elche Berufe brauchen fuchtigen Nachwuchs?
Arbeiterschaft, so daß z. B. die schon bisher
tteld P rlti-ge Rüstung für die Luftwaffe in der letzten eC l^e verdoppelt werden konnte.
Jer Leiter des Amtes Gesundheit und Voltsschutz
>2 ;;|jr DAF., Dr. med. Bockhacker, erklärte, eine
recht
br ■ Mde ergeben, daß em Leistungsabfall durch jbie unh Msnspruchung des Krieges nicht zu verzeichnen rjli U Auch die Ernährungslage habe keine Beden» lisch !en entstehen lassen. Es sei allerdings notwendig, |en schaffenden Menschen einen physischen und rjp? Wüschen Ausgleich für die Alltagscktbeit zu schaf» of5 len, — Der Leiter des Amtes für Arbeitseinsatz der
An.
nd geschaffen werden soll, ist, wie Staatssekretär )r. Rotyenberger im „Deutschen Recht" mitteilt,
ladsichtigt, bewährte Volksgenossen, die nicht not»
0 000 veldig juristische Vorbilduna zu besitzen brauchen, etrie- M) aber in ihrem Bezirk allgemeiner Achtung und
Spare Gas, spare Strom!
9ie Mchwirtschast des Gaugebietes im Kriege
ür Hygiene an der Universität Halle, Professor Dr. Mil Schmidt, sein 70. Lebensjahr. Schmidt
A A
eson. Diil-
jfung des Gesundheitszustandes in den Betrieben ergeben, daß ein Leistungsabfall durch die
Es ist am anderen Tage, und Bernhardine spielt im Garten mit Martin.
Helene kommt dazu. Ihr Gesicht ist müde und nicht sehr freundlich.
„Bernhardine, würden Sie auch wieder einmal ohne Martin leben können?"
Die alte Frau sieht auf und antwortet mit einer Gegenfrage: „Wir wollen nach Berlin zurück?"
„Ja", erwidert Helene, „am liebsten noch heute. Ich halte das hier nicht mehr aus!"
„Gut", nickt Bernhardine. „Die zwei hier werden auch ohne uns fertig."
In- Berlin hat Helene zwei Begegnungen, die einen starken Eindruck in ihr hinterlassen.
Sie trifft in der Stadt Johannes Rautenberg und will mit kurzem Gruß vorübergehen. Ludwigs Vetter hält sie fest. Er redet sie unbefangen und mit dem verwandtschaftlichen Du einer früheren Zeit an. „Da wir uns getroffen haben, liebe Helene, werden wir jetzt zusammen einen Schoppen Wein trinken."
„Danke, Johannes ... ich habe leider gar keine Zeit."
Wo sind die Berufsaussichten besonders günstig? — Steigende Bedeutung -er Anlernberufe.
Von Ministerialrat Dr. Stets, beim Generalbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz.
hat ein sehr zuversichtliches Gesicht, als sie fortfährt: „3d) entwickle mich zur ziemlich beschäftigten Schneiderin in Bramstedt. Erst kamen ein paar Leute mit kleinen Sachen, .und dann geriet die Sache in Schwung."
„Und jetzt sind Sie furchtbar stolz, daß Sie selbständig dastehen!"
„Helene, Sie sagen das doch fast böse! Ganz gewiß bin ich froh über die Entwicklung. Richt dar- um, weil ich nun Ihre Unterstützung nicht Mehr benötige ... ich weiß wohl, wie gerne Sie mir hülfen." / .
Sie bricht ab. Sie denkt: Darüber kann man ia gar nicht mit Worten sprechen. Immer wird hinter Helenes Güte dieses unaussprechlich Große stehen ... der eigene Verzicht auf ein Glück.
Käte legt mit festem Druck ihre Hand auf die des Fräuleins. „Aber es ist gut, Helene, die Summe zurückweisen zu können, die Rautenberg mir zahlen wollte."
„Sie nehmen nun nur die Gelder für Martin an?"
„Nur diese. Zuerst wollte ich auch das nicht. Johannes Rautenberg überredete mich schließlich dazu. Ich erzählte Ihnen schon, Helene, daß Ludrpig sich im Ausland befindet; und eines Tages war plötzlich fein Vetter hier bei mir, um allen Ansprüchen gerecht zu werden, wie er sich ausdrückte."
„Also erledigt", sagte Helene kurz.
Sie schweigen, sehen in den Sommertaq hinaus und wissen, daß sie beide die gleichen Gedanken haben.
Und aus diesen Gedanken heraus sagt Helene: „Was das für eine seltsame Bindung zwischen uns ist ... beide liebten wir den gleichen Menschen..."
Siebten ...?
Käte streift mit forschendem Blick das Gesicht des anderen Mädchens. Dann führt sie deren Gedanken weiter, sagt: „Den Mann, der uns beiden verloren ift, Helene. Ihnen, weil Sie das so wollen ..."
Helene beugt sich etwas vor, daß sie Käte voll ansehen kann. Deren schmales Besicht errötet unter
1 den Art
Wg. nben Seit f den lomie auch zur
'inen, phat. i er» 1 an egen, wrm 'unls 7 000
von
dem fragenden Blick. „Sagen Sie ehrlich, Käte ... käme Rautenberg zu Ihnen und würde er feine Pflichten Ihnen und Martin gegenüber anerkennen, würde er Sie heiraten wollen — was würden Sie tun ...?*
Die klaren blauen Augen weichen den dunklen Helenes nicht aus. Und auch die Antwort ist klar. Erstaunen klingt mit.
„Wie fragen Sie, Helene? Ja, ich liebe Ludwig noch immer. Vielleicht ist diese Liebe mein Schick» sal. Aber käme er, um mir und dem Kinde nur aus einem Gefühl der Pflicht heraus seinen Namen zu geben ... ohne Liebe ...so müßte ich das ab» lehnen." /
„Sie sind sehr stolz, Käte!" sagt Helene.
Dann steht sie auf und geht langsam über die Wiese zum Hause hinauf.
&iit hätte Kien, t der hältst neue reicht, omrnt n die süß« f auf Bta« -8 zu i sind usend i vor- Breite rdrige I IHV Wen । viel heim, Wen e Be- brin« Front er ab!
d.
ittlieh :lea, Idolen Kiffer- n und i 1940 t oet- t ftor- jrojjen I.
front
Staate, teiger« t den
Die | le wie . deut' '
Trotz« >n wie mschen rtfarg, d ihre rchand« itt der lauern, ratteri«
Batet chtigen . ihren . eines W »rubers chtung, it spa" inge. ende, er- 7, >re alt mf den Bänd' >lunge" , stanze und in . Weise y ;e5
Oe".' uft und euWN ginton rfdN; %
täW’f! °n »* f, OOl"
Sie’
Aerger neue Nahrung gegeben und so dafür ge» ' sorgt, daß er in ein regelrechtes Netz von Wider- ■ roärtigteiten verstrickt wird. Denn nun wachsen gleich ! den Köpfen der Hydra unermüdlich neue Aerger- \ nisse, und was er auch anfaht, es schlägt ihm zum ; Unheil aus, so daß er schließlich zu der Meinung : kommt, ein besonderer Pechvogel zu sein. Es ist indessen nur der großgezüchtete Aerger, weiter nichts, und es fehlt dem Manne nur die Erkenntnis, daß er sich selbst seine Kümmernisse bereitet.
Es gibt Menschen, die zu grämlichen Naturen werden, weil sie ihrem eigenen Aerger nicht gewachsen sind. Es gibt andere, die auch in brenzlichen Situationen ihren ftöhlichen Gleichmut nicht verlieren. Wer von beiden zu bedauern ist, steht außer Frage. Zweifellos spielt dabei das Temperament eine Rolle, das wir in die Wiege gelegt bekamen, aber auch derjenige, der keine ausgesprochene Frohnatur besitzt, braucht sich nicht durch die „Tücke des Objekts" vergrämen zu lassen. Es genügt schon, wenn er angesichts' einer überfüllten Straßenbahn einmal nicht aus der Haut fährt, es ist ihm bereits geholfen, wenn er die alltäglichen Kleinigkeiten durch die Brille einer guten Laune sieht. Ein gerechter Zorn ist gelegentlich durchaus am Platze, Nichtigkeiten gegenüber aber wappnet man sich am zweckmäßigsten mit kluger Einsicht und einer Dosis Humor. Die Aergernisse des Alltags zerschellen daran hoffnungslos. Sch.
Studienrat Friedrich Obermann A-
Wiederum hat die Iustus-von-Liebig-Schule den Tod eines geschätzten Erziehers zu beklagen. Am Abend des 16. November verschied Studienrat Friedrich Obermann. Er wurde am 6. Februar 1882 in Reuters in Oberhessen geboren. Am Gymnasium zu Gießen erwarb er sich Ostern 1902 das Reifezeugnis und studierte dann an der Gießener Hochschule Deutsch, Französisch und Latein. Im Sommer 1006 legte er die Prüfung für das höhere Lehramt ab. Sodann wurde er an das Gießener Gymnasium zur Ausbildung für die Schule überwiesen und erhielt bereits Ostern 1907 seine erste Verwendung in Ober-Ingelheim. Im Juni 1914 wurde er an die Höhere Mädchenschule in Mainz versetzt und nahm darauf am Weltkrieg als Frontkämpfer teil. Am 16. Oktober 1919 kam er an die Gießener Oberrealschule, die jetzige Iustus-von-Liebig-Schule.
Mit Friedrich Obermann verliert die Schule einen Mann, der ganz in ihrem Dienste aufging mit dem Ziele, die Jugend in dem Geiste des neuen Deutschland und in der Liebe zu Führer und Vaterland zu erziehen. Er verstand es nicht nur, das Interesse feiner Schüler zu erwecken, er erwarb sich auch ihre Zuneigung durch die Güte seites Wesens und fein Einfühlungsvermögen. Der Lehrkörper der Schule betrauert in ihm nickst nur den tüchtigen Mitarbeiter, sondern auch den Kameraden von stets freundlichem und aufgeschlossenem Wesen. Er wird Lehrern und Schülern unvergeßlich bleiben.
Gießener ZBodienmarffpreife.
♦ Gießen, 19. Nov. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Wirsing, V, kg 10 Rpf., Weißkraut , 5 bis 7, Rotkraut 8 bis 10, rote Rüben 8, Spinat 15, Römischkohl 10, Lauch 15, Sellerie 16, Oberkohlrabi, das Stück 8 bis 10, Rettich 8 bis 15 Rpf.
Verdunkelungszeit:
19. November von 17.24 bis 7.21 Uhr.
Der stellvertretende Landesbauernfuhrer Ioh. W e i n tz gibt im Nationalsozialistischen Gaudienst Hessen-Nassau einen Ueberblitf über die Arbeit der Milchwirtschaft des Gaugebietes im Kriege. Darin weist er einleitend auf die großen organisatorischen Aufgaben des Milch- und Fettwirtschaftsverbandes Hessen-Nassau bei unserer Versorgung mit Milch, Butter und Käse hin, erinnert weiter an die vielfachen Schwierigkeiten, die unser Landvolk bei der Milcherzeugungsschlacht hinsichtlich der Futterversorgung der Milchviehbestände zu überwinden hatte und die es in sehr /anerkennenswerter Weise bewältigte, würdigt die Leistungen der Milcherzeuger und der Milchleistungsausschüsse bei der Milchablieferungsschlacht und macht sodann in kurzen Worten auf die Lösung außergewöhnlicher Probleme des Transportwesens, des Arbeitereinsatzes in den Molkereien und der Instandhaltung dieser Betriebe aufmerksam. Hierauf schreibt er u. a. weiter:
Ganz besonders wird die (Enttbkflung des Milchaufkommens im Verlaufe des Krieges interessieren. Es zeigt sich dabei die Tatsache, daß sich im Bereich des Milch- und Fettwirtschaftsveroandes Hessen-Nassau das Milchaufkommen vom letzten Friedensjahr 1938 bis zum Ende des Jahres 1941 noch um 20 v. H. steigerte, also um ein Fünftel mehr Milch den Molkereien zugeführt wurde. Diese anerkennenswerte Leistung ist insofern besonders beachtlich, als ja die ganzen Milchmengen ausschließlich mit Futter von eigener Scholle gewonnen wurden. Auf der anderen Seite ergibt sich die Folgerung, daß bann, wenn einmal durch ungünstigere Futterverhältnisse die Erzeugung einen Rückschlag erleidet, durch erhöhte Ablieferungsfreudigkeit der Ausgleich geschaffen werden muh.
Legen schon die Verhältnisse dieser Kriegszeit einen Vergleich mit den katastrophalen Zuständen der Jahre 1914 bis 1918 nahe, in denen mangels einer ausreichenden scholleneigenen Futtergrundlage die Milcherzeugung in stell er Kurve abfiel und einen regelrechten Zusammenbruch erlitt, so liefert auch ein Blick auf die Oualitätsverhältnisse eine aufschlußreiche Parallele. Zunächst sei festgestellt,
den.
Im Bergbau reicht der Nachwuchsstrom seit einigen Jahren nicht mehr aus. Es muß deshalb für die Zukunft eine erhebliche Steigerung angestrebt werden. Die neuen Vergünstigungen, die der Bergbau in letzter Zeit erfahren hat, und die Anerkennung, die ihm von allen Seiten gezollt wird und die auch kürzlich in der Rede des Michsmar- schalls am Erntedankfest zum Ausdruck gekommen ift/ lassen hoffen, daß dieser Beruf in Zukunft von der Jugend stärker begehrt wird.
Große Bedeutung, wie kaum je zuvor, wird nach dem Siege dem Baugewerbe zukommen. Ge-
daß im Gebiet unseres Landesernährungsamtes 81 v. H. des gesamten Milchanfalles zu Butter verarbeitet werden. Hessen-Nassau ist demnach ein ausgeprägtes Buttererzeugungsland. Dabei wurde von Anfang des Krieges an dem Grundsatz Rechnung getragen, daß gerade bann, wenn dem Volke mengenmäßig begrenzte Rationen zugeteilt werden, die Lebensrnittel ganz besonders erstklassig sein müssen. Außerdem ist die Qualitätsfrage auch entscheidend für die LagerunHsfähigkeit und Haltbarkeit sowie für die Ausgiebigkeit eines Erzeugnisses von der Art der Butter. Aus diesen Erwägungen wurde die Folgerung gezogen, die Qualitätsprüfungen wurden gerade im Kriege mit besonderem Nachdruck durchgeführt. Das Ergebnis zeitigte recht erfreuliche Fortschritte. Im Jahre 1941 konnten z. B. gegenüber 1940 in der Gruppe „Deutsche Markenbutterbetriebe" 12 v. H. der untersuchten Proben in der Gruppe „Deutsche Fein-Molkereibutterbetriebe", 60 v. H. mehr bei schärfster Beurteilung in die allererste Qualitätsklasse eingereiht werden. Ein gleichartiger Qualitätsaufstieg war bei der Käseerzeuquna festgestellt worden. Man denkt dabei unwillkürlich an den fortschreitenden Qualitätsrückgang der Lebensrnittel in den Weltkriegsjahren und kann den vollkommenen Wandel ermessen, der sich hier zu erkennen gibt.
Die vorstehenden, nur in großen Zügen dargestett- ten Tatsachen entwerfen ein Bild, anhand dessen der Umfang der Kriegsaufgaben einerseits und der Einsatz der heimischen Milchwirtschaft anderseits erkannt werden. Dabei ergibt sich der Eindruck, daß in der Milcherzeugung und Milchoerardeitung dankenswerter Eifer an den Tag gelegt wurde. .Anerkennung gebührt dafür gleichermaßen den in den Höfen und in den Molkereien leitend und schaffend eingesetzten Menschen. Die Verbraucher mögen dessen gedenken, wenn sie pünklickist und in erstklassiger Güte die Milcherzeugnisse in Empfang nehmen können. Alle aber, die auf milchwirtschaftlichem Ge» biete arbeiten, mögen aus der bisher erreichten, stolzen Leistung den Ansporn nehmen zu weiterem bereitwilligen und tatkräftigen Einsatz, damit aus größtmöglichen Rattonen immer wieder die Kraft entspringt, deren Wehrmacht und Heimat zur Erringung des Endsieges bedürfen. *
A aber in ihrem Bezi
Vsttschätzung erfreuen, mit dem Friedensrichter- yni zu betrauen, so z. B. ein'einflußreicher Bauer, ungesehene Gewerbetreibende und Kaufleute, er- blareiche Fabrikanten und Ingenieure, Aerzte und
falbe in Neustadt in Sachsen geboren. Er promo- Mette 1897 in München. Nach mehreren Reisen 115 Schiffsarzt wurde er Assistent am Hamburger Dvpeninstitut unter Professor Nocht. Er habilitierte sih 1907 in Leipzig, wurde 1912 a.o. Professor uii folgte zwei Jahre später einem Rus als o. Pro- fchr der Hygiene nach Gießen. 1916 übernahm er den Lehrstuhl in Halle. Schmidt hat zahlreiche Metten über Bleivergiftung, über Seuchenbekämp- ftng und über die Bekömmlichkeit alkoholischer Ge- Wnfe veröffentlicht. Auch über die Entstehung des -ouienstichs und des Hitzschlags hat er Unter jichmgen angestellt.
geben.
Die landwirtschaftlichen Berufe wei- sen seit 1939 eine zwar langsame, aber ständige Steigerung Der Nachwuchszahlen auf. Dabei zeigt auch die Landarbeitslehre eine erfreuliche Zunahme. Für 1943 soll diese Aufwärtsbewegung weiter gefördert, insbesondere soll die Zahl der Landarbeitslehrlinge nachdrücklich erhöht werden, weil der Dauernachwuchs für die Landarbeit in Zukunft nur auf diesem Wege ausgebildet roetben soll. Angesichts der ungeheuren Aufgaben, bie sich der deutschen Landwirtschaft im Osten eröffnen, eröffnet sich hier eine der wichtigsten Nachwuchsaufgaben.
Für die Berufe der Forstwirtschaft gilt ähnliches. Im Vordergrund steht hier die Förderung des vor kurzem neu geschaffenen Ausbildungsberufes für den Waldarbeiter auf dem Wege über die Waldarbeiterlehre. Die auch hier zu beobachtende Aufwärtsentwicklung soll weiter verfolgt wer-
Oec große Irrtum.
Roman von Meta Vrie.
t Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
I Helene richtet sich auf und schlingt die Hände um bi? hochgezogenen Knie.
Glücklich ... vielleicht ...
Hin bitterer Zug geht um ihren Mund.
Iber Helene behält fttzt keine Zeit, ihrem Leben n?i:er nachzusinnen. Dom Hause her, das nach lanb- litzr Bauweise niedrig mit kleinen, büßenden Mustern und grünen Läden in das Tal sieht, von biflem Hause her kommt jetzt eine Junge Frau auf bi? Wiese herunter.
| täte Allert ist schlank und zart, und über ihrem jiimgen Gesicht liegt ein glücklicher Schein.
; Helene sieht ihr aufmerksam entgegen. Als sie : id) vor der Reise von Käte verabschiedete, war Die Inge Mutter blaß und schmal, und in ihren Augen i og noch die Ueberanftrengung durchwachter Nächte vcll Kummer und Sorge.
Jetzt geht sie leichtfüßig durch Haus und Garten, ganzes Wesen strahlt eine ruhige. Freundlich- pit aus und gewinnt die Herzen der Menschen.
fiäte bringt eine Schale, gefüllt mit Erdbeeren^ U'b indem sie Helene die Früchte anbietet, sieht sie Icbelnb auf ihr Kind und auf das Fräulein. Sie lögt: „Martin hat wahrhaftig zwei Mütter!"
„ilnb eine Großmutter!" ergänzt Helene und frnnt: „Vergessen Sie Bernhardine nicht, Käte!
Dkartin schläft jetzt ruhig und fest. Käte setzt sich fitbin Helene in das Gras. Sie sagt herzlich: „Liebe plene, niemals in meinem ganzen Leben werde ich Ihnen genug danken können!"
I „Seien Sie doch still, Käte!" erwidert Helene bmillig. „Reden wir lieber vernünftig über euer Weiteres Leben hier."
i JS« ist doch klar", meint die junge Frau. Sie
Aus der Stadt Gießen.
Aergerniffe de« Alltags.
Manchmal könnte man aus der Haut fahren. Zum Beispiel, wenn man am Schreibtisch sitzt und Ueberlegungex anstellt, während in der Wohnung darüber sich die Kinder eine geräuschvolle Tank- chlacht liefern. Oder wenn man frühmorgens beim eiligen Anziehen plötzlich den zerrissenen Schnürsenkel in Der Hand hält. Zum Auswachsen ist es auch, wenn man rasch telephonieren muß und vor dem Fcmsprechhäuschen eine Menschenschlange vorfindet. Oder wenn man zur Abfahrt des Zuges im letzten Augenblick auf dem Bahnsteig erscheint und den Zug gerade aus der Halle entschwinden sieht. Oder wenn man sich zu einem kurzen Schlummer auf dem Sofa ausgestreckt hat und während des Einschlafens durch das niederträchtige Geräusch Der KorriDorklingel aufgeschreckt wirD. Es ift wahrhaftig manchmal zum Zerplatzen.
Doch läßt man Das Zerplatzen besser bleiben. Die Erfahrung lehrt nämlich, daß mit dem Zerplatzen weder dem Betroffenen noch der Umwelt gedient ist. Was nützt es dem Mann, der seinen Kragenknopf im Schlafzimmer verliert, daß er Darüber außer sich gerät unD Den Frisierspiegel zerschlägt? Er kommt nicht nur in die Schwierigkeit, einen neuen Frisierspiegel beschaffen zu müssen, er hat auch seinem
genwärtig sind diese Berufe zwar von den Umstellungen der Kriegsjahre betroffen. Dadurch Darf jedoch die Heranbildung des Nachwuchses nicht de- einträd)tigt werden. Wenn sich hier. im letzten Jahre ein Rückschlag gezeigt hat, so muß dieser in den kommenden Jahren wieder aufgeholt und die Nachwuchszahlen müssen gesteigert werden. Der Generalbevollmächtigte für die Regelung der Bauwirtschaft hat die Voraussetzungen für die Fortführung Der Berufsausbildung geschaffen. '
Als Grundlage für Die Bauwirtschaft bedürfen die Berufe der Steine und Erden, insbesondere der des Steinmetzen, besonderer Forderung. Für diese Berufe gilt das gleiche wie für Die Bauberufe, der Nachwuchszustrom muß auch hier weiterhin gestärkt werden.
In Der Eisen- und M e t a 11 w i r t s ch a f t liegen die VerhälMisse sehr unterschiedlich. Hier finden sich Die von unseren Jungen am meisten begehrten Berufe, Die zum Teil in unerfüllbarem Uebermaß überlaufen werden. Daneben stehen aber auch solche, Die übersehen werden ober Deren Bedeutung unterschätzt wird. Besonders ist die Zufüh- rtmg von Nachwuchs für folgende Berufe zu fördern: Former, Jndustrieschmiede, Schiffbauer, Klempner, Rohrleger, dazu kommen noch einige Berufe, in denen die Nachwuchszahlen zwar nur gering sind, denen aber doch erhebliche Bedeutung zukommt, wie z.B. der Büchsenmacher, der Chirurgiemechaniker, der Orthopädiemechaniker, der Uhrmacher und andere mehr. Außerdem muß gerade in Der Metallwirtschaft Der Nachwuchs für alle Anlernberufe verstärkt werben.
Die Chemie erfreut sich infolge ihrer steigenden Bedeutung eines wachsenden Zustromes. Diese Entwicklung muß auch weiterhin kräftig unterstützt werden.
Die Berufe Des Spinn st offgewerbes, also besonders der Textilindustrie, haben naturgemäß unter der Umstellung der Kriegswirtschaft sehr zu leiden. Aber auch hier gilt, was schon für Die Bauwirtschaft gesagt roorDen ift, Daß Die Nachwuchsaus-
Der Berufszuführung unserer Jungen ist in Den letzten Jahren ein Berufsnachwuchsplan zugrunde gelegt worden, mit dem sehr gute Erfahrungen gemacht worden sind. Der Generalbevollmächtigte ür den Arbeitseinsatz hat auf Grund Der Ergebnisse Der Unterbringung Des Schulentlaßjahrganyes 1942 vor kurzem einen Nachwuchsplan für Den Einsatz unseres männlichen Nachwuchses Ostern 1943 aufgestellt. Darüber wird im folgenden für Die wichtigsten Berufe das Wesentliche kurz wiederge-
Johannes Rautenberg ist von feinem Detter Ludwig grundverschieden. Er ist klein und schmächtig und von jener Blondheit, die farblos erscheinen läßt. Er wirkt zuerst säst unbeoeutenb, aber im näheren Verkehr spürt man doch eine vertrauenerweckende Wärme, und man spürt zuweilen eine große Güte.
Er läßt den Einwand Helenes nicht gelten.
„Sind denn wir beide in Unfrieden? Na also
so komm schon, Helene!"
Sie sprechen von vielen Dingen. Helene erzählt von ihrer Reise, und erst als sie aufbrechen wollen, erwähnt sie Bramstedt. „Es war sehr freundlich von Dir, Johannes, baß bu bich persönlich ber Angelegenheit angenommen hast."
Die Antwort ist ernst: „Sollten wir uns von Dir beschämen lassen, Helene? Wir wollen nicht zurückstehen hinter Deiner großen Güte Dieser jungen Mutter gegenüber."
Helene hat eine scharfe, böse Falte über Der Nase.
Sie wehrt ab: „Laß bas, Johannes ..." Und muß bann boch schroff richtigstellen: „Man kann vielleicht bie gute Absicht glauben, sofern bu von dir selbst sprichst, Johannes. Ader jage nicht w i r!"
Johannes Rautenberg schüttelt den Kopf. Ruhig erwidert er: „Du irrst, Helene; ich führte nur Ludwigs Auftrag aus. Uebrigens kehrt er jetzt bald aus dem Fernen Osten zurück."
Helene erhebt sich.
,/Jch muß gehen, Johannes ..."
Sie stehen nebeneinander. Helene, groß und kräftig, überragt den Mann.
Er hält Ihre Hand noch einen Augenblick fest. ..Ich habe mich sehr gefreut, dich wiederzusehen. Mache nicht ein so böses Gesicht, Helene ... es ist wirklich' so ... ich freue mich sehr!"
„Ich glaube es dir schon, Johannes. Trotzdem ... verzeih, wenn ich so offen bin ... ich will nichts mit euch Rautenbergs zu schaffen haben. Lebe wohl, Johannes."
(Fortfetzung folgt)
v iLzty., Mende, sprach über das Problem des Zeit Nitsländereinsatzes. , „ ' - ■
iwn I 0er Friedensrichter.
der ! Da für bie sog. Bagatelljustiz ein Friedensrichter- t bet m v r" " ‘ Z~1
Mfenschastier, Beamte, insbesondere Lehrer und iiui Juristen, wie Rechtsanwälte, Rechtspfleger oder Mijjter im Ruhestand. Zur fachlichen Zuständigkeit !ec Friedensrichter sollen gehören Beleidigung, .Dabschneidung, Beschimpfung Verstorbener, Kor- Peüverletzung, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch, Lchbarschafts- und H<!^us treitigteiten. Der Frie- hfeivrichter soll sich zunächst um einen nichtäffent- !id)tn Vergleich bemühen, er kann aber auch, wenn las erfolglos bleibt, einen Friedensspruch fällen, )er entweder auf Freisprüch oder auf Verwarnung, stlidensbuße in Geld, Sühnehast, Friedensbürg- thcft und öffentliche Bekanntmachung Des Friedens- Bruchs lautet. Ob gegen den Spruch ein Rechts- Mel gegeben werde soll, ist noch offen. Es müßte Die Möglichkeit gegeben fein, offenbar unbillige rijcheidungen aufheben zu lassen.
Erholungsreisen im Winter.
, Jür Den Winter bleibt die Anordnung zur Len- «ung Des Fremdenverkehrs im Kriege vom 20. April n Kraft Danach ist ein Erholungsaufenthalt in den sttmdenverkehrsgemeinden nur zulässig, wenn auf )er Dritten Reichskleiderkarte des Gastes nicht bereits ein Erholungsaufenthalt bis zu höchstens drei Michen eingetragen ist. Fronturlauber, Schwer- Titi5befd)äbigte und Personen in kriegswichtiger Beschäftigung haben Den Vorrang vor anDeren iWenden. Die Begrenzung her Beherbergungs- 6aii2r auf höchstens drei Wochen (für Die Zeit eines Gastes vom 20. April an gerechnet) ift genau ein« , malten. Der Aufenthalt muß von den Beher» ■msbetrieben ausnahmslos in Die Dritte Reichs- :;?leiberfarte eingetragen werden. Dies soll während Ket Wintermonate durch strenge Kontrolle über- »acht werden. Eine Eintragung in die Vierte Keichskleiderkarte kommt zunächst nicht in Betracht.
Kunst und Wiffenschast.
Professor Paul Schmidt 70 Jahre alt
8m 23. November vollendet der emer. Ordinarius
Professor L. H. weih s.
ter bekannte Maler und Graphiker Professor |*l Rudolf Weiß ist im Alter von 67 Jahren in Diersburg am Bodensee g e ft o r b e n. In Lahr 'Deden) geboren, erhielt Weiß als Maler seine tWtlerische Ausbildung beim Grafen Leopold Kalck- ttirh und bei Hans Thoma. Von 1907 bis 1933 hche er eine Professur an her Staatsschule für bib ititbe Künste in Berlin inne. E. R. Weiß gehörte zu btn beheutenbften schöpferischen Persönlichkeiten auf btm Gebiete her Buchgestaltung in Deutschlanh; hier er als Graphiker unb Schriftkünstler Dorbilh- lchs geleistet unb in Buchausstattung und Schrift- M mit erlesenem Geschmack unb künstlerischem fangefüM höchst anregenb unb erzieherisch gewirkt. Ifcmeben hat sich E. R. Weiß auch als Lyriker einen ! guten Namen gemacht.


