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Montag, 19. lvttober(942

Gießener Anzeiger

{92. Jahrgang Nr. 246

Endreim laglich, außer Sonntags und feiertags

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lene Reinhard Heydri

Die Aufgabe -es tschechischen Volkes im deutschen Raum.

LS gehl UM das Wiche Vroi auf dem Tisch unseres Volkes

Reichsminister Dr. Goebbels sprach in München über den Ginn des großen Krieges.

OieErstürmungderGeschützfabrikRoieBarrikade"

Kampf um den Raum von Stalingrad von größter Bedeutung wurde, ist bereits zu Beginn der Kämpfe zwischen Don und Wolga am 23. August in einem bravourösen Dorprellen gebildet wgrden, dem die zäheste Verteidigung folgte.

Die zu einem starken Festungswerk aus gebaute Geschützfabrik3tote Barrikade" wurde nach harten Kämpfen erobert. Nach Säuberung des Panzer­werksDshershinfkij" i) rangen die deutschen Trup­pen weiter nach Norden vor und vernichteten die westlich Spartakowa eingeschlossenen Kräfte. Zu gleicher Zeit gingen Infanterie, Pionier- und Pan­zerverbände gegen die sich in den restlichen Wer­ken der Geschützfabrik noch hartnäckig verteidigen­den Bolschewisten vor. Der Feind versuchte in meh­reren verzweifelten Gegenstößen die deutschen An- grftfskeile aNfzuhalten, doch drangen die vorstürzen­den deutschen Soldaten zunächst in den Südteil und dann von Westen aus in das ausgedehnte Jn- dustriegelände der Geschützfabrik ein. Die Granaten der Sturmgeschütze und das prasselnde Feuer der Flammenwerfer zerrissen die Feuerkette der Ver­teidigung. Verbissen schossen die Bolschewisten aus ihren in mehreren Reihen in die Erde eingebauten Panzerkampfwagen. Mit Flammenwerfern und Handgranaten mußten sie im Nahkampf nie­dergerungen werden. Schrittweise kämpften sich unsere Truppen durch den Feuerring der Ver­teidigung hindurch. Immer wieder brach der Feind zu neuen Gegenstößen vor. Doch das Feuer der deutschen Artillerie, der Sturmgeschütze und Nah­kampfwaffen hatten ihn zermürbt. Die Verbin­dung zwischen den deutschen Angriffskeilen wurde

Prag, 18. Okt. (DNB.) Bei der Umbenennung der Prager Moldaulände in Reinhard-Heydrich- Ufer hielt Staatssekretär Frank eine Rede, in der er erklärte: Nach der formellen staatsrechtlichen Einverleibung Böhmens und Mährens in das Reich heißt nun die Aufgabe, re st lose geistige und seelische Rückeroberung Böhmens und Mährens und seiner Bevölkerung für das Reich und den Reichsgedanken. Angesichts des uns ausge­zwungenen Krieges gibt es für Böhmen und Mäh­ren nur die eine Aufgabe: Anspannung mH allen Gebieten für den deutschen Sieg. Diese Aufgabe wird unter starke deutsche Führung gestellt. Der oberste Vertreter dieses Grundsatzes war der gefab ~ ' ch. Für die Tschechen kön-

Lod Heydrichs Mahnung

USA. einen 10 000=lonner bei Bestellung gleich mitnehmen kann. (Stürmische Heiterkeit.) Wir fal­len nicht auf diesen amerikanisch-englischen Bluff herein. Warum schreit man denn in USA. Zeter und Mordio, wetin jetzt deutsche U-Boote an der Südspitze Afrikas erscheinen ober wenn japanische Seeftreitträfte tm Atlantik auftauchen? Das ist ein Zeichen der Lebensangst,, die unsere angelsächsischen Gegner befallen hat.

So bleibt unseren Feinden alfo nichts ande­res übrig, als Terrorangriffe aus der Luft zu unternehmen. Diese allerdings können uns schmerzhaften Schaden zufügen. Ls wird in der Weltöffentlichkeit vielfach die Frage dis- tuliert, wer denn Eigentlich mit den Terror­angriffen begonnen habe. Ich möchte hier noch einmal feierlich konstatieren, daß d i e Engländer bereits im Januar 1940 mit ihren Angriffen auf die wehrlose Zivilbe­völkerung durch eine Bombardierung von Wohnstätten in Westerland auf Sylt anfingen (stürmische Pfuirufe), um sie dann trotz der Warnungen des Führers beständig fortzu- fehen. Ls ist kindlich zu glauben, daß England mit feinen Terrorangriffen das deutsche kriegs- potenlial irgendwie entscheidend treffen könnte. Oie Briten wollen mit diesen Angriffen nur den versuch machen, die Moral unserer Bevöl­kerung zu erschüttern. Das heißt also: Auf diese Angriffe können wir nur als Volk ant­worten. Unser Volk wird mit diesen Luft­angriffen fertig werden, wenn wir den Eng­ländern den Gefallen täten, davor zu kapitulie- reu, so würden unsere Kinder in 15 Jahren mit Verachtung auf uns sehen, denn wenn das deutsche Volk einmal 30 Jahre den grauenvoll- slen Krieg der Geschichte durchsiand und dabei die Einwohnerzahl Deutschlands auf einen Bruchteil heruntersank, einen Krieg um die Frage Protestantismus oder Katholizismus, so werden wir auch heute die Kraft besitzen, einen ungleich viel kürzeren Krieg durchzu- stehen, der um unser tägliches Brot geführt wird.

Es gibt Leute, die fragen, warum nur ferne Vergeltungs an griffe unternehmen. Denen kann man nur antworten, weil ein Großteil un­serer Bomber bei Stalingrad und im Kaukasus vorläufig noch dringender gebraucht werben! Es ist heute wichtiger, den Angriff im Kaukasus fortzufetzen, die Wolga zu sperren und in Aegypten zu kämpfen, als den Engländern den Gefallen zu tun, unsere Kräfte zu zersplittern. Nur der wird den Krieg gewinnen, der es versteht, seine Kräfte auf die Schwerpunkte des Kampfes -zu kon­zentrieren. . v

Unsere ganze Situation ist nut der des vierten Kriegswinters 1917/18 gar nicht zu vergleichen. Da­mals standen wir vor einem Kohlrübenwinter. Heute sind wir in der glücklichen Lage, unsere Lebensmit­telrationen zu erhöhen. Die ungeheuren Räume des Ostens für unsere Kriegführung nutzbar zu machen, ist nur ein Problem der Zeit und der Organisation. Wenn die Engländer glauben, daß wir zur Offen­sive nicht mehr fähig wären, sv werden wir uns zu gegebener Zeit wieder sprechen. Nicht wir haben den Krieg begonnen, er ist uns in ruchloser Weise auf» gezwungen worden, und da er uns aufgezwungen worden ist, wollen wir auch einmal alle diese Probleme erledigen und lösen, die so lange auf unserem Volksleben gelegen haben. Aus den Habe­nichtsen sind mittlereile schon Besitzende geworden, und die Besitzenden werden immer weiter zu Habe- nichsen werden. (Starker Beifall.) Wir beherrschen heute unter der Achsenführung ein Europa, das sich selbst genügt. Wir können uns selbst ernähren und unseren Lebensstandard mehr und mehr entwickeln.

nen Leben, Taten und Tod Heydrichs Mahnung und Besinnung zur Umkehr sein. Die weitere Ent­wicklung ihres politischen Verhaltens wirb über das Schicksal des tschechischen Volkes entscheiden. Es kann jetzt keine tschechische Forderung, sondern nur ein Sühnen durch pflichtgetreue Arbeit geben. Die Blutschuld, mit der die Mör­der das ganze tschechische Volk beloben haben, ist so ungeheuerlich, baß.sie erst getilgt erscheint, wenn Heydrichs politisches Vermächtnis erfüllt ist. Die tschechische Emigrantenclique in Lon­don, der es eine Zeitlana den Atem verschlagen hatte, hetzt neuerdings zu Aufstand und Sabotage. Daher haben wir zunächst einmal die Angehörigen dieser gegen ihre eigenen Volksgenossen so rück­sichtslosen Schwätzer in Gewahrsam genommen und einem Internierungslager zugeführt.

Wenn wir bisher scharf Stellung bezogen haben gegen die tschechische Intelligenz, so taten wir es deshalb, weil 90 v. H. aller staatspolizeilich festgestellten Reichsfeinde die Träger der hier so be­liebten verlogenen Flüsterpropaganda, der Hefters- kreis der Heydrich-Morder und der feindlichen Agen­ten aus der tschechischen Intelligenz stammen." Der Redner gedachte dann mit Anerkennung des tsche­chischen Bauern, der einige Entgleisungen des vergangenen Jahres durch gute Arbeit auszuglei-

nach mehrstündigem Ringen hergestellt. Nachmit­tags stürmte dann Infanterie die resttichen Werke Oer Geschützfabrik. Damit war auch dieses Bollwerk aus der feindlichen Verteidigung herausgebrochen und das mehrere Quadratkilometer große Jndu- striegelände in deutscher Hand. Soweit man sehen konnte, nichts als qualmende Trümmer­haufen, eingestürzte Hallen, verbogene Eisen­träger und herabhängende Laufstege. Bomben schwersten Kalibers.hatten den Boden zerwühlt und auch die letzten Gebäudeteile und Werkhallen zum Einsturz gebracht. In den Schutthalden und Trüm- merbergen konnten sich die Bolschewisten vor der vernichtenden Wirkung der deutschen Bomben nicht mehr retten.

Die GeschützfabrikRote Barrikade" bildete eine Arbeitsgemeinschaft mit dem weiter südlich gelege­nen HüttenwerkRoter Oktober", wo die eingeschlossenen Bolschewisten ebenfalls eine starke Kräftegruppe eingesetzt haben, die dem deutschen Vordringen noch Widerstand leistet. Der Ausfall dieser beiden Rüstungsbetriebe wiegt besonders schwer, da es den Bolschewisten in absehbarer Zeit nicht gelingen dürfte, diemoderneStahl- gießerei zu ersetzen, die wenigstens 13 Mar­tinöfen und drei Elektroöfen besaß und mehr als 12 000 Arbeiter beschäftigte. Das Herstellungspro­gramm umfaßte neben der Erzeugung von Pan- zerstahl, Geschützen aller Art und Einzelteilen für den Bau von Autos, Traktoren, Kampfwagen und Eisenbahnen vor allem auch die Herstellung von Artilleriemunitton, deren Anteil an der Gesamt­produktion der Sowjetunion 7 v. H. betrug.

Ich stehe nur wenige Schritte entfernt von der Stelle, an der die ersten Blutzeugen der national­sozialistischen Revolution ihr j3eben aushauchten. Damals stand die Bewegung vor einer Situation, in der nur ganz gläubige und starke Herzen er­warten und hoffen konnten, daß wir sie noch ein­mal meistern würden. Auch damals haben wir als stärkste Kraft unseren Glauben eingesetzt und haben es geschasst. Aus sieben Männern ist ein Volk er­standen, das heute mit seinen Waffentaten die ganze Welt m Atem hält. Heute zittern die seinolichen Großmächte und Kontinente vor den Heldentaten unserer Soldaten und vor den Erfolgen des Feld- herrngenies unseres Führers. (Stürmischer Beifall.)

Ich rede zur Stadt München, die in allen großen Stunden unserer nationalen Geschichte eine heldenmütige Gesinnung bewahrt hat. Ich rufe ihr ins Gedächtnis zurück, welche Aufgaben sie dem deutschen Lande gegenüber zu erfüllen hat, rufe ihr ins Gedächtnis, daß der Führer dieser Stadt die kostbarsten Jahre seines Lebens geschenkt hat und daß es deshalb die Pflicht dieser Stadt ist, mit gläubigen Augen auf den Führer zu schauen, der die Last der ganzen Verantwortung zu tragen hat. Sie soll an nationaler Oberbereitschaft, an hoher patrio­tischer Gesinnung, an Stärke und Ausdauer allen anderen Städten ein Beispiel geben. Don dieser Stadt soll immer für das ganze Reich vornehmlich in den kritischen Stunden dieses Krieges der Ruf erschallen, den wir so oft Adolf Hitler entgegen- riefen, wenn es hart auf hart geht: Führer befiehl, wir folgen! (Langer stürmischer Beifall.)

München, 18. Okt. (DNBH Vor der Feldherrn- halle waren Tausende von Schaffenden angetreten, um Reichsminister Nr. Goebbels zu hören. In seiner Rede führte Dr. Goebbels u. a. folgendes aus: Ich komme nicht vom grünen Tisch, ich kenne schr wohl die Sorgen und Bedrängnisse, denen jedermann in dieser Kriegszeit unterworfen ist. Ich weiß aber auch, daß wir in diesen Jahren zwar die letzte, aber auch d i e größte Chance un­serer nationalen Geschichte besitzen. Wenn wir die­sen Kampf gewinnen, dann steht uns das ganze Leben offen. Wenn wir ihn verlören, würden wir damit überhaupt das Anrecht auf eine nationale Geschichte verlieren. Es geht diesmal nicht um bloße Ideale, auch nicht um Thron und Altar, es geht um unser Lebensrecht, aber auch um unsere L e - den smö glicht eit. Der Raum, den wir als Volk besiedeln, ist zu eng. Wir können uns auf diesem Raum nicht ernähren, also muß er ausge- weitet werden. Eine günstigere Gelegenheit dazu als die, die wir heute besitzen, werden wir nie be­kommen. Dieser Krieg ist also nicht eine Sache der Preußen oder Bayern, der Sachsen ober Württem­berger, sondern unsere gemeinsame deutsche Sache, die uns alle angeht! (Stürmischer Beifall.) Wir wollen, daß durch den Krieg der Lebensstandard unseres Volkes geändert wird, daß sich das deutsche Volk endlich einmal an den Fettnapf der Welt setzen kann. Bisher kämpften wir, national gesehen, um Scheinziele, um Preußen oder Habs­burger, Sozialismus oder Nationalsozialismus, um die Frage Proletariat oder Bürgertum oder darum, ob man das Abendmahl in einfacher ober zweifacher Gestalt reichen solle. Diesmal geht es um wichtigere Dinge: um Kohle, Eisen, Del und vor allem um Weizen, um das tägliche Brot auf dem -ftch unseres Volkes.

Wir besitzen heute die Kontrolle über Dnjepr, Don und, wenn nach schweren Kämpfen Sta­lingrad vollends in unserem Besitz sein wird auch endgültig über die Wolga. (Besonders stürmischer Beifall.) Wenn einmal zu gegebener Zeit der Stoß in den Kaukasus zu Ende geführt ist, dann werden wir die r e i ch st en Oe I * gebiete Europas in unserer Hand haben. Wer aber weizen, Del, Eisen und Kohle und dazu noch die stärkste Werkmacht besitzt, der wird den Krieg gewinnen.

Es ist also eine dumme Verdrehung der Tat­sachen, wenn jetzt die Engländer behaupten das Reich sei in die Defensive ubergegangen. Wenn wir uns zu einem Teil damit beschäftigen, das zu verdauen, was wir verschluckt haben, so wird auch dieser Verdauungsprozeß wieder zu gehe. Das heißt also, die Ziele, die wir uns im Dften gestellt haben, werden Stuck um Stuck rea l fiert. Während wir früher emJBolf ohne R^m waren, ist das heute nicht mehr der W müsien nur dem Raum, den unsere Soldaten er- obert haben, eine Form geben, ihn orgamsieren und nutzbar machen, das dauert eine gern f 3 Wenn aber die Engländer behaupten w.r verloren den Krieg, weil wir Zeit ^.toren 1° jevgt btefe Beweisführung ihren ganzen Unverstand. Die Zeit arbeitet nur gegen den, der keinen Raum unb kem Rohstoffe besitzt. Wenn wir die Zeit nutzen °°n eroberten Raum zu organisieren, so arbeitet Zeit nicht gegen, sondern für uns.

Die Engländer sind nicht m der Lage, et 3 Front zu errichten, allein schon °>e 4jjmn die nötige Tonnage fehlt, Dor dem U h Härte Churchill kürzlich, der Monat Septembn str für die britische Schiffahrt de-r bucher gunchg e Mvejen, In Wirklichkeit aber »°ben unsere tq-,e -en U-Boot-Besatzungen gerade m September P. ife eine Million BRT versenkt, ZUwnuscher, an iwltenber Beifall), Nicht mel f S b'$aupkn, Churchill lügen die Amerikaner S ihre Wersten bauten einen U'ooo-Tvnner m^ y Lagen. Wir warten nur noch darauf, oatz man

Deutsche Truppen haben in Stalingrad nach dem ball des zur Festung ausgebauten Traktorenwerkes Dshershlnskij, wie der Wehrmachtbericht vom Sonntag meldet, am 17. Oktober auch die große Ge- schützfabrikRote Barrikade" eingenommen.

Die Kartenskizze, die wir vorn Nordteil Stalin­grads veröffentlichten, zeigt, daß das Traktorenwerk sm weitesten nach Norden reicht und im Grunde «ine in sich geschloffene riesige Vorstadt bildet. Die Keschutzfabrik mit ihrer gewaltigen Montagehalle Legt mehr an den Kern von Stalingrad heran, sofern bei einer derartigen Bandwurm-Stadt wie Stalingrad mit 35 Kilometer Längen- und höchstens 6 Kilometer Breitenausdehnung überhaupt von einemKern" gesprochen werden kann. Immerhin hat der Hauptbahnhof des ringbahnförmig gestal­teten Eisenbahnnetzes eine zentrale Lage. Das Ge- fchützwerkRote Barrikade" liegt zwischen dem äußersten Nordteil und dem Hauptbahnhof. Der sowjetische Widerstand in Stalingrad ist durch die Einnahme derRoten Barrikade" noch weiter iso­liert worden. Der Name dieser Geschützfabrik ist unter den obwaltenden Umständen zu einer ge­schichtlichen Ironie geworden. Es ist die zweite ge­schichtliche Ironie. Die erste ist der Name von Sta­lingrad selbst: Stalins Stadt! Stalingrad ist nicht mehr ... Stalins Stadt. Und die Geschützfabrik «Rote Barrikade" ist keine rote Barrikade mehr, die lang anhaltenden offensiven Entsatzversuche der Sowjetarmee, die mit großem Einsatz von Menschen imb Kampfwagen vom Norden her gegen den stand­haften deutschen Riegel seit Wochen geführt werden, sind jetzt ohne Objekt! Dieser Riegel, der für den

chen bestrebt war, restlos seinen Pflichten gegenüber Volk und Reich nachkommt, unib des tschechischen Arbeiters, der in den Bergwerken, in den großen Rüstungsbettieben, in der sonstigen Indu­strie und im Verkehrswesen gute' und saubere Ar­beit geleistet hat. Ein großer Teil des tschechischen Volkes habe den wahren Sinn seiner Geschichte und das Lebensgesetz dieses Raumes inmitten des deut­schen Volkes und Reiches begriffen. Die Fragestel­lung der Gegenwart für die Tschechen heiße nicht: Was wird mit uns geschehen", sondern kann nur heißen:Was haben wir heute zu tun?"

Der Tag von Koburg.

Anläßlich der 20. Wiederkehr des Marsches nach Koburg hatte der Stabschef der SA. Führer der SA.-Gruppen zu einem Appell nach Koburg be­rufen. Im Kongreßsaal der Feste Koburg begrüßte Gauleiter Wächtler das SA.-Führerkorps. Die SA. habe einst in Koburg der Partei das Recht auf der Straße erkämpft. Aus dieser SA. seien die führenden Männer der Partei hervorgegangen. Daher sei die SA. im Gedenken an das historische Ereignis des Jahres 1922 aufs engste mit der Stadt Koburg verbunden. Der Stabschef dankte dem Gauleiter und leitete dann zu der Arbeits­tagung der Führer und Derwaltungsführer der Gruppen über, auf der er die Richtlinien für den Einiatz der SA. im Rahmen der Partei für die außermilitärische Wehrerziehung im Ausbildungs­jahr 1942/43 bekanntgab.

Am Jahrestag der 20. Wiederkehr des Marsches nach Koburg versammelten sich das Führerkorps des Gaues Bayreuth mit Gauleiter Wächtler und die Führer der SA.-Gruppen mit Stabschef Lutze zu einer Feierstunde, die mit einer Rede von Reichs­leiter Rosenberg ihren Höhepunkt fand. Dann fand sich das politische Führerkorps des Gaues Bayreuth zu einer Führertagung zusammen, in der Dr. Ley forderte:Nur nicht bequem werden!" Nur nicht alt werben!" Alt werben fei em Sich-

Lteberführt.

Mit erbrücfenber Wucht unb einbringlicher Klar­heit hat das Oberkommando der Wehrmacht die schwersten Fälle britischer Verletzungen des Völker­rechtes in der Behandlung von Kriegsgefangenen unb in feiner Kriegführung überhaupt vor bie Welt hingestellt, urfi damit seine Beweggründe zu den von ihm getroffenen gegenwärtigen Vergeltungs­maßnahmen klar herauszustellen. Es ergibt sich aus dieser Zusammenstellung das Bild einer Mentalität, das so verabscheuungswürdig ist, daß wir uns ange- ekelt von ihm abwenden. Der Brite, der bisher nichts als die WorteMenschenrecht",Christen­tum" undNächstenliebe" im Munde führte, der das WortFairneß" als von ihm erfunden und ge­pachtet betrachtet,' der mit grenzenlosem Hochmut auf die andere, ihm minderwertig erscheinende Welt herabschaut, der es wagt, von deutscher Brutalität, von deutschen Barbaren zu sprechen, ist nun ent­larvt als brutaler Räuber unb Unterbrüder hort, wo es gegen'Schwache geht, als heimtückischer Gang­ster bort, wo er einen anftänbigen Kampf gegen Gleichstarke führen sollte.

Verfehlungen schwerster Art in ber britischen Kriegführung, bie jebem Völkerrecht, jeber Mensch­lichkeit Hohn sprechen, hat das Oberkommando der Wehrmacht vor ber Welt aufgebedt: Fesselung wehrloser Kriegsgefangener, bas Nieberknallen ge­fesselter Kriegsgefangener unter nachttäglich erfun­denen Grünben, bas Vorfchiden wehrloser Kriegs­gefangener mit Minenfuchttupps, bas Schießen auf in Seenot Befinblichey, MG.-Feuer auf Schift­brüchige, Aufhetzung zum zügellosen Banbenkrieg, Gangsterpistolen im Kampf, bas finb bie Methoben, bie bas beutfche Oberfommanbo gezwungen haben, Maßregeln zu treffen, bie es in Zukunft ben Briten unb ben ihnen oerbünbeten Völkern unmöglich machen werben, die Ehre des beutfchen Solbaten und fein Recht auf anständige Behandlung, so er in Kriegsgefangenschaft geraten sollte, anzutasten. Wie kläglich nimmt sich, gegenüber ber Fülle deutschen Beweismaterials unb ber sich baraus bauenben An­klage ber Versuch einer Rechtfertigung ber briti­schen Regierung aus, sich vor ber Welt irgenbroic rein zu waschen. Man roinbet unb dreht sich. Man begrünbet" unb versucht zu bementieren. Man stellt in Abrebe unb gibt halb zu, halb leugnet man. Wahrhaftig ein kläglicher Tanz um bie Wahrheit herum.

Der gefesselte Tote von Sercq, bie beutschen Sol­baten, bie im Wasser schwimmenb so lange von bri­tischen MG s beschossen würben, bis sie untergegan­gen waren sie stehen nun auf unb erheben ihre Anklage, so schwer, so vernichtenb, baß kein ver­legenes Zitteren von Völkerrechtsparagraphen, bie biefe Verbrechen rechtfertigen sollen, aber auch kein weinerliches Gerebe vomnichts davon gewußt" und vomBefehlen zuwibergehandelt haben" daran etwas leichter machen könnte. Denn eine Regierung, kann sich nicht daraufhin ausreden, von militärischen Befehlen unterer Instanzen nichts gewußt zu haben. Noch weniger aber kann sie sich damit herausreden, daß man ihren ausdrücklichen Befehlen nicht ae- horcht hätte. Denn ist es schon so weit mit ihr, gehorchen ihr untergeordnete Instanzen nicht mehr, dann ist das ein Beweis tödlicher Schwäche für sie. Dann hat sie ihr eigenes Todesurteil in den Augen ber Welt gesprochen.Das mag gegen bas Völker­recht sein was schert bas mich", so schrieb ber britische Hauptmann John D. S. Pendlebury in sein Tagebuch, als er baran ging, ben heimtückischsten Banbitenkrieg auf Kreta zu entfesseln. Das mag gegen bie natürlichsten Gebote ber Menschlichkeit verstoßen, was tut das, so dachte dieser britische Offizier. Man konnte diese brutalen Sätze auf das Panier des brittschen Empires schreiben.