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gehenlafsen. Wir müßten dies Ringen zu Ende führen, denn hinter dem Sieg stehe eine neue Welt. Die SA. sei das Symbol unseres Willens, der Träger unseres Glaubens, die Verkörperung d^es Wehrwillens der Nation. Nach dem Siege benötig­ten wir gerade diesen Geist, um nicht in die Ruhe eines satten Bürgers zu verfallen. Auf einer Kund­gebung auf dem Marktplatz sprach Stabschef Lutze. Anschließend Reichsorganisationsleiter Dr. Ley.

Freikorps Dänemark geht wieder an die Ostfront.

Kopenhagen, 17. Ott. 1 (DNB.) Nach Ab­lauf des vierwöchigen Heimaturlaubs, der von Reichsführer jj Himmler in Anerkennung des Ein­satzes in den Kämpfen an der Ostfront gewährt

worden war, hat das Freikorps Dänemark die Rückreise an die O st front angetreten. Auf dem Hofe der neuen Artillerie-Kaserne fand in Ko- penhagen-Amagar ein Abfchiedsappell statt, zu dem der stellvertretende Bevollmächtigte des Deutschen Reiches, Gesandter Barandon, der Befehls­haber der deutschen Truppen in Dänemark, Gene­ral der Infanterie v o« H a nn e ke n, ^-Brigade- führer Kanstein und der Oberstkommandierende des dänischen Heeres, der Ehef des Generalkom­mandos, Generalleutnant G 0 e r tz, erschienen waren. Nachdem der Kommandeur des Freikorps, ^-Sturmbannführer M a r 1 i n s e n, das Frei­korps General von Hanneken gemeldet hatte, rich­teten ^Brigadeführer Konstein und General von Hanneken Worte des Abschieds an die dänischen Freiwilligen.

Die Wehrmachiberichte.

Oer Wehrmachtbericht vom Gamstag.

DNV.Aus dem Führerhauptquarlier, 17. Oft Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3m Deftkaukafus erzielte gestern der An­griff deutscher und slowakischer Truppen trotz hef­tigen feindlichen Widerstandes abermals bedeuten­den Raumgewinn. Kampf- und Zerstörerflugzeuge griffen wirksam in die Erdkämpfe ein. W e st l i ch desTerek warfen rumänische Truppen den Feind aus mehreren Vergftellungen und brachten zahl­reiche Gefangene ein.

3a Stalingrad setzten 3nfanterie- und Pan­zerverbände in engem Zusammenwirken mit pausen­los angreifenden Fliegerkräften und der Flak­artillerie der Luftwaffe ihren schwungvollen Angriff trotz erbitterter feindlichen Gegenwehr fort, über­rannten zahlreiche Stützpunkte und eingegrabene Panzer und drang en in die Geschütz­fabrikRote Barrikade" ein. Durch Vor­stoß uach Norden sind feindliche Kräfte nordwestlich der Stadt von ihren Verbindungen abgeschnilten und gehen ihrer Vernichtung entgegen. Schwerste Angriffe der Luftwaffe richteten sich außerdem gegen Vatterieslellungen ostwärts der Wolga. Eigene 3agdverbände schalteten die sowjetische Luft­waffe bei Tage vollkommen aus und schossen acht­zehn feindliche Flugzeuge ohne eigene Verluste ab.

3m übrigen Verlauf der Ostfront fanden nur Kampfhandlungen von örtlicher Bedeutung statt. Eine feit etwa 14 Tagen erkannte Aufmarschbe­wegung der Sowjets auf allen Bahnen und Stra­ßen im Abschnitt Kalinin Toropez wurde durch die Luftwaffe laufend und mit gro­ßem Erfolg bekämpft. Die für die Bahnbewegun­gen wichtigen Bahnhöfe Bologoje. Ostafchkow, Toropez. Seliaharewo und Soblago wurden mehr­fach mit stärkster Wirkung angegriffen, die Bahn­linien selbst häufig unterbrochen und zahlreiche Züge mit Truppen und Material vernichtet. Durch diesen trotz schwieriger Wetterlage fortlaufend ge­führten Einsatz der Luftwaffe ist es gelungen, den Aufmarsch der Sowjets nicht nur zu stören, sop- dern ihn teilweise zu unterbinden oder erheblich zu verzögern.

Die Bombardierung militärischer Anlagen auf der 3nselfestung Malta wurde bei Tag und Nacht durch deutsche und italienische Fliegerverbände fort­gesetzt. 3n Luftkämpfen verlor der Feind durch die verbündeten 3agdflieger 15 Flugzeuge. Zwei deutsche Flugzeuge sind nicht zurückgesehrt.

3n Südengland bekämpften leichte deutsche Kampfflugzeuge bei Tage militärische Anlagen und Ansammlungen von Landungsbooten an der bri­tischen Südküste. Sechs Landungsboote wurden ver­senkt, eine Anzahl beschädigt. 3n der vergangenen Nacht griffen Kampfflugzeuge Hafen- und Dock­anlagen in Nordostengland an.

lieber dem Seegebiet westlich B r e st wurden bei Tage zwei britische Bomber durch deutsche Kampfflugzeuge abgeschossen. Außerdem brachte Flakartillerie der Luftwaffe und der Kriegsmarine

vier britische Bomber bei nächtlichen Vorstößen in die Deutsche Bucht und gegen westfranzösisches Küstengebiet zum Absturz.

Oer Wehrmachtbericht vom Gonntag.

DNB.Aus dem Führerhauptquartier, 18. Okt. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3m Frontabschnitt Noworossijsk Tu­apse schreitet der Angriff deutscher und verbünde­ter Truppen gegen die tiefgestaffelten Stellungen des Feindes weiter fort. Allein im Abschnitt einer 3äger- division wurden gestern 60 befestigte Kampfaulagen genommen. Bombenangriffe der Luftwaffe richteten sich gegen den Kolonnenverkehr der Sowjets auf den Gebirgs- und Küstenstraßen. Südlich des Terek warf ein eigener Gegenangriff den im An­griff auf unsere Stellungen befindlichen Feind unter hohen blutigen Verlusten über feine Ausgangsstel­lungen hinaus zurück.

3n Stalingrad brachen die Angriffstruppen zähen feindlichen Widerstand, erstürmten sämtliche Werke der GeschühfabrlkRote Barrikade" und warfen nach blutiger Abwehr hefttger Gegenan­griffe den Feind aus dem angrenzenden Stadtteil. Schwere Angriffe starker Luftwaffenverbände un­terstützten diesen Kampf und vernichteten auf dem Ostufer der Wolga zahlreiche Geschütze. Die nord­westlich des Stadtteils Spartakowa einge­schlossenen bolschewistische« Kräfte wurden ver­nichtet.

3m mittleren und nördlichen Frontab­schnitt außer erfolgreicher eigener Stohtrupptälig- keit und Abwehr örtlicher feindllcher Vorstöße keine Kampfhandlungen von Bedeutung. Kampfftteger- kräfte fetzten trotz der ungünsttgen Wetterlage die Bekämpfung der sowjetischen Transporlbewegungen fort.

Bei Luftangriffen auf Flugstützpunkte und son­stige militärische Anlagen der Insel Malta durch deutsche und italienische Luftstreitkrafte wurden neue Zerstörungen erzielt. In heftigen Luftkämpfen wurden zwölf britische Flugzeuge abgeschossen.

Lin Tagesvorstoß der britischen Luftwaffe gegen den Südteil des besetzten französischen Gebietes verursachte Verluste unter der fran­zösischen Bevölkerung sowie geringe Sach- und Ge­bäudeschäden, vor allem in den Wohnvierteln der angegriffenen Orte. Lin Bomber wurde abge­schossen. Leichte deutsche Kampfflugzeuge belegten gestern kriegswichtige Anlagen in Südosteng­land im Tiefflug mit Bomben schweren Kalibers.

Rückkehr

-er Brasiliendeutschen.

Herzlicher Empfang in Frankfurt.

NSG. Am Freitagvormittaq traf in Frankfurt der Sonderzug mit 136 Reichsdeutschen aus Brasi­lien, an ihrer Spitze Botschafter Prüfer, ein. Im Kaisersgal des Römers begrüßte Staatssekretär von Weizsäcker die Brasiliendeutschen und

Oer Bar, der sich die Hände wäscht.

Bon Richard Gerlach.

Das einzige Tier Nordamerikas, an dem die Europäer einhellig schon vor Jahrhunderten ihren Spaß hatten, das schon früh in die Schaubuden gelangte, und das auch heute noch in keinem Zoolo­gischen Garten fehlt, ist der Waschbär. Der Dan­ziger Naturforscher Klein besaß schon vor zwei­hundert Jahren einen, und Buffon, der sich zu der­selben Zeit in Paris einen hielt, beobachtete bereits, daß der Waschbär sein Brot in die Wasserschüssel stippte, und daß er es erst herauszog, wenn es gut eingeweicht war. Er fand ihn familiär und liebenswürdig, in vieler Beziehung den Halbaffen ähnlich, ja, sogar etwas mit den Vorzügen des Hundes begabt.

Dieser Kloinbär schläft am liebsten tagsüber in luftiger Höhe, er sucht sich eine bequeme Astgabel im Baumwipfel, wo er sich ungestört der Ruhe hingeben kann. Er klettert auf eine behutsame Weise, sehr geschickt im Hangeln, mit den langen, bekrallten Füßen jede Unebenheit der Baumrinde ertastend. Oft läßt er dabei den Körper wie ein Faultier nach unten hängen, macht dann aber einen Klimmzug, schwingt sich auf und balanciert auf den dünnsten Zweigen, die sich unter seinem Gewicht biegen. In der Gefangenschaft ist er zu jeder Stunde munter, wenn es lebhaft um seinen Käfig herum zugeht, denn er ist äußerst empfindlich für Geräusche. Wird seine Siesta nicht beeinträchtigt, so krabbelt er erst gegen Abend auf die Erde herab.

In der Natur sucht er dann die Bachufer auf und plätschert im seichten Wasser herum, um Süßwasser­muscheln und Krebse hervorzuziehen. Er findet sie mit dem Tastsinn der nacktsohligen Vorderpfoten, die er prüfend ausstreckt, um mit ihnen im Feuchten zu grabbeln. Dabei sitzt er allein auf den kräftigeren Hinterbeinen, der Rücken ist gebuckelt. So hat er die Hände frei. Er reibt sie in der Längsrichtung anein­ander und rollt eine gefundene Wurzel, sie immer wieder benetzend, bis sie mundgerecht ist. Um die Weichtiere aus ihren Schalen zu lösen, sind seine Vorfahren wohl ursprünglich auf diese Wäscherei

verfallen, vielleicht auch, um das Freßbare vom Schlamm zu säubern. Sein Instinkt geht dahin, alles Genießbare erst einmal mit dem Gefühl zu er- ttlndeN, bevor er es in das spitze Schnäuzchen steckt. Genießbar ist für ihn so ziemlich alles vom Mais- körn bis zur Käferlaroe, und in der Gefangenschaft ist er daher leicht zu halten und pflanzt sich auch ohne Umstände fort.

Die neugierig umherwatschelnden Jungen sind noch possierlicher als die Alten. Sie unterhatten sich durch einen leise gurrenden, schnurrenden Grunzlaut, der gelegentlich etwas schriller wird, wenn sie sich balgen, wobei sie sich gern auf dem Rücken wälzen und im Nacken zu zwicken versuchen. Höhlen graben sie nicht, sie kratzen auch kaum mit ihren Krallen. Die Nerven der empfindlichen Pfoten sind auf zarte Berührung eingestellt, feinfühlige Organe der Nah­rungssuche, mit den robusten Tatzen der großen Bären gar nicht zu vergleichen.

Oer italienische Roman -es 20. Jahrhunderts.

Von Adelheid Dehio, Rom.

Der große Umbruch der Jahrhundertwende, der auch in Italien neue Lebensformen heraufführte, spiegelt sich deutlich in der italienischen Literatur. Der italienische Roman des Ottocento (19. Jahr­hundert) hielt sich in der Hauptsache an fremde Vor- bilbcr, an die Romantik, den Naturalismus, den Verismus französischer, englischer oder russischer Prägung. Eine Ausnahme machten drei hervor­ragende Schriftsteller: Giovanni Verga, der in feinen sizilianischen Hirten und Fischern homerische Gestalten schuf, die in großer, primitiver Natur leben und vom Hauch der griechischen Tragödie umwittert sind. Gabriele d'Annunzio, der als Dichter derLaudi" unsterblich ist, der aber auch als Romanschriftsteller seine ganze Generation aufs Nachdrücklichste beeinflußte. Er predigte den Lebens­genuß und die Liebe zur Schönheit, schilderte sel­tene Erlebnisse auserlesener Helden, die er zu Uebermenschen aufwarf, deren Charakterzeichnung aber meist verschwommen und wenig überzeugend wirkt. Die Schönheit und den Reichtum seiner

Weihe des deuWenGoldschnliedehausesin Hanau

raUeutnant Fahnert, der Chef des Fernmelde­wesens beim Reichsführer fj und Chef der deut­schen Polizei, ^-Gruppenführer und Gen-eralleut« nant Sachs.

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kämpfen nicht für irgend jemanden in der Welt, der auf seinen Schätzen thront, sondern für die Vev- schönerung und Verbesserung unseres eigenen Le« bens. Wir rüsten jetzt schon für den kommenden Frieden und erhalten die Kräfte, die einmal unsere künftigen Heime würdig gestalten sollen."

Zuvor hatte der Leiter der Deutschen Gesellschaft für Goldschmiedekunst, Goldschmied F. R. Wilm (Berlin) überGoldschmiedekunst als Kulturpoli« tik" gesprochen, während Bürgermeister Junker die Beziehungen der Stadt Hanau zum Deutschen Goldschmiedehaus darlegte. Das Goldschmiede« Handwerk sei das schönste und seelisch reichste aller! handwerklichen Künste. Wenn ein Handwerk tünfi» lerische und ehrliche haich-werkliche Gesinnung ver­binde, so sei es das Schmuckgewerbe. Es stehe int seinem Etyos und in feinen Leistunyen neben den Werken der Maler und Bildhauer. Das Gold- scbmiedehaus soll der Mittelpunkt des Schmuck» schaffens des Reiches die Stätte fein, die stän­dig neue Ideen des künstlerischen und handwerk­lichen Schaffens hinaustrage in die letzte Werk- stätte.

Der spanische Außenminister Jordana sandte dem argentinischen Außenminister Guinazu ein Glück« wunschtelegramm für. seine Rede amSage der Rasse", in der ernicht nur der historischen Leistung Spaniens Gerechtigkeit widerfahren ließ, sondern auch hauptsächlich die s e l b st ä nd i y e S t e l l u n g Argentiniens stärkte".

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Große Beachtung findet in der italienischen Def- fentlichkeit der Gesetzentwurf der argentinischen Re­gierung, der das Hissen der italienischen Flaggen in Argentinien für die kommenden italienischen natio­nalen Feiertage erlaubt.

Kunst und Wissenschaft.

Professor Wilhelm Stepp 60 3ahre alt

Am 20. Oktober vollendet der Direktor der ersten Medizinischen Klinik der Universität München, Pro­fessor Dr. Wilhelm Stepp, sein 60. Lebensjahr. Stepp ist geborener Nürnberger. Er besuchte dort das Gymnasium und studierte in München, Erlan« gen und Kiel. 1906 promovierte er in München und war bann bis 1916 an der Medizinischen Klinik i n Gießen Assistent. Hier hat er sich 1911 auch habilitiert. Von 1908 bis 1909 war er an das Physiologische Institut der Universität Straßburg beurlaubt. Die bayerische Regierung gewährte ihm 1911 ein Reisestipendium zu wissenschaftlicher Arbeit in London. 1916 erfolgte seine Ernennung zum a.0. Professor in Gießen und zum Oberarzt an der Medizinischen Klinik. 1922 wurde er etatmäßiger

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Reichsleiter Rosenberg wohnte am Sonntag einen Reichsgedenkfeier für den Freiherrn vom Stein in Breslau anläßlich seines 185. Geburtstages bei, Gauleiter Hanke stellte die Führerpersünlichkeit des überragenden Staatsmannes in das Blickfeld der sozialistischen Weltanschauung unserer Tage und zeichnete die Gestalt Steins als Schöpfer und Dar« kämpfer einer kraftbewußten sozialistischen Staats, ordnung, die im Volksstaat Adolf Hitlers vollendet würbe.

bilderreichen Sprache vermag keine Ueberfetzung richtig wlederzugeben. Auch Fogazzaro gab Seelengemälde außergewöhnlicher Menschen, die sich jedoch mehr dem Heiligenideal näherten. Zu Beginn des Novocento (20. Jahrhundert) standen die italienischen Erzähler unfc Romanschriftsteller unter dem Einfluß dieses Dreigestirns. So Frederigo d e R 0 berto, Luigi Capuana, Marino M 0 - retti und die Frauen Matilde Serao und die Nobelpreisträgerin Grazia D e l e d d a.

Als Reaktion gegen den nüchternen, objektiven Realismus traten bald einige Schriftsteller mit der Schilderung ihrer eigenen geistigen Abenteuer her­vor, so Soffici inLemmonio Boreo", Papini inUomo finito" und Sibilla Aleram 0 in Una donna" (Eine Frau). Diese Lebensgeschichte war ein erster Schritt zur Befreiung der italieni­schen Frau aus der traditionellen Geschlechtsgebun­denheit. Luigi Pi ran dello, der als Bühnen­schriftsteller Weltruhm genießt, verstand es vor allen anderen, seinen Helden die Maske des All­tags abzureißen, ihre tiefsten und geheimsten See­lenregungen bloßzulegen und meisterhaft darzu- stellen; so in seinem ergreifenden RomanII Lu' Mattia Pascal".

Etwas ganz Neues und Eigentümliches entstand, als die italienischen Erzähler sich nach einem Aus­druck Bontempellis daran machtenWunder zu wirken". Man versuchte, einen metaphysischen Raum, eine mythische Fabelwelt zu erschaffen, in der sich reine Phantasiegestalten bewegten, die die Wirklichkett in allegorischer und satirischer Form spiegelten. Hierbei gehören Aldo Palaz- zeschi mit seinem RomanII codice di Perelä lPerelk ist eine Gestalt aus Rauch), Massimo Bontempelli mitLa schacchiera davanti allo specchio (Das Schachbrett vor dem Spiegel), der den sich spiegelnden Schachfiguren Leben und Wirklichkeit verleiht, Alfredo P a n z i n i mit ,,I tre re" (Die drei Könige), der Leben und Ge­schichte in ein Märchen verwandelt, und Riccardo Bacchelli mitLo' il tonno" (Der Tunfisch weiß es), einer Satire der menschlichen Gesell­schaft und ihrer Leidenschaften, die unter den Was­serspiegel verlegt ist.

In seinen Romanen vonEva ultima" (1922) bis II figlio di due madri" (Der Sohn zweier Mütter) undGente nel tempo" (1936) kehrt Bontempelli

sprach vor allem Botschafter Prüfer seinen Dank aus. Mit seiner Tätigkeit habe er den Beweis von einer hervorragend beherrschten Diplomatie im besten Sinne des Wortes erbracht. Obwohl er schon früher hätte in die Heimat zurückkehren können, habe er ausgehalten im Kampf um die deutschen Interessen, im Kampf um das Wohl und Wehe unserer Landsleute und im Kampf um die Ehre des Reiches.

Dann ergriff Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger das Wort, um die Heimkehrer im Namen der kämpfenden deutschen Volksgemeinschaft herzlich willkommen zu heißen. Eingehend schilderte er dann die vom Führer geschmiedeten Grundlagen der deutschen Einheit, die das Fundament des Sie­ges im Freiheitskampf unseres Volkes seien. Nicht mit Lineal und Zirkel sei dieses deutsche Volk zu seiner Einheit gekommen, sondern durch den Appell an die Gemeinsamkeit des Blutes. Wenn heute die Reichsdeutschen aus Brasilien in die Heimat kämen, so kämen sie in ein Reich voller Kraftentfaltung und Macht, das frei sei von Verrätern und Feig­lingen und allein nach dem Befehl seines Führers handele. Jene Zeiten, wo deutsche Volksgenossen zu Hunderttausenden aus Raium- und Nahrungsgrün­den auswandern mußten, wofür das Deutschtum in Brasiilien mit einer Million Volksdeutschen ein klassisches Beispiel sei, seien für immer vorüber. Dieses uns durch Jahrhunderte begleitende Elend, welches uns zur Abgabe des besten Blutes zwang, das dann als Kulturdünger in der Wett verging, sei heute durch die deutschen Waffen für immer überwunden. Gegenwärtig stehe das Reich in der Verteidigung unt> Sicherung dieses Erfolges. An dieser Aufgabe mithelfen zu können, so schloß der Gauleiter, werde das Glück und der Stolz der heim- gekehrten Ausländsdeutschen sein.

Oie ersten Repressalien Japans.

Tokio, 19. Off. (DNB. Funkspruch.) Wie der Ehef der Presieabfeilung der Armee des kaiser­lichen Hauptquartiers bekanutgibt, wurden diejeni­gen Angehörigen der amerifanlfchen Luft­waffe, die bei den Luftangriffen am 18. April dieses 3ahres auf 3apan in Gefangenschaft gerie­ten und in ftattgefundenen Unternehmungen un­menschlichen Vorgehens für schuldig befunden wurden, auf Grund der rMlitaraesetze bestraft.

Kleine politische Nachrichten.

Der Rundfunk überträgt heute um 19 Uhr die Münchener Kundgebung mit den Reden vqn Reichsminister Dr. Goebbels und Gauleiter Gieß- ler über alle deutschen Sender.

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In Weimar fand in Anwesenheit des Reichs­jugendführers der erste Reichs wettkampf der Nachrichten-Hitler-Jugend feinen Ab­schluß. Dem Wettkampf motynten bei der Inspek­teur der Nachrichtentruppen des Crsatzheeres, Ge­neralleutnant Rußwurm, der W)ef des Er- ziehungs- und Bildungswesens beim Heer, Gene­ralleutnant Wolff, der Höhere Kommandeur der Luftnachrichten-Ausbildungsregimenter, Gene-

In der Stadthalle zu Hanau wurde anläßlich des zehnjährigen Bestehens der Deutschen Gesell­schaft für Goldschmiedekunst das Deutsche Gold- schmiedehaus eingeweiht und eine Ausstellung der Gesellschaft für Goldschmiedekunst in Anwesenheit des Gauleiters und Reichsstatthalters Sprenger, des Oberpräsidenten der Provinz Hessen-Nassau, Prinz Philipp von Hessen, und des Re­gierungspräsidenten v. Mombart (Kassel) er­öffnet. Staatssekretär Hermann Esser beglück­wünschte die Stadt Hanau, daß sie trotz aller Schwierigkeiten den Mut fand, ein solches Werk zu vollenden. Die Welt, die uns den Krieg erklärt habe, habe es in Jahrhunderten nicht verstanden, mit den großen Schätzen so umzugehen, daß dar­aus Segen erwuchs. Die Habenichtse aber hätten be­wiesen, daß sie es verstünden, diese Schätze für die Menschheit segenbringend zu verwenden. Sie stell­ten heute ein Goldschmiedehaus vor die Welt und dokumentterten damit, daß, wenn sie auch arm wären, sie doch mehr Kultur hätten als die Reichen dieser Welt. Sie bekundeten damit, daß Kultur und Reichtum nicht zusammengehören müßten.Mr

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Wie der italienische Wehrmachtbericht vom Sonn« tag bekannt gibt, behinderten in Aegyvten anhal­tende Sandstürme weiterhin die Kampstättgkeit zu Lande und in der Luft. Feindliche Panzerspähwagen wurden beim Versuch, in italienische rückwärtige Stellungen einzudringen, in die Flucht geschlagen und zersprengt.

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General Alex ander, der Befehlshaber der 8. Armee in Aegypten, hat dieser Tage der 9. Armee in Syrien und Lib anon einen Besuch ab gestattet, während General Auchinleck in Neu-Delhi ein« getroffen ist. Ob General Auchinleck in Indien wie« der verwendet werden soll, ist noch nicht bekannt,

Der USA.-Finanzminister Morgenchau ist in Großbrttannien eingetroffen.

vom Märchen zur Wirtlichkeit zurück, in der aber dank seiner dichterischen Phantasie wunderbare Er­eignisse niemals ausgeschlossen sind. Im diesjähri­gen Florentiner Musik-Mai brachte Bontempelli übrigens wieder ein Märchen auf die Bühne, und zwar ein etwas abgewandeltesAschenbrödel". Riccardo Bacchelli, der Sohn einer deutschen Mutter, der unlängst wie alle hervorragenden ita- lienischen Schriftsteller zum Mitglied der Akademie von Italien er dann t wurde, hat sich durch um­fassende historische Romane über die Grenzen Ita­liens hinaus einen Namen gemacht. ImDiavolo al Pontelungo", vor allem aber im dreibändigen WerkII Mulino del Po" (Die Mühle am Po) end wirft er ein großartiges Sittengemälde aus dem Oberitalien des vergangenen Jahrhunderts bis auf unsere Tage, auf historischem Hintergrund und m patriarchalischer Weise erzählt.

Alfredo Panzini überspringt Zett und Raum auf der Suche nach der anttken Humanitas (Der Kuß der Lesbia") und schildert Liebe und Tod, überzeugt, daß die menschlichen Leidenschaften zu allen Zeiten die gleichen waren. Palazzesch i erzählt in seinen Werken vomStampe delFOtto- cento" bisSorelle Materassi" und ,J?alio dei duktt" die Ereignisse in einer kleinbürgerlichen Welt des Alltags, wo er seltsame Gestatten ent­deckt, die oft von trauriger und hintergründiger Komik sind. Auch Cicognani und 23 e r g a ni bewegen sich in ähnlichen Kreisen.

Corrado Alvaro und Enrico Pea schlagen ganz andere Töne an und lösen die ttadittonellen Formen der Erzählerkunst auf. InL'uomo nel labirinto" undLuomo ö forte" (Der Mann ist stark) schildert Alvaro die elementaren Triebe und Leidenschaften des Menschen in abgerissener Form, aber sehr kraftvoller Weise. Auch Enrico Pea reiht seine Schilderungen lose aneinander, sie haben jedoch einen tiefen poettschen und gefühlsmäßigen Zu­sammenhang. Aus der Fülle der zeitgenössischen italienischen Schriftsteller, von denen einige zu guten Hoffnungen berechtigen, sei noch eine Frau ge­nannt: Gianna Manzini, die Verfasserin fein­empfundener Seelengemälde. Extreme und deka­dente Erscheinungen, Futuristen, Surrealisten und Neorealisten" machen bisweilen einen Lärm, der aber bald wieder verstummt.