nötigen sozialen Folgerungen zogen
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Aus aller Welt
Stockholm, 20. Februar. (DNB.) Nach einer
Die Japaner auf Timor gelandet
Zur Abwehr des britisch-holländischen Völkerrechtsbruchs.
Oer Auftakt in Port Darwin
Glänzender Erfolg der japanischen Luftwaffe.
rnichtet.
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Verschickung. In den Mutterheimen findet dann außerdem noch eine Ueberprüfung der Zahne durch den zahnärztlichen Gutachter der NsD. statt. Soweit es sich um Familienversicherte handelt, zahlt die NSV. einen Zuschuß zu den Kosten für etwaigen Zahnersatz. Ist die 2lntragstellerin wirtschaftNch gut gestellt, so soll sie sich mit einem kleineren Berträg beteiligen. Im übrigen greift in der überwiegen- den Zahl die Hilfe der Krankenkasse oder des De- zirksfürsorgeverbcvrdes ein. Die Ermöglichung Der Durchführung des Zahnhilfswerkes für Mutter trotz des Krieges ist ein weiterer Beweis für die Unermüdlichkeit, mit der für die deutschen Mutter gesorgt wird.
Der Germanist Edward 5<f)roeber f.
Im Alter von 83 Jahren starb in Göttingen der bekannte Germanist und Literaturhistoriker Ge- Heimrat Professor Dr. Edward Schsoeder. Er hatte in Straßburg, Berlin und Göttingen, besonders unter Wilhelm Scherer, Müllenhoff und ten Drink studiert. 1883 habilitierte er sich m Göttingen und wurde 1887 Extraordinarius in Berlin. Zwei Jahre päter war er Ordinarius in Marburg. 1903 wurde er Nachfolger R o e t h e s m Göttingen wo er bis zu feiner Emeritierung 1936 wirkte. Geheim, rat Schroeder war Herausgeber der Zeittcbrist für Altertum und Deittschs Literatur und gehörte den
Von der Börse.
AMen weiterhin fest.
F r a n k s u r t a. M., 20. Febr. An den A k t i e n- Märkten zeigte sich in diesem Berichtszeitraum besonderes Interesse für Siemensaktien im Hinblick auf gehegte Kapitalberichtigungs- .und echte Kapitalserhöhungserwartungen, die allerdings, sowe-tt letztere in Betracht kommen, wenig wahrscheinlich zu sein scheinen. Die Siemensaktie stieg im Verlaufe bis 366,5 an, d. h. rd. 10 v. H. Auch die Braubankaktie hat infolge der nunmehr bekanntgewordenen Kapitalberichtigung eine starke Steigerung um rd. 12 v. H. erfahren. Daneben wären Goldschmidt, Klöckner, Hoesch etwa 5 v. H. fsjter, RWE. gewannen im Verlaufe ebenfalls rd. 6 v. H., wahrend Rheinbraun ihren Gewinn wieder großenteils her- gaben. Rheinstahl und Stahlverein waren wenig verändert, auch die Farbenaktie lag um 207,25 bis 207,75 schwankend. Scheideanstalt, die von 390 bis 386 zurückgegangen waren, erholten sich später wieder bis 388/389. Zell Waldhof lagen demgegenüber bei vorübergehender Erholung kaum verändert, auch Holzmann nur knapp gehalten. Großbankaktien zeigten feste Grundtendenz, Reichsbank zogen bis I 3 v. H. an. Von Autoaktien sind BMW. leicht ansteigend, während Daimleraktien stärkere Schwankungen aufwiesen und zuletzt mit 211 bis 213 genannt wurden. Das Bezugsrecht wurde hier nut etwa 21 v. H. notiert, d. i. etwa 3 v. H. unter der Parität. Sonderbewegungen zeigten sich weiterhin bei Schiffahrts- und Kolonialwcrten, von letzteren Neuguinea 15 v. H. höher. Einheitswerte verzeichneten bei kleinen Umsätzen eine ebenfalls freundliche Haltung. m , r.
Am Rentenmarkt lag die Reichsaltbesitz- anleihe um 162,50 wenig verändert. Steuergut. scheine I schwankten zwischen 104,30 bis 104,50. Nach einmonatiger Pause kamen 5 v. H. Neckarwerke von 1936 mit 110,5 um 1,50 v. H. hoher zur Wiedernotierung. Reichsanleihen wenig verändert. Reichsschatzanweisungen der 1. Folge ber 1942er Ausgabe wurden laufend angenommen, da die Materialknappheit auf den Rentenmärkten ferne größere Anlagemöglichkeiten bietet. Pfandbriefe meist nur nominell ohne nennenswerte Umsätze.
Im Aktienfreiverkehr lag die Umsatz- tätigkeit ziemlich still, Rastatter Waggon finden weiter Interesse. Im Telephonverkehr hörte man BaS Salzschlirfaktien mit 70 G bis 73 B. Das Tages- geld wurde mit 1,75 v. H. weiterhin unverändert genannt.
Tokio, 20. Februar. (Europapreß.) Japani - fche Truppen sind unter dem Schutz von Flöt- teneinheiten in den ersten Morgenstunden des Frei- tag an der Küste der Insel Timor gelandet, gibt das kaiserliche Hauptquartier in einer Sonderrnel- düng bekannt. Die Landung wurde in der Nachbarschaft von Köpang, der Hauptstadt von N i e« derländisch-Tirnor, und von Dilly, der Hauptstadt von Portugiesisch-Timor, durch-
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Das „jenseitige" Indien
Von Dr. Paul Rohrbach.
Kriegsminister Forde bekannt, daß 18231 Mann I der australischen Empirestreitkrafte, die in Malaya und Singapur eingesetzt waren, als verloren betrachtet werden können.
Hauvtschrtftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Vanfle. tgtefitiertTeter de4 Hmiptschriftleiters: Emst Blumschein. Verantwortlich für PolMk und Bilder: Dr. Fr. W. Lange (beurlaubt), i. V. Emst Blumschem, für das Feuilleton: Dr. Hans Tkmriot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Emst Blumschein.
Druck und Verlag: Brühlsche UniversitätSdr^iR. LaE VeckttüSleUett Erich Hamann- ünzeigenletterl
Gaustellenleiter Erich Tuntel gefallen.
NDG. Die Presse des Gaues Hessen-Nassau hat in Schrittleiter und 'Gaustellenleiter Erich Tu n k e l, der am 5. Februar seinen schweren, tm Osten erlittenen Verwundungen erlegen ist, einen vorbildlichen nationalsozialistischen Schriftleiter und Kameraden verloren. Erich Tunkel wurde am.28i. 3um 1912 in Schwarzenberg geboren. Seiner schriftleiterischen Ausbildung unterzog er sich in Klingenthal im Erzgebirge, wohin er nach dem Besuch der Reichspresseschule wieder zurückkehrte. Als alter Ra- tionalsoüalist, der der NSDAP, und sA. feit 1932 angehörte, wurde er 1937 in das Gaupresseamt Hessen-Nassau berufen, wo er bis zum Kriegsbegmn Schriftleiter im NS.-Gaudienst war. Ende 1939 wurde er einberufen und war in schweren Kämpfen erst in Frankreich und dann vor Moskau eingesetzt. In der Neuiahrsnacksi wurde er zweimal schwer verwundet. Diesen Verwundungen erlag er am 5. Februar in einem Lazarett tm Osten.
Ein Zahnhilfswerk für Mütter.
In Verbindung mit der Mütter-Heimerholung hat die NSV. das Zahnhilfswerk für Mutter ge- schaffen. Jede Mutter wird vor Antritt ihrer Erholungsreise zahnärztlich untersucht damit picht etwa Zcchnerkrynkungen Yen Kurersoltz in Frage
hrpartel erntet heute in ihrem dünnbesiedelten Lande die Früchte der Politik des Hochschutzzolles und der Enwanderungsbeschränkung. w
Die australische Arbeiterpartei hat niemals klar ,-fthen. daß si- bi. Möglichkeit zu dieser Politik Mi der Existenz der britischen Flotte verdankte. Äoch in den ersten Jahren der australischen Se- shichte, die Ende des 18. Jahrhunderts beginnt, »alte man begründete Sorge vor französischen Ab- schien aus den australischen Erdteil. Nach der Lchlacht von Trafalgar aber brauchte man diese karge nicht mehr zu haben. Der australische Nationalismus verdankte also seine Möglichkeit der
„Großzügige-Hilfe derUGA.fürZava
Berlin, 20. Febr. (DNB.) Der Nordamerika- Nische Nachrichtendienst gibt eine Meldung, wonach die Ankunft ausländischer Truppen auf Java er- folgt sei. Bezeichnenderweise heißt es in dieser Meldung, daß sich darunter auch „eine
MM kleine Zahl Notdamer^aner"
Schätzungsweise die Halste von Birma ist mit Urwald bedeckt. Angebaut ist nur der zehnte Teil des Landes, davon find 43 000 qkm, mehr "als ganz Schlesien, mit Reis bebaut. Die jährliche Ernte betrögt zwischen 6 uni) 7 Millionen Tonnen. Der starke Ueberschuß, der nach Deckung des heimischen Nahrungsbedarfs verbleibt, wird über den H?stn Rangoon ausgeführt. Rangoon? art einem Mündungsarm des Irawadi, ist nach Kalkutta und Born- bai) die bedeutendste Handelsstadt von Bntisch- Indien. „, r. t
Berühmt sind die birmanischen Rubine, die in einem Grubenbezirk nördlich von Mandalay gesunden werden. Die Lebensader des Landes, der Irawadi, ist bis nahe an die chinesische Grenze für Dampfer schiffbar. Die sogenannte Birma-Straße zur Versorgung von Tschiangkaifchek-China mit Kriegsmaterial führt nicht über Bhamo, sondern setzt an eine von Mandalay nordostwärts geführte Bahnlinie an. _ . r
Thailand, früher Siam genannt, erscheint als
feine völlige Vereinsamung die Quittung erhalt. N e n z i e s und feine Vorgänger redeten von der Einheit des Weltreiches, gegen die sie doch durch stures Aushandeln in Ottawa, durch Festhalten an fc?n hohen Zöllen, durch die Ablehnung eines so- xialen Umbaus ihrer. Heimat praktisch sündigten. Curt in und seine Vorgänger forderten, daß Australien auf eigenen Füßen stehen sollte, aber sie verhinderten durch ihren Fremdenhaß jede Einwanderung und damit Verstärkung und banden sich on eine Kirchtumspolitik, die sich weder rechtzeitig nach Jovan noch nach Amerika orientierte.
Das Ganze ging nu^ solange gut, wie l prrd Japan miteinander verbündet waren. In dieser Keit, in der Japan schwächer als England war, lernte Australien, seinen. Nachbarn zu verachten, Europa als altes Land und Amerika als zu zügelloses Land zu bemitleiden und sich in seinen eigenen Hochmut zu verkapseln. Es verhinderte nach Möglichkeit eine französische Festsetzung in feiner Nachbarschaft und ärgerte sich über die Franzosen auf Neukaledonien und den neuen Hebriden. Es annektierte deutsche Südseebesitzungen. Als die Japaner 1914 am Aequator erschienen, erklangen die ersten tz Stimmen der Unruhe, aber man beruhigte sich dann
ten, das meiste zurückzuerhalten.
Thailand ist fast so groß wie Birma, die BevSl- kerung wird auf 10 Millionen geschätzt. Der Mineralreichtum ist groß: Zinn, Waschgold, Eisen, Mangan, Kohle, Rubine, etwas Erdöl. 30 000 Quadrat-1 fUometer mit einer Iahresernte von 4,5 Millionen Tonnen sind mit Reis bepflanzt. Bedeutend sind Rinderzucht und Fischfang. Der bergige Norden ist dicht bewaldet. Der Ackerbau, namentlich in den Flußebenen, ist hoch entwickelt und arbeitet ryi.t großen Bewösierungssystemen. Die Hauptstadt Bangkok mit 800 000 Einwohnern, davon ein Drittel Chinesen, liegt 4 big 5 Dampferstunden oberhalb der Mündung des thailändischen Mutterstroms, des Menam. Die früher monarchisch-absolute Verfassung ist neuerdings unter dem Einfluß der großenteils europäisch gebildeten jungen Generation in ton- stitutionellem Sinn verändert worden. Die Thai-1 länder gelten als das aufgeschlossenste, fortschritt- freudigste Volk im jenseitigen Indien.
Französisch Indochina, über 700 000 Quadratkilometer mit etwa 20 Millionen Einwohnern, umfaßt vier Protektorate unter einheimischen Schattenfürsten, die ourch französische Residenten beaufsichtigt werden: To-nking, Ännam, Laos und Kambodscha sowie eine direkt verwaltete Kolonie, Cochinchina. Im Norden wird Bergbau betrieben, der a-ber, ausgenommen Steinkohle, den vorhande-1 nen Mineralreichtum bisher nur roenra erschlossen hat. Weiter südlich, im Hinterland von Saigon, wird viel Reis gebaut, der 60 v. H. von der Ausfuhr Indochinas ausmacht. Angebaut werden Tee, Zucker- rohr, Kautschuk und Zimt. Die natürlichen Reichtümer Indochinas wären bedeutend genug, um ihm eine rasche Entwicklung zu ermöglichen, aber dem steht der Mangel an menschlichen Kräften in Frankreich entgegen und auch das geringere Interesse des französischen Kapitals für diesen entlegenen Besitz.
Das japanisch - französische Einvernehmen über Indochina bezog sich anfangs nur auf die Besetzung von Stützpunkten, um die Versorgung des Mar- schalls Tschiangkaischek mit Kriegsmaterial zu hm- bern. Begreiflicherweise hat sich aber die Stationierung einer bedeutenden japanischen Truppenmacht • auch als nützlich für die Gewinnung Thailands und für den Feldzug auf der malaiischen Halbinsel erwiesen.
Das Sondergericht Wien verurteilte den 44jäh» rigen Johann Walter wegen Verbrechens gegen § 4 der Kriegswirtschaftsverordnung im Zusammenhang mit anderen Vergehen und Verbrechen als Volksschädling zum Tode. Walter, der im Mar; 1940 einer Wiener Kartenverrechnungsstelle als Hilfskraft zugeteflt wurde, hat in vier Monaten 600 000 Kleiderkartenpunkte meist zur Mittagszeit aus dem Amte geschafft und seinen Hehlern übergeben. Der Abnehmer Resch zahlte für 400000 Klei- I berfartenpunfte insgesamt 1000 RM. Der 37jährigs lAnton Resch erhielt 15 Jahre, der 36jährige Franz Zinnie! 12 Jahre und drei chinesische Händler, die mit den Punkten Handel trieben und in Berlin und Leipzig das Stück zu je 12 Rpf. verkauft haben, sechs Jahre, drei Jahre und IV2 Jahre Zuchthaus.
geführt.
Hierzu gab das Informationsbüro in Tokio folgende Erklärung der japanischen Re- ierung bekannt: „Am 17. Dezember des letzten Wahres landeten eng Li sch.e und holländische Truppen trotz des Protestes des portugiesischen Generalgouverneurs auf P 0 r t u g t e f i s ch - T i - m 0 r und besetzten dieses Gebiet. Seit diesem Zeitpunkt wurden zwischen England und Portugal Der- Handlungen über den Rückzug dieser Truppen geführt. Die portugiesische Regierung hat sich, wie es scheint, um Aenderung dieser Entwicklung bemüht, konnte jedoch bis jetzt keine Besserung der Lage erzielen. Mit dem Fortschreiten der japanischen Operationen in Holländisch-Timor stehen die japanischen Stteitträfte nunmehr zu ihrer Selbstverteidigung der Notwendigkeit gegenüber, durch die Besetzung von Portugiesisch-Timor die englischen und holländischen Truppen aus diesem Gebiet zu vertreiben. Die japanische Re° n würdigt voll die Lage Portugals, das durch zrgehen Großbritanniens und Holländisch- Indiens ernsten Schwierigkeiten ausgesetzt ist. Das Verhalten Großbritanniens und Hollän- Enaland Idisch-Indiens steht in Widerspruch zu cngianx) 1^ internationalen Auffassungen von Treu und
gebiete waren deutsche Sprache und Literatur. Er befaßte sich insbesondere mit der Herausgabe mittelhochdeutscher Dichtungen und der Erforschung von Personen-, 6rts- und Münznamen.
Landesverräter hingerlchiet.
Die 'Iustizpressestelle beim Volksgerichtshof teilt mit: Der vom Volksgerichtshof wegen Landesoer- rats zum Tode und zum dauernden Ehrverlust verurteilte 52 Jahre alte Wilhelm G 0 e n t g e s aus ! Aachen ist Donnerstagmorgen hingerichtet worden. Goentges hat aus Gewinnsucht im Interesse der Landesverteidigung geheimzuhaltende Schriftstücke entwendet, und sie einem Ausländer zwecks Weiterverkaufs an einen feindlichen Nachrichtendienst ausgehändigt. — Ferner ist der am 18. April 1908 in Ianow, Kreis Kattowitz, geborene Georg T o - metzki, den der Volksgerichtshof als Voltsschädling wegen Brandstiftung, Feindbegünstigung und I Vorbereitung zum Hochverrat zum Tode verurteilt hat, hingerichtet worden. Tometzki hat sich während des Krieges hochverräterisch gegen das Deutsche Reich betätigt und Sabotage verübt.
Todesstrafe für eine Feldpostpackchenrauberin.
Das Sondergericht in Kassel verurteilte die 48jäh- rtge Martha Förster aus Kassel wegen Verbrechens gegen § 4 der Dolksschädlingsverordnung irr Deroindung mit verschiedenen im Amt begangenen ! Verbrechen zum Tobe unb erkannte ihr auf Lebenszeit die bürgerlichen Ehrenrechte ab. Die Förster, die feit August 1941 bei der Kasseler Post als Facharbeiterin tätig war, hat in der Zeit von kurz nach Weihnachten 1941 bis zum 27. Januar d. I. auf ihrer Dienststelle 70 bis 80 Felbpostpäckchen unterschlagen bzw. ausgeräubert.
Kleiderkartendieb jum Tode verurteilt.
Tokio, 20. Febr. (Europaipreb.) Port Darwin erhielt am. 19. Februar einen Vorgeschmack dessen, was ihm nach der. erfolgreich durchgesührten Besetzung Timors durch die Japaner bevorstehen dürfte. Der Großangriff, den die japamsche Marineluftwaffe an biefem Tage auf den wichtigsten Stützpunkt bet Angelsachsen an der nordaustra- fischen Küste ausführte, erzielte einen umfassenden Erfolg. Nicht weniger als 14 Schiffe wurden im Hafen durch Bombentreffer versenkt aber ernsthaft beschädigt. Unter den versenkten Schiffen befinden sich ein Hilfskreuzer von 6000 Tonnen sowie hwei Zerstörer, während ein drUter Zerstörer beschädigt wurde. Für die Präzision der japanischen Bomber legt die Feststellung des japanischen Haupt- ouartierberichts Zeugnis ab, daß die Japaner (entgegen den völkerrechtswidrigen Methoden der Bri- :en und Amerikaner) ein gleichfalls im Hafen liegen- des Hospitalschiff von der Bombardierung aus- schlossen. Der amtliche Bericht stellt ferner fest, daß amtliche zur Zeit des Angriffs in Port Darwin tationierten Feindflugzeuge, 26 an der Fahl, ab g e f ch 0 H en oder am. Boden zerstört und daß Kasernen unb Flugzeughallen befähigt wurden. Diese großen Erfolge konnte die I apanische Luftwaffe erzielen, ohne mehr als zwei jeigene Flugzeuge einzubühen, was Zeugnis für hie Überlegene Führung unb den Angriffsgeist ablegt Itonb zugleich darauf schließen läßt, daß es auch I Keses Mal den Japanern gelang, den Femd völlig
Staat seit dem 13. Jahrhundert n. Ehr. öfters in Abhängigkeit von China. Eine merkwürdige Episode war die lange Regentschaft eines Griechen, Konstan- tin Phaulkon, 1657—1o89. Unter ihm kamen Fran-1 zosen und jesuitische Missionare ins Land, wurden aber nach der Ermordung Phaulkons vertrieben. Die jetzige Thailänber Dynastie kam 1782 auf den Thron. Von 1855 bis 1865 wurden Handelsverträge mit England, Frankreich, Preußen und Oesterreich geschlossen. Don Osten her hcrben die Franzosen, von Westen her die Engländer thailändischen Boden an sich gerissen, sie kamen jedoch überein, den Staat als solchen als eine Art Pufsergebiet bestehen zu .lassen. Erst vor kurzem gelang es der thailändischen Regierung durch die Vermittlung Japans, von den Gebieten, die sie an Frankreich yatte abtreten müs-
Heute sieht er nach Amerika, auf das er früher stolz von seinem Gewerkschaftsftandpunkt aus herab- sih. Heute bewegt ihn das Schicksal der Plantagen in Malaya und Niederländisch-Jndien, bas ihn früher kaum interessierte. Heute droht immer näher.. . bt Ke Wolke des Krieges von Norden aus dem Lande,10fnKulturemsiu,sim otees das gerade von der australischen Arberterpartei gekränkt und unterschätzt wurde. Australiens Not ist die Tragödie der selbstsüHtigen Kurzsichtigkeit einer europäischen Kolonialbevolkerung, die sich über die Grenzen ihrer Stellung nicht klar werden wollte.
Immer wieder.
Erst 1940 schickte Australien eigene Diplomaten nach Tokio, Tschu-ngkina und Washington, verstan- digte es sich mit der indischen Regierung über eine gemeinsame Kriegswirtschaftspolitik, sandte es bann euch Truppen nach Malaya. Sein dünnbesiedeltes Land hatte seine Sicht zu eng gemacht für die Weite des Stillen und Indischen Ozeans. Heute ruft Cur- lin zur Landesverteidigung, während seine eigene Partei noch 1929 die allgemeine Wehrpflicht ab* osschant hatte.
Man spricht von Hinter- und Vorderindien ober von Indien diesseits und jenfetts des Ganges. Einstweilen ist es das jenseitige, in dem ein bedeut- James Stück der Kriegsgeschichte abroüt Die Iapa- n*er haben Singapur genommen, sie haben, mit Zustimmung Frankreichs, eine feste Position in Fran» zösifch-Jndochina bezogen, sie sind im Bündnis mit Thailand, sind Herren her Halbinsel Malakka und im Dorrücken gegen Britt-sch-Birma. Mit dem Besitz des letzteren Landes reicht bas bisherige englische Machtgebiet in breiter Masse aus dem biesfeittgen ms jenseitige Indien hinüber.
Birma, von den Engländern Burma geschrieben, ist mit rund 600 000 Quadratkilometer ziemlich genau so groß wie die Pyrenäen-Halbinsel, aber mit 13 bis 14 Millionen Einwohnern im Vergleich zu Vorderindien nur schwach bevölkert. Das vor« herrfchende Element, etwa 8 Mllionen stark, sind die kleinwüchsigen, aber wohlgestalteten hellbraunen Birmanen. Das Land steht mit seiner Geschichte und
_____i erfahren hat, zwischen Jn- die'nUnd China.' Die chinesische, durch militärische Expedittonen gestützte Oberherrschaft hat, mit langen Unerbrechungen, bis ins 14. Jahrhundert gedauert-, noch einmal wurde Birma im 18. Jahrhundert China ttibutpstichtig. Die Straße, die das gebirgige Nord. Birma über Bhamo am oberen Irawadi mit China verbindet, ist ein uralter Handels- und Heerweg. Der Buddhismus tarn schon früh ins Land: die Birmanen gelten als seine eifrigsten Bekenner.
Die alten Königsftädte Awa und Amarapura liegen in Ruinen; die neue Hauptstadt Mandalay wurde in den fünfziger Jahren des vorigenJo^br* hunderts in Form eines Schachbretts gegründet. Das 'befestigte Dalastviertel wird von den Engländern Fort Dusserin genannt. Schon 1826 begann der englische Druck, zuerst mit der Erzwingung von Abtretungen und Handelsrechten, bis schließlich ivsd der letzte birmanische König Thiban von den Engländern gefangen genommen und im Jahre darauf das Land mit dem .Kaiserreich" Indien vereimgt
Glauben. Gleichzeitig stellt di« japanische Regierung fest, daß sie bereit ist, die gebietsmäßige Unversehrtheit Portugiesisch-Timors zuzusichern und daß sie nach Erreichung des bei der Selbstverteidigung gesteckten Zieles die japani. schen Streitkräfte zurückziehen wird, wenn die portugiesische Regierung ihre neutrale H a l - t u n g aufrechterhält. Japan verfolgt gegenüber Portugal keinerlei feindliche Absichten."
Gleichzeitig wurde bekanntgegeben, daß die Souveränität Portugals über Portugiesisch-Timor ja- pani'scherseits anerkannt werde.
Portugal glaubt Japan.
Lissabon, 21. Februar. (Europapreß.) Wie hier am Freitag bekanntgegeben wurde, hat der japanische Gesandte in Lissabon am Donnerstagabend den portugiesischen Ministerpräsidenten S a l a z a r ausgesucht, um ihm mitzuteilen, daß Japan sich ge- traun gen sehe, Truppen auf der Insel Timor zu landen, damit den Anglo-Amerikanern die-! fer strategische Stützpunkt gegen Japan unter dem Schutzmantel der Neutralität nicht weiter überlassen bleibe.
Die Lissaboner Abendblätter „Republika" unb „Diario de Lisboa" nahmen am Freitagabend zu der Besetzung Portugiesisch-Timors durch japanische Truppen Stellung. Diese Kommentare dürsten von amtlicher Seite inspiriert worden fein. Es heißt darin, daß Portugal den Versicherungen Japans Glauben schenke und bereit sei, seine bisherige Neutralitatspolt« tik weiterhin zu verfolgen.
britischen Seeherrschast.
Im Schutz der britischen Seeherrschaft lebte er so unbekümmert, daß er sich um seine Nachbarn nicht kümmern zu müssen meinte. Es gab für Australien ziaei Möglichkeiten: aktive Politik des britischen Weltreichs mit dem Versuch einer starken britischen 9 Besiedlung oder „nationalistische" Politik mit einer 1 "terftäntrigung zu den großen Nachbarn. Die bür- erlichen Parteien Australiens trieben Weltreichs-
3ubi!äumsbrafen „hinten herum".
Eine recht üble Sache hat sich der Ehrenvorsitzende des Kaninchenzuchtvereins Mundenheim bei Ludwigshafen, Adam E11le, geleistet. Um die 40- Jahrfeier des Vereins entsprechend begehen zu können, hatte er sich von einem gewissen Adolf Brehm ein Schwein besorgt, das heimlich geschlachtet und oerrourftet wurde. Da das Fest iedoch verschoben werden mußte, wurden Wurst und Fleisch an Wirte Weiterverkauf!. Als die Judiläumsfeierlich- felten wieder akut wurden, besorgte sich Ettle von Brehm abermals heimlich ein Schwein, das bann zum Jubiläumsfest verzehrt wurde. Es wurden aber Reklamationen von Dereinsmitgliedern laut, die bei diesem Festschmaus zu kurz gekommen waren. Deshalb kaufte Ettle von einem gewissen Heinrich Müße aus Ludwigshafen ein drittes Schwein und verkaufte es an die unzufriedenen Dereinsmitglieder und einige andere Personen in | aller Heimlichkeit. Wegen Verbrechens gegen die Kriegswirtschaftsverordnung erhielt Ettle ein Jahr Gefängnis, Brehm vier Monate und Müße fünf Monate Gefängnis.
Großfeuer in einer türkischen Stabt
Im Handelskammergebäude der am Schwarzen Meer gelegenen türkischen Stadt Inedolu brach während der Nacht ein Brand aus, der sich rasch zum Großfeuer entwickelte, da die Flammen in den Häusern der Umgebung reiche Nahrung fanden. Dem Feuer fielen mehrere ©ebäub»*. "uch Wohn- I Häuser und eine Schule zum Opfer.
hi überraschen.
Die wirkungsvollen japanischen Luftangriffe auf Dort Darwin haben die öffentliche Meinung in Australien ganz aufgerührt und überschatten alle anderen Ereignisse.
Geheimsitzung des australischen Parlaments.
Stockholm, 20. Februar. (Europapreß.) Am Freitag versammelten sich die beiden Häuser des australischen Parlaments zu einer zweistündigen Geheimsitzung. Premierminister John Cur tim gab eine ausführliche Darstellung der Kriegslage, in der er vor allem auf die durch die japanischen Erfolge hervorgerufene gefährliche Lage Australiens hinwies.
Neuer Blutzoll Australiens für den englischen Krieg.
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daraus 7 tzerttchen Parteien Australiens trieben Weltreichs- 3 dienen?' Politik, aber die nötigen sozialen Folgerungen zogen 0 eifl? sie nicht. Die Arbeiterpartei trieb yfollerungspoli-
unb iik, scheute aber auch vor ihren selbstverständlichen n. um gS Konsequenzen zurück. So trieb Australien insgesamt
zu eine Politik der Halbheiten, für die es heute durch halten l""" "öllinp Nsreinlamuna die Quittung erhalt.
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