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Mittwoch, 18. Zebruar MS

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er indischen Baumwollindustrie spricht hier Bände, (vdahn nutzte man die billige indische Arbeitskraft

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Oer deutsche Schlag im Kanal

Das Zusammenwirken aller Kräfte brachte den Erfolg.

^Guadeloupe (fr.) * Martinique (fr.) Barbados (br.)

Nach harten Kämpfen wurde sie im Gegenangriff eingeschlossen und vernichtet. Der Rest von 1848 Ge­fangenen sowie 17 Panzer. 86 Geschütze. Hunderte von Maschinengewehren. Granatwerfern und be­spannte Schlitten sowie zahlreiches anderes Kriegs­material fielen in unsere Hand. Außerdem wurden bisher über 5000 Tote des Feindes auf dem Ge­fechtsfeld festgestellt.

In der Zeit vom 14. bis 16. Februar wurden bei den Kämpfen im Osten insgesamt 78 Panzer und 134 Geschütze erbeutet oder vernichtet.

Die sowjetischen Luftstreitkräfte verloren am

gestrigen Tage 48 Flugzeuge; vier eigene Flugzeuge werden vermißt.

Deutsche Unterseeboote drangen in das Karibische Meer ein, versenkten vor den Inseln Aruba und Luraxao drei Tanker mit 17 400 BRT. und beschossen mit Artillerie die Oelraffinerien und Hafenanlagen.

3n Nordafrika keine wesentlichen Kampf­handlungen.

Vor Alexandria griff ein deutsches Untersee­boot einen britischen Kriegsschiffverband von einem Kreuzer und drei Zerstörern an. Zwei feindliche Einheiten wurden durch Torpedotreffer schwer be­schädigt.

DNV. Aus dem Führerhauplquartler. 17. Februar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Bei den Kämpfen im mittleren Abschnitt der Ostfront war es einer feindlichen Kräste- gruppe gelungen, unsere Linien im Raum 80 Kilo­meter südöstlich Wjasma zu durchbrechen.

Deutsche Unterseeboote beschossen die Oelraffinerie von Curaxao. Blick aus die bedeutende Oelrasfinerie , . von Curaxav. (Scherl-Llrchiv-M.)

nnt worben war das Urteil 3 9 nochmals mi NA- Die CllM te sich nur nod

Entscheidung aAten menen bei ls Volksichiidlim -ode, 4 Jahr« izeit und Eiche-

Bei Einflügen einzelner britischer Bomber in die Deutsche Bucht wurde in der vergangenen Nacht ein feindliches Flugzeug abgeschosfen.

Der im Wehrmachtbericht vom 15. Februar ge­nannte Wachtmeister Kirchner. Geschützführer in einer Sturmgeschühbotterie. schoß am gestrigen Tage weitere sieben feindliche Panzer ab.

7000 Kilometer von Europa entfernt.

Deutsche Unterseeboote sind am 16. 2. über­raschend in der Karibischen See aufgetaucht und haben Oelraffinerien und Hafenanlagen der

Annahme von Ameisen für die Mittaasnummer bis 8'/» Ubr desVormittags

Ameinen-Preise:

Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Wertteil 50 Rpf. te mm bei 70 mm Zeilenbreite

Nachlässe:

Wiederholung Malstaffel I AbickilüsseMengenstaffelB Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/.mehr

Berlin, 17. Febr. (DNB.) Der Führer , Hauptmann Baer, Staffelkapitän im Jagdge­schwader Mölders", das Eichenlaub mit Schwerternzum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen und ihm folgendes Schreiben

Deutsche Lt-Boote im Karibischen Meer.

Vor den LtSA.- Stützpunkten auf den Inseln Aruba und Cura^ao drei Tanker versenkt. Beschießung der Hafenanlagen.

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kapitalistischen und politischen Interesse dienlich erscheint!

hier ist aber darauf hinzuweisen, daß die in­discheK o n g r e ß p a r t e i", die im Jahre 1885 gegründet wurde, infolge der britischen Fehler, der echt englischen Ueberheblichkeit und der gebrochenen Versprechungen nach dem Weltkriege 1914/18, eine immer {tariere Macht würde, die heute in sieben von elf Provinzen am Ruder ist. Daß England sich hinter einige Fürsten geklemmt hat, um nach dem bekannten Prinzip dasdivide et impera! einen geschlossenen nationalen Block nicht aufkommen zu lassen, sondern im Gegenteil die außerordentlich verwickelten rassischen und religiö­sen Gegebenheiten benutzt, um die bereits wankende und vielfach auf kaltem Wege durch die kluge Poli­tik der ,Kongreßpartei" unterhöhlte Stellung zu halten, darf nicht darüber Hinwegtäuschen, daß die Dinge heute in der Tat so liegen, daß englische Beamte in den einzelnen indischen Provinzüistrikten schon vielfach gezwungen sind, entgegen den An­weisungen aus London eine Wirtschaftspolitik zu betreiben, die indischen Interessen dient und die Sache des Kongresses fördert. Es ist das der beste Beweis dafi^r, wie die Engländer in der Tat bereits in Indien abgewirtschaftet haben, wie künstlich ihr System geworden ist, das heute nur noch die Tatsache der ungeheuren klimatischen, wirt-

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Indiens Wirtschastsprobleme

Bon unserem B.-Berichterstatter.

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!02. Jahrgang Vr.N krscheint täglich, außer Sonntags und feiertags

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Trinidad (br.)

VENEZUELATxy^erV

Berlin, 17. Febr. (DNB.) Der Erfolg deut­scher See- und Luftstreitkräfte im Kanal beschäftigt noch immer die Presse des Auslandes. Die hervor­ragende Zusammenarbeit der deutschen Marine und der Luftwaffe wird in aus­ländischen Kommentaren einer anerkennenden Be­trachtung unterzogen.

Aus dem Verlauf der einzelnen Phasen dieser kühnen Operation vom 12. Februar vor der eng­lischen Küste geht klar hervor, welchen entscheiden­den Anteil die Verbände der Luftwaffe am Ge­lingen des Tages hatten. Im Zusammenwir­ken aller Kräfte lag der E r f o l g d e s Ein­satzes. Bemerkenswert sind hierbei die Aufgaben deutscher Fernaufklärer gewesen, die von Anfang bis Ende der Operationen über See blieben und alle Bewegungen britischer Flotteneinheiten überwachten, um sie sofort zu melden, so daß Vizeadmiral E i - liax jeden Augenblick über die Lage genau infor­miert war, und auch der Befehlshaber der Luft- waffenvexbände, Generalfeldmarschall Sperrte, den Einsatz seiner Jagd- und Kampfgruppen steuern konnte. Den Fernaufklärern entgingen die Maß­nahmen nicht, die in letzter Stunde von den briti­schen Marine-Befehlshabern getroffen wurden, um doch noch zum Schuß zu kommen und ein feit Wochen erwartetes Unternehmen zu vereiteln. Es mißlang ihnen gründlich, dank der besseren Führung und dank dem einheitlichen Einsatz der Kräfte auf deutscher Seite. Die britischen Zerstörer-Schnellboote sahen sich nämlich nicht nur dem stärken deutschen Schlachtschiffoerband, sondern auch den deutschen Kampfflugzeugen gegenüber.

Was das fachmännische Ausland für undurch­führbar gehalten hatte, wurde Tatsache: D t e deutschen Schlachtschiffe durchfuhren die Meeren ge von Dover und kehrten in deutsche Gewässer zurück, ohne von ihrem Kurs ab gebracht werden zu können.

tödlich pus, so stark, daß weitgehende Verarmung Oind Verschuldung vor allem der Landpächter, die folgen waren. Wenn England im Laufe der Zeit Znsah. daß mit dem Prinzip des reinen Raub­zug auf die Dauer nichts Beständiges geschaffen verden konnte, wenn es für ein großzügiges Eisen­ahnnetz sorgte, der Wasserfrage Aufmerksamkeit henkte und im Punjab beispielsweise im Verlauf itm etwa 25 Jahren aus einer Wüste eine blühende irovin; machte, und ferner auch auf fortschrittlichere Methoden im feuchteren und fruchtbaren Süden be­acht war, so darf trotz dieser zweifellos großen Er­tan gen schäften nicht übersehen werden, daß das ^irtscha'tsproblem Indiens solange nicht als gelöst ^trachtet werden kann, bis es gelingt, dem gesam- !N indischen Volk klar zu machen, daß seine jetzige ußerordentlich verwickelte und komplizierte wirt- haftliche Lage nur dadurch gelöst werden kann, daß 'ie stete Forderung der Kongretzpartei nachSwa- taj" wirklich durchgesetzt wird, also Indien von Wen englischen Fesseln und immer noch außer- ^bentlid) hohen Lasten befreit wird. Zu diesen Saften zählen vor allem die jährlichen Ueberwei- mgen.für PensionszahMngen und Schuldendienst, <e in Höhe von vielen hundert Millionen Mark hne Gegenleistung nach England fließen und als iapitalsumme zum üblichen Zinsfuß in die Mil- nrbenbeträge gehen Englands ganze Hcmdels- »litik in Indien ist heute darauf abgestellt, diese Zahlungen, die eine beträchtliche Kaufkrafterhöhung t England darstellen, zu sichern. Man muß also koch einmal feststellen, daß England trotz aller groß- igigen Erschließungen des Verkehrs, trotz aller Maßnahmen für Verbesserungen der Agrarkultur, -r Bewässerung usw. ausschließlich an seinen Vor- <il denkt und nur dort die einheimische Industrie Inb indische Unternehmungen fördert, wo es seinem

Cura^ao als Symbol.

Von unserer Berliner Schriftleitung.

Seit etwa zwei Monaten haben deutsche U-Boote Schiff auf Schiff in den Gewässern der USA. ver­senkt, und unmittelbar vor Reuyork, also vor der. Rase Roosevelts, haben sie ihre Taten vollbracht. Jetzt hat ein deutsches Unterseeboot zum erstenmal ein Territorium der westlichen Hemisphäre mit Er. folg beschossen, und zwar ist die Leidtragende eine der Inseln, die zusammenfassend mit Curaxao bezeichnet werden. Die Insel heißt Aruba. Dort beschoß das deutsche U-Boot die Raffinerie der Standard Oil Company mit seinen Geschützen. Man kann schon der Treffsicherheit unserer UlBoot-Kano. niere zutrauen, daß diese wichtige Oel-Aufnahme- .ftation für die Transatlantikdampfer in Hellen Flam­men stand. Ferner versenkte das deutsche U-Boot dort drei Tanker mit 17 400 BRT. Diese kühne U-Boots-Tat ist umso bemerkenswerter, als die niederländischen Inseln von Curaxao im Karibischen Meer nur 70 Kilometer von der Nordküste von Venezuela entfernt liegen und die ganze Stützpunkt­politik Roosevelts in jenem Inselgebiet hat nicht vermocht, das deutsche Zupacken zu hindern.

In seiner Unterhausrede vom 20. August 1940 hatte Churchill Mitteilung von einem Kuhhandel mit Roosevelt gemacht, wonach England für 50 »er« rostete und zum größten Teil schön von uns seit­dem versenkte amerikanische Zerstörer nicht nur Neufundland, sondern in der Karibischen See die Bermuda-Inseln, die Bahama-Jnseln, Jamaica, Trinidad und Britisch-Guayana auf 99 Jahre an Roosevelt verpfändet habe. Von den Kleinen An­tillen wurden ferner die Inseln Antigua und Santa Lucia von England verschachert. Roosevelt begann sofort, alle diese Inseln befestigen zu lassen, so daß gewissermaßen eine Inselkette nach der anderen bis zum amerikanischen Festland die Angreifer be­drohte. Wir sind trotzdem' durch diese Kette der Rooseveltschen Karibischen Stützpunkte durchge­drungen bis (Euracao und haben bewiesen, daß dem deutschen Heldenmut nichts unmöglich ist.

Cura^ao ist 1526 von den Spaniern entdeckt worden, 1634 wurde es von den Holländern er­obert, im Jahre 1807 setzten sich die Engländer dar­auf fest, die diese Inselgruppe nach dem Pariser Frieden den Holländern zurückgaben. Als Stützpunkt der Transatlantikdampfer hatten die Oelraffinerien ihre große Bedeutung.

Auch im Mittelmeer hat ein anderes deutsches U-Boot direkt vor Alexandria den Briten gezeigt, welcher Angriffsgeist unsere U-Bootsleute beseelt. Dieses U-Boot griff einen ganzen britischen Kriegs- schiffverband von einem Kreuzer und drei Zer­störern an und beschädigte zwei feindliche Einheiten schwer. Gerade im Mittelmeer sind unsere U-Boote auf der Wacht. Am 15. Februar meldete bereits der Wehrmachtbericht, daß ein deutsches U-Boot bei Marsa Matruk zwei Schiffe versenkt hatte. Nörd­lich von Bengasi haben deutsche Kampfflugzeuge einen Transporter von 9000 BRT. und zwei wei­tere Frachter mit zusammen 15 000 BRT. versenkt bzw. so schwer beschädigt, daß mit ihrem Verlust zu rechnen ist. Am Tage vorher kam die Meldung vom glorreichen Ausgang des großen Seegefechtes am Ostausgang des Aermel-Kanals und von weite­ren Verlusten des Gegners von 10 000 BRT. im Mittelmeer durch Flugzeuge sowie erfolgreiche U-Bootangriffe auf Geleitzüge im Atlantik, wo mit einem Schlag drei feindliche Handelsschiffe von 26 500 BRT., darunter ein großer Motortanker, versenkt wurden und weitere vier Schiffe Torpedo- treffer erhielten.

Churchill hat schon recht, wenn er in seiner Iere- miäde über Singapur klagt, die Lage Englands und der USA. in beiden Ozeanen, im Atlantischen und im Stillen Ozean, fei schlecht. Sie ist mehr als schlecht, nämlich verzweifelt.

schaftlichen, politischen, rassischen und religiösen Ver­schiedenheit dieses riesigen Landes benutzt, um In­dien als das zu belassen, was es von Anfang ah fein sollte: ein Mittel zum Reichtum des Mutter­landes, ein scheinbar unerschöpfliches Ausbeu - tungsobjertl

In dem Maße, wie die Parole:Indien den In­dern!" an Boden gewann, nahm auch die Wirt­schaftskraft Indiens durch rein indische Unterneh­mungen, durch indisches Kapital und oft recht küh­nen und vorausschauenden indischen Unternehmer­geist zu. Die besondere Situation Indiens ist heute, daß die Brjten zwar noch die Herren im Lande sind und daß sie diesen Vorteil brutal für sich auszu­nutzen suchen, daß aber England mehr denn je er­kennen muß, wie stark in vielen Sektoren, vor allem auch wirtschaftlichen, heute bereits die natio- nalindifche Stellung ist. Gelingt es den Indern ein­mal, das englische Joch völlig abzuschütteln, die Lasten für die Pensionen britischer Beamten, für englische Truppen und für die Kriegführung auch in diesem Kriege wieder außerordentlich hoch! für den inneren Wirtschaftsaufbau zu verwenden, gleich­zeitig die Grundprobleme der Bewässerung und der weiteren Verkehrserschließung zu lösen und durch die Intensivierung der Landwirtschaft, durch den starken Uebervölkerungsdruck, durch den Ausbau aller gegebenen industriellen Möglichkeiten zu lindern, dann erst dürfte Indien beweisen, daß es wirklich ein Land ist voller Wunder und unaehobener Schätze. Denn wirtschaftlich hat dieses Land mit ausgesprochen begabter und intelligenter Bevölke­rung noch eine ungeheuer große Zukunft!

übermittelt:

Im Ansehen Ihres immer bewährten Helden­tums verleihe ich Ihnen anläßlich Ihres 90. Luft­sieges als siebentem Offizier der deutschen Wehr­macht das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritter­kreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hitler."

Englands Flotte selbst in den heimischen Gewässern unterlegen.

Tokio, IS.^ebr. (DNB. Funkspruch.)lieber die dramatische Entwicklung im ostasiatischen Krieg darf man die Ereignisse auf dem europäischen Kriegsschauplatz nicht übersehen", schreibtJapan Times and Advertiser" am Dienstag zur See- und Lufts chlachtim Kanal. Die feindlichen Rund­funksender hätten sie zunächst als einen britischen Sieg hingestellt. Schon nach kurzer Zeit aber habe sich dieserbritische Sieg" als ein deutscher Sieg entpuppt, der die Leistungsfähigkeit der deutschen Kriegsmarine ebenso klar erwies wie die Unfä­higkeit der britischen Kriegsmarine. Die Lehre von Dover sei deshalb wichtig, weil sie der Welt zeigte, daß die britische Flotte unter den bestmöglichsten Bedingungen einer zahlenmäßig unterlegenen deutschen Flotte nichts anhaben konnte. Es habe sich herausgestellt, daß die britische Flotte nichteinmalmehrinden heimi­schen Gewässern überlegen sei. Die wich­tigste Lehre sei aber das Verblassen der britischen Seemacht.

' Eichenlaub mit Schwertern an H-iuptmann Baer verliehen.

In diesen von der Natur gegebenen Rahmen drangen nun die Engländer ein, nicht als fried­liche Partner, nicht am Anfang mit der Absicht, das Land zivilisatorisch und kulturell zu erschließen, son­dern ausgesprochen um Rauh zu betreiben, um mit einer alle Vorstellung übertreffenden Schamlosigkeit auszubeuten. Es will schon etwas heißen, wenn die Ostindiiche Kompanie" 1682 eine Dividende von 150 v H ausschüttete, bei einem Gesamtumsatz von sage und schreibe 1,30 Millionen Pfund! Solche Kahlen besagen mehr als langatmige Ausführungen; denn sie beweisen schlagend, daß Indien als wehr- |>ses Objekt betrachtet wurde, die unersättlichen 'assen der Londoner Pfeffersäcke zu füllen, den ritischen Kapitalismus zu begründen. Parallel mit en sprunghaft in die Höhe schnellenden Zahlen des idischen Äußenhandels 1835 waren es 7,55 Mil­anen Pfund, 1913 bereits 162,8 Millionen Pfund nd im Rekordjahr 1928 sogar 253,5 Millionen Zsund! gingen nun in der Anfangszeit Maß­ahmen, die darauf bedacht waren, jede unliebsame idische Konkurrenz auszuschalten. Der Leidensweg

vrvhlsche UniöerRtätsbruderei 8. Lange General-Anzeiger für Oberhessen Gietzen^8chvlftrahe7.y

8.04 Uhr.

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(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Bangkok, Mitte Februar 1942.

Um die besondere wirtschaftliche Struktur Indiens einem europäischen Leser wenigstens in großen Um­rissen klar zu machen, ist es notwendig, zunächst ein­mal mit wenigen Strichen Charakter und Art dieses Landes aufzuzeichnen. Indien gleicht in der Ver­schiedenheit seiner einzelnen Provinzen, in der Viel­gestaltigkeit seiner Landschaft eher einem Kontinent als einem einheitlichen Staat. Es gibt in Europa sicherlich mehr gemeinsame wirtschaftliche Bindun­gen, und alle europäischen Staaten weisen in ihrer Aesamtheit eine ähnlichere Struktur auf, als das in Indien zwischen den einzelnen Gebieten der Fall ist. Schon der Norden Indiens hat klimatisch und virtschaftlich überhaupt nichts mit den Südprooin- ,jen gemein, und ebenso sind die Bergländer grund­verschieden von den Niederyngs- und Küstengebieten. Ls gibt völlig trockene und sehr dünn bevölkerte Landstrecken gewaltiger Ausdehnung, es gibt über­völkerte Provinzen,' wie etwa im Ganges- oder 2ndus-Tal, es gibt weiter hochkultivierte Gebiete mit vorbildlichen Bewässerungsanlagen wie im jtorden, und es gibt ausgesprochen primitiv be­wirtschaftete Geaenden. Ganz abgesehen davon, daß die Regierungs^rmen in den selbständigen Fürsten- ftaaten zwischen aufgeklärter und fortgeschrittener moderner Herrschaft und finsterster Despotie mittel­alterlicher Formen schwanken, was sich selbstver- ftändlich auch in der Wirtschaftskraft dieser Gebiete auswirkt. Dem regenreichen Süden fällt fast von selbst in den Schoß, was im Norden unter Zuhilfe­nahme modernster Anlagen und wissenschaftlicher Ergebnisse erkämpft werden muß; die tropischen Ge­biete sind völlig verschieden von den Zonen mit gemäßigtem Klima.

Weiter muß darauf hingewiefen werden, daß das eigentliche.Indien" nicht in Bombay, nicht in Delhi oder Calcutta zu finden ist, sondern in den - 700 000 Dörfern! Indien ist trotz aller fortschritt­lichen Industrialisierung in erster Linie und ent- jcheidend ein A ck e r b a u l a n d. 67 v. H. der Be­völkerung leben von Ackerbau und Viehzucht und 89 o H der Gesamtbevölkerung auf dem Lande, al io nur 11 v. H. in den 2575 Städten? In den Fahren von 1891 bis 1931 hat sich der Anteil der Ltadtbeoölkerung nur um 1,5 v. H. erhöht, während die Bevölkerungszahl insgesamt aber von etwa 350 «Millionen damals auf rund 400 Millionen heute juvnommen hat. Außerdem darf man nicht ver­eisen, daß Indien als Monfun-Land mit über­wiegender Agrarkultur auch heute noch davon ab­hängig ist, ob die vier Monate Regenzeit, die 90 v. H. der jährlichen Niederschlagsmenge bringen, reichlich oder spärlich waren. Früher, als das Land infolge mangelnder Verkehrserschließung im Innern o gut wie unerschlossen war, konnte es vorkommen, » in einer Provinz wie beispielsweise 1866 in der kleinen Provinz Orissa die halbe Einwohner­schaft aus Hungersnot starb, während in der Nach- darpromnz das Getreide zu spottbilligen Preisen verkauft wurde.

Jamaika(br)

hicaragua