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Schwere Zeiten für die Sowjets.
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In Spanien wird nun auch Jahrgang 39 unter
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r Der große Irrtum
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Roman von tveta Vrik.
(Nachdruck verboten.)
& Fortsetzung.
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Meister der Politik", sowie die Knaursche Welt- Geschichte, in der er selbst das „Zeitalter des Imperialismus" behandelte, verdient.
Äarl Alexander von Müller.
Am 20. Dezember feiert der Präsident der Baye- lischen Akademie der Wissenschaften und ordentliche ürofessor der mittleren und neueren Geschichte an her Universität München, Dr. Karl Alexander von MMer, seinen 60. Geburtstag. Er ist ein Sohn des srichverstorbenen Münchener Polizeipräsidenten und bayerischen Kultusministers von Müller, Schüler »es Wilhelmgymnasiums, Maximilianeums-Student ind hat seine entscheidenden wissenschaftlichen Gin« »rucke von Karl Theodor von Hei-gel empfangen.
'er als einer der ersten Cecil-Rhodes-Stipendiaten
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Helene streicht zärtlich über den dunklen Kopf des Knaben. Das ist unverkennbar Ludwig Rautenberge Sohn, muß Bergenroth feststellen, und es ist kein Wunder, daß Helene dieses schöne Kind zärtlich hebt.
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Der Loh« an Feiertagen.
Wer hat einen Rechtsanspruch auf Feiertagsbezahlung?
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Du weißt: Ludwig Rautenbergs Detter, der Mitinhaber der Firma. Er ist jetzt bei Käte. Ich schrieb dir ja — Käte ist jetzt ruhig und gefaßt —'“
Bergenroth sieht Helene verständnislos an. Aber sein Gesicht ist wie befreit. Er erwidert: „Ich weiß nicht recht, was du meinst — den Brief, von dem du sprichst, bekam ich wohl nicht —"
.Ludwig Rautenberg ist gefallen."
„Ach — und darum ist fein Detter jetzt hier —
Bergenroth streckt Helene beide Hände entgegen. Seine volle, tiefe Stimme bebt vor unterdrückter Erregung. „Auch du wirst von seinem Tode er- schüttert 'sein, Helene."
rf3a, Richard. Ich bin es. Alles stand noch em- m Jßergifc darüber die Lebenden nicht. Laß dich begrüßen. Wie geht es dir?"
Er hebt den Arm und steht auf die Uhr. ,Zch kann nur eine knappe Stunde bleiben, Helene.
„Du haft keinen Urlaub?"
Eine so große Enttäuschung schwingt in ihrer Stimme. Bergenroth fühlt das. Es macht ihn
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ietunion gehe sehr schweren Zeiten entgegen.
Kleine politische Nachrichten.
Ministerpräsident Laval empfing den Chef der yolksnationalen Sammlungsbewegung Marcel D6at. Dian glaubt, daß die Frage der Einheitspartei Ge- sprächsthema der Unterhaltung gewesen ist.
glücklich.
Bewahre!" erwidert er. „Wir kommen aus Polen, liegen einen Tag in unserem alten Standort Magdeburg. Müssen morgen wahrscheinlich weiter etA habe alles in allem drei Stunden Zeit. Hm und her je eine Stunde — also rechne^dir das aus —
Du wirst etwas esten wollen."
Das ist ja so unwichttg." Er hindert ihr Auf- steben ,Bleibe hier, Helene! Erzähle, wie geht hier alles. Du schriebst zwar immer: klappt die Wirtschaft? Kümmert sich Marswm um dich.
Diele Fragen.
Helene antwortet. Sie reden über ft viele Dinge - über die Bestellung der Felder, über den Raum, der in diesem Jahre dem Lelpflanzenbau vorbehalten sein soll — sie sprechen von den Prüfungen und der Auswertung. .
Unb dabei hat Helenes Gesicht einen so glücklichen - -ebeten sie von ganz anderen Dingen.
Wesen scheint etwas Neues zu liegen,
die Reifeprüfung. Meldungen zu diesem Lehrgang sind bis spätestens 31. Dezember an das badische Ministerium des Kultus und Unterrichts in Straß- bürg i. E. zu richten. Kriegsversehrte, die noch nicht aus dem Wehrdienst entlassen sind, können nur dann in den Lehrgang ausgenommen werden, wenn ihnen von ihrer militärischen Dienststelle ein Urlaub von sechs Monaten erteilt wird. Eine entsprechende Bescheinigung muh der Meldung beigefügt werden. Im Bedarfsfall können auf besonderen Antrag, der gleichzeittg mit der Meldung zum Lehrgang ßinzu- reichen ist, Beihilfen zu den Kosten für Unterhalt, Verpflegung und Lehrmittel bewilligt werden.
Eisenbahn, Schaukelpferd und Trillerpfeifchen!
Spielzeug
aus Nord und Süd zur 4. Relchsskraßensammlung.
NSG. Das zweckmäßigste Material für die Herstellung von Spielzeug ist zweifellos Holz. Es läßt sich leicht verarbeiten, ist von großer Haltbarkeit und setzt das spielende Kind kaum der Gefahr von Verletzungen aus, wie dies bei Blechspielwaren oft der Fall ist. Es nimmt deshalb nicht wunder, daß die bedeutendsten Geburtsstätten unserer Spielwaren in holzreichen Gegenden zu finden sind.
Die Abzeichen der 4. Reichsstraßensammlung sind besonders schone kleine Spielsachen, die bestimmt wieder viel Freude machen werden. Sie kommen aus Westfalen (Berleberg), aus München, aus dem sächsischen und sudetendeutschen Erzgebirge und vom Bayerischen Wald zu uns, wo sie von fleißigen Heimarbeitern hergestellt wurden. Für jeden Ge> schmack ist etwas dabei: ein Häuschen, eine Bäuerin, ein Baum und eine Gans, eine kleine Eisen-
Er erhebt sich unb sagt, daß er noch in das Kontor gehen will.
Helene versteht, baß Richarb in dieser knappen Zeitspanne nicht Johannes unb Käte begegnen will. Sie sagt: „Ich gehe mit dir, Richard. Komm, Martin, du bleibst solange bei der Martha. Nimm schon bie Schlüssel, Richard."
Als Helene bann wenig spater aus der Tür tritt, sieht sie Bergenroth auf der anderen Seite des Hofes, dort, wo der Weg zwischen Tannen zu den Gemüsegärten und weiter zu den Feldern führt.
Die Uniform verändert ihn etwas, findet sie. Er sieht darin nicht so breitschultrig aus — schlanker — jünger —
Helene zögert. Will Bergenroth allein sein ... Und wenn dieser Wunsch da ist, so wird sie doch FU ihm gehen. Sie hat ein Recht an seiner kurzen Gegenwart! t,
Sie gehen zusammen über bte Wege unb sprechen wieder nur über die Arbeiten, bie Helene ausft'hrte und btt, bte in diesem Jahre zu erledigen sind.
!ksamkeit während der schweren Weltkriegsjahre len „Süddeutschen Monatsheften". Nachdem er -r Ablehnung mehrerer auswärtiger Rufe 1917 e Lehrtätigkeit an der Münchener Universität als lorarprofeffor eröffnet hatte, stieg er an der irischen Akademie der Wissenschaften vom Se- är zum Präsidenten. In beiden Funktionen war ihm vergönnt, feinen meisterhaften, anschau- n und eindringlichen Stil mit einer glänzenden edsamkeit zu vereinigen. Der Niederschlag seiner wissenschaftlichen Forschung tritt in einer mannig- üfttgen Folge fein abgewogener Studien, Essays ’inb Reden an die Öffentlichkeit Sein Erstlingswerk kilt Bayern im Jahre des Bruderkampfes 1866; mne wichtigsten Weltkriegsartikel hat er in der Sammlung „Die deutschen Träumer", Reden und llufsätze der Nachkriegszeit in „Deutsche Geschichte mb deutscher Charakter" vereinigt. Als Heraus- L-pfrer machte sich Müller um die Denkwürdigkeiten
Auf Beschluß der spanischen Regierung wurden $323 wegen leichterer politischer Vergehen in Haft befindliche Personen auf Widerruf frei gelassen.
In Lissabon wird der spanische Außenminister, Zmeral Graf Jordana, eintreffen, um den Besuch )es portugiesischen Ministerpräsidenten Salazar in Spanien im vergangenen Februar zu erwidern.
Kunst und Wissenfchast.
ki \jn öpanien wira nun aucy -jaijrgang oy unter
Jrafibft. Fahnen' gerufen. Damit stehen in Auswirkung
i>er am 16. November verfügten Teilmobilisierung ene W Jahrgänge unter den Waffen.
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jlorb, Me London unb Moskau betreiben, hat feine flirfung, benn bas französische Volk weih, daß sich bicse systematische Kampagne der Anglo-Lmeri- toner,“™ der Sow.ets allein gegen Frankreich richlet! Bereits vor zwei Tagen hat bas franzö- Mche Jnformationsminifterium auf ähnliche Mel- Lungen der englisch-amerikanischen unb ber sowjetischen Hetzzentralen hingewiesen, in denen davon die Rede war, daß es zu blutigen Ausschreitungen in Marseille, Limoges und Nizza gekommen sei daß die Garnison von Montpellier den deutschen Truppen eine wahre Schlacht geliefert habe oder öd? an der französischen Mittelmeerküste alle Fran- Vfen im Alter von 18 bis 50 Jahren und alle Französinnen im Alter von 21 bis 30 Jahren mobilisiert worden seien, um Befestigungen zu bauen. Das französische Jnformationsministerium bemerkte hierzu, es sei notwendig, solche Meldungen Der französischen Oeffentlichkeit vor Augen zu hal-
»U ken, weil ihr einziges Ziel sei, das französische Volk Ur gegen seine Interessen aufzuhetzen.
Helene fragt auch nach Bergenroths Aufgaben, aber darüber vermag er wenig zu sagen.
Sie ist ungeduldig. Sie haben nur diese einzige kostbare Stunde. Müssen sie da unbedingt von den Arbeiten sprechen, die hier den Uhlenhof angehen? Helene wird schon damit fertig werden.
Sie sind schon auf dem Rückweg. Nur eine kleine Zeit liegt noch vor ihnen. Dann müssen sie Abschied nehmen.
Helene nimmt Bergenroths Arm. Mit einem wunderbaren Gefühl empfindet der Mann ihre Nähe. Helene kann nicht anders — sie muß jetzt fragen: „Sag, was war bas vorhin, als du kamst? Du schienst erregt, fast zornig —"
Da begreift Bergenroch, daß Helene ihn in jenem Augenblick ber Erregung gesehen hat. Es fällt ihm schwer, auf ihre Frage zu antworten. Unb so tut er etwas, was er bisher niemals getan hat. Er neigt sich über Helenes Hänbe. Dann blickt er auf unb sieht sie mit einem tiefem Blick an: „Ich habe dir etwas abzubitten, Helene!"
Sie weiß nicht, was er meint.
Bergenroth aber will jetzt keine Forderungen stellen, deren Erfüllung er noch immer als ungewiß anfieht.
Er kann das jetzt nicht, denn die große Auseinandersetzung, die es zwischen ihnen doch einmal geben wirb unb muß, kann man nicht in einer so streng begrenzten Zeitspanne beginnen.
Wieber sieht er nach der Uhr. „Es wird Zeit, Helene!"
„Ich mag keinen Abschied auf dem Hof! sagte Helene und hofft inbrüftig, daß Richard sie jetzt in allerletzter Minute in die Arme nehmen wird.
Er hält nur ihre beiden Hände. „Lebe wohl, Helene. Laß dir noch einmal danken für die Erfüllung aller Pflichten hier, die du so selbstverständlich übernommen hast. Und — denke an mich, HAene!" , ,
Helene erwidert den schmerzhaften Druck. Dann löst sie sich. „Geh jetzt, Richard. Ich denke immer an dich. Und bleibe gesund!"
(Fortsetzung folgt)
Aus der Stadl Gießen.
Vom richtigen Schenken.
Es gab immer schon Leute, die der Meinung waren, daß man zum Weihnachtssest nur mit einem pompösen Geschenk aufwarten könne. Sie ließen es sich was kosten unb glaubten damit Wunders was für einen Erfolg zu erzielen. Nachdenkliche Ueberlegungen darüber, von welcher Art das Geschenk sein müsse, stellten sie nicht an, es genügte ihnen, wenn die Rechnung über das Geschenk eine imponierende Zahl aufwies. Solche Leute haben es heutzutage schwer, denn mit dem „Sesam öffne dich" ihres Geldbeutels allein können sie die Frage nach dem Geschenk jetzt nicht mehr lösen.
Es gibt aber noch ein Schenken, dem wirklich Gemütswerte innewohnen, und dieser erfreuliche Brauch läßt sich zu allen Zeiten üben. Das richtige Schenken hängt ja nicht davon ab, ob man über em leistungsfähiges Scheckbuch ober eine wohlgefüllte Geldbörse verfugt, es hat als alleinige Richtschnur das sichere Gefühl, den Herzenstakt, der allein den wahren Wert eines Geschenkes bestimmt. Derjenige, dem das Geschenk zugedacht ist, soll keineswegs von der Aufmachung des ihm überreichten Geschenkes erschlagen ober durch eine unangebrachte Spende bedrückt werden. Es kommt ausschließlich darauf an, ihm ein Geschenk zu machen, das ihm das Bewußtsein einer glücklichen Stunde gibt. Dazu bedarf es gewöhnlich keiner großen materiellen Aufwendung, rrtan muß nur das Vermögen besitzen, sich in die Seele des anderen einzufühlen. Gewiß ist das nicht immer leicht, aber wer ernsthaft bestrebt ist, seinem Mitmenschen eine herzlich gemeinte Aufmerksamkeit zu erweisen, der findet gewöhnlich auch den richtigen Weg dazu.
Das Gesckenk kann von mannigfaltiger Gestalt fein, man vraucht zuweilen nicht einmal in den Laden zu gehen, um es käuflich zu erwerben. Gar manches läßt sich basteln, geschickte Frauenhände wissen gerade heute aus ihrem Handarbeitskorb Erstaunliches hervorzuzaubern. Oft tut es auch — beispielsweise — ein Buch aus dem eigenen Bücherschrank; das kleine Opfer bringt man gern, wenn man weiß, daß das Geschenk in die richtigen Hände gelegt wird. Es kommt ja immer nur darauf an, wirttich Freude zu bereiten, und dazu ist ber Gegenstand nicht so wichtig wie die innere Bereitschaft, diese Freude bei anderen auszulvsen. Sch. Kür Tapferkeit vor 6em Keinöe.
Dem Obergefreiten Otto Schad aus Gonterskirchen wurde für Tapferkeit vor dem Feind bei den Kämpfen im Osten das Eiserne Kreuz II. Klasse verliehen.
Weihnachtsmarkt der Hitler-Zugend.
Im Rahmen ber großen Spielsachenaktion „Wettrüsten ber Hitler-Iugenb" haben sich auch die Einheiten der Hitler-Jugend im Bann 116 Gießen außerordentlich eifrig mit der Herstellung von Spielsachen zu Weihnachten beschäftigt. In einer Ausstellung, die am morgigen Samstag unb am Sonntag im Saale des Gosellschaftsvereins (Club), Sonnenstraße, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wirb, ist Gelegenheit geboten, sich von dem vor- trefflichen Schaffen unserer Hitler-Jugend überzeugen zu können. In der Ausstellung werden die Besucher auch Gelegenheit zum Kauf von Spielsachen haben, jedoch müssen die gekauften Gegenstände, um das Bild ber Ausstellung nicht zu beeinträchtigen, noch bis zum Sonntagnachmittag im Ausstellungsräume verbleiben. Ieber verkaufte Gegenstand wirb mit einem Verkaufsschildchen versehen, burch das dem Käufer sein Eigentumsrecht gewahrt wird. Vom Sonntagnachmittag ab, nach Schluß der Aus- ftellungszeit, können die Sachen abgeholt werden. Nach unseren Informationen werden die Besucher dieser Ausstellung ein außerordentlich reichhaltiges Bild von Spielsachen zu sehen bekommen, das diesen Weihnachtsmarkt zu einer besonderen Angelegenheit unserer ©tabt machen wild.
Unb auch bei der Polizei.
In der Spielsachenausstellung unserer Polizei, bie in ber Aula bes Gymnasiums veranstaltet ist, wird der allgemeine Spielsachenverkauf am Sonntagvormittag ab 10 Uhr beginnen unb ebenfalls jebermann Gelegenheit zum Erwerb von Spielsachen für die Kleinen geben.
Sonderlehrgang für Kriegsversehrte
zur Vorbereitung auf bie Reifeprüfung.
Mitte Januar 1943 beginnt in Freiburg i. Br. ein sechsmonatiger Sammellehrgang für Kriegsversehrte aus dem ganzen Reichsgebiet zur Vorbereitung auf
eine zärtliche Weichheit, die Richard noch nie fo stark empfunden hat.
Da geht die Tür auf, und Martin kommt in das Zimmer gesprungen.
Bergenroth sieht das Kind zum erstenmal. Er kennt auch Käte Allert nicht. Das Kind begrüßt den fremden Mann artig und schmiegt sich an Helene: „Tante Helene, warum darf ich jetzt nicht zur Mutter?"
„Mutter hat Besuch, Martin."
„Wer ist denn gekommen?"
„Onkel Johannes. Unb nachher hat er auch für bich Zeit."
Das Kinb strahlt. Onkel Johannes — bas ist eine Freude! Und Martin wird nun ungeduldig, wie lange es wohl noch dauern mag, bis Mutter unb Onkel Johannes mit ihrem Gespräch fertig sinb.
Die Anordnung des Reichsmarschalls Gorina jur Durchführung des Vierjahresplanes über die Lohnzahlung an Feiertagen schreibt die Bezahlung des regelmäßigen Arbeitsverdienstes an alle Gefolg- fchaftsmitglieder für die Arbeitszeit vor, welche in» olgc des Neujayrstqges, des Oster- und Pfingstmontags sowie des erften und zweiten Weihnachtsfeiertages ausfällt. Soweit der Neujahrstag und die Weihnachtsfeiertage auf einen Sonntag fallen, greift die Anordnung nicht Platz, da in diesem Falle dem Beschäftigten kein Derdienstausfall entsteht. Einschlägige bisherige tarifliche und betriebliche Bestimmungen, die — was dic Zahl der zu vergütenden Tage und die 3u gewährende Vergütung an» geht — ungünstiger sind, haben mit der Anordnung vom 3. Dezember 1937 ihre Erledigung gefunden. Günstigere Bestimmungen bleiben dagegen in Kraft. De rÄnspruchaufdie Feiertags bezah- lung ift unabdingbar; er kann also durch Vereinbarung nicht ausgeschlossen werden.
Entgegen einer immer noch verbreiteten irrigen Meinung werden von dieser gesetzlichen Neuregelung nachfolgende konfessionelle Feiertage nicht ersaßt: Karfreitag, Himmelfahrt, Fronleichnam, Allerheiligen und Bußtag. Voraussetzung für den Lohnanspruch nach Maßgabe der Göring-An- ordnung ist, daß die Arbeitszeit infolge des betreffenden Feiertages ausgefallen ist. Der Feiertag soll nicht zu einer besonderen Bereicherung der Beschäftigten führen. Wenn und soweit an dem jeweiligen Feiertag auch sonst die Arbeit aeruht haben würde, ist kein Lohn zu zahlen. Fällt beispielsweise der Feiertag auf einen Samstag, so ist nur die am Samstag im Betrieb übliche Arbeitszeit abzugelten.
Die Göring-Anordnung betrifft nur Gefolgschaft- mitglieber, die, wie die Tages- und Stundenlöhner, andernfalls den Tag nicht bezahlt erhalten würden. Angestellte, wie überhaupt die in Wochen-, Monats- und Iahreslohn beschäftigten Gefolgschaftsmitglieder erleiden keine Lohneinbuße; sie fallen daher auch nicht unter die vorstehende Anordnung. Soweit für die Wochenfeiertage der Lohn weiterzuzahlen ist, erhält der Gefolgsmann den regelmäßigen Arbeitsverdienst. Zweck der Göring-Anordnung ist, das Gefolgschaftsmitglied so zu stellen, wie es stehen würde, wenn der Wochenfeier- tag ein normaler Arbeitstag wäre. Daher kann beispielsweise ein Ueberstundenzufchlag nur verlangt werden, wenn von dem Gefolgsmann mit einer gewissen Regelmäßigkeit Ueberstürmen geleistet sind und nicht etwa nur gelegentlich. '
Die Rechtsregeln der Göring-Anordnung sind für die Praxis klar, wenn der Wochenfeiertag in eine fortlaufend abgeleistete Reihe von Arbeitstagen
fällt Zweifel ergeben sich aber, wenn sich der Feiertag in die Dauer des Urlaubs einschiebt. Es fragt sich bann nämlich, ob der Ausfall ber Arbeitszeit eine Folge des Feiertags ober des Urlaubs ist. Diese Zweifel sinb inzwischen durch mehrere Urteile des Reichsarbeitsgericht geklärt worben.
Wenn bas Gefolgschaftsmitglied seinen üblichen Urlaub, der sich hinsichtlich ber Dauer nach Arbeitstagen bemißt, angetreten hat, bann ist ihm ber Lohn für den Wochenfeiertag befonbers zu bezahlen. Denn ber Umstand, daß einer ber genannten Wochenseiertage in den Urlaub lällt, ändert nichts an den aus bejn Arbeitsverhältnis fließenden Rechten unb Pflichten. Läßt sich bas Gefolgschaftsmitglied von feinem Betriebsführer einen außertariflichen Urlaub für eine besondere Gelegenheit geben, ohne daß ihm die Urlaubstage bezahlt werden, so ist auch in diesem Fall ber Feiertag zu bezahlen. Das gilt insbesondere für den Fall, daß bas Gefolgschaftsmitglied den unbezahlten Urlaub deswegen genommen hat, um mit Rücksicht auf den zu bezahlenden Wochenfeiertag eine weite Heimreise antreten zu können. Nur bann, wenn bas Gefolgschaftsmitglieb ben Wochenfeiertag zum Anlaß nimmt, um gegen ben Willen des Unternehmers eigenmächtig längere Zeit von ber Arbeitsstelle fernzubleiben, gilt anderes. Das Reichsarbeitsgericht hat ben Anspruch auf die Feiertagsentlohnung solchen Gefolgschaftsmitgliedern versagt, die zur Arbeit an einem solchen Wochenfeiertag zulässigerweise eingeteilt wurden, dann aber nicht zur Arbeit erschienen. Der Verlust des Lohnanspruchs beruht auf der Tatsache bes Vertragsbrüchigen Verhaltens des Gefolgschaftsmitgliedes. Darüber hinaus hat der Reichsarbeitsminister burch Anordnung vom 16. März 1940 bestimmt, daß Gefolgschaftsmitglieder den Fortzahlungsanspruch verlieren, wenn sie am Arbeitstag vor ober nach bem Wochenfeiertag der Arbeit ohne genügenbe Entschulbigung fern» bleiben. Das gleiche gilt,. wenn bas Gefolgschasts- mitglieb bei Urlaubs» oder Familienheimfahrt über solche Feiertage aus eigenem Verschulden bie Arbeit nach ben Feiertagen nicht ordnungsgemäß wieder aufnimmt.
Mit den an Wochenfeiertagen beschäftigten Gefolgschaftsmitgliedern befaßt sich die Göring-Anordnung nicht. Diese können also nicht neben dem Arbeitslohn noch ben Feiertagsausgleich auf Grund ber Anorbnung beanspruchen. Für sie gelten vielmehr bie allgemeinen gesetzlichen, tariflichen bzw. betrieblichen Bestimmungen. Diese sind für den Lohn unb einen etwaigen Feiertagszuschlag allein maßgebend.
'chließe. Das Evsenbahnnetz der Sowjetunion sei Mg unzureichend und die Wolga habe jede Be» leutung als Transportstraße verloren. Die Sow-
rmee. . FranzÄ cej lV pro er macyre pcy neuner um uie x/uuivutvlSiM.v.. uroen » Hohenlohes durch bas dreibändige Sammettverk jnß R [r*-- - - -------- । *-----r-<“
bahn, ein Schaukelpferd, ein Trillerpfeifchen, eine Scyildwache, ein Steckenpferd und eine Kanone.
Wer die Wahl hati hat bie Qual! Eine große Auswahl macht natürlich das Wählen schwer, zudem alle Abzeichen reizvoll und begehrenswert sind. Kurzum, um allen Qualen aus bem Wege zu gehen, wird sicherlich mancher bemüht sein, Den ganzen „Satz" für ben Weihnachtsbaum zu erwerben.
Die Hitler-Jugend sammelt am 19. unb 20. Dezember — also kurz vor bem Fest — unb wirb dafür sorgen, daß genügend Spielwaren unter die Leute kommen!
(Bebt alte Kupfer- unb TUckelmünzeu bem DHIv.
Diele haben es seinerzeit übersehen, die außer Kurs gesetzten Kupfer- und Nickelmünzen vor Ablauf der Einlösungsfrist auszugeben ober gegen kurs- fähiges Geld umzutauschen. In allen möglichen Behältern, Schubladen und sogar in Geldbörsen sinb immer noch berartige Münzen zu finden. Der einzelne kann damit nichts anfangen; in der Masse gewinnen diese Münzen aber an Bedeutung und können nützlicheren Zwecken zugeführt werden.
Das Kriegswinterhilfswerk 1942/43 gibt Gelegenheit, uns dieser außer Kurs gefetzten Münzen auf bequeme Art zu entledigen, indem wir sie bei der Reichsstraßensammlung am kommenden Samstag und Sonntag neben unserer üblichen Spende in die Sammelbüchsen stecken. Wir geben damit diesen für uns wertlosen Münzen eine neue Bestimmung unb stellen sie in den Dienst jener Kraft, die uns den Endsieg sichert.
Neue Schlachtkarten fürSelbstversorger
Am 4. Januar beginnt für alle landwirtschaftlichen Selbstversorger einheitlich die neue Anrechnungszeit des Hausschlachtungsjahres 1942/43. Die neue An-
Sie fühlt eine so unbändige, eine so umwerfende keude, daß sie für einen Augenblick ganz fest Den enftergriff umfaßt.
Bergenroth springt draußen von seiner Maschine, r erwidert den erfreuten Gruß des Stallmannes, Dar. ter neben dem fremden Kutscher steht. — Bergen- DM MH klopft dem Mann auf die ^chuUer: Na geht I VE ßes gL hj„ bei euch?" unb fragt gleich wetter. “M .Mer ist gekommen ... hat meine Frau Besuch? Ä Ml« Der Stallmann, der vorhin den Namen des Be " Kchers hörte, erwidert, Herr Rautenberg sei eben toi Stemmen. .. , _
J . Helene, noch am Fenster stehend kann dlefes ® ■ brach da draußen nicht verstehen. Sie st-ht nur, wie bergenroth sich zum chause wendet, und steh, daß l^in Gesicht düster und drohend ausswht Nie hat selene ihren Mann in einer solchen Erregung ge scheu. Er geht sehr rasch IN das Haus hinein, kra 6enb fällt die Tür zu.
Helene steht mitten im Zimmer. Sie versteht d
•des nicht. Was ist denn geschehen?
Sie öffnet die Tur und tritt auf bte ©i tzeint, als sei Bergenroth im Begriff, nach oben ;
Atzt wendet er sich Mene 3U Erregung Heint vorbei zu sem. Sem ®eJ'$Lab” J eincm rnversöhnlich. Helene sucht vergeblich nach Schimmer von Freude. .
6 Die kurze Begrüßung ist. ^Mttzhaft, ft Hergenroth sagt: „Ich höre, du W \ ^ein Blick streicht durch biß ofsenstehenbe T tos Wohnzimmer. ~ nicht.
^r'7amK°ch in^as Zimmer^ichard." ’“ahM*** Ä’ Dingen.
SeÄÄ W«""« «ÄS? UeTer ihrem W-s- Neves su liegen.
^kommen. Du sahst draußen wohl fernen
Stockholm, 18. Dez. (DNB. Funkspruch.) Die ,New York Times" stellt fest, baß bie Sowjetunion Den größten Teil ihrer Industriegebiete verloren hat, die Verluste an Menschen seien gleichfalls sehr grofc. Riesige Ackerbaugebiete hätten aufgegeben . J werden müssen unb die Ernährungslage sei kata- -uchi'trophal. Die Zufuhren aus den USA. und Kanada eien illusorisch, da Murmansk durch die dauernden Luftangriffe schwer beschädigt sei und die Vereisung . Des Hafens von Archangelsk seine Benutzung aus-
faber als einer der ersten Cecil-Rhodcs-Stipendiaten ^Ivahm er auch die Gelegenheit wahr, in Oxford, dem frSileiftigcn Zentrum der englischen Weltherrschaft, sich l^Wpen Blick für die Weltpolitik zu schärfen. Er sprang ce wc 1^ |n di? politische Publizistik und errang die Auf-


