,Y2. Jahrgang Nr.M
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Gießener Anzeiger
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Eowjetjüdische Spione in Schwede
one in Schwede (Europapreß.) Die (WW maligen Angestellten vW
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Erbitterte Kämpfe an -er Ostfront
Oie andere Seite.
Von unserer Berliner Schtiftleitung.
Haber im Mittleren Osten wurde. Nach der Teilung dieser Kommandostelle in drei selbständige Armeekommandos übernahm Auchinleck im Herbst 1941
Behandlung kriegswirtschaftlicher Fragen, die ungenügende propagandistische Vorbereitung und Begründung notwendig gewordener Maßnahmen, rei- j en den. einfachen Bürger zur Kritik. Er hört bei- pielsweise neben sehr pessimistischen wieder beruhigende und zuversichtliche Stimmen über die Der- orgungslage. In den ersten Kriegsjahren wurde die Verbrauchsregelung für Mangelware so frühzeitig angekündigt, daß der Schweizer Bürger sich vorsorglich darauf vorbereitcn konnte; heute setzt sich immer mehr die Tendenz durch, die Maßnahmen überraschend innerhalb kürzester Frist in Kraft zu setzen. Jeder Schweizer ist heute noch gesetzlich berechtigt, Lebensmittelvoräte für zwei bis drei Monate anzulegen — er wurde früher ausdrücklich dazu aufgefordert — aber die Praxis zeigt, daß er sich in Zeiten der wachsenden Warenverknappung der Gefahr aussetzt, wegen Hamsterei abgeurteilt zu werden. Um die Auslegung des Begriffs „Harn- sterei" stteiten sich die Meinungen. Das Brot ist zwar noch nicht rationiert, doch die letzte Brotpreiserhöhung bringt eine fühlbare Belastung für die minderbemittelte Bevölkerung, so daß viele schon von sich aus gelungen sind, den Lebensmittelverbrauch weiter einzuschränken.
Die Aufgabe der Zeitungen, die Oeffentlichkeit über die kriegswirtschaftlichen Maßnahmen aufzu- tlären, wird dadurch erschwert, daß die B e z i e h u n- gen zwischen Staat und Presse noch nicht endgülttg geklärt sind und die für eine ersprießliche Zusammenarbeit erforderlichen pressepolitifchen Or- ganisattonsformen bisher nicht hergestellt werden konnten. Schon der Versuch einer Zentralisierung der Presseinformation durch die Errichtung einer „Verbindungsstelle für das Pressewesen" scheiterte nach wenigen Monaten. Es hat sich ferner gezeigt, daß die weitgehende parteipolitische Zersplitterung im schweizerischen Blätterwald und die starre Anwendung des Grundsatzes. der Pressefreiheit viel zur Beunruhigung der Bevölkerung beiträgt In der Zeitung spiegelt sich der Wirrwarr der Meinungen und die ganze Zwiespältigkeit int Bereiche der Wirtschaftspolitik. Die Journalisten beklagen sich über ungenügende Information durch die zuständigen Behörden, während der Leser behauptet, er könne sich im Labyrinth widerspruchsvoller Nachrichten und einstiger Kommentare nicht mehr zu- rechtfinden. Immer wieder kann man in der Bevölkerung Stimmen hören, die Klarheit in der pressepolitischen Führung und ungeschminkte Darstellung der tatsächlichen Verhältnisse verlangen, dafür weniger unfruchtbare Polemiken und Auseinandersetzungen zwischen den wirtschafttichen Interessengruppen.. Unter den Krisenerscheinungen in der schweizerischen Innenpolitik spielt das Mißtrauen gegen die publi- , zisttschen Aeußerungen eine nicht zu unterschätzend« i Rolle.
Enttäuschung und Resignation
Das Ergebnis der Moskau-Reife Churchills.
Stockholm, 19. Aug. (Europapreß.) Wie aus London berichtet wird, wurde General A u ch i n - zeck seines Postens als Oberbefehlshaber im Mittleren Osten enthoben. Zu seinem Nachfolger wurde General Alexander ernannt. Generalleutnant Montgomery tritt an die Stelle des abgesetzten Generalleutnants Ritchie als Befehlshaber der britischen Armee. Der erst 44jährige Generalmajor $)< Lumsden wurde als Nachfolger des von einem indischen Soldaten in Aegypten getöteten Generalleutnants W. H. E. Gott zum Kommandeur des 13. Korps ernannt.
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Der seines Posten als Oberkommandierender der tritischen Truppen im Mittleren Osten enthobene General Claude John Eire Auchinleck ist Ire non Geburt. Er wurde 1884 als Sohn eines aktiven Offiziers geboren, später hat er seine militärische' Dienstzeit größtenteils in der indischen Armee verbracht. Im vorigen Weltkrieg gehörte er dem indischen Korps im Nahen Osten an, zunächst 1914/15 in Aegypten, dann in Aden und von 1916/19 in Mesopotamien. Nach Kriegsende war er auf verschiedenen Kommandoposten in Indien. Im September 1939 wurde Auchinleck aus Indien abberufen. Zunächst hatte er ein Kommando bei dem britischen Expeditionskorps in Frankreich. Bei dem Änternehmen gegen Narvik kommandierte er die englischen Angriffstruppen, die sich dann wieder zurückziehen mußten. Anschließend war er Befehls- Laber in Südengland, bis er am 1. Januar 1941 den Oberbefehl über die indische Armee übernahm. Am l.Juli 1941 tauschte er diesen Posten mit Sir Archibald Wavell, der das Oberkommando in Jbdien übernahm, während Auchinleck Oberbefehls-
warfen auch hier den Feind über den Don zurück Italienische Truppen wiesen im nördlichen Teil des Donbogens Versuche der Bolschewisten, den Don zu überqueren, unter schweren Verlusten für den Feind ab. Drei feindliche Kähne mit ihren Besatzungen wurden vernichtet. Im Raum von Sta- l i n q r a d erleichterten Luftwaffcnverbände den Truppen des Heeres ihr weiteres Vordringen. Bei der Sicherung des ßuftraumes über Kampfabschnitten der südlichen Front schossen deutsche Jager 53 feindliche Flugzeuge ab. -
Im Kampfabschnitt Woronesch ist die feindliche Angriffstätigkeit infolae der starken Verluste der Bolschewisten an Menschen und Material an den vergangenen Kampftagen abgeflaut. An der Ostfront des Brückenkopfes zerschlug Arttllene feindliche Truvpenansammlungen und nahm .en Eisenbahnverkehr der Bolschewist^ unter wirksames Feuer. Ostwärts Wjasma wurde bei einem von Pantern unterstützten Angriff in völlia versumpftem Gelände ein Brückenkopf in zähen Kampln erweitert. Wiederholte Gegenstöße des Feindes wurden abgewiesen An anderer Stelle brachen starke bolsche- mistische Angriffe von Infanterie und Panzern an ber heldenmütigen Abwehr der deuffchen Soldaten zusammen. Feindliche Kräfte, die sich zwischen vorgeschobenen deuffchen Stutzpunkten emgeniftet W fen wurden wieder zuruckgeworfen. Im Kampfgebiet von Rschew scheiterten starke Infanterie-und Pcmzerangrfffe an der Zähigkeit der deutschen Der-
Vritischer Kommandowechsel im Rahen Osten
Auchinleck durch General Alexander erseht.
Stockholm, 18.Aug. ( .....
deckung eines von dem ehemaligen Angestellten — sowjetrussischen Handelsdelegation und heutigen schwedischen Staatsangehörigen Michael Katz und seinem Sohn betriebenen Geheimsenders in der Nähe von Stockholm, hat in der schwedischen Oeffentlichkeit erhebliches Auffehen erregt. Die Untersuchung hat ergeben, daß die beiden Juden nach sowjetrussischen Direktive^ arbeiteten und Moskau regelmäßig Informationen übermittelten. Der ältere Katz hatte lediglich auf Fürsprache führender Mitglieder der jüdischen Gemeinde in Stockholm, darunter des Oberrabiners, die fchwedffche Staatsbürgerschaft erhalten. „Aftonbladet" bezeichnet diese Spionagetätigkeit sog. schwedischer Staatsbürger als eine Schande für das ganze Land, dessen Vertrauen con den beiden Juden schmählich mißbraucht wor
den. Oberbefehl über die Armee in Aegypten.
General H. R. L. George Alexander wurde 1891 als Sohn des Carl of Caledon geboren. Bei den Jrish^Guards machte er den Weltkrieg 1914/18 mit. Später war er in Indien. 1938 übernahm er als Generalmajor den Befehl über die erste Division der Irish Guards, die dann dem britischen Expeditionskorps angehörte, das in Belgien eingesetzt war. Vor der Katastrophe von Dünkirchen erhielt General Alexander von Lord Gort vor dessen Abreise nach England den Auftrag, die letzten britischen Truppen vom Festland fort.zubringen. Der englische Bericht meldete damals, General Alexander habe sich bei einer Motorfahrt entlang der Küste da- voy überzeugt, daß keine britischen Truppen mehr auf dem Festland wären. Als Nachfolger von Auchinleck erhielt Alexander das Kommando über den südlichen Verteidigungsbezirk in England. Auf Wunsch von General Wavell, der den Oberbefehl in Indien und Fernost übernommen hatte, wurde er Anfang März 1942 zum britischen Oberbefehlshaber von Burma ernannt. Nach dem Fall von Singapur wurde die Lage in Burma unhaltbar, und nach der Eroberung von Lashio und Mandalay setzte der allgemeine Rückzug der britisch-chinesischen Streitkräfte ein. General Alexander verließ Anfang Mai 1942 mit seinem Stab im Flugzeug die im Ruckzug befindliche Truppe und bezog fe:- Hauptäuartier hinter der vorderindischen Grenz (General Alexander hat also ebenso wie Auchinleck auf dem Gebiet der Rückzüge bereits reiche Erfahrungen sammeln können.
Berlin, 18. Auch (DNB.) D,e deutschen und verbündeten Truppen drangen am unteren Kuban und j m N o r d w e st t e i ldesK au kasus weiter vor. Hartnäckiger. W^rstand de- Feindes, der günstige Ge^ndeabschnttte in r ö laufen, Wäldern und m Avalen Talern z r^ llidigunq ausnutzte, wurde gebrochen. V teilungen d-ut,ch-r Infanteriedivisionen Meßen dm zurückweichenden Bolfchewch-n unau h°«°m nach und nahmen mehrere Ortschaftenl.Bet der Abwehr feindlicher, von Panzern unterstützter ^genst°«e schoß eine Vorausabteilung acht Panzerramp!
aÄÄ'w-gsE ichewisten wurde überall gebrochen eines
Wießung der feindlichen Krast . -AßkeUen hohengelandes emgelettet. In 3 DOr
drangen die deutschen Truppen bu, z s.
und stellten von Norden und Süden kommend m den rühen Morgenstunden des-.16..8. auf e
I Höhenrücken die gülflung mitemanöer ^er.^^ durch wurden die westlich dies- H mer()jn_ stehenden feindlichen Truppen Angriff
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i «truppen in den Nordteil der Donsch
Die Blickrichtung zum Moskau-BesuH Churchills .ist einseitig fixiert: auf die zwe i t e Front_, fei es zu Lande, fei es in der Luft. Diese Einsichtigkeit ist von London, Washington und Moskau gewollt. Allein die Beziehungen der Sowjetunion zu den See- Mächten erschöpfen sich nicht allein in der Frage, wann und wo, wie und mit welchen Mitteln noch in diesem Jahre eine Entlastung der bedrängten Sowjets durch eine Aktion im Westen Europas erfolgen kann. Stalin selbst sagt in seinem Befehl, der am 28. Juli erbeutet wurde, wörtlich: „Das Gebiet, das die Deutschen bereits eroberten ober noch erobern wollen, bedeutet Brot und andere Lebensmittel für die Armee und die rückwärtigen Gebiete; es bedeutet Metalle und Heizmaterial für die Industrie. Wir haben über 70 Millionen Landeseinwohner ver- loren. Wir ernten nun über 800 Millionen Pud (14,8 Millionen Tonnen!) Brotgetreide im Jahr weniger, und der Ausfall an Metallen übersteigt die Menge von 10 Millionen Tonnen. Von nun ait sind wir den Deutschen weder an Menschenreserven noch an Getreidevorräten überlegen. Ein weiterer Rückzug ist gleichbedeutend mit unserem Untergang."
Das ist d i e a n d e r e S e i t e. Stalin hat sie sehr klar geschildert: in einem Armeebefehl, von dem er nicht hoffte und nicht annahm, daß er in deutsche Hände fallen würde. Aber wir sind auch ohne diesen Armeebefehl vollkommen im Bilde. Wir wissen, was die Sowjetunion verloren hat. Wir lassen uns von der Zerstörungstaktik, die eine Wirklichkeit ist, nicht über Gebühr verärgern. Wir rechnen nicht das, was wir gewinnen, sondern wir rechnen das, was die Sowjets verlieren. Und es ist nicht so, daß dje Sowjetunion bet den Moskauer Besprechungen allein der fordernde Teil gewesen wäre. Gerade angesichts ihres enormen Zuschußbedarfes an Lebensmitteln und Kriegsmaterial waren Chur- chill und seine militärischen Begleiter in der Lage, Fragen zu stellen, die „ihnen schon lange auf den Lippen schweben". Bezeichnend ist, daß selbst der „Daily Expreß", das Organ des moskausüchtigen Lord Beaverbrook, jetzt folgenden Fragebogen aufmachte: „Wie groß ist die wirkliche Stärke der Sowjetunion, sowohl in bezug auf Kriegsmaterial wie in moralischer Hinsicht? Wie ist die sowjetische Armee verteilt? Hat die Sowjetunion irgendwelche Schwächen? Dann ist notwendig, daß Churchill weiß, wo die Sowjetunion sich selbst helfen kann und wo ihr um jeden Preis Erleichterung geschafft werden muß. Wir haben der Sowjetunion Taufende unserer besten Kampfmaschinen gesandt; doch wissen wir wenig über sie, obwohl unsere Siegeshoffnung auf ihr beruht."
Unsere U-Boote haben den Kommentar zu die- ser anderen Seite der Moskauer Konferenz geschrieben: Am 17. August meldete eine Sondermeldung die Versenkung von 19 Frachtern mit über 105 000 BRT., schon am folgenden Tag konnten weitere 'elf Schiffe mit 72 000 BRT. sowie ein Hilfskreuzer von 12 000 BRT. abgeschrieben werden. Das ist weniger
Schweizer presse in -er Vertrauenskrise
Von unserem Dr. S.-Berichterstatter.
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.)
Zürich, August 1942. <
Trotz aller Appelle der zuständigen Behörden, in । der Berichterstattung über ausländische Ereignisse die durch die Neutralität gebotene Zurückhaltung zu wahren, gibt es in der Schweiz Zeitungen genug, i die auf die anglo-amerikanische Agitation hereinfallen. Wenn behauptet wird, man müsse aus „neutralitätspolitischen" Gründen die beiden Kriegsparteien zu Worte kommen lassen, um dem Schweizervolk gleichzeitkg eine „objektive Orientierung" zu ermöglichen, so beweist die Erfahrung doch das Gegenteil. Manche Zeitungen muten ihren Lesern zu, die Irrfahrten einer abenteuerlichen Agitation mitzumachen, indem sie sorgfältig und bevorzugt registrieren, was in Washington, London und Moskau an Illusionen und utopischen Behauptungen ix die Welt gesetzt wird. Diese Nachrichtenpolitik führt zu einer verhängnisvollen Verwirrung und falschen Einschätzung der Lage. Sie schürt das Mißtrauen gegen das in der Oeffentlichkeit gesprochene und gedruckte Wort, weil sich früher oder später die Wahrheit doch durchsetzt.
Dieses Mißtrauen, das durch die Berichterstattung aus fragwürdiger ausländischer Quelle immer wieder von neuem genährt wird, vergrößert zugleich die Schwierigkeiten in der innenpolitischen Publizistik. Nach bald dreijähriger Kriegsdauer ist es durchaus verständlich, daß die wirtschaftlichen Mangelerscheinungen immer mehr zunehm^n. Das unaufhaltsame Steigen der Preise bei relativ geringer Lohnerhöhung verschärft die sozialen Spannungen. Zur Zeit steht die Indexziffer der Lebenshaltungskosten um fast 41 v. H. über dem Stand vom Ende August 1939, wobei zu berücksichtigen ist, daß die gegenüber der Vorkriegszeit fast unveränderten Mietpreise die beträchtlich verteuerten Nahrungskosten teilweise kompensieren. Erst kürzlich mußte der Preis für das wichtigste Nahrungsmittel, das Brot, erhöht werden, so daß der Staat einige Millionen Franken an Zuschüssen spart, die er im Gesamtbeträge von 80 Millionen jährlich für die Drotpreisverbilligung aufwendet. Bei der Fieifchversorgung haben sich die Schwierigkeiten derart zugespitzt, daß nach einigen fleischlosen Wochen in Zukunft nur noch 5Q0 Gramm Fleisch je Monat und Person abgegeben werden können. Der Rücktritt des bisherigen Cbcfs der Sektion für Fleischversorgung im Dolkswirffchcffts- departement, der durch einen Oberstleutnant und Kriegskommissär einer Division, ursprünglich Metzger von Beruf, ersetzt wird, ist nur ein Zeichen der Vertrauenskrise, die ihre Opfer in den Reihen der verantwortlichen Männer fordert.
Weniger diese wirffchaftlichen Kriegsfolgen an sich, . ais vielmehr die Widersprüche bei der publizistischen
teidigung. In erbitterten wechselvollen Kämpfen behaupteten die deutschen Truppen ihre ursprünglichen Hauptkampfstellungen in vollem Umfange. Die Bolschewisten hatten bei ihren vergeblichen Massenangriffen schwerste Verluste.
Südostwärts des Ilmensees scheiterte ein starker' feindlicher Vorstoß, der eine im Sumpf- gelände eingeschlossene feindliche Kräftegruppe entsetzen sollte. Weitere heftige Angriffe, bei denen die feindliche Infanterie von zahlreichen Panzern, einem Panzerzug, Artillerie und Flugzeugen unterstützt war, brachen unter hohen Verlusten für den Feind zusammen. Am Wolchow-Brückenkopf kam es bei der Abwehr eines Vorstoßes, den die Bolschewisten im Schutze 'des Morgennebels mit einem Panzerzug gegen die Ostfront des deutschen Brückenkopfes führten, zu schweren Kämpfen. Deutschen Stoßtrupps gelang es, in die feindlichen Stellungen einzudringen und einen feindlichen Stückpunkt mit sechs starken Bunkern zu Sernichten.
HoheAuSzerchnungen für Kampfflieger
Berlin, 18. August. (DNB.) Der Führer hat Hauptmann B a u m b a ch, Gruppenkommandeur in einem Kampfgeschwader, das Eichenlaub mit Z ch w e r t er n zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen und ihm folgendes Schreiben übermittelt: „3m Ansehen Ihres immer bewährten Heldentums verleihe ich Ihnen als 16. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Adotf Hitler."
Der Führer verlieh ferner Major Eollewe, Gruppenkommandeur in einem Kampfgeschwader, das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und übermittelte ihm folgendes Schreiben: „3n dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen als 112. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hitler."
feien, und ein Mißlingen nicht nur für sie selbst, sondern auch für Sowjetrußland katastrophale Folgen haben würde. „Svenska Dagbladet" , meint, daß Stalin unter den gegenwärtigen Umständen kaum geneigt wäre, auf die für seine Alliierten ausschlaggebenden auf lange Sicht abgestellten militärtechnischen und strategischen Erwägungen zu hören. In London ist besonders ausgefallen, daß China als vierte Großmacht auf der alliierten Seite nicht an der Moskauer Konferenz teilgenommen hat. Es fei der Wunsch der Sowjetunion gewesen, durch die Teilnahme Chinas an einer interalliierten Konferenz nicht Japan herauszufordern.
Oos Echo in der Schweiz.
Bern, 18. Aug. (DNB.) Die schweizerische Morgenpresse geht den Gründen nach, die den britischen Ministerpräsidenten bewogen haben, die Reise nach Moskau anzutteten und findet sie ausnahmslos in der schwierigen militärischen Lage der Sowjetunion sowie im Problem der anglo-amerikanischen Unterstützung an den östlichen Verbündeten. Die „Tri- bunebe Lausanne" erklärt, ohne die Gabe des zweiten Gesichts zu haben, kann man den Zweck dieser Reise erraten. Es handelt sich vor ollem darum, den Verbündeten wieder aufzumuntern und mit ihm die Mittel zu bestimmen, die notwendig sind, die politische und vor allem die militärische Aktion der Achsengegner zu koordinieren. Das sowjetische Oberkommando ist in der Tat der Auffassung, daß England und die USA. sich kaum beeilen, wirksame Hiffe zu leisten. Zweifellos hat Churchill Gelegenheit gehabt die soliden strategischen Ueberlegungen zu entwickeln, die bis jetzt die Regierungen von London und Washington verhindert haben, in diesem Punkt ihrem sowjetrussischen Verbündeten vollkommene Genugtuung zu geben, aber uni Sowjetrußland Vertrauen in die Zukunft in diesem entscheidenden Moment des 'Krieges zu geben, wird es notwendig gewesen sein, ihm m e h r u n d B e s s e r e s als eine Verstärkung der Kriegsmateriallieferungen zu versprechen, deren Transport übrigens auf beträchtliche Gefahren und Schwierigkeiten stößt.
Stockholm, 18. Aug. (DNB.) Nach einer Meldung des „Aftonbladet" aus London erklärte Chur- t chill bei feiner Abreise aus Moskau voller Resi- gnation, er kehre diesmal nicht mit sichtlichen Erfolgen von der Reffe zurück, er müsse sich ] vielmehr damit begnügen, wenn er mit seinen Ge- 1 sichtspunkten im Kreml wenig st ens Derständ- nis gefunden habe. Die Londoner Korrespondenten von „Svenska Dagbladet" und „Stockholms Tid- ningen" stellen fest, daß Churchills Hauptabsicht mit seiner Reise gewesen fein dürfte, unter Ausübung seines ganzen persönlichen Emflusses Stalin darauf vorzubereiten, daß er mit einer w e i - ter gehend en Hilfe in diesem Jahre nicht mehr z u rechnen habe. Churchill durfte Stalin auch dringend ermahnt hoben, den sowjett- schen Botschaftern in London und Washington Zurückhaltung aufzuerlegen, da sie eine Agitation betrieben hatten, die für die englische wie für die
I amerikanische Regierung besonders belastend gewesen sei. Eine Fortsetzung dieser Agitation durste
I die Volksstimmung in England und Amerika zer- - splittern und die Stellung Churchills und Roosevelts I untergraben. Dies könne kaum im Interesse Stalins liegen.
Die Nichterwähnung der „Zweiten Front in dem über die Moskauer Konferenz ausgegebenen Kommunique hat in London beträchtliche Enttäuschung ausgelöst. Die schwedischen Korrespondenten ziehen aus dieser Tatsache die Schlußfolgerung, die Gespräche in Moskau hätten wohl zu dem Ergebnis geführt,, daß eine Invasion Westeuropas । in diesem Jahre nicht zweckmäßig, wenn nicht unmöglich, sei. Demgegenüber werde ,edoch m London versichert, so berichtet wenigstens der Vertreter von Stockholms Tidningen mit ^oßer Bestimmtheit, daß eine unmittelbare und aktive Hilfeleistung für die Sowjetunion und in diesem Zusammenhang [auch die Frage der zweiten Front, m Moskau
Gegenstand eingehender Untersuchungen geweseni s . Der englische Ministerpräsident durfte, näch Auffassung von „Svenska Dagbladet festgestellt haben' daß die Westmächte für em solches Unter- nehmen noch nicht genügend gerüstet


