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Der Reichswalter des NS.-Lehrerbundes, Gau^i»! & flgtre ter Wächtler, hat die Präsidentschaft des Deut« >^!haren schen Komitees für Freilüfterziehung übernommM Äilbil ihm ist auch die Präsidentschaft des internationalen 'v’ cbi Komitees für Freilufterziehung übertragen worbm i vr' nj
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In der Rächt vom 16. zum 17. August tarn es im
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englischen Schnellbooten zu einem Gefecht, in dessen Verlauf ein feindliches Schnellboot so schwer beschß. digt wurde, daß mit seinem Verlust gerechnet wer-
son. In Arconam, westlich von Madras, haben demonstrierende Inder Barrikaden errichtet, um
in Luftkämpfen fünf Flugzeuge. 3n der oerganger.er Rächt griff die britische Luftwaffe Westdeutschland an. In Wohnvierteln der Stadt Osnabrück
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72OOO BRT., ferner einen Hilfskreuzer von 12000 BRT. und zwei mit Truvven beladene Schleppzüge.
Polizei ebenfalls auf Demonstranten geschossen. Bangalore ist das Hauptquartier der südlichen Armeegruppe in Indien und hat als wichtiges militärisches Zentrum eine starke britische Garni-
Hans Thyriot.
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Ms Sonderdruck unter dem Titel „In m e m o - r i a m" und als Nummer Zwei der Reuchlindrucke (Neue Folge) legt der Karl Rauch Verlag in Dessau das schöne, zeitnahe Gedicht „Dem unbekannten Soldaten" aus dem neuen Gedichtbuche „Bild und In- bild" von Gotthard de B e a u c l a i r vor. Dem schon gedruckten Heft ist die Wiedergabe einer edlen Plastik vorangestellt: sie zeigt den auf dem Helm ruhenden Kopf eines Gefallenen, ein Werk des Bilb- Hauers Paul Bronisch, dem Beauclairs Gedichtbond gewidmet ißv —
Luftwaffe schoß in Luftkämpfen elf feindliche Flug, zeuge ab.
wurden Sach- und Gebäudeschäden verursacht. Die Zivilbevölkerung hakle Verluste. Drei der angreifn-
Der französische Nachrichtendienst läht sich e Neuyork melden, daß die Versicherung! prämien für den Schiffsverkehr zwischen L Vereinigten Staaten einerseits, Indien und bi Mittleren Osten anderseits von 20 auf 25 v. H. h, aufgesetzt worden sind.
neben führte die Polizei umfangreiche Verhaftungen in Kreisen indischer Nationalisten durch.
Frachtraum für die gedrosselte Sowjetunion? Das ist die U-Boot-Hilfe für die Ostfront! Diese schweren Tonnageoerluste, die der ohnedies schon außerordentlich prekär gewordenen Schiffahrtslage der Alliierten einen neuen schweren Schlag versetzt hat, kommen just in einem Augenblicke, in dem Herr Churchill auf seinem Moskauer Canossagang, wo er den Rest des englischen Ansehens noch verscherbelte, den Mund wieder einmal recht voll nahm und sagte: „Wir sind fest entschlossen, den Kampf Hand in Hand fortzusetzen, was auch geschehen mag und welche Schwierigkeiten vor uns liegen mögen. Wir werden gemeinsam den Kampf als Kameraden und Brüder 'fortsetzen, bis die letzten Fetzen des Hitler- Regimes in Staub verwandelt sind und nur noch in der Erinnerung als Beispiel und Warnung für die Zukunft dienen." Das sagt Herr Churchill, dessen. Angst vor dem, was kommt, ihn ruhelos in der Welt herumtreibt, während die deutschen Unterseeboote die Schiffe Englands und der USA. auf den Grund des Meeres schicken und die Verbindung zwischen den Gliedern des Empire und den Alliierten in Fetzen reißen. Als Staub wird nicht das Hitler-Regime übrig bleiben, sondern das Empire des Herrn Churchill. Dafür sorgen die Dreierpaktmächte und ihre Soldaten.
Peker zum Innenminister berufen. Er war früher Generalstabsoffizier. 1925 war er Wirtschaftsminister im Kabinett Inönü, später' Landesverteidigungsminister und Innenminister, danach Generalsekretär der Republikanischen Volkspartei.
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In Helsinki haben Besprechungen des deutschen und > des finnischen Regierungsausschusses stattgefunden, die eiye Reihe von Fragen des deutsch- finnisechn Wirtschaftsverkehrs zum Gegenstand hatten. Die Verhandlungen haben in allen Punkten zu einer vollen Einigung geführt.
Spreng- und Brandbomben, lks entstanden Zersij- rungen und Brände.
Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, oec- fenkten deutsche Unterseeboote erneut innerhalb der letzten 24 Stunden aus Geleitzügev
tut und da iweriität L logie habil! die. Späte!
Oer Wehrmachtberichi.
DRV. Aus dem Führerhau^tguartier, 18. Aug. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Im Kaukasusgebiet wird der Angriff deutscher und verbündeter Truppen gegen zähen feindlichen Widerstand unter schwierigen Geländeverhältnissen und bei tropischer Hitze erfolgreich fortgesetzt. 3n den Häfen der Schwarzmeerküste wurden durch Bombenvolltreffer zwölf Küstenfahrzeuge versenkt sowie ein größeres Tankschiff und acht 2Uuni- lionstransportkähne schwer beschädigt.
3n der Vordo st schleife des großen Bon« bogen 5 wurden bei den Angriffskämpfen in der Zeit vom 15. bis 17. August nach bisherigen Feststellungen über 12 800 Gefangene eingebracht sowie 47 Panzerkampfwagen und 252 Geschütze erbeutet oder vernichtet.'Die Säuberung des Kampfgebietes dauert an. .
Ostwärts Wjasma wurden mehrere Angriffe des Feindes zum Teil im Gegenstoß abgewiesen.
3m Baum von Rschew griff der Feind weiterhin an verschiedenen Stellen mit starken 3nfanferie- und Panzerverbänden an. Alle Angriffe wurden abgewiesen. Seit dem 30.3uli wurden bei den harten Abwehrkämpfen im , vorbildlichen Zusammenwirken mit Verbänden der Luftwaffe insgesamt 1068 Panzerkampfwagen vernichtet.
Auch im Rordabschnift der Front scheiterten mehrere örtliche Angriffe des Feindes. Die finnische
Chef des Protokolls, ßegationsrat Ruhe, begrüßt.
An Stelle des verstorbenen türkischen Jnnerv- ministers Tuzer wurde der Abgeordnete Redjeb
Generalfeldmarschall Milch wendet sich mit folgendem Aufruf an die deutschen Lustschutzkräfte und das deutsche Volk: „An allen Fronten stehen unsere Soldaten im siegreichen Kampf. Währenddessen versucht der Brite, unsere Heimat durch Terrorangriffe zu zermürben. Das wird ihm nie gelingen? Der Luftschutz
kriegsentscheidender Bedeutung ist. Wer im Lufb schütz Aufgaben und Verantwortung hat, ist ebenff Soldat wie der Mann in der Truppe.
Weitere Vereinfachung der Strafrechtspflege.
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Japanische Kulturpolitik in den besetzten Gebieten.
Tokio, 18. Aug. (Europapreß.) Zur Verbreitung der japanischen Sprache in den besetzten Gebieten beschloß das japanische Kabinett die Bildung eines besonderen Rates, der im einzelnen praktische Vorschläge ausarbeiten sott. Das Unterrichtsministerium wurde beauftragt, Lehrbücher herauszu- geben, welche den oerschiedenyrtigen—Bedürfnissen der einzelnen Länder entsprechend abgefaßt und zunächst mit erläuterndem Text in Tagalog, Malaiisch, Burmanisch, Anamitisch und Tai (Siamesisch) herausgegeben werden sollen. Ferner sott das Ministerium die Ausbildung von Sprachlehrern für den Unterricht in der japanischen Sprache in den besetzten Gebieten vornehmen. Sofort ist die Ausbildung von 600 Junglehrern beschlossen worden.
Der Tatsache Rechnung tragend, daß Japan durch seine Eroberungen in Südostafien zur zweitgrößten mohammedanischen Macht der Welt geworden ist, eröffnete die japanische Militärverwaltung auf Java in Batavia ein mohammedanisches Kulturinstitut. Das Institut und die zu ihm gehörende Bibliothek unterstehen der Kulturabteilung der japanischen Militärverwaltung. Die Bibliothek enthält 5000 Bücher und Urkunden aus dem Gebiet der islamischen Religion und Kultur. Man setzt große Hoffnungen auf die Auswirkung dieser Neugründung in Anbetracht der engen Zusammenhänge'zwischen den Moslems ganz Südasiens. Japans Anspruch, als zweite Jslam- macht angesehen zu werden, ist auf der Tatsache begründet, daß in dem neuen unter japanischer Führung stehenden Raum rund 70 Millionen Mohammedaner wohnen, während in Britisch-Jndien 78 Millionen Mohammedaner leben.
Verschärfung der Lage in Indien.
Schanghai, 18. Aug. (Europapreß.) In einer Meldung aus dem britischen Regierungssitz Neu- Delhi muß selbst das englische Nachrichtenbüro Reuter eine Zuspitzung der Lage zugeben. In Delhi hätten die Mühlenarbeiter eine neue Massenaktion eingeleitet. Die Demonstranten hätten öffentliche Gebäude der Briten, darunter die Stadthalle und das Finanzamt, in Brand gesteckt und zerstört. Polizei und Militär haben wiederum in die Menge geschossen. In Kalkutta nahm die britische Polizei eine Reihe Haussuchungen vor, wobei auch das Zentralbüro des Kongreß-Komitees für die Provinz Bengalen durchsucht wurde. Da-
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Büchertisch.
— Gotthard de Beauclair: Bild und Jnbild. Neue Gedichte. 58 Seiten. Kart. RM. 4,—. Karl Rauch Verlag, Dessau 1942. — Gotthard de Beauclair, der als Träger des Lyrikpreises der „Dame" vor einigen Iahreü der literarischen Oeft fentlichkeit bekannt wurdp, läßt seinem ersten Gedichtbande „Der Sonnenbogen" jetzt eine neue Sammlung folgen. Es scheint uns wenig damit gewonnen zu sein, die Namen Goethes, Hölderlins oder C. F. Meyers zu nennen, an die man sich bei der Lektüre des einen oder anderen dieser Gedichte erinnert fühlen mag; wesentlicher erscheint uns jedenfalls der geistige Anspruch, mit dem sich Beau- clcurs Lyrik an den Aufnehmenden wendet: sie hat nichts, was man sinnfällig, unmittelbar eingehend oder etwa, in einem bestimmten Sinne, musikalisch nennen könnte, nichts auf den ersten Blick sich Erschließendes oder gar Einschmeichelndes; sie wirkt vielmehr streng, männlich, verhalten und manchmal dunkel. Diese Gedichte machen den Eindruck, als ob sie das Ergebnis einer tiefen geistigen Bemühung seien, an der ein mit Bildung' und altem Kultur- besitz gesättigtes Bewußtsein mindestens ebenso beteiligt ist wie das sttömende, zur geläuterten Aus- fage drängende Gefühl. Die Formen, in denen Beauclair sich äußert, sind so vielfältig wie die Themen und Motive — Krieg und Eros, Natur und Antike. In einer Nachbemerkung heißt es: „Die sparsame Zeichensetzung möchte dem Vers, von der Prosa abgehoben, ein getrageneres Zeitmaß erwirken"; das ist eine Ueberlegung, die sich auf George und Rudolf G. Binding berufen kann; dennoch würden wir uns, vor die Wahl gestellt, gerade im lyrischen Umkreise für eine möglichst präzise, keine Zweifel und Schwankungen gestattende Zeichensetzung entscheiden, zumal dann, wenn es sich um Gedichte handeft, die sich nicht ohne weiteres erschließen und mehr'dls eine bequeme Lektüre verlangen.
Oer Angriff im Kankasnsgebitt weiter erfolgreich
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Die wenigen Vogelarten sind mir ganz unbekannt, außer Elstern und dem lieben Kuckuck?, es sind kleinere Sorten Singvögel, — man müßte eigentlich „Schreihälse" sagen, denn sie zwitschern, bis dir die Ohren gellen. Auch dies macht die kurze Zeit des Polarsommers aus: ein Vogel bei uns hat 3eit, sich musikalisch mit der Welt auseinanderzu- setzen, — hier muß alles in ein paar Wochen erledigt sein: Brüten, Aufzucht und Abschied, um von der Liebe zu schweigen. — Einer sieht fast unferm Finken ähnlich, wäre er nicht so bunt. Was an Blumen fehlt, ersetzt die farbenfrohe Natur im hohen Norden durch das grelle Federkleid der Eisvögel. Die Federn spielen metallisch rein in der ganzen Skala des Regenbogens auf und ab.
Aber die meiste Helligkeit, die ich jemals sah, war vorgestern — nach dem ersten Frühlingsgewitter über dem Eise — ein klarer und unendlich reingefügter Regenbogen. Er war so traumhaft schön über dem schwarzen Gebirge, auf <bem noch die Schneefelder in seiner Aura leuchteten, so unverhüllt und greifbar da, dreifach in den Flammen und Nebeln zwischen Abend und Morgen, hoch über Dem Fjord und seinem Eise vor den pechschwarzen Wolken, darinnen noch dünne Blitze irrten, daß ich dies Schauspiel der Natur niemals vergessen kann, solange ich lebe! —
Der Regenbogen um Mitternacht, möchte er ein Zeichen sein!
und in Linzeljagd im Atlantik, Jtorbmeer tr und Wittelmeer elf Schiffe mit zusammen
Feldpostbrief aus dem Norden
Von Bernd Holger Bonsels.
Es ist viel Helligkeit in dieser Welt, — aber sie ich schwer zu spüren. — Hier im Norden liegt das Schöne nicht so zutage, — es ist keusch und Der» steckt sich. Ich bin verwöhnt durch den Süden. Aber die Sonne Siziliens ist irgendwie billiger, mehr Allerweltsware, — hier oben ist sie kostbar wie Gold. Ja, es ist viel Helligkeit vorhanden, vor allem in der Atmosphäre. Die Wolken sind dünn wie Nebelschleier, der niedere Birkenbestand mit seinen grellweißen Stämmen hebt sich fast ätherisch vom schwarzen Grunde des Felsgesteins der sanstge- jchwungenen Berge, — die milchigen Rinnsale und der Strom, der Petsamo-Joki, ein brausendes Ge- schäume schnellzergangenen Schnees, — alles leuchtet wie aus eigenem Licht. Die Nacht bleibt im tiefsten Stande der Sonne rosaglühendes Abendrot, das zugleich Morgenrot ist, — Du kannst schreiben und lesen wie über Tag. Jetzt ist es Mitternacht, und ich schreibe dies auf der Wache in einem kleinen Erdbunker.
Draußen singen die Stare, — ja, sogar ein Kuckuck ist aus den Wäldern Finnlands heraufgekommen in die Tundra und schreit die ganze Nacht Vielleicht ist es der kurze Polarsommer, der alles so genau in das Licht der Erscheinung rückt, daß Dich die Dinge ganz nah beteeffen, als meinten sie Dich und wollten von Dir verstanden sein? An Bäumchen, eigentlich an Stauden, gibt es nur dreierlei hier: niedrigen Wack-older, Birken und Weiden. Die Weidenkätzchen sind dreimal so groß wie bei uns. Dann wachsen noch ein paar Kräuter im Grunde: Moosbeeren, Blaubeeren und eine Art Zinn kraut, vor allem aber das Renntiermoos, das nach dem Be- endiger seines Daseins heißt. Wenn man diese Renntiere betrachtet, dann sieht man, daß erst beim Geweih der eigentliche Schmuck anfängt, den es zu fragten verlohnte! Die Könige setzen nur in Ermangelung von Geweihen und Hörnern Kronen auf: Die Sehnsucht nach solchem Schmuck — auch die mystische „Bedeutung" dieser Zierde sind augenscheinlich! „Haare" hat jedes Säugetier auf dem Schädel. Der Mensch ist unvollkommen, — das Renntier nicht.
Oft fliegen große graubraune Bussarde mit stillen Flügeln über die Sümpfe. Mäuse gibt es so viele, daß du nur vorsichtig auftreten kannst, ohne welche zu zerstören. Sie kennen den Menschen noch nicht,
Bei Tag und Nacht belegte die deutsche Luslwasßt kriegswichtige Anlagen an der englischen Süd. k Liste sowie im Südwesten der 3 nsei M ji ' ra
— jedenfalls kann die Bekanntschaft nicht sehr alt sein, weil sie ihm restlos vertrauen! Im „Erbwissen" der Mäuse ist ganz offenbar noch keine Furcht vor dem Zweibeiner. Du gehst auf deinem Posten hin und her, — auf einmal kommt irgendeine Maus, setzt sich auf die Hinterbeine, legt die Händchen auf den Bauch und blinzelt dich an. Du kannst ganz ruhig mit ihr reden. Wenn du in die Hände klatschst, schaut sie sich um, als meintest du jemand anders. Oft muß du eine solche Maus mit dem" Fuße beiseite schieben, damit sie dir aus dem Wege geht. (Uebrigens sind sie auf dem Rücken fast fuchs- farben rot!) Andere Tiere habe ich noch nicht beobachtet als Mäuse, Ratten, Krähen, Hasen (silber- gramaUumin), Möven (sehr weiß und groß!), Schnepfen, Wildenten (ganz klein und surrend, wenn sie fliegen), Renntiere und Füchse. Aber es gibt Biber (du siehst es an den kegelförmigen Kerben der Benagung im Holz), Hamster (wahrscheinlich), Bären und Wölfe. Letztere wechseln wohl von Osten her und fallen bis Norwegen und Schweden ein Zur Winterszeit. Der Bär'ist selten, kommt aber doch noch vor. Gesehen hat ihn hier keiner.
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d ihm nie gelingen? Der Luftschutz allen seinen Teilen auf der Wacht! Darüber hinaus muß aber das ganze Volk in der Heimat, Mann und Frau, alt und jung, Stadt und Land, in geschlossener Abwehrbereitschaft zusammenstehen, um jede Gefahr 'm Keime ersticken zu können. Der Mut, die Härte und der Idealismus, die unsere Soldaten draußen von Sieg zu Sieg führen und die sie die übet- menschliche Kraftprobe des russischen Winters voll-' bringen ließen, müssen auch die Luftschutzfront in der Heimat auszeichnen. Seht auf den Führer und denkt immer an das Beispiel unserer Soldaten, denen ’ wir die Heimat erhalten wollen? Werdet selbst Soldaten, tapfer, hart und zu jedem Opfer bereit. Das Schicksal des Vaterlandes liegt mit in eurer Hand!"
Dieser Appell wendet sich besonders an diejenigen Volksgenossen, die immer noch glauben, daß es auf ihren persönlichen Einsatz nicht ankäme, daß es genüge, wenn der Staat oder die anderen Volksgenossen für sie handeln. Der Luftschutz ist eine Einrichtung der Luftverteidigung, die mit von
— Roland Krug von Nidda: Fran« z o si s ch e E l e g i e, 236 Seiten. RM. 4,80. Rüttel und Loening Verlag, Potsdam 1941. — Der Ver» süsser, der früher als Ausländskorrespondent deut« Icher Zeitungen jahrelang in Paris gelebt hat _ heute im diplomatischen Dienst des Reiches in Di tätig ist, darf als guter Kenner unseres Nachba im Westen, von Land und Leuten in Frankreich geb ten.‘ Das Buch mit dem anmutigen Titel ist ein sehr aktuelles Buch insofern, als es, 1941 erschienen, die Ursachen der französischen Katastrophe von 1940 erörtert. Während aber diese Aktualität naturgemäß von Jahr zu Jahr verblaßt, behält es eine andere, für den deutschen Lefer wesentlichere, ganz ungeschmälert, indem es nämlich, über die Niederlage imä ben militärisch-politischen Zusammenbruch Franko reichs im zweiten Weltkriege hinausweisend, den Blick in die Zukunft richtet und nicht allein nach den Ursachen, sondern auch nach den Wirkungen und notwendigen Folgerungen jenes Zusammen-- bruches fragt. Kein Verständiger wird eine Antwort oon apodiktischer Endgültigkeit oder Prophezeiungen! erwarten, die erst sehr viel später auf Wert und Stichhaltigkeit, geprüft werden könnten. Aber es scheint doch nicht nur für die Franzofen, sondern auch für uns Deutsche, die wir heute zum Bau einer neuen europäischen Form den Grundstein legen, nützlich zu sein, die alte und bisher nie gelöste r^rage der deutsch-ftAnzösischen Beziehungen im ^>mne einer wahrhaften, so würdigen wie dauernden Verständigung abermals.in Angriff zu nehmen. Dazu leistet Krug von Niddas „Französische Elegie" einen Beitrag in einer Form, die aus Persönlichem und Sachlichem, aus Reportage und Phantasie auf nicht alltägliche Weise gemischt ist; er bedient sich oabei dreier Personen, die, jede auf ihre Art, das Land, dem sie entstammen, repräsentieren: dem deutschen Hauptmann stehen ein französischer Eapi- taine und dessen Gattin nicht so sehr handelnd als vielmehr jeweils eine politische Haltung und nationale Ueberzeugung vertretend gegenüber. In diesen dreien, in dem, was sie denken, tun und ausfpre« chen, faßt Krug von Nidda zusammen, was ihm gegenwärtig zu dieser Frage auszusprechen wefentlich erscheint und am Herzen liegt. Die Mischung aus Gewesenem und Möglichem, aus Erlebnis und Vor« tellung, aus Bestandsaufnahme und Zukunftshoff- npng, macht die „Französische Elegie" zu einem Kriegsbuche oon Reiz und Eigenart; sich mit ihm ZU beschäftigen, wird jedem, dem ein neues Europa als Ziel vor Augen steht, wichtig und wertvoll fein.
sich gegen die britischen Truppen zu verteidigen, wobei es Tote und Verletzte gab. In Kalkutta liegen alle Fabriken still, Fahrzeuge sind nur in wenigen Stadtteilen sichtbar. Die meisten Läden sind geschlossen. Eine Reihe nationaler indischer Zeitungen, wie die bekannte „Amrita Bacar Pa- trica", haben ihr Erscheinen eingestellt.
Bombays Baumwollbörse muß schließen.
Schanghai, 18. Aug. (Europapreß.) Die ernsten Auswirkungen der Unruhen in Indien spiegeln sich auch in der Reuter-Meldung wider, daß die Direktion der Baumwollbörse von Bombay über die Schließung der Börse auf unbestimmte Zeit berät. Infolge der Unruhen sind die B aum t i e f e r u n g e n an die Verkaufsfirmen fast ganz e i n g e ft e 111 worden. In der Reuter-Meldung wird zugegeben, daß der Handel auf sämtlichen anderen Produktenmärkten Bombays bereits eingestellt werden mußte.
Kleine politische Nachrichten.
An der ägyptischen Front griffen leichte deutsche Kampfflugzeuge Kraftfahrzeugansammlungen der Briten südlich der Wüstenbahnstation El Ruweisat an. Zahlreiche Bomben richteten nachhaltige Zerstörungen an. Weitere Bomben vernichteten eine Funkstelle des Feindes.
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Ueber der südlichen Ostfront schoß Major G o l - lob, Träger des Eichenlaubes zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, als Kommodore an der Spitze seines Geschwaders am Sonntag fünf Flugzeuge ab und errang damit feinen 121. und 125. Luftsieg.
Der Kommandeur eifles Infanterie-Bataillons, Ritterkreuzträger Major Walter Köster, hat in den Angriffskämpfen am unteren Don am 31. Juli 194-2 den Heldentod gefunden. Im Oktober 1941 war er mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet worden, als er in den Rücken des sich erbittert verteidigenden Gegners gestoßen und den Uebergang über den Psiol erzwungen hatte.
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Oberleutnant Gras, Staffelkapitän in einem Jagdgeschwader, errang am 14. August an der Ostfront seinen 120. Luftsieg, Ihm wurde bereits am 18. Mai 1942 das Eichenlaub mit Schwertern zum ^Ritterkreuz verliehen.
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Ritterkreuzträger Leutnant d. R. Konrad Schirmer starb als Kompanieführer in einem Pionierbataillon am 5. August 1942 bei den Angriffskämpfen im großen Donbogen den Heldentod. Erst vor wenigen Wochen war er mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet worden, weil er bei den Kämpfen ostwärts Charkow den ins Stocken geratenen Angriff dadurch wieder in Fluß gebracht hatte, daß er allein drei schwere feindliche'Panzer ntrt Handgranaten vernichtete.
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Berliner Gauleiter, Reichsminister Dr. CMbbels, empfing die von ihm zu einem Besuch der Reichshauptstadt eingeladene Abordnung der Krimarmee unter Führung des Eichenlaubträgers Generalmajor Wolf.
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Der Führer hat dem o. ö. Professor em. Dr. phil. Dr.-Jng. e. h. Richard Schumann in Wien aus Anlaß seines 40jährigen Professor-Jubiläums in Anerkennung seiner Verdienste auf dem Gebiete der Geodäsie und sphärischen Astronomie, insbesondere aber der internationalen Erdmessungen, die Goethe- Medaille für Kunst und Wissenschaft verltehen.
Der Führer hat dem Dichter Dr. Hans Klöp- er in Koeflach (Steiermark) aus Anlaß der Vollendung seines 75. Lebensjahres in Würdigung seines dichterischen Schaffens die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen.
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Das bisherige Zwischenverfahren zwischen der Erhebung der Anklage durch den Staatsanwalt und der gerichtlichen Hauptverhandlung, das zm Eröffnung ober zur Ablehnung der Eröffnung der? Hauptverfahrens führte, fällt künftig bei allen Gerichten fort Die Gerichte fetzen nach Anklage« wn W-\ erhebung sofort Termin zur Hauptverhandlung an. Die Strafbefugnisse des Amtsrichters werdeik erweitert. Er kann auf Zuchthaus bis zu 5 Jahren erkennen und Strafbefehle bis zu sechs Monate« - - -.....
Gefängnis auch bei Verbrechen erlassen. Bei der ird) ein st Strafkammer, beim Sondergericht unb u aus mc beim Sttafsenat des Oberlandesge« ^amerifa ridjtes kann bei einfacher Sach- und Rechtslage tffen. So mit Zustimmung des Staatsanwaltes der Vorsitzek " "
auch ohne die beiden Beisitzer ent« scheiden. Der Staatsanwalt braucht in bet Hauptverhandlung vor dem Amtsrichter nicht mehr in allen Fällen mitzuwirken. Bei allen Gerichte« kann auf die Hinzuziehung eines Schriftfüh« r e r s. in der Hauptoerhandlung verzichtet wer« den. Berufung und Beschwerde bedürfen künftig, wenn, sie vom Angeklagten eingelegt wer« den, einer befonberen Zulassung. Diese wirb bei der Berufung durch den Vorsitzer der Be«


