VM .mngsstrafkammer und bei der Beschwerde durch
Aus der Stadt Gietzen. i Lohnausfall bei Fliegeralarm und Fliegerschäden.
Oie tägliche Zreude. Die Regelung des Srstattungsanfpruchs.
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an, und dis Hausdame. Als Anna he-ml.ch nach nder Umschau hielt und ch» nirgends entdeckte,
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hoch aufgicksende, freche Triller, die auf keinem Notenblatt standen. Das fuhr in die Beine, links und links, links und links. Brügger, der viel <Sufn ür die schlichten Dinge des Lebens hatte, lachte und reute sich über die aufrührerische Weise.
„Komm, Annerl, wir reihen uns ein. Wir sind
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überall bewährt. Und lieber tausendmal sich „um- onst" vorbereiten, als im Falle des Falles mangels genügender Bereitschaft um -aus und liebgewordene Habe kommen! Es liegt deshalb nm Interesse jedes einzelnen, wenn ganz allgemein die Losung heißt: Fedes -aus muß abwehrbereit sein? Auch auf dem Land? Und gerade dort nicht minder, wie die Erfahrung lehrt. Lässigkeit kann nicht nur zum Verlust des ganzen Hauses und der darin befindlichen Habe der Bewohner fuhren, auch die Nachbarhäuser können durch Uebergreifen eines infolge Abwurfs von Brandbomben entstandenen.Feuers, das nicht rechtzeitig und nicht richttg bekämpft worden ist, schwer gefährdet werden. Wie die Politischen Leiter der NSDAP, und die Führer der Gliederungen sich zur Bekämpfung von Notständen überall einsetzen, so muß auch jede Hausgemeinschaft im eigenen Interesse abwehrbereit sein? Damit hilft sie sich selbst am besten.
Winterhilfstverk-Spenben ohne Kriegszuschlag.
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Dr. Brüggers Patientin
Roman von Walter Klöpffer
Am 18. August vollendete der Ordinarius tomie an der Universität Greifswald Professor , Otto Dragendorff sein 65. Lebensjahr, endorff, der in Dorpat geboren wurde, begann me akademische Laufbahn 1910 in Bonn und kam
Hört nicht auf sie!
Wer kennt ihn nicht, den „Mann mit den guten Verbindungen", der vorgibt, immer aufs beste informiert zu sein. Er hört das Gras wachsen und hat so „feine Quellen", die ihm das Neueste zu- tragen. Er weiß auch das, was nichts in den Zeitungen steht, und ergeht sich in geheimnisvollen Andeutungen und Warnungen.
An sich sind Zeitgenossen dieser Art gar nicht wert, ernst genommen zu sein, und sie verdienten, als Angeber oder eitle Schwätzer einfach mit Nichtachtung gestraft zu werden. Aber wie oft kann man gerade das Gegenteil erleben. Manche krankhafte Begierde nach Neuigkeiten läßt nach solchen Redereien lauschen, und so manches wird für bare Münze genommen, was in Wirklichkeit der Phantasie eines Wichtigtuers entsprungen ist.
Durch falsche oder übertrieben aufgebauschte Meldungen von der Front wird so manche Mutter oder Ehefrau beunruhigt. Man läßt sich mit diesen Redereien unnütz den Kopf warm machen, verliert kostbare Zeit durch langes Debattieren und muß meistens dann doch zum Schluß feststellen, daß alle Prophezeiungen wieder einmal falsch waren.
Es ist daher immer besser, Nachrichten aus dritter -and keinen Glauben zu schenken, und wenn sich der Zwischenträger gar auf seine besonders guten Verbindungen und Informationen beruft, so ist er t recht Vorsicht am Platze. Denn diejenigen, die wirklich etwas wissen und kraft ihrer Stellung Prophezeiungen anstelle^ könnten, sind bestimmt verschwiegen und verraten nichts, was wir anderen nicht ebensogut und schnell aus der Zeitung oder dem Rundfunk erfahren würden. ?• St.
Bereit sein ist alles!
Sänger. Glötzle warf dem ersten strafende Blickes zu: Fünf Proben und wieder verpatzt! Dieser Lauser würde es nie lernen, -öffentlich hatten die auf der Terrasse nichts gemerkt. Jetzt trat Bürgermeister -ammer vor, erzwang sich Schweigen und begann:
Lieber Doktor, verehrte Frau Brügger, meine Volksgenossen! Ich will nicht viele Worte machen. Wir sind hier, um unferm lieben Doktor an seinem Ehrentag zu zeigen, daß wir ^uns mit ihm verbunden fühlen und an seinem Geschick Anteil nehmen Ich brauche nicht lange herzubeten, was wir ihm in den elf Jahren seiner hiesigen Tätigkeit alles, verdanken, als Arzt, als Mitbürger, als helfendent Menschen. Sein ausgedehnter Patientenkre's legt hierfür das beste Zeugnis ab. Unser Doktor hat für jeden -Ufe oder doch wenigstens ein tröstendes Wort bereit. Dort drüben auf dem Sonnenbühel itelst sein größtes Werk, fein Lebenswerk, wenn ich so sagen darf, die neue Kinderheilstätte, die Trettau in der Welt noch bekannter machen wird. Auch hinsichtlich ihrer wünschen wir ihm alles Gute. Und nun fasse ich unsere Gratulation in dem Rus zusammen: Doktor Brügger und seine junge Frau — sie leben hoch!" f.. . , , r,
Bürgermeister und Vereinsvorstande begaben sich auf die Terrasse, um Brügger und Anna die Hande 3U schütteln. Brügger schien em bißchen gerührt. Tiann setzte er zu einer geziemenden Gegenrede an Abschließend lud er die Anwesenden (ju Bier und Musik auf die nahe Wiese. Auch für Tanzgelegenheit wäre gesorgt.
Anna nahm seinen Arm und flüsterte: „Die mögen dich ja furchtbar gern. Da werde ich einen schweren Stand Haden neben dir?"
Siehe getrost die -älste ab, Annerl. Heute toben sie'mich über den Schellenkönig, morgen verfluchen sie mich wegen einer angeblich zu hohen Rechnung. Das ist nun mal so. Aber es freut mich, daß du einen guten Eindruck von Trettau hast. Im großen ganzen sind die Leute schon recht." .
Jetzt formierte sich der Zug - es waren viele brachten dabei — und marschierten, die Musikanten voran zur Festwiese. Der kropfige Schmied spitzte
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einlchöncr 21beni>, etwas kühl aber ahne .ie Spur einer drohenden Wolke. DW Firmament iing dimkelsamten über dem Holder
sicher und dem Bettlerrucken. Schwarze Walder Wochen wie Ungetüme die Hange J
iäume langten sehnsüchtig mit Geäst Sternen. Die Gartenwege waren voll frohbewegter Menschen, von denen einige Fackeln tn de - "Z7 kl«i«r Bückliqer, der Lehrer Glötzle »apfte nit seinem Stab an das Dirigentenpult und »ab m_ -erhaltener Stimme den Ton an -- aaa == -onn sungsn die Leute den Brautchor „ " -nn". .Leulich geführt, eierlich und die Trettauer -L.edeltafel tat. >yr Sestes. Anna drängte die Schulter an den Armich res Aennes nnd war sehr ergriffen. ।
-erlegen an seinem Mosel. D,° Purgstaller Mug kch auf den Mund, um ihr Gähnen mcht^ul 8 ;r°nz chudal, der seinen Schwips m ein- Fremdenzimmer ausgeschlasen ^^nom^di" Sanger ’m Lehrer, der wie ein behender Gnom » Nit wippender Hand leitete. H-ng-rl schlichu eit mit einem Riesenkranz von Schüblingen Terrasse vorüber.
NSG. Me der Reichstreuhänder der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen mitteilt, haben die eindlichen Luftangriffe der letzten Tage wichttge Fragen auf arbeitsrechtlichem Gebiet aufgeworfen. Insbesondere besteht noch weitgehend Unklarheit hinsichtlich des Lohnanspruchs der Gefolgschaftsmtt- glieder bei Arbeitsausfall und der Verpflichtung der Beschäftigten zur Nacharbeit.
Ueber die Vergütung des Loh'nausfalls bei Fliegeralarm hat der Reichstreuhänder der Arbeit bereits in feiner allgemeinen Anordnung vom 18. 2. 1941 bestimmt, daß Arbeitsstunden, die infolge von Fliegeralarm ausfallen, nach Möglichkeit durch Nacharbeit im Rahmen der geltenden Arbeitszeit- vorfchriften auszugleichen sind. In den Fällen, in denen der Ausgleich ggnz oder teilweife nicht möglich ist, hat der Arbeiter, der den Ausfall von Arbeitsentgelt erleidet, für den betreffenden Lohn- abrechnungsabfchnitt gegen den Unternehmer einen Anspruch auf Vergütung in Höhe von 90 v. H. des Unterschiedes zwischen dem tatsächlich gezahlten Arbeitsentgelt und dem Arbeitsentgelt, das er ohne den Arbeitsausfall verdient hätte. Darüber hinaus darf der Unternehmer freiwillig von sich aus eine höhere Vergütung bis zum vollen Ersatz des Ausfalls gewähren, ohne daß jedoch dem Arbeiter hieraus ein Anspruch zusteht.
Der Personenkreis, der nach dieser Anordnung 'Anspruch auf Vergütung des Lohnausfalls hat, umfaßt lediglich die gewerblichen Arbeiter, nicht aber die Angestellten.' Für die Erstattung des Lohnausfalls kommen folgende Zeiten in Betracht:
1. Die Arbeitszeiten, die infolge von Fliegeralarm oder Schutzalarm, also von der Warnung bis zur Entwarnung, ausgefallest sind. Wird kein allgemeiner Fliegeralarm oder Schußalarm gegeben, o gelten als Ausfallstunden die Arbeitsstunden, deren Ausfall durch die Maßnahmen des Werkschutz- lctters wegen unmittelbarer Flieger- oder Befchuß- gefahr im Rahmen seiner Befugnisse verursacht roor= )en ist; ...
2. die Zeit vor dem allgemeinen Alarm, wahrend welcher der Se trieb auf Anordnung des Werkluftschutzleiters ganz oder teilweise eingeschränkt wird, um die Produkt iosts an la g en des Betriebes zu drosseln;
ür den Nachwuchs technisch Begabter. Aeichsminister Dr. Todt . waren zu feinem . Geburtstage Mittel zur Verfügung gestellt wor- n als Grundstock für eine Stiftung' zur Nachförderung in der Technik. Die Stiftung hat Zweck, Männern der Technik bei der Gründung erreiche^ Familien einen Rückhalt zu gewähren b dazu beizutragen, daß dos Erbgut spezieller ung erhalten wird. Deshalb sollen aus den ___ n oer Stiftung die Kinder solcher kinder- ichen Männer der Technik, die infolge Tod oder erbsbeschränkung aus dem Daseinskampf aus- iben, Ausbildungsbeihilfen erhalten.
Kunst und Wissenschaft
hochschulnachrichten.
LPD. Das gilt für den Soldaten genau so wie für jeden in der Heimat. Der Selbstschutz der Be völkerung gegen feindliche Fliegerangriffe hat^sich
Als das Lied verklungen war, räuspertest sich die Iden Mund zu einer Affen sch nute für das Bomb ar- Zlls oasjueo oeruuugtr w , w c i bQn Der Schneider Meggle entlockte der Klarinette
Trilfor hip dijf fernem
r^ heutigen"Zei't'^spielt" Das' Drehbuch schrieben eter Groll und Bert R o.t h mit Rolf Hansen, r die Spielleitung übernahm. Die Vergangenheit iner unter Mordverdacht stehenden Aerztm wird urd) ein steckbriefartiges Bildinserat enthüllt, aus
aus mehreren. Ländern zwischen Europa und üdamerika (vom Film illustrierte) Berichte ein= ffen So ergibt. sich eine mosaikartige aus dra- atifdien Einzelepisoden zusammengesetzte Hand- mg die die verschiedensten Schauplätze aufweist, e führt in den Familienkreis eines norddeutschen echtsanwalts, in eine Schweizer Klinik, em Lissa- „ner Nachtlokal. eine füdamerikanffchc Ouaran- inestation ufw. Zarah Leander gestaltet das aben- uerliche Schickfal einer Frau und Mutter. Ihr ariner ist Hans Stllwe. Lothar Bruhne schrieb ir Zarah Leander zwei Chansons.
Zu Münchener Hochschulprofessoren berufen.
Der Führer hat den Direktor der Bayerischen isoper in München, Rudolf Hartmann, ordentlichen Professor an der „Staatlichen Höchte für Musik, Kunst und den Bühnenbildner Lud- ig S i e v e r t zum ordentlichen Professor an der taattichen Akademie für angewandte Äunft m ;;ltl^n ernannt. Durch die Berufung der beiden Ünstler wird die Verbinduna der Akademien mit er Münchener Oper hergestellt. __.
ja quasi die Hauptpersonen."
Wer eine bodenständige Kluft sein eigen nannte, der hotte sie heute angezogen. Denn der Doktor legte Wert darauf, daß die alten Trachten, die alten Sitten und Gebrauche nicht ausslarben. Und so waren faft alle, die es anging, die Liedertafel, der Alpenverein, der Trachtenbund, die Bergwacht, in den heimischen Gewändern erschienen. Nur die Sanitätskolonne machte eine Ausnahme. Die Mannsleute trugen faft sämtlich die schwarze, gründestickte kurze Bocklederne oder eine paspelierte groüe Tuchhose, mit Edelweiß verzierte Hosenträger und die Lodenjoppe mit den Knöpfen aus Hirschhorn. Auf den Köpfen saß verwegen das grüne, gamsbartbesteckte Hütel. Die Frauenspersonen aber prangten in oftgefälteten, bauschigen Röcken aus Seide, in Für- iud), Geschnür und Leible. Manche trugen ftatt bes Adlerfloumhutes einen spitzkegligen wie die Hittis- auerinnen oder eine Kappe aus Otterpelz wie die aus dem Kleinen Walfertal.
Als die Musikanten unter der Buche angelangt waren und auf der Stelle traten, stach Hingerl das große Faß vom Unterbräu an und leckte sich die Lippen. Der Elekttiker hatte für hinreichend Licht aeforgt, so daß die Nacht zum Tag wurde. Der Strahl der großen Bogenlampe riß weihe Reflexe aus den Schweißgesichtern der Musikonten. Das Tanzpodium war mit rotem Tuch und Fichtendaas verkleidet. Alles lief auseinander und auf die Tische zu. Die Mannsbilder stellten sich an der Schenke an. Die Rest verteilte Würste, Brezeln und Limonade.
„Komm, Anna, wir hoben den ersten Tanz. So will es der Brauch." Brügger schritt mit seiner jungen Frau zum Podium hinauf. Ein sauberes Paar, fanden die Trettauer, Auch die, die von weitem zusahen und um den Zaun standen. Der Schneider
eine erfreuliche Seite abzugewinnen.
Einen Punkt soll der Tag haben, auf den man sich innerlich freut, dem man mit Erwartung entgegen sieht und den man ausfoftet. Mag es bei dem einen frühmorgens der Gang durch grüne und blühende Anlagen fein, bei dem andern die Viertelstunde des behaglichen Dämmerns in der Sofa- ecke mit der „Rations-Zigarre" nach dem Mittagessen, beim dritten der abendliche Spaziergang oder eine Viertelstunde stiller Selbstbesinnung am offenen Fenster, auf dem Balkon ober auf einer Bank in den Anlagen, vielleicht auch die Arbeit im Garten ...
Man muß den Mut und die Kraft haben, sich diese kleine Freude des Tages zu „organisieren", auch wenn in der Freizeit noch Arbeit in Menge vorliegt. Denn von dieser stillen tätlichen Freude strömt seelische Erneuerung aus, die uns immer wieder hochträgt über Aerger und Verdrießlichkeit, die der Alltag nun einmal zwangsläufig mit sich bringt. Und was das schönste ist: diese kleine Freude des Alltags braucht gar kein Geld zu kosten, man muß nur sehen und sich freuen können. Das aber ist eine Frage der Selbsterziehu-ig.
Sprechstunde des Kreisleiterö.
Die Sprechstunde des Kreisleiters findet am Donnerstag, 20. August, nachmittags von 15 bis 17 Uhr, in Gießen, Alicenstraße 10, statt.
Amt für Agrarpolitik.
Die Sprechstunde des Amtes für Agrarpolitik findet am Donnerstag, 20. August, nachmittags von 15 bis 17 Uhr, in Gießen, Alicenstraße 10, statt.
Hur Tapferkeit vor öem Zeinöe.
Der Matrosengesteite Helmut Fenster aus Gießen, Neuenweg 31, wurde für Tapferkeit vor dem Feinde mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet.
19 nach Greifswald, wo er 1921 Ordinarius ____— Am 18. August vollendete der Ordinarius r Pharmakologie an der Universität Leipzig Oi .
. et phil. Oskar Gros fein 65. Lebensjahr. Gros, in Werneck (Unterfranken) geboren wurde, pro- oviertc 1901 in Leipzig, wurde dann Assistent am emifchen Laboratorium der Bergakademie in lausthal, später am Physikalisch-Chemischen In- fut und dann am Pharmakologischen Institut der roerlität Leipzig, wo er sich 1909 für Pharma- logie' habilitierte. 1915 wurde er Ordinarius in alle. Später lehrte er in Köln und Kiel und folgte 125 dem Ruf nach Leipzig. — Am 18. August voll- tc Professor Dr. Wilhelm Kuyzendorf sein .Lebenswahr. Er wurde in Berlin geboren, habi- ierte sich 1919 in Berlin, wirkte dann drei Seester als stellvertretender Leiter des zahnärztlichen ..tituts in ©pttingen und als Oberassistent des erliner zahnärztlichen Instituts. Die Medizinische akultät Göttingen verlieh ihm die Würde eines hrendoktors der Zahnheilkunde. 1933 siedelte er
Marburg über> wo er 1938 Honorarprofest r wurde. •
i Dorsitzer des erkennenden Gerichts erteilt, wenn re Versagung unbillig wäre. Dieser Einschrän- pig der Rechtsmittel steht eine Ausgestaltung der Higkeitsbeschwerde des Oberreichsanwalts gegen- ser. Weitere Vereinfachungen im Privat- ,agev erfahr en bezwecken, den im Krieg be- Ms notwendigen friedlichen Ausgleich zwi- «N den Streitenden schnell herbeizuführen. Durch -anfechtbaren Friedensspruch kann das Gericht bnt Beschuldigten eine Verwarnung erteilen, fit Friedensbuße oder Friedensbürgschaft Verlegen und Feststellungen zur Wiederherstellung >9 guten Rufes des Verletzten treffen. Ferner darf xie Privatklage wegen Beleidigung und übler pchrede erst nach einem Monat erhoben werden, tiffit der Verletzte zur Einsicbt gelangen kann, daß an während des Krieges die Gerichte nicht mit ttsönlichen Streitigkeiten unerheblicher Art beten soll.
Or.-Frih-Todt-Gtistung
8. Fortsetzung. (Nachdruck oerbote^)
„Wir müssen jetzt Hinaus, Annerl. Die Leute ,md .. d« Was Schönes getraumt, kleiner Schlafratz.
„Verzeih, Martin, ich bin heute -m bijsel allem Gleis gebracht. Ich benehme Mtch albern.
,Du bist schon recht." Er küßt sie zärtlich, Es war , schwer, sich loszureißen. Schlietzltch drängte er, Wir müssen gehen, Liebste, man «artet aus uns.
"H .vr legte Anna ein mitgebracht^ Tuch um die «chu - fff und geleitete si- auk d-T°rrch,e,^° Man dw Oer
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tommenfteuerbetrages an das WHW. entrichten, soweit die Steuerschuld nicht durch Lohnabzug getilgt ist. Die Einsichtnahme in die WHW.-Abzugslisten ist Personen, die nicht mit der Gehalts- und Lohnzahlung befaßt sind, nicht gestattet.
Die letzte Straßensammlung für das DRK.
NSG. Arn kommenden^ Samstag und Sonntag ist die zweite und letzte Sttaßensammlung. für dos diesjährige Hilfswerk für das Deutsche Rote Kr^uz. Sie mag uns im Gau Hessen-Nassau besonderen Anlaß zu einer opferfreudigen Haltung geben. Truppen aus unserem Gau waren an den schweren und besonders erfolgreichen Kämpfen an der Südfront unseres Kampfes gegen den Bolschewismus beteiligt. Die großen Siege bei Rostow bis hinunter zum Kaukasus, die unaufhaltsam den Feind vor unseren Soldaten im Rückzug sahen, haben uns mit Stolz erfüllt. Die feigen nächtlichen Angriffe
Engländer auf die Zivilbevölkerung der Stadt Mainz und deren vorbildliche, gefaßte Haltung verpflichten uns zu Opferbereitfchaft und Hingabe. Wir alle im Gap Hessen-Nassau werden es der Opferbereitfchaft der Geschädigten und den Leistungen unserer Truppen durch unseren Beitrag am kommenden Sonntag in den uns gegebenen Möglichkeiten gleichzutun versuchen —, wenn die Sammler der HI., des DRK., der NSKOV. und des NS.-Reichskriegerbundes an uns herantreten.
Ausbildungsbeihilfen für kinderreiche Familien.
Die Ferien sind zu Ende. Ein neues Schuljahr hat begonnen. Die Eltern müssen daran denken, das erforderliche Schulgeld bereitzustellen. Manchem Vater wird die Beihilfe des Reiches für Zwecke der Schulausbildung der Kinder eine willkommene Hilfe fein. Sie wird von den Finanzämtern ge- meinschaftswürdigen Familien mit vier und mehr Kindern" oder, alleinstehenden Frauen ohne Rücksicht auf die Einkommensverhältnisse der Eltern gewährt unter der Voraussetzung, daß die Kinder '.rbgesund und förderungswürdig sind.
Als Beihilfe werden gewährt: Das volle Schul-
Eine Zeit mit großer täglicher Arbeitsleistung gibt auch Anspruch auf ein wenig tägliche Freude. Man braucht nicht vom Leben zu verlangen, daß es uns täglich eine Freude beschert, man kann nicht von seinen Freunden, Bekannten und Arbeitskameraden fordern, daß sie uns täglich eine Freude machen.
Wir werden uns vielfach schon selbst diese tägliche Freude bereiten müssen, die uns die anderen nicht immer geben können. Es sind manchmal die Kleinia-, leiten des Alltags, die plötzlich einen Sonnenstrahl der Freude werfen, wenn man das Leben einmal mit den Augen sehen gelernt hat, daß man das Schöne vor dem Häßlichen sieht und sich bemüht, den Dingen neben der unangenehmen auch einmal
3. die Zeit, um die das Gefolgschastsmitglied die Arbeit verspätet aufnimmt, weil es infolge Fliegeralarms den Weg zur Arbeitsstätte nicht rechtzettig hat antreten können ober weil es auf dem Anmarschwege zum Betrieb von einem Fliegeralarm überrascht worden ist. Äst der Anmarschweg nach dem Fliegeralarm durch eine Beschädigung oder Störung der Verkehrswege erschwert, so kann auch der nvtwendige verlängerte Anmarschweg berücksichtigt werden. Sonstige Verzögerungen des Eintreffens des Gefolgschaftsmitgliedes an seiner Arbeitsstelle, die nicht unmittelbar durch den Fliegeralarm verursacht sind, sind nicht erstattungsfähig;
4. die Zeit, die nach dem Fliegeralarm zum Anlauf der Produktion^anlagen tatsächlich benötigt wird. Der Betriebsführer hat diese Zeit genau zu ermitteln.
Der Arbeiter hat ferner einen arbeitsrechtlichen Anspruch aus Erstattung seines Lohnausstills in Höhe von 90 v. -., wenn d'eser Lohnausfall auf die Beschädigung des Betriebes durch Luftangriffe .zurückzuführen ist und er nicht mit anderen wichttgen Arbeiten beschäftigt werden kann. Ihm können weiterhin die Lohnausfälle ersetzt werden, die deshalb unvermeidlich sind, weil er wegen der Beschädigung oder Unbenutzbarkeit feiner Wohnung durch Luftangriffe in der regelmäßigen Arbeitszeit unu-mgäng- . liche Besorgungen machen muß. Außer dem Anspruch auf Vergütung des Lohnausfalls hat der Arbeiter einen Erstattungsanspruch, wenn er nach einem Fliegeralarm deshalb erhöhte Fahrttosten hat, weil das regelmäßige Verkehrsmittel nicht mehr verkehrt oder beschädigt ist, oder weil ein erhöhter Tarif (z. B. Nachttarif) gilt.
Für die an seine Arbeiter gewährten Bruttover- gütungen hat der Unternehmer einen Erstattungsanspruch gegenüber dem Arbeitsamt. Dieser Anspruch geht jedoch in seiner Höhe in keinem Fall über 90 v. H. des Lohnausfalls, den die Arbeiter erlitten haben, hinaus. Soweit die infolge des Fliegeralarms ausgefallenen Arbeitsstunden nachgeholt wor- den sind, entfällt der Ersatzanspruch. Weitere Auskünfte über die Art und den Umfang des Ersatzanspruchs erteilen die Leiter der Arbeitsämter als Beauftragte des Reichstreuhänders der Arbeit.
Die Mittel für das mit dem 1. September 1942 beginnende und' bis zum 31.März 1943 durchzuführende Winterhilfswerk des deutschen Volkes werden in der gleichen Weise wie im Vorjahre aufgebracht. Der Reichsminister des Innern hat dazu eine Reihe von Anweisungen für den Bereich der öftent- lichen Dienste erlassen. Die Empfänger von lohn- steuerpflichttgen Dersorgungsbezügen und Militar- rente werden an das Abzugsverfabren angeschlosfen. Für die Beteiligung der Bediensteten des öffentlichen Dienstes und der erwähnten Dersorgungs- und Militärrentenempfänger gilt, daß die Spende monatlich 10 v. H. der Lohnsteuer, jedoch ohne Kriegszuschlag, mindestens aber 0,25 RM. beträgt. Lohn- und Gehaltsempfängern sowie Empfängern von 2Zersorgungsbezügen und Militärrenten, die wegen ihres geringen Einkommens nicht zur Einkommensteuer herangezogen werden, wird empfohlen, monatlich 0,25 RM. au spenden. Don Festbesoldeten, die neben ihrer Lohnsteuerleistung noch zur Einkommensteuer veranlagt werden, wird erwartet daß sie neben ihrer monatlichen Spende von 10'v H. der Lohnsteuer (ohne Kriegszuschlag) noch monatlich 0,7 v. H. ihres für 1941 veranlagten E.n-
Ein neuer Zarah-LeanderFilm der Ufa.
Zarah Leander, deren letzter Ufa-Film „Die oße Liebe" ihren Schritt aus der historischen stümsphäre in das Filmgeschehen unsrer Tage achte, beginnt mit den Aufnahmen zu einem
Ufa^ilm „Damals...", der ebenfalls m
Meggle gab seiner Bande ein Zeichen, den neuem- studierten Ländler zu beginnen, und tat sich gütlich an variierenden Schnörkeln und Schleifen, die er aus dem Stegreif erfand. Brügger und Anna drehten sich würdevoll im Kreis ...
Dann führte der Arzt seine Frau unter die Gaste, ging von Tisch zu Tisch und wechsette Scherzworte und Händedrücke. Die Trettauer hatten dabei die erwünschte Gelegenheit, die neue Doktorin ein bißchen au studieren, herauszufinden, was für eine sie mar. Nicht übel, — lautete das allgemeine Urteil. Später geleitete Martin seine Frau an den reservierten Tisch, wo schon Helmreich und Hudal saßen. Er brachte ihr zu essen und lachte vergnügt, als ihr Mund voll weißen Bierschaum aus dem Maßkrug auftauchte. — Wie famos sie sich hält! — dachte er beglückt.
Es wurde langsam kühl. Die Weiteren nahmen die Lodenjacke um, weil sie den Rheumatismus fürchteten, schlückelten ihr Bier und führten ge- messene Gespräche. Die Jungen aber waren aufs Tanzen erpicht und stampften mit ihren genagelten Schuhen den Takt zu den uralten Ländlern der Heimat. Die Mädchen schnatterten und kicherten und warfen verschämte Blicke, wenn einer sie um den nächsten Tanz bat.
Brügger hielt unterm Tisch Annas Hand. „Es ist so wundervoll, daß ich dich habe, Anna!" flüsterte er verliebt. „Ein völlig neuer Mensch bin ich durch dich geworden. Bleib nur immer so, wie du bist."
Anna gab den Druck seiner Fintzer zurück. Plötzlich gefror ihr das Lächeln auf den Lippen. Sie sah Kaspar Fender auf das Podium stürmen, ein Mädchen hinter sich herziehend. Dann tanzten die beiden. Aus seinem hübschen Gesicht lachten Leichtsinn und Trunkenheit. Das Mädchen mit der Ottermütze schüttelte aufkreischend den zierlichen Kopf. Wahrscheinlich hatte Kaspar ihr eine allzu dicke Schmeichelei ins Ohr geflüstert. Für Augenblicke verschwand das Paar, dann tauchte es wieder auf aus dem Wirbel der sich drehenden Burschen und Mädchen. .
(Fortsetzung folgt.


