chM infolge einer steigenden Lebenshaltung und steigendei- Löhne die Kosten der Produktion stiegen, so das; die Erzeugnisse dieses Landes im internationalen Preiowettvewerb als zu teuer nicht mehr mitkamen, dann ging der Export dieses Landes zurück, und es Co nute sich die Möglichkeit ergeben, das; auch die Zahlungsbilanz dieses Landes passiv wurde. Das bedeutete, das; die Notenbank Gold aussichren mußte. Trat dieser Zustand ein, so wirkte er in der damaligen Wirtschaft als Alarm sign-al. Man sa-h die 'Wettbewerbsfähigkeit gefährdet, die Exportmöglichkeiten sanken, die Beschäftigung ging zurück, kurz es war eine „Krise" da, und die Wirtschaft zog die Folgerungen durch Kurzarbeit, Entlassungen und Lohnkürzungen. Es war also der Arbeiter, der den Segen des Gold autornatismus als einziger zu spüren bekam. Denn er konnte nicht mehr ausweichen, wie etwa der Unternehmer jener Epoche, der seine Exportverluste auf den Arbeiter abwälzte.
Diese höchst bedenkliche soziale Auswirkung des Goldstandards und des Goldautomatismus wäre nun noch zu ertragen gewesen, wenn der internationale Preiswettbewerb auf den Weltmärkten un ter Wettbewerbern von annähernd gleicher sozialer Struktur und sozialer Höhe stattgefunden hätte. Da-.> aber war schon in Europa »richt der Fall. Es ist ja bekannt, das; der Lebensstandard hier ein beul- lief) sinkendes Gefälle aufweist, je mehr man vom Westey nach dem Osten kommt. Aber aus dem Weltmarkt mußten nun die hochstehenden Völker Euro- pas nicht nur miteinander, sondern auch mit den riesigen Menschenmassen der asiatischen Länder konkurrieren, die auf Grund ihrer ganz anders gearteten Lebensbedingungen, der Gunst ihres Klimas und der unermeßlich höheren Fruchtbarkeit ihres -Bodens unter wesentlich günstigeren Produktionsbedingungen arbeiten konnten. Sie konnten daher auch bedeutend billiger sein als die Kulturvölker Europas. Aehnlicheo galt iin Vergleich zu den Vereinigten Staaten, nur daß hier eine ebenfalls durch besonders günstige Umstände bedingte Entwicklung die Maschine in dir Nolle der asiatischen Kulis brachte. Maschinen, die im engräurnigen Europa unter den früheren Verhältnissen wirtschaftlich nicht tragbar waren, bewiesen in den riesigen Räumen Nordamerikas eine hohe Rentabilität und gestatteten eine Massenproduktion auf landwirtschaftlichem wie auch aus industriellem Gebiet, mit denen der Arbeiter in den Fabriken Europas und der bäuerliche Landmann auf kleinen und kleinsten Befitzun- gen nicht mitkonute. Auf dem Weltmarkt der Weltwirtschaft britischen Gepräges hatten diese unendlichen Verschiedenheiten der Produktionsbedingun- gen aber nichts zu sagen. Hier regierte lediglich der Preis und das Gold. Immer rollte dieses Gold dort- hin, wo mit dem billigsten Preise der höchste Gewinn lockte. In dieser Zwickmühle von Preis- und Goldautomatismus blieb schließlich den alten Kultur- Nationen Europas nichts übrig, als mit den Kulilöhnen und den» laufenden Band amerikanischer Niesenindustrien zu konkurrieren. Das aber war nur möglich, wenn sich der europäische Arbeiter ständige Abstriche von seinem Lohnniveau gefallen ließ. Die erbitterten sozialen Kämpfe, die wir gerade in der Zeit nach 1870/71 beobachten können, sind nicht glicht die Folge der allgemeinen Einführung der Goldwährungen, des Goldstandards und des Goldauto- inatismus. Der Goldstandard schlug die letzte Schranke ein, die die Völker vor dem ruinösen Preis, und Lohnwettbewerb mit den Kulis Asiens und mit den Maschinen der Neuen Welt bis dahin noch geschützt hatte Und diesen Goldstandard will Herr Mendell Willkie wieder einführen. Es gehört dazu schon die ganze ll>>Verschämtheit und Ignoranz eines amerikanischen Berufspolitikers, freilich auch die Dummheit jener Kälber, die sich ihre Metzger selber wählen. V. A.
Auch die Lustirausporisioiie schafft es nicht.
G e n f, 17. Aug. (DNB.) Im „Evening Standard" besaßt sich ein amerikanischer Militärkritiker mit der je ob man be ■ cyiffahi tspt Mem - dadurch Herr werden könne, daß man eine große Luft- t r a u » p o r t f l o t t e baue. Trotz der schnellen Ent- wickluna, die das Lufttransportproblem in den letzten Jahren erlebt habe, sei cs meit, übertrieben, wenn man glaube, man könne den Hondelsschifs- raum entbehren, wenn erst größere Lufttransport- gsschwader da seien. Wolle man den ,)2llliicrten" verbliebenen Schiffsraum durch Transportflugzeuge ersetzen, dann benötige man mindestens 100 000 große 70-Tonuen-Tranoportstugzeuge. Aber in der Praxis stelle sich das Problem noch ganz -anders dar. Der Versuch, Tschungking-Ehina aus dem Luftwege mit Kriegsmaterial zu versorgen, sei völlig gescheitert. Die Wetterverhältnisse stellten für einen geordneten militärischen Nachschub auf dem Luftwege eine der Hauptschwierigkeiten dar. Daher sei
Abenteuer im Süden.
Bon Ao Hanns Modler.
Blau lag das südliche Meer in der Bucht.
„Gestatten?" — „Bitte."
„Ist dieser Stuhl frei?" — „Bitte."
„Ich störe doch nicht, mein Herr?" — „Keineswegs."
„Danke."
Der fremde Herr, der an dem kleinen Tisch vor dem Kaffeehaus Platz nahm, war von einer vorbildlichen Eleganz. In sportlicher Hagerkeit und mit dem scharsgeschnittenen Prosit edler südländischer Geschlechter und dem ersten Grau an den schmalen Schläfen schien er feine gaine Kleidung auf dieses chrau abgestimmt zu haben. Er faltete seine grauen Handschuhe zweimal zusammen und legte sie sorg- fältln neben sich
„Das Meer!", sagte er dann mit einer weitaus- holenden Handbewegung, als ob er dem Fremden ein Geschenk überreiche.
Der andere nickte, ohne von der Zeitung auszu- bl-icken. Der Herr in Grau lächelte.
„Sie sind Nordländer?", fragte er. — „Ja."
„Aus Wien?" — „Nein."
„Verzeihen Sie!" - Bitte."
„Sie haben sicher schlechte Erfahrungen hier in unserer Stadt gemacht, mein Herr. Es läuft zuviel Gesindel herum. Jungen mit Korallen und Mu- schein und anderem wertlosen Kram, Burschen mit Schildpottkännnen, die hier in einer Fabrik aus Milch gepreßt werden, Spitzenhändler und jeder zweite Mensch ist ein Fremdenführer. Man macht zu schnell ihre Bekanntschaft und wird fTc zu schwer wieder los."
„So ist eß", sagte der Fremde kühl.
„Ich kenne diese-, Land. Ich reise das ganze Jahr durch die Welt. Zu meinem Vergnügen. Aus Luft nm Abenteuer. Kennen Sie Tunis?"
Stalin muß sich der Kriegführung widmen.
Don unserer Berliner Schristleitung.
Der Donbogen ist fest in der Hand der deutschen und verbündeten Truppen. Alle Verteidigungsstellungen vorn Donez und Oskol bis ins unmittelbare Vorgelände der Wolgaposition find damit gefallen und in deutsche Hand gekommen. Von Issum, der vielumkämpsten Stadt im Mai, bis zum innersten Donbogen sind es 500 Kilometer. 500 Kilometer in der oft berufenen „Luftlinie"! Aber durch diese 500 Kilometer gehen alle Nard-Süd-Perbindungen! Und das Vorgelände der Wolga hinter dem Donbogen deckt nur noch die Wasserstraßen-Verbindung zwischen Kaukasus und Moskau über das Kaspische Meer — eine Verbindung, die schon exzentrisch ist, daher auch nicht mehr als „innere Linie" angespro- chen werden kann. Das ist eine wichtige Feststellung, daß Stalin nicht mehr auf den kürzesten Verbindungen operieren kann, fordern daß er auf 4bie exzentrischen Verbindungen der äußeren Linie angewiesen ist.
Seitdem T i m o s ch e n k o am 15. Mai die Parade über feine Panzertruppen auf dem Noten Platz \n Eharkow abnehmen wollte, aber niemals dorthin kam, besteht in der Sowjetunion eine unausgesprochene, aber klare Führungskrisis. Im vorigen Jahre war Stalin noch stark genug, Woroschilow und Budjenny in die Verbannung zu schicken. In diesem Jahr ließ er Timoschenko meitermachen. Er hatte gewissermaßen ... keine Zeit, besser gesagt: keine Ellenbogenfreiheit zum Kommandowechsel. Es ist ein weiter Weg von dem „großen" Liquidator Stalin bis zum dem Stalin,
der seine unglücklichen Generale weiterwursteln läßt.
Aber jetzt — mit dem Scheitern aller Entlastungsschlachten, mit dem Verlust des Dondogens, mit der Verteidigung des unmittelbaren Äorgeländes der Wolga — gibt es kein Zaudern und kein Taktieren mehr. Jetzt muß Laut gegeben werden. Genau so wie Stalin am 30. Juni 1941 den Vorsitz im Verteidigungsausschuß übernehmen mußte, — genau so muß sich Stalin jetzt von seinen Funktionen als Präsident des Nates der Volkskommissare (Ministerpräsident) entlasten und den vielgeplagten Molotow formen mit der Funktion seines Stellvertre-- ters im Ministerpräsidium betrauen, was praktisch nichts anderes heißt, als daß der bisherige Außen- Minister Molotow nun auch tatsächlich das Minister- präfibium übernimmt, während sich Stalin den vordringlichen Aufgaben der Kriegführung widmet. >
Die Führungskrise in der Sowjetunion hat eingesetzt. Vergessen wir nicht, daß Stalin — der „Rote Zar" — jahrzehntelang offiziell nichts anderes war als ... Generalsekretär der Kommunistischen Partei. Er war immer der Mann des Hintergrundes, der aus dem Dunkeln Marionetten tanzen ließ und das Scheinwerferlicht der persönlichen Verantwortung scheute. Er wollte immer jemanden zu in Absetzen haben. Nun kann er es mit dem Absetzen nicht mehr schaffen. Dafür muß er s e l b st in die Bresche springen. Zu merstenmal seit dem Bestand der Sowjetunion ist die persönliche Verantwortung klargestellt.
SanMskompanie am WolchowbMenkops.
Von Kriegsberichter Hanns Änderte.
PK. ... Er war schon seit dem Winter her hart umkämpst. Seit aber der große Wolchowkessel erledigt wurde, ist er zum Brennpunkt der Kämpfe des ganzen Abschnittes geworden: der Wolchow- drücke n kops, der ja auch in den OKW.-Berich- ten der letzten Zelt immer wieder genannt wird. Wie Gefangene 'und Ueberläufor übereinstimmend aussagten, hat Stalin selbst Ende Mai d. I. den Beseht gegeben, der Brückenkopf müsse unter allen Umständen genommen werden. Diesem Befehl des Sow jetmacht Habers steht gegenüber der Wille nicht nur unserer Führuna, sondern jedes einzelnen Mannes der Brückenkopfbefatzung, ihn zu halten, koste es, was es walte, und so spielen sich denn dort mm schon feit Wochen härteste Abwehr kämpfe ab, die nicht nur den höchsten persönlichen Einsatz derer for- dem, die unmittelbar am Feinde stehen, sondern die auch van den Männern, die den Kamps im Kampfe kämpfen, Leistungen verlangen, die an die Grenze dessen heranreichen, was Menschen überhaupt leisten können.
Diesen Kamps im Kampfe kämpfen b le P i o - nie re, die über den Fluß mit der gesprengten Brücke die Verbindung nach rückwärts ansrechterhal- len, ihn kämpfen die Männer von der Nachri ch- t e n t r u p p c und die vom Nachschub; sie alle stehen nicht nur, wie ihre Kalo er ad en vorn in der Hauptkampflinie, ständig unter stärkster Feindeinwirkung, der man hier frontal, von der Flanke, ja, zum Teil sogar hinterrücks gewärtig sein muß, sondern sie haben auch anzukämpfen gegen die tausenderlei Schwierigkeiten, die sich der Erfüllung ihrer befonberen Aufgaben hier zusätzlich entgegenstellen.
In vorderster Linie dieses Kampfes im Kampfe aber steht hier am Wolchowbrückenkopf die Sanität. Es war an einem der letzen Tage im Mai, als die Sanitätskompanie der Division eine Chirurgen- und Krankenträgergruppe unter Führung eines Stabsarztes zur besonderen Betreuung der Brückenkopfkämpser abstellte. Die Gruppe kam gerade zurecht, afr> mit dem ein setz en den Angriff der Bolschewisten ein besonders starker Verwundeten- auf all zu bewältigen war. Man war nachts auf den Brückenkopf gekommen — tagsüber über den Fluß zu setzen, ist wegen der Einsicht unmöglich — man hatte alles mitgebrackst, um den vorgeschobenen
Hauptverbandplatz e'mzurichten, aber cs blieb keine Zeit dazu. Eben war wieder ein Angriff der Bolschewisten im Gange, bei den; sie auch reichlich Panzer einsetzten, schon warteten zahlreiche Verwundete, die betreut fein wollten, viele neue kamen dazu, und jo stand die kleine Gruppe zunächst einmal vier Tage und vier Nächte lang u n u n t e r ■ b rochen i m Dienst, kaum daß sie den Fuß auf den Brückenkopf gesetzt hatte. In dieser Zeit mürben einige hundert Verwundete versorgt und gemeinsam mit den Pionieren und dem Uebersetz- kommando eines Infanterie re giments über den Wolchow zurückbe fördert.
Der Weg zurück aus der Schlacht ist für die Verwundeten und ihre Betreuer oft hart und beschwerlich. Hier, wo die Sturmboote und Pontonfähren tändig unter stärkstem feindlichen Feuer stehen, teilt er an die Helfer und Betreuer größte An- orderungen. Eines Tages bann aber war das letzte Sturmboot auf der Rückfahrt zum Brückenkopf gesunken und die letzte Pontonfähre ausgefallen. Ein Teil der Schwerverwundeten harrte an der Uebersetzstelle des Abtransportes. Die Lage drohte katastrophal zu werden, als am Himmel plötzlich feindliche Flieger auftauchten und Brandbomben abwarfkn. Ein Holzstapel in unmittelbarer Nähe begann zu brennen, und die ivchweroerwun- beten gerieten in höchste Lebensgefahr. Da griff der Stabsarzt persönlich mit seinen Männern des Hauptverbandsplatzes ein, zehn Männer eines Insanteriebataitlons, die vorne an der Hauptkampflinie gerade abkömmlich waren, sprangen bei, stundenlanger Muhe und Anstrengung bedurfte es, aber das Beispiel des Stabsarztes allein schon schien Wunder zu wirken; es wurde geschafft und jeder Verwundete wurde geborgen, ohne Schaden zu erleiden.
Das war der Auftakt. Seither geht dieser Kampf im Kampfe ununterbrochen weiter, wochenlang nun schon. Jeder Mann auf dem Brückenkopf ist ein Held, wurde einmal gesagt. Das gilt auch für die Männer von der Sanität, die mit dem Heldentum der Kämpfer bas Heldentum der Helfer verbinden und die dem Allbezwinger Tod den All- bezwinger Mut gegenüberstesten, mit dem sie oft genug auch hoffnungslose Lagen meistern.
es völlig verfehlt, wolle man die U-Boot-Gefahr durch Lufttransportgeschwader ausschalten
„New Port Herold Tribuns" fordert einen Obersten Kriegsrat oer Vereinigten Nationen. Die englisch amerikanische Zusammenarbeit, Besprechungen zwischen den Staatsoberhäuptern und ihren Mini- tern genügten nicht mehr. Ein permanenter Oberter Kriegsrat, der über eine entsprechende Organi- ation zur Einholung aller Informationen verfügt, ei das Gebot der Stunde. Er müsse in Washington einen Sitz haben. Roosevelt sei der gegebene Mann, den Vorsitz zu übernehmen.
„Nein."
Der Herr in Grau schwärmte begeistert!
„Tunis müssen Sie sich ansehen! Tunis, die interessante Stadt, voll von Geheimnissen und den wunderlichsten Abenteuern. Als ich das letzte Mal drüben, war — ich langweile Sie dock) nicht, mein Herr?"
„Bitte, erzählen Sie —" >
„Ich war im G ra Nd - Pa 1 ast - Roxi >Hote 1 ab gestiegen und fand im erste«' Stock ein unerhört luxuriös eingerichtetes Appartement mit Liegeterrafse, Bad, Dienerzimmer und allem, was man so auf Reisen ungern entbehrt. Neben mir wohnte die jugendliche Gattin eines bekannten Millionärs, man sprach da- von, dos; sie in Scheidung lebte und erzählte von ihren extravaganten streichen. Sie war allerdings unglaublich schön, daß man ihr gern Dinge erzieh, die bei einer weniger begehrenswerten Frau einen Skandal hervoraerufen hatten. In der zweiten Nacht geschah etwas Ungewöhnliche-. Die Tür meines Zimmers wurde aufgerissen und meine Nachbarin stürzte im Schlafgewand auf mich zu. ,Ick) liebe Sie, Alphonse! Ick; kann ohne Sie nicht mehr leben, Alphonse! Entführen Sie mich!' Mein erster Gedanke war, woher sie meinen Namen wußte. Ich saß jicmlid) sprachlos und wohl auch mit einem dummen Gesicht im Bett und fragte -nur: .Wann?' — »Morgen früh, Alphonse, um neun Uhr! Ich muß nur noch meine hundertdreizehn Koffer packen!' Und damit war sie auch schon aus der Tür. Ich langweile Sie doch nicht, mein Herr?"
„Keineswegs", sagte der Fremde, schien ein wenig wärmer geworden, „ich nehme an, ^Äe erwachten jetzt aus Ihrem Traum?"
„Nein. Es war kein Traum. Ich kniff mich in den Arm, ein altes Rezept, das die 'JioöcUcnfdireiber erfunden haben. Es schmerzte. Die Tür meines Zimmers stand noch offen. Ich sprang aus dem 'Bett, sie zu schließen. Ich trat aus den Gong hinaus. Er lag still uirb ruhig. Ich lief auf die Terrasse, ob ich
Die deutsche Abwehrfront bei Calais.
Madrid, 17. Aug. (DNB.) Der „ABE."-Korrespondent in Berlin berichtet über einen Besuch des deutschen Küftenbefestigungsgürtels am der eng« ft e n Stelle des Kanals bei Calais und schreibt: „Die Küstenbatterien, die hier nicht so groß sind wie in der Bretagne, erreichen mit Leichtigkeit die Themse-Mündung. Durch ihre den Kanal voll- kommen heherrschende Anlage ist nicht nur jede
Licht in ihren Fenstern erbliche. Ja, ihre Fenster waren taghell erleuchtet, Schatten, die Kleider falteten, fielen in den Garten. Lange stand ich so. Plötzlich spürte ich ein leichtes Frösteln, und ehe ick wieder in mein Zimmer treten konnte, mußte ich heftig niesen. Einmal, zweimal, dreimal. Ich langweile Sie doch nicht, mein Herr?"
Der Fremde reichte dem Gegenüber seine Ziga- rettenbofe.
„Im Gegenteil", sagte er herzlich, „ich bin sehr auf bas Ende gespannt."
,,')tun, das Ende sollte eine andere Wendung nehmen", fuhr der andere fort, „ich leide sehr unter Schnupfen, mein Herr? Der Schnupfen ist eine heimtückische Krankheit. Die Augen treten aus dem Gesicht, die Nase wird rot und schwillt auf, man kann nicht sprechen, und von der männlichen Würde schwiildet ein beträchtlicher Teil. Ist dies sck>on im alltäglichen Leben eine große Plage, wie viel mehr für einen Liebhaber, der am nächsten Morgen eine wunderschöne, verwöhnte Sixiu entführen soll! Ich verwünfchte mein Schicksal, und je mehr ich ängstlich auf das Fortschreiten meines Schnupfens lauschte, desto heimtückischer trieben die Bazillen ihr Werk. Noch nie hatte in so kurzer Zeit ein Schnupfen meinen ganzen Körper erfaßt. Ick) nieste ununterbrochen, die Augen tränten mir, mein Mund stöhnte und ächzte. Es mußte etwas geschehen. Der Hotolar^zt konnte mir nicht helfen. Nur noch fünf Stunden blieben bis zum Morgen. Man hatte mir die Adresse eines einheimischen 'Wunderdoktors genannt. Ich eilte noch in der Nacht zu ihm. Ich erzählte ihm mein Leid. Er verlangte ein Vermögen von mir. Ich gab cs ihm, was sollte ich tun in meiner bedrängten Lage? Da reichte er mir ein Pulver, mischte es mit einem jrocitcn und sagte:
„In zehn '))linuten ist Ihr Schnupfen verschwunden!" Das Minder geschah. Das Mittel wirkte. Am nächsten Morgen war ich gesund und neugeboren. Madame erwartete mich in ihrer weißen Luxus-
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Geleitzügen, teils ereilte sie ihr Schicksal, als sie L'- öc aw ohne Begleitung ihr Ziel zu erreichen versuchte. iJL j
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Einbuße durch uns mals sind 1!) Schiffe mit zusammen 105 772 B! und zwei Transportsegler auf den Grund
waffe: Die deutschen Unterseeboote haben es fertig gebracht, den Nachschub von Amerika über Afrika nach Aegypten systematisch zu stören. 28enn fro Truppen der Alliierten in Aegypten heute vor einem Angriff des Marschalls Rommel zittern müss«. dann geht das auf das Konto der deutschen Unter, seeboote. Das deritsche Volk weiß, was es femtn U-Booten und ihren tapferen Besatzungen zu ban« ken hat.
schaftlich auf die Schultern.
Der Herr in Grau beugte sich nach vorn.
„Mein Herr", sagte er leise, „wenn ich Ihm etwas von dem wundervollen Schnupfmittel ol geben darf, nur zehn Lepta, Herr, das große Paket
Ll-Vooie auf allen Meeren siegreich
teidigungsfyftem arbeitet. IV2 Minuten nach den Ertönen der Sirenen traten bereits die Geschütze in
Rudolf Greinz gestorben.
In Innsbruck starb an seinem 76. Geburtstag Schriftsteller Rudolf Greinz. Was Rosegger die Steiermark, das bedeutet in gewissem Sinn
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stück eimubringen versuchte. Ostwärts Wsasnis wurden starke Angriffe zahlreicher feindlicher Pasi zer mit aufgesessener Infanterie in hartnäcki Kämpfen abgeschlagen. Gegenangriffe deuts Truppen gewannen gegen den zäh kämpfend Feind trotz des durch anhaltende Regenfälle auf« weichten Kampfgeländes weiter an Boden. Raum von Rschew dauerten die schweren Abweist kämpfe weiter an. Südostwärts Rschew wurde d| stark befestigter feindlicher Stützpunkt genomm und die Säuberung aines umfangreichen Wald
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prallen, eijigebaut. Nichts ist vergessen worden, vön Einrichtungen zur Verhinderung der Landung vvn«- Fallschirmtruppen bis zu den komplizierten tech. .mzer dun nischen Apparaten, die eine automatische Lenkung ach Wo
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Meeres geschickt worden, weitere Schiffe durch Torpedotreffer schwer beschv« digt worden sind. Diesmal sanden die deutsche i Unterseeboote ihr Wild auf verschiedenen Kriege, schauplätzen. Angegeben wurden das Nordmeer, dss Küsten gemäss er Nord- und Mittelamerikas, das (St. biet westlich von Afrika und der freie Atlantik. Icilj stammten die versenkten Schiffe aus stark gesicherl-n
Der Angriff im Kaukasus gewinnt Raum.
Berlin, 17. Aug. (DNB.) In brütende^ Sommerhitze und auf grundlosen staubigen Straßen drangen die deytschen Truppen im Kaukasus- gebiet nach Brechen feindlichen Widerstandes in südwestlicher und südostwärtiger Richtung weitet vor. Eine württembergisch-badische Jägerdivision
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Zone direkt in die gewaltigen Bunker, an denen tut ”ltier auch die schwersten Fliegerbomben wirkungslos ah wiptnW ’ ' ■ -...... " ‘ T lanzerregm
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. . t -3n Gidra Tätigkeit und waren die Jagdmaschinen in der Lust, daufenen "ßictori
legte an einem der letzten Tage als Begleitung roch» 2U„ 7xu; Panzerverbänden trotz Aufenthalts durch Gefechte stk" anläß und Minenfelder Märsche bis über 70 Kilo- Filiae 111 c t e r zurück. In der Ä a l m ü ck e n st e p p e nah« l0n aqu men die deutschen Truppen weitere Gebiete in Ars (m sitz. Im Nordteil des großen Don-Bogens vernich»
dolf Greinz für Tirol. Ein Literarhistoriker hat schmiß recht mit der Behauptung, wenn alles über Tiroler verlorenging, so könnte man aus den
inanen von Rudolf Greinz sie wieder rekonstruiercst« In dem Dörflern Pradl (jetzt zu Innsbruck gehörig mürbe er am 16. August 1866 geboren, verlebte « Salzburg feine Jugondjahre, ließ sich nach feinst Unitersitätsstudien als freier Schriftsteller in Meral nieder, wo seine ersten großen Romane spielrn, siedelte von dort nach Innsbruck und 1911 nach Müi" chen über, wo er Mitarbeiter der „Jugend" muriw 1933 zog. er sich auf leimen Smnmersitz in ADran bei Innsbruck zurück. In mehr als 50 Jahren gab t* über 100 Bücher heraus, unter denen einige nvd heilte immer wieder neu anfgelegt werden; nwi denke an feine „Tirolerleut", an die Geschichten „I' Herrgottswinkel", „Auf der Sonnseiten" oder an d köstlichen kleinen Erlebnisfc „Rund um den Äirtb» türm". Große Erfolge hatte er mit seinem Ronu „Allerseelen" und mit dem „Garten Gottes". Di< bäuerliche Licbcstragödie „Gertrud Sonnweber" ci innert an die Tragik Gottfried Kellorschcr Novelleii Unvergeßlich sind seine urelgdefcnen historischen Re inane „Der Hirt vom Zcnoborg" und „Ltebtissm Bc rena".
Auch dieses Ergebnis des deutschen Handelskrieg?- zeigt der Welt wiederum, daß nigends fcinbhdie Swiffe vor den deutschen U-Booten sicher sind, unb daß trotz der Weiträumigkeit des Kampfgebietes die deutschen Unterseeboote die feindlichen Schche
limoufine — den Rest brauche ich Ihnen wohl ni$| E zu erzählen."
,^ch beglückwünsche Sie zu diesem Abenteuer,\ sagte der Herr und klopfte dem anderen tamero^l
teten die deutschen Truppen die letzten Reste bolschl „ uuyi wistischer Kampfgruppen westlich des Don, währeM^^^^ die Luftwaffe die zurückweichenden feindlichen ^el. lonnen ostwärts des Don wirksam mit Bomben bt<tolj(16e
Bei Woronesch entwickelten sich harte wehr- und Angriffskämpfe. In wechselvollen — । J -. fechten und erfolgreichen Gegenangriffen wurdest 5in9 die bisherigen Hauptkampfstellungen gegen alle Vor^Die Wier flöße der zahlenmäßig überlegenen Bolschewistkst! ibolf Ml behauptet unb bem Feind schwere Verluste an Men» schen und Material zugefügt. Allein an der Kampf-! front nördlich Woronesch verloren die Bolschewisti 25 Panzerkampfwagen. Zehn weitere wurden einem Gegenstoß nördlich Semljansk abgeschoss wo der Feind mit Infanterie und Panzern, die v Kampfflugzeugen unterstützt waren, in ein Wa
ber Geschosse nach den von Beobachtungsflugzeugen übermittelten Nachrichten ermöglichen. Die Unter« kunstsräume haben Heizung und Lust- unb Gas- filtrierapparate. Ein Probealarm zeigte uns die ^tjic fn überraschende Schnelligkeit, mit der bas ganze Der« ^halten.
Noch sind bie Tmständer dabei, dem «nglisdM Volke die schweren Verluste aus der Geleitzugka! .J strophe im Mittelmeer in homöopathischen Dosen bi« zubringen, da sie nicht glauben, es riskieren zu kirnen, die Wahrheit auf einmal zu sagen. Und schau llvv , wieder hat die feindliche Schiffahrt eine neue schwHej sere Unterseeboote erlitten. Ab-r. ^hrfo111! iffe mit zusammen 105 772 BRt.
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während drei meitfte aW*”1
Landungsmöglichkeit, sondern auch jeder Versud,. '9 einen englischen Geleitzug durch die Meerenge zu "jrm schleusen, von vornherein ausgeschlossen. Im Geg«, I jatz zu der Bretagne sind die Ferngeschütze in dieser^
aufzustöbern verstehen. Und noch etwas anbetti , h lehren die neuesten Schläge der deutschen U-Bcat. ! W 0,1


