Mittwoch, 21. Januar 1912
Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Sie Hintergründe der japanischen Wehrkraft
Von Dr. Walter Donat, Direktor des Japanisch-Deutschen Kulturinstitutes in Tokio.
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des Führers am 22. Juni
Großmacht genauer studi r verrechnet haben. Denn
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nationalen Konzessionen in China leicht den Schau- entscheidend waren, so hatten la auch mir manchen
Churchill und das Parlament
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Zchriftleitung und Geschäftsstelle: Gietzed, Zchulftrahe 7-9
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Stockholm, 20. Januar. (Europapreß.) Die Schlacht um das letzte Autzenwerk Singapurs, wie Iohore Baru am äußersten Zipfel Malayas gegenüber der Insel Singapur in London bezeichnet wird, ist in vollem Gange. Die dort eingeschlossenen 20 000 Mann britischer und vor allem australischer Truppen kämpfen verzweifelt gegen die immer stärker werdende militärische japanische Ueb erlegen - heit. Auch der Japaner wirft alle verfügbaren Streitkräfte in den Kampf. Der Kommandeur der eingeschlossenen australischen Einheiten, General B e n- nett, teilte in einem Funkspruch mit, daß sie ihre Stellungen „noch" hielten. Ausschlaggebend für den Ausgang des Kampfes wird es sein, ob es den Briten rechtzeitig gelingen wird, ausreichende frische Truppen heranzuschafsen.
Die zwischen Labis und Yongpeng ein- geschlofsenen britischen Einheiten machen verzweifelte Ausfallversuche, in der Hoffnung, sich doch noch eine Rückzugsmöglichkeit zu erkämpfen. Der Ring der Japaner wird jedoch an der ganzen Front immer enger, an vielen -Stellen ist der britische Widerstand bereits gänzlich gebrochen. Ein Teil der geschlagenen Briten versucht nun, nach Ayer 3tarn, einem bedeutenden Verkehrsknotenpunkt in Zentral-Johore, zu entkommen. Am Montagnach- mittag besetzten die Japaner, nach Brechen des Widerstandes der 45. Division, die Stadt Baki, 20 km östlich von Batu Annarn. Auch hier setzen die Japaner ihre Angriffe mit unverminderter Ducht fort. Die Briten werden von Resten der britischen Luftwaffe nach Kräften unterstützt. Diese sind jedoch auch hier der japanischen Luftwaffe bedeutend unterlegen, so daß die Zahl der britischen Flugzeuge, die der Verteidigung Singapurs noch zur' Verfügung stehen werden, immer geringer wird. Die Anstrengungen der Briten, sich der japanischen Umklammerung zu entziehen, sind um so größer, als die von den Japanern eingeschlossenen 20 000 Mann britischer Streitkräfte für die Verteidigung Singapurs gedacht waren. Nach der Einschließung dieser Streitkräfte stehen für die Verteidigung dieses britischen Stützpunktes nur noch rund 10 000 Mann zur Dersügung.
Funkberichte aus Singapur lassen ferner erkennen, daß die Lebensmittelversorgung der von Flüchtlingen überschwemmten Stadt bereits ernste Schwierigkeiten bereitet. Alle diese sich täglich steigernden Schwierigkeiten haben den Stadtrat von Singapur veranlaßt, auf Verlangen zahlreicher indischer Einwohner cm die Regierung in London
englischen Interessen aufeinanderstoßen.
August 1907 wurde das Land in eine russische Einflußzone im Norden und eine englische im Südosten aufgeteilt. Dazwischen verblieb ein neutrales Gebiet, das jeder der beiden interessierten Großmächte offenstehen sollte. Während des ersten Weltkrieges war der Iran, ohne sich selbst am Kampf zu beteiligen, Kriegsschauplatz. Nach Friedensschluß aber begann für das Land eine bessere Zeit. Unter einer starken weitblickenden Regierung, die sich von der englischen und russischen Bevormundung immer mehr frei zu machen wußte und enge Anlehnung an die stammverwandte Türkei suchte, begann der
Japanischer Lustangriff auf Habaul.
Schanghai, 21. Jan. (DNB. Funkspruch.) Der australische Luftfahrtminister Drakeford hat einen Angriff japanischer Kampfflugzeuge auf Rabaul, die Hauptstadt des australischen Mandats von New Guinea, bekanntgegeben. Die japanischen Bomber, die vermutlich von einem Flugzeugmutterschiff gestartet seien, hätten den Flugplatz von Rabaul in mehreren aufeinanderfolgenden Wellen angegriffen und militärische. Anlagen zerstört.
platz von verschleierten Aufkäufen abgeben konnten. Jedenfalls darf das gegenwärtige japanische Rü- tungspotential als recht umfangreich und vor allem n hohem Maße erweiterungsfähig angesehen werden.
sind.
Zur Beurteilung für die Durchhaltekraft eines kriegführenden Volkes gehören aber nicht nur die mehr oder weniger meßbaren Kräfte feiner technischen und kriegswirtschaftlichen Rüstung und ihrer Reserven. Wenn die Menge der Rohstoffe, die Größe der Produktionskapazität usw. allein kriegs-
1941 sind aller Welt die Vorschläge bekannt, mit denen Molotow im Winter 1940/41 nach 23 er«
mng wurde durch geführt.
Nach Festigung der Verhältnisse in Rußland nahmen bald nach Beendigung des ersten Weltkrieges auch die Machthaber der Sowjetunion, alter Tra-
vruck und Verlag: vrühlfcheUniverfltätrdruckerei 8. tauge
Trotz der gewaltigen Erfolge, die Japan in den wenigen Wochen des Krieges im Pazifik davonge-
Krscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen:
Gießener Familienblätter Heimat imBild DieScholle Bezugspreis:
Oie Schlacht von Iohore Bahrn.
Erbitterter britischer Widerstand am äußersten Zipfel Malayas.
würde sich weniger______,
beobachtet haben, wie dieses Volk mit einer fast unheimlichen Konsequenz seine gesamten Energien in die Vorbereitung auf die kommenden Auseinandersetzungen zusammengefaßt hatte. Wie ein systematisches und zähes Sammeln aller in der Welt verfügbaren militärischen, wirtschaftlichen, tech. nischen und wissenschaftlichen Erfahrungen zusammenspielte mit einer wunderbaren Oekonomie und Konzentration der eigenen Kräfte. Was zu lernen war, wurde gelernt (preußisch-deutsche Heeresorganisation und Ausbildung Schiffsbau und Seestrategie usw.), al
lernte wurde sogleich in die eigene Waffe umge»
SJäI 192. Jahrgang m.u
Monatlich... RM.1.80 ZultellgekMr ,, 7-25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Kerrrsvrechanschluß 2251 Drahtanschrift: „Anzeige^ Postscheck 11686 Frankf./M.
Geschichte des malaiischen Feldzuges fei*. Seine Worte klangen, als ob die Engländer gerade dabei wären, die Japaner aus Malaya zu vertreiben. Tatsache sei, daß die weit unterlegenen britischen Streitkräfte in einer ernsten Lage seien.
Auch Reuters militärischer Kommentar ist ausgesprochen trübselig. Die Gesamtlage sei so heikel und verworren, und die japanische zahlenmäßige Ueberlegenheit zu Lande und in der Lust so groß, daß man Tag für Tag nur den Ereignissen zu- schauen könne, ohne irgendwelche Schlußfolgerungen zu ziehen. Die Einnahme von Tavoy in Südburma durch die Japaner sei h ö ch st unangenehm. Tavoy sei ein Bergwerkzentrum, ein Hafen am Indischen Ozean und der dritte verlorene Flugplatz in Nieder-Burma, nachdem bereits die Flugplätze in Victoria-Point und Mer- gui von den Japanern besetzt seien.
Gihung
des japanischen Reichstages.
Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 81/, Uhr desGormittags
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Nachlässe:
Wiederholung Malstaffel 1 AbschlüsfeMengenstaffelv Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25^mehr
Wer diese Jahrzehnte des japanischen Aufstiegs zur modernen Großmacht genauer studiert hätte.
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dition folgend, die Dardanellenpläne wieder auf. Sie suchten ihren Zielen zunächst durch eine Verständigung mit der Türkei näherzukommen. Ein Freundschaftsvertrag zwischen beiden Ländern wurde abgeschlossen. Ihren vereinten Bemühungen gelang es dann, daß 1936 der Völkerbund in den Abma
ßen haben.
Durch die Kundgebung 1941 sind aller Welt bi
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wandelt.
Die Vorbereitungen zu jedem der Kriege, die Japan seit seiner Erneuerung geführt hat, waren gründlich umfassend und bis aufs letzte durchdacht. Bei aller Kühnheit ist eine Grundeigenfchaft des Japaners die Vorsicht. Wer die japanische Führungsschicht näher kennt, mit all den Regulativen, die einer endgültigen Entschlußfassung vorgebaut sind, der weiß, daß Japan für die Existenz seines States kein Risiko eingeht ohne höchstmögliche Sicherungen. Der Krieg, in den Japan am Ende des letzten Jahres eingetreten ist, geht um seine Existenz als Großmacht überhaupt. Ein Blick in die Geschichte läßt es als sicher erscheinen, daß die Vorbereitungen zu diesem Kriege umfassend
Man kann die Frage, ob denn unser Bundesgenosse Japan auch die genügenden Voraussetzungen ür einen so gigantischen Krieg mitbringe, auch anders beantworten, in dem man auf die Geschichte verweist. Als das amerikanische Geschwader des Kommodore Perry im Jahre 1853 vor dem Jahrhunderte hindurch von aller Welt abgeschlossenen Lande erschien und die Eröffnung von Handelsbeziehungen erzwang, war Japan ein in unserem Sinne fast noch mittelalterlicher Feudal st aat, dessen Bewaffnung und Wirtschaft den modernen Staaten des Abendlandes hoffnungslos unterleaen war.. Es war in feiner Technik kaum entwickelter als irgendeines der anderen pazifischen Anliegerländer, und hätte wie diese dem Imperialismus und der Ausbeutungswirtschaft der westlichen Mächte zum Opfer fallen müssen. Da war es für die Welt keine kleine Ueberraschung, als wenige Jahrzehnte später ein völlig modernisierter Staat, eine funftionierenöe und exportstarke Wirtschaft und Industrie, und eine schlagkräftige modernste Wehrmacht ihre Forderungen in Ostasien anmeldeten. Der Chinesisch-Japanische Krieg aab der Welt einen ersten Beweis von der Leitungsfähigkeit des neuen Japan. Immerhin, als 1904 der Russisch-Japanische Krieg ausbrach, haben von den militärischen Fachkundigen im Abendland wohl 99 v.H. mit einem schnellen Ende >der neuerstandenen Macht gerechnet. Aber ein voller Sieg stand am Ende vieles xrieaes, und Japan war als Großmacht stabilisiert.
Tokio, 21. Jan. (DN'B.-Funkspruch.) Der ja- panische Reichstag tritt heute wieder zusammen, um die für die- Durchführung des Krieges notwendigen Mittel zu bewilligen. Auch ist eine Reihe von ^Gesetzen zu verabschieden, die die finanzielle und wirtschaftliche Grundlage für den Aufbau des neuen Ostens sicherstellen. Die Sitzung wird emgelettet durch eine Rede des Ministerpräsidenten General To jo. Weiter sprechen Außenminister Togo, Ministerpräsident To jo in seiner Eigenschaft als Kriegsminister, Marineminister Admiral Shrma- d a , sowie Finanzminister Kaya.
Heber 200 Abgeordnete des Unterhauses haben eine Entschließung ein gebracht, die eine Erneuerung der Tätigkeit des Parlamentes fordert. Es sei Pflicht des Reichstages, von sich aus ein großes
Das sowjetisch-britische Militärbündnis.
Von Generalleutnant v. Tieschowitz.
Der englische Außenminister Eden hatte, bevor Churchill aus USA. zurückkehrte, wieder eine Besprechung mit Stalin und Molotow in Moskau. Dabei hat es sich, wie die Londoner Times" in diesen Tagen ausführt, unter 'anderem um die zukünftige militärische Sicherheit und die wirtschaftlichen Interessen der Sowjetunion gehandelt. Es ist nicht schwer zu erraten, wie man die militärische Sicherheit erreichen will. Im Westen kann es sich nur handeln um ein Zerschlagen Großdeutschlands und um dessen militärische Ohnmacht, im Osten Um das Zurückdrängen Japans vom asiatischen Festlande. Die in Moskau besprochenen wirtschaftlichen Fragen werden sich vor allem bezogen haben auf die Schaffung von Zu- gän g e n zum eisfreien Meer für Sowjetrußland. Dabei kann es sich nur handeln um den in Moskau und Petersburg eit Generationen erstrebten Besitz von Kon tantinopel und der Dardanellen, um o die gesicherte Verbindung mit dem Mittelmeer in der Hand zu haben und um die Verbindung mit dem Indischen Ozean durch das Gebiet des Iran. Letzteres Land und die Türkei würden also durch solche Pläne aufs schwerste getroffen werden. Es wird kein Zufall gewesen fein, daß gerade die diplomatischen Vertreter Englands.in diesen beiden Ländern an den Moskauer Beratungen teilgenom-
Tokio, 21. Jan. (DNB.-Funkspruch.) Zwei japanische Luftgeschwader griffen britische Truppenansammlungen bei Moulmein in Burma an und richteten große Zerstörungen an Kasernen, Eisenbahnanlagen, Lagerplätzen, Lastwagen usw. I S t o ck h o l m , 20. Jan. (Europapreß.) Churchill an. Moulmein, eine Stadt von etwa 65 000 Ein- Kat sich noch nicht richtig wieder zu Haus einge-
wohnem, etwa 150 km in der Luftlinie von Ran- eine Gruppe von Parlamentariern
gun, ebenfalls am Golf von Martaban gelegen, ist gefordert, das britische Unterhaus möge Mittelpunkt der ersten britischen Derteidigungsstel- -usammentreten. Es wird eine eingehende Aus- lung gegen die vereinigten japanisch-thailändischen über die Vielzahl der Schlappen gefordert, Streitkräfte und bedeutendster Hafenplatz neben öic ©ngiänber seit Wochen in ununterbrochener Rangun. Die Engländer haben hier größere Trug- Reihenfolge in Ostasien erleiden müssen. Also blieb penmaffen zusammengezogen, da sie befürchten Churchill nicht anders übrig, er kündigte eine brei- müffen, daß nach dem Fall von Singapur ber tägige Unterhausdebatte über die Kriegführung an. nächste Schlag gegen Burma als Derforgungsbasis Cr werde die Vertrauensfrage stellen, wenn die für Tfchungking fallen wird. Diskussionen eine Herausforderung gegen die Re-
Ein in der Montagnacht in Rangun veröffent- gierung darstellen sollten. ,Zch teile natürlich die lichtes Kommunique gibt den Rückzug der britischen Besorgnisse um den Krieg in Ostasien, habe aber Streitkräfte aus der bedeutenden südburmesischen Vertrauen auf das schließliche Ergebnis dieses Hafenstadt Tavoy bekannt. — In dem Kom- Konflikts." Mit diesen Worten versuchte Churchill muniquö heißt es, daß angesichts der Ueberlegen- vorerst die Erregung zu besänftigen, die weite heit der feindlichen Streitkräfte „die Zurücknahme Kreise |n Landon über die Schläge in Ostasien er- der britischen Truppen auf günstigere Stellungen griffen hat. Hauptzweck der Schaudebatte soll sein, erfolgt. 2lus der gleichen Mitteilung geht noch her- unangenehmen .beträchtlichen Diskussionen vor, daß die Japaner den Flughafen von Tavoy außerhalb des Hauses" zu unterbinden. „Im großen bereits besetzt haben. 'Tavoy ist neben Mergui etwa und ganzen sind wir der Ansicht, daß die Aus- 180 Kilometer weiter südlich der wichtigste Hasen spräche öffentlich geführt werden soll", Tagt Chur- der burmesischen Provinz Tenasserim und liegt in und fügt hinzu, „daraus wird sich die Not- der Luftlinie nur 400 Kilometer von der burmefi- Wendigkeit ergeben, den Anfragen einigen Zwang sch en Hauptstadt Rangun entfernt. Von besonderer aufzuerlegen". Typisch dafür war schon der An- Bedeutung ist die Eroberung von Tavoy für die trag des Abgeordneten Granville, daß sofort Flug- Stellung der Japaner im Indischen Ozean, nachdem ^uge ftU5 England zur Verteidigung Singapurs sich nunmehr die gesamte malaiische Halbinsel in ja- abgeschickt würden. Dazu erklärte der Sprecher der panischer Hand befindet. Regierung: ,^ch befürchte, daß ich im Rahmen der
Geschäftsordnuna die Erlaubnis zu dieser Anfrage nicht erteilen darf." Worauf dann die Angelegenheit fallen gelassen wurde.
Der Londoner ,Laily Expreß" macht die tradi-
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Hungen van Montreux sich imt einer W«derd-sech- ,, CH „„ .... v„0.,..........
Fung der Dardanellen einverstanden ertlarte. get» L en hat, wird heute oft gefragt, ob denn Japan ner wurde damals zugestairden, daß die Kriegs- auch d u r ch h a l t e n könne, ob seine Kräfte, die es schiffe,6er Anliegerstaaten des Schwarzen Meeres bem fünfjährigen Krieg in China und schon vor- i im Frieden die Meerengen ohne Beschränkung be- U in 6en jahrelangen Kämpfen in der Mandschurei nutzen durften, wahrend d,e Durchfahrt für andere if, ftärt(te verausgabt habe, auch ausreichen wer- Seemächte echeblich eingeschränkt wurde. Wahrend I (einen neuen gewaltigen Gegnern, USA.
eines Krieges in dem die Turke, neutral blieb, l Britannien, überlegen zu bleiben. Demgegen- irbernahm sie die Verpflichkln«. d,e Meerengeni für über jft f(J $ic Besetzung und Sicherung der die Durchfahrt frember Schiffe zu schließen Diese Mandschurei 1931 ist im großen und ganzen Lage besteht augenblicklich, in Ankara wird man mif ben'Sräften durchgeführt worden, die ohnehin mcht,rn Jweisel sein dag ein Sieg Englands und den Waffen standen, das heißt mit der re- der Sowjetunion für tue Turke, den Derlust Jstan- uIären Friedensstärke des japanischen brlls und der Meerengen bedeuten wurde ^..- Heeres. Wobei noch ein großer Teil der Truppen
. Zn ähnlicher Lage befindet sich der 3 r a n, auf Sicherung der Grenze gegen die Sowjetunion dessen Gebiet feit Generationen die russischen und o ) i»
englischen Interessen aufeinanderstoßen. Ende > '^nannte chinesische Zwischenfall seit 1937 (der nie als Krieg bezeichnet worden ist) hat sich zwar immer mehr zu einem weiträumigen und kräftefressenden Feldzug ausgeweitet, und es war in steigendem Maße nötig, Einziehungen vorzunehmen. Aber einmal wurde wiederum zunächst die Hälfte der verfügbaren Kräfte in die mandschurisch-russischen Grenzlinien geworfen und blieb damit, von geringen Ausnahmen abge« sehen, vom eigentlichen Kriege unberührt, und zum anderen ist der chinesische Feldzug so zögernd geführt worden, daß ein irgendwie erschöpfender Ein- , . - . ,,, fafe weder der menschlichen noch der rüstungsmäßi-
Jran langsam aufzubluhen. Das alles wurde zu- Reserven eingetreten ist. Die große japanische nichts, als die Engländer im Sommer 1941 dort c^tte, die die Küstenblockade durchführte, in einigen einrückten, um die Verbindung mit der Sowjetunion I ’ xnrcß Beschießungen in die Kämpfe eingriff herzustellen. Der Schah knd ein vorg—en b'attl,
englandhonge Regierung eingesetzt. So befindet sich v^^tnjAmäßig wenig gestört wurden, mußte das Land letzt in den Hunden Großbritanniens, und }nn tz^fes Krieges überhaupt noch als
Außenminister Eden wird bei der ^esprechung ml. ((.^ intaft und unverbraucht gelten. Ihre Moskau denS°wieGertretern dievon diesen 9e- Leubau'ten fint) ebenso wie Flugzeugzahlen in den wünschten Zugeständnisse gemacht haben. I letzten Jahren nicht mehr veröffentlicht worden. Sie
Di« Eowj«t-Afpir-tionen gj. *£«jÄ"tSSuS?«'■
aus türkische« Gebiet. w
Berlin, 20. Jan. (DNB.) Die türkische Presse Sinne unseres Krieges konnte bisher in feiner beschäftigt sich mit einem TASS.-Dementi, dessen die Rede sein. Bis zum Anfang des euro- Anlaß ein Interview des ftüheren USA.-Botfchaf- päifchen Krieges war im Leben der Nation, von ters in der Türkei, M c. Murray, war. Er hatte ben durch Einziehungen betroffenen Familien ab- einen Anschlag der Sowjetunion aufbie gesehen, überhaupt kaum ein Unterschied gegenüber Meerengen als durchaus wahrscheinlich bezsich- tzem Leben im Frieden zu bemerken. Erst seit 1940 net. Bezeichnenderweise war dieses Interview von begann sich der Krieg wirklich fühlbar zu machen, den amerikanischen Agenturen in ihrer Bericht-1 m)r nQPm durch sehr strikte Rationierung und erftattung aus begreiflichen Gründen unterschlagen 3um Teil Drosselung von einer Reihe von Gütern, morgen. Wie unangenehm dieser Zwischenfall in die bis dahin im freien Markt zu haben waren. Daß Moskau aewirkt hat und wie unsicher die Sow- dahinter feit langem ein Prozeß abspielte, der jets sich der Türkei gegenüber fühlen, fann man }mmer ftärfer zur totalen Kriegswirtschaft über- daraus ersehen, daß sie versuchten, die Erklärung ^hrte, war wie gesagt nach außen nur ganz all- des unangenehmen Kronzeugen Mc. Murray durch mählich merkbar. Das letzte Jahr zeigte allerdings ihre Agentur ASS. zu dementieren. Merkwürdiger- nun auc^ offensichtlich die volle Entwicklung weife erfolgte dieses Dementi aber nur in der Tür- r Kriegswirtschaft. Sie galt aber, wie fei Dieses Abstreiten wird den bolschewistischen m{r je^t wissen, viel weniger dem Chinafeldzug, als «Machthabern nicht helfen. Es gibt Zeug-en genug für ker Vorbereitung auf den inzwischen eingetretenen die bolschewistischen Absichten auf den Bosporus des großen pazifischen Krieges,
und die Dardanellen. ' I entzieht sich unserer Kenntnis, wieweit die
1 gewaltigen Rohstofferschließungen in der Mandschurei und Nordchina schon fortge-schritten sind. Daß aber alles, was in den letzten Jahren auf dem Kontinent schon hat aus= gewertet werden können, restlos der militäri- schen Rüstung zugeflossen ist, kann gar feinem Zweifel unterliegen. Ebenso wie es sicher ist, daß telegraphisch di- Aufsord°rung zu richten, die Stadt «“4‘ W
fofe Opfer zu vermeiden. Hegt worden sind, wobei unter anberem^biejnter*
Der Angriff auf Burma. I’ ' ........
t'onelle Selbstgefälligkeit und Ueberheblichkeit maßgeblicher britischer Kreise für die Niederlage in Ost- äsien oerantworttch und wendet sich mit beißender Ironie gegen den britischen Nachrichtendienst, der sich gestern über den Rückzug auf der Malayen- -- -----«, -
Halbinsel begeisterte, weil dieser, wie er meinte, konstruktives Programm auszustellen, das dem neuen > „eine der herrlichsten Transportleistungen in der! Zeitalter Ostasiens gerecht werde.
lin kam. Die Machthaber des Kreml forderten damals freie Hand zur Vergewaltigung Rumäniens und Finnlands, ferner „die Besetzung einiger wichtiger Stützpunkte an den Dardanellen bzw. am Bosporus"; denn „Sowjetrußland benötige unter ollen Umständen einen freien Durchgang durch die Dardanellen". In enger Verbindung mit diesem Plan stand die Ansicht, sowjetische Truppen in Bulgarien zu versammeln. Deutschland konnte auf diese mb fteilf* Forderungen nicht ein geh en, die freie Bahn ge- [ Qauf. schäften hätten für die Vergewaltigung von ganz
Europa durch den Bolschewismus.
England war bisher in der Frage Konstantinopel ® und die Dardanellen der Gegenspieler Rußlands gewesen, weil dessen Festsetzen an den Meeres engen zu einer Bedrohung des Seeweges durch das mittelländische Meer zum Kanal von Suez und - -weiter nach Indien führen konnte. Nur einmal hatte ] England sich bereit erklärt, den Russen dieses Zuge- < ständnis zu machen. Das war während des ersten Weltkrieges gewesen, als man dadurch die Petersburger Regierung um so fester an die Westmächte zu binden hoffte. Durch den Ausbruch der Revolution in Rußland im Jahre 1917 waren die Abmachungen mit dem kaiserlichen Rußland bann hinfällig geworden. Konstantinopel und die Meerengen blieben in türkischer Hand, aber ihre Entmilitarisie-


