WZ
ege zum Bolschewismus
England auf dem
Oer Bolschewik Eripps ist der große Mann der Engländer
lgung
tleberraschungen dieses Krieges.
irche ge>
vollsten Stützpunkte m Ostasien verloren Haven. Die „Ostasienkenner" der USA. wollten ja mit Hilfe der „unerschöpflichen" Finanzmittel des Großkapitals nicht nur Japan aus feiner weltgeschichtlichen Stellung verdrängen, sondern die volle Kontrolle über den ostasiatischen Markt erlangen, die japanische Währung erschüttern, die „kleinen Japse" aus China herauswerfen und von hier aus mit Hilfe Englands ein W e l t m o n o p o l errichten, das sich im Ergebnis selbstverständlich auch gegen Großbritannien richten würde. Alle diese Schlagworte, wie sie vor kurzem noch von der nordamerikanischen Zeitschrift „Fortune" formuliert wurden, haben keine Gültigkeit mehr. Die weltbeherrschende Macht der englischen und nordamerikanischen Flotte wurde im Perlenhafen von H a w a i, an der Westküste von M a - l a y a durch die Kapitulation von Singapur und durch die Seekriegführung der Achsenmächte im Atlantik, im Mittelmeer sowie vor allem infolge der völligen Beherrschung des europäischen Kontinents durch die Achse zu Grabe getragen. Das Geschäft, das man sich in Neuyork in der Sitzung vom 29. April 1940 versprach, droht zu einer Katastrophe zu werden, die auf die innere Struktur Nordamerikas sich außerordentlich folgenschwer auswirken dürfte: von England gar nicht zu sprechen, das ferne letzten Hoffnungen in Singapur zu Grabe getragen hat.
Stockholm, 20 Febr. (DNB.) Die Berufung von Sir Stafford Cripps ins Kriegskabinett werde in Washington mit B e f r i e d i - •* - 2 ausgenommen, schreibt „New Uork Times". Die Berufung, so unterstreicht das Blatt nachdrücklich, stehe im Zusammenhang mit der Forderung Moskaus, daß die Sowjetunion nach dem Kriege in Europa volle Freiheit erhalten solle.
beiben Flügeln stand. Hinzu, kam, daß Roosevelt — und mit ihm Churchill — Schüler jenes Marine-
Oer Wehrmachtberichi.
DNV. Ausdem Führerhauptquartier, 20. Febr. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Im Osten hatte der Feind bei erfolglosen Angriffen wiederum hohe blutige Verluste. Im mittleren Frontabschnitt scheiterten erneute Ausbruchsversuche der eingeschlossenen feindlichen kräftegruppe.
In den Kämpfen des 18. und 19. Februar wurden 79felndlichePanzer vernichtet oder er- beutet. Die sowjetische Luftwaffe verlor gestern 39 Flugzeuge. Vier eigene Flugzeuge werden vermißt.
In Nvrdafrika keine größeren Kampfhandlungen. Deutsche Kampffliegerkraste griffen trotz schwieriger Wetterlage motorisierte Abteilungen in der östlichen Lyrenaika erfolgreich an.
Einzelne britische Vomber flogen in der vergangenen Nacht m:t geringer Lindringtiese nach Westdeutschland ein.
billigt werde. Reuter rechnet da mit einer unwahrscheinlichen Vergeßlichkeit und Gutgläubigkeit der englischen Bevölkerung. Sollte diese wirklich vergessen haben, daß Stalin über eine halbe Million orthodoxer Priester und Mönche ermorden ließ, daß alle Kirchen der Sowjetunion in Kinotheater, Autoreparaturwerkstätten oder sogar Pferdeställe verwandelt wurden? Die Reutermeldung beweist jedenfalls das Bemühen der jüdischen Schreiberlinge Churchills, den blutigen Kremlgewaltigen als frommen Beschützer der Christenheit hinzu stellen.
Das wäre lächerlich, wenn es nicht Methode hätte.
unberechenbarer Geschehnisse ist, sobald er das S'L- nal gegeben hat. Rückständige Kriegsämter, schwache, unfähige oder anmaßliche Führer, unzuverlässige Verbündete, feindlich gesinnte Neutrale, widriges Glück, böse Ueberraschungen, gewaltige Fehlrechnungen — das alles setzt sich rund um den Rats- tisch." — Heute verrät der Enkel eines Marlborough England an den Bolschewismus, nur um seine Katastrophenpolitik im Unterhaus ungehindert fortsetzen zu können.
Dolfchew k Cripps 6e m König zu Aast.
Stockholm, 20. Februar. (DNB.) Wie Reuter meldet, wurde der Exponent des Bolschewismus in England, Stafford Cripps, am Donnerstag vom König im Buckingham-Palast in Audienz empfangen. Anschließend durfte er im Kreis der königlichen Familie das Mittagessen einnehmen. Als Grund für diese hohe Ehre wurde die Beendigung seiner Botschaftermission in Moskau angegeben. Es ist jedoch auffallend und bezeichnend für die gegenwärtige heikle Situation in England, daß der Empfang bei Hofe zeitlich mit der Aufnahme dieses Stalin-Agenten in die Regierung zusammenfiel.
Washington befriedigt.
— Churchill als Wegbereiter.
So berichtet das Blatt des portugiesischen Kardinalpatriarchen „Noviddes" unter der Ueberschrift „Ueberraschungen dieses Krieges" von einer kürzlich in der Londoner Albert Hall veranstalteten Manifestation, bei der in Anwesenheit des Erzbischofs von Canterbury und des Kardinals Hinsley zum erstenmal die Fahnen mit Hammer und Sichel vor dem christlichen Kreuz gesenkt worden seien. „Sollte die Geste in der Albert Hall mehr als ein Höflichkeitsakt gewesen sein?" fragt das portugiesische Blatt mit dem Hinweis, daß an jenem Tage ganz England geflaggt habe, die Sowjetfahne aber vorherrsche.
Auch die schwedische Kirchenzeitung „Goeteborgs Stiftstiüning" wundert sich über die seltsame Ein* stellung der englischen Kirchenfürsten. „Wenn die Deutschen nicht Norwegen besetzt hätten, so wäre unser Land heute Kriegsschauplatz. Das kann wohl niemand bestreiten", schreibt das Blatt. „Unser Friede ist von deutschen Waffen in Norwegen gesichert worden. Zu jener Zeit, da die Kirche Rußlands in Blut ertränkt wurde, während gleichzeitig Norwegen immer mehr und mehr sich den Sowjets näherte, erhielten wir keine bischöflichen Botschaften. Aber jetzt, da der Bolschewismus bekämpft wird, da treten christliche Bischöfe hervor und fallen den Kämpfern in den Rücken."
für die Mittagsnummer bis8'/,UbrdesVormittags
Anzeigen-Preise:
Anzeigenteil 7 Nvf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbreite
Nachlässe:
Wiederholung Malstaffel I AbschlüneMengenstaffelv Platzvorschrist (vorherige Vereinbarung) 25°/* mebr
Von München bis Singapur
3m Dl.ckfeld Washingtons.
Von unserem nn.-Berichterstatter.
192. Jahrgang M. 44 tfridwmt täglich allster Sonntags und Feiertags
Beilagen:
(ittetiener Familienblätter Heimat imBild DieScholle
Bezugspreis: g)konatitch ND^l.80 Zustellgebühr ,, -.25 aud) bei Nichterscheinen 9l)n einzelnen Nummern imolgr böberer Gewalt »knn'prechunich!v^ 2251 xmbtanscknist Anzeiger" kknNcht*ck 11 6hg Frankf. M
Neue vergebliche Angriffe der Sowjets
Gestern 39 Feindflugzeuge vernichtet.
der USA. sich nicht einmal mehr mit einer astronomischen Ziffer begnügen könne, sondern ins Kosmische erweitert werden müsse, dann läuten in diesen Zahlen bereits die Totenglocken des nordameri- kanischen Kapitalismus. Denn die hier aufgewandten Summen sollten ja nach dem ursprünglichen Plan in einen Krieg gesteckt werden, der ein ebenso riesiges G es ch ä f t zu werden versprach wie der Weltkrieg, und der überdies, von den USA. aus gesehen, noch den Zweck zu erfüllen hatte, die Vereinigten Staaten an die Stelle des britischen E m p i r e«s zu fetzen, also die Welt-, Herrschaft der Finanzhyänen und Börsenpiraten Wallstreets bringen sollte.
Beide Hoffnungen müssen aber heute bereits von jedem Wissenden in den USA. zu den Akten gelegt werden, denn dieser Krieg ist heute nicht mehr ein Krieg der Ueberlegenheit der anglo-amerikani- schen Seemächte, sondern ein Kampf, bei dem sich England sowohl als auch die USA. bereits in einer verzweifelten Defensive befinden und schon die wert-
. Natur ücheH
ZPtzi
•SA
Minister Cripps.
Der Agent Stalins, Sir Stafford Cripps, hat durch feine probolschewistische Agitation erreicht, daß der geschlagene Churchill, entgegen seiner ursprünglichen Absicht, nicht nur das Kriegskabinett umformen und seinen geistigen Widerpart, Sir Stafford Cripps, als Lordsiegelbewahrer aufnehmen mußte, Churchill hat sogar seinen Titel als „Führer des Unterhauses" diesem Bolschewisten überlassen müssen. Weiter hat er zum stellvertretenden Ministerpräsidenten A t t l e e ernennen müssen, dem einst die spanischen Bolschewisten den Titel eines Majors für feine Bemühungen um die Bolschewisierung Spaniens verliehen hatten. Cripps wie Attlee sind diejenigen, die ganz konsequent die Bolschewisieruilq der englischen Zustände erreichen möchten, und es ist bezeichnend, daß der King in seiner Ernennungsurkunde von der „angenehmen Pflicht" spricht, diese Leute zu ernennen, die so lange vor der Tür mit der Bahre stehen, um den King und die Konservativen und Churchill zum Grabe zu befördern. Jetzt sind sie unmittelbar vor ihrem Ziel.
Die ministerielle „Times" macht gute Miene zum schlechten Spiel und behauptet, jetzt, nach Zeiten der Verwirrung, die also zugegeben wird, gelte es, miteinander über „die große Strategie" zu beraten, die also bisher nach dem Eingeständnis der „Times" gefehlt hat. Aber in diesem Winter des Churchill- schen Mißvergnügens und der Erfolglosigkeit sieht die „Times" für das kommende Frühjahr doch schon „weitere Aenderungen des Kabinetts" voraus, denn der Ruf danach wurde nicht verstummen. Wenn man die vorsichtige Formulierung, mit der die „Times" solche Veränderungen zu glossieren pflegt, kennt, dann heißt das: die jetzige überraschende Kabinettskrise und deren Lösung befriedigen noch nicht, in kurzer Zeit wird der Rus nach einer neuen Aenderung erschallen, und dann wird Churchill wobl erst vor ber entscheidenden und endgültigen Kraftprobe stehen, ob er seinen roten Läusen im Pelz das weitere Zerstörungswerk gestattet oder ob er endgültig verschwindet und ihnen ganz England als enbgültig zu ruinierendes Objekt überläßt. Die temperierte Aeußerung der „Times" läßt also diesen Aampf erwarten. Aber besagt sie etwas anderes, als daß die Attlee und Cripps nunmehr daran gehen werden, den letzten Stoß bei sich bietender Gelegenheit zu führen und Churchill, der schon so viel Machtbefugnisse an diese englischen Bolschewisten abgegeben hatte, endgültig zu torpedieren?
Als Sir Stafford Cripps aus der Labour Party ausgeschlossen wurde, geschah es wegen der Unvereinbarkeit seiner persönlichen Lebensführung — er ist ein Sohn des Lord Parmoor und sehr vermögend — und seinen radikalbolschewistischen Ansichten. Cripps war der Abscheu der Konservativen, zu denen er nach Herkommen als ehemaliger Eton- schüler eigentlich zählen.mußte, und der englischen
■io bas Burma -Unternehmen ungeheure Summen . yftedt, die im Herbst 1940 bereits an 100 Millionen i^und heranreichten und einzig den Zweck oerfolg- 'en, Japan lahmzulegen und China zu ;:ner nordamerikanischen Kolonie zu lachen Diese Spekulation wurde durch den Einritt Janans in den Krieg gründlich mn'chte ge= «lacht Damit fiel das ganze künstliche Gebäude hes 'orbamerikanischen Krieasvlanes zusammen. Hiller iefonte bereits in ferner Rede vom 30. Januar, nye mschätzbar der Anteil Japans an diesem Kriege ist. ifür die USA. ist er heute zweifellos schon sehr gut tznZuschüßen, denn die japanischen (Erfolg- bedeuten l.'chts anderes, als daß die vielen Millionen, 'ie das nordamerikanifche Finanzkapital in O ft - ff'en anleate, nm auch in Zukunft fette Profite änheimsen zu können, verloren sind. Menn ^orgenthau jetzt antündigt, daß die Schuldengrenze
Glieder-°”d
,b"
3m brusthohen Schnee abgewiesen.
Berlin, 20. Febr. (DNB.) Die Bolschewisten verloren bei ihren gescheiterten Angriffen an verschiedenen Stellen im mittleren Abschnitt der Ostfront einen bedeutenden Teil der von ihnen eingesetzten Panzerkräfte. Die Angriffe des Feindes wurden in erbitterten Kämpfen und z. T. im brust- hohen Schnee von den deutschen Truppen abgewiesen. Allein an einer Stelle schoß deutsche Panzerabwehr 14 feindliche Panzerkampf- wa^en, darunter zwölf schwere ab. Drei Panzer wurden so stark beschädigt, daß gleichfalls mit ihrem Verlust zu rechnen ist. Einem Teil der feindlichen Panzer war es gelungen, an einer Stelle in die Linien der deutschen Truppen einzubrechen. Unsere Soldaten wichen dem eingedrungenen Feind geschickt aus und beobachteten, wie sich der Gegner mit seinen Panzerkampfwagen in einem Schneehohlweg festfuhr. Sofort wurde ein Stoß- und Sprengtrupp vorgeschickt, der zwei dieser festgefahrenen Panzer angriff und vernichtete. So verloren die Bolschewisten an dieser Stelle insgesamt 19 Panzerkampfwagen, deren Ausfall ihre Kampfkraft erheblich schwächte.
Oer zweite Verhandlungstag in Viorn.
Vichy, 20. Febr. (Europapreß.) Zu Beginn des zweiten Verhandlungstages vor dem französischen Staatsgerichtshof ergriff der Verteidiger Daladiers, Ribet, das Wort zu ausführlichen juristischen Erörterungen. Er machte offenkundig den Versuch, zur Entlastung seines Mandanten die Frage der militärischen Operationen in die Debatte zu ziehen, und er- richtete in diesem Sinne das Ansinnen an den Gerichtshof, den Kreis der Untersuchung zu erweitern. Während der Ausführungen Ribets kam es zu einem Zusammenstoß zwischen dem Verteidiger und dem Präsidenten C a o u s , der Ribet scharf zurechtwies, als er von Manipulationen sprach, die während der Vorbereitungen des Prozesses zu ungunften der Angeklagten vorgenommen worden seien. Ribet beanstandete auch, daß es in diesem Prozeß Geheimdossiers gebe, deren Kenntnis der Verteidigung wie den Angeklagten vorenthalten worden sei.
In der gleichen Richtung bewegten sich auch die Ausführungen des zweiten Verteidigers von L6on Blum, des Juden Spanien, der darzulegen versuchte, daß Löon Blum nach dem Text des Gesetzes überhaupt nicht angeklaqt werden könne, da er am 4 September 1939 im Ibbergnng vorn Frieden zum Kriegszustände kein Amt bekleidet habe.
S t o ck h o l m , 20. Februar. (DNB.) „Im Augenblick besteht die Forderung nach den b e st e n K ö p - f e n und st ä r k st e n Charakteren, die wir in England besitzen. Cripps gehört sicherlich zu diesen. Seit seiner Rückkehr aus Moskau wurde er zu einem der wichtigsten Männer im öffentlichen Leben Englands."
So feiert im Zeichen der bolschewistischen Agitation der Londoner Nachrichtendienst den Platzhal er Stalins. Da es noch allgemein in Erinnerung fein öürfte, daß Cripps — der jetzt von Churchill den Auftrag erhalten hat, ihn im Unterhaus zu repräsentieren — vor vier Jahren als enfant terrible wegen zu großer Hinneigung zum Bolschewismus aus der Labour-Party ausgestoßen wurde, meint der Nachrichtendienst an einer anderen Stelle: „Falls jemand vor einigen Jahren vor- ausgesagt hätte, daß dieser stürmische Rebell der Labour-Party diese Stellung einnehmen und Führer des Unterhauses werden könnte, so würde man dem Propheten mit Spott geantwortet haben..Die Ernennung Cripps wird darum von großer Bedeutung für die politische Geschichte des Landes fein."
Die englische Presse verhält sich vorläufig noch ziemlich zurückhaltend. „Daily Expreß" richtet an die Bevölkerung den Appell, dem neuen Kabinett eine herzliche Aufnahme zu bereiten und diesem die Chance zu geben, den Krieg siegreich zu beenden. Es müßten nun die U»S A., die Sowjetunion und China überzeugt werden, daß alle englischen Gemüter „vom Willen zu siegen beseelt" seien. — ,.T i m e s" nennt Cripps nicht nur einen der fähigsten Parlamentarier, sondern auch den Vertreter eines großen Teiles der öffentlichen Meinung. — „News Chrom i c l e" sieht in der Ernennung Cripps ein Zeichen für „noch engere Zusammenarbeit mit der Sowjetunion". — „D aily Herold" erklärt vorsichtig, man könne nicht leugnen, daß die offizielle, Arbeiterpartei etwas zu weit an die Seite geschoben worden fei, besonders durch den Crippsschen Neuerwerb.
Aus allen diesen Stimmen geht hervor, daß Chur- cküll persönlich mit dieser sogenannten Kabinettsumbildung einen Weg beschritten hat, der seiner abenteuerlichen Vergangenheit durchaus entspricht. Er hat schon wiederholt von der einen Seite des Hauses auf die andere herüdergew^chselt, je nach der Machtlage schloß er sich den Konservativen oder Liberalen an. Jetzt überläßt er das Unterhaus der Führung eines Bolschew'ften. In seinem Buche „Weltabenteuer im Dienst", das Churchill lange vor Beginn dieses Krieges herausgab, schreibt er: „Der Staatsmann, der dem Kriegsge- ichrei nochgibt, muß wissen, daß er nicht mehr Herr der Politik, sondern Sklave unvorhergesehener ünd
9. Si^en'gi,' i»
■Vjj..
Die
•> •»
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Stockholm, Mitte Februar 1942.
Der Krieg verläuft anders, als es sich die Neun- 1 inalweisen Des Weißen Hauses gedacht hatten. Das Iniißte eigentlich dem Präsidenten der USA. am j0 Januar. 1942 besonders klar geworden fein, an hin Adolf Hitler für die ganze Welt unmißoer, iländlich erneut die deutsche Siegesgewihheit untermauerte, und gleichzeitig Roosevelt, der dilsttan- iische Phantast in Washington, seinen 00. Gedurts- iag begehen konnte. In der nordamerikanischen Oes- enllichkeit wurden Zweifel an der ganzen Kriegs- ,'onzeption der USA.-Regierung zum erstenmal stark ,0lu,Win- mlählich des Tages diskutiert, an dem sich die Ver- einigten Staaten zwei Monate im Krieg befanden. §s klappt nicht in der Produktion, es fehlt an rchi fen, an Facharbeitern, an Fabriken — es fehlt nur noch nicht an vom Kongreß.bewilligten Geldern jur Pläne, die vorläufig noch auf dem Papier tei)en. Aber, wenn jetzt Roosevelts Finanzminfter Norgenthau ankündigte, daß die Schulden- grenze entweder von 65 auf 110 Milliarden Dollar erhöht oder gänzlich abgeschafft werden solle, dann dürften selbst die Leichtgläubigsten in den USA. nicht mehr glauben, daß das ein Zeichen unüberwindlicher Kraft fei. Denn als Roosevelt durch sein Ultimatum vorn 16. März 1939 an (^amberlain diesen Weltkrieg heraufbeschwor, hatte er ungefähr die gleiche Vorstellung von dem, was die Yankees im Weltkriege so bezeichnend „busine88 as usual‘‘ nannten. In diesem Ultimatum, das die amerikanischen Journalisten Allen und Pearson am 14. April 1939 im „Washington Times h.'rald" enthüllten, stellte er die britische Regierung !urz und bündig vor die Alternative, entweder (einerlei moralische und materielle Hilfe von den USA. erwarten zu können, oder aber mit der „P o - sitik von München" Schluß zu machen.
Damals schwebe Roosevelt noch das Schlagwort •her „methods short of war“ vor; also jen^ System, das bis an den Rand des Krieges führen sollte, laber nicht den Krieg selbst bedeutete. Diese von den Wischen Hintermännern ausgeklügelte Methode besagte nichts anderes, als daß Roosevelt hoffte, durch sie den restlos verfahrenen Karren feines Deal, fein persönliches Prestige, das Ar- deitslofen- und Finanzproblem genau wie im Welt- |(rieae dadurch retten und lösen zu können, daß die U2A. in einem neuen europäischen Krieg eie vor 25 Jahren das Zünglein an der ißaage bildeten. Die drei Hauptströmungen, die Bi erb ei die Politik" Roosevelts unterstützten, ja her- eisührten, hatten zwar alle verschiedene Ziele, verschleierten sie aber durch das Schlagxvort „Demokratie". Es war die Hochfinanz,^ die ihre Weltbeherrfchungspläne verfolgte und aleichzeitig hoffte, durch eine Militärdiktatur in den llSA. die lästigen Gewerkschaften los zu Derben; es waren weiter die Kommunisten, die auf eigene Rechnung im Trüben zu fischen alaubten; und es war schließlich die jüdische Intelligenz, die sich um Roosevelt geschart hatte und als verbindendes Element zwischen den
CUIC .uiciuuuy, UU UV*. ~
in Moskau habe sich voll Empörung acgen Gründung einer national-ukrainischen Kirche „ wandt, die von den „deutschen Eindringlingen" ge^
Stockholm, 21. Febr. (DNB. Funkspruch.) Um dem englischen Volk den Bolschewismus mundgerecht zu machen, bedient sich die Agitationsmaschine Churchills der groteskesten Mittel. So verbreitet Reuter eine Meldung, der Patriarch der orthodoxen Kirche ........ " "" i die
Brül)lfd)e Uniüerfltatsbrude rei S. Lange Genrral-Anzeiger für Oberhessen $ 6ie8tn,9Sd)uIftra8e7-9
jgvfi » Samstag, 2|. /Sonntag, 22. Februar 1942
Siebener Anzeiger
schriftstellers Alfred M a h a n sind, der um die Jahrhundertwende in tiner umfangreichen Ver- ö ientlichung die These vertrat, daß im modernen Krieg die Seemacht unter allen Umständen die Ueberlegenheit besitzen müsse. Daß die Vorgänge in Polen, Norwegen, Frankreich, im Südosten Europas und die Lage Englands auch schon vor dem dstasienkrieg dieser Theorie, die im Weltkrieg unter völlig anderen Voraussetzungen scheinbar noch Gül- tigkelt hatte, auf das krasseste widersprachen, würbe von den Verantwortlichen in Washington in Geradezu unverantwortlicher Blindheit nicht gesehen, irr war auch wohl schon zu spät, denn Roosevelt konnte nicht mehr zurück. Man vertraute auch wohl noch zu sehr auf die „unerschöpflichen Hilfsquellen" unb glaubte, durch uneingeschränkte Hilfeleistung an tie Alliierten diesem so völlig anders verlaufenden &rieg eine Wendung geben zu können. Jedenfalls beschlossen am 2 9. April 1 940 — ebenfalls ein historisches Datum der Kriegsgeschichte! — achtzehn Persönlichkeiten der U S Ä. - H o ch f i n a n z im Büro des Rechtsanwaltes R. Coudert in Neuyork, kas „Komitee zur Verteidigung Amerikas" zu grünen, das den Zweck hatte, den Alliierten unbe- hränkte Hilfe zu geben, also nichts anderes dar- lellte als die Wiederholung des Welt- riegsbeschlusses, durch die Ausweitung des Krieges den zynischen Grundsatz „Geschäft wie !ewöhnlich" in «noch gigantischerem Ausmaß mrchzusetzen. Es ist selbstverständlich, daß bei dieser bitzung alte Bekannte aus dem Weltkriege, so vor Wem die Partner der Morgan-Bank, Thomas
Lamont und der jetzige Kriegsminister Henry btimson, die maßgebende Rolle spielten.
Morgan war von jeher durch das von ihm finanzierte China-Konsortium an den »Vorgängen in Dftafien interessiert. Es wurden also


