at.
Zreitag. 20. November lyqr
Eichener Anzeiger
92. Jahrgang Nr. 27$
Annahme von 'Jltueinen
Aernsvrechanfchlutz 2251
Drahtanschrift • .Änzeiger"
Vasti check 1168k ftranff ./M
fit btt
Vorhuigesechie an der algerisch-iuneffchenGrenze
IStöfiMlt
cltaii
jater
35090
ßen
ißen
ins
Freibrief Roosevelts für Juden und Volschewisten
l
diesen wenn Krieg
Irbeits- mer 22, nen. Es Zentral;, i. sowie ds Teil- solchen den.
1 kidua .Kraft
*1.3961.
3504 D
sei
in rt.(mot) b
ifrQnt erk
teinbach
942
Umständen kann es nicht wunder nehmen, die Juden das größte Interesse an diesem haben!
Oie LlGA.-Truppen machen sich unbeliebt.
und Dekrete verfügt, die in der letzten Zeit gegen das Ueberhandnehmen jüdischer Ein- f l ü f s e in Französisch-Nordafrika erlassen worden waren. Darunter fällt in erster Linie die Wiedereinführung des Dekrets Cremieux, das allen in Algerien ansässigen Juden die Erwerbung der französischen Staatsangehörigkeit ermöglichte.
Cremieux war ein jüdischer Rechtsanwalt in Frankreich, der in der Revolution des Februar 1848 beim Sturz des Bürgerkönigs Louis Philippe eine erhebliche Rotte spielte und nach Ausrufung der Republik in Frankreich jenes Gesetz einbrachte, das die Juden in Algier zu französischen Bürgern, damit auch wahlberechtigt und wahlfähig machte, während die eingeborenen Araber ohne französische Staatsbürgerschaft Untertanen zweiter Klasie blieben. Es waren nfcht die europäischen Juden in Nordafrika, sondern die alteingesesienen jüdischen Wucherer, denen damit die Krone des französischen Bürgerrechtes aufgesetzt wurde. Für die Arader war diese Gesetzgebung, wie sich leicht denken läßt, immer ein Stein des Anstoßes. 1940 wurde das Gesetz Cremieux aufgehoben und den nord- afrikanischen Juden das Bürgerrecht aberkannt.
Rom, 20. Nov. (Europapreß.) Aus verschiedenen Quellen treffen hier Nachrichten ein, die erkennen lassen, daß die Amerikaner sich durch ihr Auftreten in Französisch-Nordafrika sowohl bei den Franzosen als auch bei den Arabern in kurzer Zeit unbeliebt gemacht haben. Die Pankees sind nach der Niederwerfung des schwachen französischen Widerstandes mit dem Gefühl des Siegers in Marokko und Algerien eingezogen und glauben, sich in ihrem Uebermut der Bevölkerung gegenüber alles erlauben zu können. So haben amerikanische Soldaten verschleierte Frauen angerempelt und haben in den heiligen Stätten Marokkos, wie Rabat, Meknes, Fez, wiederholt versucht, in die Moscheen einzudringen. Bon Neugier getrieben, versuchten sie sich auch Eintritt in die arabischen Däuser zu verschaffen, trieben auf den Märkten grobe Scherze mit den Händlern und fielen in den Städten durch Trunkenheit und lautes Benehmen auf. In der algerischen Stadt Oran kam es zu Schießereien, bei denen die Franzosen von den Mohammedanern unterstützt wurden. Als (Straf» Maßnahme vertrieb der amerikanische Platzkommandant von Oran die Einwohner zweier arabischer Dörfer südlich von Oran aus ihren Häusern. Die Ausquartierten, mehrere tausend Araber, durften nicht einmal ihre Habseligkeiten mitnehmen. Schließlich wurden die USA.-Truvven aus der Stadt in die Umgebung verlegt.
Berlin, 19. Nov. (DNB.) Das britisch-nordamerikanische Terror-Regime in Algier und Marokko tritt immer deutlicher zutage. Nach einer Meldung auch Dichy ist das französische Jnformationsministe- rium in den Besitz genauer Unterlagen darüber gelangt, daß Roosevelt die Befreiung aller Per- jenen angeordnet hat, die sich wegen ihrerpo- litischen Haltung in Französisch-Nordafrika in Haft befanden. Unter den Freilassungen befänden sich zahlreiche kommunistische Elemente, bie seinerzeit wegen terroristischer Betätigung verhaftet worden waren. Ferner sind, wie schon gemeldet, auf die Bitte der nach Algier geflohenen rotspanischen Generale Rojo, Omennege und Jurabel aus einem Konzentrationslager in Algier 900 Spanier, die nach bem Sieg Francos nach Algier geflohen waren unb ber berüchtigten Internationalen Brigade anqehörten, freigelassen worben. Nach Aussage von Flüchtlingen haben bie anglo-amerikanischen Besatzungsbehörden bie Freilassung aller Personen angeordnet unter ber Bedingung, baß sie sich unverzüglich zum Dienstbeianglo-amerikanischenTrup. pen melben.
Roosevelt hat ferner die Abschaffung der Gesetze
foliti! c ■■■• ms IM '■■■ llnmtoehi u- Lange «.S
hmstk
tarictjeim t u g 11 ct). außer Sonntags und Feiertag-
Beilagen:
Gießener Rrnmilienblätter Heimat imBild-DieScholle Bezugspreis:
Monatlich .... .RM.1ZV LmtellgebÜLr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt
ng chtungs- nUrlanb
*te Ry, ts zu « er Sinp -orge t eitig
!ll!
dlreicde"
) mei?e.* * * * s rccbe «eh llcüder--
>-*5 ber
n-LiDdc° ^straße 5
3s wirt Habe
?'e«st ’N i 'n®»
lQnb®b ’Nen f
i
ö°n fr gen, fr : ist, fr
ören
)er 6a °rh°ch fejb b.
X % ®Qn9e.
Roosevelt hat nichts Eiligeres au tun, als es ihnen wieder zu verleiben: der USA.-Präsident verfügt über das französische Bürgerrecht! Eine Besatzungs
macht unterläßt es in der Regel, in die rechtlichen Verhältnisse des besetzten Landes einzugreifen, so weit nicht das Kriegsziel ober militärische Notwendigkeiten ein anderes Verhalten zwingend vorschrei
ben. Roosevelt, der nach Nordafrika als Freund gekommen zu sein behauptet, um nur die Achsenmächte
wirksamer bekämpfen zu können, beginnt diesen seinen Kreuzzug mit der Wiederherstellung der jüdischen Vorrechte. Damit kommt klar zum Ausdruck, daß Roosevelt es als feine Hauptaufgabe betrachtet, d en Juden undderbolschewisti-
s ch e n Agitation in den von ihm geraubten Gebieten sofort alle Freiheiten zu geben und damit dem Schiebertum, ber Korruptton und ber bolschewi- schen Aushöhlung Tür und Tor zu öffnen. Es ist bezeichnenb, baß der Oberbefehlshaber ber in Algier gelandeten USA.-Truppen eine jüdische A b - ordnung empfing, um ihr persönlich davon Mitteilung zu machen, daß die zum Schutz der einheimischen Bevölkerung vor jüdischer Ausbeutung erlassenen Gesetze und Verordnungen von Roosevelt als erste nichtmilitärische Handlung in den geraubten Gebieten aufgehoben werden. General Eisen« Hower betonte, daß sich Roosevelt mit der Aufstellung eines Statuts für die Juden in Französisch- Nordafrika beschäftige, das den Wünschen ber jüdi- dischen Kriegsverbrecher entsprechen würde. Unter
Änaciflnt^-BrrHr für bie Dhllimeter-Beile von 22 Millimeter Breite: 7 Ros. für Familienan- zeigen unb private Gelegenbeittzan,eigen 14Rvf. f. Werbeanzeigen unb geirliäftltcke Gelegenheitsanzeigen Platzvorschrift l vorherige Vereinbarung) 25°/-mehr
Zeit t lnstg,
Auspji konnte >urch r. 'Meis nter Le achte ql
letzung ber Neutralität ber Schweiz mitgeteilt. Am 18. November in der Zeit von 20.45 Uhr überflogen zahlreiche britische Flugzeuge bie Westschweiz in Richtung Südost. Auf dem Rückflug wurde das Gebiet der Schweiz wiederum verletzt.
Oer Wehrmachtbericht.
DNB. Aus dem Führerhaupkquarkier, 19. Nov. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
3m Kampfabschnitt von Tuapse wurden Teile des Feindes eingefchlosien und vernichtet. Neue schwere Angriffe der Sowjets ostwärts Alagir wurden blutig abgewiesen, Truppenansammlungen durch Artilleriefeuer und Luftangriffe zerschlagen. Kampf- und Schlachtflieger bekämpften außerdem trotz schlechter Wetterlage sowjetische Bakterien und Lisenbahnziele mit guter Wirkung.
3n Stalingrad Stohtruppkämpfe.
Rumänische Truppen wehrten on der Donfront mehrere Angriffe ab, wobei rumänische Luftstreit- kräfte dem Feinde erhebliche Berluste zufügten. Neue Kämpfe sind hier im Gange.
Wiederholt bei Nacht vorgetragene Angriffe des Feindes auf der Fischer-Hat bi ns et wurden abgewiesen.
3n den harten Abwehrkämpfen der letzten Tage hat sich ein am Wolchow eingesetztes Berchtesgadener Gebirgsbataillon besonders ausgezeichnet. 3n diesem Kampfabschnitt griff der Feind unter Einsatz von neun Schühenbatalllonen, unterstützt von Panzern, starker Artillerie und Schlachtsliegern, eine von Truppenteilen mehrerer deutscher Gaue verteidigte Stellung an. Nach über viertägigen ununterbrochenen erbitterten Nahkämpfen in verschlammten Grabenstellungen brachen alle Angriffe unter hohen blutigen Verlusten für den Feind zusammen.
3n der Cyrenalka haben sich die deutsch-italienischen Truppen weiter vom Feinde abgeseht. Schnelle deutsche Kampfflugzeuge erzielten Volltreffer auf Panzerspähwagen und Kraftfahrzeugen aller Art. 3m Kampf gegen britische Flotteustreitkräfte im Seegebiet von Demo wurden ein Kreuzer und ein Zerstörer durch Luftangriffe schwer getroffen.
Die deutsche und italienische Luftwaffe bombardierte die Hafenanlagen von Sone und motorisierte feindliche Kräfte an der algerisch-tunesischen Küste. 3m Angriff auf eine Geleitgruppe vor Casablanca torpedierte ein deutsches Unterseeboot ein feindliches Schiff.
Bei Angriffen der britischen Luftwaffe gegen Küstenorte der besetzten Destgebiete hatte die französische Bevölkerung starke Verluste. Drei feindliche Flugzeuge wurden abgeschossen.
Oie Schlacht im Südpazifil.
Als ber USA.-Abmiral Chester A. Nimitz vor geraumen Monaten bas Oberkommando ber Flottenstreitkräfte im Stillen Ozean übernahm, war er sich ber Mission bewußt, mit Hilfe der amerifanu schen Pazifikflotte „die große Offensive für die Zu ruckgewinnung der verlorenen Gebiete" zur Durchführung zu bringen. Bereits damals hatten die ihm unterstehendes Flottenverbände seit den Tagen von Pearl Harbour schwerste Einbußen erlitten, so daß der Admiral nach den ersten verlustreichen Ansätzen nicht darauf verzichten konnte, zur Unterstützung seiner südpazifischen Offensivpläne Einheiten der atlantischen USA.-Flotte heranzuziehen. Schon der Auftakt der großen maritimen Auseinandersetzung im südpazifischen Jnselraum, die See« unb
braila.
Braila hat den für Rumänien bedeutungsvollen Huf, nicht nur den besten Käse des Landes, den »BrLnza de Braila", sondern auch die delikatesten Zuckermelonen zu produzieren. Galatz dagegen tpurbe 1908 mit einem grandiosen Justizpalast von seinen Bukarester Regierenden beglückt, die hierzu ottvendigen Geldmittel wurden auch in sechs ahres-Etats bewilligt und angewiesen, und als ndlich nach Beendigung des ersten Weltkrieges 1919 er Herr Justizminister höchstpersönlich diesen Temel der Gerechtigkeit inspizieren wollte, mußte er n Ort und Stelle die betrübliche Feststellung machen, bah wohl sämtliche Gelder unterschlagen nb gestohlen worden waren, von dem ganzen Bau choch auch nicht ein einziger Backstein vorhanden »ar. Nur ein zerfallener Bauzaun, um einen Schuttabladeplatz gezogen, gab Kunde von dem sollen einer Regierung und einer Volksvertretung, as nie zur Tat wurde ...!
Galatz und Braila sind in ihrer geopolitischen Lage sozusagen kleine Hamburgs und Bremen der tionau; hier enden bie letzten 200 Kilometer des taugen Stromes und es tritt der Begriff Fluß seine Rechte und Pflichten ab an das Meer, das <m §uge einer geschickten Lenkung und Meisterung sich bis nach hier vorschieben konnte. Buntes Völkchen, das an den Ufern des Stromes arbeitet: ein Ratto- nalitöten-Wirrwarr, der seinen Hauptimpuls Don den Staaten der Levante erhält durch seine hohen Bevölkerungsziffern an Griechen unb jßur- km, Armeniern und Bulgaren, Levantinern, dnrch- pgen mit zahlreichen Deutschen, die nicht nur Sachsen ober Schwaben, sondern ’n nicht unwesentlicher
Vom Schwarzwald dis zum Schwarzen Meer
Von unserem H. M.-Berichterstatter.
Zarenkrone und Sowjetstern erreichten in der Vergangenheit den Flußlaus unb machten die Strommitte zur Grenze. Doch weder das alte Petersburg noch bas neue Moskau konnten diese unnatürliche Grenze halten. Und auch England, das selbst hier alle nur erdenkliche Anstrengungen machte, mitbe- stimmend zu sein, obwohl Donau und Donau-Delta weit ab von seinen Lebensinteressen liegen, muhte es in unserer Zeit erleben, daß auch hier seine skrupellose Machtpolitik durchkreuzt wurde. Wenn man bedenkt, daß volle 85 Jahre in bem Mantel ber „Europäischen Donau-Kommission" bis zum Herbst 1940 in Galatz eine Institution amtierte, bie ihr ganzes Ziel darin erblickte, den Strom aller europäischer Ströme seinen Uferstaaten und ganz besonders Rumänien zu entziehen unb einem russisch-englisch^französischen Konbominium zu unterstellen, so sieht man darin den ganzen Wahnsinn eines Systems, bem erst das deutsche Schwert ein Ende machte und damit den betroffenen kleinen Nationen das Recht im eigenen Haufe wieder einräumte. London und Moskau wollten es eben
Berlin, 19. Nov. (DNB.) In ber Cyrenaika gelang es auch am 18. November ben Briten nicht, ein weiteres planmäßiges Absetzen ber beutsch-italienischen Nachhuten zu verhindern. Durch bie von den verbündeten Truppen vorgenommenen umfangreichen Sprengungen an der Küstenstraße und des gesamten Wegenetzes im Raum von El M e ch i l i wurde ihr weiteres Vordringen gestört. Das Naheim-Gebirge und dessen südliche Ausläufer mit ihren tiefeingeriffenen Fels- Wadis wurden durch geschickt angelegte Sperren vermint und durch Sprengungen weitgehend blockiert. Das von tiefen Schluchten durchzogene Kalksandsteinplateau wird von kleinen Küstenflüssen, die jetzt durch die Regengüsse stark angeschwollen sind, durchflossen und stellt ein schwer zu überwindendes Naturhindernis dar. Die über die Flüsse führenden Stege wurden von den deutsch-italienischen Truppen vernichtet, so daß bie Briten auch hier auf unvorhergesehene Schwierigkeiten stießen. Alle diese Hindernisse erschweren die Bewegungen der Briten fühlbar, die darüber hinaus naturgemäß mit beträchtlichen Nachschubschwierigkeiten zu kämpfen haben. Ein Angriff deutscher Kampfflugzeuge gegen einen britischen Geleitzug zeigt, daß sich auch auf den Seewegen ber britische Nachschubverkehr nicht unbehelligt abwickeln kann. Westlich Derna vorstoßenbe britische Panzerspitzen trafen auf hartnäckigen Widerstand deutsch- italienischer Nachhuten, die durch Panzerkampfwagen verstärkt waren und Umfassungsversuche des Feindes zum Scheitern brachten. Sturzkampf, und Schlachtflugzeuge bekämpften motorisierte Kolonnen des Feindes.
In Tunesien haben immer noch keine nennenswerten Kampfhandlungen stattgefunden. Lediglich a n d e r K ü st e vorfühlende feindliche Kräfte traten unmittelbar an der algerisch- tunesischen Grenze in Gefechtsberührung mit vorgeschobenen deutschen Abteilungen. Die Luftwaffe kontrollierte die feindlichen Bewegungen an der algerischen Küste und im Grenzgebiet und bombardierte Truppenansammlungen unb Kraftfahrzeugkolonnen amerikanisch-britischer Kräfte. Die tiefüber die Kolonnen anfliegenden Kampfflieger erziel- ten Volltreffer in Panzerkampfwagen und Kraft- fahrzeugen und zersprengten die Bereitstellungen. Eine Flakartilleriestellung wurde vernichtet. Unsere U-Boote fingen vor der marokkanischen Küste feindliche Geleitgruppen ab. Kampfflugzeuge bombardierten erneut die Hafenanlagen von Bone mit guter Wirkung.
Britischer Terrorangriff auf Turin.
Rom, 19. Nov. (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Donnerstag meldet, daß feind- liche Flugzeuge einen Einflug in T u r i n unternahmen. Es entstanden beträchtliche Schäden an Zivilgebäuden und einige Brände, bie sofort eingedämmt wurden. Die Opfer unter der Bevölkerung betrugen 24 Tote und 52 Verwundete. Das Verhalten ber Bevölkerung war ruhig und diszipliniert.
Amtlich wird in Bern die erneute englische Der-
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Bukarest, November 1942.
Das kleine Bächlein, das hoch oben im Schwarzwald (eine Geburt feiert, ist ein eigenes breites Meer in bem Augenblick, in dem es feine Wellenberge im Schwarzen Meere aufgehen läßt. Wie wechselt das Panorama doch im Laufe dieser -900 km: Tannendickicht folgt auf liebliche Gebirgsviesen, das Toi der Wachau schwingt aus zur Lußta, die Stromschnellen und -wirbel des Eisernen lores schlagen die Brücken zu den unendlichen Cbencn zwischen Bulgarien und Rumänien, und schließlich fingern die drei Mündungsarme der Donau, tastenden Polypen gleich, in schier unüberblickbarer Breite, zu den dunkelblauen Fluten der Dstsee des Südens, die sich das Schwarze Meer nennt. Zuerst sind es nur Nachen und Kähne, die hie Wasser tragen, weit oberhalb von Passau, dann werden es kleinere Schlepper unb Pinassen, auf Linz zu ziehen ganze Züge von Schiffen mit Rä- lern und Schaufeln als Antrieb, unb vom Wiener Krater-Kai ab herrscht auf ber Donau bas gleich» beschwingte Leben mit Dampfern und halben Ozean- tzrößen wie auf bem unteren Rhein, ber Elbe unb ier Wolga, bem größten Strome Europas, bem längenmäßig die Donau als zweitgrößter folgt, itzelch grandioses Panorama für den Schiffer, der zur abendlichen Stunde das Herz Ungarns, Budapest, schneidet zwischen Margareteninsel unb Burg l(3 eine Symphonie von Hunderttausenden von lektrischen Lampen. Welch Raunen in den urwald- hnlichen Weiden-Lunkas zur Rechten und Linken es Stromes am serbischen Grenzufer, und welch hier unbeflecktes Stückchen Erde bei Lorn und Hb in, Rustschuk unb Giurgiu : hier Ru- mänien, bort Bulgarien. Immer breiter wirb bas jett, bei Cernavoda überspannt es Europas roßte Brücke: bann taucht G a l a h auf und knappe 0 km davor zwischen Sereth und Pruth die Stabt
unter keinen Umständen zulassen, daß bie Donau Bestandteil territorialen Besitzes ber Staaten, bie sie durchfließt, sei, und sie wollten verhindern, daß ber Fluß als freier europäischer Verkehrsweg auch allen Interessen zugänglich ist. Da es heutzutage unmöglich ist, die Methoden zur Anwendung zu bringen, deren sich bie Russen im Anschluß an den Vertrag von Adrianopel 1829 bedienten, als sie Herren des Donau-Deltas wurden, nämlich einfach die Wassertiefe des Sulina-Kanals von 16 Fuß Tiefe auf 7,5 Fuß zu verflachen, um größeren Schiffen bie Durchfahrt unmöglich zu machen, suchte die Donaukommission nach anderen Wegen, den eigenen Handel ber Donauländer abzuwürgen und sie wirtschaftlich, besonders aber politisch, von London und Moskau abhängig zu machen. Noch im April 1940 unternahmen enAisch? Agenten den Versuch, oberhalb des Eisernen Tores an der engsten Stelle ber Donaufahrtrinne Sprengungen vorzu- nehmen und Steinladungen zu versenken, um die Donau abzuriegeln. Es blieb jedoch bei der Absicht. Heute trägt die Donau auf ihrem Rücken bie voll- beladenen Schiffe vom Osten zum Westen. Mehr denn je wurde sie zum deutschen Fluß, in ihr konzentrierten sich die vitalsten Interessen des deutschen Volkes, und auch bie südöstlichen Angrenzender sind wieder freie Herren ihres freien Stromes.
Admiral Nimitz (Dehnen-Dienst).
Luftschlacht im Äorallenmeer am 8.Mai, bie ber Flottenkraft der Alliierten harte Schläge versetzte und zum Verlust vor allem zweier Flug- zeugträger — darunter die .Lexington" — und eines Schlachtschiffes führte, deutete die künftigen Kampfzonen unb die in ihnen zum Austrag kommende Kriegsdynamik an.
Seit die japanische Wehrmacht im Zuge ihres siegreichen Vorstoßes in den südostasiatischen Raum starke Stützpunktbastionen auf Java, Timor, 2lm- boina, Neuguinea und im Bismarck-Archipel gegenüber dem asastralischen Kontinent bezogen hatte, galt bie Hauptsorge der Alliierten der O s f e n h a l - t u n g bes östlichen Vorfeldes, der breiten Jnselflanke zwischen Kap Port und Brisbane. In ihr Zentrum gehörten die (Salomonen, auf denen die Japaner Anfang Mai die nördliche Insel Bougainville besetzt hatten. Die Schlacht im Korallenmeer vermochte es nicht, ben japanischen Stoß
vrühlsche MihHrfttifobrudeTd 8. teige General-Anzeiger für Oberhessen ***eie6ee.g$4altto6t 7-9
Anzahl aikch Reichsdeutsche sind.
Keine Städte und Siedlungen, die erst im Gestern erstanden, vielmehr uraltes Kultur- ün b Sieblungslanb, bas von bem römischen Kai- ,.s,r Trajan besonders gepflegt unb besiedelt wurde. Schönes Land unb reiches Lanb, tieffchwarz- fktte Erde mit dem gofbenften Weizen, den Europa Überhaupt kennt, mit Hainen kolbenschweren Maises unb einer Fülle von Bodenschätzen, die ber Welt Ueppiqfeit wohl selten so einmalig zeigt als gerade hier. Die weiten Gefilde des Hinterlandes, die sich hier in den beiden Donau-Kapitalen konzentrieren, i» denen sich ungeheure Stapel an Holz türmen unb enbloie Silo-Anlagen die Früchte des Bodens fassen, Petroleum-Tanks Pilsen gleich die Ufer fäumen unb all bie weiteren Produkte ber Landwirtschaft, Viehzucht und des Gebirges den Weg vorn Produ- ttnten über den Grossisten zum Detaillisten nehmen, finden am Donaustrom nicht nur ihre innen-, sondern auch außenpolitische Grenze.
Die Donau wurde so zum Mittler nicht nur inner- halb Rumäniens und innerhalb Mitteleuropas, sondern auch zwischen Ländern und Erdteilen. Dabei rft ber Weg ostwärts, ber zum Meere führt, richt kompliziert und technisch schwierig in ben drei Armen, die in ihrer Urform wegen der ewiaen Versendung und Verschlammung nicht ZU befahren sind, wenigstens nicht mit Schicen, welche über den Be- klriff Kahn hinauswachs"n. Und so wird nun feit fahr und Tag an ber Fohrtrinne gearbeitet, bie ®ilah. Braila' und bas Schwarze Meer verbindet, bie Chilia- unb der Sulina-Arm werden in ununterbrochener Baggertätigkeit entschlammt unb eine Rinne freigehalten, die es auch ben tiefliegendsten unb schwersten Schiffen selbst mit voller Ladung gestattet, unbehelligt ein» unb auszulaufen. Daß bie handeltreibende Umwelt lebhaften Anteil nimmt nicht nur an den Schätzen, bie bie Donau» ländsr hervorbringen, sondern auch an ber Er- Ickließungsader selbst, ist verstänblich: noch verständlicher ist dazu das außenpolitische Moment, das gerade diese untere Donau in die Kalkulationen ber europäischen Kabinette einspannt.
Seit Peter dem Großen träumt ber moskowi- lische Imperialismus — ob als Zarist oder. Bolschewist getarnt — von bem Besitze bes unteren Do- ncinifers, über ihn führt ber Weg zu ben Darba- i<Uen unb zum Bosporus. Moskaus Heere unter


