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Eichener Anzeiger

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Roosevelts Griff nach Liberia

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Mnfer Bild zeigt einen Blick auf den Hafen der liberianischen Hauptstadt Monrovia (Scherl-M.)

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der NSDAP. , 19.30 Ubr

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an Nahrungsmitteln, was man durch den transport eines Teiles der ZiDilbevölkerung zu bessern getrachtet hat.

Oie australische Gegenoffensive auf Neuguinea gescheitert.

Der Negerfreistaat Liberia (Freiheitsland") an brrPfefferküste" Westafrikas liegt zwischen Sierra |fieone und der Elfenbeinküste und umfaßt 95 000 Miadratkilometer Fläche, also so viel wie etwa Sagern und Württemberg zusammengenommen, die Seoölkerungszahl beträgt aber nur etwa 2 Mil­anen Schwarze, die Zahl der Weißen nur wenige Wundert. Die Hauptstadt Monrovia hat 6000 Anwohner. Eisenbahnen gibt es in diesem Lande »ine, ebensowenig Telegraph und Telephon, und fand) nur verhältnismäßig wenige Straßen. Das filtma ist tropisch feucht und warm, mit sehr reich- lichen Niederschlägen. Die Temperatur liegt an der [Hüfte im Jahresdurchschnitt zwischen 27 und 28 Grab Celsius.

Die herrschende Klasse der Negerrepublik besteht ms den Nachkommen der seinerzeit aus den 23er» [einigten Staaten von Amerika eingewanderten Schwarzen, der sogenannten Amerika-Liberianer, biren Zahl mit 20 000 bis 25 000 angegeben wird. [Dis Staatssprache ist englisch. Das an sich reiche fenb ist nach kaum erschlaffen. Die Gewinnung ||Den Kautschuk, Palmöl, Palmkernen, Sopra, Kakao pb Kaffee wird unter Leitung von Weißen fast

(fcricbeim lagnch, außer Sonntags und feiertags

evakuiert. Die große strategische Bedeutung Li­

as gehe daraus hervor, daß es nur 750

Tokio, 19. Oft. (DNB.) Die von den Australiern mit größerem Kräfteaufwand unternommene Gegen­offensive auf Neu-Guinea ist gescheitert. In der Mitte der Front, bei I o r i b a i v a, sind die Austra­lier über ihre Ausgangsstellungen hinaus zurück­getrieben worden. Auch weiter nördlich im Ge­birge nehmen die Kämpfe einen für die Japaner günstigen Verlauf.

!mi R. Sorge 8. t «mlelter: Hous ft!

Oer Wehrmachtbericht.

DNB. Aus dem F ü h r e r h a u p t q u a r l i e e, 19. Oft Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3m Westkaukasus schreitet der Angriff fort Infanterie erstürmte neue höhen und nahm im Steilanstieg einen mit sechs Bunkern stark befestig­ten und für die weitere Kampfführung wichtigen Berg.

3n Stalingrad wurde das in den letzten Kämpfen gewonnene Stadt- und Industriegelände von Versprengten gesäubert. Die Cuftroaffe griff Ziele in und um Stalingrad sowie Transport­bewegungen und Bahnanlagen der Sowjets östlich der Wolga an. Elf Transportzüge, darunter zwei Oelzüge, wurden vernichtet.

3m mittleren Abschnitt bekämpften Kampf- und Sturzkampfverbände abermals feind­liche Vahnbewegungen mit sichtbarem Erfolg. Ein großes Versorgungslager der Sowjets wurde im zusammengefahten Luftangriff schwer getroffen.

W a l t a wurde durch deutsche und italienisch^ Kampfflugzeuge bei Tag und Nacht angegriffen,

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jefl, Köln

Roosevelts Giühpmiktstraiegie

Während sich in England maßgebende Kreise ernsthafte Sargen über die Empiremüdigkeit der Briten machen, die ZeitschriftNineteenth Century" auf denFluch des schwachen Denkens" (The curse of sloppy thinking) aufmerksam macht und gleich­zeitig darauf hinweist, daß der RufDas Empire in Gefahr" in den Massen keinen Widerhall finde, oievielfachen die 2)anfee5 ihre Anstrengungen, sich an allen strategisch wertvollen Punkten des bri­tischen Empire einzunisten, Brückenköpfe und stra­tegische Stützpunkte auszubauen, die deutlich darauf Hinweisen, daß dahinter Weltherrschaftsabsichten großen Stils stehen. Was hier geplant wird, hat nichts mehr mit der natürlichen und geographisch bedingten Dynamik eines Seestaates zu tun, der nach der Gegenküste oder der Umrandung des Meeres strebt, wie es in der Geschichte seit Jahr­tausenden immer wieder der Fall gewesen ist. Hier ist vielmehr ein System, das auf lange Sicht be­rechnet und darauf abgestellt ist, die im Werden begriffenen Großräume Europa und Dftafien in ihrem Ansatz zu zerstören und sich selbst an ihre Stelle flu setzen.

Roosevelt wußte nach dem Zusammenbruch Frankreichs und nach dem Dünkirchen der britischen Expeditionsarmee, daß er, um England im Kreige au halten, selbst nicht aus dem Ringen heraus­bleiben konnte. Von diesem Zeitpunkt an datieren auch seine Bemühungen, sich überall festzusetzen. Nordirland, Großbritannien und Island machten den Anfang, nachdem im Pazifik bereits einun­angreifbares" System von Stützpunkten vorhanden war. Als Rommel in Nordafrika den Briten nicht nur erfolgreich Widerstand leistete, sondern sie im­mer weiter zurücktrieb, richtete Roosevelt fein Augenmerk auf die arabischen Länder, vor allem das Rote Meer und den Iranischen Golf, wobei gleichzeitig einer anderen Derbindungsstraße in diesem Sektor immer größere Aufmerksamkeit ge­schenkt wurde: dem Weg von Natal und Recife tn Brasilien nach dem Golf von Neu-Guinea an der gegenüberliegenden afrikanischen Küste, wo eine ganze Anzahl von Orten in See- und Lufthäfen ver­wandelt wurde, während gleichzeitig mit unleug­barer Tatkraft ein Netz von Fluglinien quer durch den afrikanischen Kontinent und von Autobahnen und Binnenwasserstraßen erschlossen wurde, das wiederum nach dem Roten Meer und von dort nach der lebenswichtigen Versorgungsbasis des Suez-, Mosiul-, Iran- und Bahrein-Oels führt, wobei außer der Derteidigungsaufgabe gleichzeitig die der Ver­sorgung der Sowjetunion über Iran eine Rolle spielte.

Während Roosevelt aber in West- und Ostafrika und in den Ländern des Nahen Ostens eine Po­sition nach der anderen bezog, machte sich durch den Eintritt Japans in den Krieg im Pazifik eine stark

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1-2. Jahrgang Nr. 2^7

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Verbesserung der Verbindung quer durch Afrika in der Richtung nach Aegypten bieten würden.

Aber neben der militärischen und politischen Be­deutung von Dakar, von wo aus auch Rückwirkun­gen auf den sonstigen französischen Kolonialbesitz in Nordafrika angestrebt werden könnten, könnte die Angelsachsen auch die wirtschaftliche Bedeu­tung von Französisch-Westafrika reizen. Französisch- Westafrika ist mit seinen 3,5 Millionen Quadratkilo­metern achtmal so groß wie Frankreich und halb so groß wie Europa. Seine Eroberung und Befrie­dung hat dem französischen Mutterland in den ver­gangenen Jahrzehnten einen großen Teil militä­rischer und menschlich-brauchbarer Energien ent­zogen. Bereits 1865 hatte England den Entschluß gefaßt, sich wegen des ungesunden Klimas aus Westafrika zurückzuziehen. Nach vielen kostspieligen Kolonialkriegen hatte Frankreich sich 1890 mit England über die Teilung der Interessen am Niger einigen können. Heute zählt Französisch-Westafrika eine Bevölkerung von 15,5 Millionen Einwohnern, wovon aber nur 25 000 Weiße sind. Die wirtschaft­liche Bedeutung Westafrikas für Frankreich besteht in erster Linie in der Ausfuhr von Erdnüssen, die sich seit 1937 auf 590 000 Tonnen belief und einen wichtigen Faktor für die Fett- und Oelgewinnung darstellt. Dazu kommen Palmkerne, Palmöl, Kakao aus den einzelnen, der Verwaltung von Französisch- Westafrika in Dakar unterstellten Gebieten wie Dahomey, der Elfenbeinküste, und Guinea. Mehr in die Zukunft weisen die seit Jahrzehnten am Mittellauf des 4200 Kilometer langen Niger betrie­benen Stromregulierungs- und Bewässerungsan­lagen zur Vergrößerung der Kulturflächen für Baumwolle, für die bis zum Jahre 1950 eine Mil­lion Hektar erschlossen werden soll.

Die Schlüsselstellung für die Verteidigung dieser Riesenräume, die etwa ein Sechstel von Afrika um­fassen, bildet unstreitig der Kriegshafen Dakar in der Nähe der Senegalmündung. Dakar bietet infolge feiner Lage in einem felsigen, mit militäri­schen Befestigungsanlagen erheblich ausgestatteten Gelände unbestreitbare Vorteile für die militärische Verteidigung zu Lande, gleichzeitig ergibt sich hier­aus jedoch ein gewisser Mangel an Trinkwasser und

Monatlich .... .RM.1.80 Mtellflebtoi,.. -Z5 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge&erer Gewalt Fernfvrechanschluß 2251 Drahtanschrift: Anzeiger" Polls check 11 6rr fhranfs /M

Timbuktu. 6

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Bathurst französ. west'afrika

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Den Aufmarsch im Keime erstickt.

Kampfgeschwader gegen Bahnen und Straßen im Abschnitt vonKalinin-Toropez

Von Kriegsberichter Erich Wenzel.

DNB....., 19. Oktober. (PK., Südlich des

Ilmensees gewinnen eigene Angriffsunterneh­mungen Meter um Meter an Boden. In versumpf­tem Gelände, in dem der Infanterist oft bis zur Brust im Morast versinkt, bewährt sich die hervor­ragende Zusammenarbeit von Heer und Luftwaffe. Stuka- und Kampffliegeroerbände zerschmettern ein Widerstandsnest nach dem andern. Während die Ju 88- und He 111-Verbände bolschewistische Feld-

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.Moralische Recht" zu einem ähnlichen Unterneh­men gegen französischen Kolonialbesitz gebe.

Bereits im Oktober 1940, wenige Monate nach dem von Frankreich abgeschlossenen Waffensttllstand, konnten die französische Garnison von Dakar und die dort befindlichen Teile der französischen Kriegs­marine einen Landungsversuch englischer und gaul- listtscher Kontingente abwehren. Inzwischen ist Syrien im Sommer 1941 den Franzosen ent­rissen worden; in diesem Jahr ist die Reihe an Madagaskar gekommen, und man muß mit der Möglichkeit einer Wiederholung des vor zwei Jahren gescheiterten englischen Manövers gegen Dakar rechnen. Die seestrategische Bedeutung von Dakar am westlichen Punkt der afrikanischen Küste, von wo aus die Seeverbindung nach den am nächsten befindlichen brasilianischen Häfen sich am besten bewerkstelligen läßt, mag den Appetit der Angelsachsen besonders reizen, Hanz abgesehen von den sonstigen Möglichkeiten, welche sich für eine

Meilen süd östlich von Dakar liege. Die vor kurzem als für Aegpten bestimmt gemeldeten zwanzig Dampfer, die in einem Geleitzug westlich Afrikas gesichtet worden seien, wären zur Besetzung Liberias bestimmt gewesen. Die britische Luftwaffe habe sofort ihre Patrouillentätigkeit über dem Süd all antik ausgenommen. Spezialisten, Ingenieure wie Arbeiter arbeiteten fieberhaft an der Anlage neuer und an der Erweiterung und Modernisierung alter.Flugplätze.

Die Amerikaner stoßen ins Siegeshorn, wie die Engländer wegen Madagaskars ins Siegeshorn ge­stoßen haben. Die Negerrepublik Liberia ist vor 120 Jahren angeregt und gegründet worden von freigelassenen amerikanischen Negersklaven in Wider­spruch zu der damals vorherrschenden öffentlichen Meinung in den Vereinigten Staaten, sintemalen in dieser Renommierdemokratie die Sklaverei erst durch den Kongreßbeschluß vom 31. Januar 1864 aufge­hoben worden ist. Die ursprüngliche Gründung Li­berias war ein klarer Protest gegen die Sklaven­haltung in den Vereinigten Staaten und sollte den Nachweis der bürgerlichen und politischen Gleich- berechtigungssähigkeit der Neger erbringen. Ange­sichts b* Schicksals, das die Negerrepublik Liberia jetzt betroffen hat, ist es nicht an der Zeit, die Frage aufzuwerfen, ob dieses Ziel erreicht wurde. Heute ist entscheidend, daß ein an sich weltpolitisch harmloser Negerstaat in Afrika, der einzige unab­hängige Negerstaat auf dem großen afrikanischen Kontinent, durch die Vereinigten Staaten in die Kriegswirren gewaltsam hineingezerrt wird. Was trieb die Amerikaner nach Liberia? Sie hatten in Freetown einen ausgezeichnet ausgebauten Hafen, während der Hafen der Hauptstadt Monrovia viel zu wünschen übrig läßt. Es ist der Gummi, der die smarten Hankees angelockt hat. Sie haben hier schon vor etlichen Jahren Kautschukbauplantagen gegrün­det, die sie nun sehr umfassendin eigene Regie nehmen" wollen.

Annahme von Auzeiaen für die Mittagsnummer biS 8'/, Uhr devVormittagS

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für die Dttllimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite:

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Stellungen mit wohlgezielten Bombenwürfen an­greifen, stürzen sich die tausendfach bewährten )u-87-Flieger auf Artillerie- und Flakstellungen. Der nachstoßende Infanterist bricht den Widerstand in Waldstücken und ausgeräucherten Dörfern oft mit der blanken Waffe. Zur gleichen Zeit über­wachen die Fernaufklärer der Luftwaffe die Vor­gänge im tiefen Hinterland des Fein­des. Die Belegung der Flugplätze, der Verkehr auf den Straßen und Eisenbahnen, dies alles bleibt demAuge der Führung" nicht verborgen. Bahn­höfe und Knotenpunkte werden gelichtbildert, die Kolonnen auf den Straßen gezählt und der Eisen­bahnverkehr genau registriert. Alle Meldungen laufen bei der Führung zusammen, die die Absichten des Gegners sehr bald erkennt und schnell zu han­deln weiß. Bevor es den Bolschewisten gelingt, ihren Aufmarsch zu beenden, bevor die herangeführten Truppen und bereitgestellten Kriegsmaterialien an die Front gelangen, müssen sie empfindlich geschla­gen werden.

Der Befehl zum Angriff der Sturz« und Kampffliegerbände wird gegeben. Die ge­ballte Kraft richtet sich jetzt gegen d i e Stra­ßen und Eisenbahnen im Abschnitt Ka 1 i n i n - To r o p e z. An die Besatzungen stel­len diese Einsätze, die oft Hunderte von Kilometer über feindliches Gebiet führen, die härtesten An­forderungen; denn der Gegner hat die Bahnhöfe durch ein starkes ^la tauf gebot geschützt, und zahl­reiche Iackdfliegervevbände in dieses Gebiet ver­legt. Die Jäger übernehmen den Schutz der Kampf­verbände. So erscheinen plötzlich mehrere Kampf- geschwader über dem Bahnhof Ostaschkow, der

bisher neutral verhielt, an den Kriegswagen USA. zu spannen. Auch Reuter meldet, man arte nunmehr, daß Liberia bald seinen Beitritt denAlliierten" erklären werde. Weil der Prä- nt der Republik, Barclan, dem schon seit naten ausgeübten Druck Roosevelts, die Neutra-

nur in der Nähe der Hauptstadt betrieben. Weitaus an der Spitze der Exporterzeugnisse des Landes steht der Kautschuk, während Jndustriewaren, Tabak und manche Lebensrnittel eingeführt werden.

Die Geschichte des Staates Liberia begann, als eine im Jahre 1816 in Washington gegründete Ko­lonisationsgesellschaft für freigelaffene Negersklaven 1822 am Kap Mesurado die Niederlassung Liberia mit dem Hauptort Monrovia (nach dem norbameri* konischen Präsidenten Monroe, dem Vater der be­rühmten Monroe-Doktrin, genannt) anlegte. Mit dieser Niederlassung vereinigte sich 1857 die am Kap Palmas im Jahre 1834 gegründete Neger­republik Maryland. Die Unabhängigkeit des Staates Liberia wurde 1848/49, also schon vor der Vereini­gung, von den europäischen Mächten anerkannt, während die USA. erst 1862 folgten. Wegen finan­zieller Mißwirtschaft kam Liberia 1908 unter inter­nationale Aufsicht. Nach dem ersten Weltkrieg über­nahmen die Vereinigten Staaten allein die Finanz­kontrolle. Im August 1917, während des ersten Welt­krieges, mußte Liberia unter dem Druck der West­mächte Deutschland den Krieg erklären.

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General-Anzeiger für Oberhessen 7-9

Frankreich blickt auf Dakar

Von unserem E. F.-Korrespondenten.

als wichtiger Knotenpunkt zerstört werden muß. Hier hat der Feind gerade annähernd tausend Eisenbahnwagen abgestellt. Nach zwei massierten Angriffen ist der Bahnhof in ein weit sichtbares Flammenmeer gehüllt. Das letzte Kampfftugzeug hat noch nicht feine Bomben gelost, * ' " Fernaufklärer den Erfolg im Bild

zen sie die Aussagen der Besatzungen mit der "Un­bestechlichkeit der Filmkamera. Nicht anders ergeht es den Bahnhöfen Bologoje, Toropez, Selisharewo und S o b l a g o. Unzählige Bomben aller Kaliber haben die Bahnhofsanlagen zerstört und das rollende Material, das gerade ausgeladen ober umrangiert werden sollte, vernich­tet. Neben deutschen Fliegern bewähren sich kro­atische Besatzungen. Auch der Verkehr auf d e n Straßen wird wirksam bekämpft Mitten hinein in die zur Front fahrenden motori­sierten oder bespannten Kolonnen hagelten die Bomben. Divisionen wurden auf diese Weise dezi­miert, bevor sie überhaupt zum Einsatz gekommen waren. Geschütze fielen aus, bevor sie einen Schuß abgegeben hatten. Panzer lagen auf zertrümmer­ten Transportzügen, bevor sie gegen die deutsche Linie gerollt waren. Es ist darum eine feierliche Stunde für die Kampfflieger und Fernaufklärer, als der Luftflottenchef ihnen für ihren erfolgreichen Einsatz seinen Dank und seine höchste Anerkennung ausspricht. Die Zusammenarbeit der fliegenden Verbände, hat sich bewährt. Der Schneid der Be­satzungen hat gegenüber einer harten Abwehr triumphiert, ihr Können hat auch diese schwierigen Aufgaben gelöst.

Gießener Aamilienblätter Heimat imBlld-DieScholle Beqnasvreisr

Vigo 19. Okt. (DNB.) Nack Meldungen aus Neu- rk und Monrovia hat Roosevelt unter dem Deck- aniel der angeblichen nordamerikanischen Kriegs- -rfmsse feine Raubpolitik jetzt auf die Neger- lif Liberia ausgedehnt. Er hat ein Erpe- inskorps nach Liberia gesandt, das zur Seit Hungen in diesem an der Westküste Afrikas ge- nen Freistaat bezieht, um die Negerrepublik die

Paris, im Oktober 1942.

Eine Reihe von Vorgängen hat in den letzten Machen erneut den Blick auf die französischen -öe- Ihungen in Westafrika gelenkt. Aus verschiedenen |"elbungen ist bekannt, daß die Amerikaner meh- pre wichtige Stützpunkte, die sich zum Teil in mv linittel'barer Nähe der Hauptstadt von Französisch- IMtafrifa, Dakar, befinden, stark ausgebaut uni) M Truppen belegt haben. Es handelt M) frcrbei W allem um den Hafen von B a t h u r ft in 33n- tich-Gambia, nur etwa 200 Kilometer südlich von telar, sowie um die Hauptstadt der englischen Ko- pnie Sierra Leone, Freetown, wriche etw M Kilometer südlich von Dakar liegt. An Drohun- sm mit einem angelsächsischen Ueberfall auf Daka k es nicht gefehlt. Erinnert sei nur an die erst »er wenigen Tagen abgegebene Erklärung des ÜAl.-Senators Meads, der em amerikanisches Üüternehmen gegen Dakar mit der Bekundung äderte, daß das englische Vorgehen gegen Mada- hlar nunmehr auch den bereinigten Staaten das

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