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Zrettag, 18. Dezember

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Der neue Ll-Boot-Grfolg

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Auftrage des Führers sprach Reichsmar­schall Göring im Sportpalast vor dem jungen Offizlernachwuchs des Heeres, der Kriegsmarine und der Luftwaffe. Der Reichsmarschall gab den jungen Offizieren und Offizieranwärtern die Lo­sung für ihren künfttgen Einsatz. Er umriß in packenden Ausführungen die Grundpfiichten des deutschen Offiziers und zeigte an leuchtenden Bd- fpielea, wie sich auch in diesem Kriege wieder der Heldenmut des deutschen Soldaten ruhmvoll be­währt hat.

zahlrdches sonstiges Krlegsgeräk wurden vernichtet bzw. erbeutet.

Im Rordabschnltt scheiterten örtliche An- griffe des Gegners.

Die Sowjets verloren gestern 6 0 Flug­zeuge. Ungarische Jagdflieger schossen allein vier Flugzeuge ab. Sieben deutsche Flugzeuge gingen verloren.

In der Lyrenaika fetzte sich die deutsch-ikalie»- Nische Panzerarmee planmäßig nach Westen ab. Alle Versuche des Fdndes, in diese Bewegung hin- dnzustoßen, worden in heftigen Kämpfen abgewehrt. Lin neuer schwerer Nachtangriff deutscher Kampf­flieger richtete fich gegen die Hafenanlagen vov Bengasi.

In Algerien und im tunesischen Grenzgebiet setz­ten Verbände der Luftwaffe die Bekämpfung der feindlichen Luft- und Flottenstützpunkte fort.

Einzelne britische Flugzeuge unternahmen In den gestrigen Abendstunden wirkungslose Störangriffe auf nordwestdeutfches Gebiet. Ein viermotoriger Bomber wurde über Holland abgeschossen.

Im Süden Englands führten deutsche Kampf­flugzeuge am Tage Angriffe auf mehrere Orte mit Spreng- und Brandbomben durch; ein Flugzeug wird vermißt.

wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, ver­senkten deutsche Unterseeboote im Nord-, Süd- und witlelatlantik sowie im Seegebiet um Kapstadt 18 Handelsschiffe mit insgesamt 98000 BRT. sowie einen Geleilzerslorer. Drei weitere Schiffe wurden torpediert. Unter den versenkten Schiffen befanden sich mehrere große Tanker.

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Oer Reichsmarschall sprach zum Offiziernachwuchs

Berlin, 18. Dez. (DNB. Fuukspruch.)

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schiffe, die Palmöl und Nüsse geladen hatten, sowie Schiffe mit einer Erzladung, (Summr und Holz.

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Auf dem Wege von Neuyork nach Alexandrien wur­den dieStar of Suez" mit einer bis über die Ladeluken reichenden Fracht non Kraftwagen und Flugzeugteilen, die »East Wales", ebenfalls mit Kriegsmaterial, und dieEich of Bombay", die Wafs en und Flugzeuge für die Afrika front nach Kapstadt bringen sollte, versenkt.

Der Dezember ist an sich kein guter U-Boot- Monat. Auf der nördlichen halbkugel herrschen schwerste Stürme, Nebel und Kältegrade, die auch unter weiter südlichen Breitengraden dos U-Boot mit Eiszapfen garnieren. Wir erinnern nur an die Schwierigkeiten der Luftüberquerung des Atlantik wegen Vereisungsgefahr für die Flugzeuge. Die Nächte sind lang, die Sicht am Tage ist kurz. Trotz­dem ergeben die beiden Sondermeldungen über die U-Boot-Erfolge am 9. und 17. Dezember bisher für Dezember 206 000 BNT. Im ganzen Dezember 1941 wurden dagegen nur 115 000 BNT. versenkt. In der ersten Hälfte des laufenden Dezembers ist also der Erfolg fast doppelt so groß wie im ganzen Dezember des Vorjahres. Dazu trägt wesentlich die Ausweitung des Kampfgebietes der U-Boote bei, die schon im Mittelatlantik das ausgesprochene Winterwetter hinter fich lassen und im Südatlantik in den Sommer kommen, der jetzt auf der südlichen halbkugel herrscht.

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Oie Kesselschlacht südöstlich Toropez

Trotz verzweifelten Widerstandes starke Teile eines sowjetischen Elitekorps vernichtet.

{92. Jahrgang Nr. 298

Ericbemt täglich, anher Sonntags und feiertags

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lanschrtft: .Anzeiger" , beckllSggfyrankl^M 1

Altes und neues Estland

Von Dr. Paul Rohrbach.

Annahme von diuetom für die Mittagsnummer biS 8'/, Ubr desBormittagS Anzeinen-Preile

für die Mliimeter-Zeile von 22 Millimeier Breite: 7Stof, für i>amilienan- zeigen und vrivaie Gelegenbeitsanzeigen

14 Stof. f. Werbeanzeigen und geschäftliche GelegenbettSanzeigen MaSvor'chritt (vorberige Bereinbarung) 28'/, mebe

dem Feind dieser letzte vergebliche Ausbruchsversuch. Um unnötige Ausfälle zu vermeiden, wurde die Säuberung des Kessels erst nach gründlicher Vor­bereitung durch schwere Waffen und vernichtende Luftangriffe, die von klarem wolkenlosen Wetter begünstigt waren, vorgenommen. Rund 20 000 Tote oder Gefangene, 989 Panzer und Geschütze, Tau­sende von Infanteriewaffen aller Art und über 100 LKW. betrugen die Verluste des Feindes in dieser Kesselschlacht.

Als zweiter Schwerpunkt des feindlichen Angriffs prägt sich immer mehr der Raum südlich Rschew aus. Auch am 16.12. versuchten die Bol­schewisten hier, wie schon an den Tagen vorher, mit starken Infanterie- und Panzerkräften Durchbrüche zu erzwingen. Wieder wurden sie trotz starker Ar­tillerieunterstützung abgewiesen. Zum harten Kampf kam es um ein Dorf, in das feindliche Panzer ein­gedrungen waren. Unsere Truppen traten sofort zum Gegenstoß an, vernichteten zehn der Panzer und trieben den Rest wieder aus dem Dorf heraus. Bei den Abwehrkämpfen des 16.12. verlor der Feind allein im Abschnitt des hier eingesetzten deut­schen Panzerkorps 30 Panzerkampfwagen. Kampf- und Sturzkampsflugzeuge bombardierten feindliche Bereitstellungen, Panzer und Batterien. Zahlreiche Geschütze, Panzerkampfwagen und Bunker wurden vernichtet.

Oer Wehrmachtberichi.

DNB. Aus dem Führerhauptquartler, 17. Dez. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Truppen des Heeres und der IDaffen-ff schlugen im Terekgeblet einen Angriff der Sowjets unter schweren Verlusten für den Fdnd ab.

Deutsche und rumänische Truppen, unterstützt von Kampffliegerverbänden, warfen zwischen Wolga und Don den Fdnd im Angriff weiter zurück und wiesen im großen Donbogen wiederholte An­griffe stärkerer Kräfte, zum Tdl im Gegenangriff, ab. 30 Sowjetpanzer wurden vernichtet.

Unter Einsatz starker Infanterie- vnd Panzerkräfle setzten die Sowjds ihre Angriffe im Abschnitt der italienischen Truppen am D o u fort. 3m Zusam­menwirken mit deutschen verbänden des Heeres und der Luftwaffe wurden dem Fdnd hohe Verluste an Menschen und Material zugefügt. Die Kämpfe dau­ern an.

Südlich Rschew brachen erneute feindliche An­griffe unter Verlust von 30 Panzern zusammen. Die Vernichtung der südöstlich Toropez dngdchlosse- neu fdndlichen Kräfte wurde beendet. Außer schwer­sten blutigen Verlusten hat sich die Zahl der Ge­fangenen auf 4200 erhöht. 542 Panzerkampfwagen, 447 Geschütze, eine große Anzahl schwerer und leich- ter Infanteriewaffen, übet 1000 Lastkraftwagen und

gotischen Rathaus m der Silberkammer wird eine große Kostbarkeit aufbewahrt, das Silbergeschirr des Rats und der deutschen Zünfte, von deutschen Meistern aus der Blütezeit der Edel-schmiedearbeit im Reich gefertigt. Die Bolschewisten hatten nicht Zeit, es zu verschleppen.

Auf dem Dörnberg haben die Russen als Wahr­zeichen ihres auf diesem Boden stets landfremd ge­bliebenen Wesens eine fünfkuppelige Kathedrale in moskowitisch-byzantinischem Stil erbaut: ein krasser Mißklang in dem betürmten, deutsch-mittelalterlichen Stadtbild von Reval! Gegenüber der Kathedrale, am Schloß ein gang, steht jetzt eine weithin sichtbare Tafel: Deutsches Offiziersheim. Als ich die lange Flucht der Paradezimmer durchschritt, in der^ zu russischer Zeit die offiziellen Gouverneursempfange tattfanben am Ende winkte der gedeckte Tisch eines deutschen Admirals mit einem freundlichen Kriegsabendbrot, da ließ ich in Gedanken all die

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Reval, im November 1942.

Man kann das heutige Bild der balttschen Län­der nicht verständlich machen ohne einen Blick in ihre Geschichte, hier stieß am Anfang des 13. Jahr­hundert die deutsche Kolonisation, die über öee kam, mit den aus ihrem kontinentalen Raum gegen die Ostsee vordringenden Russen zusam­men. Die Deutschen behielten das Feld, die Russen wurden hinter die Peipuslinie zurückgedrängt, und damit war über die Erhaltung der Esten wie der Seiten bei ihrem Volkstum bis heute entschieden, hätten die Russen gesiegt, so gäbe es heute kein Letten- und kein Estenvolk mehr, die russische Welle hätte sie beide längst verschlungen.

Auf demLangen Hermann , dem höchsten Turm des jetzt stark modernisierten mittelalterlichen Vrdensschlosses von Reval weht die deutsche Flagge. Estland war eine Zeitlang dänisch, dann deutsches Ordensland, dann schwedisch. 1710 ergaben sich die Stände das Landesregi­ment war immer deutsch geblieben im Nordischen Kriege Peter dem Großen. Der Zar versprach, das Land bei seinem deutschen Wesen zu erhalten, und als der estländische Ritterschaftshauptmann sagte: Wenn zarische Majestät nicht beim Pakt bleiben vollen, dann besser nicht unterschreiben!, da fuhr Peter auf: Bei Gott, ich werde ihn halten! Erst 1881, unter Alexander III., begann gewaltsam die Russifizierung.

1918 war das ganze Baltenland von deutschen Truppen besetzt und Reval unter deutscher Verwal­tung. Man hoffte auf Angliederung ans Reich und bat mich nach Reval, um über deutsche und baltische Angelegenheiten zu sprechen: eine Nadel mit dem alten deutschen Wappen Estlands, den drei Leoparden im goldenen Felo, ist mir noch ein An­denken art jene hoffnungsvolle Zeit des Balten- tums, die mit der Enttäuschung des Abzugs der deutschen Truppen nach dem Zusammenbruch endete. Am 24. November 1918 wurde die estnische R e -

Berlin, 17. Dez. (DNB.) Südöstlich Toropez ist die mehrtägige Kesselschlacht gegen die bolsche­wistische Stoßgruppe, die aus starken Teklen des 1. motorisierten mechanischen Korps bestand, am 16. Dezember abgeschlossen worden. Diese Vernich­tungskämpfe, die durch unübersichtliches Waldge­lände und Schneestürme erschwert wurden, ftellten besonders hohe Anforderungen an Führung und Truppe.

Als am 25. November die Bolschewisten ihre An­griffe auf breiter Front im Raum KalininToro­pez begannen, war zunächst noch kein Schwerpunkt zu erkennen. In dem mit Verteidigungsstellungen und Hindernissen tief ausgebauten Hauptkampffeld blieben die Vorstöße stecken. Tag und Nacht er­neuerten die Bolschewisten ihre starken Infanterie- und Panzerangriffe. Es konnte nicht ausbleiben, daß dem Feind durch Massierung seiner Kräfte vereinzelte Durchbrüche gelangen. In diese Breschen versuchten die Sowjets ungeachtet der schweren Verluste, die durch das Kreuzfeuer der zäh halten­den Flanken entstehen mußten, weitere Stoßtruppen zu werfen. Reserven brachten aber die vordringen­den Bolschewisten zum Stehen und warfen sie im Gegenstoß zurück.

Aus diesen oielfältigen Abwehr- und Angnfss- kämpfen schälte sich in den ersten Dezembertagen immer klarer die taschenartige Umfassung des Sowjet-Korps südöstlich Toropez heraus. In zwei Keilen stießen unsere Panzerver- bände durch das verschneite Waldgelände vor. Dem mit aller Energie geführten Angriff niedersächsischer und thüringischer Panzer-Divisionen gelang es am 9 und 10. Dezember, denAbschrtürungsrrng 5u schließen. Sofort setzten die Bolschewisten von außen herwieausdem Kesselher- aus zu Entsetzungsangriffen und Ausbruchsver­suchen an. Die Kämpfe um den Sperriegel (teiger- ten sich zu selten erlebter Heftigkeit, aber aber fein noch so schwerer Panzerstoß, kein noch so massierter Infanterieangriff und fein wütendes Trommelfeuer konnten ihn aufbrechen. Dann stteßen auf der In­nenseite des Kessels Infanterie- und Panzerdivisionen nur In erbitterten Kämpfen brachen sie den feind- liehen Widerstand in Wäldern und Dörfern, ver- engten den Kessel und spalteten ihn schließlich in mehrere Teilstücke auf. Gleichzeitig zerhämmer. ten Luftwaffe und Artillerie die schweren Waffen des Feindes. , /

Um die drohende Vernichtung aufzuhalten, ver­suchten die Bolschewisten, ihre eingefesselten Verbände a u f d e rn L u f t w e g e mit dem Nöttgsten zu ver­sorgen Diele dieser Transportflugzeuge wurden her- unterqeholt, die übrigen zurückgetrieben. Kaum eines konnte seine Lasten auftragsgemäß abwerfen. Aber immer noch wehrten sich die Eingeschlossenen bis 2Um Aeußersten. Nock in der Nacht zum 16. Dezem­ber versuchten Teilfräste, mit dem Rest ihrer Pan- zerfampfwaqen sich durchzuschlagen. Die Gruppe wurde gestellt und völlig vernichtet. Sechs Panzer, 35 Lastfraftwagen unb 400 Tote kostete

Die deutsche Wehrmacht ist von einem Angriffe geist beseelt, der sich weder durch widrige Witte- rungsverhältnisse noch durch sonstige Umstände ab­halten läßt. Dor allem scheu wir das an unseren 1-Booten, die jetzt wieder, wie eine Sondermeldung am Donnerstag melden konnte, im Nord-, Süd- und Mittelatlanttf sowie im Seegebiet um Kapstadt 18 Handelsschiffe mit insgesamt 98 000 BRT. versenken und drei Schiffe durch Torpedo treff er chwer beschädigen konnten. Auch ein Geleitzerstörer wurde vernichtet. Auch dieser Erfolg unserer U-Boote, der dadurch Noch an Bedeutung gewinnt, daß sich unter den versenkten Schiffen Mehrere große Tanker befunden haben, zeigt wieder, daß das Geleitzugsystem trotz der heftigen Abwehr dem kühnen Draüfgehen unserer U-Boote dankbare Ziel- bietet.

Unter den jetzt als versenkt gemeldeten Schiffen befinden sich allein vier Tanker mit insgesamt 27 500 BRT., darunter wurden zwei Tanker im Nordatlantik aus einem Geleitzug herausgeschossen.

Die beiden anderen Tanker gehörten zu ei K Zerstörern gesicherten Geleitzug, der Wege zum Deine

Fahnen vorüberziehen, die schon über dem Schloß von Reval geweht haben: die dänische, die Deutsch- ordens-Fahne, die schwedische, die russische, die deut­sche, die estnische, die rote mit Hammer und Sichel und endlich jetzt wieder als Zeichen der Rettung aus Bolschewistennot die Fahne des Deutschen Reichs!

General-Anzeiger für Oberhessen

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Der verspätete Weltpräsideni

Wenn zukünftige Historiker von einer höhere» Warte aus und mit der unumgänglich notwendigen zeitlichen Distanz die verwirrende Fülle des heuti» gen Geschehens beurteilen werden, so wird es für sie eine lohnende Aufgabe sein, sestzustellen, mit welcher verhängnisvollen. Leichtfertigkeit, Stupidi­tät und Kurzsichtigkeit die britischen Staatsmänner vom Schlage eines Chamberlain, Churchill, Eden oder Halifax die Rolle beurteilt haben, für die sich die Vereinigten Staaten in diesem großen Spiel prädestiniert und einzig fähig hielten. Und die einstigen Nachfolger dieser wahrhaft mit Blind- heit geschlagenen Vergeuder des Empires werden zu der Ueberzeugung gelangen, daß sich ihre Vor­gänger durch eine ebenso maßlose wie dumme und engstirnige Ueberschätzung der sogenannten Gleich­gewichtstheorie herbeigelassen haben, einen Krieg zu einem Zeitpunkt anzuzetteln, der einzig und allein für einen Staatsmann vom alten Empire­format das zwingende Gebot gekannt hatte, sich mit Europa also mit Deutschland! zu verbün­den, um jener weitaus größeren Gefahr entgegen« zu treten, die durch die Umschaltung des Roosevelt- Kurses auf die Weltpolitik für das britische Empire heraufbeschworen wurde.

Die britischen Staatsmänner, die 1939 am Ruder waren und teilweise auch heute noch mit einer bewunderungswürdigen Konsequenz das Empire dem Abgrund entgegenführen, hätten schon lange vor dem verhängnisvollen und den weiteren Ver­lauf des Krieges entscheidenden Ultimatum Roose­velts an Chamberlain im März 1939 erkennen müs­sen, daß in den Vereinigten Staaten eine Gefahr heranwuchs, die in erster Linie dem Empire drohte. Es ist kürzlich festgestellt worden, daß die USA. seit 1783, also seit Beendigung des Unab­hängigkeitskrieges, nicht weniger als 164 kleinere ober größere militärische Aktionen vornahmen, die alle bereits im Zeichen eines seiner selbst immer stärker bewußt werdenden Hegemoniestrebens der Vereinigten Staaten standen. Es sei dabei an ein sehr wichtiges Datum erinnert: Im Jahre 1850 überstieg der Wert der Jndustrieerzeugnisse der USA. zum erstenmal den Wert der landwirtschast- lichen Produkte. Die USA. waren also ein In- d u ft r i e ft a a t geworden. Geht man die Liste der imperialistischen Ue'bergriffe der USA. durch, so wird man feftftellen können, daß von diesem Zeit­punkt ab der Imperialismus im Zeichen des in­dustriellen Kapitalismus immer gewalttätiger feine Raubzüge vornahm.

Das Wilsonsche Zwischenspiel und die Isolierung der USA. in den ersten Jahren nach dem Weltkriege bedeutete für die USA. nicht eine Besinnung auf jene in der Praxis längst beiseite gelegten Ideolo­gien von denMenschenrechten" und derFreiheit des einzelnen gegenüber dem Staat", sondern ledig­lich eine Atempause, um,bei der ersten sich bieten« den Gelegenheit tatsächlich jene Pläne zu verwirk­lichen, die von der Großfinanz und den Trustkapi­talisten schon längst angestrebt und durch das in der Nachkriegszeit immer mehr zur Herrschaft gelan­gende Judentum nunmehr auch agitatorisch mit dem künstlich geschürten Haß gegen die autoritären Staaten spruchreif geworden waren. Im ersten Weltkrieg brächte allein das Jahr 1917 den USA. 18 000 neue Millionäre, während sich bei fast 70 Gesellschaften die Gewinne um 300 v. H. erhöhten. Der jetzige Krieg, in den Roosevelt nachgewiesener­maßen England und Frankreich hineingehetzt, ja durch das schon erwähnte Ultimatum hineingezwungen hat, sollte auch auf territorialem Gebiet jene Früchte reifen lassen, nach denen der ungeheure Goldreichtum und die Kapazität der nordamerika­nischen Industrie geradezu schrien.

Die Konstellatton war für Roosevelt zudem so, daß er sich selbst nur aus seiner kastrophalen Nie­derlage infolge des Scheiterns seines New 2)eaf dadurch retten konnte, daß er das Steuer entschlos­sen auf die Außenpolitik herumwarf. Roosevelt mischte sich in die Welthändel, um dem Chaos im eigenen Lande zu entgehen. Getrieben wurde er dabei von der Großfinanz und dem Judentum, das im Laufe weniger Jahre verstanden hatte, alle Schlüsselpositionen der USA.-Industrie und der Regierung zu besetzen. Was dann folgte, ist nur

publik verkündet und ihre blau-schwarz-weiße Uagge an Stelle der deutschen Farben auf dem Langen Hermann aufgezogen. Dreiundzwanzig Jahre hat sie dort geweht. Auf dem Dörnberg hat sie jetzt wieder der deutschen den Platz räumen müssen, aber verbannt aus dem Lande ist sie Varum nicht, sie darf öffentlich gezeigt werden, und sie hängt auch vor dem Hause in der Revaler Altstadt, wo die Freiwilligen für die national- Estnische Legion zum Kampf gegen den Bolschewis­mus unter deutscher Führung sich melben.

Die bisherige Republik Eesti begann ihr Dasein mit der so gut wie entschädigungslosen Enteig­nung des ganzen deutschen Groß­grundbesitzes auf dem Lande und setzte sich dadurch in den Besitz außerordentlicher Vermögens- werte. So gewann der neue Staat eine kostenfreie und materielle Grundlage. Man muß aber zugeben, daß das estnische Volk in dem knappen Vierteljahr- hundert feiner eigenstaatlichen Existenz viel ge­leistet hat. Es hat sich eine beachtliche national- estnifche B i l d u n g s f ch i ch t entwickelt, nur ist das Deutsche die Vermittlungssprache mit der euro- xäischen Bildung geblieben; Russisch wird von der jüngeren Generation nicht mehr verstanden. Der Zudrang zu den Berufen mit höherer Bildung er­reichte zuletzt schon ein ungesundes Maß; bei einer Gesamtbevölkerung des Landes von etwa einer Million zählte die estnische Universttät Dorpat 14000 Studenten! Es war undenkbar, soviel Aka­demiker in entsprechenden Berufen unterzubringen.

Esttand steht neben Schweden auf her unter- sten Stufe der Geburtenzahl m ganz Europa. Unter den Bauern ist das Zwelkmder- foftem häufig, der Sohn will studieren, die Toch­ter will in einen städtischen Beruf, und der Hof bleibt ohne bäuerlichen Erben. Die jungen Mädchen in der Stadt sind schick und modern aus­gemacht, sehen gut aus und wer die Dmge nicht kennt, der würde kaum glauben, daß die Mutter olle noch Bauernarbeit im .Kuhstall getan haben. Erst die junge Generation ist städtisch.^worden.

Ich hatte Gelegenheit, einen Abend mit der Gattin eines von den Bolschewisten verschleppten -stmsch-n Rechtsanwalts und ihren Angehörigen zu verbnn- den. Die älteste Tochter war em Jahr in stans gewesen, um Franwsiich zu lernen hie jüngere ein sympathischer Backfisch, spielte meisterhaft Klav.er. her Sohn war ein ge|etjler Vnmoner alle pra- chen ein fehlerloses Deutsch. Als die Rede. Bolschewistenzeit tarn, der die Einnahme von Reval durch die deutschen Truppen ein Ende gemacht hatte, sagte die Dame des Hauses:Se ich das erlebt habe, weiß ich, was Inferno bedeute.

Vor fünfzig Jahren, als ich meine baMsche che Mat verließ aab es im ganzen estnischen isoir schwerlich auch nur ein Dutzend Menschen die etwas ton Dante wußten, geschweige denn imstande_nw einen von ihm gebrauchten Ausdruck

' 2n dieser Beziehung reiten die junger "X ae- ! Völker schnell, das habe ich auch 'N Bulgarien g i sehen. Aber dort unten ,m Sudosten sind sie u ' queUenb an Kinderreichtum, und darum °us d e 1 Dauer lebenskräftiger als hier .m baltischen Raum. I Die Eiten lieben es Nicht, wenn man Reva .9-

Sie nennen i re Hauptstadt Tallinn und b habet kaum daran, daß es Ursprung»»

' Linn-a hieß, d. h. D ä n e n t a d » Koma WE l mar II. von Dänemark wallte das Estech D Obern, landete 1219 vor der Estenburg l.lnoa N , wurde aber von den Esten bedräng Da ' nach der Legende eine rote Fahne m $önia ' W Kreuz VOM Himmel und brachte d-m Komg | den Sieg. Es war der Daneibrog, bis heute b i Nische Reichsfahne. Waldemar gsuu^ Siedlung, Domberg eine Burg und unten d'e l l wurde.

, die von den Esten die Danenstadt g mfunh 1 Später kaufte der Deutsche Orden f« 10 M^funo Silber den dänischen Teil lands Städten

und Schloß in Besitz. Bon allen * hat Reval, das auch zur Hansa g?l)or , > . $

'ch-, mittelalterliches Gesicht am besten bewahrt, ^m

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Versorgungsgebiet in der Kari­bischen See befand. Auf den Kursen von und nach Trinidad verlor der Feirid wertvoll: Dersorgmrgs-