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Inkrafttreten des allgemeinen Lohnstopps, för die­selbe Tätigkeit bezahlte Vergütung auch heute an­gemessen ist. Bei Neuabschlüssen solcher Heizerver­träge dürfen keine höheren Vergütungen bezahlt werden, als sie vor dem Inkrafttreten des Lohn­stopps als angemessen oder ortsüblich vereinbart worden wären.

Die Bestimmungen des Lohnstopps stehen unter Strafschutz. Bei a,en mir bekannt werdenden Ver­stößen gegen den Lohnstopp mache ich von meiner Strafschutz. Bei allen mir bekannt werdenden 23er- richtige Höhe oder ist die Erhöhung von Vergütun­gen beabsichtigt, so ist es Pflicht der Hauseigen­tümer, Hausverwalter oder Mieter, sich an den Leiter des zuständigen Arbeitsamtes als Beauftrag­ten des Reichstreuhänders der Arbeit zu wenden.

2500 Zentner Brotgetreide durch Kinderhand vernichtet!

NSG. Es ist immer das alte Lied: Brände durch Kinderhand, deren Ursache in der Fahrlässigkeit und Leichtsinnigkeit Erwachsener zu suchen ist. Wie oft hat die Reichsarbeitsgemeinschaft Schadenverhütung auf diefe Gefahrenquelle hingewiesen, wie oft ist den Eltern und sonstigen Erziehungsberechtigten ge­sagt worden:

Gebt euren Kindern keine' Streichhölzer zum Spielen, bewahrt sie so auf, daß sie durch Kinder­hand nicht zu erreichen sind!

Und doch kommt es immer wieder vor, daß ge­rade Kinder im Alter von vier bis acht Jahren in den Besitz von Streichhölzern und sonstigen feuer­gefährlichen Spielzeugen gelangen können.

Durch diese Fahrlässigkeit Erwachsener sind in einem Falle in der Gegend von Nauen 2500 Zent­ner Brotgetreide vernichtet und Inventarschäden in Höhe von insgesamt 50 000 RM. entstanden und noch mehr: für mehr als 1000 Menschen ist der Iahresbedarf an Brotgetreide verloren gegangen.

Das sind Schäden, die vermieden werden können. Darum ergeht an alle Eltern nochmals die drin­gende Mahnung: Belehrt eure Kinder über die Folgen der Feuersbrunst. Duldet niemals Spiel mit Streichhölzern oder offenem Licht. Mütter, verwahrt die Zündhölzer; denn Schadenverhütung ist im Kriege nationale Pflicht!

Rriegerfameraöfcboft 1874 Gießen.

Am Sonntag hielt die Kriegerkameradschaft 1874 Gießen in Gegenwart des Kreiskriegerführers Dr. Monnard imBurghof" einen Monatsappell ab. Der Kameradschaftsführer K. D ö h n begrüßte die zahlreich erschienenen Kameraden und gedachte der seit dem letzten Monatsappell gefallenen Söhne der Kameraden. In diese Ehrung wurden eingeschlossen alle Soldaten, die in diesem Ringen für Deutsch­lands Größe ihr Leben gaben.

Sodann berichtete der Schießwart Kamerad Lutz über das Schießwesen. Das Schießen wurde mit dem 15. November für dieses Jahr beendet. Die beste Mannschaft beim diesjährigen Wettkampf- schießen im Kreisoerband war die 2. Gruppe der Kriegerkameradschaft 1874 Gießen mit 439 Ringen; ihr wurden der Wandervreis des Gaues sowie ein BuchDie Hessen im Weltkrieg" zuerkannt. An

9er Landdienst im Gebiet Hessen-Mau (13).

NSG. Im Landdienst der Hitler-Iuaend hatte man Gelegenheit, festzustellen, wie schnell die Jungen und Mädel mit den dörflichen Verhältnissen vertraut waren. Gerade das Gebiet Hessen-Nassau (13) der Hitler-Jugend hat in besonderem Maße diese Feststellungen treffen können.

In den 10 Jungen- und 12 Mädellagern des Ge­bietes, verteilt auf Dörfer der Wette rau, des Odenwaldes, Vogelsberges und Taunus, des Oberlahnkreises und Rheinhessens, gelangten im letzten Jahre 128 Jungen und 155 Mädel zum Ein­satz. Bei den Jungen verblieben allein 73 auf dem Lande, von denen der größte Teil bereits im Osten eingesetzt werden konnte. Eine beträchtliche Anzahl konnte, dank der festgestellten pädagogischen Eigen­schaften, dem Landdienstlehrhof des Gebietes in Aul­

hausen bei Abmannshaufen zugewiesen werden; hier erhalten sie die Ausbildung zum Landdienst­führer bzw. «sührerin. Aber auch bei den Mädeln verblieb ein großer Teil auf dem Lande, während über die Hälfte dieser Mädel ebensalls im Osten eingesetzt werden tonnte.

Die Jugend des Gebietes Hessen-Nassau (13) ist im vergangenen Jahre dem Rufe des Landdienstes der Hitler-Jugend mit anerkennenswerter Anteil­nahme gefolgt. Es ist selbstverständlich, daß die Ju­gend Hessen-Nassaus der Parole ,Hstemsatz und Landdienst" des Reichsjugendführers in breitestem Rahmen nachkommen wird. Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren können sich bei der zustän­digen Banndienststelle oder dem zuständigen Ar­beitsamt zum Landdienst der Hitler-Jugend melden.

zweiter Stelle folgte die 1. Gruppe der Krieger- kamera'dschaft 1874 Gießen mit 432 Ringen; sie erhielt den Wanderpreis des Kreisverbandes. Bester Einzelschütze war Kamerad K. M o o tz mit 116 Rin­gen; er erhielt hierfür eine besondere Ehrenurkunde. Am 11. Oktober 1942 fand ein Wettkampf im Klein- kaliberschießen zwischen fünf Gruppen der Krieger­kameradschaften des Kreisverbandes und fünf Grup­pen der Wehrmacht statt. 1. Sieger war auch hier die 1. Gruppe der Kriegerkameradfchaft 1874 Gie­ren mit 742 Ringen. Am 8. November wurde die- er Wettkampf mit Gewehr 98 wiederholt. Bei die- em Wettkampf wurde Kamerad Schilling 1. Sieger mit 109 Ringen, Kamerad Karl M o o tz 3. Sieger mit 105 Ringen.

Im Anschluß an diesen Bericht überreichte der Kreistriegerführer Dr. Monnard der Krieger- kameradschäft 1874 die errungenen Wanderpreise des Gaues und des Kreiskriegerve^bandes und händiate Kamerad Wessels die in diesem Jahre erschossene silberne Schießnadel und Kamerad T r ü m p e r t die bronzene Schießnadel aus.

Im Mittelpunkt des Appells stand ein Vortrag des Kameraden Bankdirektors a. D. Grießbauer über Erinnerungen an Palästina". Der Vortrag, der auf eigenen Reiseerlebnissen aus der Zeit kurz vor Aus­bruch des Krieges aufgebaut und mit zahlreichen Lichtbildern ausgeschmückt war, wurde mit lebhaftem Beifall aufgenommen.

Gießener Schlachtviehmarkl.

Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtvieh-Verteilungsmarkt) in der Viehversteige­rungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 44 Rpf., Bullen 35 bis 50, Kühe 10 bis 44, Färsen 25 bis 50, Kälber 28 bis 57, Schafe 24 bis 44 Rpf. je kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebend­gewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,26 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,26, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,26, c (90 bis 119,5 kg) 1,24, d (80 bis 89,5 kg) 1,16, e bis f (unter 80 kg) 1,12, gl (fette Specksauen) 1,26, i (Altschneider) 1,26, g2 (andere Sauen) 1,16, h (Eber) 1,16 RM. Marktverlauf: alles zugeteilt.

* Deutsches Frauenwerk Gießen- Mitte. Am Montag, 23.November, pünktlich um 20 Uhr, findet im UC. ein Gemeinschaftsabend in Gestalt eines Bastelabends statt. Schere, Nadel und Fingerhut sind mitzubringen.

** Die Hausfrau spart Strom. Töpfe ohne Deckel kosten mehr Strom. Auf jeden Topf gehört ein Deckel! Die Topfdurchmesser sollen zu den Durchmessern der Kochplatten passen. Keine kleinen Töpfe auf große Platten, keine großen Töpfe auf kleine Platten!

Arbeitstagung des Gängergaues Heffen-Haffau.

NSG. Auf Einladung des Sängergauführers Dr. Meißner (Wiesbaden) fanden sich am Sonntag die Mitglieder des Gauführerrates und die Kreis­führer des Sängergaues Hessen-Nassau zu einer Arbeitstagung in Frankfurt a. M. zusammen. Der vom Sängergauführer erstattete Bericht über den Verlauf des letzten Deutschen Sängertages in Wei­mar ließ erkennen, daß der rund 26 000 Gesangver­eine umfassende Deutsche Sängerbund an einem Wendepunkt seiner Geschichte steht, der einen deut­lichen Niederschlag in einem bereits vorliegenden Satzungsentwurf findet. Die im Vollzüge damit er­forderlich werdenden organisatorischen Aenderungen bringen u. a. auch die künftige Uebereinftimmung der Sängergau- und Sängerkreisgrenzen mit denen der NSDAP, im ganzen Reiche. Nach Vollzug dieser organisatorischen Maßnahmen wird der Sän­gergau Hessen-Nassau statt der bisher 43 nur noch 26 Sängerkreise aufweisen. Die in vielseitiger Hin­sicht auch den letzten Verein erfassenden Auswir­kungen erfordern entgegen dem früheren Vorhaben die Einberufung eines Gausängertages, wofür der 13. Dezember vorgesehen ist. Der Tagungsort wird noch bekanntgegeben.

Cantfreif Gieße«

* Lollar, 17. Nov. Um die neuaufgenommenen Männer der P f l i ch t f e u e r w e h r mit den Grundbegriffen und einheitlichen Regeln des Feuer­löschwesens vertraut zu machen, wurde im Gasthaus

Zur Traube" theoretischer Dienst angesetzt. Haupt« truppführer Schwabe, der den Unterricht leitete, verstand es ausgezeichnet, das an sich schwierige Thema fesselnd und interessant zu gestalten. Seine lehrreichen Ausführungen waren für jedermann ver­ständlich, so daß zu wünschen wäre, daß solche Vor­träge ständige Einrichtung würden.

* Staufenberg, 17. Nov. Frau Elisabeths Repp, geb. Jung, konnte gestern ihren 85. Ge­burtstag feiern. Die Jubilarin ist noch sehr rüstig und verbringt ihren Lebensabend bei ihrem Schwiegersohn. Nachträglich unseren herzlichen Glückwunsch.

Handball-Gauklaffe.

LSV. Gießen Tv. Griesheim 7:8.

Trotz aller Schwierigkeiten, die der LSD- Mannschaft in letzter Zeit ständige Begleiter waren, hatte man in diesem Spiel gegen- den To. Gries­heim mit einem Siege der Flieger gerechnet. Wie berechtigt diese Hoffnung war, beweist bas knappe Ergebnis. Die Soldaten erschienen mit einer völlig neuen Mannschaft. Die Aufstellung neuer Leute scheint sich zu bewähren. Vor allem war eine Neu- formierung der Angriffsreihe erforderlich. Am letz­ten Sonntag klappte das Zusammenspiel gar nicht, dazu kam, daß der Innensturm unzählige Bälle ver­warf, und diese aus günstigster Stellung heraus. Trotzdem gelang es und das ist vor allem dem Einzelkönnen der Stürmer zuzuschreiben das Spiel völlig offen zu halten. Daß sieden Tore bei schlechtem Zuspiel geworfen wurden, berechtigt zu der Annahme, daß die nächsten Spiele bessere Stürmerleistungen zeigen werden. Dem Spielverlauf nach hätte das Ergebnis unentschieden lauten dür­fen. Der Schiedsrichter konnte nicht restlos über­zeugen.

Gleich zu Beginn des Spieles getjt der LSV. mit 1:0 in Führung; wenig später gleicht Griesheim aus und erhöht im Laufe weniger Minuten nach einem zweiten Tor der Flieger auf 4:2. In dieser Zeit scheint es, als ob Griesheim stark überlegen sei. Doch dann kommen die Flieger wieder auf und stellen bald den Ausgleich her. Als sie dann die Führung übernehmen, hat man Hoffnung auf einen Sieg; doch der Sturm vermag dke guten Angriffe nicht zu verwerten. So gelingt es den Gästen, wieder auszugleichen. Bis wenige Minuten vor Spielfchluß wird stark um das Führungstor ge­kämpft, das für den Sieg entscheidend ist. Das Spiel steht 7:7. Wenige Minuten nur sind noch zu spielen. Mehr-als einmal haben die Stürmer der Soldaten Gelegenheit, aus günstigster Wurfstellung heraus das entscheidende Tor zu werfen. Im Eifer des Kampfgeschehens aber werden alle Bälle zu hoch geworfen. Fast in der letzten Minute wirft Griesheim das 8. Tor. Damit ist die Entscheidung gefallen. Griesheim hat einen mehr als glücklichen Sieg mit nach Haufe genommen. Mit diesem Spiel ist die Vorrunde beendet.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleikers: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder.- Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriüt: für Stadt Meßen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein.

Truck und Verlag: Brüblsche UniversttgtSdruckcrei R. Lange S. G. Verlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann,- Anzeig-nleiter: Hans Beck.

Anzeigenpreisliste Nr. 6.

Im Kampf für die Zukunft unseres ittrajal Volkes fiel am 27. Oktober 1942 vor Stalingrad uhser innigstgeliebter, tapferer, lebensfroher Sohn und Bruder Hans-Ludwig Jung Oberleutnant und Batterieführer in einem Artillerie-Regiment, ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz 1. und 2. Klasse, dem Sturmabzeichen, der Deutsch- Italienischen Erinnerungsmedaille für den Feldzug in Nord-Afrika und dem Schutzwall- Ehrenzeichen.

In tiefem Schmerz:

Lina Jung, geb. Mäser Herbert Jung

Leutnant in einem Nachtjagdgeschwader. Gießen, Liebigstraße 47, 17. November 1942.

05911

Uebcraus schmerzlich traf uns die un­faßbare Nachricht, daß nach Gottes unerforschlichem Ratschluß unser

über alles geliebter, einziger, braver, hoff­nungsvoller Sohn, der Jungbaucr

Gefreiter Ernst Bepler

Fahrer bei einem Bataillonsstab

am 21. Oktober im Osten gefallen ist.

Er gab sein junges Leben im blühenden Alter von 22 Jahren in treuer Pflichterfüllung für sein liebes Vaterland. Er war die einzigeStütze unseres Alters und ruht nun fern in fremder Erde.

In tiefer Trauer: Johann Georg Bepler und Frau Margrethe, geb. Mandler nebst allen Angehörigen.

Kinzenbach, im November 1942.

Die Trauerfeier findet am Sonntag, dem 22. November, nachmittags 2 Uhr, in der Kirche zu Kinzenbach statt.

0591!

Gott der Allmächtige rief heute abend nach längerem Leiden meinen geliebten Gatten und treuesten Lebenskameraden in guten und schweren Tagen, unseren teuren, gütigen Vater

Studienrat Friedrich Obermann

Inhaber des E. K. II 1914 u. a. Ehrenzeichen unerwartet im vollendeten 60. Lebensjahre zu sich in sein himmlisches Reich.

In tiefem Leid:

Martha Obermann, geb. Lepper Walter Obermann, Referent in der Reichskulturkammer, z. Z. Oberschar­führer b. d. Waffen-ff Hans-Joachim Obermann, Gerichtsreferendar, Unteroffizier, z. Z. in einem Lazarett.

Gießen, Heegstrauchweg 16, 16. Novbr. 1942. Die Beerdigung findet Freitag, 20. November, 14% Uhr, von der Kapelle des Neuen Fried­hofs aus statt. 3439 q

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Heute morgen wurde im 84. Lebensjahre mein lieber Mann, unser gütiger Vater, Schwie­gervater und Großvater

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von seinem langen, schweren Leiden erlöst.

In großem Schmerz: Anna Suffert, geb. Schilling Anna Gundrum,geb. Suffert; Ella Suffert

Otto Suffert, Apotheker; Karl Gundrum, Oberamtsrichter Lotte Suffert, geb. Vermenten.

Homberg (Oberhessen), den 17. Nov. 1942.

Die Beerdigung findet am Donnerstag, nach­mittags 2 Uhr, statt.

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