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der Richter über dem Volke thront. Es -ehe nickt I m d.e jungen Manner von der Unioerfitöt 7u nehmen und sie nach einer gewissen Vorbereitend Mt °l-b°ld in hohe Richterstellungen 7u brckä?n Der Rich erstand müsse ein RiL°rp- w rd n eme Auslese der Nation. Eine solche Entwickluna |eb= E" °°ll,gen organisatorischen Neuäu bau der Rechtspflege voraus. Schon in nächster Seit werde etn wchtiges Teilproblem, die EMscheiduna von kleinen vtrassachen und Streitigkeiten des täglichen Lebens durch Richter au- dem Volke in An. griff genommen. ' tin
Das Studium
der verheirateten Kriegsteilnehmer.
Als Sonierförberung her studierenden Kriegs- ieilneljmer an w,,sen,cha,tlichen chochschulen erhalt seit dem Sommersemester 1941 Teilnehmer des ?I?e1rirh>.8en Krieges während des Studiums (ein- ? 1C ÄreL”°r?e|?riebenen praktischen Tätigkeit) rtn« ’Ru<fW auf ihre wirtschaftlichen Verhältnisse Gebührenbefreiung und laufende Unterhallszu- Wusse Sie Sauer richtet sich nach der Sauer des ®7-r2le=nn,t™<mZ)er Unterhaltszuschub beträgt mo- bkM.i er erhöht sich auf monatlich 100 RM. für die Studien- oder Ausbildungszeit, die der Studierende außerhalb des Heimatortes verbrinat Für verheiratete Kriegsteilnehmer ist der Unterhaltszuschuß ohne Rücksicht darauf, ob das Studium am Heimatort durchgeführt wird, auf 100 RM. erhöht. Sarüber hinaus können verhei- ratete Kriegsteilnehmer, die das 24. Lebensjahr vollendet haben, vom Reichsstudentenwerk eine weitere laufende Beihilfe von monatlich 60 RM. er- halten, wenn die wirtschaftlichen Verhältnisse dies rechtfertigen. Diese erhöht sich auf monatlich 70 RM. vom vollendeten 26. Lebenssahr und auf monatlich 80 RM. vom vollendeten 28. Lebensjahr an Daneben kann das Reichsstudentenwerk Kinderzuschlage gewahren. Der Antrag ist bei dem örtlichen Studentenwerk einzureichen. Dort auch weitere Auskünfte.
Landeswirtschastsamt Wiesbaden umfaßt den ganzen Gau Hessen-Nassau
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feit 4.7.1!
Arbeitstagung der Bannführer
i gehen. Ratz' chen gerecht hlank, dunkele
öft und zull ler.geb. c dem Mädch
Der Reichswirtscha'ftsmimfter hat eine Anord- nuna erlassen, nach der der Bereich des Landeswirtschaftsamts Wiesbaden künftig sich mit dem Gau Hessen-Nassau deckt. Damit treten die ehemalige Provinz Oberhessen sowie die Stadt- und teilt ntitj Landkreise Biedenkopf, Dillkreis, Oberlahnkreis, Wetz- ^gener, lar, Ufingen, Obertaunus, Frankfurt a. M., Offen- ""^bach-Stadt und -Land, Dieburg, Erbach, Hancm- Städt und -Land, Gelnhausen und Schlüchtern vom Landeswirtschaftsamt Kassel zum Landeswirt- ---v™ schaftsamt Wiesbaden. Die Anordnung tritt am Dr.-Jng. ach 1. November in Kraft. Ministerialrat Dr. Will er Weise hei« (Darmstadt) wurde mit der Wahrnehmung der Ge- t dem gleiche schä'fte des Leiters des Fühvungsftabes Wirtschaft . Beide habetz und des Landeswirtschaftsamtes Wiesbaden beauf- ' m-z" tragt.
des Gebietes.
/er Dr. Gauhl, die Bannführer und Abteilungs^ leiter nach Wiesbaden einberufen. Mit einem Ge
gehend gefördert werden.
(Nachdruck verboten.)
28. Fortsetzung.
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pflege.
Thierack hu ichspräsidenttt n. Die
llenes Gesicht., schlank, hat ien Bubikops, lerationsnorb» ene Amreiserj rm. Sachdien- riminalpolizei rlephon 14321.
Ein Mann rechnet ab
Roman von Horst Biemath
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NSG. Zur Herausgabe von Richtlinien für Jugendarbeit im Winterhalbjahr hatte der Führer des Gebietes Hessen-Nassau, Oberbcmnfüh
denken an die gefallenen Kameraden der Führerschaft eröffnete der K.-Gebietsführer seine Ausführungen. Da festgestellt werden kann, daß die Hitler-Jugend den Aufgaben des Kriegseinsatzes restlos gerecht wurde, wird neben die Forderung der Kriegsausbildung wieder die weltanschauliche Erziehung durch das Erlebnis in den Vordergrund der Winterarbeit treten. Wie in der Kampfzeit soll der junge Führer im kleinsten Kreise seine Mannschaft für die Idee der Bewegung immer fester zusammenschweißen. Zu diesem Zweck ordnete der K.-Gebietsführer eine planmäßige weltanschauliche Schulung der gesamten DJ.- und HJ.-Jahr- gänge an. Da diese erhöhten Anforderungen eine Leistungssteigerung der Führerschaft, vor allem aber der Jungenschafts- und Kameradschastsführsr bedingen, wird im Winterhalbjahr eine regelmäßige und gründliche-Führerausbildung in den Stämmen, die monatlich einmal stattfindet, beginnen. Der mit der Durchführung der weltanschaulichen Schulung im Gebiet beauftragte Bannführer Heilar Ri ev er entwickelte dann die Organisation der Führerschulung, der Heimnachmittage und Dienstunterrichte. Die Gestaltung der Führerschulung soll den Teilnehmern zum Erlebnis werden, aus dem sie ständig Kraft zur Führung ihrer Einheiten schöpfen können.
1 Wie Oberbannführer Dr. Gauhl weiterhin aus- l|| führte, wird neben der planmäßigen Vorbereitung '11 des jungen Führers auf die Gemeinschaftserziehung i|| dessen Entwicklung zur Eigenpersönlichkeit weit-
6. Kapitel.
„Nun?" fragte Forester gespannt, als sie die Tür öffnete.
„Er erwartet mich! Er wohnt in der Calle Stella, die Straße liegt am äußersten Ende der Promenade. Kommen Sie, Frank, der Weg ist jo weit, aber man kann im Korso nicht außerhalb der Reihe tanzen."
Sie verließen das Hotel und gingen zu rioresters Wagen. Er wartete eine Lücke m dem unaufhor- lich kreisenden Karussell ab, um den Wagen endlich dem breiten Strom der Fahrzeuge anschließen zu können. Sie kamen nur in einer etwas beschleu- nigten Schrittgeschwindigkeit vorwärts, da sich> die Autos nach dem gemächlichen Tempo der Zahlreichen für den Abendbummel eigentlich traditionellen Pferdegespanne richten mußten Aber es war ja auch nicht der Sinn dieser allabendlichen Umsatz , Rennrekorde aufzustellen.
Die Menschen hier wollten neue Toiletten zur Schau stellen, die eigene Eitelkeit befried,gen, Freunden zuwinken, klatschen und Stoff f Skandalchronik sammeln. Und ganz nebenbei woll. len sie natürlich ein wenig kühle Lust schnappen denn allgemein bestand und crfjielt ftd) b W« Ansicht, daß die Stunden nach
eine erfrischende Brise brächten, .^ur ^e Thermo- Meter weigerten sich hartnäckig, dies Zuzug
Forester hielt sich rechts außen, da °rl°nst- Zwilchen anderen Fahrzeugen eingekeilt, n«dazu g kommen wäre, die Promenade zu -"lallen, ^ren ordnete im Rückspiegel ihr Haar und betupfte Lan
veröffentlicht l dazu, daß in. Richter steh» jsentanten btt die Berkörpe- Ration, hierin , Die Stoaw gemeine Lm e, wenn bii soll. Entschei- nd menschlich« ters, der Leben vollst tb mit feinere mNverde>l [es, was dich
<1675 he!» r Grafen, m hte zurüS-
Aus der Siadi Gießen.
Papiersammlung.
Der Wind weht durch die Halbleeren Blumen- und Gemüsebeete und spielt mit den letzten Tomaten, die gern eine kräftigere Sonne auf sich fühlten, daß sie auch noch so rot und schön leuchten dürsten wie ihre Geschwister vorher. Der Himmel ist weißlich-grau, mit ein paar dunkleren Wolken, anscheinend weiß er noch nicht, was er tun soll: Weinen oder Lachen. Als er aber Scharen von Jungvolkbuben und Jungmädels auftauchen sieht, entschließt er sich endgültig für das Letztere.
„Was wollen sie nur?" denkt die Sonne, „und alle haben sie ein Wägelchen mit? Für was wohl?" Da sieht sie, wie eine Gruppe Jungmädels in den nächsten Häusern verschwindet. „Nun bin ich aber neugierig!" sagt die Sonne. Herauskommen sie schwerbeladen und vollbepackt mit Bündeln und Packen von Altpapier. „Nein, es ist nicht zu glauben", lächelt die Sonne, „ich habe nun gedacht, da ist nichts mehr zu holen. Und nun sieh mal einer an!" Die Mädel schleppen ihre Last auf das Wägelchen und verschwinden schon wieder im nächsten Haus. Und wieder kommen sie mit reicher Beute zurück, die unter Schwätzen und Lachen verstaut wird.
Und als die Sonne in die nächste Straße blickt, ist dort dasselbe Bild. Da schleppt ein Junge sogar einen großen Sack auf dem Rücken zu dem Wagen, und wieder in der nächsten Straße haben sie ihr Wägelchen schon randvoll bepackt, und ein kleines Jungmädel sitzt darauf, um das Herunterrutschen der Papierstöße zu verhindern, wobei es selber in steter Gefahr ist, herunterzurutschen.
An einer Straßenecke haben verschiedene Mädel ihre Bündel und Packen abgesetzt und warten auf den abholenden Wagen. Inzwischen sitzen sie alle einfach auf der Straße und blättern eifrig in den gesammelten Zeitschriften. „Ein Lesesaal auf der Straße" denkt die Sonne und scheint wärmer auf die weißen Blumen herab. „Damit sie sich nicht erkälten!" sagt die Sonne entschuldigend ob dieser Verschwendung zu sich selber, „schließlich habe ich jetzt doch nur meine Oktoberstärke!"
Das kommt wieder ein Wägelchen angeraffelt, hoch voll, und auf einmal fällt eine ganze Menge des roertüollen Stoffes herunter, gerade vor eine Kuh, die an einem Kartoffelwagen wartet. Sie beschnuppert es, aber es wird schnell vor ihr gerettet.
„Nein sowas!" denkt die Sonne, was es doch noch alles an Altpapier gibt: Zeitungen unb Zeitschriften, Bücher und Knüllpapier, Pappkästen und Packpapier. Und das alles wird nun mit Recht gesammelt! E. L. St.
Dank der Ll-Booi-Männer.
3m Kamen meiner U-Boof-2Hänner danke ich dem N S.-Deutschen INarinebund für die Einladung nach Gießen und der Bevölkerung dieser schönen Stadt für die begeisterte und warme Aufnahme aufs herzlichste.
Johann 2N o h r, Kapitänleutnant und Kommandant.
Auszeichnung vor dem Feinde.
Der Obergefreite Erich Deeg aus Gießen, Werrastraße 7, der als Meldefahrer im Osten steht, wurde mit dem Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse mit Schwertern ausgezeichnet.
Sür unsere Verwundeten.
Die NS.-Gemeinschaft „SVraft durch Freude" führte im Laufe der vergangenen Woche im Auftrage des Oberkommandos der Wehrmacht und in Zusammenarbeit mit dem Sonderreferat „Truppenbetreuung" im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda in hiesigen Lazaretten folgende Veranstaltungen durch: In zwei Lazaretten gestalteten unter dem Motto „Bunte Klänge" Maria Bergmann (Klavier), Franz Engert (Cello), Wally Hildebrandt (Sopran) und Herbert Krüger (Tenor) ein Konzert. Nach dem Duett „Geh Herz von Flandern" von Mozart kamen Lieder von Lange, Schumann, Kreuder und Künnecke zum Vortrag. Cello- Soli und Klavier-Konzertstücke bereicherten die Darbietungen. — Liebeslieder im Wandel der Zeiten klangen in der Programmfolge „Dein ist mein Herz" zu den Verwundeten in einem Lazarett. Heinz Schröter verstand es durch feine verbindenden Worte zur Einleitung der einzelnen Komponisten das Interesse der Verwundeten voll zu gewinnen. Die Konzertsängerin Erna Stoll (Alt) sang Lieder von Schubert, Beethoven, Brahms, Grieg und Strauß. Der 1. Konzertmeister vom Opernhaus Frankfurt Helmuttz Schuhmacher (Violine) svielte Konzertstücke von Beethoven, Brahms und Böhme. Heinz Schröter hatte am Klavier die Begleitung der Künstler übernommen und brachte ferner „Liebesträume" von Liszt zum Vortrag. — In einem
gen, Kinn und Nase mit der Puderquaste.. Ihre Hände zitterten ein wenig.
„Lampenfieber?" fragte Forester. Auf seiner Stirn standen Schweißperlen. Karen nickte stumm.
„Was wollen Sie ihm überhaupt sagen? Haben Sie es sich ein wenig zurechtgelegt?"
„Nein, ich überlasse es der Eingebung des Augenblicks."
„Vielleicht auch besser, sich nicht auf ein Programm festzulegen. Er wird sich natürlich bieder und harmlos stellen ..."
„Gewiß wird er das tun, aber ich werde mich hüten, durchblicken zu lassen, was ich von ihm halte."
Sie näherten sich dem Ende der Promenade. Karen sah schon die Palmenanlage der Rotunde auftauchen. „Geben Sie acht, Frank, die Calle Stella muß unmittelbar vor uns liegen!"
Forester schwenkte den Winker heraus und zog den Wagen ganz nach rechts an den Straßenrand heran. Sekunden später bog er scharf rechts ein und steltte im selben Augenblick die großen Scheinwerfer an. Sie rissen einen weißen Tunnel durch die Dunkelheit. Forester und Karen beugten sich gleichzeitig vom selben Gedanken bewegt vor und spähten durch die Windschutzscheibe die Straße hinan. Ein Liebespaar löste rasch seine innige Umarmung. Der Mann, ein Matrose, schüttelte drohend die Faust. Die Senorita verbarg das Gesicht schamhaft hinter den Händen. Sonst war kein Mensch zu sehen. Forester blendete diskret ab.
Die Straße stieg an. Auf halber Hügelhöhe schimmerten zwei Lichter. Hundert Schritt vor dem Ziel bat Karen Forester zu halten. Er bremste und führte den Wagen links heran.
„Achten Sie ein wenig auf die Straße, Frank!"
„Sie können sich auf mich verlassen, Karen. Wann aber darf ich Sie wieder zurückerwarten?"
„Ich weiß es nicht genau, ich nehme an, in einer halben Stunde."
.. böse Menschen haben keine lieber!"
Zur Heichsstraßensammlung am 24. und 25. Oktober.
„Wo man singt, da laß dich ruhig nieder — böse Menschen haben keine Lieder!" Es liegt ein Körnlein Wahrheit in jedem Wort, das vom Volk geprägt wurde. So ist es sicher kein Zufall, daß das liederärmste Volk auf der Welt das englische ist! Das ist Tatsache: echte Volkslieder sind wohl in Irland und Schottland, aber nicht in (Englaub zu Hause. Die englische Krämerseele konnte dort nicht schöpferisch wirken, wo der Quell des Volkstums am reinsten und stärksten flieht. Der Kehrreim des „englifh fang" heißt „Pfund" und „Dividende"!
Das deutsche Lied ist ein Begriff in der ganzen Kulturwelt. Im deutschen Volkslied Haden wir von unseren Ahnen ein klingendes Erbe überliefert bekommen, das nicht nur gehütet, sondern von Geschlecht zu Geschlecht vermehrt wird. Unser Lied ist unsere Welt, heute wie ehedem. Der Führer hat diesen Gedanken einmal in folgende Wone gekleidet: „Das deutsche Lied begleitet uns von unserer Kindheit bis ins Greisenalter. Es lebt um uns, und es läßt, ganz gleich, wo wir sind, immer wieder die Urheimat vor unseren Augen erstehen, nämlich Deutschland und das Deutsche Reich!"
Bei der zweiten Reichsstraßenjammbung am 24. und 25. Oktober wirbt unser deutsches Lied in einer sehr netten Form für das Kriegswintevhilfswerk: sechs kleine Liederdüchlein, klein genug, um im Knopfloch zu baumeln, groß genug, um als wirkliche Liedersammlung zu gelten, werden von der
Deutschen Arbeitsfront in den friedlichen Kampf geführt. Der reiche Liederschatz unseres Volkes ist hier in Kostproben zu einem Strauß gebunden. Die farbigen, reizenden Einbände schließen Volkslieder, Lieder der Bewegung, Soldatenlieder, Feierlieder, Liebeslieder und Kinderlieber ein. Diese Büchlein sind ein Spiegel der deutschen Volksseele. Daß die kleinen, aber nur äußerlich nicht allzu „gewichtigen" Heftchen im Feldpostpäckchen große Freude machen, nur nebenbei.
Die schaffende und die kämpfende Front holten sich im Lied neue Kraft. Und so wollen wir diese kleinen Sendboten deutscher Liederfreudigkeit auch werten: sie sollen uns stärken in unserem großen Kampf, dessen siegreichen Abschluß wir durch unsere Spenden und Opfer besesttgen können.
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Die Gesamtauflage der sechs Liederbüchlein beträgt 59 Millionen Stück. Sie stammen aus Berlin, Wien, München, Leipzig, Strafjburg, Reichenbach i. D. und Zwickau. Die Chöre, Kapellen und Spielscharen der Partei und des NS.-Volkskultur» wertes werden sich an der Sammlung beteiligen und die beiden Tage zu einer großen Liedwerbung der Partei gestalten. Der ReiHserziehungsminister hat die Erwartung ausgesprochen, daß auch die Schuljugend sich rege für diese Aufgabe zur Verfügung stellen wird.
Oel von -en Bäumen!
Sammelt Bucheckern. — Oie Annahmestellen.
NSG. Sie wurde erst in Notzeiten als das erkannt, was sie in Wirklichkeit ist: eine Oelguelle, die geeignet ist, mitzuhelfen, die Fetllücke zu stopfen. Natürlich sind die Bucheckern — denn davon soll hier die Rede sein — nicht immer gleich in ihrem Ertrag. Und im Frieden, bei reichlichem Vorhandensein von Oel, wird man kaum auf sie zurückgreifen. Nun ist aber dieses Jahr' mif einer guten Ernte zu rechnen. Deshalb ist es selbstverständlich, daß diese Quelle für die Volksernährung unter Ausschöpfung aller gebotenen Möglichkeiten nutzbar gemacht wird.
Mit der Durchführung der Erfassung ist für das Wirtschaftsgebiet des Gaues Hessen-Nassau der Milch, und Fettwirtschaftsverband Frankfurt a. M. beauftragt. Die Organisation der Erfassung ist bereits mit den in Frage kommenden Stellen in die Wege geleitet worden, so daß die Sammlung Ende Oktober-Anfang November — diese Zeit ist erfahrungsgemäß die günsttgste — beginnen kann. Gesammelt wird von den Schulen und den Einheiten der Hitler- Jugend bzw. des Jungvolkes. Natürlich können sich auch private Stmmler beteiligen. Die Ablieferung der gesammelten Bucheckern kann erfolgen:
1. an die fast in jedem Ort befindlichen landwirtschaftlichen Bezugs- und Absatzgemeinschaften;
2. an die Kaufleute der Getteide-, Futter- und Düngemittelbranche;
3. an bie Sammelstellen der Reichsarbeitsgemein
schaft für Heilpflanzentunde und Heilpflanzenbeschaffung, der Reichsarbeitsgemeinschaft „Ernährung aus dem Wald" (Sammelstelle für Hellkräuter);
4. an die im Gebiet des Milch- und Fettwirt- schaftsverbandes für Lohnschlag zugelassenen Oelmühlen und deren Sanrmelstellen.
Diese Sammelstellen sind zweckmäßig bei den Ortsbauernführern ober Bürgermeistern zu erfragen. In den größeren Städten kommen wohl in der Hauptsache die unter 3 genannten Sammelstellen in Betracht. Auskunft erteilen in diesen Fällen die Ernährungsämter bzw. Bezirksstellen.
Der Preis für 1 kg abgelieferte Bucheckern beträgt 0,50 RM. Die abzuliefernde Mindestmenge beträgt 2,5 kg. Dieser Preis versteht sich nur für gesunde, trockene Ware mit einem Besatz (Verunreinigung z. B. durch Steinchen, Blätter, Moos und Stengel) von höchstens 3 v. H. Bei einem Besatz von mehr als 3 v. H. und feuchter, geringerer Qualität werden entsprechende Gewichtsabzüge gemacht. Der Sammler erhält für die abgelieferten Bucheckern eine Ablieferungsbescheinigung, auf Grund deren er von seinem Ernährungsamt einen Berechtigungschein über Margarine oder Oel in entsprechender Höhe der abgelieferten Menge erhält. Bei einer Ablieferung von beispielsweise 15 kg Bucheckern erhält der Sammler eine Sonderzuteilung von 1,5 kg Oel oder Margarine.
Lazarett las der Dichter Gutberlet aus seinen Werken den aufmerksam lauschenden Verwundeten vor. — Im Laufe der Kulturwoche der NSDAP, und HI. nahmen Verwundete der verschiedenen Lazarette an den Veranstaltungen Dichterlesung Agnes Miegel, Dichterlesung Kurt Arnold Findeisen, Wetterauer Heimatabend, Tanzabend Daisy Spieß, Festliches Orchester-Konzert, „In den Ostwind hebt die Fahllen" in größerer Anzahl teil. — Zu dem Vortrag „Land der Kroaten" hatte der DDAC. Verwundete zu Gast geladen. — Der NS.-Deutsche Marinebund hatte zu der Veranstaltung im Gloria- Palast anläßlich der Anwesenheit des U-Boot- Kommandanten Ritterkreuzttägers Kapitänleutnant Mohr und der anderen tapferen U-Boot-Männer in Gießen eine größere Zahl Verwundete aus allen Lazaretten geladen.
Vortrag Professor Or. Carl Nieffen.
Vom Theater der Universitätsstadt Gießen wird uns mitgeteilt: Im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft „Universität und Theater" ist es gelungen, anläßlich der Kulturwoche der NSDAP, den bekannten Theaterwissenschaftler Universitätsprofessor Dr. Carl N i e s s e n (Köln) zu einem Vortrag über das Thema „Soldatentheater im Wandel der Zeit" (mit Lichtbildern) zu gewinnen. Carl Niessen ist nicht nur durch die Begründung des Theaterwissenschafllichen Jnstttuts der
„Und wenn Sie dann nicht kommen?" fragte er und nagte bedenklich an feiner Lippe.
„Was befürchten Sie eigentlich, Frank? Sie dürfen unbesorgt fein, Gonzales weiß, daß ich in Begleitung bin und vor seinem Hause erwartet werde." Sie öffnete den Schlag und sprang auf die Straße.
„Hals- und Beinbruch!" rief er ihr nach. „Und trotzdem, länger als eine Stunde warte ich nicht!"
„Machen Sie nur keine Dummheiten, Frank! Warten Sie in Ruhe ab, auch wenn es wider Erwarten ein wenig länger dauern sollte —"
„In Ruhe —", murmelte er unbehaglich und sah ihr nach. Er hoffte, daß sie sich noch einmal um- drehen würde, aber er wartete vergeblich darauf. Er wußte nicht, wie klein ihr Mut und wie trösllich ihr die Gewißheit war, ihn und die hellen Lichter seines Wagens in der Nähe zu wißen.
Vor sich sah sie die Säulen mit den beiden vier- eckigen Laternen. Eine Gestalt lehnte sich über die Torflügel und reckte ihr den Kopf entgegen. Es war ein Neger. Auf seinem schwarzen Schädel saß eine weiße Tellermütze. Anscheinend war es Gonzales' Chauffeur. Er öffnete das Tor halb, als Karen davor verhielt.
„Sind Sie die Same, die Senor Gonzales angerufen bat?"
„Ja."
Der Neger riß die Mütze ab und ließ Karen eintreten. „Senor Gonzales erwartet Sie. Darf ich bitten, mir zu folgen?" Er ging voran und beleuchtete mit einer Taschenlampe den Weg, wie zufällig glitt der Lichtsttahl einmal über Karens Gesicht.
Das Haus stand in einem ziemlich großen Grundstück. Durch ein paar Fensterläden des Erdgeschosses schimmerte Licht. Den weißen Weg säumten blühende Hibiskussträucher und stark duftende Mimosen. Ein großer neuer Wagen mit spiegelblankem Lack stand in der Auffahrt. Gonzales schien, die Absicht gehabt zu haben, am Korso tellzunehrnen.
Universität Köln sowie des Kölner Theatermuseums, seine Forschungen zu Faust, über Jmmermann, Eichendorff und die von ihm begründete Buchreihe „Forschungen zum Theater der 3eit" heroorg^reten, sondern auch durch seine lebendige, anregend^Mit- arbeit am Theater als Regisseur und Erzieher des Intendanten- und Spielleiternachwuchses. Zu dem für Gießen gewählten Thema hat er im Laufe der Jahre außerordentlich seltenes Material zusammen- getragen. Die Veranstaltung wird eröffnet durch eine Ansprache des Rektors der Ludoviciana, Professor Dr. H. W. Kranz, sowie kammermusikalischen Darbietungen. Der Vortrag findet am heutigen Dienstag, 20. Oktober, in der Aula statt.
Tleue Ausweiskarten
für
bevorzugte Abfertigung in Linzelhandelsgeschäften.
NSG. Die NSV. hat für die bevorzugte Abfertigung von bestimmten Personenkreisen in Einzelhandelsgeschäften Ausweiskarten herausgegeben. Diese Karten, die bisher in verschiedenen Gebieten kein einheitliches Aussehen hatten, sollen mit Wirkung vom 1. November 1942 ab durch eine allgemein gültige Ausweiskarte in blauer Farbe ersetzt werden. Um eine reibungslose Abwicklung dieser Neuregelung sicherzustellen, werden alle Inhaber (innen) einer solchen durch die NSV. ausgestellten Karte
Der Neger führte Karen durch die Veranda in den landesüblichen Salon, der mit schönen, sehr kunstvoll geflochtenen Bastteppichen und wenigen, aber bequemen Rohrmöbeln ausgestattet war. Ein rotlackierter europäischer Hausbarwagen auf gummibereiften Nickelrädern stand verloren und fremd in der mexikanischen Umgebung.
„Wollen Sie die Güte haben, hier Platz zu nehmen? Ich werde Senor Gonzales sofort Ihre Ankunft melden."
Der Diener verschwand. Karen nahm auf einem Sessel Platz. Gonzales ließ ein paar Minuten auf sich warten. Wahrscheinlich wollte er nicht neugierig erscheinen. Karen verrieb ein paar Tropfen Kölnisch Wasser auf ihren Handflächen. Ihre Nervosität schwand. Dann spürte sie an einem Luftzug, daß hinter ihr eine Tür geöffnet wurde. Sie drehte sich halb um. Gonzales "stand hinter ihr. Sein Blick glitt blitzschnell über ihre Gestalt und hastete auf ihrem Haar.
,Dh —", sagte er und verbeugte sich. Er schien aufs angenehmste überrascht zu sein, und sein spontaner Ausruf war wohl als Huldigung zu deuten. An Karens kühlem Blick jedoch scheiterten die Komplimente, die ihm anscheinend auf der Zunge schwebten. Sein Lächeln verflog. „Darf ich nun fragen, mit wem ich die Ehre habe —", seine Augen streiften ihre 5)ände, „Senorita —?"
„Orgassa — Karen DrgcrHa", vollendete Karen und neigte leicht den Kops. Gonzales starrte sie an. Die Uederrnschungen schienen sich nach feinem Geschmack ein wenig zu überstürzen.
„Die Tochter von Senor Jens Drgaffa?" rief er verblüfft und fügte, sich langsam fassend, hinzu: „Ich habe Sie vor mehreren Jahren häufig gesehen. Senorita; allerdings waren Sie damals noch ein sehr kleines' Fräulein, aber ich erkenne Sie wieder, gewiß ..." Seine beringte Hand schrieb eine unsichere Kurve. ,Zch gestehe offen, daß mir Ihr Besuch immer rätselhafter wird."
(Fortsetzung folgt.)


