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Aus der Stadt Gießen.

Kommissaren zum äußersten Widerstand gezwungen wurden, eingeschlossen sind. Die gelandete feindliche Kampfgruppe wurde an der Küste um­faßt. sie geht ihrer Vernichtung ebenso entgegen wie die Masse der eingekesselten Bolschewisten im äußer- sten Ostzipfel der Halbinsel. Auch eine rings um ein altes Fort noch Widerstand leistende, jedoch völlig umschlossene feindliche Gruppe kann der Der- nid) tun g nicht mehr entgehen.

Das Eichenlaub mit Schwertern für Oberleutnant Ostermann.

Berlin, 17.2ttai. (D31B.) Der Führer hat dem Oberleutnant O st ermann, Staffelkapitän in einem Jagdgeschwader, das Eichenlaub mit Schwer­tern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verlie­hen und ihm folgendes Schreiben zukommen lassen: ..In Ansehen Ihres immer bewährten Heldentums verleihe ich Ihnen anläßlich Ihres hundert- ft e n L u f k f i e g e s als 10. Offizier der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.

gez. Adolf Hitler."

Oberleutnant O st e r m a n n wurde 1917 in Ham­burg geboren und trat im März 1937 als Fahnen­junker bei der Luftwaffe ein. Im Westfeldzug er- ra-ng er seine ersten Abschüsse. Im Einsatz gegen England und im Feldzug gegen Jugoslawien zeich­nete er sichhervorragend aus. Am 16. 5.1941 wurde ihm das Ritterkreuz verliehen. Rach seinem 62. Luftsieg wurde er mit dem Eichenlaub ausgezeichnet und wenige Tage später Staffelkapitän in seinem Jagdgeschwader. Am 6. Mai errang er seinen 96. Luftsieg, am 12. Mai schoß er an der Ostfront sei­nen hundertsten Gegner ab.

Das Eichenlaub für Leutnant (Sraf.

Berlin, 17. Mai. (DBB.) Der Ziihrer Hai dem Leutnant Graf. Staffelkapitän in einem Jagdgeschwader, das Eichenlaub zum Ritterkreuz verliehen und ihm nachfolgendes Fernschreiben übermitteln lassen:In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf um die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen als 93. Sol­daten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Gez.: Adolf Hitler."

Leutnant Graf wurde 1912 in Engen bei Kon­stanz geboren. Seit dem 1. 8. 41 schoß seine Staffel 315 bolschewistische Flugzeuge ab, am 29. 4. 42 schoß «r selbst drei Feinde ab, es gelang ihm schon am nächsten Tage, sechs Flugzeuge im Verlauf mehre­rer Einsätze abzuschießen. Am 2. 5. fielen ihm sieben Flugzeuge zum Opfer, am 8.5. erhöhte er diese Zahl auf acht. In den folgenden sechs Tagen er­rang er weitere 18 Abschüsse und damit feinen 10 4. Luftsieg.

Das Ritterkreuz.

Berlin, 17. Mai. (DNB.) Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: ^-Sturm­bannführer Baum, Bataillonskommandeur in einer Division der Waffen-ff, ff^Sturmbannführer Deisenhofer, Bataillonskommandeur in einer Division der Waffen-ff, und Oberleutnant B a a s ch, Kompaniechef in einem Infanterie-Regiment, ferner an Oberstleutnant von Müller, Kommandeur eines Schützen-Regiments, Major Kornmeyer, Bataillons-Kommandeur in einem Infanterie-Regi­ment, und Oberfeldwebel heinzmann, Zugfüh­rer in einem Infanterie-Regiment, schließlich auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberleutnant Müller, Flugzeugführer in einem Kampfgeschwa­der, und an Leunant Hanni g, Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader.

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In den schweren Kämpfen vor der Entsetzung des vorübergehend eingeschlossenen Stützpunktes im nördlichen Abschnitt der Ostfront fand Ritterkreuz­träger Hauptmann d. L. Sieder in einem In­fanterie-Regiment am 1. Mai 1942 den Heldentod. Kleine politische Rachrichten.

NSG. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger sprach in Mülhausen im Elsaß und in Freiburg im Breisgau zu Tausenden von Männern und Frauen Über die Bedeutung des. Kampfes der euro­päischen Ordnungsmächte gegen die plutokratisch- sowjetische Allianz des Judentums. Auf beiden Kundgebungen wurden die klaren und offenen Aus­führungen des Gauleiters von der begeisterten Zu­stimmung der Versammetten begleitet.

In den Mittagsstunden des Sonntag schossen deutsche Jäger aus einem gemischten feindlichen Verband, der das französische Küstengebiet anzu­greifen versuchte, 15 Flugzeuge ab. Alle deutschen Flugzeuge kehrten zu ihren Einsatzhäfen zuruck.

FroheSiunden für unsere Verwundeten

Die RS.-GemeinschaftKraft durch Freude" führte im Laufe der vergangenen Woche im Auf- traae des Oberkommandos der Wehrmacht und in Zusammenarbeit mit dem SonderreferatTruppen­betreuung" im Reichsministerium für Volksaufklä­rung und Propaganda in hiesigen Lazaretten fol­gende Veranstaltungen durch: Unter dem Motto Alles um Liebe" wurde in einem Lazarett ein Kon­zert veranstaltet. Gertrud Heckmann (Sopran), Erna Stoll (Alt) und Hans W. Dürr (Baß) fangen Arien ausEarmen" undFigaros Hochzeit", sowie Lie­der und Konzertstücke von Brahms, Mozart und Dvorak. Karl Riehm spielte Musikstücke von Schu­bert und Weber und hatte die Begleitung am Kla­vier übernommen. In einem Lazarett wurde ein Hörfilm einer RundfunkbesprechungHerr Inten­dant läßt bitten" gestaltet. Der Sprecher Dr. F. v. Glasenapp brachte Gedichte von Eduard Mörike und Kurzgeschichten, die Sängerin Lieder von Schubert, Adam und Mozart. Der Pianist Bischoff spielte So­naten und Konzertstücke. Das Drumm-Quartett veranstaltete in einem Lazarett ein Konzert unter der DeviseKlingende Weisen". -Friedel Drehsen sang Lieder von Brahms, Schumann und Wolf. An­nemarie Poppe sprach Gedichte und Geschichten. Die Diolinsoli von Otto Drumm, begleitet von der Pia- nisttn Frau Hucke, waren vorzüglich. In einem Lazarett gab der GesangvereinHeiterkeit" ein Kon­zert. Unter Leitung von Chormeister Schüttler brach­ten die Sänger Chöre, Volks- und Soldatenlieder sehr gut zu Gehör. Reicher Beifall dankte dem Ver­ein. Unser Heimatdichter Georg Heß erfreute mit seiner Volkstumsgruppe die Insassen eines Laza­retts. Mit Gedichten, Gesang und Tanz wurde das Erlebnis auf dem Lande inFrühling",Sommer"

Anläßlich des gestrigen Muttertages veranstaltete die Partei auch in unserer Stadt, wie überall im Reiche, schöne und eindrucksvolle Feierstunden, in denen der deutschen Mutter, insbesondere den kin­derreichen Müttern, in würdiger Form und mit herzlichen Worten durch den Mund der Ortsgrup­penleiter der Dank des deutschen Volkes für ihren Dienst an der Nation zum Ausdruck gebracht wurde. Besonders wurde dabei der Frauen gedacht, die liebe Angehörige im Kampfe für Deutschlands Zu­kunft an der Front haben oder das große Opfer des Verlustes dieser Lieben auf dem Felde der Ehre für die Zukunft unseres Volkes bringen mußten. Ihnen galt das besondere mitfühlende Gedenken, wie auch der Führer selbst diesen Frauen und Müt­tern mit seinem Mitfühlen sich am engsten verbun­den weiß. Mit dankbarer Verehrung wurde auch der Mutter gedacht, die unserem Volke den größten Sohn, nämlich unseren Führer geschenkt und damit der deutschen Nation den wertvollsten Dienst errate- sen hat. Ueber den Verlauf der Feierstunden fei hier in großen Zügen berichtet.

Ortsgruppe Gieken-Ost.

Zur Uebergabe der vom Führer verliehenen Mutterehrenkreuze führte die Ortsgruppe Gießen- Ost eine Feierstunde in dem mit Frühlingsblumen geschmückten Saale des GasthofesZur Stadt Lich" durch. Die Feier wurde durch Gesangsvorträge und Gedichte, von einer Iungmädelgruppe gut vorge­tragen, umrahmt. Im Mittelpunkt der Feier stand die Ansprache des Ortsgruppenleiters Geidel, der den deutschen Müttern, und Frauen den Dank für ihren aufopfernden Einsatz und ihren gewal­tigen Anteil an der Arbeit der Nation abstattete. Sein Dank galt insbesondere den Frauen, die während des Krieges dem deutschen Volke Kinder geschenkt haben und all den Müttern, die uns jene Helden geschenkt haben, die durch den Einsatz ihres Lebens unserem Volke das Dasein ermöglichen. Neben diesen Müttern dankte er all jenen, denen der Führer als Zeichen seiner tiefen Verehrung das Mutterehrenkreuz verliehen hat. Hierauf nahm der Hoheitsträger die Verleihung der Mutterehren­kreuze vor. Es konnten eine Mutter mit dem Ehrenkreuz der Stufe II und elf Mütter mit dem Ehrenkreuz der Stufe III ausgezeichnet werden. Zum Schluß wurde jede der Mütter von Iung- madeln mit einem Fliederstrauß erfreut.

Ortsgruppe Gießen-Süd.

Die Feierstunde der Ortsgruppe Gießen-Süd im Saale der GastwirtschaftZur Stadt Wetzlar" war unter das LeitwortFür dich, Mutter" gestellt. Mit einer musikalischen Darbietung von Jungmädeln, der Lesung eines Führerwortes und einem Chor­gesang der Jungmädels wurde ein Gedichtvortrag

undHerbst" dargestellt. Ein fröhliches Spiel, wel­ches durch dieBauernkapelle" passend verstärkt wurde. Mit viel Beifall ausgenommen. Eine reiche Vortragsfolge brachte die VeranstaltungIm­mer wieder Freude" in einem Lazarett. Das Anny- May-Trio tanzte Wiener-Walzer und sang Wiener Lieder. Anny May tanzte einen Solotanz. Ben All zapberte und zeigte allerhand Ueberrafd)ungen. Karl Marggrander zeigte seine Kunst als Akkordeonspie­ler. Die Kapelle spielte beliebte moderne Weisen. Eine fröhliche Unterhaltung.

Die Ortsgruppen mit Frauenschaft, NSKOV. und BDM. in Weickartshain und Lardenbach hatten zum Sonntag eine große Zahl Verwundete zu Gast geladen. Arn Nachmittag fand eine gemütliche Kaffee- Unterhaltung statt. Der Ausflug wird allen Teilneh­mern in guter Erinnerung bleiben.

Noch feine Spur von der Vermißten von Fellingshausen Der Liebhaber des Mädchens in Polizeihast.

Ueber das Verbleiben der 27 Jahre alten Luise Steinmüller aus Fellingshausen war bis heute früh noch nichts Näheres bekannt geworden. Die Suche nach dem Mädchen wird mit Eifer fortgesetzt. Der in dieser Angelegenheit zuerst von der Krof- dorfer Gendarmerie in Gewahrsam genommene und dem Wetzlarer Amtsgericht vorgeführte, bann aber nach der richterlichen Vernehmung in Wetzlar wie­der auf freien Fuß gesetzte Liebhaber des Mäd­chens, ein verheirateter Mann aus Rodheim (Bie­ber), ist am Samstag von Beamten der Mord­kommission der Kriminalpolizei-Leitstelle Frankfurt am Main, die jetzt die weiteren Ermittlungen durch­führt, erneut fe ft genommen und in Polizei­haft übergeführt worden.

Mutter" in feiner Weise eingeleitet. Musik und eine Lesung von einem Mitglied der NS.-Frauen­schaft, sowie ein Chorgesang leiteten bann über zu der Ansprache des Ortsgruppenleiters Gr a hl- mann, der einleitend auf das große und stets stille Opfer der deutschen Mütter für ihre Familien und für die Nation hinwies, dabei betonte, daß dieses allezeit einsatzbereite Heldentum der Mütter gerade vom Führer ganz besonders mit Dank und Anerkennung gewürdigt werde. Er erinnerte weiter­hin an den Einsatz unserer Frauen und Mütter da­heim in der Kriegsarbeit, mit besonderer Wärme sprach er noch von den füllen Dulderinnen, deren Männer und Söhne im Felde stehen, während die Mütter und Frauen daheim mit bangem Herzen das Schwerste zu ertragen haben, was eine deutsche Frau in dieser ernsten Zeit auf sich nehmen müsse. Jedoch wisse die deutsche Frau, worum es gehe, und darum sei sie auch bereit, jedes Opfer auf sich zu nehmen, das unbedingt notwendig sei. Die Front danke und würdige dieses stille Heldentum der Frau; als Zeugnis dafür erwähnte der Ortsgrup­penleiter den Brief eines Soldaten von der Front, in dem dieser schreibt, es fei die Mutter, an der der Soldat mit besonderer Liebe hänge; sie sei es, die nie müde werde, für ihn zu sorgen, zu nähen und zu stricken, die die Grüße der Heimat sende und mit Feldpostpäckchen erfreue; sie sei es, die geduldig auf eine Botschaft aus dem Felde warte, deren Gedanken stets bei den Soldaten im Felde seien. Unendlich groß sei der Dank, den die Sol­daten den lieben Müttern schulden. Mütter seien, so betonte der Ortsgruppenleiter zum Schluß,. die wahren Künderinnen der Herrlichkeit des ewigen Lebens dieser Erde. Hierauf Überreichte er den Müttern die Ehrenkreuze, und zwar , eins in der ersten Stufe, drei in der zweiten Stufe und 19 in der dritten Stufe. Jungmädel ehrten bann die Müt­ter mit Blumensträußen.

Ortsgruppe Gießen-Nord. s

Die Mütterehrung in der Ortsgruppe Gießen- Nord fand am Sonntagvormittag in dem geschmück­ten Saale desBurghof" statt. Blockflötenvorttäge und Gesänge einer Iungmädelgruppe und Lesungen und Gedichtvorträge der NS.-Frauenschaft waren eine schöne Einleitung zu der Ansprache des Orts­gruppenleiters Hitz, der darauf hinwies, daß unsere Zeit durch den Führer zurückgefunden hat zu den ewigen Gesetzen des Lebens. Mütterlichkeit gelte wieder als Abbild der göttlichen Urkraft. Deutschland ehre seine Mütter, weil ste ihm Ewig­keit'schenken. An allen Schicksalen der Nation hät­ten die Mütter stets teilgehabt. Mit jedem Kind trage die Mutter bei zur Zukunft der Nation. Durch die Erziehung'des Kindes zu einem brauch­baren, tüchtigen Glied der Volksgemeinschaft helfe

Eindrucksvolle Ehrung der deutschen Müller.

"ja", stotterte Welt und nahm bfe sagte kein Wort.

(Nachdruck verboten.)

32. Fortsetzung.

Warnung aus Stendal

Roman von A. Lothar Philipp

die Karten hin und erhob sich.

He", riefen Fahrig und Neumann wie aus einem Munde'das geht nicht, wir spielen, werfen Sie Ihre Karten nicht hin." Sie hatten gut rufen, denn ein solches Spiel konnten sie nicht alle Tage Leuten Abend, Ingrid", sagte Harro,was soll ich dir sagen: Welt hat soeben um deine Hand angehalten." .

Ingrid setzte sich zu ihm und sagte lachend: Welt? Der macht immer solche Witze" Nein, ganz im Ernst. Er sagte, er habe nicht gewußt, daß du mit mir verheiratet seist, und möchte, daß du dich scheiden läßt und ihn heiratest. Ich bin wie du weißt ein Gentleman und Überlasse dir die Entscheidung, ohne dich im ge­ringsten beeinflussen oder überreden, zu wollen. Also, wenn du dich verändern willst?"

Ingrid wurde jetzt ernst.

Herr Welt", sagte sie in vorwurfsvollem Ton, wenn eine Dame mit Ihnen mal ins Kino geht, deshalb ist sie nicht verpflichtet. Sie - zu heiraten, ich weiß nicht, ob Sie das wissen."

Well spielte mit grimmiger Verbissenheit. Er

Ja ja Karten auf.

Neumann benutzte die Gelegenheit, um bis zur Bewußtlosigkeit zu reizen, Welt sagte zu allem ja -unb hatte dann ein Spiel auf dem Hals, das alle hundert Jahre einmal gespielt und dann immer noch verloren wird.

Ich wußte nicht, daß sie Ihre Frau ist , stam­melte er und spielte aus,keine Ahnung hatte ich, sie hat es mir nicht gesagt"

Das ist ja schließlich aud) nicht notig. In Artistenkreisen heißt es selten: Harro und Frau, sondern eben immerund Partnerin", selbst Ra- stelli hat seine Partnerin auf dem Programm nicht als seine Frau ausgegeben, wenn er aud) sonst davon kein Geheimnis gemacht hat. Da kommt sie übrigens"

Welt wandte sich mit einem Ruck herum, warf

Schwarz seid ihr!" lachte Harro und legte die Karten hin,Neumann, schreiben Sie auf, mit zweien Spiel drei." ...

Na hören Sie", wandte er sich an Welt,jetzt werden Sie aber reichlich ulkig. Sie fragen mich, wer der Vater meiner Kinder ist? Das 'st mir noch nie passiert. Sie wissen vielleicyt nicht daß ich Harro, der Gentleman bin. Zwar ein Gentle­man auf dem Seil, aber das ist doch ganz wurst, Gentleman." _ ..

Sie sind der Vater von Ingrids Kindern? rief Welt erbleicht,oh, mein Gott, das wußte ich nicht. Das ist ja entsetzlich!"

Harro trank sein Bier aus und wandte sich ganz ernsthaft an Welt. , n r

Ich möchte wißen, wieso das entsetzlich ist, wenn mir meine Frau drei Kinder ch-nkt d ren Vater ich bin. Schli-hüch >st es 1° d-r Zweck einer. Ehe, Kinder zu erzeugen. Wo da das Entscgliche sein soll ist mir vollkommen schleierhaft.

Ehe? Frau? Kinder?" stammelte Welt,ja, mein Gott, was sagen Sie denn da.

Während Harro die Karten verteilt^ führte er die Unterhaltung in seiner vornehmen Weise fort

Sie bitten mich also um die Hand meiner r^au , sagte er,Sie tun das, obwohl Sie wissen, daß ich ein Gentleman bin. Widersprechen Sie nicht, e- steht an jeder Anschlagsäule und m jeder Zeitung, Sie können sich nicht damit ausreden. Sie hatten ^Ächtze^zwanzig Zwobegann Neu- 1U 2)a Äelt 'nicht antwortete, rief Harro:

^e, Sie, Herr Bewerber um meine Frau, Sie werden gereizt!" ,

jeden von uns."

Welt erhob sich.

Entschuldigen Sie, Frau Ingrid", sagte er mit einer Verbeugung, ,/ich ich ich wußte es nicht Guten Abend" dann griff er sich seinen Hut und rannte aus dem Lokal.

Zwei Mark achtundsechzig", rief ihm Fahrig nach.

Wir kassieren das schon noch ein,beruhigte ihn Harro,sein Bier werde ich bezahlen, ich kann auch mal etwas für meine Frau tun, indem ich ihren Bewerber freihalte. Was sagst du nun? Bin ich ein Gentleman oder ich bin fein Gentleman?"

So also endete Welts Liede. Als er an jenem Abend zum Variete kam, erzählte ihm Willis von dem falschen Verdacht auf Elisabeth und erreichte es dadurch, daß Elisabeths Stern wieder ftieg und Welt mit flatternden Fahnen zu Elisabeth über­ging.

Und wenn am Abend der Jubiläumsvorstellung sich die ersten Anzeichen seiner Melancholie wieder eingestellt hatten, so belegen, weil sich Elisabeth sehr zurückhielt und es vermied, mit ihm allein zu sein. So redete er sich ein, daß sie sich in der Zwischenzeit in einen anderen verliebt habe, beob-

.. _______Anscheinend weiß er es nicht",

jagte Harro ganz gemütlich,aber wir werden es ihm sagen. Wie lange sind wir verheiratet?"

Seit 18 Jahren, Herr Welt", rief Ingrid,und wenn ich auch weit entfernt davon bin,, zu be­haupten, daß Harro das Muster eines Ehemannes ist, so bin ich doch auch nicht gewillt, aus dem Regen in die Traufe zu kommen. Harro hat eine Entschuldigung, er ist auf dem Seile zu sehr Gentleman, so daß man es ihm schon nachsehen muß, wenn ,er meistens in seinem Privatleben vergißt, wie' sich ein Gentleman zu benehyien hat"

Nun übertreibst du, meine Liebe', sagte Harro mit einem freundlichen Lächeln.

Sie müssen zwei Mark achtundsechzig Pfennige bezahlen, Herr Welt", sagte jetzt Neumann, der Cellist,zwei Mark achtundsechzig Pfennige an

sie mit an dem Aufstieg unseres Volkes. Niemand wiße besser um den aufopfernden Einsatz der deut­schen Müller und Frauen für die Nation als der Führer selbst. Er kenne diö vielen Heinen uni) großen Sorgen der Mütter, wisse von ihrem fül­len Heldentum, auch von ihrem Anteil an der Ar­beit der Nation in unserer großen Zeit, wo in Stadt und Land die Frauen und Mütter die Män­ner am Arbeitsplatz ersetzen müssen. Die Aner­kennung des Führers mad)-e unsere Frauen stolz. Sie stehen unerschütterlich und treu zum Führer und nehmen alles Schwere gern auf sich, um den Sieg unseres Volkes erringen zu helfen. Dieser hohe Opfersinn unserer Frauen und Mütter gebe den Männern die Kraft, bis zur letzten Entscheidung weiterzukämpfen. Daher werden auch alle diese Mütter und Frauen unvergessen im Herzen des Volkes stehen, denndie letzte Unsterblichkeit hier auf der Erde liegt in der Erhaltung des Volkes". Im Anschluß an die Ansprache des Ortsgruppen^' leiters wurden die Ehrenkreuze ausgegeben, und zwar zwei goldene für die 1. Stufe, fünf silberne für die 2. Stufe und 30 bronzene für die 3. Stufe.

Ortsgruppe Sießen-Mitte.

In. der Feierstunde der Ortsgruppe Gießen-Mitto in dem geschmückten SaaleZum Löwen" gaben musikalische Darbietungen eines Streichquartetts der Hitler-Jugend und Liedgesang einer Jungmädel- gruppe den würdigen Auftakt zu einem Wort des Führers, das von einem Mädel des BDM. gelesen wurde. Ein Lied des BDM. leitete dann zu einer Lesung über, der sich die Ansprache des Ortsgrup­penleiters Kreisstabsamtsleiters Weber anschloß. Ev erinnerte in seinen warmherzigen Worten an die Mütter, an die, vielfältigen Arbeiten, Mühen und Sorgen, die besonders die kinderreiche Mutter Tag für Tag auf sich nimmt und gerne trägt für ihre Lieben und damit für unser Volk. Diese Leistung der kinderreichen Mütter finde im Großdeutschen Reiche immer ihre besondere Anerkennung, da nach dem Willen des Führers das stille Heldentum un­serer Mütter für das ganze Volk stets eine besondere Verpflichtung darstellen solle. Weiter erinnerte der Ortsgruppenleiter an die besonderen Leistungen un­serer Frauen und Mütter jetzt im Kriege in dem Einsatz an »den Arbeitsplätzen der Männer, er ge­dachte aber auch der reichen Sorgen und der heißen Wünsche der Frauen und Mütter, die ihre Söhne oder Gatten, draußen im Felde vor dem Feinde wissen, die mit Einsatz ihres Lebens die Heimat schützen und damit die Zukunft der Nation und der eigenen Familie sichern. Mit herzlichen Worten er­innerte er auch an das stille Heldentum der Frauen, die in dieser schweren Zeit dem Volke immer wieder neue Kraft geben durch die Geburt von Kindern, in denen die Zukunft der Nation liegt. Allen diesen Frauen gelte der besondere Dank und die herzliche Verehrung des ganzen Volkes. Anschließend an seine Ansprache überreichte der Ortsgruppenleiter gemein­sam mit einer Vertreterin der NS.-Frauenschaft die Mütterehrenkreuze, von denen fünf in der ersten Stufe, zwei in der zweiten Stufe und 25 in der dritten Stufe überreicht wurden. Jungmädel er­freuten die Mütter dann noch mit der Uederreichung jchöner Blumensträuße.

Punktfreie Sommerhandschuhe. Zu der Frage, ob Trikothandschuhe oder auch Hand­schuhe aus dichten Geweben frei verkauft werden dürfen, weist dieTextil-Zeitung" darauf hin, daß Handschuhe mit Ausnahme von gestrickten Hand­schuhen und gewirkten Handschuhen mit Futter nicht bezugsbeschränkt sind. Sommerhandschuhe sind dem­nach nicht punktpflichtig.

Verdunkelungszeit:

18. Mai von 22.15 bis 4.51 Uhr.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hlmptjchriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadl Gießen, Provinz, Wirtichaft und Sport: Ernst Blumfchetn.

Druck und Verlag: Brühlfche Universttätsdruckerei R. Lange K. ®. Beriagsletter: Tr.-Fng. Erich Hamann; Anzeigenleiler: Hans Beck.

Anzeigenpretsltste Nr. 6.

Tägliche Zahnpflege auch im Kriege? ja, erst recht! Durch kranke Zähne entstehen oft weiterreichende Allgemein-Erkrankungen. Und wir alle müssen heute mehr denn je leistungsfähig bleiben? Wenn auch die bekannten und beliebten Zahnpflege* mittel, wie Chlorodont. zeitbedingt verknappt sind, so müssen wir doch darauf achten, daß alle Speisen richtig gekaut werden und daß die Zähne und Zahn* zwischenräume durch gründliches fürsten und kräf­tiges Spülen abends und morgens von allen Speise­resten gesäubert werden.

achtete sie genau, konnte aber nichts entdecken. Nur mit Willis sprach sie hin und wieder, aber Willis tarn, wie Welt wußte, nicht in Frage, denn er hatte niemals auch nur im geringsten gezeigt, daß er für Elisabeth irgendwelche besondere Zuneigung halle.

Was Herrn Hans Petersen betraf, so war er weniger melancholisch als ärgerlich und mit sich und der ganzen Welt unzufrieden.

Nachdem er seine Enttäuschung über Elisabeth überwunden hatte, wäre er um ein Haar wieder in die Netze der Norodna gefallen, die ihm bei jeder Gelegenheit schöne Augen machte. Aber er hatte seine Erfahrungen mit ihr gemacht und wußte, daß sie, so reizend sie anfangs auch sein konnte, bei Gelegenheit auch ihre wahre Natur zeigte, und die war alles andere als rein, edel oder auch nur anständig. Außerdem war er in Edith, das Num­mern mädchen, verliebt."

Edith marschierte immer noch jeden Abend mit einem freundlichen und etwas aufreizenden Lächeln, die große Nummer in der Hand, über die Bühne. Nichts deutete darauf hin, daß ein tieferes Gefühl sie erfaßt hatte, nichts deutete darauf hin, daß die kleine Liebelei mit dem netten, frechen, kleinen Petersen sie irgendwie tiefer berührt hätte. Dis hübschen, jungen und schlanken Beine, die im Lichte der Scheinwerfer leuchteten, schritten immen noch graziös, wiegend und tänzelnd dahin.

Und wenn Petersen von der Kulisse aus ihr nachschaute, dann hatte er Tränen der Wut in den Augen. Er sah dann die Blicke der Herren in den ersten Reihen und in den Logen, wie ste lachend zu Edith hinaufgingen und ahnte es, daß Edith ihre Blicke ebenso lachend erwiderte. Natürlich, so ein Mann im Smoking hat Geld, wenn er sieben Mark und fünfzig für einen Platz bezahlte, er geht abends in den Eispalast und unterhält sich und er, Petersen, muß dazu den Clown spielen, während Edith von einer großen Partie mit einem dieser smokinqbekleideten Herren träumt. (Fortsetzung folgt)