Herrschaft in den indischen Gewässern damals ihr Ende erreichte, und mit den Türken, denen der Schah Armenien und Mesopotamien entriß, Persien wieder zu einer achtunggebietenden Großmacht. Aber bald verfiel das Reich in innerem Zwist, so daß Persien unter dem turkmenischen Herrscherhaus der Kadscharen seit Beginn des 19. Jahrhunderts in wachsendem Maße ein Spielball der russischen und britischen Weltpolitik im Mittleren Osten wurde.

Es verdankte genau so wie Afghanistan künftig­hin seine Scheinexistenz als selbständiger Staat nur der Tatsache, daß sich Rußlands Bestrebungen auf dem Wege zum Persischen Golf mit denen Englands zur Flankendeckung Indiens die Waage hielten. Persiens kritische Stunde hatte daher geschlagen, als sich beide Rivalen über eine Teilung ihrer Inter­essen im Mittleren Osten einigten. Englands Bünd­nis mit Japan vom Jahre 1902 war der erste Schritt, um die Russen für ein Zusammengehen im Mittleren Osten reif zu machen. Nach den Nieder­lagen auf den Schlachtfeldern der Mandschurei im russisch-japanischen Krieg von 1904/05 und der Er-

an die Spitze der Heeresgruppe Süd gestellt. Mit den ihm unterstellten Armeen der Generale List, von Reichenau und Blaskowitz durchstieß er am 1.9.1939 in kühnem Schwung die polnischen Divi­sionen, drängte die im Süden stehenden polnischen Truppen auf die obere Weichsel und den San ab und verlegte ihnen den Weg nach Rumänien, wäh­rend die nördlichste seiner Armeen den in Posen und Pommerellen stehenden Armeen den Rückzug auf Warschau versperrte. Im Zusammenwirken mit den von Norden vorstoßenden deutschen Kräften vernichtete er hier in der den Feldzug entscheidenden großen Schlacht an der Bzura (9. bis 19.9.) den größten. Teil der polnischen Armee.

Beim Aufmarsch im Westen durchstieß er als Oberbefehlshaber der Heeresgruppe A mit seinen Armeen das schwierige, zäh verteidigte Wald- und Berggelände der Ardennen, öffnete zwischen Namur und Sedan die Maginotlinie und stieß unaufhalt- fam bis zum Kanal vor. Während Teile seiner Heeresgruppe an der Somme und Aisne nach Süden abschirmten, halfen andere Kräfte die Ein­schließung im Norden vollenden, die zur Vernich­tung oder Gefangennahme starker Teile des fran- wsischen Heeres, der belgischen Armee und des eng­lischen Expeditionskorps führte.

Für den zweiten Operationsabschnitt, die Schlacht i n Frankreich", wurden General­feldmarschall von Rundstedt diejenigen Armeen un­terstellt, die in der Mitte der Front in den entscheidenden Kampf gegen Frankreich eingriffen. Sie erzwangen zunächst in harten Kämpfen zwi­schen Reims und Rethel den Uebergang über die Aisne.und erreichten schon am 17. Juni Nevres an der Loire, das Rüstungszentrum Le Creuzot und Dijon. Nach der Einnahme von Belfort am 18.6. reichten sich die Truppen der Heeresgruppe Rund- stedt mit den über den Oberchein vorgebrochenen Truppen des damaligen Generalobersten Ritter von Leeb die Hand.

Im Kampf gegen die Bolschewisten führte Generalfeldmarschall von Rundstedt die Hee­resgruppe Süd. Aus diesen Kämpfen heben sich die Kesselschlachten von Uman und Kiew be­sonders heraus. Das wichtige Gebiet der Ukraine und der größte Teil des Donezbeckens fielen in deutsche Hand. Seit der Einstellung der Angriffs­operationen liegen die Armeen der Heeresgruppe in hartem Abwehrkampf gegen die Bolschewisten. Nach kurzem Ausspannen zur Wiederherstellung der Gesundheit steht Generalfeldmarschall von Rund- stedt heute wieder auf Befehl des Führers an ver­antwortlicher Stelle.

England ist zu schwach, um dieser Entwicklung entgegenzutreten. Es kann es sich einfach nicht mehr leisten, den sowjetischen Bundesgenossen zu ver­stimmen und muß notgedrungen Stellungen räu­men, die es noch vor kurzem zur Sicherung der üdiranischen Oelselder wie vor allem zur Flanken­deckung Indiens für unumgänglich gehalten hat. Die Einschiffung der bisher im Irak und in Südiran tationierten 10. britischen Armee nach Indien, wo diese wesentlich aus Empiretruppen bestehenden Verbände helfen sollen, die japanische Gefahr zu bannen, kennzeichnet die Zwickmühle, in der sich England befindet. Um Indien vor dem Angriff von Osten her zu sichern, muß es den Sowjets den Weg zum Persischen Golf freigeben und damit eine Poli- tik desavouieren, die, wie wir sahen, seit mehr als hundert Jahren das A und O britischer Staatskunst gewesen ist. Iran aber wird dem Bolschewismus preisgegeben. Es geht den gleichen Weg wie die baltischen Staaten im Jahre 1940. Von der mili­tärischen Kontrolle durch die Besetzung über die völlige Bolschewisierung des Landes durch brutales Abschlachten seiner auf nationale Unabhängigkeit bedachten führenden Schicht bis zur Angliederung an die Sowjetunion alsautonome iranische Sow­jetrepublik" sind es nur wenige Schritte. Die grauenvolle Blutherrschaft, die die GPU., gestützt auf die Sowjettruppen, bereits in der nördlichsten iranischen, jedoch in der Hauptsache von Türken bewohnten Provinz Aserbeidschan mit Täbris als Mittelpunkt etabliert hat, zeigt schon, welches Schicksal auch dem übrigen Iran zugedacht ist, zeigt aber auch, wie berechtigt die Sorgen sind, die man sich über diese Entwicklung in der benachbarten Türkei macht, deren östliche Flanke die Bolschewisten mit der Alleinherrschaft in Iran zu umfassen drohen.

Dr. Fr. W. Lange.

Kleine politische Nachrichten.

In Italien wurde einOrden vom Römischen Adler" gegründet. Großmeister des Ordens ist der König. Der Orden wird nur an Ausländ er verliehen, die sich um Italien verdient gemacht ha­ben. Der Orden hat fünf Klassen.

Nach einem Bericht des japanischen Hauptquar­tiers haben die japanischen Truppen südwestlich von Schanghai eine erfolgreiche Aktion gegen kommunistische chinesische Streitkräfte durchgeführk Der Gegner hatte 3800 Tote. Andere japanische Ein-

pflicht und Verantwortung.

Für rund 1,1 Millionen deutscher Junge-n und Mädel findet am Sonntag die feierliche Verpflicye tung auf Führer und Volk statt. Es handelt sich um den Jahrgang deutscher Jugend, der den Lebensab­schnitt der Kindheit abschließt und nun in einen neuen Abschnitt eintritt. Der größte Teil der Vier­zehnjährigen verläßt mit Ablauf des jetzigen Schul­jahres die Schule, um nunmehr sich dem Beruf zu­zuwenden, für den sich der Junge oder das Mädel nach Neigung, Veranlagung uno körperlicher Eig­nung entschlossen hat. Für viele begrünt das Pflicht­jahr oder der Uebergang in einen neuen Schul­abschnitt. Kurz, die Kindheitsgrenze ist überschritten, das Lehrlingsaltei' beginnt.

Das erfordert für die Vierzehnjährigen eine äußere und innere Umstellung. Von jetzt an tritt an sie Pflicht und Verantwortung in vollem Umfang heran. Sie tun den ersten Schritt auf den Weg, der zur Selbständigkeit führt. Mit der Ver­pflichtung stehen sie in der großen Gemeinschaft des Volkes, und jeder einzelne trägt die Verantwortung für fein Tun und Handeln.

Der Uebertritt in die HI. oder in den BDM. ist die erste Charakter-Bewährungsprobe, der sich der junge Mensch unterziehen muß, wenn er feinen Platz in der großen Gemeinschaft der Nation ausfüllen will. Der Sinn ihrer Berufung in die große deutsche Jugendgemeinschaft ist ihnen in den Grundbegriffen schon durch ihren Dienst im Jungvolk bekannt. Jetzt sollen sie mit vollem Bewußtsein und yitt einem entsprechenden Maß von Verantwortung in diese Gemeinschaft hineinwachsen. Ihnen soll bewußt wer» den, daß sie die künftigen Träger der Nation sind. Der Führer hat ihnen selbst seinen Namen gegeben und damit fein unerschütterliches Vertrauen zur deutschen Jugend Aum Ausdruck gegeben. Er hat ihnen aber auch große Aufgaben übertragen. Der Führer hat es einmal als das größte Wunder im Werden des neuen Deutschland bezeichnet, daß der deutsche Mensch nach all den Wirrnissen und Nöten einer dunklen deutschen Zeitepoche sich in kurzer Zeit füi? die neuen Ideen einsetzte.Aber über all dem wächst ein neuer deutscher Mensch heran".

Dieser neue deutsche Mensch ist Deutschlands Ju­gend, die sich begeistert zum Führer und zu seinem Werk bekannte und heute erst recht bekennt. Bei jeder Gelegenheit hat der Führer seinen Stolz über die Haltung der deutschen Jugend zum Ausdruck ge­bracht. Und mit stolzer Freude rief er ihnen vor wenigen Jahren zu:Wenn ich eure Blicke finde, dann weiß ich: mein Lebenskampf ist nicht um­sonst gekämpft, das Werk ist nicht umsonst getan!"

Deutschlands Jugend erkennt und begreift die Größe und den Ernst unserer Zeit. Sie weiß, daß diese Zeit von jedem einzelnen Opfer und Willens­stärken Einsatz verlangt. Denn diese Zeit entscheidet über Deutschlands Zukunft. Sie verlangt auch von der deutschen Jugend Einsatz und Bewährung. Na­tionalsozialismus kennt keine Verweichlichung, son­dern Härte in der körperlichen und geistigen Hal­tung. Heute zeigt sich, wer die Größe dieser Zelt versteht, wer in ihr steht und sie mitzugestalten be­reit ist.

Die Verpflichtung der Jugend ist keine Formsache, sie ist Symbol für die Uebertragung einer verant­wortlichen Ausgabe an die Jugend zum Besten von Volk und Vaterland. Ein Teil der Lasten, die die verantwortliche Generation unserer Zeit für das Wohl, das Leben und die Zukunft des neuen Deutschland zu tragen hat, geht fetzt auf die junge Generation über. Im Leben der germanischen Ju­gend war der Tag der weihevollste, an dem die herangewachsene männliche Jugend zum Manne er­klärt wurde. Sie erwarb damit nicht nur die Rechte der Erwachsenen, sondern übernahm einen Teil der Verantwortung der männlichen Stammesmitglieder ür die Sicherheit und die Zukunft des Stammes. Dieser feierlichen Weihe ging eine harte Bewäh­rungszeit voraus. Wer sie bestand, durfte sich zu den Besten des Stammes rechnen. Die Verpflichtung der heutigen deutschen Jugend ist ein ähnlicher Weiheakt. Er verpflichtet zur Treue gegen das Tanze. Die an sie gestellten Aufgaben werden grö­ßer und verantwortungsreicher werden. Aber jeder deutsche Junge und jedes deutsche Mädel werden ihren Stolz darin erblicken, in ihrer geistigen und körperlichen Haltung als vollwertig zu gelten. Es ist ein großer und für das künftige Leben des ein­zelnen wie des Ganzen ein bedeutsamer Schritt, den Deutschlands Jugend durch ihre Verpflichtung tut Tanz Deutschland schaut daher mit Stolz und in estem Glauben auf seine Jugend.

herleitet. Der russische Drang nach Süden, nach emem Zugang zum Persischen Golf und zum Indi­schen Ozean prallt auf das Bestreben Englands, das Landglacis vor der Nordwestgrenze Indiens unter feiner Kontrolle zu halten. Indiens Schicksalsgrenze war seit Beginn seiner Geschichte der Nordwesten gewesen. Seit grauer Vorzeit sind trotz der Schwierigkeiten, die hohe Gebirge und unwirtliche Hochebenen großen Heereszügen in den Weg legten, alle fremden Eindringlinge über die Gebirgspässe des Nordwestens in das Pandschab hinabgestiegen und haben Indien erobert: Draoiden und Arier, Griechen und Jranier, Hunnen, Araber, Afghanen, Türken und Mongolen. Erst die europäischen Mächte der neueren Zeit, Portugiesen, Franzosen und Eng­länder, waren von der See her gekommen. Der Vormarsch des russischen Imperialismus in Vorder- Asien fand also begreiflicherweise die größte Auf­merksamkeit Englands. Seine Politik der Erhaltung des Türkischen Reiches, die das ganze vorige Jahr­hundert beherrscht hat, will auch in diesem Licht gesehen werden. Sie zielte nicht nur daraus ab, Rußland vom Mittelmeer fernzuhalten, sondern sollte auch Indien von den europäischen Mächten isolieren. Sie genügte aber nicht mehr, um den russischen Vorstoß beiderseits des Kaspischen Meeres ju paralysieren. Ein 1876 mit Belutschistan geschlos­senes Schutzbündnis gestattete den Briten die Be­setzung von Quetta und des Bolan-Pasfes, womit einem russischen Vormarsch durch Afghanistan in die Indus-Ebene ein Riegel vorgeschoben wurde. Die bis 1887 vollendete Unterwerfung ganz Belut­schistans erweiterte diesen Sperriegel auch gegen Iran. In der Folge entstand hier trotz des Ge­birgscharakters der Grenzprovinzen ein strategisches Bahnnetz als Gegenstück zu den Militärbahnen, die Rußland in seinen eroberten Gebieten bis Merv vorgetrieben hatte. Afghanistan blieb die gefähr­lichste Reibungsfläche zwischen Rußland und Eng­land, ja 1885 wäre es um ein Haar zum Kriege gekommen, wenn nicht England damals ohne Bun­desgenossen und durch den Krieg gegen den Mahdi im Sudan engagiert gewesen märe. So kam es zu einem Kompromiß über die afghanische Nordwest, grenze, wie sie noch heute besteht. Der russisch­britische Gegensatz verlagerte sich indessen nun nach Dsten und Westen. Nach Osten zu begannen die Russen 1892 mit der Eroberung des Pamir-Hoch- landes, während die Briten, die feit 1881 die Nord- grenze nach Kaschmir vorgeschoben hatten, 1895 drei afghanische Grenzprovinzen sich einverleibten, 1901 Kafiri'stan mit den übrigen Landschaften zur Nord- west-Grenzprovinz vereinigten und schließlich 1904 durch eine Militärexpedition nach Lhasa den Prie­sterstaat Tibet dem britischen Einfluß öffneten. Nach Westen wurde um die gleiche Zeit Iran und der Persische Golf der Schauplatz des russisch-britischen Ringens.

wurde er als Hauptmann in den General- stad versetzt. Im Weltkrieg war er zuerst Erster Generalstabsoffizier der 22. Reservedivision, bei Kriegsende Chef des Generalstabes des XV. AK. 1923 übernahm er als Regimentskommandeur das

Berlin, 21. März. (DNB.) Generalfeldmarfchall v. Rundstedt kann am 22. März auf eine 50jährige Dienstzeit als Offizier zurück­blicken. Er ist am 12. 12. 1875 in Aschersleben als Sohn eines Offiziers geboren. Nachdem er das Realgymnasium in Frankfurt a. M. besucht hatte, wurde er Kadett in Dranienftein und Lichterfelde und kam am 22. 3. 1892 als Portepee­fähnrich zum Snfanterieregimet 83 in Kassel.