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Gewerkschaftler. Vermöge seiner sozialen Stellung wurde er nach Moskau geschickt. Er hat es fertig gebracht, die Hoffnung auf Stalin in Churchill zu erhalten und tatsächlich Stalin bewogen, seine Rüstungen gegen Europa anzusetzen. Nach Eng­land zurückgekehrt, betrieb Cripps eine nicht un­geschickte Agitation für den Bolschewismus, die ihm erleichtert wurde durch die Wühltätigkeit der mit ihm von Moskau gekommenen sowjetrussischen Ge- werkschaftsmisfion. Ein portugiesischer Offizier, der kürzlich aus London zurückkehrte, erzählt, wie aus Genf gemeldet wird, die bolschewistische Propaganda in England habe in den letzten Wochen einen nicht für möglich gehaltenen Aufschwung genommen, nach dem Besuch der moskowitlschen Bolschewisten habe man ein rapides Ansteigen der bolschewistischen Propaganda in allen Arbeitertreisen feststellen können. Und Cripps tat das Seinige, um die bol­schewistische Agitation in anderen Schichten Eng­lands zu entfachen.

Iud M a i s k y, der Botschafter Stalins in Lon­don, eröffnete die erste Nummer einer sowjetischen Wochenzeitschrift, die jetzt erscheint und sich an die Intellektuellen wendet. DerManchester Guardian" enweckte, daß der Westen Europas, vulgo England, Liner Auffrischung durch den Osten bedürfte. Die Londoner Börsianer planen, in den Hallen der Plu- tvkratie Stalin ein Denkmal zu errichten, und der Erzbischof von Jork plädierte für einen englischen Bolschewismus auf christlicher Grundlage, was gleichbedeutend wäre mit einer Mischung von Feuer Und Wasser. So wurde die bisherige Ordnung Eng­lands unterwühlt, und Sir Stafford Cripps hielt Unzählige Reden, in denen er verkündete, England pnd der Bolschewismus müßten sich angleichen. Es fei die letzte Minute dafür, denn sonst sei es zu spät, Und überdies werde nach einem vorausgesetzten Siege Stalin in Berlin sitzen, womit des. Außen­ministers Eden unverschämte Lüge, er habe mit Stalin gar nicht Derartiges besprochen, von dem jetzigen Minister Cripps offiziell als solche hingestellt zvorven ist.

Cripps hat eine einzige Chance oder vielmehr Hoffnung, den Bolschewismus siegen zu sehen, näm- Uch, daß Stalin und seine Horden im kommenden Frühjahr nicht vom Führer und seinen europäischen Alliierten geschlagen werden. Wir wollen abwarten, wo Stalin, wo Churchill, wo Cripps, Attlee und Konsorten in einigen Monaten sein werden. Denn das Schwert der Mächte des Dreierpaktes hat den Zusammensturz der alten politischen und gesellschaft- ßichen Ordnung Englands und des Empires bereits erelcht. Daher wohl die jetzige englische Kabinetts­umbildung nach der radikalen Seite hin! Die Tat per Soldaten oes Dreierpaktes ist aber das Pri­märe, und die Cripps und Genossen sind die Leid­tragenden. Das wird so bleiben, bis ihnen der Atem üusgeht.

Churchill hat jetzt feine Konservativen abgesägt und die englischen Bolschewisten ausgenommen, die aber aus persönlichem Ehrgeiz und auf Stalins Befehl größere Hoffnungen hegen, als sie Churchill für berechtigt erklären möchte. Ihr Ziel ist, über kurz oder lang Churchill endgültig zu entfernen und die Bolschewisieruna Englands nach Stalins Ge­heiß zu vollenden. Das heißt den Verfall, den letz­ten Schritt zum endgültigen Abgrund. Der Kata- strophenpolitiker Churchill steht vor der letzten Kata­strophe, in der Cripps und Atlee auch formal das Heft in die Hand nehmen und dem alten England das Ende mit Schrecken bereiten werden, das jeder Wann auf der Insel fühlt. Aber es ist bezeichnend: Äls politisch und moralisch längst ErlediAer führt Churchill diesen Bluff der Kabinettsänderung durch jbter, was eigentlich geschichtlicher ist, er ist ge­zwungen woroen, ihn durchzuführen, um die Kata- Prophenpolitik, die am 3. September 1939 begann, Elülttg bis zum bitteren Ende zu führen. Schnei- i(g London es sich träumen ließ, wird das Wort Führers in Erfüllung gehen:lieber Deutsch- kommt der Bolschewismus nicht. Wer ob er dicht England trifft, das ist eine Frage ..."

Reichsminister Dr. Goebbels vor den Propagandisten.

Berlin, 20. Febr. . (DNB.) Die Leiter der Neichspropagandaämter und die Reichs- und Stoß- itruppredner der Partei versammelten sich am 19. und 20. Februar In Berlin zu einer Arbeits­tagung. Im Mittelpunkt der Tagung stand eine programmatische Rede von Reichsminister Dr. Goebbels. Der Minister gab den für die ge­samte Propaganda der Partei und des Staates ver- antwortlichen Männern einen umfassenden lieber» ihlick über die politische und militärische Lage des Reiches. Unter Hinweis auf die besondere Wichtig- leit ihrer Tätigkeit in Deutschlands entscheidendem Schicksalskampf forderte Dr. Goebbels die Propa­gandisten zu stärkster Arbeit im Dienste von Volk Änd ötant auf. Wie in der Kampfzeit müßten sie dem deuffchen Volk, das vertrauensvoll hinter feiner Führung stehe, über alle Probleme offen und nuch- itern Rechenschaft ablegen und ihm darüber hinaus »hei der Ueberwindung von Schwierigkeiten Hel- jfeni) zur Seite stehen. Optimistischer Realismus in Verbindung mit begeisterter Einsatzbereitschaft müsse ms Parole des polittschen Kämpfers des Führers jein und bleiben.

Eins große Anzahl führender Männer entwickelte 9m Rahmen der Arbeitstagung die sich in ihrem Mirkungsbereich ergebenden besonderen Probleme. Sv gab Reichsminister Funk einen Ueberblick über tzsie wirtschaftliche Lage. Die Staatssekretäre Esser, Kacke und Kleinmann sowie eine Reihe wei- HSer Persönlichkeiten aus Partei, Staat, Wehr- ßnacht und Wirtschaft ergriffen das Wort zu länge- Ken Ausführungen über Fragen ihres Aufgaben» foeQes.

Reichsverweser-Stellvertretcr Stefan von Horthy.

Berlin, 20. Februar. (DNB.) Wie bereits ge. Mettet, wurde am Donnerstag von beiden Häusern Kes unaarischen Reichstages Stefan von Horthy piwch Zuruf zum Reichsverwefer-Stellvertteter ge. Kvahlt.

Stefan von Horthy ist der älteste Sohn des Mchsverwesers Nikolaus von Horthy, dessen staats. Mänmsches Geschick und kluge politische Führung Ungarn mit in die Reihe ter europäischen Orte pungsftaaten stellte. Der neue stellvertretende Reichs- Perweser Stefan von Horthy wurde 1904 in Pola geboren und bestand an ter Universität Budapest ferne Ingenieurprüfung. Nachdem er den Posten eines Direktors bei den Staatlichen Stahlwerken Kmegehabt hatte, wurde er 1940 Präsident der un. Herrischen Eisenbahnen, wobei er seine Fädigkeiten als Organffator und Sachverständiger auf diesem Gebiet unter Beweis stellen konnte. 1940 trat er im das Oberhaus ein und teftrm 1941 den Mel smss UnterstaatsftkpM^

Moiore laufen trotz Schnee und Eis

Schnette Truppen kämpfen gegen einen neuen Feind

Von Hauptmann von Witzleben, Oberkommando des Heeres.

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dröhnend in sich zusammen. Aus seinen Trümmern kriecht knatternd ein Panzer hervor. Dort drüben

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aber verschwindet ein ganzes Tannenwäldchen spuk- vielen Monaten gemeinsamen Kampfes ein Karne, fofes Land zu

haft im Nichts, ist auf einmal ein wimmelndes rod gemorben ist, aufgeben zu müssen. Das Be> Hochmut,3U y

Durcheinander von ratternden, qualmenden Pan- wußtsein, auf dich, auf dein Fahrzeug, auf deinen gefeit eint fra

zern, Schützenpanzerwagen und Gefechtsfahrzeugen Motor kommt es an, spornen ihn aufs neue zu Harschast um) aJ -rr or-i s.1- n j. ..n_______r-a -11 t-AA-ri n-ixx. _____rci- ÄsX-fi- Uli

aller Art, die sich in erstaunlicher Schnelligkeit

Oer japanische Vormarsch auf Sumatra.

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geht, nach anderen Lieferanten umfehen delsschiff wurden aufgebracht. Ein feindlicher I rineslugzeugtenter wurde versenkt.

Gelehrten sind sich nicht darüber einig, wie-

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den betreffenden Regierungen. Seit -er Weltwirt- pt J

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Kälte melden kann: Fahrzeug kampfbereit!

so gut es müssen.

Tokio, 20. Febr. (Europapreß.) Die japanische Marineluftwaffe bombardierte, wie das kaiserlich-

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einen Massenangris (Java) durch, wobei 1 _ _ _ ,

abgeschofsen und im Hafen fünf Zerstörer

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ordnen und davonrollen.

Wie ist das nur möglich? In weniger als einer halben Stunde ist die Kampfgruppe marschbereit. Nur der Soldat selbst, der Kraftfahrer, jeder Mann

höchster Leistung gegen Eis und Kälte an, so daß er auch in diesen schweren Monaten ter winterlichen

)chn durch Bi oft beschädigt. Men sich ein. Mi Zerstörer, N wurde. der legt die 1 Mlierbericht- egen den völ! en und Amerii es hospltalft Mossen. Der c amtliche zur wtionierten ?

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aber auch feine Stellung als Lieferant für die Welt­märkte erschwert haben. DerNationalismus" gegen das Mutterland war bei. ter Arbeiterpartei umso schärfer, als sie allmählich zur politischen Organi­sation ter etwa 1,5 Millionen katholischer Iren

berj lotlo, 20.

zu ihren Stützpunkten zurück.

Heue Erfolge der japanischen Marinelustwaffe.

Japans Kampfflieger über Lava.

73 feindliche Flugzeuge vernichtet.

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Australien Land in der Krise.

Tragödie einer Politik der Halbheiten und der Kurzsichtigkeit.

Von Prof. Karl Heinz Pfeffer.

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schwerstens beschädigt wurden.

Andere Einheiten der Marineluftwaffe zerstörten am 17. Februar bei einem Angriff auf Koepana, der Hauptstadt Niederländisch-Tirnors, zwanzig militärische Gebäude. Ein Handelsschiff, von 3000 BRT. wurde versenkt.

der Besatzung bis hinauf zum Kommandeur weiß, welch unaufhörlicher Vorarbeiten und ständiger Ueberwachung es bedarf, den Verband trotz aller Witterungsunbilden zu jeder befohlenen Zeit ein­satzbereit zu halten. Diese unermüdliche Sorge um zeitraubende Kleinarbeit gehört zum täglichen Brot jedes einzelnen Soldaten.

Die geheizten Fahrzeughallen der Heimat gibt es hier nicht! Jede Wärmemöglichkeit für die Kraft- Vage 0 muß mühsam gesucht und geschaffen werten. Mit dicken, selbstgeflochtenen Strohmatten wird bas ganze Fahrzeug, hauptsächlich der Motor innen und außen, eingedeckt. Ganze Strohberge werten, wenn Stroh irgendwoher zu beschaffen ist, darauf ge­türmt, die gleichzeitig zur Tarnung dienend

Da! Das ist dock; Zauberwerk! Riesige Stroh- mieten beginnen plötzlich zu zittern und zu qual­men; sie bewegen sich schwerfällig und geisterhaft, brechen auseinander, und heraus schälen sich die Panzerkolosse, drohend und schwer. Dort, wo eben

kann den Befehl zu einem neuen Einsatz bringen, wenn die Sowjets wieder irgendwo gegen die Ver­teidigungsstellungen der Infanterie anstürmen und sie tun es oft genug. Höchste Alarmbereit­schaft ist befohlen. Doch in den weitverstreuten Un­ter fünften der Kampfgruppe, die sich in alten ver­fallenen Sowjetkaten einquartiert hat, ist alles ruhig. Von den Kraftfahrzeugen ist nichts zu sehen. Da klingt helles Motorengeknatter auf. Ein Krad­fahrer fegt auf der morgens von den Soldaten der Kampfgruppe mühsam freigeschaufelten Straße im schärfsten Tempo heran, hält vor dem Gefechtsstand des Kamvfgruppenführers und springt hinein. Der Einsatzbefehl!Die Kampfgruppe wird zum Gegen­stoß in die rechte Flanke des im Nachbarabfchnitt mit starken Kräften angreifenden Gegners angesetzt. Sofort antreten!"

Wo eben noch lastende Stille war, gellen plötz­lich Pfiffe, ertönen Kommandos. Die Soldaten rennen an ihre Fahrzeuge, sitzen auf. Dazwischen dröhnt, alles übertönend, das dumpfe Knattern anspringender Motore. Ader wo sind die Fahr­zeuge nur?

Bei Operationen in den Gewässern Suma - ? tr a s kaperten Marineeinheiten einen englischen U-Boot-Jäger sowie ein Minenräum­boot. Je ein englisches und ein holländisches Hom ............ ? Ma«

japanische «Hauptquartier am Freitagabend mitteiÜ. am Donnerstag die Stadt Bandoang auf Java. Dabei wurden insgesamt 19 nordamenkanische und holländische Flugzeuge abgeschossen oder am Boden zerstört. Damit hat die japanische Marineluftwaffe am Donnerstag insgesamt 46 nordamerikanische und j; holländische Flugzeuge abgeschossen. Zwei der eige- ',,

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Tokio, 21. Februar. (DNB. Funkspruch.) Das Jhrineluftoafji Kaiserliche Hauptquartier gibt bekannt: Flugzeuge Uen Stützpunkt der japanischen Marine führten am 18. Februar ftschen ch einen Massenangriff auf Soerabaya " ~ (Java) durch, wobei 13 USA. -Maschinen

wurde, die sich gefühlsmäßig nicht an England ge­bunden fühlen.

Aus dem Kampf um den Arbeitsplatz des irischen oder britischen freien Einwanderers ergab sich sofort die Haltung der australischen Arbeiterbewegung zur Einwanderungssvage. Sie gleicht bis heute der be< kannten Abwehrhaltung in einem Eisenbahnabteil, mit der alle eben Zugestiegenen jedem Neuankömm­ling feindlich gegenüberstehen. Man hatte bas ameri­kanische Beispiel vor Augen und wollte nicht wie in Amerika die Lohne durch eine fremde Unterwande­rung drücken lassen. So wehrte sich die australische Arbeiterbewegung geaen die Chineseneinwanderung, so erzwang sie den Abtransport der melanesischen Plantagenkulis, die schon die Zuckerpflanzer Queens­lands durch sehr zweifelhafte Mittel von den Süte feeinseln geholt hatten. So setzte sie 1902 ein Gesetz durch, das jede Einwanderung von einerBildungs­prüfung" abhängig machte. Bei dieser Prüfung er­hält der Ankömmling ein Diktat in einer euro­päischen Sprache, die nach Belieben ausgewählt werden kann. Praktisch wird mit diesem Mittel jed- asiatische Einwanderung unterbunden. Gegen die Einwanderung von Südeuropäern nach der Ab­schließung der Vereinigten Staaten nach dem ersten Weltkrieg wandte sich Australien durch Abreden mit

noch eine alte Bretterhütte stand, klafft eia Riesen­loch in der Holzwand nein, fällt die ganze Vor­derfront Zusammen, niedergewalzt von einem Pan­zer, der friedlich und warm in der Hütte versteckt war. Ein liebevoll geschichteter Holzstoß bricht

Berlin, 20. Februar. (DNB.) Die japanischen Streitkräfte auf Sumatra werden fortlaufend verstärkt. Das von ten Japanern besetzte Gebiet umfaßt heute schon einen großen Teil des bedeuten­den Palendanger Oeldi striktes zwischen Djambi und Palembana. Dieser Distrikt ist gleich­zeitig das reichste Kautschukgebiet ganz Sumatras. Die bei Palembang befindlichen beiden Oelraffine- rien sind vom Feinde beim Abzug schwer beschädigt worden, jedoch nimmt man auf japanischer Seite an, daß die Wiedevinbetriebnahme schon in kurzer Zeit möglich sein wird.

Inzwischen rücken die Japaner von Palembang weiter vor, sie haben mit stärkeren Verbänden be­reits die Ausläufer des Barisan-Gebirges in Süte west-Sumatra erreicht.

Die Insel Sumatra enffpricht annähernd der Größe Schwedens. Die Bevölkerung zählt 8)4 Millionen Einwohner, fast ausschließlich Ma­laien, die den Japanern nicht feindselig gesinnt sind. Wirtschaftlich ist Sumatra von großer Be­deutung als Lieferant von Erdöl, Zinn, Tabak, Kautschuk, Bauxit, Palmöl und Sisalhanf. Die Del- Produktion im Jahre 1939 betrug 5,3 Millionen Tonnen. Das ^Sumatraöl eignet sich gut für die Herstellung von Benzin, insbesondere von Flieaer- benzin. Die auf den Sumatra vorgelagerten Inseln Banka, Biliton und Singkep betriebene Zinnförde­rung ist so erheblich, daß Japan nach Inbesitz­nahme der Zinnvorkommen Sumatras zusammen mit dem Zinn von Malakka, Indochina und Thai­land über rund 70 v. H. der Welterzeugung ner­vigen würde. Auch die Bauritvorkommen auf Su­matra, besonders auf der Insel Bintang im Riouw- Archipel, sind mit 230 000 Tonnen Iahressörderung sehr erheblich. Bauxit ist für die Flugzeugherstellung ein wichtiger Grundstoff. Zum Schluß sei noch er­wähnt, daß Sumatra nach Malakka das wichtigste Kautschukerzeugungsgebict der Erde ist. Die Kaut­schukausfuhr belief sich 1940 auf rund 310 000 Ton-

viel mehr Menschen Äustrallen auf seinem Boden ernähren kann. Sie find sich aber wohl darüber einig, daß Australien mehr als die jetzigen 7 Mil- honen Einwohner auf seinen 7,7 Millionen Quadrat­kilometer tragen kann. Wenn der australische Mi­nisterpräsident 20 Millionen hn Lande hinter sich wußte, wäre ihm wahrscheinlich im Augenblick wohler.

Aber gerate die Partei Curtins, tee australische Arbeiterpartei, hat rabiat an einerWeißaustra- lienpolitik" festgehalten, die In Wahrheit nicht ein­mal eineBrittsch-Australien-Politik", sondern eine Australisch-Australlen-Politik" war. Die australifche Arbeiterpartei trug ursprünglich den Widerstand der neu eingewanderten Goldgräber, Industriearbeiter und bäuerlichen Landsucher gegen die Sträflings- wirtschaft, mit der die Kolonien begonnen hatten, gegen ein sich anbahnendes Plantagensystem mit Kuliarbeit, gegen eine Herrenschicht, die nur ein koloniales England im jüngsten Erdteil errichten wollte. Don diesem sozialen Ursprung aus wurde sie dannnationalfftisch" im Gegensatz zu denim- periallstischen" bürgerlichen Parteien, für die im vergangenen Jahre ter damalige Ministerpräsident Menzies sprach. Ihr lag nichts an hohen Verdien, ften für die australische landwirtschaftliche Ausfuhr, die ja doch nur wenigen Schafzuchtern, Farmern oder Zuckerpflanzery zugute gekommen wären. Ihr lag aber alles an einer Sicherung der Arbeitsplätze für ihre Anhänger. So drückte sie im Jahre 1907 für das Hanze Gebiet des australischen Buntes

Die Ankündigungen und Voraussagen unserer Gegner, daß die gefürchteten blitzschnellen Be­wegungen der deutschen motorisierten Verbände dem General Winter" und der russischen Kälte nun­mehr sicher und endgültig erliegen würden, sind nicht eingetroffen. Aus den Meldungen vom Ab- : wehrkamps im Osten künden knappe Sätze immer wieder von Unternehmungen motorisierter Kräfte an den verschiedensten Stellen der unendlich langen : Ostfront, die trotz schwierigster Schneeverhältnisse und grimmiger Kälte erfolgreich durchgeführt wur- den. Welches Uebermaß an menschlicher und tech­nischer Leistung sich hinter diesen kurzen Worten oeroirgt, vermögen in der Heimat nur wenige zu ermessen. Nur der, der selbst einmal in Deutschland eine richtige Winterfahrt sei. es m der Luxus- limouflne, im Lastkraftwagen oder auf dem Kraft­rad bei zwanzig bis dreißig Grad Kälte in Schnee und Eis miterlebt hat, kann sich eine unge« ähre aber wirklich nur ungefähre Vorstellung von dem machen, was unsere Schnellen Truppen geaenwärtig im Osten vollbringen. Der technisch un- geschulte Laie aber, der zu Hause am warmen Ofen von dem Abwehrkampf unserer Soldaten in den winterlichen Weiten der Sowjetunion lieft und hort, macht sich kaum ein zutreffendes Bild von den Schwierigkeiten, die es hier tagtäglich zu über­winden gilt, um den Motor, das Herz des Fahr­zeuges und damit die Triebfeder jeder motorisier­ten Bewegung auch in Eis und Schnee beweglich zu erhalten.

Nicht die allgemein umfassenden Fragen der Win­terbeweglichkeit motorisierter Verbände, nicht die lebenswichtigen Maßnahmen für den reibungslosen Nachschub an Betriebsstoff und Ersatzteilen, für die pünktliche Versorgung mit Munition, Verpflegung, Bekleidung und Gerat, die Vorbedingung für den Erfolg einer beweglichen Kampfführung und eines überraschenden und schnellen Einsatzes dieser Ver­bände sind, sollen hier erörtert werden. Tausendfach und immer wieder neue Schwierigkeiten und Tücken des östtichen Winters gilt es zu bekämpfen und ihnen mit immer wieder anderen Mitteln und Maß- nahmen, einem ständigen System der Aushilfen, zu begegnen.

Wo auch immer motorisierte Einheiten, Panzer- pähtrupps, Panzerkampfwagen, Schützen und Krad- chützen, kurz, alle vom Motor abhängigen Truppen in Schnee, Eis und Kälte der Ostfront marschieren und kämpfen, trägt ebenso wie der kämpfende Sol­dat und sein Kraftfahrzeug auch der Kraftfahrer zu einem entscheidenden Teil zur erfolgreichen Durch- ührung der Kampfaufträge bei. Die stille, kaum beachtete Arbeit jedes einzelnen Fahrers eines Kampf- oder Troßfahrzeuges, der in unerschütter- lichem Derantwortungsbewußtsein Tag und Nacht trotz Kälte und Schnee nichts als die unermüdliche Sorge für die Einsatzbereitschaft des ihm anver- trauten Fahrzeuges kennt, ist groß und höchster Achtung wert.

Der Herrenfahrer in der Heimat weiß noch aus der Friedenszeit, daß fein lange Zeit unbenütztes Auto besonders aufmerksamer und liebevoller Be­handlung bedarf, um es wieder startbereit zu machen vor allem aber In der kalten Jahreszeit! Wie einfach aber war es im Frieden letzten Endes 1 ür ihn an Hand eingehender Vorschriften über die Winterbehandlung von Krafffahrzeugen, mit Hilfe des Autoschlossers und den zahlreichen Hilfsmitteln, die daheim zur Verfügung stehen, den Wagen in kurzer Zeit wieder in Gang zu bringen. Wie hilflos aber stünde er neben feinem Wagen in Schnee und Eis bei 'dreißig Grad Kälte einsam und verlassen in der weiten russischen Ebene ohne geheizte Ga­vage, ohne heißes Wasser und ohne Mechaniker!

Da steht irgendwo an einer der Nachschubstraßen im Osten ein Lastkraftwagen, der infolge eines leichten Motorschadens liegengeblieben rst. Ein chneidender Wind pfeift über die weiße, weite Ebene mb begräbt das verlassene Fahrzeug langsam, aber icher rm wirbelnden Schnee, bis dann plötzlich als besonderer Gkücksfall hilfsbereite Kameraten, vielleicht sogar ein Instandsetzun astrupv, erscheinen und michel'fen, den Wagen wieoer flottzumachen. Sind keine Möglichkeiten zum Abschleppen und zur Instandsetzung in rückwärtigen Werkstätten vor. Händen und diese Möglichkeiten sind bet den riesigen Entfernungen äußerst selten, dann darf nichts unversucht bleiben, den Schaden an Ort und Stelle zu beheben. Der Krafffahrer hat in den langen Monaten des Feldzuges gegen die Sowjet- Union meist auf sich allein, auf fein technisches Können und feine Findigkeit angewiesen gelernt, welche Mittel zum Ziele führen.

Ein häufiges Bild auf ten verschneiten sowjeti­schen Straßen sind heute unter liegengebliebenen und eingefrorenen Kraftfahrzeugen aller Art lo­dernde und qualmende Feuer, die durch Putzwolle, Stroh, Holz, Ben^zin und Schweröl genährt, das steifgefrorene Del, den eiskalten Motor und feine spröde gewordenen Teile erwärmen und wieder bweglich machen sollen. Es nützt nichts, enffetzt aus. prüfen: Welch barbarische Behandlung! Sie ist hier oft die einzige Hilfe, um einen Panzer, einen Last, kraftwagen oder ein anderes Kraftfahrzeug wieder fahrbereit zu machen. Das ist aber letzten Endes die Hauptsache!

Das gleiche Feuer dient bann .zum Austauen von Schnee in einem alten Benzinkanister, um als Kühl­wasser mitunter sogar als Säureersatz für die Batterie Verwendung zu finden. Bei dreißig Grad Kälte im eisigen Wind, ohne Schutz und Deckung einen Fehler am Motor zu suchen, einen Reifen zu wechseln oder einen Reifenschaden zu be- heben, ist kein Vergnügen. Immer wieder müssen die erftarrenten Hände, die gefühllos an dem eis- kalten Metall hängenbleiben, und die steifgewortek nen Glieder durch Bewegung oder am Feuer duf- getaut und geschmeidig gemacht wkrden. Aber es wird geschafft. Und dann werden Räder und Fahr, gestell vom zusammengewehten Schnee freigeschaufelt, kräftige Soldatenfäuste wuchten an der Kurbel, packen hart zu, schieben, zerren, schleppen, bis trotz der eisi­gen Kälte der Schweiß von den Gesichtem perlt. Oder ein vorgespannter Lastkraftwagen schleppt das Fahrzeug über die oft spiegelglatt vereiste Straße, bis ter Motor endlich, endlich anfpringt. Welches Freudengeheul ertönt, wenn die elften knallenden Fehlzündungen das langsam wieder erwachende Le» ten des Motors künden, wenn erwieder einen Ton sagt".

Da liegt irgendwo in einem Abschnitt der riesigen Front im Osten die Kampfgruppe einer Panzer­division. Seit Wochen schwankt die Temperatur zwischen zwanzig und vierzig Grad Kälte. Im heu°

für eine wärmende Unterbringung zu schaffen, eine ü0U Schneeberge oder dichte Reisighaufen halten, wenn M nichts anderes zur Verfügung steht, die Kälte ab. kinhV.^siheln Und doch genügt dies alles noch nicht, um den stures Wn Motor für lange Zeit warm zu halten. Immer hm WFli i wieder muß in kurzen Zeitabständen heißes Was, Men um|ns feil fer auf gefüllt, das Del erwärmt, der Motor ge« 4uHn e|gen startet und bewegt werden. Wenn ter Gegner in [tralien nu!

den kalten Nächten des Dftminters schon einmal oerl)i^erie ,ins & Zeit zum Schlafen läßt, dann fft es die Kälte, welche die Fahrer alle Stunde zu ihrem Wagen an eine 1 treibt, um ten Motor anspringen und warmlaufen nach 3aPan zu lassen, damit er bis zum Morgen nicht völlig bas u eingefroren ist. Md Japan ni

Soldat und Motor verwachsen hier .zu famerab. M, Ini N* f. schaftlicher Gemeinschaft. Nichts ist schmerzlicher für (ernte W® ' den Kraftfahrer, als sein Fahrzeug, das ihm in den Europa_

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Bei einem Angriff japanischer Kampfflugzeuge auf den Flugplatz von B u i t e n 3 0 r g auf Java wurden, wie bas kaiserlich-japanische Hauptquartier betanntgibt, 27 nordamerikanische und niederlän­dische Flugzeuge teils ab-gescbossen, teils am Boden zerstört. Die japanischen Maschinen kehrten sämtlich

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