scheu Zeitung" in den gleichen Tagen eindringlich
belehrt:
eimat ge-
chef in einer Flakabteilung.
Oberstleutnant Wend v. Wietersheim stieß
mehr
Stadt Schönan.
Der Soldat blickte einmal rasch auf, als ob er
ickte einmal rasch auf, als ob er zum Mültar. Der Vater m der 2 der Rede unterbrechen wollte. Er derweilen für bret Und das jum
das Fräulein in
'er!
st art wir heute auch in
r ü st e t sind in dem Ringen, das uns jene glückliche Zukunft bringen wird, die das deutsche Volk sich in so vielen harten Jahren ehrlich verdient hat.
Der Krieg nähert sich Australien.
Erster Bombenangriff auf den Flottenstützpunkt Port Darwin.
denke ich."
Es war eine lange Rede, und der Soldat verhielt sich wie im Anschlag dabei, immer sicherer sein Ziel im Auge, ohne sich 311 rühren noch zu regen. Er unternahm nicht einmal die Frage, was sie studiere. Es war ihm völlig gleichgültig. Es tat ihm auch leid, was er da eben über die Väter gesagt hatte. Vielleicht würde ihm sein Vater nichts in den Weg gelegt haben, wenn der Sohn hätte das Bäckerhandwerk erlernen wollen. Der Versuch war leider nicht unternommen worden.
Der Soldat erhob sich unvermittelt, Abschied zu nehmen, als sei sein Auftrag erfüllt Und das Mädchen tat nichts» dies zu hindern.
über bestehen, daß die Bedrohung Ranguns töbß$| ist", schreibt die „Times".
Gruß an die deutschen Kameraden.
[um Militär. Der Vater in der Backstube schuftete Fräulein ihm
furchtbaren Bilde der Verworrenheit, der Schwäche und des Verbrechens. Wir können nur staunend davor stehen und die Kraft unseres Volkes bewundern, das damals trotz all dem solange in seinem so viel härteren Kampfe ausgehalten hat. Und es wird in unserem Kerzen tiefe Dankbarkeit lebendig, die uns stärker, als Worte es vermögen, sagt, w i e
„Rur —", so meinte sie, ihm dabei die Hand reichend, „wenn ich meiner Mutter Grüße sagen soll, muß ich um den Namen dessen, bitten, der sie ausrichten läßt -V'
Der Soldat zögerte ein wenig; dann aber lachte er hell über sein junges- Gesicht, schlug die Hacken zusammen und meldete militärisch: „Sagen Sie einfach — sein Sohn, Fräulein Marie!"
„Sein Sohn?"
>mer bann" gi$, Berthold S v v _ E stehen die unvergleichlichen MMeit offen.
y. sm® "
CS bei
> t ”,rht
ISi T%c
fe, her tut porigen Kind । M bittet" Jas ist eine W Men sollte. $ 1 beantworten, Mellt. „Mick r - „Warm ch vertragen?" ^chn nicht v las waren eir keinem Tage (I M verlegen, w me wissen u ragt, um die k dem KilÄ Mich Bff pweii es geh! M Antwort eühen, ihren k Oft helfe hm. Es ist c pal eingesteh p ch ich dir M, daß ich p gehört au) pe Antwort t pweghören isi Mn in manch MMtlich ertai r ist die übe V doch zu p wirb bei j
Selbftüei ft und es tai Den. tarlilf) gibt
Verwirklichung selbst in England niemand ernstlich glauben bürfffc.
Oie wahren Absichten Englands.
Deutschland soll vernichtet werden. - Die Sowjets in »maßgeblicher Kotte".
Berlin, 19. Febr. (DNB.) Der 'Eroberer vor, Singapur, Generalleutnant I a m a s h i t a, .der big Ium v. I. Ches der japanischen Militärmission in Berlin war, hat aus Singapur folgendes leie-. gramm an den kaiserlich japanischen Militär, attache m Berlin, Generalleutnant Banzai, ge« richtet: „Beim Einzug in Singapur möchte ich meinen deutschen Kameraden Herz, liche Grüße senden."
19. 8^
Jfefce«
Hf 0er. n| M
N> Die
kini
3in fe “n 9 >.ben
ker- fr1!1 gesM, den Kiiti@aiuetin5
Sa Portale! । Mist Wl titung Frank tett feSe
» Bei W ' unl
Das Ritterkreuz. ffägfi
Berlin, 19. Februar. (DNB.) Der F ü h r e r lurtrniniWr
derweilen für drei. Und das junge gegenüber sorgte für die Wirtschaft.
öauber war diese Wirtschaft. Sauber übernommen und sauber gehalten, wie der Eindruck offen-- sichtlich bestätigte. Vielleicht hatte das gleiche einst der Vater empfunden, als er auf dem gleichen Stuhl hier gesessen hatte, wenn erz aus dem Weg zum Amtsgericht an der Bäckerei vorübergehen mußte. Der Vater konnte in diese Bäckerei nicht einheiraten, er verstand nichts von dem Handwerk, das hier verlangt wurde. Es wäre ihm sauer geworden, wenn er hätte für drei schuften sollen. Er mußte den Stuhl räumen, auf dem nun der Sohn saß.
Sichtlich unruhig geworden, tat der Soldat eine überraschende Frage: „Heißen Sie am Ende auch Marie, mein Fräulein?"
„Freilich, wie meine Mutter, Vater wollte es so."
„Väter wollen immer nur!" sagte beinahe herausfordernd der Soldat. „Das kann ich von meinem Vater nicht behaupten", widersprach das Fräulein. Sie strich dabei mit einer schönen und freien Gebärde das Haar aus der Stirn. „Er hat mich studieren lassen, wie es mein Wunsch war, und hat nicht danach gefragt, was einmal aus dem Geschäft werden könnte. Das danke ich ihm und meiner Mutter. Und darum führe ich zur Zeit den Haushalt, weil ich die Eltern mit dem Geschäft jetzt nicht aufsitzen lassen will. Ich habe meine. Studien unterbrochen, bis wieder Frieden fein wird. Sie als Soldat und Kommilitone werden das ja verstehen.
eitert wurde. I
Hauptmann Johann Zemsky hat durch den heb 1 denhaften Einsatz seiner Sturzkampfgruppe über«! ragenden Anteil an den Abwehrkämpfen im Osten und erzielte unter vollstem persönlichen Einsatz bei! 300 Feindflügen mit seinen Besatzungen schlachtend! scheidende Erfolge.
Oberleutnant Walter H a r t i g hat sich als Batte-1 riechef in einer leichten Flakabteilung bei den Ab-1 wehrkämpfen im Osten hervorragende Verdienste erworben. -Durch rücksichtslosen persönlichen Einsatz und ausgezeichnete Truppenführung hat er mit seiner Batterie den Einbruch feindlicher Kräfte verhindert und in kritischer Lage einen Umtlamme-! rungsversuch des Gegners vereitelt
1 Ungarns
NeichSverweser-Stellvertreier gewählt i
Budapest, 19. Februar. (DNB.) Die beiden Häuser des ungarischen Reichstages haben heute vormittag in einer gemeinsamen Sitzung den älte-i sten Sohn des Reichsverwesers, Stefan v 0 ni H0rthy, durch Zuruf zum Reichsverweser - Stellvertreter gewährt.
Britischer Kreuzer torpediert.
Berlin, 19. Febr. (DNB.) Der Kommandant eines deutschen Unterseebootes im östlichen Mittelmeer beobachtete durch das Sehrohr den Angriff eines italienischen Torpedoflugzeuges aus einen britischen Kreuzer. Das italienische Flugzeug griff den Kreuzer in mehrmaligen Anflügen an. Der deutsche U-Boot-Kommandant konnte erkennen, daß das italienische Flugzeug einen Tvrpedo- tref fer erzielte, der eine heftige Explosion an Bord des Kreuzers auslöste. Der Brite war in eine dichte Rauchwolke gehüllt, die noch nach einer Viertelstunde jede weitere Beobachtung unmöglich Machte. ___________________
schien, gleichsam zur Entschuldigung, warum er hier saß, erklären zu wollen, weshalb fern Vater und Frau Marie —
Nein, es blieb bei der Geste. Das Fräulein konnte ungehindert zu Ende kommen mit ihrem Bericht. Die kleine Stadt freute sich der Truppen, die nun in ihren Häusern im Bürg er quartier lagen. Wenn einer immer nur die gleichen Herren vom Amtsgericht zu Gesicht bekam, jahrein und jahraus die gleichen Herren, das schien auf die Dauer nicht gerade abwechslungsreich.
Was denn der Herr Soldat im Zivilberuf fei? „Student", sagte der Soldat knapp. „Jurist. „Aha", lachte das Fräulein. „Womit wir also wiederum beim Amtsgericht wären. Aber Sie dürfen meine Bemerkung nicht falsch auslegen."
Das habe der Soldat auch nicht vor, im Gegenteil.
„Im Gegenteil? /
Sie waren erst kurz vor dem Urlaub in diese alte Stadt weit hinter dem Operationsgebiet in Ruhe gekommen. Zu Hause war der Name dieser unbedeutenden Stadt beinahe aus Versehen genannt worden. Aber der Vater hatte aufgehorcht und den Namen noch einmal langsam und voller Bedacht ausgesprochen, als hebe er damit zugleich eine längst verloren geglaubte Erinnerung zaghaft und ein wenig beglückt wieder auf. Auch er hatte von dem gleichen Amtsgericht dieser Stadt gesprochen. Aus dem Wege dorthin kam man an einer Bäckerei vorbei. Wenigstens zu seiner Zeit sei das so gewesen. Und die Tochter aus dieser Bäckerei habe auf den Namen Marie gehört. Vielleicht lebt das Fräulein Marie noch. Vielleicht «ar sie unterdessen auch kein Fräulein mehr, längst schon eine Frau und Mutter, hoffentlich und wahrscheinlich sogar.
„Soll ich ihr deinen Namen sagen?" hatte der Sohn gutmütig und ein wenig lächelnd gefragt.
„Freilich — wenn sie sich dessen noch entsinnen mag —" Der Soldat hatte bisher den Namen nicht genannt. Frau Marie war aufs Land hinaus zur Kundschaft gefahren. Die Gesellen waren eingezogen
fall bei den Polen und Sozialdemokraten.)" Und es Hub ein langes Palaver aller Parteien darüber an, daß die Ausführungen des Herrn Abgeordneten doch „stark übertrieben" feien — draußen aber hungerte und fror das Volk, draußen schoben und wucherten Juden und bereicherten sich an der Not des kämpfenden Deutschland!
Es sind nur einige Streiflichter, rasch herausgegriffen aus einer Fülle von Ereignissen, wie sie sich schon in wenigen Zeitungsblättern widerspiegeln — und doch vereinigen sie sich schon zu einem
Die Polizei war infolge eines betrügerischen Bankrotts einer Frau Kupfer (der Name sagt alles) darauf gekommen, daß im Hause dieser ehrsamen Dame sich regelmäßig „Großindustrielle, Geldleute und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens" zu riesigen Gelagen zusammenfanden, die 'aus erstaunlichen, riesigen Vorratskammern der Kupftrschen Wohnung gespeist wurden. Welcher Rassezugehörigkeit die „Persönlichkeiten" der angegebenen Berufsgruppen im damaligen Berlin gewesen sind, bedarf keiner Erläuterung und wird deutlich genug dadurch charakterisiert, daß in den Berliner Judenblättern wenige Tage nach diejem Polizeibericht zu lesen ist, daß der Haushalt der Frau Kupfer als „gut bürgerlich zu bezeichnen fei, und daß Sie Tochter der Jüdin bereits Engagements für Varietss erhalten habe! Dann wurde es still um die Frau Kupfer. Ich habe in dem arten Band nicht mehr nach ihrem Schicksal weitergeforscht und weiß deshalb nicht, mit welchen „Argumenten" sie wieder fteigeschwindelt worden ist.
Daß es sicher so gekommen ist, dafür gibt ein ausführlicher, groß aufgemachter Vortragsbericht über die Ausführungen eines Herrn Oberlandesgerichtsrat Lehmann hinreichend Aufschluß. Schon die Überschrift sagt alles: „Der neue Wucherbegriff." Man muß dabei wirklich jedes Wort richtig genießen: der — neue — Wucher — Begriff! Die „Berliner Juristische Gesellschaft" ist der erlauchte Kreis, vor dem die damals in ganz Deutschland brennende Wucherfrage eine ebenso tiefgründige wie durchsichtige juristische Erörterung erfahren hat. Eine Unzahl von Argumenten, bei denen man jeden Schieber im Geiste grinsen sieht, führen dabei zu dem wahrhaft großartigen Schluß des Herrn Oberlandesgerichtrates: „Für die Wuchergesetzge- bung" — so meinte er — „ist nur eine elastische Formel brauchbar!" Diese „elastische Formel" war die goldene Brücke, über die sich damals das ganze Gesindel von Kriegsgewinnlern, Schiebern und Ausbeutern in den Lebensraum des deutschen Volkes hineinwälzte, während seine Soldaten draußen in verzweifeltem Kampfe lagen!
Ein Problem, das damals wie heute in der R-eichsbauptstadt von Bedeutung war, war die Kohle nversorgung. Heute wird sie nach dem Prinzip der Verteilung je nach Bedarf entsprechend der vorhandenen Mengen so gelöst, daß jedenfalls jeder so viel als irgend möglich zugeteilt erhält. Damals war der Preis das Regulativ, mit dem die Kohlenfrage „gelöst" wurde. Der Herr Generaldirektor im Grünewald konnte seine Villa glühend heizen, weil er genügend Mittel besaß, um die „Angstpreise" (ein fester Begriff der damaligen Umgangssprache) zu bezahlen; der kleine Arbeiter und Angestellte aber saß in seiner eiskalten Stube, weil feine Mittel diesen Wettbewerb nicht aushielten. Warum dies so war, dafür enthalten die Zeitungen jener Tage auch einen interessanten Hinweis, den man freilich schwarz auf weiß gelesen haben muß, um ihn nicht ins Reich der Fabel zu verweisen. Der Herr preußische Innenminister bekannte sich nämlich in der Angelegenheit der Kohlenpreise zu dem Standpunkt, „daß zwei Seelen in seiner Brust wohnten: als oberster Beamter der Bergbehörde müsse er dafür sorgen, daß der fiskalische Besitz einen guten Gewinn abwerfe, während das allgemeine Interesse niedrige Kohlenpreise verlange". Dies sei eine „Duplizität der Interessen", die er nicht überwinden
Zeitschriften.
— Eine ganze Reihe sehr schöner, z. T. farbiger Wiedergaben nach Gemälden von Teniers, Gerard Dou, Brouwer, Ostade, Steen, Vermeer, Metsu und anderen begleiten einen Aufsatz von Gert Adriani über niederländische Genremalerei im letzten Heft der Zeitschrift „K u n st d e m V 0 l k" (Verlag Heinrich Hoffmann, Wien). Ein Beitrag „Die Post in der Kunst von Dr. Hans Ankwicz von Kleehoven beansprucht außer dem kunsthistorischen auch kulturgeschichtliches Interesse und ist ebenfalls sehr reiz«1 voll illustriert; neben der vorbildlichen Wiedergabe eines überaus delikaten Spitzweg aus der Wiener Galerie Liechtenstein und der berühmten „Hoch« zeitsreise" von Schwind findet man hier eine Reihe anschaulich schildernder alter Kupferstiche als Bei- Iga-be. Ein reichhaltiges Abbildungsmaterial bringt endlich der Jubiläumsbericht „Achtzig Jahre Menek Wnsüerhcms".
Johann Zemsky.LM B >
Sturzkampfgeschwa- WB grie
- - ''ULlsiute
Em*1 _______■ - ■ jKW" im Kampf um die Luga-Stellung mit seinem Regi- erinnenmi ment nach anfangs planmäßig verlaufenem Angriff I6.0klo überraschend auf eine zweite nicht bekannte Bunker- ■’ stellung. Nach persönlicher Erkundung faßte er k Entschluß, unter dem Schutz der hereinbrechenden Dämmerung den Feind frontal zu fassen und im | Handstreich Bunker- und Feldstellungen durch I Flankenangriff zu nehmen. Durch diesen von ihm persönlich geführten Flankenangriff wurde die Stel« iung aufgerollt und die Bresche für den weiteren j Durchbruch der Division geschlagen» Immer wieder zeichnete sich das Schützen-Regiment des Oberstleutnants v. Wietersheim, der stets am Brennpunkt der Kämpfe erschien, durch seine Kampf- und Widerstandskraft auch in den letzten Wochen des harten Abwehrkampfes aus.
Oberleutnant Johannes M u e ck e führte im Kampf gegen die Sowstts eine Kompanie eines motorisierten Infanterie-Regiments, mit der er tagelang einen besonders wichtigen Brückenkovf verteidigte. Fast Ueberrnenschliches leistete Oberleutnant Muecke im November vergangenen Jahres während der Abwehrkämpfe, als er in kühnem Entschluß im Gegenangriff eine vorübergehend verlorengegangene Stellung wieder nahm und mit seiner Kompanie Tag für Tag den Angriffen eines ganzen sowjetischen Regiments standhielt. Der unvergleichlichen Tapferkeit des Oberleutnants Muecke ist es zu verdanken, daß der Durchbruchsversuch der Bolschewisten unter hohen Verlusten für den Gegner ver-
G e n {, 19. Febr. (DNB.) Die Briten überschwemmen laufend die aanze Welt mit ihren Versprechungen und schönen Schlagworten von Freiheit und Gerechtigkeit, allgemeinem Wohlstand des Volkes uftv., wenn England nur eben erst gesiegt hat. In Wirklichkeit aber sieht es mit den wahren Absichten Englands ganz anders aus. Gelegentliche Aeußerungen gegenüber der innerenglischen Oeffent- lichkeit enthüllen die wirklichen Vernichtungspläne der Herren Churchill, Roosevelt und Stalin.
In besonders deutlicher Form gibt die politische Wochenzeitschrift 0 hnBull" dem Vernichtungswillen Ausdruck, der sich ausdrücklich nicht nur gegen die „Führung" Deutschlands, sondern gegen das gesamte Volk richtet. Darüber heißt es: „Diesmal wird es keine Verhandlungen mit irgendeiner Partei in Deutschland geben, außer auf der Grundlage der bedingungslosen Uebergabe. Glücklicherweise — und das sagen wir in voller Absicht — wird die Sowjetunion eine maßgebliche Rolle am Tage des Sieges spielen, wie es jetzt eine Hauptrolle in den grimmigen- Taaen des Krieges spielt. Churchill, Stalin und Roosevelt werden zunächst zu einer Uebereinfunft gelangen, bevor irgendwelche Bedingungen an irgend jemand über» geben werden. Wir können zu diesen drei Männern, zu jedem für sich und zu allen gemeinsam das 93er»
Eine erste Sichtung des erbeuteten Kriegsmaterials ergab, daß den Japanern 40 Feld- und 50 Flakgeschütze, 5000 Fahrzeuge aller Art sowie zahlreiches anderes Kriegsmaterial in Singapur in die Hände gefallen sind.
Von den Japanern besetzt.
Tokio, 19. Febr. (Curopapreß.) Wie hier am Donnerstag bekanntgegeben wurde, haben japanische Streitkräfte im Zuge der vollständigen.Einnahme Singapurs am Mittwoch die beiden südlich von Schonanko gelegenen Inseln Bat an und Sambo e besetzt. Auf der Insel Batan beschlagnahmten die japanischen Truppen 15 Erdölbehälter, während auf Samboe 20 Petroleumbehälter beschlagnahmt wurden. Auf beiden Inseln wüten noch große Brände, da die Briten, in Verfolgung ihrer Politik der „versengten Erde" überall Feuer angelegt haben.
Interniert.
Tokio. 19. Febr. (DNB.) Wie „Tokio Nltschi Nitschi" aus Schonan berichtet, wurden Generalleutnant Percival. der Oberbefehlshaber der britischen Streitkräfte in Malaya, und Generalmajor Bene et, der Befehlshaber der Australier in Malaya, am Mittwoch im Fort Changi interniert, wo inzwischen fast insgesamt 60 000 Mann des Feindes untergebracht sind.
In Richtung Rangun.
Tokio, 19.Februar. (Curopapreß.) Die strategisch bedeutsame Eisenbahnstation B i l i n in Burrn a ist am Donnerstag von japanischen Truppen besetzt worden. Die Stadt liegt an der Bahnlinie Mart ab an—Rangun am Westufer des BilimFlusses und war einer der Hauptpunkte der neuen britischen Verteidigungslinie in Burma. Mit der Eroberung Bilins sind die Japaner 50 Kilometer über Thaton hinaus auf ihrem Vormarsch nach Rangun vorge- stoßen.
Durch eine erneute Darstellung der durch den schnellen japanischen Vormarsch in Burma heraufbeschworenen Bedrohung Ranguns bereitet die „Times" in einejh Leitartikel auf den Verlust des wichtigen Endpunktes der Burmastraße vor. ,Lldicht der Schatten eines Zweifels kann noch dar-
Schanghai, 19. Februar. (DNB.) Japanische Bombenflugzeuge griffen am Mittwoch zum ersten Mal Port Darwin (Australien) an.
Wie Reuter aus Sydney meldet, gab Ministerpräsident Curtirk zu, daß bei dem erften Japa= niscyen Luftangriff auf Port Darinin bet rach t - kicher Sachschaden entstanden, sei. Er sagte, .aus den bisherigen Meldungen seien zwar noch keine Einzelheiten zu entnehmen, doch sei es klar, ,^>aß wir schwer gelitten haben". Es seien Schäden im Hafen und in'den militärischen Anlagen verursacht worden. Im Hasen hätten die Flugzeuge dort liegende Schiffe bombardiert. Der Angriff habe eine Stünde gedauert und einige Opfer an Menschenleben gefordert.
Australische Truppen aus Kanada zurückberufen.
Stockholm, 19. Febr. (DNB.) Der britische Nachrichtendienst meldet, daß die australischen Truppen, d!e in Kanada ausgebildet wurden, um im mittleren Osten eingesetzt zu werden, nach Australien zurückgekehrt seien. Sie hielten es für besser, so muß London gestehen, sich in ihrem eigenen Lande einzusetzen als in einem fremden, das ihnen vielleicht sogar dem Namen nach unbekannt war.
Flugplatz auf Java bombardiert.
Tokio, 20. Febr. (DNB. Funkspruch.) Das Kaiserliche Hauptquartier gibt bekannt, daß japanische Armeeflugzeuge am Donnerstag mit großem Erfolg denFlugplatzBuitenzorg, südlich von Bata v i a, angegriffen haben. 27 nordamerikanische bzw. niederländisch-indische Maschinen wurden ab = geschossen oder am Boden zerstört.
Einzug Yamashitas in Schonan.
Schonan (Singapur), 19. Februar. (DNB.) Der Oberkommandierende der japanischen Streitkräfte in Malaya, Generalleutnant Namashita, hielt am Donnerstag, vier Tage nachdem er dem britischen Oberbefehlshaber feine Uebergabebedingungen diktiert hatte, seinen feierlichen Einzug in die
trauen haben, daß sie nicht die katastrophalen Fehler von 1918 wiederholen. (!) Sie werden dem Feinde keine Atempause geben, bis er nicht entscheidend im Felde geschlagen wurde, und sie werden nicht einmal an Frieden denken, wenn Deutschland nicht von alliierten Truppen besetzt worden ist".
Die Führer des neuen Deutschland solle man bereits jetzt aussuchen. Wenn man sie gefunden hätte, solle man ein neues Herrschaftssystem für das deutsche Volk ausarbeiten. ,^John Bull" ersucht daher die Regierung, sofort eine autoritative Stelle einzusetzen, die die Friedensverhandlungen ausarbeitef, „die wir auf den Ruinen des zerstörten deutschen Militarismus" aufzubauen beabsichtigen. Diese Stelle sollte mit der Sowjetunion und den USA. zusammenarbeiten und den Mangel an Menschen von Ehre und Verständnis in einem geschlagenen Deutschland berücksichtigen."
Hier werden also wieder einmal mehr die wahren britischen Absichten aufgezeigt, wenngleich an diesen niemals ein Zweifel bestand. Glücklicherweise aber ist auch hier bei der großsprecherischen Zukunftsmusik des „John Bull" der Wunsch wieder einmal der Vater des Gedankens, an dessen
OerGoldat und das Mädchen.
Von Heinrich Zerkaulen.
Das Theater der Universitätsstadt Gießen bringt jetzt Heinrich Zerkaulens Schauspiel „Der Reiter" in Anwesenheit des Dichters. Außerdem wird Zerkaulen, der in diesen Tagen das fünfzigste Lebensjahr vollendet, in der nächsten Morgenfeier aus eigenen Werken lesen.
Der Soldat, der in das gute Zimmer geführt wurde, verstand nicht recht, was damit zugleich in ihm Dorging. Er brauchte nichts weiter, als eine Bestellung auszurichten: er sollte sich nach einem Fräulein Marie erkundigen und Grüße bringen. Vielleicht, so war ihm gesagt worden, sei das Fräulein Marie kein Fräulein mehr, sondern längst schon eine Frau und Mutter, hoffentlich und wahrscheinlich sogar. Der diese vergilbten Grüße aus der Heimat aufzutragen gewagt hatte, schien es noch immer gut zu meinen mit jenem Fräulein Marie. Auf seine Art wenigstens. Denn der Auftraggeber war der Vater dieses Soldaten.
So also saß der Soldat seltsam beklommen dem jungen Mädchen gegenüber, das ihn ohne Umstände in das gute Zimmer geführt hatte. Nein, der Soldat konnte die Mutter jetzt nicht sprechen. Die Mutter war zur Kundschaft aufs Land hinausgefahren. Und der Vater arbeitete drunten in der Backstube. Die Gesellen waren eingezogen, Vater schuftete jetzt für drei. Und sie selber, so erzäfüte das Mädchen, das kerzengerade auf dem Stuhle saß, sie selber führe zur Zeit die Wirtschaft.
Daß der Soldat nach dem Mädchennamen der Mutter gefragt hatte, war dem Fräulein anschei- nend nicht besonders aufgefallen. Es kam Öfter vor, daß ihre Namen verwechselt wurden, so meinte sie. Als der Vater in die Bäckerei eingeheiratet hatte, sei nicht allein der Name des alten Geschäftes unverändert geblieben, auch das Haus selbst, ja sogar — das Mädchen lächelte ein wenig — die Einrichtung der Zimmer rmd die DW eL
Die Hand des Fräuleins lag über Gebühr lange in der des Soldaten, ohne daß es beiden aufgefallen wäre, als dieser nun doch erzählte vorn Gruß des Vaters an das Fräulein Marie von einst, und wie seltsam das Leben doch oft feinen Menschen mit- spielte, wenn es etwa den Sohn auf den gleichen Aaren all Stubl nötigte, auf dem schon einmal der Vater gesessen hatte. Und es geschah weiterhin, daß Heide - hernach ohne Absprache über diese Begegnung kern Wort verloren, weder das Mädchen zur Mutter, noch der Soldat in seinem nächsten Feldpostbrief an den Vater. Denn was besagter Händedruck anzudeuten schien, ging vorerst ausschließlich Marie und den Soldaten an.
verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberstleutnant Wend von W r e ter s h e l m, M
Kommandeur eines Schützen-Regiments, und Ober- 1
leutnant Johannes Muecke, Kompaniechef in flejliWet einem Infanterie-Regiment; ferner auf Vorschlag
des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmar- ^inenniin schall Göring, an Hauptmann Johann Zerns k y.WW als > Gruppenkommandeur in einem —
der, und Oberleutnant Walter Hartig, Batterie-
könne! .
Dem Volksgenossen wird es heute noch kalt über den Rücken laufen, wenn er solche Beispiele des damaligen öffentlichen Lebens vor feinem Auge wieder auffteigen sieht. „Wie war das möglich?" wird er fragen und sich erkundigen, ob nicht wenigstens die Parlamente, die sich ja doch „Volksvertretungen" nannten, ihre Stimmen erhoben. Diese Erwartung wird durch die gleichen paar Zeitungsblätter, die wir nur aus den Februartagen 1917 wahllos herausgegriffen haben, reichlich enttäuscht. „Polendebatte im Abgeordnetenhaus" — das war das Thema des Tages. Es war eine wahrhaft denkwürdige Debatte, die uns heute noch die Schamröte der Empörung ins Gesicht treibt.
Man höre und staune: Deutschland hatte es damals mit Oesterreich-Ungarn zusammen für richtig gehalten, ein „Königreich Polen" zu schaffen und den zur Staatenbildung notorisch unfähigen Polen damit staatliche Selbständigkeit verliehen. Dies hindert den nachmals noch sehr bekanntgewordenen Herrn Korsanty, dazumal Abgeordneter im Preußischen Abgeordnetenhaus, nicht daran, dem atemlos aufhorchenden Haus zu erklären: „Ich bin beauftragt, dem Mißtrauen meiner Fraktion gegen die jetzige Politik der Regierung Ausdruck zu^ geben. Wir legen schärfsten Protest ein gegen die fortdauernde Unterdrückung unserer Nationalität. (Bei-


