Dank Ankonescus an den Führer.
meinen
ufnahme ent-
erbeutet.
Eine in der Mitte der O st fr o n t eingefchlof-
iikterUch für d«| ßungsring zu durchbrechen. Unsere Truppen wiesen Mangel an Em die mit starken Kräften wiederholten Angriffe des
ein Londoner
n weiß nicht gt
18. Fortsetzung.
(Nachdruck verboten.)
in — und das Ent-
armisten den deutschen Soldaten, und mehr als 450 Gefallene blieben vor den deutschen Stellungen
in hier ein anw der Kritik an btt
ISMtai tni i?t*n SoifaM Wien, SBembfl wen anderen fhi» dick und dünn Meldungen noch h dem Reiche bet itete sie als U
sene bolschewistische Kräftegruppe versuchte in den letzten Tagen in erbitterten Kämpfen den Einschlie-
Einen Augenblick lang kämpfte sie vergeblich -egen das Gefühl, als ob eine Schlinge sich um ihren Hals zusammenzöge. Die Aussicht, Abbeg immer wieder zu begegnen — und Fehrs Mißtrauen, das allein sein Schweigen erklären konnte: Var das nicht ein unheimlich fein gesponnenes Netz, h dem sie sich tödlich verfangen mußte?
Noch ganz abwesend in Gedanken öffnete sie den Dritten Umschlag. Ein Brief vom Vater — er konnte
Dur neue Schrecknisse bergen!
Der Vater schrieb aus Mainz — der Brief war über München gegangen uyd länger als eine Woche tmterwegs.
Er schrieb, daß er inb Sektfirmen des
Leise trat sie heran. Plötzlich aber fühlte sie mit kaltem Schreck ihr Herz vollkommen aussetzen. „Papa!", flüsterten ihre trockenen Lippen.
Ja, es war der Vater. Der Bankier von Brakei aus Düsseldorf. Sie erkannte ibi. T..t
setzen wich neuem Schreckenr Wo kam er her?
!e Lügenftont eil London schein» cht mehr ein huni
einem Zufall be. abgekartete Sch in Neuyorker
Wnung wiedtt' chäst die einzeln« )en pflegen, lvene sie sich das dop
Berlin, 17.Februar. (DNB.) Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Generalleutnant Maximilian Angelis, Kommandeur einer Infanterie-Division; Oberst Hans
Mecte gefa»« i6tn6rtn8l» iei einem schneid' MrMsorW .ur in einem N
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stürz, als sie sich unseren Stützpunkten zu nähern versuchten. Der Schwerpunkt der deutschen L-uft- angriffe lag gestern wieder im Kampfraum des mittleren Frontabschnittes. Fahrzeugansammlungen und belegte Ortschaften waren den ganzen Tag über Im Bombenhagel deutscher Kampf- und Sturz-
Der feurige Ofen
Roman von Hans von Hülfen
Hahne, Kommandeur eines Infanterie-Regiments; Major Henning von Witzleben, Kommandeur ; Hauptmann
Heinrich P e t e r f e n , Bataillonskommandeur in einem Infanterie-Regiment; Gefreiter Kurt D r ö j • siger in einem Infanterie-Regiment; ferner auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, an Oberleutnant Chri« l'tian Lotse, Batteriechef in einem Flakregiment; Oberleutnant Wilhelm Kaiser, Adjutant in einer
Sturzkampfgruppe.
Bon der Ostfront.
Berlin, 17. Febr. (DNB.) Während vor Leningrad ein feindlicher Angriff bereits durch die Abwehr der deutschen Gefechtsvorposten zerschlagen wurde und ein Stoßtrupp der Waffen-^ den Bolschewisten durch die Zerstörung zahlreicher Unterstände erneut hohe Verluste zufügte, kam es an anderer Stelle des Nordabschnitts zu wechselvollen Kämpfen um den Besitz einer Ortschaft, deren Bahnbofsanlagen das Ziel heftiger femd^ kicher Angriffe waren. Da der Feind diesen Ort mit zahlenmäßig überlegenen Kräften umfassend angriff, räumtent die deutschen Truppen vorübergehend ihre Stellungen in der Ortschaft. Bevor es den Bolschewisten gelang, endgültig hier Fuß zu fassen, setzten die deutschen Truppen zum Gegenstoß an und brachten die Ortschaft nach hartem und schwerem Kampf wieder in deutschen Besitz. Bei der Säuberung des Kampffeldes am Abend des 15 2. wurden insgesamt 762 gefallene Bolschewisten gezählt, außerdem wurden 20 Geschütze,
wch jetzt beim Theater ganz groß. Du wirst doch für deinen alten Papa mal was übrig haben. Was u mir in München sagtest, kann unmöglich dein ttztes Wort sein. Auch in Sachen Abbeg nicht, der kinem Richter nicht entgehen wird —"
Marion zitterte am ganzen Leibe, da sie diese Wenigen, hingekritzelten Zeilen überflog. Ihre Augen limmerten. Sie schleuderte den Brief zur Erde, als fröre er ein Reptil, das sich an ihrer Hand sest- ^bissen —
Angst und Ekel saßen plötzlich in ihrer Kehle, bn Knebel, der sie würgte —
Das Fenster aufreitzen! Frische, kühle Winterluft teinlaflen!
Feindes an allen Stellen zurück und verengten 1 durch weiteren Geländegewinn den Einschließungs- gemeldete Durch» raum. Allein am 13.2. ergaben Pch 375 Sowjet-
Sie erschrak: gelber Nebel zog in dicken Schwaden, wie der giftige Schweis eines vorweltlichen Ungeheuers über den Kamm, der Himmel, der morgens in makelloser Bläue gestrahlt, hatte sich jäh- lings verfinstert ... Sie hörte im Ohr Fehrs beruhigende Stimme: „Das geht manchmal schnell im Gebirge, und geht ebenso schnell vorüber", hatte er einmal gesagt. Aber ihr war unheimlich zumute wie noch nie, und rasch warf sie den kleinen Flügel wieder zu.
Sie streckte sich auf dem Bett aus, suchte ihr flatterndes Herz zu beruhigen. Doch es wollte nicht gelingen. Bilder jagten vorbei wie Fetzen des braungelben Nebels, der draußen über die Schneefelder strich — und immer wieder, in voller Tagesklarheit, das Bild jener Nacht — jener Nacht in München, die auf das unvermutete Zusammentreffen mit Abbeg und Fehr gefolgt war und auf den langen Abend in der Regina-Bar. Sie bemühte sich, nicht daran zu denken — so quälend war die Erinnerung! Aber etwas tief in ihr, etwas Dunkles, Unheimliches, zwang sie, vergewaltigte ihren Willen. Und sie sah sich wieder. Drei Uhr nachts, die blonde „Mizzi", die Fehr für sie gewonnen, im Arm, die Treppen emporsteigen und den Schlüssel aus dem Handtäschchen kramen, und fühlte wieder, wie sonderbar ihr zumute gewesen war, daß sie nicht gewußt, ob sie froh war oder traurig, und immer nur an Abbeg und Fehr, Fehr und Abbeg gedacht hatte. —
Im Wohnzimmer flammte das Licht aus. Sie stieß einen Schrei aus und ließ vor Schreck die große Puppe fallen: auf der Couch — ein Mann! Ein fremder Mann! — Das Herz schlug ihr oben am Hals.
enen Nachrichten- jünbeten. Da do- gesamten
Berlin, 17. Februar. (DNB.) Staatsführer Marschall Antonescu hat nach seinem Besuch im Führerhauptquartier bei Verlassen des deutschen Reichsgebietes folgendes Telegramm an den Führer gerichtet: ,Hch bitte Ew. Exzellenz, ^ärmsten Dank für die herzliche Ausnak gegennehmen zu wollen. Gleichzeitig drücke ich Ew. Exzellenz mein Gefühl der Bewunderung für die große und unbesiegbare deutsche Armee sowie die ftste Uebexzeugung in den totalen Sieg unserer Armeen unter der energischen und genialen Führung Ew. Exzellenz aus.
Marschall Antonescu sandte an den Reichs-
der Ortinung
„tat. Di« - —.................... —..... ---------
•. M so oft mlht kampfflugzeuge. Insgesamt blieben 335 Fahrzeuge, Grobe» --------------------------------------------
Habsburger. W Ede-«
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•, - zahlreiche Granatwerfer, Maschinengewehre, auto-
ine Knegsberilhtrß malische Gewehre und andere Infanteriewaffen, von Neuyork roii Fahrzeuge und anderes Kriegsgerät des Feindes 'rkungen kommen erbeutet.
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Minister des Auswärtigen von Ribbentrop folgendes Danktelegramm: ,Hm Augenblick des Ueberschreitens der Grenze des Großdeutschen Rei- ches bitte id) Ew. Exzellenz, meinen erlesensten Dank für die Aufmerksamkeit, der sich meine Reise und mein Besuch in Deutschland erfreut haben, und die Versicherung meiner unerschütterlichsten Gefühle der treuen Verbundenheit im Kampf für die Gerechtigkeit und eine neue europäische Ordnung empfangen
sich verzweifelt bei allen Wein- Rheinlandes die Stiefelsohlen Abläufe, um eine Stellung zu finden. „Als commis f°yageur, meinetwegen." Bisher vergeblich — und Mch für die Zukunft wenig aussichtsreich, „aus be- bnnten Gründen". Und zum Schluß bat er mit Mtsetzlich nackten Worten um Geld. „Du verdienst
i boshasten Form »aß bas bisher!« , erlitten hat. Es
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ileqen einer Panzer-Aufklärunasabteilung ;
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liegen.
Die deutsche Luftwaffe fügte den Sowjets an der samten Ostfront im Lckuse des gestrigen Tages n-.'ue hohe blutige Verluste an Menschen und Material zu. Feindbewegungen hinter der Front und sowjetische Truppen, dis Durchbruchsversuche unternahmen, wurden von deutschen Kampf- und Sturzkampf- und Jagdflugzeugen immer wieder mit Bomben belegt und mit Bordwaffen bekämpft. Bei Sturzangriffen auf eine wichtige Bahnanlage nach den kaukasischen Erdölgebieten wurden vier Oel- jüge getrosten, die in Flammen aufgingen. Im Donezgebiet blieben weitere vier Züge nach Bombenwürfen in einem Bahnhof zerstört auf den zerrissenen Gleisanlagen liegen. Bei freier Jagd im südlichen Abschnitt brachten unsere Jäger in heftigen Luftkämpfen ohne eigene Verluste sieben Feind- flugzeuge, darunter mehrere zweimotorige, zum Ab-
Hämnter Mer 51e Hälfte größere LKW., zerskärt liegen. Die Beschädigung weiterer Fahrzeuge ist sicher. Auf sowjetischen Flugplätzen richteten Spreng» und Brandbomben Verwüstungen in Hallen und Unterkünften an. 14 Jeind'flugzeuge wurden am Boden zerstört. Jrn Luftkampf schossen deutsche Jäger neun Sowjetflugzeuge ab.
Japanische Flottengeschwader in Singapur eingelaufen.
Tokio, 18. Februar. (DNB. Funkspruch.) EiM heiten der japanischen Kriegsmarinen unbekannter Stärke liefen am Dienstagfrüh in den Hafen von Singapur ein.
Oer japanische Vormarsch in Burma.
Schanghai, 18. Februar. (Europapveß.) Die japanischen Truppen in Burma haben die bis zum Bilin-Fluß zurückgegangenen Engländer bereits wieder erreicht, wie aus dem am Dienstag« abend ausgegebenen militärischen Kommunique her- vorgeht. Binnen 24 Stunden sind demnach die Ja- paner über den Salwin hinaüs nachgestoßen und haben die Gefechtsberührung mit den britisch-indischen Streitkräften wieder ausgenommen.
Die Zeitung „Tokio Nitfchi'Nitfchi" berichtet aus Mulmein, daß eine selbständige burmesische Freiwilligentruppe gebildet wurde, die an- gesichts der wachsenden antibritischen Stimmung in den von den Japanern besetzten burmesischen Gebieten ständig neuen Zulauf erhält. Die Formation, die von einem Major des burmesischen Heeres geführt wird, landete am 12. 2. in Mulrnein und marschierte nach»einem Demonstrationszug durch die Stadt an die Front.
Tschungking
hat den USA. nichts versprochen.
Schanghai, 18. Februar. (Europapreß.) Die Regierung Tschiangkaischeks hat den Bereinigten Staaten keinerlei Der.spre- ch u n g e n gemacht, erklärte der Informationsmini, ster Tschiangkaischeks am Dienstagnachmittag in Tschungking. Weder hat Tschiankaischek sich zu Offensiven verpflichtet, noch sich bereit erklärt, Luftftütz« punkte an die Vereinigten Staaten' abzutreten. Ueberdies, so setzte der Minister hinzu, wäre Dor« aussetzung einer größeren Offensive, daß von den Alliierten Kriegsmaterial geliefert wird. Zur mil.i. tärifchen Lage an der Burma front er Härte der Minister, daß die Alliierten jetzt an ihrer letzten Verteidigungslinie stünden.
Inder fordern ihre Landsleute zum Llnabhänaigkeitskampf auf.
Tokio, 18. Febr. (DNB. Funkspruch.) Wie Do- mei meldet, gaben 200 in Tokio ansässige Inder in schneller Reaktion auf die Erklärung des Pre-' mierministers T o j o im Reichstage, in der er die Politik Japans in bezug auf die Führung des ost- asiatischen Krieges nach' dem Fall Singapurs klar- stellte, am Dienstag ein M a n i f e ft heraus, in dem sie ihre Landsleute aufforderten, sich in ganz Asien zu erheben, um eine indische Unabhängigkeitsbewegung einzuleiten.
Singapur heißt setzt Schonanko.
Tokio, 17. Febr. (DNB.) Wie das Kaiserliche Hauptquartier bekanntgibt, ist der neue Name für Singapur Sch o n a n f o (Leuchtender Südhafen).
An« aller Welt.
Deukfche Filmiheaker G. m.b. y. gegründet.
Im Zuge organisatorischer Maßnahmen in der deutschen Filmwirtschaft wurde die reichseigene „Deutsche Filmtheatergesellschaft m. b. H." gegründet. Die Gesellschaft wird große und bedeutungsvolle Filmtheater in Großdeutschland führen, deren.Leitung entweder aus kulturellen oder repräsentativen Gründen wichtig ist. Mit der Leitung der Gesellschaft wurden der bisherige Leiter der Fachgruppe Filmtheater der Reichsfilmkammer, Dr. Theo Q u a d t, sowie das Vorstandsmitglied der Universum Film AG., Direktor Max Witt, beauftragt. Durch eine Anordnung des Präsidenten der Reichsfilmkammer wird gleichzeitig der Betrieb der übrigen Filmtheater nach sozialen Gefichtspunkten neu geregelt. Bei Neuerwerbungen von Filmtheatern werden Frontkämpfer besonders berücksichtigt. DKD.
100 000-H2H.- und 200 000-RM.-Gewinne.
In der gestrigen Dormittagsziehung der 5. Klasse der 6. Deutschen Reichslotterie fielen drei Gewinne von je 100 000 RM. auf die Nummer 188 414. Die Nummer wurde in der ersten Abteilung in Vi'ertel- teilung, in der zweiten und dritten Abteilung in Achtelteilung ausgegeben. '
Auf die Nummer 389 992 fielen drei Gewinne von je 200 000 RM. Die Lose werden in Achtelteilung ausgegeben.
zu wollen."
Das Ritterkreuz.
Aus der Gtadi Gießen
Kamerad Blindenhund.
Als ich aus dem Hoteleingang trat, sah ich am äußersten Rand des Bürgersteigs einen älteren Mann und dicht neben ihm einen großen, schönen Schäferhund. Beide drehten mir den Rücken zu, aber die gelbe Binde am Arm des Mannes und der kräftige Stock in seiner Rechten waren Aufklärung genug: hier stand ein Blinder und fein Führerhund!
Worauf wartet er? Vielleicht auf die richtige Straßenbahn, auf einen Omnibus? Ich weiß, daß gute Blindenhunde genau die Nummern und Buchstaben der Verkehrsmittel unterscheiden können, daß sie ihren Herrn stets an den richtigen Wagen führen. Der Hund schaut aber gar nicht hinüber zu den Haltestellen; er blickt auch nur ganz selten quer über die Straße; jetzt setzt er sich sogar aus ruh end auf die Hinterhand.
Zehn Minuten vergehen so, dann trete Ich zu dem wartenden Mann, obwohl ich weiß, daß Minde gar nicht gern angesprochen werden, weil sie alles Bemitleidetwerden hassen und außer ihrem Führerhund keine Hilfe brauchen. Aber ich will ja beides nicht; ich sage nur, wie schön der Hund sei und wie gut gepflegt. Das freut den Blinden, und er fühlt zugleich, wie sein vierbeiniger Kamerad mich freu» big anwindet.
„Die Hunde mögen Sie wohl gern?", fragt mich der Mann, ,^Taffo kümmert sich sonst nicht um Fremde, die uns ansprechen." Ich antworte lachend, daß der Hund wohl mein Lob verstanden habe und daß es auch ehrlich gemeint fei.
Unser Gespräch schweift in die Vergangenheit zurück; der Mann war als Weltkriegsteilnehmer im Frühjahr 1918 erblindet, hatte bald darauf den er- ft-en Führhund bekommen, und Tasto war nun fein vierter in den seither verflossenen 23 Jahren. „Er
lernt gut und leicht, dabei ist er immer vergnügt. Aber er hat auch einen schönen, großen Auslauf zu Hause, und die Futterversorgung ist noch immer ausgezeichnet."
„Und wie stehts denn mit feiner inneren Kameradschaft, seiner seelischen Aufgeschlossenheit zu Ihnen?"
So sprach mein Gegenüber: „Herr, ob ein Hund gleichgültig ist oder nicht, das kommt 'allein auf den Menschen an. Jedes Tier kann uns nur dann etwas geben, wenn wir selber dazu fähig sind und wenn wir seine Kameradschaft haben wollen. Glauben Sie mir, es ist so viel Reichtum in solch einem treuen Vieh, daß manche Menschen sich über ihre eigene Leere schämen müßten. Bloß will der Hund erst spüren, daß ihm auch von seinem Herren ein bißchen Herz entgegengebracht wird, dann schenkt er dauernd, Klugheit und Liebe. Das ist alles das Gleiche für seine Natur."
In diesem Augenblick stellte sich der hockende Hund hoch; erst glaubte ich, er verlange von uns eine streichelnde Zärtlichkeit; aber er drehte kurz den Kopf an meiner Hand vorbei nach vorn und stubste mahnend, den Blinden in die Kniekehle. „Aha, da kommt endlich unser Besuch; der Zug muß aber viel Verspätung gehabt haben." Ich sah, daß aus dem Bahnhof ein dichter Menschensttom über die Straße quoll; vielleicht zwanzig Sekunden später trat ein Ehepaar mit viel Gepäck auf den Blinden zu und begrüßte ihn herzlich. „Hast lange warten müssen, Onkel", entschuldigte sich die junge Frau, „wir fürchteten schon, du seiest wieder heimgegangen," Da lachte der Blinde: „Nee, du kennst den Tasto schlecht. Ich hab ihm gesagt: wir holen heute die Martha vom Bahnhof ab, da weicht der Bursche doch nicht vom Platz, bis er dich gesehen hat." P.E.
Oie Dorfkultur unseres Kreises schreitet vorwärts
/
Tagung der Sachbearbeiter und Bezirksbeauftragten in Gießen.
Die von der KreisdienststeNe Wetterau der NSG. ,^raft durch Freude" zu den grauen der Förderung der Dorfkultur ausgestellten Richtlinien und Organisattonsentwürfe haben die Billigung und Anerkennung des Gaues, gefunden, so daß sie als Grundlagen für die weitere Arbeit nicht nur in unserem Kreise benutzt werden. Damit ergab sich die Notwendigkeit, für die weitere Arbeit eine Tagung anzusetzen, zu der die Kreisdienststelle Wetterau am vergangenen Sonntag Ihre Mitarbeiter in den „Burghof" zu Gießen gebeten hatte. Kreiswart Schemel eröffnete die Tagung mit einem Gruß an die Mitarbeiter und dem Dank für die seitherige Arbeit.
Um einen Ueberblick über die vorhandenen Ansätze dörflicher Kulturarbeit zu gewinnen und die Grundsteine für den weiteren Ausbau dieser Arbeit zu erkennen, hatte man einen sehr umfangreichen Fragebogen in die einzelnen Orte gegeben, der von den beteiligten Stellen faft überall mit Eifer und Sachkenntnis ausgefüllt wurde. Die wenigen noch rückständigen seien auch hier zu einer schnellen Erledigung gemahnt.
Der Leiter der Zentralstelle für Dorfkultur innerhalb unseres Kreises, Philipps, berichtete über die seit der grundlegenden Tagung in Friedberg geleistete Arbeit. Die Kreisorganisation ist aufgebaut, die Gauorganisatjon in Vorbereitung. Dnß vier Arbeitskameraden aus unserem Kreisgebiet in die Gauorganisation übernommen werden, spricht für eine besondere Aufgeschlossenheit und Regsamkeit unseres Kreises für die Belange der Dorfkultur. Dabei, und das muß immer wieder betont werden, handelt es sich um die dörflichen kulturlichen Dinge, die aus Öen in dem Dorf liegenden Kräften geschaffen werden, und nicht um Dinge, die von außen an das Dorf heranzutragen sind. Es geht dabei, so führte der Redner aus, um den deutschen Gott in unserem Volk, um die deutsche Seele, um die seelische Bindung des Landes, die dann hinübermündet in die große Gemeinschaft des Volkes.
Die ausgefüllten Fragebogen geben alle Winke für den Aufbau der praktischen Arbeit. Außer den Fragebogen hat aber auch inzwischen eine enge Fühlungnahme mit dem Dorf im dörflichen Dorträgswesen stattgefunden. Diese Vorträge gestalteten sich vielfach an lebendigen Gemeinschaften, bei denen nicht nur der Vortragende der Gebende war, sondern auch die Zuhörer aus der dörflichen Kultur ihre Beiträge zu dem gemeinsamen Er
lebnis des Abends lieferten. Der Redner gab Winke über Dortragsstoffe und Art der Darbietung.
Inzwischen ist' auch ein Abkommen mit den Jugendorganisationen und der NS.-Frauenschaft über die Durchführung aller geplanten Arbeit auf dem Gebiete der Dorfkultur getroffen worden. Die Elternabende sind eine Angelegenheit der Formationen, bei denen sie die Eltern einführen wollen in das Tun und Treiben ihrer Organisation. Die Dorfgemeinschaftsabende gehören in den Rahmen der Dorfkultur, die von der NSG. „Kraft durch Freude" betreut wird. Die grundsätzliche Mitarbeit der Organisationen und enge Zusammenarbeit auf allen Gebieten ist gesichert. Der Dienstplan der Organisation nimmt Rücksicht auf die Vorbereitungen der Dorfgemeinschaftsabende.
Die Zentralstelle des Kreises hat inzwischen auch eine Ueberprüfung der Laienspielliteratur vorgenommen, so daß sie auf diesem Gebiet in Zukunst Ratschläge erteilen kann.
Die Auswertung der Fragebogen ergab große Bereitwilligkeit innerhalb der Dörfer, auf allen Gebieten mitzutun. Fast in allen Dörfern wurde der Wunsch nach Singgemeinschaften, Laienspielgruppen, Volksmusikgruppen und Volkstanzgruppen laut. Hier wird die nächste Zukunft mit Schulungen einzusetzen haben. Auch die Arbeit auf dem Gebiete des Laienspielschaffens wird kräftig einsetzen, ebenso wie die Gründung von Dorfbüchereien. Die Dorfbucharbeit sowie die Arbeit an Dorfchronik und Dorfgeschichte wird vorwärts getrieben wer- den. Bei seinem Bericht gab der Redner ständig aus seiner Erfahrung und der verinnerlichten Ein-
<Sdwn
durch Nivea-Creme, die das zarte Haut« gewebe strafft und kräftigt. Sorgfältig verreibenI - Wenig tut's auch. Nivea ist knapp; was es gibt, soll vielen zugute kommen. Deshalb sei sparsam damit!
Sie schlich zur Couch. Sah ihm lange ins Gesicht. Schlaff, schwammig, bartstoppelig laa er auf dem seidenen Kissen ... Erinnerung: der Tag, da sie in einem Nauheimer Caf6 die entsetzliche Zeitungsnotiz gelesen. Großer Gott, kam er direkten Weges dorther?! — Sekundenlang fühlte sie kalte Wellen über den Rücken laufen.
Sie mußte sich einen Ruck geben, daß sie ihm endlich zaghaft, mit den Fingern übers struppige Haar strich. •
Da schlug er die Augen auf. Langsam. Mühsam. „Marion —!" Ganz fremd klang seine Stimme ...
„Wie kommst du hierher, Papa?"
Er richtete sich hoch, mit müden Bewegungen, sich auf die Ellenbogen stützend. Ein alter Mann war er geworden! Auf Strümpfen stand er vor ihr, breitete die Arme aus: „Marion ... Willst du deinen Vater nicht umarmen?"
Wieder riefelte es ihr kalt über den Rücken. Zögernd reichte sie ihm die Hand — zu mehr konnte sie sich nicht entschließen.
Fühlte er's? Er ließ sich auf das Polster zurück- fallen und begann umständlich die bestaubten braunen Halbschuhe anzuziehen.
„Tja, da wäre ich", sagte er dabei, ohne den Blick zu heben: „Habe dich aufgestöbert, Kleines. Im Theater nach der Adresse gefragt. Hatte gestern in Köln deinen Namen in der Zeitung gelesen. Und da fuhr ich denn zu dir —"
„Zu mir? Herrgott, warum zu mir?!"
Sie riß die Kappe vorn Kopf, zog den Mantel aus, trug beides ins Schlafzimmer hinüber. Zeit — Zeit gewinnen! Sie wußte gar nicht, wie sie sich stellen sollte, in dieser unwahrscheinlichen Situation. Vor dem Spiegel flüchtig das Haar geordnet, rasch Puder auf Wangen und Hals! Und sie schloß für eine Sekunde die Augen, dachte an den Baron Fehr, hatte deutlich seine Stimme im Ohr.
Der Vater stand mitten im Zimmer, ein wenig gebückt. Sein Anzug schäbig, zerknüllt, unmodern — „Was mach' ich nur mit ihm? Ein Kognak wär'
gut —" Wortlos drückte sie ihn in den Sessel, holte die angebrochene Flasche vom Tischchen unterm Fenster, zwei Becher mit roten Herzen, goß ein.
„Seit acht Uhr sitze ich hier —", sagte er. „Deine Wirtin wollte mich zuerst gar nicht remlassen —"
„Und — Mama? , fragte Marion zögernd. '
„Siehst du —" Er kippte rasch das ©las. „Darüber wollt' ich mit dir reden. Darum kam ich .— Weißt du, wo Mama ist?"
„Nichts weiß ich. Ich bin ganz ohne Verbindung mit ihr."
„Du hast es gewollt, Marion." Er schwieg eine Weile, das Glas drehend; bann: „War das eigentlich nötig? — Hat deinen Eltern viel Kummer gemacht, dieses plötzliche Verschwinden. Zu all dem anderen Kummer. — Ja, Mama ist in Olberville. Bei der frommen Tante Börde. Die hat ihr aus lauter Frömmigkeit ein Asyl — sagt man nicht so? — Aber, das ist es eben: ich traue mich nicht hin."
„Papa! Was redest du?! Nicht hintrauen! Mama ist doch deine Frau, ihr habt doch zwanzig Jahre zusammengeledt, vor dem Unglück!"
„Weißt du, wo Abbeg ist?" Er fragte es unvermittelt.
„Keine Ahnung!" log sie rasch. Sie mar zusam- mengeschrocken unter dieser Frage. Warum Abbeg?! „Warum fragst du? Solltest besser von ihm schweigen —"
Der Vater zündete eine Zigarette an. Seine Finger flogen. „Weil ich mit ihm ein Hühnchen zu rupfen habe. Ein solennes Hühnchen!"
„Warum — mit ihm?"
„Warum mit ihm! Wie kannst du so dumm fragen?!" polterte er los: „Weißt du denn nichts? Daß ich ibm das Ganze verdanke, ihm allein, dem Lumpen, dem Wortbrüchigen? Der mich 'reinge* ritten hat ... Er und du, ihr beide habt mich reingeritten!" Seine Stimme barst vor Wut. »r ballte auf den Knien die Fäuste.
(Fottfetzung folgt.)


