danken deshalb heftige Vorwürfe. Der britische Kommandant beschuldigte darauf den ägyptischen Kommandanten, ein Landesverräter zu sein. Der Streit endete mit Revolverschüssen zwischen den beiden Offiziersgruppen: mehrere Offiziere wurden getötet oder.verwundet. Der ägyptische Vizekommandant wurde auf Veranlassung der Engländer verhaftet.
Bahnknotenpunkte in Assam mit Bomben belegt.
Tot4o, 19. Mai. (DNB. Funkspruch.) Große Verbände japanischer Armeeflieger griffen am Montagnachmittag erstmalig Bahadurpur und Silchar, zwei wichtige Knotenpunkte der Verbindungslinie Indiens mit Tschungking in der indischen Provinz Assam an und zerstörten Bahnhöfe, Lagerhäuser und Eisenbahnzüge. Auf einen Truppentransport mit fliehenden britischen Soldaten wurde ein Volltreffer erzielt.
Aus dem Reich.
Keine Urlaubsreifen während der pfingstzeit.
Zum Pfingstfest kann die Reichsbahn mit Rücksicht auf den Kriegs- und lebenswichtigen Personen- und Güterverkehr im Reich und in den besetzten Ostgebieten keine zusätzlichen Züge zur Bewältigung von Urlaubsreisen oder Familienheim- fahrten stellen. Der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz erwartet daher von jedem Arbeiter, Angestellten und Betriebsführer, daß er vom 21. bis 27. Mai jede Reise nach Möglichkeit unterläßt und daß er Urlaubsreisen und Familienheimfahrten in die Zeit legt, in der die Reichsbahn besser als gerade zu Festzeiten einen solchen Verkehr bewältigen kann. Haltet also alle die Reichsbahn gerade in diesen Tagen für kriegswichtige Transporte frei und tragt auf diese Weise mit dazu bei, daß die Front und die Rüstungswirtschaft in der Heimat rechtzeitig mit allem versorgt werden können, was sie dringend brauchen.
Dir landwirtschaftliche Bodennutzungserhebung.
Zn diesen Tagen findet im gesamten Großdeutschen Reich die landwirtschaftliche Bodennutzungserhebung statt. Die Ergebnisse dieser Erhebung sind für die Staatsführung gerade während des Krieges als Grundlage für wichtige Maßnahmen auf dem Gebiete der Ernährungswirtschaft von größter Be-. deutung. Es ist daher nationale Pflicht jedes landwirtschaftlichen Betriebsinhabers, die auf dem Fragebögen gestellten Fragen gewissenhaft zu beantworten und 'den Fragebogen zum festgesetzten Termin an den Bürgermeister zurückzugeben. Dies gilt nicht nur für die Fragen über die eigentliche Bodennutzung, sondern ebenso für die Fragen über die Obstbaumbestände und die Bestände an Arbeitskräften, deren richtige Beantwortung überdies im eigenen Interesse der Betriebsinhaber liegt. Um die Gewinnung zuverlässiger Angaben auf jeden Fall sicherzustellen, werden — ähnlich wie bei den Viehzählungen — die Angaben der Betriebsinhaber durch Beauftragte der Ernährungsämter stichprobenweise nachgeprüft werden. Betriebsinhaber, denen falsche Angaben nachgewiesen werden, haben auf Grund der in der Verordnung über Auskunftspflicht vom 13. 7. 1923 vorgesehenen Strafbestimmungen strenge Bestrafung zu gewärtigen.
Oie Versetzung an den höheren Schulen
Für die Versetzung an den höheren Schulen hat der Reichserziehungsminister Richtlinien herausgegeben: Ein Schüler hat nur dann das Anrecht auf Versetzung, wenn er den Unterrichtsanforderun- gen genügt und den Willen zu Leistung und Mitarbeit aufweist. Ist dieser Wille vorhanden, so kann über Minderleistungen in Einzelfällen bei Höherleistungen in anderen Fächern hinweggesehen werden, jedoch kann ein Schüler, der in Deutsch und Geschichte gleichzeitig versagt, nicht versetzt werden. Im übrigen wiegen mangelhafte Leistungen in mehreren Fächern einer Fachgruppe nicht so schwer, wie mangelhafte Leistungen in Fächern verschiedener Fachgruppen. Ein Schüler der A n - 7 an g s k l a s s e , der sich als ungeeignet für die höhere Schule erweist, kann aus ihr entlassen werden. Wer im übrigen zweimal das Ziel der gleichen Klasse nicht erreicht, muß die höhere Schule verlassen. Ein besonders hoher Maßstab ist bei der Versetzung in die Klasse 8 anzulegen, zumal mit dieser Versetzung die vorzeitige Zuerkennung der Reife für Schüler, die in die Wehrmacht eintreten, verbunden ist.
Das Handwerk im Kriege.
Vor den Schaffenden des deutschen Handwerks sprach in Essen der Leiter des deutschen Handwerks in der DAF., Reichsamtsleiter Sehnert (Berlin) zu den Meistern, Gesellen und Lehrlingen sowie zu den Frauen, die den Arbeitsplatz der zum Wehrdienst einberufenen Männer eingenommen haben, über die einschneidenden Maßnahmen, die der Krieg auch dem kleinsten Handwerksbetrieb auferlegte. Der Einsatz für die kriegswichtige Versorgung und die Rüstungswirtschaft müsse in bestem Sinne gelöst werden. Die Frage, ob die handwerklichen Betriebe noch eine Existenzberechtigung hätten, könne dahin beantwortet werden, daß das beste Verhältnis eine gesunde Mischung zwischen Klein, Mittel- und Großbetrieben sei. Alle Maßnahmen zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit, zu denen der einzelne Betrieb nicht in der Lage sei, seien Aufgaben der Innung. Wenn das Handwerk sich den Grundsätzen modernster Sozialpolitik unterwerfe, dann gebe es feine Aushöhlung der handwerklichen Betriebe. Durch Technisierung und Rationalisierung könne die Leistung des deutschen Handwerks noch gesteigert werden. Für den Nachwuchs gelte es, nur so viel Lehrlinge einzustellen, wie notwendig sei.
Aus der Stadt Gießen
Oer Ernteeinsatz -er Jugendlichen
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i mit einer Kreissäge rechten Hand. Der be
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icissen den hohen Wert der Peri-Güteerzeugnisse zu schätzen, deshalb gehen Sie sparsam mit ihnen um.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lauge. Stellvertreter bei Hauvtschriftleiters: Ernst Blumichein. verantwortlich für Politik und Bilder: D.r. Fr. W. Lange: für das fieutheton: Dr. Hans Thyrtot; für Stadl Gietzen, Provin,, Wirtjchaft und Sport: Ernst Blumschein.
Druck und Berlag: Brühljche Universitälsvruclerei R. Lange K. G. Verlagsleiter: Tr.-Jng. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck.
Anzeigenpreisliste Nr. 6.
Gloria-palast:
„Oie Erbin vsm ^Rofenbof'*.
Der Film, der einer Vorbemerkung zufolge Jahre 1930 spielt, behandelt im Rahmen einer
dauernswerte Wann mußte ein Krankenhaus aufsuchen. — In dem nahen Bellmuth mußte ein Einwohner das Offenlassen d-es Hühnerstalles teuer bezahlen. In der Nacht brach ein Fuchs aus dem nahen Walde ein und bi ß 19 Hühner tot.
Buderus'sche Eisenwerke, Wetzlar.
Die gestrige Aufsichtsratssitzung genehmigte den Jahresabschluß für das Geschäftsjahr 1941. Nach Abschreibungen auf Anlagevermögen von 3 468 196,42 RM. (i. 23. 3 499 271,84 RM.) vor- bleibt ein Reingewinn von 1 486 542,16 RM, (i. V. 1531 192,38 RM.). Der am 8. Juli stattfindenden Hauptversammlung wird die Verteilung einer Dividende von 5V2 v. H. (wie im Vorjahr) vorgeschlagen.
machen: zweitens in Erntekindergärten: drittens in Einsatzlagern ipi Osten: viertens als Helferin in Kindertagesstätten: fünftens als Helferin in Mutter-, Kinder- und Säuglingsheimen. Verantwortlich für den Einsatz ist die Mädelführerin des Gebietes. Für eine ordentliche Unterkunft, gefunden Arbeitseinsatz und für die Lebenshaltung der Mädel sind die Bäuerinnen bzw. die Leiterinnen der Heime verantwortlich. Die Mädel sind in einer Gruppe von mindestens fünf Mädchen je Dorf einzusetzen.
Die Jugendlichen (Jungen und Mädchen), sofern sie über 14 Jahre alt sind, erhalten ein Taschengeld von 10 RM. im Monat, sofern sie unter 14 Jahre sind, ein Taschengeld von 30 Rpf. werktäglich. Außerdem können Lebensmittel (Obst usw.) als Zulagen neben dem Bargeld gewährt werden. Sofern Mädchen der 7. Klasse zusammen mit der NSV. eingesetzt werden, erhalten sie monatlich 15 RM. Taschengeld. Die Jugendlichen werden zur Krankenversicherung angemeldet und sind gegen Unfall versichert. Die Kosten trägt der Betriebsführer. Die Bereitstellung von Bekleidung und Schuhen ist im Hinblick auf die Versorgungslage nicht möglich. Die Jugendlichen müssen daher geeignete Arbeitskleidung selbst mitbringen. Die bäuerlichen Betriebe werden jedoch, soweit sie dazu in der Lage sind, mit ihren eigenen Beständen an Arbeitskleidung nach Möglichkeit aushelfen. Sofern ein Jugendlicher Schistiefel oder anderes geeignetes Sportschuhzeug besitzt, soll er sie mitbringen. Zur Entschädigung des durch den Ernteeinsatz verursachten besonderen Verschleißes der mitgebrachten Kleidung und Schuhe wird jedem Jugendlichen ein angemesseres Kleidergeld bezahlt.
l i n seien von den übrigen genannt: die Gießener wird es interessieren, in einer kleinen Rolle Ludwig L i n k m a n n wiederzusehen. Die Spielleitung hatte Franz Seitz. — (Kopp-Film.)
Im Beiprogramm laufen die neue Wochenschau mit sehr fesselnden Aufnahmen vom Einsatz unserer U-Boote gegen Amerika, ein Kultursilm vom Erzberg in der Steiermark und eine heute besonders aktuelle und bildhaft instruktive Darstellung der enormen Größe einer Bruttvregistertonne.
Hans Thyriot.
Luise Steinmüller tot aufgefunden.
Die seit vorigem Dienstag vermißte 27 Jahre alte Luise Steinmüller aus Fellingshausen wurde am gestrigen Montagnachmittag in der Lahn in der Nähe der Brücke in der Gemarkung Waldgirmes, dem sog. Naunheimer Steg, t 0 t aufgefunden. Die Leiche des Mädchens wurde zum Friedhof in Wetzlar gebracht, lieber die Todesursache ist bis jetzt noch nichts bekannt, Aufschluß darüber wird wohl erst die Sektion der Leiche ergeben.
In einer Mitteilung der Kriminalpolizeileitstelle Frankfurt a. M., Mordkommission, die bereits vor der Auffindung der Leiche des Mädchens an die Presse gerichtet wurde, kommt zum Ausdruck, daß diese BehöHle mit der Möglichkeit eines Verbrechens rechnet. Luise Steinmüller wurde, nach der Mitteilung der Kriminalpolizei, am Dienstag, dem 12. Mai, gegen 7 Uhr in Wetzlar gesehen, als sie von der Lahnbrücke kommend in die Garbenheimer Straße einbog. Es ist festgestellt worden, daß der Edwin Höhn aus Rodheim a. d. Bieber, der seit längerer Zeit in näherer Beziehung zu dem Mädchen stand, am gleichen Tage mit der Bahn bis zum Bahnhof Garbenheim gefahren ist, dort gegen 7 Uhr den Zug verlassen hat und in Richtung Gastwirtschaft Taubenstein, Garbenheimer Straße, weiterging. Aus weiteren Feststellungen ist zu schließen, daß eine Verabredung zwischen dem Edwin Höhn und der Luise Steinmüller für jenen Morgen bestanden hat. Offenbar fuhr die Steinmüller bis Wetzlar und Höhn nur bis Garbenheim, damit beide zusammen in Wetzlar nicht gesehen wurden.
Von der Mordkommission der Kriminalpolizeileitstelle Frankfurt a. M. ist, wie wir gestern bereits berichteten, der Edwin Höhn am Samstag erneut festgenommen worden. Er befindet sich in Gießen rn Polizeihaft. Die Beamten der Mordkommission der Kriminalpolizeileitstelle Frankfurt, die z. Z. in Rodheim a. d. Bieber weilen, sind eifrig mit den weiteren Ermittlungen beschäftigt.
Verdunkelungszeit:
19. Mai von 22.17 bis 4.50 Uhr.
* * 7 0. Geburtstag. Am morgigen Mittwoch, 20. Mai, kann Herr Jnnocenz Krack, Leihgesterner Weg 118, in aller Frische seinen 70. Geburtstag begehen. Der Jubilar macht für sein Fuhrgeschäst täglich noch alle Fahrten. Zu seinem Geburtstage unseren herzlichen Glückwunsch.
* * Erfolgreiche Hundezucht. Bei der am Sonntag in Wetzlar durchgeführten 8. Hundeausstellung errang der IV-jährige Chow-Chow-Deckrüde Alf vom Saarowstrand, Vater Riclds To-Bee im- poliert, gezogen auf Champion Rochow Dragoon und Champion Brillantinen-Linien aus dem Chow- Chow-Zwinger „vom Hessenland", Besitzerin Frau Anny Fechter, Gießen, Kaiserallee 34, in der O. K., N. K. und I. K. den 1. Preis mit der Note „Vorzüglich". Zur Förderung eines guten Zuchtmaterials ist er vielversprechend.
Schweinemarkt in Buhbach.
* Butzbach, 19. Mai. Auf dem heuttgen Schweinemarkt waren 318 Ferkel auf getrieben. Es kosteten bis 6 Wochen alte Ferkel 28 bis 34 RM., 6 bis 8 Wochen alte 34 bis 42 RM., 8 bis 10 Wochen alte 42 bis 50 RM., 10 bis 12 Wochen alte 50 bis 60 RM. das Stück. Der Handel verlief anfangs flott, später ab flauend: kleiner Ueberstand.
Landkreis Mietzen
ch Daubringen, 18. Mai. Der Zigarre narb ei« ter Heinrich Töpfer von hier begeht morgen seinen 7 0. Geburtstag. 47 Jahre ist der alte Herr in der hiesigen Zigarrenfabrik von Rinn & Cloos, früher Emmelius, tätig. Mit 18 Jahren ging er nach den Vereinigten Staaten von Nordamerika, wo er fünf Jahre als Schmied arbeitete, dann infolge eines Unfalles wieder zurück kam. Der Jubilar erfreut sich noch bester Gesundheit. Unseren herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag.
Kreis Biibinge*1
G Nidda, 17. Mai In dem benachbarten Fauerbach ereignete sich gestern ein schwerer Unglücksfall. Ortsbauernführer Adolf Schwab
Kastanienblüte.
„Noch sind die Tage der Rosen ..." heißt es in einem Lied. Nun, die Tage der Rosen sind noch nicht, aber die Maitage der Kastanienblüte sind gekommen. Ist es nicht eine Pracht, auf den freien Plätzen, in Parkanlagen, auf Friedhöfen und Straßenrainen unter den stämmigen Schattenspendern zu stehen und den Blick hinaufzusenden in das dichte, breit ausladende Geäst, das übersät ist mit den schnurgerade aufstrebenden Blütenkerzen?! Unter den Wundern der Blüte ist das Wunder der Kastanienblüte eines der schönsten. Ein blühender Kirschbaum wirkt weich und zart wie ein knospendes Mädchen, die Blütenkerzen der Kastanien dagegen sind ein Fest, zu dem leuchtende Lichter aufgesteckt wurden.
Wir Deutsche lieben denn auch die Kastanie gerade wegen ihrer festlichen Schönheit, mag der Saum auch sonst nicht von sonderlich großem Nutzen sein. Er hat sich in unserer Landschaft eingenistet, ols ob er immer hierher gehört hätte. Dennoch ist auch die Kastanie.aus dem Süden zu uns gekommen, eigentlich in'Vorderasien und in den Mittelmeerländern zu Haufe und vor etwa 300 Jahren erst bei uns heimisch gemacht worden.
Gesprochen haben wir hier von der Roßkastanie, die von wesentlich anderer Art ist als die Edelkastanie. Sie, die Edelkastanie, verwandt der Eiche und der Buche, gedeiht bei uns nur in klimatisch besonders begünstigten Gegenden. Wir finden sie an der Mosel, begegnen ihr auch im Taunus und in der Pfalz, wo sie uns überall ihre köstlichen Früchte schenkt. '
Ungeachtet des geringen Wertes der Roßkastanie erfreuen wir uns an ihr doch. Nur kurze Wochen sind es im Frühjahr, daß ihr Blätterdach im hellen, lichten Grün erstrahlt. Kaum ist die Blüte dahin, kaum sind die ragenden Kerzen verlöscht, dann dunkelt das Grün, wird tief und matt. Wir aber sitzen unter der wuchtigen Krone des Baumes kühl und geborgen. Und so bleibt es den ganzen Sommer lang.
Zweimal im Jahr ist die Kastanie unfern Kindern besonders lieb. Sie schätzen sie zuerst als einen Lieb- lingsbaum der Maikäfer, die, wie schon der Name sagt, ihre Hauptflugzeit im Mai haben. Der Maikäfer' ist gewiß ein luftiger Kumpan, aber er zählt leider auch zu den sehr schädlichen Käfern, die mit allen Mitteln bekämpft werden müssen. Unsere Jugend hat bann erst recht wieder Spaß an der Kastanie, wenn die Herbstzeit kommt und in den Früchten für sie ein allerliebstes, vielfach verwendbares Spielzeug heranreift. In Kriegszeiten haben wir allerdings auch für die braune Roßkastanie eine andere und bessere Verwendung als es ein Spielzeug zu sein pflegt. Da sammeln wir die Kastanie als Mastfutter für die Schweine und können sie auch noch auf manche andere Art praktisch verwenden. Sv dient sie vorweg auch dem Wild zur Aesung, und was vielleicht nur wenige wissen werden, aus der Roßkastanie läßt sich eine Art Giftstoff, Saponin genannt, gewinnen und zur Herstellung von Haarwasser und Erfrischungsgetränken verwenden.
Ganz von ungefähr kommt es also nicht, daß wir der Kastanie immer und überall als Zierbaum begegnen, der unsere Plätze und Anlagenbereichert. In ihrem schönsten Schmuck, im Schmuck der Blütenkerzen, zeigt sie uns an, daß wir im Hochfest des Frühlings stehen. Daran wollen wir in diesen Tagen denken, wo wir uns überall am Kerzenrausch der Kastanien ergötzen können.
Kür Tapferkeit vor öem Zemöe.
Der ^-Mann Ernst Ströher aus Wilsbach (Kr. Biedenkopf) wurde für Tapferkeit vor dem Feinde bei den Kämpfen im Osten mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet.
Don der Ludwigs-ilniversiiäi.
Zum Dozenten für das Fach Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde an der Universität Gießen wurde der Dr. med. habil. Walter Moritz ernannt. Dozent Dr. Moritz, der Oberarzt in der Universitäts- Ohren-, Nasen- und Halsklinik ist, hat in Gießen, Berlin und München studiert, in Gießen sein Staatsexamen bestanden und im Februar 1937 hier auch promoviert. Im November 1940 wurde er zum Dr. med. habil, ernannt.
zu umständlich ausgesponnenen und übrigens auch kaum filmgerechten Handlung bas Problem der Landflucht. Der Schauplatz ist ein oberbayrisches Dorf, die Elemente der Fabel sind halb volksstück- mäßig, halb schwankhaft gemischt aus Liebes- und Eifersuchtsgeschichten, Gemeinderatssitzung und ländlichem Trachtenfest mit Preissingen, gediegener Keilerei, anschließender Versöhnung und der obligatorischen Vereinigung der nach den üblichen Verwirrungen und Mißverständnissen endlich und endgültig zueinander findenden Paare. Die Frage der Landflucht ist schwerwiegend genug, um in einem ernsthaften Film wenn nickst ohne Rest und volks- politisch befriedigend gelöst, so doch klar, vernünftig und gerecht oorgetragen zu werden. Dazu gehört etwas mehr als die oberflächliche und simple Schwarzweißzeichnung der Charaktere, wie sie in die 1 em bäuerlichen Sturm im Wasserglase in Szene gesetzt wird. Im Vordergrund stehen Paul Klinger als der Dvrffchu Hehrer, der eigentlich ein Bauer hätte werden sollen, und Hansi Knoteck als die Erbin vom Rosenhof, die in ihm gerade den Richtigen erwischt: sie wirken beide sympathisch, haben aber nicht viel zu spielen. Gustav Waldau in der hübsch gezeichneten Figur eines verschmitzten Bauerngroßvaters, Sepp R i st und Trude Haefe -
Auf den Erfahrungen des Vorjahres aufbauend, find die diesjährigen Durchführungsbestimmungen oes Jugendführers des Deutschen Reiches bis ins letzte durchgefeilt worben, so daß die Gewähr gegeben ist, baß der Ernteeinsatz volkswirtschaftlich den erhofften Nutzen bringt, und anderseits die Jugendlichen geistig und körperlich auch in dieser Zeit die Förderung erfahren, die unter den gebotenen Umständen möglich ist. Es kommt kein I u - aendlicher zum Einsatz, der nicht vom Arzt für tauglich befunden wurde. Kranke Kinder werden während des Ernteeinsatzes der übrigen möglichst zur Erholung verschickt, jedenfalls werden die Zurückbleibenden während des auswärtigen Einsatzes ihrer Schulklasse nicht am Unterricht in anderen Klassen teilnehmen. Sofern die Jugendlichen zum langfristigen Einsatz kommen, der vom 15. April bis zum 15. November freigegeben ist, gehen die Lehrer mit in den Ernteeinsatz, so daß die schulische und erzieherische Betreuung am Einsatzort fortgesührt wird. Erfolgt der Einsatz kurzfristig, so erfolgt er grundsätzlich am Wohnort der Kinder oder in benachbarten Drtene die täglich vom Elternhaus erreicht werden können. '
Beim langfristigen Einsatz werden keine Sommerferien eingelegt. Die Kinder werden vielmehr in den Einsatzpausen am Schulort auch während der Ferienzeit — bis auf eine Erholungszeit von insgesamt drei Wochen — unterrichtet. Da der Einsatz nur nach Bedarf erfolgt, ist es möglich, daß eine Schulklasse mehrmals zum auswärtigen Einsatz abrückt und nach Erledigung der Ernte wieder zum Schulart zurückkehrt, wo dann der volle Schulbetrieb wieder ausgenommen wird.
Die Jungen werden am Einsatzort entweder geschlossen in einem Lager untergebracht ober einzeln ober zu mehreren beim Bauer ober den landwirtschaftlichen Bettieben. Bei ber Einzelunterbringung wirb ber Jugendliche grundsätzlich in die Familien- gemeinschast ausgenommen. Der Bauer und die Bäuerin werden bemüht sein, den Jugendlichen bas Elternhaus weitgehend zu ersetzen. Entsprechend wird auch die Verpflegung am Familientisch des Lauern sein. Die Jugendlichen dürfen auch nur entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit eingesetzt werden. DerLager- leiter, also der Lehrer, und die zu seiner Hilfe beigegebenen HJ.-Führer haben darüber zu wachen.
Der auswärtiae Einsatz ber Mädel erfolgt nach etwas anderen Grundsätzen. Für ihn stehen nur die Schülerinnen der Klasse 7 der Höheren Mädchenschule zur Verfügung. Er hat die Form des ununterbrochenen Einsatzes und erfolgt nach Bedarf vom 15. 4. bis 15. 11. 42. Eine schulische Betreuung während des Einsatzes findet nicht statt, lieber eine den Mädeln zu gewährende Erholungszeit etgeht noch besondere Verfügung. Der Einsatz erfolgt vorwiegend: erstens als Helferin in bäuerlichen Haushalten, hauptsächlich in kinderreichen Familien, um die Bäuerin für die bäuerliche Arbeit frei zu
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