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Äombenattentat in Bilbao.

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Das DeutfdK Afrikakorps hat in diesen Tagen drei tue Ritterkreuzträger erhalten, von denen der eine, tmann Riepold, Kompaniechef in einem an^erregiment, beim Durchbruch zur Via Balbia, twärts Tobruk, bei der Durchschleusung seiner er durch die Minengasse, die er selbst vornahm, d) Explosion em er Mine den Heldentod sand.

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Kaspar Fender kam auf seinen Tticfvater zuge

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8. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

Die Purgstaller beautachtete mit schiesem Kopf

Kleine politische Nachrichten.

Am Dienstagabend um 19 bis 19.15 Uhr spricht m Rundfunk Major (st o e b e l, Kommandeur eines vürttembergifchen Infanterie-Bataillons, das die schweren Kämpfe von Rostow bis zum Kuban in vorderster Front mitmachte. Von 19.30 bis 19.45 Uhr erichtet der Konmmandeur eines Panzer-Artillerie- giments, Oberst Dr. K ii h n, über den Panzer- rm von Rostow bis Maikop.

Dr. Brüggers Patientin

Roman von Walter Klopf Per

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Sicher. Darauf können Sie Gift nehmen. Sonst itte mich hie große Zehe schon Sutern gejuckt, der die arme Wiese? 0 nun Nur gut, daß nicht :ie Tage Hochzeit ist. Wo setzen wir denn die Musikanten hin?"

Dort unter den Baum."

Wenn nur die Maßkriige re'chen!

..Das Bier liefert also der Unterbrau verstan

Kunst und Wissenfchast.

Ehrungen Hauseggers.

Das Kulturamt der Hauptstadt der Bewegung hrte anläßlich seines 70. Geburtstages den Münche. er Dirigenten und Komponisten Siegmund on Hausegger. Gauleiter Giesler überreichte em Meister die vom Führer verliehene Goethe- edaille und gäb die Stiftung einer Siegmund- on Hausegger-Plakette der Stadt der deutschen nst für verdienstvolle Musiker bekannt. Der Prä- ident der Reichsmusikkammer, Professor Dr. Peter aa'be, überreichte Geheimrat von Hausegger le faksimilierte Partitur von Richard Wagners Tristan und Isolde".

Ein Singspiel Pergolesis im veutschlandsender.

Die Wiener Philharmoniker unter Führung von udolf Moralt mit den Solisten Alois Per- «rstorfer als Doktor, Adele Kern als listige llagd mit silbernem Sopran und Wilhelm heim ls wandlungsfähiger Diener holten sich einen gro^ en Erfolg durch die feinfühlige Einstudierung der bermütigen MiniaturoperDie Magd als e r r i n", durch die Giovanni Battista Ptzrgo - esi 1733 seinen Ruhm begründete. Das gelungene inel, in dem ein reicher, ältlicher Junggeselle zum estand mit seiner schönen, jungen Magd bekehrt rd Weiberlist über Männerstärke triumphiert, t mit einfallsreicher Satztechnik konzeptiert und räfentiert ein reizvolles Stückchen amüsanter arockrnusik. Unter Anton Konraths Orchester- ihrung leitete das sehr eindrucksvoll mit schönem ... gespielte Eoncer to Gros so für zwei Bio- nen von Johann Seb. Bach die geschmackvolle endefolge ein. ________Greta Docglau.

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Das Kriegswinterhilfswerk 1942/43 beginirt am . September 1942. Bon diesem Tage an werden uch die freiwilligen Opfer von Lohn, Gehalt usw. inbehalten.

*

In Gibraltar haben die aus dem Mittelmeer ein- laufenen Flotteneinheiten, der Flugzeugträger

83 i c t o r i o ii s", das SchlachtschiffR e l s o n", ret Kreuzer und zehn Zerstörer insgesamt 2 00 erw undete und etwa 500 lleberlcbenbe des erfenhen FlugzeugträgersE a g l e" und des eben- alls untergegangenen KreuzersM a n ch e st e r"

vsgebootei.

Madrid, 17. Aug. (Europapreß.) Ein schweres Zombenattentat wurde am Sonntagmittag in Bil- 'oo, der Hauptstadt der baskischen Provinz Bizcaya, irttübt. Bor der Basilika de Bagonga, in der die panischen Traditionalisten von Bilbao in Anwesen- ifit des Kriegsministers Barela und des Traditio- Mstenführers Iturmendi eine Messe abhielten, ex- Kodierte am Schluß der Feier eine Bombe, wobei

Personen verletzt wurden. Iturmendi so we der Kriegsminister blieben unverletzt. Die Schul­digen an dem Airschlag konnten noch nicht ermittelt verden.

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viachte ihr Spaß, die Leute durcheinanderzujagen linb die eigenen Ideen durch fremde Hande in die tat umzusetzen. Brügger, dieses von allen guten Leistern verlassene Mannsbild, wurde schon da- Unterkommen, was er an ihr verlor und was er an der anderen gewann. Kopfweh! Wegen des lißchen Trauung! Die fing ja gut «n! Den ganzen tag herumliegen und angegriffen aussehen, haha.

hingerl, hierher kommt die ^nk hierher. Und n bißchen bunte Reihe, wenn id) bitten darf! Mal iänte, mal Stühle!" rief sie. schrill.

hingerl, der Imperative schlecht vertrug, bruminte Iwas, was nicht zu verstehen, aber bestimmt mch olonfähig war. Dann schnupfte er. Die weiß Affenjacke" hatte er längst ausgezogen. Brügger die Buche im Stich und kam herbei.

Was meinen Sie, hingerl, wird das Letter aus-

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hm? Daß ihr mir nicht zum Anrainer geht^

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T d las Ganze und verschob ein paar Lampions auf Xh'I »hren Spanndrähten. Wo sie sich einmischte, gab es

1 Wirbel und Auftrieb, Gerenne und rote Äopsc.

W »achte ihr Spaß, die Leute durcheinanderzujagen

Unbee eingelettet. 16 Panzerkampfwagen wurden geschossen. Borstoße im Seengebiet brachen im |gßm>ebrftircr zusammen. An anderer Stelle wurden id)t Panzer vernichtet. Auch an der Nordsront non Ischcw wurden zahlreiche Panzerkampswagen ab- ^schossen. Insgesamt verlor der Feind am 15 8 n diesem Kampfabschnitt 71 Panzer.

Südostwärts des Ilmensees entwickelten sich )artc Kampfe bei der Abwehr feindlicher Angriffe )ie trotz starken Einsatzes von Panzern und zwei Mzerzugcn völlig ergebnislos blieben Schwere 'lbwehrkampfe entwickelten sich auch am Wolchow Brückenkopf, wo der Feind im Schutze des Norgennebels die Ostfront des Brückenkopfes mehr- voks ergebnislos angriff Erneute Bereitstellungen

M >cs Feindes zum Angriff wurden durch Artillerie- euer zerschlagen.

Aus der Stadt Gießen.

Das Steckenpferd.

Ein alter Freund schrieb mir. Er wollte wissen, ob ich ihm nicht eine bestimmte Pflanze schicken könne. Es kostete mich keine große Mühe, den Wunsch zu erfüllen, worüber mein Freund sehr er- reut war. Das Sammeln von Pflanzen ist nämlich ein Steckenpferds mit dem n sich in seinen Mußt tiinden beschäftigt. Ein solches Steckenpferd be­ißen mehr Menschen, als man gemeinhin denkt. Mannigfaltig wie ihre Neigungen sind auch ihre Liebhabereien. Io, manche pflegen ihr Steckenpferd mit geradezu rührendem Eifer und finden In dieser 'Beschäftigung eine tzlückhafte Befriedigung, die wie ein stilles Leuchten ihren Alltag verklärt.

Da gibt es einen Handwerker in vorgerückten Jahren, der sich von früher Jugend an für die Bogelwelt der Umgebung interessiert. Es ist er- Inunlid), welche Sachkunde sich der Mann im Laufe her Jahre angeeignet Hot. Richt etwa, daß er den Fachleuten Konkurrenz machen möchte, nichts liegt ihm ferner, aber er weiß durch seine strstematischen Beobachtungcii und regelmäßigen Erkundungsgänge auf dem von ihm begrenzten Gebiet so viel auvzu- sagen, daß mitunter auch die Fachleute sich roim* de'rn. Es ist die ihm innewohnende Liebe zur Sache, die ihn treibt und die trotz der anstrengenden Berufsarbeit vor keiner Unbequemlichkeit oder Schwierigkeit zurückschreckt. Aua der Geschichte weiß man, daß aus solchem Holz die Männer geschnitzt sind, die mitunter als Nichtsachleute auf bestimmten Gebieten geradezu bahnbrechend wirkten. Webe« solchen Erscheinungen wirken notiirlid) die Stecken­pferde, wie sie uns allen mehr ober weniger eigen sind völlig nd, aber auch in' biIngen Meine Freuden im Alltag und sind deshalb nicht ohne Wert.

Es ist bemerkenswert, daß sich jetzt mancher auf ein Steckenpferd besonnen hat. an das er in früheren Jahren kaum gedacht hätte. Als durchaus erfr-eulid) erweisen sich jene Steckenpferde, die auch dem Gan­zen dienen. Es hat wohl kaum jemals soviel ffa- ninchenstäUe hinter den Häusern gegeben wie jetzt, und die Anzahl der Kleingärtner, die in diesen Wochen mit ihren Erzeugnissen prunken können, ist auch erstaunlich groß. Steckenpferde mit mehr real betonter Bestimmung gewiß, ober auch sie können außer dem Nutzen, den sie einbringen, sehr viel jene Alltagsfreuden verschaffen, die mancher sei­nem Steckenpferd verdankt. Ist nicht so mancher, der im vorigen Kriege aus der Not eine Tugend machte, seinem Garten oder seinen Kaninchen spater ein treuer Liebhaber geblieben? H. W. Sch.

Kür Tapferkeit vor öem KeinÜe.

Dem Gefreiten Erich Henkel aus Gießen, Sonnenstraße 18, der in einer Panzerabwehr-Kom­panie im Osten kämpft, und dem Gefreiten Wil- Helm Lepper aus Gießen-Wieseck wurde für Tapferkeit vor dem Feinde das Eiserne Kreuz II. Klasse verliehen.

ftür unsere Verwundeten.

Die NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" führte Im Laufe der vergangenen Woche im Auftrage dos Oberkommandos der Wehrmacht und in Zusammen­arbeit mit dem SonderreferotTruppenbetreuung" im Reichsministerimn für Bolksau'fklärung und Pro- paganda in hiesigen Lazaretten folgende Beranstal- hingen^ durch: In einem Lazarett fand die Unter­haltung unter dem MottoGoldenes Wiener Herz" viel Beifall. Die Sprecherin Snaebdrg Krauß er­zählte von Wien, seinen Komponisten und Theatern Die Sopranistin Madlen Ianda und Herta Jäger (Alt) sangen Lieder und Duette bekannter Wiener Komponisten, hermi; von Dorp spielte deutsche Tänze von Schubevt und 'begleitete am Klavier. Die VortragsfolgeBlumen und Liebe in Wort und Musik" brachte den Verwundeten in zwei La­zaretten eine reichhaltige, fröhliche Unterhaltung. Mimi Klingler (Sopran) sang Lieder von Meisel und Hans-Erich Weidiq. Edith Mann spielte Saxo­phon- und Fylophonsoll. Ellen Ren6 mit ihrer Gitarre sang und steppte sehr ansprechend. Erna Ludewig am Klavier, Hans-Erich Weidia mit Ak­kordeon und Willy Pvhlert (Schlagzeug) bildeten die Kapelle in bestem Zusammenspiel. Hans-Erich Weidig erfreute als Akkordeon-Virtuose und Zau­berkünstler die Anwesenden. Paula Schmidt sprach die verbindenden Worte und sorgte für den Humor. Starker Beifall dankte den Künstlern. An der 10 000. KdF.-Wehrmachtoeranstaltung im Gau Hes­sen-Nassau, die in Bad-Nauheim slattsand, nah­men auch aus hiesigen Lazaretten 200 Verwundete

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wie auch der bei schönstem Sonnenschein auf der Kurterrasse von der NSV. veranstaltete Kaffeenach- mittag hat allen Teilnehmern gefallen und wird in bester Erinnerung bleiben. Am Sonntag war

schlendert linb sah famos wie immer aus. Er hielt eine Margerite zwischen den Zähnen.Bitte?"

Nicht hier, vielleicht in deinem Arbeitszimmer, wenn es dir recht ist , schlug Fender vor.

Meinethalben. Ist es denn so dringend? Du siehst, ich habe zu tun. Na, komm."

Sie schritten zur Villa, und Brügger öffnete fein Sprechzimmer. Er hatte ein unbehagliches Gefühl. Nimm Platz", sagte er kurz.

Ich stehe liöber. Ich bin gleich fertig. Um dich nicht lange aufzuhalten, ich muß zurück nach Mün­chen."

Eilt das so?" fragte Brügger erstaunt.

Wegen der Besorgung der Devisen. Die Sache ist die: ich möchte eine Studienreise ins Ausland machen. Noch Italien, Florenz, Rom. Ich halte das für wichtig für unfereinen. Die Devisen besorgt mir ein Bekannter, der nur noch kurze Zeit in München ist." Fender zögerte verlegen.

Na und weiter?"

Es kloppt alles bis auf den Nervus rerum. Ich möchte dich um Geld bitten, Papa "

Du bist toll. Geld! Habe ich dir nicht vor wenigen Wochen, als ich dich in München besuchte, Geld ge­geben? Und eine schöne Summe! Die kann doch noch nicht alle sein?"

Leider. Ich habe Schulden damit bezahlt. Der Wogen erforderte eine größere Reparatur. Leben muß man auch", entschuldigte sich der junge Mensch.

Du bist ein Verschwender. Du hast bas Ein- teilen nicht gelernt. Nebenbei gesagt, bist du ein Faulpelz, der nur Allotria im Kopf hat, Weiber, Gelage, kostspielige Passionen, was weiß ich. Ich spioniere dir nicht nach, aber ich habe mich ein wenig erkundigt. Ich habe dich damals gewarnt. Ich Hobe dir angekündigt, daß es das letzte Mal ist daß du von mir Geld erhältst. Und jetzt kommt der Bursche schon wieder!" Brüggers Stimme wurde laut vor Zorn. , ,

Beruhige dich, man hort uns jo. Ich bin ja auch zerknirscht, daß ich dich schon wieder belästigen muß. Aber ein Künstler ist schließlich fein Post-

Die Erstattung von Kriegssachschäden.

Das Jieichskricgsschädenami klärt die Grenzen.

Weitere Klarstellungen zur Abgeltung von Kriegs­sachschäden durch das Reich enthalt der in der Zeit- |d)r<ftDer Gemeindeiag" veröffentlichte neue Be­richt von Obeiverwaltungsgerichisrat z. D. Walter Boyens übet die Entscheidungspraxis des Reichs- kriegsschädenamls.

Der eigentliche Äriiegstadyfdmben ist immer ein Substanzschaden. Ein solcher Substanzsdniden liegt auch vor, wenn Tiere wegen Einwirkung von Kampfhandlungen erkranken und an Wert einbüßen. Das Reichskriegsschädenaint hat dies mehrfnd) ent­schieden. Dagegen fallen Schäden on Leib und Leben, die deutschen Staatsangehörigen durch Kainpshandlungen zugefügt werden, unter den Be­griff des Personenschadens und werden nadi her Personenschädenverordnung abgegolten. Als entschä­digungspflichtiger Verlust einer Sache wird cs, un­ter den sonst gegebenen Voraussetzungen, and; an­gesehen, wenn die Sadie zp einem erheblich unter ihrem wahren Wert liegenden Preis verkauft wer­den muß, vorausgesetzt, daß her Verknus die un­vermeidliche Folge eines Kriegsgeschehnisses ist.

Als entschädigungspslichtige .Kampshandlungen kommen jetzt in den meisten Fällen feindliche Flie­gerangriffe in Betracht. Eine hiermit in unmittel­barem Zusammenhang stehende entschädigunassähige militärische Maßnahme ist z. B. der Flakbeschufz Mir Abwehr solcher Angriffe. Dagegen werden Schäden, die hurd) bloßen Fliegeralarm eintreten, nicht ent­schädigt, weil der Fliegeralarm keine eigentliche Kriegshandlung, sondern nur die Auffodernng zu einer Vorbereitung aus möglicherweise eintretenhe Llistkampfhandlnngen darstellt. Schäden durch mili- tärische Maßnahmen sind nur ersatzfähig, wenn sie in unmittelbarem Zusammenhang mit Kampshand- lungen stehen. Dieser Zusammenhang ist zu ver­

neinen bei dem Marsch einer Truppe durch geschütz­tes chinterland. Dagegen erstattet da» Reich Schaden, die aus unvermeidlichen Folgen von Kriegsereig- Nissen herrühren. Solche unnermeiblidien Folgen hat das Reichskriegsschädenamt u. a. angenommen in einem Falle, wo bei Gelegenheit des Beschüsses feinhlid)er Flieger das Sprengstück einer Flakgra­nate in eine Getreidegarbe und von dort in die Dreschmaschine gelangt war und diese beschädigte. Dagegen wurde die imnermeiblldie Folge verneint, als die Bereifung eines Lastkraftwagens bnrd) einen auf der Landstraße liegenden Flaksptitter beschädigt wurde, denn aus der Landstrafie muß der Fahrer immer mit Beschädigungen ähnlicher Art rechnen. Entschädigt wurden |ehodj alsunvermeidliche Folge' Schäden, die hurd) Witterungseinflüsse nach Beschädigung des.tyausharijs sowie durch Verderben von Vorräten wegen Zerstörung einer Kühlanlag« eintraten. Ebenso wurde als unvermeidliche Folge entsdiädigt, als bei starkem Frost trotz aller Vor­sichtsmaßnahmen Pflanzen in einem Gewächshaus erfroren, nachdem die Glasscheiben burd) Flakbe- schuß zerstört worden waren.

Ein Rechtsansprud) des Geschädigten besteht nur auf Entschädigung in Geld. Isi aber Ersatz in Natur gewahrt, so kann der Geschädigte den Ausgleich eines erheblichen Wertuittcrsdiiedcs hurd) alsbaldige Zahlung beanspruchen. And) bei Nutzungsschäden wird großzügig versahren. X)ier kann z B Entschä­digung gewährt werden, wenn ein Blindgänger zeit­weise die Benutzung eines 5)au|cs hindert. And) kann ein Mieter xUuhungsenl(d)nhiauiig beanspru­chen, wenn seine ^Wohnung für ihn durch Kriegssach­schaden, etwa bei Zerstörung des Treppenausgangs, unbenutzbar gemoroeu ist.

eine große Zahl Verwundeter den Einladungen der Ortsgruppen in Allendorf (Lahn) und Weitershain gefolgt, um dort im Kreise der Einwohner einige frohe Stunden/zu verleben. Die Bastelgruppe im BDM. machte mit Verwundeten einen Ausflug nach dem Sdyiffenfoerg. Sie wollten mit ihren .Helfern bei der .Herstellung non Weihnachtsspiel'sachen eine frohe Stunde verleben.

Werbeveranstattung der Lustwaffe.

Zugunsten des Hofen Kreuzes.

Wir erinnern uns mit Freude her vorjährigen Werbeveranstattung unserer Flieger, die sowohl in sportlicher Hinsicht, als and) Im Zweck, der ihr bei­gegeben war, nämlich ein Opfertag zugunsten des WHW. des deutschen Volkes zu sein, ein großer Erfolg war. Unsere Flieger haben sich vorgenom­men, auch in diesem Jahre wieder eine solche Werbeveranstaltuna zugunsten des Deutschen Roten Kreuzes zur Durchführung zn bringen. Wieder sind es nahezu das gesamte leichtathletische Programm, viele Konkurrenzen im Schwimmen, mehrere Mann­schaftskämpfe, Fußball, Handball, Falistboll und eine Hindernisstaffel in voller Ausrüstung, die zur Erkämpfung der Siegerpreise ausgeschrieben sind. In den technischen Hebungen und in einigen Mann- schaftskämpsen haben die Ausscheidungskämpfe be­reits ihren Anfang genommen. Spannende Kämpfe sind zu erwarten

Beihilfen für Familien Gefallener und Vermißter.

Zur Klarstellung wird vom Reichsfinanzminlste- rium darauf hingewlelen, daß die Ehefrau eines Haushaltsoorstandes, Der gefallen ober bei be­sonderem Einsatz ober burd) Feinbeinwirkung ver­storben ist, Kinderbeihilfe bereits für das e r ft e und lebes weitere Kind vom Sterbemvnat ab erhalten kann. Das gleiche gilt für die vom Reich gemährte Ausbildungsbeihilfe. Bei Kriegsvermißten wird wie folgt verfahren: Ein Kriegsvermißter gilt als ver­schollen, wenn binnen drei Monaten seit dem Zeit­punkt des Vermißtseins keine Nachricht darüber ein­gegangen ist, daß er noch lebt. Die Ehefrau eines Haushaltsvorstandes aber, her vermißt wird und als verschollen gilt, ober dessen Tob feftgeftelft wird, kann Kinderbeihilfe und Ausbllidungsbeihilse des Reiches bereits für bas erste und jedes weitere Kind von dem Monat ob erhalten, in dem das Vermißt­sein eingetreten ist. Die näheren Einzelheiten sind bei hem jeweils zuständigen Finanzamt zu erfragen.

Gießener Tvochenmarktpreise.

* Gießen, 18. Aug. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten Kartoffeln, 5 kg 75 Rpf., Wirsing, bis 8,।Stottiniii 12, gelbe Rüben 10, Spinat 18, Römischkohl 12, Bohnen, grün, 32, gelb, 3(1, Tomaten 35, Blumenkohl, das

sekretär. Das mußt sogar du zugeben, Papa." Fen­der, der zuerst ein böses Gesicht ausgesetzt hatte, lenkte jetzt einAch, Papa, sei doch noch ein aller- letztes Mal nett und rücke einen Tausender ober zwei heraus, bann komme ich dir bestimmt nicht mieder. Denke an dich selber. Hast bu dich nicht ein­fach in meines Vaters Praxis hin eingesetzt?"

Hineingesetzt! Als ob es damit getan wäre! Als ich Die Praxis damals übernahm, mar alles ver­kommen. Arbeiten habe ich müssen, schuften, wäh­rend deine Mutter das Geld mit vollen Händen aus­gegeben hat. Rein, mein Lieder, mit der Praxis darfst du mir nicht kommen. Du weißt genau, daß ich dir alles, was dir zusteht, auf Heller und Pfennig nach und nach ausbezahlt habe. Und jetzt sind wir quitt. Jetzt ist Schluß mit dem Aussaugen. Jetzt werde ich einmal an mich selber denken", schloß 'Brügger hart.

Und an die junge Frau, nicht wahr?" höhnte Fender.Sei gerecht! Habe ich mich nicht lopol be­nommen? Habe ich dir vielleicht Schwierigkeiten bei deiner Heiraterei gemacht?"

Sck)weig! Laß Anna aus dem Spiel! Wenn ich an die anderen Maler denke! Da» ganze Allgäu sitzt voll von ihnen. Die Kerle arbeiten, sind fleißig, verdienen Geld. Aber was hast du bisher geleistet? Auch in der Ausstellung war kein Bild von dir, habe id) mir sagen lassen. Dabei hast bu Talent, wie deine Professoren bestätigen. Ich will dir etwas lagen: aus Italien wird nichts. Das schlage dir aus dem Kopf. Du bleibst hier in Trettau, damit ich dich unter der Fuchtel habe. Du bekommst Be­köstigung, ein Zimmer im Haus und ein kleines Taschengeld. Dann zeige einmal, was mit dir los ist. Motive gibt hier genug. Und deine leicht­fertigen Klecksereien, die sich kein anständiger Mensch ins Zimmer hängt, wirs ins Feuer. Deinen Kram in München, im Atelier, kann Hingerl oder die Purgstaller liquidieren. Wenn du dich ein Jahr lang gut hältst und ich einen Erfolg sehe, können wir weiterreden. Aber jetzt will ich endlich einmal Taten

Stück 40 bis 50, Salat 8 bis 10, Endivien 10 bis 15, Rettich ft bis 10.

Zirkus Althoff kommt nach Ziesten.

Das älteste Zirkueunternehmen in Deutschland, der Zirkus Althofs, wird am 25. August zu einem (tzastspiel nach Gießen kommen. Mit etwa 150 Per­sonen, 80 Tieren aus allen Erdteilen und 50 Wagen wird dieser Zirkus ein 21 ufgebot an Zirkuskunst mit- bringen, das sich auch hier sehen lassen rann. Der Betriebs führ er des Zirkus, Adolf Althoff, wirkt selbst nie hervorragender Artist in her A re na uiib als Tlerhi essenr mit. Das Unternehmen wird hi einer großen Manege in einem Vier-Mast en-Zelt in dreistündigen Vorführungen eine Fülle an zirzen­sischer Kunst bieten, die den Besuchern einige genuß­reiche Stunden bereiten wird.

Wegen strafbarer Schlachtungen ins Sefängnis.

Teils burd) Schwarzschlachtungen, teils durch Gewichtstäuschungen Ibelm amtlichen Verwiegen ge. lang dem Bauern Wilhelm Jäger aus G r U - ningen in her Zeil von Oktober 1041 bis Februar 1942 die Belsetteschaffimg von insgesamt 188 Kilo« grainm Schweinesleisch, bas nach der Absicht des Täters zusätzlid) neben der ordniingsgemäßen Selbstversorgerzuteilung im eigenen Haushalt ver­braucht werden sollte. Das Sondergericht In Darm- stadt verurteilte den bisher iinbeflrnlten Angeklag­ten, der z. T. hurd) die Mitschuld feines Sohnes entlastet war, zu I Jahr und fl Wo nahen G c f ii n g n i , 200 RM Wertersatz und 20 RM. Geldstrafe Die noch erfaßbaren Vorräte aus den strafbaren Schlachtungen wurden eingezogen.

* * Der Standort der Hydranten Dem Luftschutzwart und seinen Selbstschutzkrasten muß die Lage des ihrem Hause am nächsten liegenden Hu- brau re n genau bekannt fdn.

* * 4 Kilogramm Kartoffeln werden in dieser Woche an jeden Verbraucher ausgegeben -

** B e i der Arbeit verunglückt. Am gestrigen Montagvormitlag ereignete fld> bei Speng- 1 erarbeiten, die am Dache des Ehemiscyen Instituts in der Ludmigstraße vorgenommen werden, ein schwerer llnglürfsfall. Dort wollte der 15 Jahre alte Installateurlehrling P a u I Simon aus Londorf den am Dachrande auf dem Gerüst arbeitenden In- ftalfateuren ein Arbeitsgerät bringen. Zu diesem Zwecke mußte er über eine hohe Leiter das Gerüst ersteigen. Plötzlich hörten die auf dem Gerüst ar­beitenden Männer ein dumpfes Geräusch, und e-lner von ihnen sah gerade nod) den Körper des Jungen auf die Erde ausschlagen. Ob der bedauernswerte Junge von der Leiter ober vom Gerüst adgesturzt ist, konnte, da die Installateure etwas abseits von der Unfallstelle arbeiteten, bis jetzt mit Sicherheit

sehen, und das ist n^x möglich, wenn bu der ganzen Großjtadtatmosphäre entrückt wirst."

Ich kann nicht, Papa", murmelte Kaspar finster.

Etwas Aehnliches habe id) erwartet. Jetzt sehe id) erst, wie nötig mein Eingreifen war."

Ich kann dir das nicht erklären. Ich bitte dich, mir auch ohne Bekanntgabe der Gründe zu glau­ben. Ich muß weg", wiederholto der junge Mann trotzig und dachte an Anna

Dann geh! Dir ist nicht mehr zu helfen", schrie Brügger wütend.

Du gibst mir kein Geld?"

Du hast meinen Entschluß gehört. Da ist bi« Tür."

Du wirst deine Härte noch bereuen", murmelte Fender im Abgehen

Den Teufel werde ich!" "

Brügger hörte die Tür zuknallen und atmete heftig. Immer gab es Anstöße mit diesem Bur­schen, den seine Mutter verdorben hatte, bis er nicht mehr zurechtzurücken mqr. Ein Windhund, ein Schürzenjäger und ein Nichtsnutz. Schämen mußte man sich mit ihm. Gut, daß er wenigstens nicht das eigene Fleisch und Blut war. Brligger sank schlaff auf e-inen Stuhl. Vielleicht war es das beste, wenn Kaspar Fender aus dem Hcnw kam. Bei jeder Mahlzeit dieses Gesicht sehen müssen nein, lieber so. Der Bursche halte ihm da einen sauberen Aerger eingebrockt an seinem Ehrentag ...

Anna erwachte von einem sonderbaren Geräusch. Es klang wie Murmeln einer fernen Brandung. Sie schlug die Augen auf. Es war fast dunkel im Zimmer, und durch die Vorhänge drang ein rot­gelber, wabernder Schein. Ich muß lange ge­schlafen haben, dachte Anna verwundert unb richtete Den Dberförper auf. Sie vernahm Schritte

Martin, ihr Mann, trat ins Zimmer, setzte sich aus die Couch und nahm die Schlaftrunkene zärt­lich in feine Arme. Anna schlug zusluchtsucheud die Arme um seinen Hals.

(Fortsetzung folgt.