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Eichener Anzeiger

92. Jahrgang Nr. 27$

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Umständen kann es nicht wunder nehmen, die Juden das größte Interesse an diesem haben!

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und Dekrete verfügt, die in der letzten Zeit gegen das Ueberhandnehmen jüdischer Ein- f l ü f s e in Französisch-Nordafrika erlassen worden waren. Darunter fällt in erster Linie die Wiederein­führung des Dekrets Cremieux, das allen in Algerien ansässigen Juden die Erwerbung der fran­zösischen Staatsangehörigkeit ermöglichte.

Cremieux war ein jüdischer Rechtsanwalt in Frankreich, der in der Revolution des Februar 1848 beim Sturz des Bürgerkönigs Louis Philippe eine erhebliche Rotte spielte und nach Ausrufung der Republik in Frankreich jenes Gesetz einbrachte, das die Juden in Algier zu französischen Bürgern, da­mit auch wahlberechtigt und wahlfähig machte, wäh­rend die eingeborenen Araber ohne französische Staatsbürgerschaft Untertanen zweiter Klasie blie­ben. Es waren nfcht die europäischen Juden in Nordafrika, sondern die alteingesesienen jüdischen Wucherer, denen damit die Krone des französischen Bürgerrechtes aufgesetzt wurde. Für die Arader war diese Gesetzgebung, wie sich leicht denken läßt, immer ein Stein des Anstoßes. 1940 wurde das Gesetz Cremieux aufgehoben und den nord- afrikanischen Juden das Bürgerrecht aberkannt.

Rom, 20. Nov. (Europapreß.) Aus verschiedenen Quellen treffen hier Nachrichten ein, die erkennen lassen, daß die Amerikaner sich durch ihr Auftreten in Französisch-Nordafrika sowohl bei den Franzosen als auch bei den Arabern in kurzer Zeit unbeliebt gemacht haben. Die Pankees sind nach der Nieder­werfung des schwachen französischen Widerstandes mit dem Gefühl des Siegers in Marokko und Alge­rien eingezogen und glauben, sich in ihrem Uebermut der Bevölkerung gegenüber alles erlauben zu kön­nen. So haben amerikanische Soldaten verschleierte Frauen angerempelt und haben in den heiligen Stätten Marokkos, wie Rabat, Meknes, Fez, wie­derholt versucht, in die Moscheen einzudringen. Bon Neugier getrieben, versuchten sie sich auch Eintritt in die arabischen Däuser zu verschaffen, trieben auf den Märkten grobe Scherze mit den Händlern und fielen in den Städten durch Trunkenheit und lautes Benehmen auf. In der algerischen Stadt Oran kam es zu Schießereien, bei denen die Franzosen von den Mohammedanern unterstützt wurden. Als (Straf» Maßnahme vertrieb der amerikanische Platzkomman­dant von Oran die Einwohner zweier arabischer Dörfer südlich von Oran aus ihren Häusern. Die Ausquartierten, mehrere tausend Araber, durften nicht einmal ihre Habseligkeiten mitnehmen. Schließ­lich wurden die USA.-Truvven aus der Stadt in die Umgebung verlegt.

Berlin, 19. Nov. (DNB.) Das britisch-nordame­rikanische Terror-Regime in Algier und Marokko tritt immer deutlicher zutage. Nach einer Meldung auch Dichy ist das französische Jnformationsministe- rium in den Besitz genauer Unterlagen darüber ge­langt, daß Roosevelt die Befreiung aller Per- jenen angeordnet hat, die sich wegen ihrerpo- litischen Haltung in Französisch-Nordafrika in Haft befanden. Unter den Freilassungen be­fänden sich zahlreiche kommunistische Elemente, bie seinerzeit wegen terroristischer Be­tätigung verhaftet worden waren. Ferner sind, wie schon gemeldet, auf die Bitte der nach Algier ge­flohenen rotspanischen Generale Rojo, Omennege und Jurabel aus einem Konzentrations­lager in Algier 900 Spanier, die nach bem Sieg Francos nach Algier geflohen waren unb ber be­rüchtigten Internationalen Brigade anqehörten, freigelassen worben. Nach Aussage von Flücht­lingen haben bie anglo-amerikanischen Besatzungs­behörden bie Freilassung aller Personen angeordnet unter ber Bedingung, baß sie sich unverzüglich zum Dienstbeianglo-amerikanischenTrup. pen melben.

Roosevelt hat ferner die Abschaffung der Gesetze

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Roosevelt hat nichts Eiligeres au tun, als es ihnen wieder zu verleiben: der USA.-Präsident verfügt über das französische Bürgerrecht! Eine Besatzungs­

macht unterläßt es in der Regel, in die rechtlichen Verhältnisse des besetzten Landes einzugreifen, so weit nicht das Kriegsziel ober militärische Notwen­digkeiten ein anderes Verhalten zwingend vorschrei­

ben. Roosevelt, der nach Nordafrika als Freund ge­kommen zu sein behauptet, um nur die Achsenmächte

wirksamer bekämpfen zu können, beginnt diesen seinen Kreuzzug mit der Wiederherstellung der jüdischen Vorrechte. Damit kommt klar zum Aus­druck, daß Roosevelt es als feine Hauptaufgabe be­trachtet, d en Juden undderbolschewisti-

s ch e n Agitation in den von ihm geraubten Gebie­ten sofort alle Freiheiten zu geben und damit dem Schiebertum, ber Korruptton und ber bolschewi- schen Aushöhlung Tür und Tor zu öffnen. Es ist bezeichnenb, baß der Oberbefehlshaber ber in Algier gelandeten USA.-Truppen eine jüdische A b - ordnung empfing, um ihr persönlich davon Mit­teilung zu machen, daß die zum Schutz der einhei­mischen Bevölkerung vor jüdischer Ausbeutung er­lassenen Gesetze und Verordnungen von Roosevelt als erste nichtmilitärische Handlung in den geraub­ten Gebieten aufgehoben werden. General Eisen« Hower betonte, daß sich Roosevelt mit der Auf­stellung eines Statuts für die Juden in Französisch- Nordafrika beschäftige, das den Wünschen ber jüdi- dischen Kriegsverbrecher entsprechen würde. Unter

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letzung ber Neutralität ber Schweiz mitgeteilt. Am 18. November in der Zeit von 20.45 Uhr überflogen zahlreiche britische Flugzeuge bie Westschweiz in Richtung Südost. Auf dem Rückflug wurde das Gebiet der Schweiz wiederum verletzt.

Oer Wehrmachtbericht.

DNB. Aus dem Führerhaupkquarkier, 19. Nov. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3m Kampfabschnitt von Tuapse wurden Teile des Feindes eingefchlosien und vernichtet. Neue schwere Angriffe der Sowjets ostwärts Alagir wurden blutig abgewiesen, Truppenansammlungen durch Artilleriefeuer und Luftangriffe zerschlagen. Kampf- und Schlachtflieger bekämpften außerdem trotz schlechter Wetterlage sowjetische Bakterien und Lisenbahnziele mit guter Wirkung.

3n Stalingrad Stohtruppkämpfe.

Rumänische Truppen wehrten on der Donfront mehrere Angriffe ab, wobei rumänische Luftstreit- kräfte dem Feinde erhebliche Berluste zufügten. Neue Kämpfe sind hier im Gange.

Wiederholt bei Nacht vorgetragene Angriffe des Feindes auf der Fischer-Hat bi ns et wurden abgewiesen.

3n den harten Abwehrkämpfen der letzten Tage hat sich ein am Wolchow eingesetztes Berchtes­gadener Gebirgsbataillon besonders ausgezeichnet. 3n diesem Kampfabschnitt griff der Feind unter Einsatz von neun Schühenbatalllonen, unter­stützt von Panzern, starker Artillerie und Schlacht­sliegern, eine von Truppenteilen mehrerer deutscher Gaue verteidigte Stellung an. Nach über vier­tägigen ununterbrochenen erbitterten Nahkämpfen in verschlammten Grabenstellungen brachen alle An­griffe unter hohen blutigen Verlusten für den Feind zusammen.

3n der Cyrenalka haben sich die deutsch-italie­nischen Truppen weiter vom Feinde abgeseht. Schnelle deutsche Kampfflugzeuge erzielten Voll­treffer auf Panzerspähwagen und Kraftfahrzeugen aller Art. 3m Kampf gegen britische Flotteustreit­kräfte im Seegebiet von Demo wurden ein Kreuzer und ein Zerstörer durch Luftangriffe schwer getroffen.

Die deutsche und italienische Luftwaffe bombar­dierte die Hafenanlagen von Sone und motori­sierte feindliche Kräfte an der algerisch-tune­sischen Küste. 3m Angriff auf eine Geleitgruppe vor Casablanca torpedierte ein deutsches Unter­seeboot ein feindliches Schiff.

Bei Angriffen der britischen Luftwaffe gegen Küstenorte der besetzten Destgebiete hatte die fran­zösische Bevölkerung starke Verluste. Drei feind­liche Flugzeuge wurden abgeschossen.

Oie Schlacht im Südpazifil.

Als ber USA.-Abmiral Chester A. Nimitz vor geraumen Monaten bas Oberkommando ber Flot­tenstreitkräfte im Stillen Ozean übernahm, war er sich ber Mission bewußt, mit Hilfe der amerifanu schen Pazifikflottedie große Offensive für die Zu ruckgewinnung der verlorenen Gebiete" zur Durch­führung zu bringen. Bereits damals hatten die ihm unterstehendes Flottenverbände seit den Tagen von Pearl Harbour schwerste Einbußen erlitten, so daß der Admiral nach den ersten verlustreichen Ansätzen nicht darauf verzichten konnte, zur Unterstützung seiner südpazifischen Offensivpläne Einheiten der atlantischen USA.-Flotte heranzuziehen. Schon der Auftakt der großen maritimen Auseinandersetzung im südpazifischen Jnselraum, die See« unb

braila.

Braila hat den für Rumänien bedeutungsvollen Huf, nicht nur den besten Käse des Landes, den »BrLnza de Braila", sondern auch die delikatesten Zuckermelonen zu produzieren. Galatz dagegen tpurbe 1908 mit einem grandiosen Justizpalast von seinen Bukarester Regierenden beglückt, die hierzu ottvendigen Geldmittel wurden auch in sechs ahres-Etats bewilligt und angewiesen, und als ndlich nach Beendigung des ersten Weltkrieges 1919 er Herr Justizminister höchstpersönlich diesen Tem­el der Gerechtigkeit inspizieren wollte, mußte er n Ort und Stelle die betrübliche Feststellung machen, bah wohl sämtliche Gelder unterschlagen nb gestohlen worden waren, von dem ganzen Bau choch auch nicht ein einziger Backstein vorhanden »ar. Nur ein zerfallener Bauzaun, um einen Schuttabladeplatz gezogen, gab Kunde von dem sollen einer Regierung und einer Volksvertretung, as nie zur Tat wurde ...!

Galatz und Braila sind in ihrer geopolitischen Lage sozusagen kleine Hamburgs und Bremen der tionau; hier enden bie letzten 200 Kilometer des taugen Stromes und es tritt der Begriff Fluß seine Rechte und Pflichten ab an das Meer, das <m §uge einer geschickten Lenkung und Meisterung sich bis nach hier vorschieben konnte. Buntes Völkchen, das an den Ufern des Stromes arbeitet: ein Ratto- nalitöten-Wirrwarr, der seinen Hauptimpuls Don den Staaten der Levante erhält durch seine hohen Bevölkerungsziffern an Griechen unb jßur- km, Armeniern und Bulgaren, Levantinern, dnrch- pgen mit zahlreichen Deutschen, die nicht nur Sach­sen ober Schwaben, sondernn nicht unwesentlicher

Vom Schwarzwald dis zum Schwarzen Meer

Von unserem H. M.-Berichterstatter.

Zarenkrone und Sowjetstern erreichten in der Ver­gangenheit den Flußlaus unb machten die Strom­mitte zur Grenze. Doch weder das alte Petersburg noch bas neue Moskau konnten diese unnatürliche Grenze halten. Und auch England, das selbst hier alle nur erdenkliche Anstrengungen machte, mitbe- stimmend zu sein, obwohl Donau und Donau-Delta weit ab von seinen Lebensinteressen liegen, muhte es in unserer Zeit erleben, daß auch hier seine skrupellose Machtpolitik durchkreuzt wurde. Wenn man bedenkt, daß volle 85 Jahre in bem Mantel berEuropäischen Donau-Kommission" bis zum Herbst 1940 in Galatz eine Institution amtierte, bie ihr ganzes Ziel darin erblickte, den Strom aller europäischer Ströme seinen Uferstaaten und ganz besonders Rumänien zu entziehen unb einem russisch-englisch^französischen Konbominium zu unter­stellen, so sieht man darin den ganzen Wahnsinn eines Systems, bem erst das deutsche Schwert ein Ende machte und damit den betroffenen kleinen Nationen das Recht im eigenen Haufe wieder ein­räumte. London und Moskau wollten es eben

Berlin, 19. Nov. (DNB.) In ber Cyrenaika ge­lang es auch am 18. November ben Briten nicht, ein weiteres planmäßiges Absetzen ber beutsch-italienischen Nachhuten zu verhindern. Durch bie von den verbündeten Truppen vorgenommenen umfangreichen Sprengungen an der Küsten­straße und des gesamten Wegenetzes im Raum von El M e ch i l i wurde ihr weiteres Vordringen gestört. Das Naheim-Gebirge und dessen süd­liche Ausläufer mit ihren tiefeingeriffenen Fels- Wadis wurden durch geschickt angelegte Sperren vermint und durch Sprengungen weitgehend blockiert. Das von tiefen Schluchten durchzogene Kalksandsteinplateau wird von kleinen Küstenflüssen, die jetzt durch die Regengüsse stark angeschwollen sind, durchflossen und stellt ein schwer zu überwin­dendes Naturhindernis dar. Die über die Flüsse führenden Stege wurden von den deutsch-italieni­schen Truppen vernichtet, so daß bie Briten auch hier auf unvorhergesehene Schwierigkeiten stie­ßen. Alle diese Hindernisse erschweren die Bewe­gungen der Briten fühlbar, die darüber hinaus naturgemäß mit beträchtlichen Nachschubschwierig­keiten zu kämpfen haben. Ein Angriff deutscher Kampfflugzeuge gegen einen britischen Geleitzug zeigt, daß sich auch auf den Seewegen ber britische Nachschubverkehr nicht unbehelligt abwickeln kann. Westlich Derna vorstoßenbe britische Panzer­spitzen trafen auf hartnäckigen Widerstand deutsch- italienischer Nachhuten, die durch Panzerkampf­wagen verstärkt waren und Umfassungsversuche des Feindes zum Scheitern brachten. Sturzkampf, und Schlachtflugzeuge bekämpften motorisierte Kolonnen des Feindes.

In Tunesien haben immer noch keine nennenswerten Kampfhandlungen stattgefunden. Lediglich a n d e r K ü st e vorfühlende feindliche Kräfte traten unmittelbar an der algerisch- tunesischen Grenze in Gefechtsberührung mit vorgeschobenen deutschen Abteilungen. Die Luft­waffe kontrollierte die feindlichen Bewegungen an der algerischen Küste und im Grenzgebiet und bom­bardierte Truppenansammlungen unb Kraftfahr­zeugkolonnen amerikanisch-britischer Kräfte. Die tief­über die Kolonnen anfliegenden Kampfflieger erziel- ten Volltreffer in Panzerkampfwagen und Kraft- fahrzeugen und zersprengten die Bereitstellungen. Eine Flakartilleriestellung wurde vernichtet. Unsere U-Boote fingen vor der marokkanischen Küste feind­liche Geleitgruppen ab. Kampfflugzeuge bombar­dierten erneut die Hafenanlagen von Bone mit guter Wirkung.

Britischer Terrorangriff auf Turin.

Rom, 19. Nov. (DNB.) Der italienische Wehr­machtbericht vom Donnerstag meldet, daß feind- liche Flugzeuge einen Einflug in T u r i n unter­nahmen. Es entstanden beträchtliche Schäden an Zivilgebäuden und einige Brände, bie sofort einge­dämmt wurden. Die Opfer unter der Bevölkerung betrugen 24 Tote und 52 Verwundete. Das Ver­halten ber Bevölkerung war ruhig und diszipliniert.

Amtlich wird in Bern die erneute englische Der-

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Bukarest, November 1942.

Das kleine Bächlein, das hoch oben im Schwarz­wald (eine Geburt feiert, ist ein eigenes breites Meer in bem Augenblick, in dem es feine Wellen­berge im Schwarzen Meere aufgehen läßt. Wie wechselt das Panorama doch im Laufe dieser -900 km: Tannendickicht folgt auf liebliche Gebirgs­viesen, das Toi der Wachau schwingt aus zur Lußta, die Stromschnellen und -wirbel des Eisernen lores schlagen die Brücken zu den unendlichen Cbencn zwischen Bulgarien und Rumänien, und schließlich fingern die drei Mündungsarme der Donau, tastenden Polypen gleich, in schier unüber­blickbarer Breite, zu den dunkelblauen Fluten der Dstsee des Südens, die sich das Schwarze Meer nennt. Zuerst sind es nur Nachen und Kähne, die hie Wasser tragen, weit oberhalb von Passau, dann werden es kleinere Schlepper unb Pinassen, auf Linz zu ziehen ganze Züge von Schiffen mit- lern und Schaufeln als Antrieb, unb vom Wiener Krater-Kai ab herrscht auf ber Donau bas gleich» beschwingte Leben mit Dampfern und halben Ozean- tzrößen wie auf bem unteren Rhein, ber Elbe unb ier Wolga, bem größten Strome Europas, bem längenmäßig die Donau als zweitgrößter folgt, itzelch grandioses Panorama für den Schiffer, der zur abendlichen Stunde das Herz Ungarns, Buda­pest, schneidet zwischen Margareteninsel unb Burg l(3 eine Symphonie von Hunderttausenden von lektrischen Lampen. Welch Raunen in den urwald- hnlichen Weiden-Lunkas zur Rechten und Linken es Stromes am serbischen Grenzufer, und welch hier unbeflecktes Stückchen Erde bei Lorn und Hb in, Rustschuk unb Giurgiu : hier Ru- mänien, bort Bulgarien. Immer breiter wirb bas jett, bei Cernavoda überspannt es Europas roßte Brücke: bann taucht G a l a h auf und knappe 0 km davor zwischen Sereth und Pruth die Stabt

unter keinen Umständen zulassen, daß bie Donau Bestandteil territorialen Besitzes ber Staaten, bie sie durchfließt, sei, und sie wollten verhindern, daß ber Fluß als freier europäischer Verkehrsweg auch allen Interessen zugänglich ist. Da es heutzutage unmöglich ist, die Methoden zur Anwendung zu bringen, deren sich bie Russen im Anschluß an den Vertrag von Adrianopel 1829 bedienten, als sie Herren des Donau-Deltas wurden, nämlich einfach die Wassertiefe des Sulina-Kanals von 16 Fuß Tiefe auf 7,5 Fuß zu verflachen, um größeren Schiffen bie Durchfahrt unmöglich zu machen, suchte die Donaukommission nach anderen Wegen, den eigenen Handel ber Donauländer abzuwürgen und sie wirtschaftlich, besonders aber politisch, von Lon­don und Moskau abhängig zu machen. Noch im April 1940 unternahmen enAisch? Agenten den Ver­such, oberhalb des Eisernen Tores an der engsten Stelle ber Donaufahrtrinne Sprengungen vorzu- nehmen und Steinladungen zu versenken, um die Donau abzuriegeln. Es blieb jedoch bei der Absicht. Heute trägt die Donau auf ihrem Rücken bie voll- beladenen Schiffe vom Osten zum Westen. Mehr denn je wurde sie zum deutschen Fluß, in ihr kon­zentrierten sich die vitalsten Interessen des deut­schen Volkes, und auch bie südöstlichen Angrenz­ender sind wieder freie Herren ihres freien Stro­mes.

Admiral Nimitz (Dehnen-Dienst).

Luftschlacht im Äorallenmeer am 8.Mai, bie ber Flottenkraft der Alliierten harte Schläge versetzte und zum Verlust vor allem zweier Flug- zeugträger darunter die .Lexington" und eines Schlachtschiffes führte, deutete die künftigen Kampf­zonen unb die in ihnen zum Austrag kommende Kriegsdynamik an.

Seit die japanische Wehrmacht im Zuge ihres siegreichen Vorstoßes in den südostasiatischen Raum starke Stützpunktbastionen auf Java, Timor, 2lm- boina, Neuguinea und im Bismarck-Archipel gegen­über dem asastralischen Kontinent bezogen hatte, galt bie Hauptsorge der Alliierten der O s f e n h a l - t u n g bes östlichen Vorfeldes, der breiten Jnselflanke zwischen Kap Port und Brisbane. In ihr Zentrum gehörten die (Salomonen, auf denen die Japaner Anfang Mai die nördliche Insel Bougainville besetzt hatten. Die Schlacht im Ko­rallenmeer vermochte es nicht, ben japanischen Stoß

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Anzahl aikch Reichsdeutsche sind.

Keine Städte und Siedlungen, die erst im Gestern erstanden, vielmehr uraltes Kultur- ün b Sieblungslanb, bas von bem römischen Kai- ,.s,r Trajan besonders gepflegt unb besiedelt wurde. Schönes Land unb reiches Lanb, tieffchwarz- fktte Erde mit dem gofbenften Weizen, den Europa Überhaupt kennt, mit Hainen kolbenschweren Mai­ses unb einer Fülle von Bodenschätzen, die ber Welt Ueppiqfeit wohl selten so einmalig zeigt als gerade hier. Die weiten Gefilde des Hinterlandes, die sich hier in den beiden Donau-Kapitalen konzentrieren, i» denen sich ungeheure Stapel an Holz türmen unb enbloie Silo-Anlagen die Früchte des Bodens fassen, Petroleum-Tanks Pilsen gleich die Ufer fäumen unb all bie weiteren Produkte ber Landwirtschaft, Viehzucht und des Gebirges den Weg vorn Produ- ttnten über den Grossisten zum Detaillisten nehmen, finden am Donaustrom nicht nur ihre innen-, son­dern auch außenpolitische Grenze.

Die Donau wurde so zum Mittler nicht nur inner- halb Rumäniens und innerhalb Mitteleuropas, sondern auch zwischen Ländern und Erdteilen. Da­bei rft ber Weg ostwärts, ber zum Meere führt, richt kompliziert und technisch schwierig in ben drei Armen, die in ihrer Urform wegen der ewiaen Ver­sendung und Verschlammung nicht ZU befahren sind, wenigstens nicht mit Schicen, welche über den Be- klriff Kahn hinauswachs"n. Und so wird nun feit fahr und Tag an ber Fohrtrinne gearbeitet, bie ®ilah. Braila' und bas Schwarze Meer verbindet, bie Chilia- unb der Sulina-Arm werden in un­unterbrochener Baggertätigkeit entschlammt unb eine Rinne freigehalten, die es auch ben tiefliegend­sten unb schwersten Schiffen selbst mit voller La­dung gestattet, unbehelligt ein» unb auszulaufen. Daß bie handeltreibende Umwelt lebhaften Anteil nimmt nicht nur an den Schätzen, bie bie Donau» ländsr hervorbringen, sondern auch an ber Er- Ickließungsader selbst, ist verstänblich: noch ver­ständlicher ist dazu das außenpolitische Moment, das gerade diese untere Donau in die Kalkulationen ber europäischen Kabinette einspannt.

Seit Peter dem Großen träumt ber moskowi- lische Imperialismus ob als Zarist oder. Bolsche­wist getarnt von bem Besitze bes unteren Do- ncinifers, über ihn führt ber Weg zu ben Darba- i<Uen unb zum Bosporus. Moskaus Heere unter