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Grund zur Besorgnis. Hinter den Statistiken und Berechnungen aber stehen lebendige Völker, Völker mit verschiedener Lebenskraft, mit einer so oder so gearteten Haltung und Gesinnung. Und da treffen wir allerdings in den Japanern auf ein Volk, das im höchsten Sinne des Wortes ein f o l datisches genannt werden muß.

Der Japaner nennt die Grundhaltung, die ihm mit seiner Rasse und in seiner Geschichte vererbt ist, Bushido, den Weg des Kriegers. Im japani­schen Krieger steckt die Tradition des besten japani­schen Menschentums. Als Stand war derSamu- irai" der erste unter allen Ständen der Kauf­mann übrigens der letzte. In allen starken Zeiten seiner Geschichte war und ist auch heute noch das typenprägende Vorbild allein der Mensch, der die Grundhaltung des Kriegers besitzt, ob als Regie­render, Beamter, Soldat oder Bürger.

Der hohe Grad der Tapferkeit und Einsatzbereit­schaft des japanischen Soldaten, sein Opfermut, seine Treue für den Tenno sind in der neueren Geschichte vollauf bestätigt. Schon der Samurai früherer Zei. ten zeigt so weitgehende Konsequenz des kriegeri­schen Typus, wie es kaum in einem anderen Kul­turvolk gefunden werden kann. Die Forderungen an männliche und soldatische Härte, die das Krieger­ideal des Samurai aufstellt, die karge und sparta­nische Lebenshaltung, die höchstgesteigerte Selbst­zucht und Gefuhlsbeherrschung, die völlige Gering­schätzung des Lebens, der hochempfindliche Ehrbe­griff Haden ursprünglich diesen Stand streng heraus- gehoden aus der übrigen Masse des Volkes. Da­für war der Samurai in Dichtung, Theater und Bild das leuchtende Vorbild der Bürger.

An der Geschichte feiner großen Helden und

kaum in einem anderen Volk ist die heroische Ver­gangenheit stets so lebendig geblieben lernt der Japaner alles, was ihm Tugend ist. Mit der Er­neuerung des Staates ging dieses Kriegerideal des Bushido, des Kriegerweges, fast unverändert auf die moderne Wehrmacht über, die ein Dolksheer war. In treuester Pflege von feiten des Staates entwickelte sich Bushido immer mehr zum völki­schen Erziehungsvrinzip schlechthin und erwies sich als der gesunde Gegenpol gegen die ein. strömenden liberalistischen Ideologien des Westens. Rach der schnell fortschreitenden Ueberwindung all dieser liberalistischen Einflüsse ist heute das solda­tische Ethos des Bushido wieder in immer steigen­dem Maße wirksam geworden in der Dolkserzie- hung, in den staatlichen Organisationen und natio­nalen Bünden, und bestimmt die Haltung des ge­samten Volkes. Der Ausbruch des großen pazifischen Krieges wird diese Entwicklung noch überaus ver­stärken und beschleunigen. In der soldatischen Hal- tung und Gesinnung eines ganzen Volkes und fei­ner Wehrmacht liegen die eigentlichen Quellen der japanischen Kraft.

Der Japaner ist stolz darauf, daß fein Land im Lause seiner 2600jährigen Geschichte noch nie­mals von einem Feinde besiegt worden ist. Daß das Land der Götter und des göttlichen Tenno eine Niederlage erleiden könnte, ist für ihn völlig un­vorstellbar. Diese Siegeszuversicht, aus einer ech­ten und radikalen soldatischen Haltung entspringend, verleiht der japanischen Wehrmacht jenen hinreißen­den Schwung, mit dem der Krieg begonnen wurde, aber auch die unzerreißbare Zähigkeit und Härte, mit der sie ihn durchführen wird.

Harte Abtvehrkämpfe.

Berlin, 20. Jan. (DNB.) Im Sudab- fchnitt der Ostftont- griff der Gegner in den frühen Morgenstunden des 18. Januar nach zwei- stündiger Artillerievorbereitung den Nordflügel einer deutschen Division an. Dem zusammengefaß- ten Feuer der deutschen Artillerie ist es zu ver­danken, daß dieser Angriff trotz des strengen Frostes, der die Abwehrkämpfe erschwerte, restlos Abgeschlagen wurde. Zahlreiche Tote und Verwun­dete blieben auf dem Schlachtfeld liegen. Eine An- Aahl Gefangener fiel in unsere Hand. Auch an der Front einer benachbarten Division der Waffen-^ wurde eine angreisende feindliche Gruppe durch vernichtendes Artillerie feuer an ihrer Absicht, in Die deutschen Linien einzudringen, verhindert und aufgevieben. Ein schwerer Kampf entspann sich in ver Nacht zum 18.Januar in dem Abschnitt ita- tri e n i f tf) e r Truppen im Süden der Ostfront. Die Bolschewisten griffen hier eine Ortschaft an, die einen wichtigen Stützpunkt der italienischen Linien bildete. Trotz der strengen Kälte von Minus 18 Grad wiesen die italienischen Truppen den feindlichen Angriff ab und fügten dem Gegner hohe Verluste zu. Ein bolschewistisches Regiment konnte nur bis auf etwa 400 Meter an die deutschen Stel­lungen herankommen. Hier gerieten die Bolsche­wisten in das zusammengefaßte Abwehrfeuer der deutschen Infanterie und Artillerie, so daß ihr An­griff ins Stocken geriet. Im Nachbarabschmtt gelang es bolschewistischen Kräften in Regimentsstärke vor- Lbergehend in die deutschen Stellungen einzudrin- ven. Zusammen mit einer Panzerkampame ging hier deutsche Infanterie sofort zum Gegenangriff über und warf die eingedrungenen Bolschewisten zurück. Außer 30 Gefangenen mußte der Feind über hundert Tote zurücklafsen.

In einem Abschnitt des Donezbogens unter­nahmen die Bolschewisten bereits in den frühen Morgenstunden des 18. Januar wiederholte An­griffe gegen die Stellunaen einer deutschen Infan­teriedivision. Alle Angriffe wurden zurückgeschlagen. Am Nachmittag erneuerten die Bolschewisten ihre Angriffe, jedoch ohne Erfolg. Die Derluste des Feindes betrugen über 150 Tote und 200 Verwun­dete; zahlreiche Bolschewisten gerieten in Gefangen­schaft. Die deutschen Stellungen im Raum ost­wärts Charkow griffen am 19. Januar^ sechs bolschewistische Bataillone mit starker Unterstützung durch Artillerie, Eisenbahngeschütze und Panzerzüge an, wurden aber mit schweren Verlusten zurückge­schlagen. An keiner Stelle gelang den Bolschewisten ein Einbruch in die deutschen Stellungen. Im Raume südostwärts von Kursk nahmen die deut­schen Truppen gegen zähen bolschewistischen Wider» stand eine Ortschaft. Die Bolschewisten verloren über 500 Mann an Toten und Verwundeten.

An der mittleren Front unternahmen die Bolschewisten am Nachmittag des 18. Januar wie­derholte Angriffe mit strkeren Kräften. Deutsche Jn°

fönte rie, die in tiefem Schnee und bei einer Kälte von fast 20 Grad dem Feindü erbitterten Wider­stand entgegensetzte, brachte alle bolschewistischen Vor­stöße zum Scheitern. Ein Ort, in den bolschewistische Kräfte vorübergehend eingedrungen roaren, wurde im Gegenstoß dem Feind wieder entrissen. An einer anderen Stelle wurden zwei, an einer weiteren drei feindliche Panzerkampfwagen vernichtet. Am Tage darauf griffen bolschewistische Kräfte in Bataillons­stärke die deutschen Linien in einem benachbarten Abschnitt an. Das feindliche Bataillon wurde fast vollständig aufgerieben. Im nördlichen Front­abschnitt kam es am 18. Januar zu außerordentlich schweren Kämpfen. Holsteinische und olden- burgische Truppen wiesen alle Angriffe ab und ver­nichteten sechs schwere Panzerkampfwagen. An fei­ner Stelle konnten die Bolschewisten in die deutschen Linien einbrechen.

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Im mittleren Kampfabschnitt füdwesttich und nordwestlich von Moskau und im Seegebiet der lPaldai-Höhen bombardierten Kampf-, Sturzkampf-, Zerstörer- und die Jagdschutz fliegenden Jagd-Flug­zeuge unablässig Truppen und Stellungen des Fein­des. Trotz der harten Einsatzbedingungen hielten diese Angriffe den ganzen Tag über an, was zu außerordentlichen Verlusten des Feindes führte. Im nördlichen Kampfabschnitt richteten sich Tief­angriffe gegen bolschewistische Arttlleriestellungen. Drei feindliche Batterien wurden vernichtet, sechs weitere stark beschädigt. Mehrere Kampfflugzeuge zerstörten einen Eisenbahnzug auf der Murman- Bahn. Drei Betriebsstoffzüge wurden in Brand ge­worfen und die Gleise av mehreren Stellen unter­brochen. Die ununterbrochenen Einsätze stellten große Anforderungen an die deutschen Flugzeuge und ihre Besatzungen. Dabei gingen nur zwei deutsche Flugzeuge verloren.

Der Wehrmachiberichi.

DNB. Aus dem Führerhauplquarkler, 20. Januar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Auf der Krim wurden die im Kaum nordost­wärts Aeodosia kämpfenden feindlichen Kräfte wei­ter nach Osten zurückgeworfen.

An der Donezfront sowie Im mittleren und nördlichen Frontabschnitt dauern die Abwehrkämpfe an. Bei erfolgreichen Stohtrupp- unternehmungen fügten slowakischeTruppen dem Gegner blutige Verluste zu.

Die Luftwaffe unterstützte an der gesamten Ostfront, zum Teil unter schwierigsten Einsahbedin- gungen, die Kämpfe auf der Erde. Die IHurman- Bahn wurde an mehreren Stellen durch Bomben-

Oer Dichter Ludwig Thoma.

Zum 75. Geburtstage am 21. Januar.

Am Schluß feiner 1919 erschienenen Erinnerun­gen sagt Ludwig Thoma:Bon dem Drucke, den ich wie alle nach dem Zusammenbruche des Vater­landes auf mir lasten fühle, suchte ich und fand ich zeitweilige Befreiung in der Erinnerung an die Vergangenheit!" Wie leuchtend heben sich Kindheit und Jugend und das Schaffen und Wirken des Mannes von der düsteren Gegenwart ab! Das Rauschen der geheimnisreichen oberbayrischen Wäl­der umgab den Oberförstersohn von Vorder°Riß und Prien; die Jäger waren seine besten Freunde. Zwar die Schule in München, deren Lehret Sonderlinge und Tyrannen,niemals Kameraden" waren, wo Körperliche Ausbildung alsAllotria treiben" aalt, behagte dem naturwüchsigen, mit scharfem Ver­stände begabten Knaben wenig. Aber er verstand bald, mit gutem Humor über alle schwierigen Lagen Hinwegzukommen und ein wacher Sinn für bildende Kunst, die Freude an Büchern und Theater erschloß neue Quellen der Freude.Meine Erlebnisse auf her Hochschule waren die herkömmlichen, so sehr, daß ich sie nicht zu schildern brauche." Dann kam der Rechtsanwaltsberuf, zuerst in dem in eine rei­zende Hügellandschaft eingebetteten Städtchen Dachau, dessen gemütliche alte Giebelhäuser es dem jungen Juristen antaten. Inzwischen hatte Thoma beide Eltern verloren und wurde von einer mütter­lichen Haushälterin, deralten Victor", betreut. Die Rechtsgeschäfte brachten ihn mit einem Bauern- volk in Berührung,das sich Rasse und Eigenart fast unberührt erhalten hatte". Aber das Landleben wurde ihm nicht nur innig vertraut, sondern:Im Derstehenlernen faßte ich Lust, dieses Leben zu schildern." Thoma schrieb seine ersten Sauern- geschichten, die im Jahre 1897 unter dem Titel Agricola" erschienen.

Aber noch eine andere Seite in Ludwig Thomas Wesen kam zum Durchbruch: der Humor, der Blick für menschliche Schwächen, die Fähigkeit zur Satire, zur schaden Polemik.3n Freundeskreisen machten zuweilen Gedichte von mir die Runde, die, meistens

im Dialekt, bald derb, bald hanebüchen luftig waren ..." Die Freunde waren in der Hauptsache Maler, Mitarbeiter der neugegründeten Zeitschriften Jugend" undSirnplicissimus". Auch Ludwig Thoma wurde zur Mitarbeit gewonnen und schrieb unter dem bald berühmt werdenden Decknamen Peter Schlemihl" politische Gedichte und Skizzen. Als seine Bauerngeschichten, seine ersten Lustspiele Erfolg hatten, als er Schriftleiter amSirnpicissi- rnus" geworden war, verkaufte er (1899) seine Rechtsanwaltspraxis und wurde freier Schriftsteller. Arbeit- und kampferfüllte Jahre folgten, heitere Jahre in der Gemeinschaft guter Kameraden, bis der Krieg kam ...

,Hch fühle mich um jo mehr vereinsamt", schreibt Ludwig Thoma 1919,als ich alles, was sich heute in der Literatur, in der Kunst, in der Politik lär­mend oordrängt, verabscheue". Thoma ist aber nicht der Mann, der der Vergangenheit untätig nach­trauert. Dazu ist er zu sehr der Kämpfer, der einst, ohne jemals einer Partei anzugehören, gegen Ultra» montanismus, gegen Byzantinismus und rotes Bonzentum vom Leder gezogen hatte, der mehrmals seinen Bekennermut mit gerichtlicher Bestrafung hatte büßen müssen. Wo kann er jetzt seinem In­grimm Luft machen? DerSimpl" befindet sich in jüdischen Händen. Da beginnt Thoma für ein W-in- kelblättchen, denMiesbacher Anzeiger" zu schrei­ben, ohne Honoraraußer zum Scherze ein Packl Tabak". Bald wird derMiesbacher Anzeiaer" im ganzen Reich wegen seiner Leitartikel gelesen, als deren Verfasser erst spät Ludwig Thoma erkannt wird. Manche der alten Gegner sind noch da, die Klerikalen, die Partikularisten, aber die Haupt­feinde, das sind diegeborenen Kleiderhändler" in derSchieberopolis an der Spree". Thoma nannte sich eineneingefleischten Friderizlaner", er hatte Hochachtung vor preußischer Tüchtigkeit" und schätzte die ihm durch einen langen Aufenthalt gründlich bekannte, saubere, arbeitsame, geistig regsame Reichshauptstadt sehr, aber jetzt teilte er mit alt- bayrischer Grobheit kräftige Watschen aus einer der ersten aufrechten Publizisten der Systemzeit!

Wir verehren in Thoma den Dichter der urwüch­sigen, aus tiefem Wissen um Freud' und Leid» mn

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rourf unterbrochen; dn Vetriebsstoffzug wurde in Brand geworfen.

In Nordafrika bddersdttge Spähtrupp- und ArtillerietäKgkdt. Wirkungsvolle Luftangriffe richte­ten sich in der Cyrenaika gegen Hafenanlagen und gegen die küstenstraße. 3m Raum südlich A g e-. dabia wurden britische Kraftfahrzeugansammlun­gen und Zeltlager mit Bomben belegt.

3m Seegebiet von Tobruk beschädigten deutsche Kampfflugzeuge ein größeres Handelsschiff durch mehrere Bombentreffer.

Die Bombardierung von LaValetta und bri­tischen Flugplätzen auf der 3nsel Malta durch deutsche Kampfflugzeuge wurden mit starker Wirkung fortgesetzt.

Landtagsabgeordneten" erfreuen.

Ein viel zu früher Tod ereilte den Dichter. Nach einer schweren Operation starb er am 26. August 1921 in seinem geliebten Rottach am Tegernsee, wo er seine Erinnerungen mit den Worten beendet hatte:Um mich ist Heimat. Und ihre Erde kann einmal den, der sie herzlich liebte, nicht drücken."

Franz Heinrich Pohl.

Sprache, Sitte und Brauchtum des Landvolkes quellenden BauernromaneDer Wittibe r", Andreas st" undSer Ru epp", des er- greifenden BauerndramasM a g d a l e n a" und

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Nachdem die britische Admiralität am 19. Januar endlich ge^mingen war, den Verlust des Untersee­bootesPerseus" zuzugeben, muß sie nun auch die Versenkung des ZerstörersV i m i e r a" melden. Von dieser Zerstörer-Klasse wurden bereits die Zer­störerValentine" undVenezia" versenkt. ,,M»

Das Gtachelschwein.

Von Dr. Richard Gerlach.

Unsere Soldaten, die des Nachts in Afrika Wache haben, werden vielleicht hie und da im Gebüsch ein verdächtiges Rascheln hören. Den wenigsten wird es aber glücken, ein Stachelschwein zu sehen, denn die großen Nager sind sehr vorsichtig und verschwin­den am Morgen wieder lautlos in ihren Höhlen.

Stacheln haben auch unsere Igel und die Schna­beligel Australiens, an denen sich ungewitzigte Raub­tiere eine blutige Schnauze holen können. Die Stachelschweine aber rollen sich nicht nur zusammen, sondern gehen mit ihren starrenden Lanzen zum Angriff über. Sie kehren habet dem Feinde das Hinterteil zu, die Nackenmähne richtet sich auf, und hundert Spieße sind plötzlich bereit, sich durch Haut und Fleisch zu bohren. Mit einem unvermuteten Ruck drückt sich das Stachelschwein an den Gegner heran, und Dolche bleiben in her Wunhe stecken. Der Hinterrücken und der Schwanz starrt von diesen

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Dabei ist das Stachelschwein aber keineswegs ein bösartiges Geschöpf, es will nur nickst belästigt werden und ist die verkörperte Abwehr. Auf nackten Fußsohlen latscht es ganz gemächlich dahin, und her Stachelschwanz watschelt bei jedem Schritt auf hie entgegengesetzte Seite. Zur nächtlichen Stunde sucht es nach Früchten, Kräutern und Wurzeln, es folgt j dabei feiner Nase, welche sogar die Gerüche von 1 Dingen wahrnimmt, die unter her Erde sind.

Die Stachelschweine sollen in her Natur einsied- I lerisch leben. Im Zoologischen Garten zeigen sie sich ] sehr gesellig. Wo vier zusammen sind, kommt stets eins hinter dem anderen aus der Höhle hervor,.und ebenso verschwinden sie wieder. Sie benehmen sich, als hätten sie ein Haarkleid wie jedes andere Säuge­tier und als wüßten sie von den hundert Dolchen ihrer Kehrseite nichts. Aber beim geringsten Schreck richten sich die Stacheln dem Geräusch entgegen, und her Schakal der Wüste, der einen Sprung wagen wollte, zieht sich dann schleunigst zurück. Das Sta­chelschwein aber legt auch weiter keinen Wert auf seine Bekanntschaft und taucht geräuschlos in der Nacht unter.

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greifenden BauerndramasM a a b a I e n a" vieler ländlicher Erzählungen. Wir werden immer wieder an Thomas vvn köstlichem Humor erfüllten KomödienM oral",Die Me­daille",Die L o k a l b crh n", Gattchens Geburtstag", dem prächtigen Bauernschwank E r ft e r Klaff e", den drei EinakternBraut- f ch a u", feinenLausbubengefchichte n"; demB r i e f w e ch f el eines bayrischen

Thoma beim Tarock.

In Ludwig Thomas schönem Landhaufe in Rottach am Tegernfee, am Fuße des Walbergs, fitzt ein oierblättriges Kleeblatt zusammen beim Tarock­spiel: der Thoma, der Ludwig Ganghofer, der Michael Dengg und der Bertt Schultes.

Das Spiel ist wundervoll im Gang, aber Dengg und Schultes müssen ins Theater, über den See hinüber; es ist höchste Ze>it. Der Ganghofer aber ist grab mitten im besten Zug und will natürlich jetzt nicht aufhören. Es muh halt im Boot weiter ge­spielt werden. Eilig holen sie das Boot herbei und drängen hinein. Thoma nimmt in die eine Hand die Karten, und mit der andern macht er sich am Steuer zu schaffen. Das Spiel geht weiter. Wild klatschen die Trümpfe auf die Bank. Da bemerkt auf einmal der Schultes-Bertl zu seinem Schreck, daß das Boot leckt, und daß sie alle schon mit den Schuhen im Wasser stecken. Schultes schreit:

Ludwig, wir berfaufen!"

Aber Thoma brüllt zurückrDös b mir wurjcht! I hab a Herzsolo^ £ A. 2.

Der Beruf der Nachrichtenhelferin ist einer der jüngsten Frauenberufe ihn hat dieser Krieg erst geschaffen. Seit dem vorigen Jahr sind Nach­richtenhelferinnen vom Oberkommando der Wehr­macht überall in her Heimat, im Protektorat, im Generalgouvernement und in den besetzten Ländern und Gebieten eingesetzt. Sie stehen auf verantwor­tungsvollem Posten am Fernschreiber und im Fern- sprechdienst. Ihre e r ft e Pflicht ist, im Interesse her Landesverteidigung über die Art ihrer Berufsaus- Übung zu schweigen. Nachrichtenheiferinnen sind daher aus naheliegenden Gründen wenig mitteilsam und selbst in einem aUaemeinen Gespräch wägen sie ihre Worte. In der Oefsentlichkeit sieht man sie nur in ganz seltenen Fällen allein ausgehen. Meistens sind sie zu zweien und dreien. Nur die Führerinnen sieht man gelegentlich ohne Begleitung.

Die einheitliche Dienstbekleidung der Nachrichten­helferinnen ist ein graublaues Kostüm. Auf einer schwarzen Krawatte tragen sie eine schwarze Brosche mit einem silbernen Blitz. Dieser Blitz ist der Anlaß, daß man ihnen den scherzhaften BeinamenB I i tz- mädel" gegeben hat. Er ist in letzter Zeit, beson­ders im Generalgouvernement, abgelöst worden durch die luftige BezeichnungDrahtamfe l".

Zwei der jungen, frifchen Mädchen erzählten uns etwas von ihrem außerdienstlichen Leben im Ge­neralgouvernement.Es stehen in unseren Reihen nur junge Mädchen unb Frauen im Alter von 19 bis 35 Jahren. Sie kommen aus den oer- fchiebensten Berufen zu uns: Hausangestellte, Fa­brikarbeiterinnen, Studenttnnen, Künstlerinnen usw. Eine Vorbildung als DRK.-Helferin ist Bedingung. In 20 Doppelstunden werden die Nach­richtenhelferinnen vom DRK. ausgebildet.

Um den Frauen urtb Mädchen im fremden Land ein wenig die Heimat zu ersetzen, wohnen sie in gemeinsamen Unterkünften, entweder Schulen oder großen Wohnhäusern. Eine Zug- führerrn ist Leiterin eines solchen Heimes, das

außer den e-igenttichen Wohnzimmern auch Gemein, schaftsräume umfaßt, wie Lesezimmer, Musikraum usw. Eine militärische Wache kontrolliert die Be­sucher, die sich in ein Besucherbuch eintragen müssen. Da der Dienst recht anstrengend ist und in Tag. und Nachtschichten durchgeführt wird, wird auch auf die gesundheitliche Betreuung der Nach, richtenhelferinnen großer Wert gelegt. Als Aus­gleich für ihre zumeist sitzende Tätigkeit beginnen die Mädchen den Tag mit Frühsport, her von einer Svortwartin geleitet wird. In jedem Heim wird gesondert gekocht. Damit ist gewährleistet, daß die Frauen und Mädchen ausreichend und Neuzeit- licher Ernährungswisienschaft entsprechend beköstigt werden.

Einmal in der Woche findet ein Heimabend statt, den die Oberführerin durchführt. An ihm neh­men die dienstfreien Kameradinnen immer in gro­ßer Anzahl unb mit viel Freude teil. Er trägt zur Förderung der Kameradschaftlichkeit unter den Blitzmädeln" bei, die sich bei ihrem verschiedenen Einsatz am Tage oder in der Nacht sonst oft gar nicht kennenlernen würden. Der Heimabend hat aber außerdem den wichtigen Zweck, die politische Aus­richtung der Nachrichtenhelferinnen zu vertiefen. Das geschieht vielfach an Hand einer Zeitungsschau, die die Oberführerin gibt und die die Grundlage für weitere politische Arbeitsgemeinschaften bildet.

Aus allen. Gauen Deutschlands sind die Frauen und Mädchen im Zeichen des Blitzes ins General­gouvernement zum Einsatz gekommen. In ihrem gertieinfamen Heim schwirren die verschiedensten deutschen Dialekte durcheinander. Zwischen den Nachrichtenhelferinnen und den Soldaten besteht eine gute Kameradschaft. Denn die Soldaten wissen, welchen wichtigen Dienst die Nachrichtenhelferinnen der Truppe leisten, und dieMitzmädel" sind stolz darauf ihrem Vaterlande diesen Dienst erweisen zu können. Dr. G. H.

Nachrichtenwesens anzuordnen. Ob sich die argen- I tinische Flotte an Geleitzugen beteiligen werde, I unterliege der Prüfung durch die Marineleitung.

Während Uruguay am entscheidendsten für den I Abbruch her Beziehungen eintritt, sehen Peru, I Paraguay und Bolivien auf die Haltung I Argentiniens und Chiles, die beide gegen I einen Abbruch der Beziehungen sind, während I Brasilien eine vermittelnde Haltung einnimmt I und Ekuador seine Haltung von dem Äusgang des I Grenzkonflikts mit Peru abhängig macht. So ist in I Rio noch alles in der Schwebe, obwohl her Druck I des USA -Imperialismus auf die südamerikanischen I Staaten sich täglich verstärkt.

Der neue Chef

des italienischen Generalstabes.

Rom, 21. Jan. (Europapreß.) Der ,$um Chef des I Generalstabes des Heeres ernannte Anneegeireral I Viktoria Ambrosio, bisher Kommandcmt her I 2. italienischen Armee, ist 1879 in Turin geboren I und hat als Hauptmann am italienisch-türkischen I Krieg und als Stabschef einer Kavalleriedivision am I Weltkrieg teil genommen. Als Oberst hat Ambrosis I das Kavallerieregiment Sovoia tommanfbqert. Er I ist 1927 Brigadegeneral und 1932 Divisionsgeneral I geworden. Als Armeeckorpsgeneral ist ihm 1938 I das Kommairdo der 2. Armee übertragen worden, | die am Krieg gegen Jugoslawien teilgenommen hat. ]

Meine politische Nachrichten.

Der frühere PolizeipräsDent von Tokio, Kiyoshr' Jkeda, wurde zum Oberkommissar für die von der J japanischen Marine besetzten Gebiete ernannt Der^ 57jährige Jke^da war früher der Chef her korea« W nischen Polizei.

. Feindliche Unterseeboote haben in der Nähe der 1 Küste des Staates Neuyork den TankdampferNor- netz" (9577 BRT.) 130 Meilen von der Freiheits­statue entfernt durch drei Torpedotreffer versenkt. Die 30köpfige Besatzung sämtlich Skandinavier konnte gerettet werben.

Oie Konferenz von Nio.

Nach Funkmeldungen der Frankfurter Zeitung aus Rio de Janeiro und Buenos Aires beschäftigt sich die panamerikanische Konferenz in Rio gegen- wärtig mit mehr als 50 Vorschlägen über eine politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit der amerikanischen Staaten. Sie. gehen im einzelnen weit auseinander und wurden zur weiteren Be­arbeitung Unterkommissionen überwiesen. Mexiko, Venezuela, Columbien und Uruguay wünschen, daß die übrigen amerikanischen Staaten ebenfalls ihre Beziehungen zur Achse abbrechen. Doch für solche weitgehenden Entscheidungen ist die Konferenz selbst nicht zuständig und kann den Re­gierungen yur Anregungen geben. Deshalb werden Sie endgültigen Entschließungen vermutlich sehr all­gemein gehalten wenden, um einstimmige Beschlüsse

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zu ermöglichen.

Die beiden größten südamerikanischen Staaten Brasilien und Argentinien behandeln die USA. alsnichtkriegführende Macht". Der brasilia­nische Staatspräsident Vargas erklärte Journa­listen, daß Brasilien nicht mehr neutral fei, nachdem der Krieg die westliche Hemisphäre erreicht habe. Der argenttnische Vizepräsident C a st i l l 0 erklärte, die Instruktionen für die argentinische Delegation in Rio seien so elastisch, daß sie eine Einigung über eine Kompromißformel zur Frage des Abbruchs der Beziehungen ermöglichen würden. Argentinien sei, falls nötig, bereit, Einschränkungen^ gegenüber den Jnteresien und den Staatsangehörigen der Achsenmächte auf wirtschaftlichem und finanziellem ,-----.........-----u

Gebiet ebenso wie hinsichtlich des Verkehrs und des mtera" (1090 Tonnen) war mit vier 10,2-cm-Kano-

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